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AIDAluna: Norwegen mit Spitzbergen & Lofoten ab Hamburg | 15 Nächte | 22.06.2026 bis 07.07.2026 (Montag, 22. Juni 2026, 00:00-Dienstag, 7. Juli 2026, 00:00)

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  • 11. September 2024 um 13:20
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Termin

AIDAluna: Norwegen mit Spitzbergen & Lofoten ab Hamburg | 15 Nächte | 22.06.2026 bis 07.07.2026

Montag, 22. Juni 2026, 00:00 – Dienstag, 7. Juli 2026, 00:00

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Anmeldeschluss: 7. Juli 2026 um 00:00
  • _Meerelfe_
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    • 26. Juni 2026 um 18:55
    • #41

    Einfach wieder sooooo toll, deine Berichte, liebe Portia . Und gerade bei der extremen Hitze in Deutschland tut es einfach gut, sich wenigstens gedanklich hin zum "grauen nordischen Charme" zu beamen. :thumbsup:

    Habt eine gute Reise in den hohen Norden :Boot1: und liebe Grüße, Meerelfe :ciao:

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    • RE: AIDAluna: Norwegen mit Spitzbergen & Lofoten ab Hamburg | 15 Nächte | 22.06.2026 bis 07.07.2026 (Montag, 22. Juni 2026, 00:00-Dienstag, 7. Juli 2026, 00:00)

    Coole, neue AIDA Angebote

  • Portia
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    • 29. Juni 2026 um 19:17
    • #42

    Hier kommen die nördlichsten Grüße, die man auf dieser Erde senden kann, ohne Polarforscher zu sein. Noch ca. 1330 km vom Nordpol entfernt, ist hier so ziemlich alles das nördlichste: Brauerei, Kirche, Museum, Supermarkt, Tankstelle… und und und. 😄

    Vor zwei Jahren war ich hier bei strahlendem Sonnenschein und T-Shirt-Wetter, was hier aber nicht die Regel ist. Heute war es dann schon typischeres Wetter für Spitzbergen, der angekündigte Sonnenschein kam zwar nicht, aber bei 12 Grad und ohne Wind oder Regen fühlte es sich überraschend mild an.

    Heute stand einiges auf dem Programm, was ich letztes Mal nicht geschafft hatte. Deswegen war ich zuerst im Svalbard-Museum, direkt neben der Universität. Dies ist aber nur das zweit-nördlichste der Welt, denn auf der Rückseite und einmal über die Straße (nach Norden 😉) gibt es noch ein kleines Nordpol-Expeditions-Museum.

    Spitzbergen ist „nur“ die Insel, auf der wir uns gerade befinden. Das gesamte Archipel heißt Svalbard, und der Name wird hier und international auch fast ausschließlich verwendet.

    Wie so viele andere Orte auch, wurde die Insel Spitzbergen rein zufällig entdeckt. Der Niederländer Willem Barentsz wollte 1596 einen Handels-Seeweg nach China finden, weil der Weg um Afrika herum in portugiesischer Hand war. Das Schiff fror im Eis fest, und die Besatzung beschloss, an Land zu campen. So kam man auf eine Insel, die Barentsz wegen der spitzen Berge „Spitzbergen“ nannte. Überlebende schafften es zurück in die Niederlande, und berichteten von der Insel im Eismeer. Walfänger aus mehreren Nationen folgten in den wenigen Sommermonaten, und ab Ende des 19. Jahrhunderts galt Spitzbergen als aussichtsreichster Ausgangspunkt für Nordpol-Expeditionen, wo es doch von Grönland aus nicht geklappt hatte.

    Im Museum kann man unter anderem einen Nachbau einer Walfänger-Hütte aus dem 17. Jahrhundert sehen, die sich viel weiter nördlich von Longyearbyen, im späteren Ny-Alesund, befunden hatte.

    Unter all den Nationen, die nach Spitzbergen aufgebrochen sind, um mit Walfang oder Expeditionen ihr Glück zu machen, war aber immer Konsens, dass kein Land Anspruch auf das Archipel erhebt, sondern es Niemandsland bleibt.

    Das sollte sich erst im sehr frühen 20. Jahrhundert ändern, als 1906 der amerikanische Geschäftsmann John Munro Longyear nach Spitzbergen kam, die erste Bergbaugesellschaft gründete und die Siedlung Longyear City gründete. Das versuchten viele, ihm nachzutun, indem sie ein Schild in den Boden rammten und damit ihren Besitz abstecken wollten. Der nächste hat die Schilder aber einfach wieder weggenommen und seine eigenen aufgestellt, was zu großem Chaos führte und bald erste Rufe nach einer staatlichen Verwaltung laut wurden. Erste multinationale Konferenzen dazu wurden aber mit Beginn des 1. Weltkriegs eingestellt und erst danach wieder aufgenommen. Der 1920 gegründete „Svalbard Treaty“ schlug Norwegen vor, und nach fünfjährigen Verhandlungen wurde Svalbard 1925 norwegisch.

