AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)
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AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026
Samstag, 5. September 2026, 00:00 – Samstag, 19. September 2026, 00:00
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- RE: AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)
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Vielen Dank für die Eindrücke von der Reise. Sind ab 12.09. für zwei Wochen an Bord und freuen uns jetzt noch mehr!
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026
Tag 3 – MaltaSilent-Einlaufmoderation mit Lektor Michael Cornély – das bedeutet, dass bereits um 6 Uhr der Wecker klingelt. Warum auch dem Alltag entfliehen? Die Uhrzeit kennen wir schließlich von zu Hause. Mit uns strömte gefühlt das halbe Schiff aufs Pooldeck. Heute allerdings nicht nur wegen des Frühaufsteher-Kaffees, sondern vor allem zur Ausgabe der Kopfhörer.
Um 06:30 Uhr startete dann das vom Lektor begleitete Einlaufen in einen der größten und beeindruckendsten Naturhäfen Europas. Zuletzt landete ich 2003 mit dem Mathe-Leistungskurs auf der Insel, auf der schon zahlreiche europäische Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben. Heute sollten wir das Archipel also vom Wasser aus „erobern“.
Und das taten wir pünktlich nach Freigabe des Schiffs um 8 Uhr. Da zeitgleich mit uns die Celebrity XCEL in Valletta lag und das zweite Cruise Terminal saniert wird, wurde uns ein Liegeplatz am gegenüberliegenden Ufer zugeteilt. Individuelle Landgänge waren nur möglich, wenn man mit dem kostenfreien Bootsshuttle übersetzte. Also: runter vom Schiff, rauf aufs Schiff und nach gerade einmal zehn Minuten erreichten wir das noch leere andere Ufer.
Der berühmte Barrakka Lift lag nur wenige Minuten entfernt. Unser eigentliches Ziel, das Busterminal, hätten wir auch auf der untersten Ebene erreicht. Aber um es kompliziert zu machen und vor allem die Aussicht von den Barrakka Gardens am frühen Morgen zu genießen, fuhren wir für einen Euro inklusive Rückfahrt mit dem Aufzug nach oben und liefen anschließend direkt wieder bergab zum Bus.
Stellt euch jetzt mal irgendein Busterminal in irgendeiner Großstadt in Deutschland vor. Wem vergeht da nicht die Lust, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren? Ganz anders hier: übersichtlich, gut ausgeschildert und kurze Zeit später saßen wir im Bus 81, Abfahrt von Bussteig A6, Richtung Marsaxlokk.
Unser Etappenziel erreichten wir nach knapp 40 Minuten bequem und klimatisiert. Ich glaube, Valletta ist das europäische Cartagena in Kolumbien. Schon am frühen Morgen war es unvorstellbar heiß.
Die Haltestelle „Marsaxlokk“ liegt direkt am Beginn der kleinen Hafenpromenade. Mir fiel sofort auf, dass sich das Bild mit den unendlich vielen bunten und typischen Booten seit 2003 komplett verändert hat. Sicher die Hälfte wurde inzwischen von modernen Motorbooten verdrängt.
Wir hielten trotzdem an unserem Plan fest und buchten beim erstbesten Anbieter eine Ausflugsfahrt zum St. Peter’s Pool – verbunden mit einer knapp halbstündigen Hin- und Rückfahrt entlang der Küste. Das Schönste war der frische Fahrtwind. Die Aussicht wurde dem Preis von 15 Euro zwar gerecht, blieb aber weit hinter unseren Erwartungen zurück.
Dafür übertraf die Bucht des St. Peter’s Pool unsere Erwartungen vollkommen. Eine naturbelassene Bucht, in der sich auch Amateure beim Klippenspringen versuchen können. Die maximale Höhe schätze ich auf etwa sieben Meter. Bekannt geworden ist der Ort auch durch einen Jack Russell, der öfter mal gemeinsam mit seinem Menschen den Sprung ins kühle Nass wagte.
Gleich dreimal gab ich mir das Vergnügen – leicht rufend, aber nicht kreischend – und zusammen genossen wir das fast schon gar nicht mehr kühle, glasklare Wasser. Die Wassertemperatur hält aktuell locker mit der Karibik mit. Fehlen eigentlich nur noch Bacardi Beach und der legendäre Rumpunsch.
Leider war das Vergnügen nach anderthalb Stunden vorbei. Zum einen, weil wir noch Maltas wunderschöne Altstadt erkunden wollten, zum anderen, weil ich den nassen Boden am Rand der Bucht mit einer Rutsche verwechselte und anschließend dafür sorgen musste, dass der Finger wieder aufhörte zu bluten …
Die Rückfahrt mit dem Bus, ebenfalls für 2,50 Euro pro Person, trat ich also mit einem Taschentuch um den Finger an. Pochend, aber nicht mehr blutend – vielleicht dank der Kraft der maltesischen Johanniter – kamen wir am Nachmittag wieder an unserem Ausgangspunkt an.
Ursprünglich war geplant, das nahegelegene Schiff zum Erfrischen zu nutzen. Der Liegeplatz war allerdings dagegen und so musste uns die Stadt der tausend kulturellen Einflüsse mit Salz auf der Haut ertragen. Geschwitzt hat heute ohnehin jeder.
Ich wusste es noch: Valletta lässt einen an jeder Ecke und in jeder Straße staunen. Wir gehören zu denen, die nicht stur geradeaus laufen, sondern sich auch mal um die nächste Ecke und in kleine Gassen trauen. Wir wurden direkt belohnt und konnten bei kühlem maltesischem Bier und süßen Cannoli natürlich nicht Nein sagen.
Dieses kleine Restaurant in einer engen Gasse, deren Stufen sich gefühlt unendlich nach unten reihten, zog uns magisch an.
Den Rest des Nachmittags ließen wir uns durch Valletta treiben, liefen die Gassen hoch und runter und entdeckten dabei immer wieder neue Ecken. Leider lohnten sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten mit Eintritt für uns nicht. Dafür entschädigte uns der zufällige, perfekt getimte Aufstieg zum „Mount Everest“. Bei diesen Temperaturen fühlte es sich zumindest so an. Tatsächlich war es nur die Salute Battery, von der um Punkt 16 Uhr die traditionelle Kanone gezündet wurde.
Beeindruckend!
Malta – auch nach meinem ersten Besuch 2003 weiterhin eine ganz besondere Insel. Schon am ersten Tag merkt man, wie viele Einflüsse die zahlreichen Eroberungen hinterlassen haben. Ich kann jedem einen Besuch empfehlen, gebe aber den Tipp, die Reisezeit genau zu planen. Ob man mitten im Sommer noch vollständig oder nur noch geschmolzen zum Schiff zurückkehrt, weiß ich nicht.
Die Abfahrt unseres schwimmenden Shuttles verzögerte sich noch etwas. Wir mussten erst den Koloss von Celebrity auslaufen lassen. Trotzdem waren wir pünktlich, frisch geduscht und ganz in Weiß – ohne Blumenstrauß – um 19:15 Uhr auf Deck 5 am Treffpunkt für ein weiteres Highlight: die Zwickel Lounge.
Dahinter verbirgt sich das Auslaufen vom Crew-Deck aus, also direkt vom Bug, dazu frisch gezapftes Zwickel aus dem bordeigenen Brauhaus, frische Spritz-Getränke und äußerst leckeres Fingerfood.
Sonnenuntergang über den Dächern von Valletta, Sailaway zu „Orinoco Flow“, gefolgt von „Leinen Los“ von Martin Lingnau, eine vollständig mit Lichterketten umhüllte Kirche …
Wir wollten gar nicht mehr raus aus dieser unvergesslichen Stimmung.
Den Abend beendeten wir mit der legendären White Party. Jetzt mal ehrlich: Legendär auf der Mein Schiff mit Schokoladenbuffet, schillernder Deko und einem vollständig gefüllten Pooldeck.
Sorry AIDA, aber deine Stärken liegen da leider woanders.
So war es dann auch nicht schlimm, diesen wunderschönen und immer wieder unvergesslichen Tag ganz ruhig bei einem Absacker in der AIDA Bar ausklingen zu lassen.
Grüße zur Genesung gehen raus an die starke Besetzung. ❤️
Morgen wird’s dann explosiv: Auf uns wartet das Team von Go Etna und der aktivste Vulkan Europas.
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Und: ich hoffe, dem Finger gehts bald wieder besser... -
SvenErikKl vielleicht kannst du den Ausflug zum St. Peter's Pool noch bei den Auisflugtipps einstellen?

