Erfahrungsbericht zur MS Artania (Reise ART340, Frühjahr 2024) – Umgang mit Kunden nach Rechtsstreit
Ich war Passagier auf der Kreuzfahrt ART340 im Jahr 2024, auf der es bekanntlich zu massiven Umroutungen und dem Ausfall etlicher Kern-Häfen, darunter wichtiger Stopps in Japan, als Ersatz ungewünschter Ziele und nahezu täglicher Änderungen der Route und Neuinformationen kam. Da der Gesamtzuschnitt der Reise dadurch extrem beeinträchtigt war, habe ich mein gutes Recht als Verbraucher wahrgenommen und versucht, auf dem Rechtsweg eine angemessene Preisminderung zu erstreiten.
Mein Verfahren ging über zwei Instanzen. Das Gericht folgte letztlich der Argumentation des Veranstalters (höhere Gewalt / behördliche Auflagen), sodass ich keine Entschädigung erhalten habe. Mir ist bewusst, dass andere Gerichte in Parallelverfahren für dieselbe Reise zugunsten der Passagiere entschieden haben – hier entscheidet leider der jeweilige Gerichtsstand. Was mich jedoch zutiefst enttäuscht, ist die Reaktion von Phoenix Reisen nach dem Verfahren: Das Unternehmen hat mich für alle zukünftigen Buchungen gesperrt.
Ein solches Verhalten gegenüber langjährigen Kunden, die lediglich bestehendes Recht prüfen lassen, empfinde ich als extrem kundenunfreundlich. Wer hier bucht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Wahrnehmen von Verbraucherrechten im Nachgang zu einem dauerhaften Buchungsverbot führen kann. Service und Kundenorientierung sehen für mich anders aus.