    Im April 1940 wurde Norwegen von den Nazis überfallen und besetzt, so dass die Aliierten 1941 Spitzbergen evakuierten und die gesamte Infrastruktur hinter sich zerstörten, um die Insel für die Deutschen uninteressant zu machen. Schon im Herbst 1941 errichteten die Deutschen allerdings auf Spitzbergen eine Wetterstation, auf deren Grundlage strategische Entscheidungen auf dem gesamten Festland getroffen wurden.
    Nach Kriegsende, als die Siedlungen wieder aufgebaut und die Kohleförderung wieder aufgenommen wurde, kam Spitzbergen aber nicht zur Ruhe. Der kalte Krieg begann, und die Sowjetunion nahm Kontakt mit Norwegen auf, um eine gemeinsame Verwaltung zu verhandeln. Die Lage am Tor zur Barentssee im Osten ließ die Sowjetunion befürchten, dass der Westen hier Militärbasen einrichten könnte. Letztendlich lehnte Norwegen eine gemeinsame Verwaltung ab, die Sowjetunion bekam aber das Recht, autonome Siedlungen zu behalten oder einzurichten. Daraus entstanden zum einen der heute noch bewohnte Ort Barentsburg, den die Sowjetunion in den 1930er Jahren den niederländischen Gründern abgekauft hatte, zum einen der aufgegebene Ort Pyramiden.

    Nachdem ich das Museum verlassen und wieder in der Gegenwart war (Ihr merkt, wie sehr ich mich in die Geschichte Svalbards vertieft hatte 😉), bin ich Richtung Ortszentrum gegangen, um den zweiten Ort aufzusuchen, der bei mrinem ersten Besuch nicht geklappt hatte: Das Café „Husky‘s“. Dort war es vor zwei Jahren so voll, dass ich nur einen Blick durch die Tür werfen konnte. Nicht nur wegen Kaffee und Kuchen kommen die Gäste dort hin, sondern auch, um die Hunde zu sehen, zu knuddeln und mit ihnen zu spielen. Sie haben auch ganz brav nicht beim Essen gebettelt, aber als mein Kuchenteller leer war, war die Neugier auf Krümel dann doch größer.

    Als nächstes bin ich zur Kirche gegangen, in einem großen Bogen, um noch das Longyear-Denkmal anzuschauen.

    Als ich mich umgedreht habe, konnte ich wieder etwas erleben, was mir letztes Mal nicht vergönnt war. Auf einmal lief er über die Straße und blieb in aller Ruhe stehen, um zu grasen:

    Ich hatte so auf eine Rentier-Sichtung gehofft, aber mit so einem großen Glück, das eins so nah kommt, habe ich nicht gerechnet. Ich habe es eine Weile beobachtet und bin dann langsam weitergegangen zur Kirche.

    …
    An dieser Stelle geht es morgen weiter. Die Fotos laden nicht mehr hoch. Als ich zurück an Bord war, hatte ich auch Kabinenpost übers Bordportal, dass der Internet- und TV-Empfang etwas eingeschränkt ist. Es wird versucht, das Fußballspiel heute Abend über das deutsche Fernsehen zu streamen, sollte es aber zu Ausfällen kommen, wird auf englische Sender umgeschaltet.

    Vorher erwartet uns aber noch ein Auslaufen mit Moderation durch den Lektor, und wir nehmen einen anderen Weg aus dem Isfjord als heute Morgen (den ich wegen der Uhrzeit allerdings eh nicht mitbekommen habe), wo wir an einem Gletscher vorbei fahren.

    Der Rest (werden dann auch mehr Bilder als Text 😄) folgt dann also morgen am Seetag, wenn es dann mit dem Einstellen von Fotos wieder besser geht.

  • Zugvogel29
    Aida - wo ich zu Hause bin
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    • 29. Juni 2026 um 21:18
    • #43

    Danke liebe Portia für den ausführlichen Bericht, es wurden viele Erinnerungen wach

    Ich durfte 2017 und 2019 Svalbard erleben (jeweils mit der Luna)

  • Portia
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    • 30. Juni 2026 um 13:13
    • #44

    Und weiter geht es.

    Gestern war ich ja auf dem Weg zur Kirche stehen geblieben, im wahrsten Sinne des Wortes, und hatte das Rentier beobachtet. Später habe ich noch eins gesehen, aber das war nicht so nah wie das auf dem Foto.

    Die Svalbard Kirke von 1958 ist rund um die Uhr geöffnet, Eile war also nicht geboten. Ich habe sie am frühen Nachmittag auch fast leer vorgefunden, viele besuchen sie wohl direkt als erstes, weil sie vom Schiff aus gesehen am Ortsrand liegt.

    Drinnen gibt es den klassischen Kirchenraum

    und im hinteren Bereich eine Art „Wohnzimmer“ mit Bücherregal, wo auch Kaffee angeboten wurde, und es gab einen kleinen Shop.

    Die Kiche liegt etwas erhöht, so dass man hier auch einen guten Blick auf die Stadt hat.

    In der Stadt bin ich durch die Geschäfte in der Einkaufsstraße gebummelt, habe das eine oder andere gekauft und einmal in den Supermarkt reingeschaut.

    Als ich damit durch war, hat mich das Gebäude Nordover („nordwärts“) noch interessiert. Darin ist das Kino von Spitzbergen, eine Kunstausstellung, Café und ein kleiner Shop. War auch gerade nicht viel los, was ich direkt beim Betreten des Eingangsraums gemerkt habe, denn das bereitgestellte Schuhregal war fast leer.
    In Longyearbyen ist es Tradition geblieben, sich beim Betreten von Gebäuden die Schuhe auszuziehen. Dadurch sollte verhindert werden, dass die Bergleute den Kohlenstaub und sonstigen Grubendreck in die Häuser tragen, und es hat sich bis heute gehalten. So oft wie gestern habe ich mir jedenfalls lange nicht mehr an einem Tag die Schuhe aus- und wieder angezogen. Die Geschäfte und der Supermarkt waren aber von der „schuh-freien“ Zone ausgenommen.