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Ausflüge werden dann nach der Reise wieder in den entsprechenden Fäden geteilt.

Dafür hab ich an Bord keine Zeit

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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 4 – Catania
Der heutige Morgen begann mit einem staunenden Blick aus dem Fenster unserer Kabine. Bei der Anfahrt auf Catania macht der Ätna als einer der aktivsten Vulkane Europas mächtig Eindruck. Im Juli und August sorgte der neueste Ausbruch noch für Flugchaos mitten in der Ferienzeit und auch heute empfing uns der Ätna mit schwarzem Rauch – ein Zeichen dafür, dass nicht nur Wasserdampf in die Luft aufsteigt, sondern auch heiße Asche.
Wir hatten schon vor einigen Monaten den Kreuzfahrerausflug mit dem ortsansässigen Anbieter „Go-Etna“ gebucht und trafen uns pünktlich um 08:30 Uhr. Schon Kapitän Andrea Buzzi hatte inständig empfohlen, Getränke und Kopfbedeckung von Bord mitzunehmen, denn mit 33 Grad kündigte sich ein weiterer sehr heißer Tag an. Das bestätigte auch der Verantwortliche unseres Anbieters und gab jedem noch einmal die Möglichkeit, sich ausreichend mit Wasser einzudecken.

Am Fuße des Ätna wurden wir auf die Fahrzeuge verteilt. Da es in unserer Gruppe zu Unstimmigkeiten kam, sei erwähnt: Die beworbene Deutschsprachigkeit bezieht sich auf die Stopps am Vulkan und nicht auf die Fahrt dorthin. Unsere Schulzeit liegt zwar weit zurück, aber offenbar noch nicht weit genug, um uns auf unseren englischsprachigen Fahrer einzulassen.
Und was er uns schon auf der Hinfahrt im Transporter mit insgesamt acht Gästen erzählte, war spannend: Catania wurde mehrfach vollständig zerstört, zuletzt im 17. Jahrhundert. Die Bewohner kennen den Vulkan und die Erdbeben, sie leben damit. Unser Fahrer des Tages gab sogar zu, dass er im lebhaften Straßenverkehr der Stadt mehr zittert als vor den Eruptionen des Vulkans.

Der erste Stopp des Tages diente dazu, uns die Geschichte Siziliens, Catanias und des Ätna näherzubringen. Salvatore gab dabei vollen Körpereinsatz und nutzte die schwarze Asche als Tafel. Er verglich den Vulkan mit einer Mutter:
„Irgendwann brodelt Mama Etna und wird sauer. Die Kinder hören und merken es, bis Mama Etna explodiert … Danach ist alles wieder gut.“
Mittlerweile waren wir nicht mehr nur acht Personen, sondern Teilnehmer aus elf Fahrzeugen. Für diesen Ausflug war das aber überhaupt kein Nachteil. Wichtig war, die Strecken dazwischen mit einem übersichtlichen 4x4-Offroader zurücklegen zu können und nicht mit einem der bekannten Reisebusse.
Die Fahrt ging anschließend bergauf, vorbei an Weinreben und Obstbäumen und quer durch ehemalige Lavaströme. Hier am Ätna bekommt man tatsächlich einen fantastischen Eindruck davon, wie sich die heiße, glühende Lava ihren Weg ins Tal gesucht und dabei vor nichts Halt gemacht hat.

Keine Angst: Die Ströme von vor 55 Jahren sind längst erkaltet und die Pflanzenwelt hat sich erholt. Und das auf der Lava-Asche sogar besser als zuvor, denn sie gilt als hervorragender natürlicher Dünger.
Der zweite Programmpunkt unserer Halbtagstour führte uns zu einem unterirdischen Höhlengang mit drei natürlich geformten, runden Öffnungen. Er entstand, als ein Lavastrom unterirdisch floss, und wurde vor der Erfindung des Kühlschranks als Eishöhle genutzt.
Ja, richtig gelesen: So warm, wie es heute ist, so kalt kann es im Winter auf dem Vulkan werden. Sogar Skigebiete befinden sich an seinen Hängen. Salvatore kommentierte das mit der Erfahrung, dass man dieses Jahr am 11. April noch Skifahren und anschließend im Meer baden konnte.

Hintereinander schlängelte sich unsere Reisegruppe, ausgestattet mit Helm und Taschenlampe, den steilen Abgang hinunter in den etwa 30 Meter langen und dunklen Höhlengang. Beeindruckend waren die Dunkelheit und die Formen, die ein Ausbruch vor Jahrhunderten geschaffen hatte. Einige wollten die Höhle gar nicht mehr verlassen – war es dort doch wunderbar kühl.
Der Höhepunkt des Ausflugs sollte der dritte Stopp werden: eine knapp einstündige Wanderung auf einen ehemaligen Krater in einem Gebiet, das durch den Ausbruch von 1865 geformt wurde. Eigentlich handelte es sich um eine sogenannte Bottoniera, also eine Aneinanderreihung mehrerer Krater. Der Ausbruch dauerte seinerzeit von Januar bis Juni und erschuf innerhalb eines halben Jahres eine völlig neue Landschaft.
Man erhält hier einen wirklich guten Eindruck davon, was ein Ausbruch anrichten kann, und konnte darüber hinaus die wunderschöne Aussicht bis Taormina, unserem morgigen Ziel, genießen.
Zur Belohnung erhielten die Erwachsenen einen kalten, aber von innen wärmenden Limoncello und als Zugabe „Etna Feuer“ mit 70 Prozent. Der wirkt tatsächlich wie Lava und brennt sich wie ein warmer Strom die Speiseröhre hinunter.

Um 14:30 Uhr wurden wir auf eigenen Wunsch direkt an der Piazza del Duomo rausgelassen. Schließlich wollten wir die Destinationen nicht verlassen, ohne zumindest einen Eindruck der Stadt bekommen zu haben.
Naja …
Wenn man einen Tag zuvor in Valletta war, hat es jeder andere Ort schwer. Catania hat uns gar nicht abgeholt. Zugegebenermaßen gebe ich aber zu, dass wir mit Blick auf die Uhr und vor allem auf das Thermometer – die 35 Grad waren inzwischen erreicht – nur einen recht kurzen Weg durch die zweitgrößte Stadt Siziliens auf uns nahmen.
Wir streiften durch die Kathedrale Sant’Agata, besuchten die benachbarte Kirche der Abtei Sant’Agata und waren beinahe Gäste einer Hochzeit in der Kirche St. Placidus.
Wir huschten schnell über den frisch geräumten und gesäuberten Fischmarkt, wo es noch immer intensiv nach Meer roch und die eine oder andere Flosse am Boden liegen blieb.

Bei Don Peppinu genehmigten wir uns ein Eis und stellten fest: Eis in Italien ist wirklich noch einmal eine andere Liga als in den meisten deutschen Eisdielen. Nur beim Preis sind sich Sizilianer und Deutsch-Italiener offenbar einig.
Wenn man dann einmal nicht den touristischen Weg nimmt, sondern in die kleinen Gassen abbiegt, sieht man allerdings auch vernachlässigte Stadtbauten, Balkone mit vertrocknetem Gestrüpp, zerbeulte Stromkästen und Dreck in den Ecken.
Somit hatte uns unser schwimmendes Hotel schnell wieder. Am späten Nachmittag lagen wir nach einem kühlen Bad mit kühlem Getränk auf Deck 12 und erholten uns für den Abend, der beim Dinner im Bella Donna unter dem Motto Südtirol beginnen sollte.
Zünftig ging es abends auch zu Ende. Schiefe Töne gibt’s vielleicht bei der morgigen Silent Disco, heute aber erst einmal im bordeigenen Brauhaus beim Karaoke. Als alter Dortmunder kann ich das natürlich prima mit einem frisch gezapften Hövels verbinden.

Genau: Trotz Getränkepaket können wir auch mal etwas anderes trinken und rechnen weiterhin nicht nach, ob es sich lohnt oder nicht.
Wir haben schließlich Urlaub.
Die Stimmung im Brauhaus war grandios. Egal, ob Gesangsprofi oder absoluter Schiefsänger: Die AIDAblu stand Kopf und sang einfach im großen Chor mit. Wer Schlager mag, wird auf der Blu ohnehin nicht enttäuscht, denn irgendwo läuft abends immer diese stimmungsvolle Mitsingmusik.
Catania hat uns nicht gefallen. Der Tag war trotzdem wieder unvergesslich und unverwechselbar schön.
Wir treten nun die äußerst lange Reise an die Nordseite des Ätna an und grüßen morgen aus Messina.
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026
Tag 5 – Messina & TaorminaHatte ich schon geschrieben, dass mir der Jetlag der vergangenen Karibikreisen fehlt? Dort war ich immer automatisch früh wach und vor allem fit. Auf dieser Reise könnte ich ewig schlafen – vielleicht liegt’s auch an der tollen Kabine. Schlafen ist aber auch nicht vorgesehen, wenn man nur an Tag 1 und Tag 14 einen Seetag hat.

Heute ging’s also wieder früh raus. Wir wollten den ersten möglichen Zug nach Taormina nehmen, um noch vor den Menschenmassen dort anzukommen. Das bedeutete: 7 Uhr Frühstück im Marktrestaurant, eine halbe Stunde später die AIDAblu verlassen und Abfahrt ab Messina Centrale kurz vor 8 Uhr. Die Tickets gab es am Automaten sogar mit deutscher Menüführung für jeweils 5,50 € oneway pro Person. Der Zug fuhr einigermaßen pünktlich los. Wir outeten uns trotzdem zunächst als Touris: Scheinbar wird hier ein bereitstehender Zug erst kurz vor der Abfahrt geöffnet. Wir stürmten dennoch naiv an den wartenden Einheimischen vorbei, nur um festzustellen, dass das mehrmalige Drücken des Türöffners überhaupt nichts auslöste.

Ankunft ist in Taormina-Giardini, also unterhalb der eigentlichen Stadt mit ihrer wunderschönen Aussicht. Wir nahmen das Ticket absichtlich nur bis Giardini, um von dort einen beliebigen Bus hoch ins Zentrum zu nehmen. Fahrpreis: weitere 2 Euro. Alles wirklich total unkompliziert und auch für Menschen im Urlaubsmodus machbar. Steigt dann aber nicht – so wie wir – an der Buszentrale aus, sondern eine Haltestelle weiter im wirklichen Centro. Von dort sind es nur wenige Schritte ins Zentrum Taorminas. Und der Anblick, der einen nach der Porta Messina erwartet, entschädigt definitiv für das heruntergekommene Catania des gestrigen Tages.
Da wir früh da waren, konnten wir mit nur wenigen anderen Touristen, quasi exklusiv im Vergleich zu einer halben Stunde später, die ersten Gassen, historischen Gebäude und traditionellen Fassaden bewundern. Außerdem hatten wir das Glück, direkt zwei Tickets für jeweils 14 € für das Theater zu bekommen. Bei uns hält sich die Begeisterung für historische Stätten ja grundsätzlich in Grenzen, aber dort an der Spitze dieser sizilianischen Perle waren selbst wir begeistert: von der Architektur, von der Aussicht auf dem immer noch qualmenden Ätna und dem türkisblaue Meer – und von der Vorstellung, einmal ein Konzert in dieser Atmosphäre zu erleben. Der Eintritt war also auf jeden Fall gerechtfertigt.