    Ich war eigentlich nur neugierig, wie groß der nördlichste Kino-Saal der Welt ist. Die Filme waren draußen schon in einem Schaukasten zu sehen. Gar nicht so klein, die Auswahl, aber es gibt an den Kino-Tagen nur jeweils einen der Filme und nur eine Vorstellung.
    Oben angekommen, war auf einem Monitor geschrieben, dass man jede halbe Stunde einen 25minütigen Film über die Geschichte und Kultur Spitzbergens sehen konnte. In 4 Minuten sollte die nächste Vorstellung losgehen. Ich habe mir schnell ein Ticket gekauft und bin in den Saal gegangen, dann ging auch direkt die Tür automatisch zu, und der Film begann. So bin ich mehr oder weniger zufällig im nördlichsten Kino der Welt gelandet, als einzige in der Vorstellung und auf Socken.

    Geschichtlich war im Film nichts Neues dabei, was ich nicht schon aus dem Museum wusste, aber das nochmal mit alten bewegten Bildern erzählt zu bekommen, war trotzdem sehr interessant, und dazu kamen die wunderschönen Naturaufnahmen aus allen Jahreszeiten. Zum Schluss wurden ganz kurze Interviews gezeigt mit Künstlern, die es aus verschiedenen Ländern nach Spitzbergen gezogen hat, warum und was sie an Spitzbergen am meisten mögen.

    Das war eine gute Überleitung zur Kunstausstellung, die im Ticketpreis mit drin war. Dort sind in einer ständigen Ausstellung Werke des norwegischen Malers Kåre Tveter (1922-2012) gezeigt. Das Thema ist fast ausschließlich die arktische Landschaft. Man könnte die Bilder auf den ersten Blick als minimalistisch bezeichnen, weiße Landschaften auf weißem Grund, hin und wieder die Kontur eines Gletschers oder einer Schneedecke, sehr viel schwarz-weiß, aber auch mal eine ganz zarte Andeutung eines rosa Horizonts. Ich bin jetzt kein regelmäßiger Galeriebesucher oder würde öfter mal in Kunstmuseen gehen. Aber was ich da gesehen habe, hat mich total angesprochen, fasziniert und auch irgendwie total berührt, wie ausdrucksstark die Bilder waren. Wahnsinn. Ihr könnt ja mal googeln, ich habe da aus Respekt keine Fotos gemacht und hätte sie ja auch gar nicht hier einstellen dürfen. Ich bin jedenfalls mit einem Lächeln wieder gegangen, glücklich darüber, dass mich die Neugier dazu gebracht hat, das Gebäude mal zu betreten. Es hat sich sehr gelohnt.
    Der Kinosaal war übrigens gar nicht so klein, ich schätze mal, 100 Plätze.

    Damit hatte ich eigentlich alles durch, geplant oder ungeplant, wollte aber noch nicht zurück zum Schiff. Deswegen habe ich noch eine weitere Runde durch den Ort gedreht und noch ein paar Eindrücke festgehalten.

    Mein letzter Weg, bevor ich dann doch zurück aufs Schiff gegangen bin, musste natürlich noch hier hin:

    Aber das war dann wirklich nur noch wenige Schritte vom Schiff entfernt.

    Abends kam dann noch ein großes Highlight, nämlich die moderierte Ausfahrt aus dem Advents- und dem Isfjord. Der Kapitän ist so nah wie möglich an die Gletscher herangefahren, wie es die Grenze zum Naturschutzgebiet zulässt.

    Die waren leider auch irgendwann in der Ferne verschwunden und damit auch Spitzbergen. Mein zweiter Besuch war noch viel schöner als der erste, und es wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein.

  • _Meerelfe_
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    • 30. Juni 2026 um 17:18
    • #45

    Ach, was soll ich sagen?! Es ist einfach so toll, deine Berichte zu lesen, liebe Portia . <3:thumbsup:

    So kurzweilig und darüber hinaus so derart informativ und lehrreich. :sdanke::sdafuer: Ich freue mich schon immer, wenn ich wieder was lesen kann.

    Gerade eben konnte ich mich wieder so gut in deinen Tag im hohen Norden hineinversetzen, dachte, ich wäre direkt mit dabei. So wunderschön. :blumen:

    Schade, dass es nur ein Tag war und nun geht es schon wieder südwärts.

    Ich wünsche dir eine tolle Weiterreise und freue mich schon auf neue Erlebnisse.

    Liebe Grüße auf die Luna! :ciao: Meerelfe

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  • Röschen
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    • 1. Juli 2026 um 10:14
    • #46


    Ein Rentier hatten wir in der Nähe der Samenbank gesehen. Das Tier war farblich so gut der Umgebung angepasst, dass es kaum zu erkennen war.

    In der Stadt flitzte auch ein Fuchs durch die Gegend. Foto war unmöglich, da der Kumpel einfach zu schnell war.

  • Portia
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    • 1. Juli 2026 um 19:01
    • #47

    Guten Abend aus Tromsø - der nach zwei russischen Städten drittgrößten Stadt nördlich des Polarkreises.