Genauso gerechtfertigt waren knapp über 20 € für zwei typische Arancini und zwei Limoncello Spritz in der Rosticceria Da Cristina 2, direkt neben der Bam Bar, die der Hotspot Taorminas sein soll. Dort muss man für einen Platz erst 15 Minuten oder länger anstehen. Wir haben zwar Urlaub, aber … irgendwann legt das Schiff auch mal ab. Und zwar nicht ohne uns.

Uns zog es anschließend durch die Gassen, eine schöner als die andere. Auch die mittlerweile mit Touris übersäte Hauptstraße mit Dior, Dolce & Gabbana, Louis Vuitton und anderen Modelabels, bei denen wir uns maximal einen linken Ärmel leisten könnten, war ein besonderes Erlebnis. Rundherum ist Taormina einfach ein perfektes Ziel für einen Landausflug – und das ganz ohne teuren Reederei-Transfer.
Die Rückfahrt nach Messina war sogar noch einfacher als die Hinfahrt. Wir gingen zur zentralen Busstation, an der wir morgens angekommen waren, kauften zwei Tickets für jeweils 4,30 € für den fast leeren Regiobus und waren nach nur 60 Minuten wieder in Messina.
Dort blieb noch Zeit für einen kurzen Streifzug durch die Altstadt. Wirklich viel haben wir nicht gesehen, daher erlaube ich mir auch nur ein kleines Urteil über Messina. Das, was wir gesehen haben, schlägt Catania um Längen. Dabei hatte ich nur sehr niedrige Erwartungen an diese Stadt mit Ausblick aufs italienische Festland. Viel zu sehen scheint es aber tatsächlich nicht zu geben.
Das touristische Zentrum Messinas liegt nur zwei Straßen vom Cruise Terminal entfernt und ist damit auch für einen kurzen Ausflug ein perfektes Ziel. In der Chiesa Santissima Annunziata dei Catalani, einer kleinen, aber sehr alten Kirche, verzauberte uns eine bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Krippe. Ja, wenn es zu Hause Lebkuchen gibt, können wir uns auch schon Krippen anschauen. Die gab es übrigens auch in den üblichen Souvenirshops zur Genüge. Amen!

Ansonsten umrundeten wir lediglich die Basilika mit ihrem auffälligen Glockenturm, dessen Spiel uns heute leider verwehrt blieb.
Schon um 15 Uhr waren wir nach einem verkürzten, aber trotzdem intensiven und beeindruckenden Landgang wieder zurück an Bord. Nach einer kleinen Runde Crosstrainer auf Deck 11 und der Baraktion mit Hendrick’s Limonade auf dem Pooldeck startete Andrea Buzzi die Weiterreise bereits um 17 Uhr. Katakolon ist weit entfernt und auch dort werden wir erst gegen Mittag eintreffen.

Einziges Manko heute: das Verbot des Typhons. Kann und sollte man aber Verständnis für haben, denn die Wohnungen der Einheimischen liegen nur eine Straßenbreite entfernt. Überlegt euch mal, ihr würdet während einer Siesta vom benachbarten Kreuzfahrtschiff geweckt werden. Und da sich unser Kapitän nicht ohne Gruß von Sizilien verabschiedet, setzte er das dreimalige Typhon einfach einige Minuten nach dem Verlassen des Hafens an.
Um 20 Uhr erwartete uns unser Glücksworkshop: die „Tour de Bar“. Ganz gespannt waren wir, wie das begleitete Trinken als WORKshop verkauft werden sollte. Zunächst schufen wir uns aber eine deftige Grundlage im Brauhaus. Deutsche, deftige Küche funktioniert schließlich auch auf hoher See – und in diesem Fall sogar ohne Aufpreis. Einzig die an Bord gebrauten Biere sind nicht im Getränkepaket enthalten und müssen extra bezahlt werden.

Die Tour de Bar startete in der Vinothek mit einem Glas Champagner und führte uns anschließend über das Café Mare mit Espresso Martini, die AIDA Bar mit White Basil und die Time Out Bar mit Coconut Mai Tai bis zum Abschluss in der Anytime Bar mit einem Whisky Sour.
Dabei erklärte uns die erst 20 Jahre junge Barkeeperin Jessica Antl nicht nur die Zusammensetzung und Zubereitung der verschiedenen Getränke, sondern präsentierte uns auch allerhand Geschichten von Bord und aus dem Crewleben. Wir Teilnehmer, die zufällig alle den Glücksworkshop gebucht hatten, waren vollends begeistert von der Art und Weise, wie Jessica uns über das Schiff und durch den Abend führte. Ganz lieben Dank dafür, Jessica! Dieser Abend bleibt definitiv in guter Erinnerung.

In die Silent Party wollten wir dann zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr einsteigen. Die kommt nächste Woche ja wieder. Also gibt’s den Abschluss jetzt in der AIDA Bar. Die wird langsam unsere Heimat – und liegt praktischerweise nur eine Treppe von unserem Bett entfernt.
Morgen steht Ausschlafen auf dem Plan. Wenn wir das Frühstück verpassen, geht’s direkt um 9 Uhr zur Massage. Ab 13 Uhr starten wir dann einen Marathon – beziehungsweise schauen wir uns die Olympischen Stätten an, wo das Sportevent seinen Ursprung hat.
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SvenErikKl , herzlichen Dank für deine wieder tollen Reiseberichte
habt weiterhin eine schöne und erholsame Reise
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 6 – Katakolon (Olympia)
Der heutige Tag begann mit einer Premiere, denn er kam als halber Seetag daher. Kapitän Andrea Buzzi gab zwar seit dem Sailaway in Sizilien ordentlich Gas, die Pier in Katakolon sollten wir aber erst um 13 Uhr erreichen.

Glücklicherweise hatten wir zeitnah Massagetermine für den Morgen gebucht. Dieser halbe Seetag war nämlich fast genauso gefragt wie ein ganzer Tag auf dem Meer. Getrennt starteten unsere Massagen um 08:30 bzw. 09:00 Uhr. Bei der Frage, ob wir uns fürs Frühstück einen Wecker stellen oder einfach mal „länger“ schlafen, gewann in diesem Fall mal nicht der Hunger, sondern das Bett mit Aussicht auf Deck 11.

Pünktlich um 9 Uhr, aber mit ein wenig Respekt, fand ich mich auf Deck 12 zu meiner 50-minütigen Deep-Tissue-Massage ein, die von AIDA als „Kräftige Tiefengewebsmassage“ beworben wird. Tatsächlich versprach die Beschreibung nichts Falsches: kraftvoll und auf die richtigen Körperzonen ausgerichtet, schaffte es meine Therapeutin, dass ich nach dem Termin wie ein ganz neuer und vollkommen entspannter Mensch von Deck 12 herabschwebte.
Ausgeschlafen haben heute scheinbar einige: So voll hätte ich das Bella Donna um 10 Uhr nicht mehr erwartet. Man merkte, dass so ein halber Seetag das ganze Schiff spürbar entschleunigte. Umso mehr genossen wir das Frühstück und die immer wieder perfekte Auswahl. Genau das hat uns im vergangenen Jahr auf der Mein Schiff 1 gefehlt.

Zwei Stunden mussten wir bis zum geplanten Anlegen noch totschlagen. Kein Problem mit und bei AIDA. Ein Plätzchen auf den riesigen Außendecks der Blu war schnell gefunden und die Baraktion mit Greek Frappé versüßte den Vormittag zusätzlich. Vielleicht für einige interessant: Die Baraktionen sind im Getränkepaket enthalten. Ohne Alkohol kann das Getränk schon mal bei 7,50 € liegen, mit Alkohol bei über 9 €.
Am späten Vormittag war Land in Sicht. Die Norwegian Pearl wartete bereits auf uns und schon um 12:15 Uhr lagen wir sicher verstaut an der Pier. Kurz darauf teilte uns unser Kapitän die Freigabe zum Landgang mit.
Selbstverständlich war auch der heutige Tag bereits geplant. Wir wussten von zahlreichen Anbietern am Hafen, die einen Transport nach und von Olympia für 15 € pro Person anbieten. Diesen nutzten wir und wurden mit einem Reisebus zu den historischen Sportstätten gebracht. Die Tickets holten wir uns einfach vor Ort für jeweils 20 € pro Person.

Um 14:20 Uhr waren wir in Olympia und machten uns auf zur archäologischen Stätte. Glücklicherweise verteilten sich die Touristen der Norwegian und der AIDA auf Vor- und Nachmittag, sodass wir an der Kasse keine Wartezeit hatten.
Olympia reiht sich in meiner persönlichen Erfahrung nun in die Überreste der Maya, Römer und Ägypter ein. Als Wiege der Olympischen Spiele zeigt Olympia noch heute mit den Überresten von Tempeln, Sportstätten und dem berühmten Stadion Geschichte. Besonders sehenswert sind der Zeustempel, der Heratempel und das antike Stadion, in dem einst die Athleten um Ruhm und Ehre kämpften. Auch wir übten den obligatorischen Start zum 200-Meter-Lauf, mussten aber schon nach den ersten Schritten geschwächt abbrechen.
Vor der Abfahrt genehmigten wir uns im Dorf noch eine Gyros Pita für günstige 4 €. Bus Nummer 3 holte uns wie versprochen pünktlich nach einer kleinen Shoppingtour am vereinbarten Treffpunkt wieder ab.

Griechisch ging es auch an Bord weiter. Das Marktrestaurant lud zum griechischen Themenabend ein. Und da wir ohnehin erst das Sailaway an Deck erleben wollten, das heute nur wegen gut erzogener und pünktlicher Gäste um eine halbe Stunde vorgezogen wurde, bot es sich an, zur zweiten Essenszeit ab 20 Uhr ins berühmteste aller Buffetrestaurants zu gehen.
Was wäre ein Schiff im Sommer ohne Party auf dem Pooldeck? Vermutlich kein fahrendes Schiff mehr. Passend zum am Samstag startenden Oktoberfest verwandelten sich Deck 11 und 12 in ein kleines bayerisches Stadl. Tschüss Stefan Mross, willkommen AIDAblu mit Aaron und Leonie!

Snackbar, Brauhaus-Zwickel, die lebende Offiziers-Slotmaschine, Nagel-Contest und Dosenwerfen – langweilig wurde es jedenfalls nicht.
Die erste Runde des Nagelns ging auf Gastgeberin Nicole. Die Regeln sind schnell erklärt: Eine feste Runde Teilnehmer haut nacheinander mit der spitzen Seite des Hammers auf einen Nagel. Verloren hat derjenige, dessen linker Nachbar den Nagel so weit versenkt, dass keine Bordkarte mehr darunter passt. Und der Verlierer? Bezahlt eine Runde Schnaps.

Gewinner in dieser Runde war der, der eigentlich gar nicht mit dem Hammer umgehen kann. Woher ich das weiß? Steht mir im Spiegel gegenüber. 🔨
Markus und Britta sind hingegen die stärksten Gäste an Bord und bewiesen ihr Talent beim Bierkrugstemmen. Dass Markus dabei auch noch Geburtstag hatte, muss der Motivation wohl zusätzlichen Schub gegeben haben.
Am Ende des Abends gab es keinen Unterschied mehr zwischen dem Hofbräuhaus und der AIDAblu irgendwo zwischen Katakolon und Argostoli. Nur auf den Tischen wurde nicht getanzt – die stehen weiterhin sicher und fest im Brauhaus.

So wild, wie der Abend heute endete, so gemächlich wird der Freitag. Wir schalten einen Gang zurück, steuern in den vollständigen Urlaubsmodus und werden den morgigen Tag entspannt im Sand und am Wasser genießen. Solltet ihr morgen nichts von mir lesen, sind wir auf der Liege eingeschlafen und winken der AIDAblu hinterher.

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Wie warm ist am Tag eigentlich?
Ist Clubbie Alwine genug mit Getränken versorgt?
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 7 – Argostoli
Fast wie auf einer Flusskreuzfahrt steuerte Kapitän Andrea Buzzi die AIDAblu heute Nacht mit Sicht auf die beleuchteten Küsten nach Argostoli auf Kefalonia. Noch im Dunkeln warteten wir an der entsprechenden Position auf den Lotsen, legten aber dennoch überpünktlich an der Pier von Argostoli an.

Da in der Vergangenheit immer wieder behauptet wurde, die Blu wäre zu groß zum Anlegen an der Pier und es müsse zwingend getendert werden, leisteten wir heute den lebenden Beweis, dass dem nicht so ist. Damit war auch der Weg zur Bushaltestelle der öffentlichen Busse ein Katzensprung – vergleichbar mit der gestern besuchten Laufstrecke im Stadion von Olympia.