    Dies ist mein dritter Besuch hier, trotzdem hatte ich mich sehr darauf gefreut, denn ich mag die Stadt wirklich sehr. Außerdem hatte ich hier das erste Mal Polarlichter gesehen… allerdings Anfang April. 😉 Aktuell ist Polartag und Tag 5 der Reise, an dem es nicht mehr dunkel geworden ist.

    Ich bin heute mit dem öffentlichen Bus gefahren, die Haltestelle heißt wie auch unser Liegeplatz Breivika und ist vom Schiff aus schon zu sehen. Dafür hatte ich mir die Svipper-App runtergeladen, an den größeren Haltestellen gibt es aber auch Ticketautomaten. Eine einfache Fahrt kostet 50 NOK, ein 24-Stunden-Ticket 140 NOK.

    In der Stadt habe ich zuerst die Festung Skansen angeschaut, die ich bei meinen ersten Besuchen irgendwie übersehen hatte. 😄 Sie ist aber auch sehr klein. Von der ehemaligen Festungsmauer ist auch nichts erhalten, es ist „nur“ archäologisch nachgewiesen, dass hier ab ca. 1250 bis ins 14. Jahrhundert eine Festungsanlage war.

    Direkt gegenüber liegt das Polarmuseum, nicht zu verwechseln mit dem Polaria, das etwas außerhalb der Stadt liegt und ein arktisches Erlebnismuseum ist.

    Das Polarmuseum habe ich als nächstes gemacht, denn da war ich bisher auch noch nicht drin.

    Im ersten Abschnitt gab es ein Wiedersehen mit der Entdeckungsgeschichte Svalbards und dem Leben von Walfängern und Robbenjägern.

    In den oberen Etagen geht es um die Expeditionen von Roald Amundsen und Fritjof Nansen, bei letzterem vor allem um die Expedition mit dem Forschungsschiff Fram von 1893 bis 1986. Diese Forschungsreise begann und endete in Tromsø, und auch wenn sie nicht den Nordpol erreicht hat, ist Nansen mit seinem Begleiter Fredrik Hjalmar Johansen, die das im Eis eingefrorene Schiff verlassen hatten, um unter dramatischen Umständen auf Skiern und mit Hundeschlitten weiter nordwärts zu wandern, bis etwa zum 86 Breitengrad gelangt und damit nördlicher, als ein Mensch seinerzeit gewesen ist. Bei seiner Rückkehr und der Wiedervereinigung mit seiner Crew in Tromsø wurde er gefeiert und war für viele nach ihm kommende Polarforscher das große Vorbild.

    Amundsen hat es später ebenfalls nicht zum Nordpol geschafft, war dafür aber nach einem Wettlauf zum Pol mit dem Briten Robert Falcon Scott am 14.12.1911 der erste Mensch am Südpol. Er verlor sein Leben bei einem Versuch, 1928 den Forscherkollegen Umberto Nobile zu retten, der über der Arktis mit dem Luftschiff abgestürzt war. Nobile und seine Crew wurden gerettet, Amundsen kehrte jedoch nicht zurück, und auch sein Flugzeug blieb verschollen. Auch er wurde als tragischer Held gefeiert, und man begegnet ihm an mehreren Stellen in der Stadt.

    Die Eismeerkathedrale habe ich dieses Mal nur von weitem gesehen.

    Dafür habe ich das erste Mal die Domkirche von innen gesehen. Die Holzkirche aus den 1860er Jahren ist der nördlichste Bischofssitz der Welt.

    Im Café Kaffebønna habe ich eine Kardamomschnecke gegessen, endlich habe ich wiedergefunden, wo ich die bei meinem ersten Mal in Tromsø gegessen hatte. Dafür würde ich sogar jede Zimtschnecke stehen lassen. 😋

    Die restliche Zeit habe ich in der neu gestalteten Fußgängerzone verbracht. Sie ist wahrscheinlich nicht ganz neu, aber ich habe sie das erste Mal ohne Baustelle gesehen.

    Ein Hot Dog an dem berühmten Kiosk habe ich mir auch heute wegen der Schlange nicht gegönnt. Das Warnschild links im Bild könnte ich mir aber auch gut an den Landungsbrücken in Hamburg vorstellen. 😄

    Heute Vormittag war es teilweise sogar ein bisschen sonnig, nachmittags fing es aber wieder an zu regnen. Jetzt habe ich Tromsø einmal im Winter, einmal im Hochsommer mit 25 Grad und Sonnencreme und einmal bei fast schon herbstlichem Wetter erlebt. Aber schön war es jedes Mal. Ich hoffe, das nächste Mal komme ich wieder im Winter hierher, und dafür habe ich mir dann auch den Storsteinen aufgehoben.

    Jetzt fahren wir schon wieder, und es heißt mal wieder „Goodbye Tromsø“.

    Viele Grüße und bis morgen 🙋🏻‍♀️

  • Apfelfrau
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    • 1. Juli 2026 um 23:09
    • #48

    Portia

    Auch von mir mal zwischendurch ein fettes Danke für deine tollen Berichte und Fotos.
    Wie immer sehr ausführlich und mit vielen Infos :thumbup:.

    Tromsø ist toll!
    Hat mir auf der "herbstliche Nordlichter" Tour im November 2023 auch sehr gut gefallen.

    Danke auch an Röschen - ich hab einen Moment gesucht im Bild...:lol1:

    Euch allen noch eine schöne Zeit!

    die Apfelfrau

    next cruises:

    09/2026 - AIDAbella: Kurzreise Skagen & Oslo (4 Tage)
    11/2026 - AIDAbella: Karibik & Mittelamerika (14 Tage)
    01/2027 - AIDAprima: Winterpause Kanaren (24 Tage)

  • Pinguin2013
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    • 2. Juli 2026 um 07:43
    • #49

    Vielen Dank auch von mir für die immer sehr informativen Berichte und tollen Bilder! Bei uns war die Domkirche leider zu, wir konnten nicht rein - jetzt habe ich eine Vorstellung, wie es innen aussieht :zufrieden:.

  • Portia
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    • 2. Juli 2026 um 16:26
    • #50

    Guten Nachmittag aus Leknes. ☀️
    Aktuell ist es hier sogar sonnig, nachdem sich heute Morgen schon andeutete, dass es einen Kampf zwischen Sonne und Wolken gibt.

    Ich bin schon wieder zurück an Bord, denn ich hatte heute das „Glück“ eines relativ frühen Ausflugs erwischt, und durch das gemeinsame Tendern war das Treffen in der Aida-Bar auch entsprechend noch früher.

    Heute hatte ich nämlich wieder einen Aida-Ausflug gebucht, der für mich etwas ganz Besonderes war: „Inselwelten auf dem Pferderücken“. 🤩 Zwar hatte ich vor vier Jahren auf Island schon einmal Reitausflüge gemacht, allerdings hatte ich damals noch zu Hause eine Reitbeteiligung, und es war dann nur wegen der besonderen Umgebung etwas Besonderes. Jetzt nach fast zweieinhalb Jahren wieder auf einem Pferd zu sitzen… darauf habe ich mich schon die ganze Reise gefreut. 😊

    Wir waren eine sehr kleine Gruppe, nur 10 Leute + Scout, im selben Bus war aber noch ein zweiter Ausflug, denn man konnte denselben Hof auch besuchen, um in eine Strand-Sauna zu gehen.

    Der Hof lag etwa eine Stunde vom Tenderhafen entfernt, und es ging erstmal nicht so gut los. Der Bus fuhr sehr langsam und machte komische Geräusche. 😧 Erst dachte ich mir nichts dabei, vielleicht ein Radfahrer vor uns, aber als der Fahrer dann in eine Haltebucht fuhr und den Motor ausgemacht hat, habe ich kurz gedacht, ob es wohl heute nicht sein soll mit dem Ausritt. Der Fahrer hat versucht, den Motor wieder zu starten, sprang auch an, aber er zog immer noch nicht richtig. 😕 Im Spiegel über dem Fahrer sah man ihn dann telefonieren, und auf einmal wurden die Fahrgeräusche normal, und der Bus hat beschleunigt. Puh 😄

    Die Panoramafahrt über die Inseln Vestvagøya, auf der Leknes liegt, und Gimsøya, wo unser Ziel direkt am Strand lag, haben wir also ohne weitere Zwischenfälle geschafft, und dann tauchte endlich unser Ziel in den Dünen auf: der Reiterhof Hov Gård. Neben zahlreichen Islandpferden gibt es dort auch ein Restaurant/Café, aber wir haben und direkt in die Ställe begeben, Helme bekommen, mussten einen kurzen Film gucken, wie man ein Pferd „bedient“, und dann wurden anhand einer Namensliste die Pferde eingeteilt (bei der Buchung musste man sein reiterliches Niveau angeben).

    Da wir so wenige waren, ging die Einteilung schnell, und ich habe einen fuchsfarbenen und für einen Isländer recht großen Wallach bekommen. Und als eine der ersten saß ich oben, endlich wieder auf einem Pferd. 😃

    Der Ausritt ging erst runter zum Strand und von da hauptsächlich durch eine Dünenlandschaft.

    Nach einiger Zeit sind wir mitten durch ein (leeres) Stockfisch-Gestell geritten, wo wir auf einer Wiese daneben auch Pause gemacht haben.



    Die Guides haben etwas über den Stockfisch erzählt und hatten auch welchen dabei, falls jemand probieren wollte. Ich wollte und fand ihn gut.
    Ich habe aber in der Pause vor allem die Aussicht aufs Meer und einen kleinen Leuchtturm genossen.

    In einem großen Bogen ging es weiter zwischen den Dünen und kleinen Lodges, die als Ferienhäuser gemietet werden können.

    Der Rückweg ging wieder am Strand lang,

    und gefühlt viel zu früh waren wir zurück am Hof. 😭 Ich hätte noch ewig weiterreiten können. Jedenfalls vom Kopf her. Ein anderes Körperteil ist es überhaupt nicht mehr gewohnt, im Sattel zu sitzen, und da habe ich es doch deutlich gemerkt. 😉

    Fazit: Auch wenn es nur eine Schrittrunde war, da unsere Gruppe wohl zu klein war, um die in Anfänger und Fortgeschrittene aufzuteilen, war es sehr schön, mal wieder auf dem Pferd zu sitzen, und dann auch noch in so einer schönen Umgebung.

    Zurück am Tenderhafen habe ich natürlich noch das typische Foto gemacht.

    Jetzt genieße ich das noch leere Schiff und werde übermorgen in Bergen wieder in den Sattel steigen, aber dieses Mal dann wieder auf zwei Rädern statt auf vier Hufen.