Wir wollten zu den Gialos-Stränden, genauer gesagt zur Haltestelle Platis Gialos, und zahlten im griechisch pünktlichen Bus 2,00 € pro Person und Fahrt. Aus irgendeinem Grund sogar mit 25 % Studentenrabatt. Vielleicht sehen wir nach einer Woche Urlaub nun einfach so jung aus.
Am Ziel gibt es zwei Strände: den größeren Makris Gialos und den kleineren Platis Gialos. Wir entschieden uns schon im Vorfeld für den kleineren, da wir von enormen Preisunterschieden bei Liegen und Sonnenschirmen gelesen hatten. Für ein Set aus Sonnenschirm und zwei Liegen zahlten wir gerade einmal 20 € – inklusive einer Auskunft zu den Rückfahrtzeiten der öffentlichen Busse.
Und die war nicht ganz so erfreulich. Macht euch also im Vorfeld unbedingt mit den Abfahrtszeiten vertraut. Es heißt zwar, der Bus würde alle 30 Minuten fahren, anders als am Morgen fanden wir online allerdings gar keine Verbindungen und Uhrzeiten. Da die Liegen hier so günstig waren und auch ein Mythos mit 4 € den finanziellen Rahmen nicht sprengte, reservierten wir kurzerhand per WhatsApp ein Taxi und handelten einen Preis von 15 € aus. Also zehn Euro Aufpreis zum Bus – damit konnten wir leben.

Der Strand mit seinem feinen Sand und dem glasklaren Wasser, die weit auseinander verteilten Schirme und das gastronomische Angebot, gepaart mit absoluter Sauberkeit und guter Organisation, bescherten uns einen wunderschönen Strandtag. Wie immer endete dieser natürlich viel zu früh. 🏖️
Organisation und Ordnung kannte scheinbar auch das Taxiunternehmen „TAXI KEFALONIA“. Pünktlich auf die Minute – und zwar nicht nur griechisch pünktlich – wurden wir oberhalb des wunderschönen Strandes wieder abgeholt und ins Zentrum von Argostoli gefahren.
Keine Frage: Auch wir wollten uns auf die Suche nach den berühmten Schildkröten im Hafenbecken machen. Tatsächlich mussten wir dafür gar nicht bis zur Brücke gehen. Die ist übrigens weiter entfernt, als es auf Google Maps den Anschein erweckt. Wir sahen schon vorher zwei große Exemplare beim Spielen. Regelmäßig zogen sie ihre Kurven nah an der Wasseroberfläche und mussten aufgrund ihrer Aktivität umso öfter auftauchen. Sollten es männliche Exemplare gewesen sein, war es vielleicht doch mehr Jagd als Spiel.


Wie schnell die Zeit vergeht, sieht man auch daran, wie schnell man durch die Gassen der Orte laufen muss. Viel Zeit blieb nicht mehr, aber der obligatorische und traditionelle Besuch der Shops und Souvenirläden durfte natürlich auch hier nicht fehlen.
Am Ende war Argostoli um ein paar Euro reicher, unsere Geldbörsen dafür leerer. 💶
Wir konnten zwar nur einen kurzen Eindruck erhaschen, aber Argostoli scheint eine zwar auf Touristen eingestellte, gleichzeitig aber wunderschöne kleine Hafenstadt zu sein. Die Kulisse der gegenüberliegenden Berge rundet den Eindruck noch ab. Wir haben auf jeden Fall Lust auf mehr bekommen.

Als Kreuzfahrer sollte das Abschiednehmen aber gelernt sein und so ging es zum Ende des Nachmittags für eine kleine Runde Sport zurück an Bord. Nach solch einem faulen Tag mussten die fehlenden Schritte schließlich noch ausgeglichen werden. Zum Sailaway genossen wir auch den Cocktail der Baraktion wieder ohne schlechtes Gewissen und verabschiedeten uns standesgemäß von dieser vermutlich in Deutschland völlig unterschätzten Insel.
Und schon ist eine Reise fast zur Hälfte abgeschlossen. Da wir morgen die lange Liegezeit vollständig ausnutzen, zelebrieren wir das Bergfest einfach etwas zu früh und gönnen uns ein Dinner im Buffalo Steak House.
Zum ersten Mal durfte ich das in La Romana an meinem 40. Geburtstag genießen. Auch heute ließ uns das Dinner sprachlos zurück. Nicht wegen eines vollen Mundes, sondern weil Qualität, Geschmack und Atmosphäre alles bisher Erlebte der letzten Tage noch einmal übertroffen haben.
Am Ende verzeichneten wir zwar einen dreistelligen Betrag auf der Rechnung, dafür brennt sich auch dieser Abend definitiv ins Reisegedächtnis ein.

Der Abend endete bei Jessi, unserer treuen und immer fürsorglichen Begleitung der Tour de Bar. Zusammen mit einigen anderen Teilnehmern dieses überraschenden Abends feierten wir gemeinsam Farewell.
Die anderen mit tränenden Augen, wir zusätzlich mit einem Lächeln, denn auf uns – und damit auch auf euch – warten noch viele Abenteuer entlang der Adria. Jessica darf uns in dieser Zeit auch noch ertragen und uns das Leben versüßen.

Ansonsten bleibt ein Spruch von Hoteldirektorin Katharina festzuhalten:
„Wenn die Welt wie ein Kreuzfahrtschiff wäre, dann wäre es eine bessere Welt!“
Dem, der diesen Beitrag schreibt, bleibt nichts anderes übrig, als diese Aussage bedingungslos zu unterschreiben.
Nun ist der Tag erreicht, an dem wir Abschied nehmen. Abschied von liebgewonnenen Mitfahrern und Abschied von tollen Erlebnissen. Für uns geht’s aber in die nächste Runde.
Wir freuen uns auf Paxos und Antipaxos, auf eine Fjordeinfahrt nach Kotor und auf eine Zugfahrt nach Venedig.
Danke für eure Kommentare und euren Zuspruch – bis morgen auf Korfu!
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Hallo SvenErikKl du hast eine wunderbare Art zu schreiben. Macht immer Spaß deine Beiträge zu lesen .Vielen Dank. LG Marion

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Schon mal Danke für den tollen Bericht und die malerischen Fotos. So schön und spektakulär Reisen hier in Nordeuropa sind, freut mich auch mal was "aus dem Süden" zu hören.
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 8 – Korfu, Paxos & Antipaxos
Während die AIDAblu heute einmal komplett durchgeschüttelt und die Mehrheit der Gäste ausgetauscht wird, machten wir uns früh morgens von Bord. Immerhin startete für uns nun eine weitere Woche mit hoffentlich genauso tollen Erlebnissen in der Adria.

Vor sechs Jahren fuhren wir bei unserem Landurlaub auf Korfu – noch zu Corona-Zeiten voll maskiert – mit dem Schiff zu den südlichen Inseln Paxos und Antipaxos. Nach der Buchung dieser Kreuzfahrt war dieser Ausflug daher direkt gesetzt. Wir buchten bei „Corfu Cruises“ die Luxury Tour auf einem kleineren und besser ausgestatteten Boot zum reduzierten Preis. Regulär liegt die Tour bei 75 € pro Person.
Der Vorteil: Das Schiff legt unweit vom Cruise Terminal ab und wir mussten damit nur einen kurzen Fußmarsch auf uns nehmen.