  • _Meerelfe_
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    • 2. Juli 2026 um 19:53
    • #51

    Ach, was für ein schönes Erlebnis. <3 Gelesen hatte ich deinen heutigen Bericht heute Nachmittag schon, liebe Portia . :daumen: Jetzt von mir wenigstens noch ein kleiner Kommentar dazu.

    Das ist ja wirklich mal eine ganz besondere Form, die Landschaft der Lofoten zu erkunden. Und so herrlich entspannend sicherlich.

    :sdanke: dir, dass du uns auch dieses Mal wieder mitgenommen hast. :blumen:

    Einen schönen Abend und liebe Grüße, Meerelfe :ciao:

    "Travelling - it leaves you speechless, then turns you into a storyteller" (Ibn Battuta)

  • Röschen
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    • 2. Juli 2026 um 19:58
    • #52

    Wir hatten den Ausflug zum Trollfjord. Der ist zwar teuer, hat sich aber total gelohnt.

    Der inkludierte Snack war lecker.

    Der Trollfjord war ein Träumchen. Das muss man gesehen haben.


    Stops gab es auch bei den Seeadlern.

    Delfine zeigten sich auch kurz.

    Und die gab es auch zu bestaunen

  • Portia
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    • 4. Juli 2026 um 19:46
    • #53

    Guten Abend aus Bergen 😊

    Mein viertes Mal in Bergen war das heute - und doch irgendwie ganz anders als bisher. Erstens, weil Bergen sonst immer der erste oder zweite Hafen der Reise war, und ich hier immer so ein Gefühl hatte, dass die ganze Reise noch vor mir liegt. Da war Bergen nicht nur das „Tor zu den Fjorden“, wie die Stadt hier mit Beinamen genannt wird.

    Dieses Mal ist die Reise jetzt fast zu Ende. Mein Plan war eigentlich, heute durch die Stadt zu schlendern, meine Lieblingsorte wiederzusehen und mit der Straßenbahn zur Fantoft Stabkirche zu fahren.
    Auf der Radtour in Andalsnes haben mich aber Mitreisende darauf aufmerksam gemacht, dass es in Bergen eine relativ neue, vorab in myAIDA nicht buchbare Fahrradtour über fast 50 km gibt. Das ist doch was für mich, also direkt beim Scout gebucht. Die Tour heißt „Schätze von Bergen mit dem E-Bike“ und dauert 6 Stunden.

    Wir waren heute 9 Gäste und 2 Scouts, und am späten Vormittag ging es los. Nachdem unser Kapitän heute Morgen zweimal gesagt hat, Bergen ohne Regen sei ja fast schon ein Reisemangel, kann ich also vorab schonmal sagen: Diese Reise bleibt weiterhin mangelfrei. 🙂 Auf dem Weg zum ersten Stopp, dem Freilichtmuseum Gamle Bergen, hat uns ein kurzer Schauer erwischt, der aber schon wieder aufgehört hatte, bevor die meisten ihre Regenklamotten übergezogen hatten.

    Bei Gamle Bergen haben wir allerdings „nur“ wegen des Aussichtspunkts gehalten.

    Das Museum selbst kann ich aber sehr empfehlen, da war ich vor zwei Jahren und hatte dazu auch im individuelle-Ausflüge-Therad zu Bergen was geschrieben.

    Danach kam dann direkt die Königsetappe: der Fløyen. 🫢 Bis zur Mittelstation der Fløybanen ging es sogar recht gut zu fahren. Natürlich Motor auf volle Unterstützung gestellt, konnte man die Fahrt bergauf auch noch genießen. 😄 Ab der Mittelstation haben wir den Wanderweg verlassen und sind durch ein Wohngebiet gefahren, wo die Straßen an Steigung nochmal echt einen draufgelegt haben. Selbst mit Motoruntersützung war es schon echt schwer, und als endlich der Ziegenstall in Sichtweite kam… puh.

    Nicht umsonst war die Strecke 2017 bei der Straßenrad-Weltmeisterschaft Austragungsort des Zeitfahrens.

    Wieder zu Atem gekommen, hatten wir 20 Minuten Aufenthalt auf dem Fløyen.

    Der Ziegenstall hat jetzt einen Zaun bekommen. Vielleicht ist der gar nicht so neu, aber vor zwei Jahren war er noch nicht da.

    Zwei Ziegen liefen aber draußen herum, also kommen wohl die Ziegen raus, man aber nicht zu ihnen rein.

    Die Abfahrt war natürlich sehr angenehm, wenn aber auch vorsichtig zu fahren, denn man ist ja nicht alleine auf der Straße, und größtenteils ist es auch viel zu steil, um sich einfach rollen zu lassen. 🙈 Man will ja heil unten ankommen.

    Wir sind dann in einem großen Bogen zum Løvstien gefahren. Das ist ein Wanderweg auf den Berg Løvstakken, einem der sieben Hausberge Bergens. Da habeb wir die Räder abgestellt und hatten eine halbe Stunde Zeit, auf den Berg zu gehen (und wieder zurück). Insgesamt ist der Weg 6,4 km lang, wofür wir natürlich keine Zeit hatten, aber zu einem Aussichtspunkt auf einem letztes Jahr eröffneten Holzsteg haben wir es geschafft. Von dort hat man mal eine ganz andere Aussicht auf die Stadt.

    Das nächste Ziel hat mich dann doch mehr als positiv überrascht, stand nämlich nicht in der Ausflugsbeschreibung. Wir sind dann zur Fantoft Stabkirche gefahren, von der ich ja schon dachte, sie auf das nächste Mal verschieben zu müssen.

    Sie ist ursprünglich von 1170, stand aber im Ort Fortun am Sognefjord. Früher gab es ca. 1000 Stabkirchen in Norwegen, heute nur noch 28. Grund dafür ist ein Gesetz von 1851, wonach eine Kirche für mindestens 30% der Gemeindemitglieder Platz haben muss. Viele Gemeinden mussten also neue Kirchen bauen, und die Stabkirchen wurden abgerissen und als Brennholz verkauft.
    Ein Bergener Konsul rettete die Stabkirche vor diesem Schicksal, kaufte das Gebäude und ließ es ab- und in Fantoft wieder aufbauen. Das war relativ einfach möglich, da die Bauweise der Stabkirchen komplett ohne Nägel auskommt.

    1992 wurde die Fantoft Stabkirche bei einem Brandanschlag zerstört, von 1993 bis 1997 aber als exakte Kopie wieder aufgebaut.

    Der nächste Teil der Tour war auch besonders spannend: der längste Fahrradtunnel der Welt. Der Fyllingsdalstunnelen wurde im April 2023 eröffnet und ist 3 km lang.

    Auf getrennten Spuren pro Richtung und einer separaten Fußgängerspur ist er sehr komfortabel zu fahren, es ist nur sehr sehr kalt darin. Es gibt auch Haltebuchten und Lichtinstallationen. In der Mitte steht ein Regenbogen- Kunstwerk, das das Licht innerhalb des Berges symbolisieren soll.

    Die restliche Strecke führte wieder bergauf zu mehreren Bergseen, an einem haben wir auch nochmal angehalten.

    Es ging dann zurück in die Stadt und auf die Halbinsel Nordnes, auf der auch das Aquarium liegt. Die Halbinsel wird definitiv mein Ziel, wenn ich das nächste Mal in Bergen bin, denn da sind wir durch ein Holzhaus-Viertel gefahren, das so wunderschön aussah, dass ich am liebsten angehalten hätte.

    Da haben wir auch eine Pause bei einer Donut-Bäckerei gemacht. Unsere Scoutin hatte die Donuts so angepriesen, und es ist wirklich jeder aus der Gruppe reingegangen und wollte einen probieren (was ganz vielleicht auch daran lag, dass wir schon bei km 40+ waren und kein Mittagessen hatten 😉). Es gibt Donuts mit verschiedenen Glasuren, aber auch gefüllte „Donuts“, die man bei uns eher als Berliner bezeichnen würde. Die Auswahl war wirklich riesig. Ich habe mich für einen gefüllten mit Oreo-Cheesecake-Füllung entschieden. Die Scoutin hat keinen Quatsch erzählt, war wirklich sooo lecker. 😋

    Mit einem Stopp in Bryggen und einem an der Festung ging es dann zurück zum Schiff. Leider waren es wirklich nur kurze Stopps, aber ich war ja schonmal da. Deswegen ist dieser Ausflug besonders empfehlenswert, wenn man schon mehrmals in Bergen war und mal das nähere Umland kennenlernen will. Die typischen Sehenswürdigkeiten wie Bryggen, Fischmarkt, Festung kommen nur am Rande oder gar nicht vor. So war es aber wirklich ein überraschender Blick über den Tellerrand, wo wir Stadtteile gesehen haben, in die man sonst nie kommt.

    Jetzt werde ich das Sail Away gucken und im Anschluss noch wie immer Strecke und Höhenprofil im Biking-Bereich posten.

  • Portia
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    • 5. Juli 2026 um 21:53
    • #54

    Der letzte Hafen liegt nun hinter uns. 🙁 Dafür war es aber nochmal ein besonders schöner: Eidfjord 😃 Darüber hatte ich mich auch sehr gefreut, als ich die Reise gebucht hatte, dass Eidfjord mal wieder mit dabei ist.

    Hier habe ich den Tag heute mit Wandern verbracht. Ich wollte unbedingt nochmal die Runde zum Eidfjordsee gehen, aber dieses Mal „richtig“ herum. Ich bin also am Fluß Eio gestartet und nicht mit dem Aufstieg über die Straßen im Ort.

    Wie man auf den Bildern schon sieht, war es endlich sonnig und warm, meine Regenjacke hat im Rucksack Platz genommen, und den Pulli konnte ich auch bald ausziehen. Beides war aber später schneller wieder angezogen, als ich dachte. 😉

    Der Weg am Fluss lang ist immer wieder schön, vor allem rauscht er durch die vielen Steine so schön laut.

    200 Meter vor dem See ist ein kleines Toilettenhäuschen. Aber Obacht, was da alles verboten ist. 😂🙈

    Zum Glück musste ich nicht; bei dem Geruch da hätte ich auch eher den Wald vorgezogen. 😧

    Bei besserer Luft und wunderschöner Sicht bin ich am See angekommen und habe mich da erstmal eine Weile auf einen Stein gesetzt und die Aussicht genossen.

    Der Weg geht weiter aufs Hochplateau, ca. 800 Meter bergauf, und führt durch einen Wald, wo man am Ende an einigen Hügelgräbern aus der Eisenzeit vorbeikommt und über einen Bauernhof geht.

    Kurz dahinter musste ich mich auch einmal unterstellen und bei böigem Wind im Schutz einer Mauer Pulli und Jacke wieder anziehen. Trotzdem ist der Weg aber einfach traumhaft schön.