Pünktlich um halb 9 starteten die Motoren und ohne unsere geliebte Sailaway-Auslaufmusik, dafür direkt entlang der Schönheit der AIDAblu, verließen wir den Hafen auf einem voll besetzten, aber gemütlich gepolsterten Boot gen Süden – immer entlang der Küste Korfus.
Das erste Ziel des Tages bestand aus zwei unterschiedlichen „Blauen Grotten“, in die unser heutiger Kapitän professionell hinein navigierte. Die größte Grotte trägt den Namen „Ypapanti“, benannt nach einer Kirche hoch über der Grotte. Man kennt sie auch als Grotte des Poseidon.
In der zweiten, offenen Grotte fiel das Licht wunderbar von der Seite ein und tauchte das Meer in ein schillerndes Türkis. Auch sechs Jahre nach unserem ersten Besuch war die Einfahrt in die Grotten ein beeindruckendes Erlebnis.

Zum zweiten Stopp mussten wir allerdings umgeleitet worden sein. Vor sechs Jahren durften wir mit ein paar wenigen kleinen Booten in einer Bucht von Antipaxos halten und im glasklaren Wasser schwimmen. Glasklar war es auch heute noch und das Wasser tatsächlich genauso schön wie bei unserer Tour mitten in den Corona-Zeiten.
Es waren heute allerdings erschreckend viele Boote vor Ort. Im Wasser hatte ich plötzlich das Bild asiatischer Schwimmbäder vor Augen: überall Menschen und Schwimmnudeln. Nein, diese Badepause ist Anfang September definitiv nicht mehr zu empfehlen.

Das tat unserer Stimmung aber keinen Abbruch. Schließlich stand das Highlight des Tages noch bevor: der Besuch von Gaios, der Hauptstadt von Paxos. Und darauf, dass es dort nicht mehr ganz so idyllisch wie vor sechs Jahren sein würde, hatten wir uns im Vorfeld bereits eingestellt.
Fast zweieinhalb Stunden hatten wir nach der Einfahrt in den Hafen Zeit, den Ort zu erkunden und durch die Gassen mit ihrem griechischen Flair zu schlendern. Paxos hat heute rund 2.500 Bewohner und ist eine der kleinsten der Ionischen Inseln – mit ungefähr genauso vielen Olivenbäumen wie Einwohnern.
Heute wird Paxos auch die Insel der Millionäre genannt, in Anlehnung an berühmte Schauspieler, Sportler und Politiker, die jeden Sommer ihre Yachten vor Paxos in Stellung bringen.

Obwohl uns die AIDAblu wieder mit Vollpension und Rundum-Verpflegung empfängt, ließen wir es uns nicht nehmen, uns auf die Gastfreundschaft von Paxos einzulassen. Das Fanalino Restaurant überzeugte uns bereits von außen und liegt in einer gemütlichen und luftigen Gasse. Genau das Richtige bei den heute wieder sehr gut gemeinten Temperaturen.
Das Essen – griechisches Sofrito und Giouvetsi – und der Wein waren köstlich. Wer weiß: Vielleicht schaffen wir es irgendwann einmal, ein paar Tage länger auf Paxos zu genießen.

Zuvor wollten wir uns das Ganze aber noch von oben anschauen und sind im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Gaios gewandert. Belohnt wurden die Anstrengungen mit einer ganz anderen An- und Aussicht auf den Ort.
Die Wärme führte dazu, dass alle Gäste mit Vorfreude auf Fahrtwind pünktlich zurück an Bord waren. Kurz vor halb vier starteten die Motoren und wir nahmen ein weiteres Mal Abschied von der schönen griechischen Insel.
Während der Überfahrt nach Korfu gab’s noch unfreiwilliges Entertainment: Zum ersten Mal auf dieser Reise drehte der Wind auf und die Gischt spritzte wie in einer Wildwasserbahn bis auf das obere Deck. Auch die Stimmung der Mitreisenden war ausgezeichnet. Urlauber aus allen Nationen tanzten und stimmten zum Höhepunkt sogar eine Polonaise an – fast wie auf der Fähre nach Bequia in der Karibik.

Um 18 Uhr und damit weit vor dem eigentlichen Sailaway waren wir zurück im Hafen, wo wir schon mit Kussmund empfangen wurden. Auch wenn der Ausflug nach Paxos und Antipaxos nicht mehr ganz so exklusiv war wie 2020, hat er sich ein weiteres Mal gelohnt.
Nach unserem gestrigen Strandtag stand aber auch heute Erholung ganz oben auf der Liste.

Zum Abend benötigten wir erst einmal einen kühlen Drink an einer der vielen tollen Bars. Mittlerweile fällt es schwer, sich für „die eine“ Bar zu entscheiden, denn an vielen Orten auf dem Schiff haben wir die Atmosphäre und die Mitarbeiter lieben gelernt.
Eine Premiere gab es trotz bereits sieben Tagen an Bord aber auch noch: der Best Burger. Selbst im eher unscheinbaren Burgerrestaurant kommt man völlig auf seine Kosten und wohl gesättigt wieder raus.

Nun sind wir seit genau einer Woche auf der AIDAblu – dem Schiff, das nach wochenlanger Bastelarbeit im Maßstab 1:400 einen Ehrenplatz in unserem Wohnzimmer gefunden hat. Natürlich haben wir darauf beim Durchfahrertreff mit der unverwechselbaren Nicole gebührend angestoßen.
Treffen findet man zu Beginn einer Reise ohnehin an jeder Ecke. Bekanntschaften zu schließen, ist bei AIDA also gar kein Problem. Mit jedem Blick auf das gerade erwähnte Modell stieg die Vorfreude auf diese Reise – und schon jetzt kann ich resümieren, dass das Schiff und vor allem seine unfassbar tolle Crew auch kurz vor der Evolution noch immer eine echte Wohlfühloase sind.
Danke an die ganze Besatzung!

Wenn dann um Punkt 22 Uhr erneut von Eventmanagerin Eva und Hoteldirektorin Katharina die wichtigste Information verkündet wird und das „Sie haben Urlaub!“ über das Pooldeck schallt, dann ist man endgültig in der zweiten Reise angekommen.