    Am Ende, bevor es wieder runter in den Ort geht, geht es links ab zu diesem Aussichtspunkt:

    Da ist auch der Bilderrahmen, aber ich finde das Foto ohne den irgendwie schöner. 😄

    Zurück im Ort, bin ich direkt auf der anderen Seite wieder bergauf gegangen, nämlich zur alten Kirche von ca. 1309.

    Sie war offen, der Kirchenraum aber durch ein Gitter abgesperrt.

    In wunderschöner Bergkulisse gelegen, hatte ich noch keine Lust, wieder runter in den Ort zu gehen, sondern habe erstmal geschaut, welche Wege des da oben noch gibt.

    Ich habe einen gefunden, der zwar erst so aussieht, als würde er über Privatgrundstücke gehen, weil da auch ein kleines „Gewerbegebiet“ liegt, aber da waren auch Leute, und keiner hat mich aufgehalten. Hinter den Grundstücken fing auch die Natur wieder an, und ich bin direkt auf die hier gestoßen:

    Der Weg führt zur Hauptstraße, wo die bestrickten Bäume sind.

    Im Ort habe ich die beste und ofenfrische Zimtschnecke gegessen und habe durch die drei Geschäfte, die es dort gibt, geschaut.

    Irgendwann war ich dann aber auch fertig und bin durch den kleinen Park an der Eio-Mündung zurück zum Schiff gegangen.

    Und dann war es soweit, ein letztes „Leinen los“, und Eidfjord wurde hinter der Heckwelle immer kleiner.

    Die Fahrt durch den Hardangerfjord war aber nochmal ein Highlight dieser Reise, einfach so schön.

  • _Meerelfe_
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    • 6. Juli 2026 um 06:58
    • #55

    Schade, nun ist diese wunderschöne Reise schon wieder fast vorbei. :traurig: Schnell ging das. Erschreckend schnell.

    An dieser Stelle mein ganz ganz <3lichstes :sdanke:schön, liebe Portia , für deine wunderschöne regelmäßige umfangreiche Berichterstattung. Es war mir eine Freude, dich auf dieser Tour begleiten zu können. :thumbsup:

    Natürlich auch ein Dankeschön an dich, Röschen . :blumen:

    Genießt den letzten Seetag :Boot1: und lasst eure vielfältigen Eindrücke Revue passieren.

    Liebe Grüße auf die Luna, Meerelfe :ciao:

    "Travelling - it leaves you speechless, then turns you into a storyteller" (Ibn Battuta)

  • Apfelfrau
    ❤️ ist @trumpfi 😍
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    • 6. Juli 2026 um 08:23
    • #56

    Eidfjord! :love:
    Das ist so ein toller Hafen und ein ganz schönes Fleckchen Erde da.
    Nicht nur dort in der Natur, auch die Fjordfahrt.
    Danke mal wieder für deinen Bericht und die schönen Fotos Portia - ich hab in Erinnerungen geschwelgt.

    Euch allen nun noch eine gute Restreise.
    Kommt gut wieder zurück.

    die Apfelfrau

    next cruises:

    09/2026 - AIDAbella: Kurzreise Skagen & Oslo (4 Tage)
    11/2026 - AIDAbella: Karibik & Mittelamerika (14 Tage)
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  • Petra1958
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    • 6. Juli 2026 um 10:02
    • #57

    Auch von mir ein Danke für den tollen RB und die schönen Fotos Portia :blumen: :daumen: War gerne mit dabei.

    Ebenso ein :sdanke: an Röschen

    Kommt gut wieder nach Hause .

  • Sonja68
    Verrückt nach Meer......
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    • 6. Juli 2026 um 10:16
    • #58

    Auch ich möchte mich ganz herzlich bei Portia und Röschen für die wunderbaren Fotos und die vielen Infos bedanken :thumbsup:

    Norwegen geht für mich persönlich immer, zu jeder Jahreszeit.

    Noch 20 Tage bis zu unserem großen Abenteuer mit AIDAluna. Ich bin wahnsinnig aufgeregt und freue mich wie Bolle.

    Kommt gut nach Hause

    Sonja

    Die Welt da draußen ist groß. Es wäre eine Schande, sie nicht zu erleben…


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  • Techno255
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    • 6. Juli 2026 um 11:22
    • #59

    Danke für den Reisebericht, insbesondere zu Eidfjord.

    Schöne Erinnerungen, war mit der AIDAluna vor fast genau einem Jahr dort.

    1 x AIDAstella

    2 x AIDAluna

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  • Hoernchen
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    • 6. Juli 2026 um 16:38
    • #60

    Vielen Dank für die wunderschönen Fotos und Berichte.

    Eidfjord war für mich auch einer der schönsten Orte unserer Norwegen Tour!

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abschluss der Reise und dann eine gute Heimfahrt.

    LG Petra

    2012 AIDAsol - Ostsee
    2014 AIDAblu - Kanarische Inseln
    2019 AIDAsol - Norwegische Fjorde
    2023 AIDAdiva - Ostsee
    2025 AIDAsol - Winter im Hohen Norden
    2026 AIDAluna - Schottland - leider schon wieder vorbei…deshalb Vorfreude auf nächste :abfahrt:

    2027 AIDAdiva - Ostsee :jump:
    2028 AIDAstella - Italien & Malta :sport1:

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