Und natürlich gibt’s auch ein paar Fakten: Mit uns an Bord sind …
- 683 Erstfahrer
- 463 Durchfahrer
- 2.186 Gäste insgesamt
- 55,7 Jahre Altersdurchschnitt
- 43 Kinder & 1 Jugendlicher
Die Welcome Party ließen wir in der AIDA Bar ausklingen – aber erst nach einem wahnsinnigen Regentanz auf dem verregneten Pooldeck zum Hit „It’s Raining Men“.
Ich liebe euch, ihr verrückten Gastgeberinnen!
Die neuen Gäste heißen wir herzlich willkommen und wünschen allen – den Durchfahrern und den neu Aufgestiegenen – eine tolle Reise und unvergessliche Erlebnisse.
Uns wurde nun für Bari unser Glücksausflug zugeteilt. Es geht zu den Höhlensiedlungen nach Matera. Eineinhalb Stunden Transfer, rund zwei Stunden Aufenthalt inklusive Führung und anschließend wieder eineinhalb Stunden zurück. Wir sind gespannt, was uns erwartet.
Jetzt heißt es aber erst einmal: zweite Woche, zweite Runde – und weiter geht’s!

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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 9 – Bari & Matera
Der gestrige Abend kündigte es mit dem kräftigen Regenschauer auf dem Pooldeck schon an: Der Ententeich der ersten Woche könnte sich doch noch in ein richtiges Meer verwandeln. Und so war es auch – zumindest ein bisschen. Mit einem leichten Schaukeln und dem immer wieder begeisternden Ausblick aus unserer Kabine auf Deck 11 wachte ich schon um 6 Uhr auf. Am Horizont mischte sich der Sonnenaufgang mit einer kräftigen Gewitterwolke, durchzogen von regelmäßigen Blitzen. Hier auf dem Meer sieht man die Naturgewalten immer wieder aufeinandertreffen.

Unser Glücksausflug „Sassi – Die Höhlensiedlung von Matera“ startete erst um 10 Uhr. Es war also noch genügend Zeit, in den Tag zu starten – unter anderem mit der dritten Massage meines „Best of AIDA“-Pakets. Das Paket beinhaltet drei verschiedene Ganzkörpermassagen zum Preis von zwei. Heute durfte ich mich bei einer traditionellen Thai-Massage vollkommen entspannen. Und das tat ich auch. Auf der Massageliege fühlte es sich ein bisschen an, als wäre man zwischen zwei Welten – immer kurz davor, ins Reich der Träume zu verschwinden.

Das Frühstück im Marktrestaurant erwähnen wir heute mal nur beiläufig. Ich glaube, die Crew hat den Andrang etwas falsch eingeschätzt: An die ewig lange Schlange am einzigen Kaffeeautomaten haben wir uns ja gewöhnt, nicht aber an eine komplett leere Wursttheke. Satt geworden sind wir trotzdem, geschmeckt hat es natürlich auch. In dem Geflügelsalat könnte ich baden.
Pünktlich, wie die Deutschen nun mal sind, saßen wir im Bus zu unserem Tagesziel – erfreulicherweise mit unserem Lektor Michael Cornély. Dass er an Bord war, bestätigte das „Glück“ unseres Ausflugs. Mit viel Wissen, gepaart mit Humor, führte er uns durch den Tag.
Ein paar Beispiele: Die Krypta mit den Gebeinen des heiligen Nikolaus ist eine der größten christlichen Pilgerstätten. Er empfahl uns, im Anschluss an unsere Tour dort vorbeizuschauen. Würden wir dort unsere Weihnachtswünsche vortragen, würden sie schließlich doppelt in Erfüllung gehen.
Constanze, die Nutzlose, heiratete Heinrich, den Überflüssigen – und somit heirateten Unteritalien und Deutschland. Ein Auszug aus der Geschichte Baris, der bei Michael natürlich nicht ohne entsprechende Pointe blieb.
Falls uns seine Ausführungen irgendwann zu viel geworden wären, hätten wir nur mit einem weißen Taschentuch winken und unsere Kapitulation verkünden müssen. Nie im Leben hätten wir davon Gebrauch gemacht.

Da wird sogar der Toilettenhalt und die detaillierte Beschreibung des Portals – oder einfach gesagt: des Eingangs zum Klo – zum Erlebnis.
Angekommen in Matera, einer zunächst unscheinbaren, größeren Stadt, steuerten wir ausgestattet mit Kopfhörern gemeinsam mit unserem italienischen Tourguide und natürlich Michael Cornély als Übersetzer und Entertainer in einer Person die Fontana Ferdinandea an. Bis dahin verweilten wir noch immer in einer völlig unspektakulären Stadt.
Der Wow-Effekt setzte ein, als wir am Belvedere Luigi Guerricchio unter einem Dach auf eine Terrasse kamen und sich vor beziehungsweise unter uns die Sassi präsentierten. Von da an waren wir von den Höhlenwohnungen und der Architektur Materas gefesselt.

Immer wieder meldeten sich unsere Guides zu Wort und präsentierten allerlei geschichtliche Fakten zu den Siedlungen, deren Ursprünge bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Aber nicht nur Geschichte ist Michael Cornélys Steckenpferd. Als wandelndes Lexikon präsentierte er nicht einfach irgendwelche frühgeschichtlichen Fakten, sondern auch spannende Geschichten.
So erfuhren wir beispielsweise, dass Matera jüngst Drehort für die Fortsetzung des umstrittenen Bibelfilms „Die Passion Christi“ mit Mel Gibson war. Letzterer drehte erst in diesem Jahr für die Fortsetzung „Auferstehung“ wieder in Matera. Auch Agent James Bond nutzte die Gassen bereits für seine Abenteuer in „No Time To Die“.

Natürlich durften wir nicht nur die Aussicht bewundern, sondern auch in traditionelle Wohnhöhlen hinuntergehen. Man bekommt einen Eindruck davon, wie die Bewohner zusammen mit ihrem Vieh im Sommer vor der Hitze geschützt waren und im Winter alles gegen das Erfrieren tun mussten.
Wir lernten am realen Beispiel aber noch mehr: Das Wasserversorgungssystem mit seinen Zisternen ist heute UNESCO-Weltkulturerbe.
Zum Abschluss hatte unsere Reisegruppe noch einen kurzen, halbstündigen Slot für eigene Unternehmungen. Gerade genug, um den obligatorischen Magneten von Matera, unserem heutigen Ziel und einer der ältesten Städte der Welt, zu besorgen.
Am Treffpunkt versammelten sich alle wieder gewohnt pünktlich. Ausgerechnet unser Lektor verspätete sich. Wie war das? 10 % Schwund sind immer …

Gleich zu Beginn der Rückfahrt machte er die Verspätung wieder gut und stellte allen Teilnehmern ein an diesem Tag frisch gedrehtes und geschnittenes Video zur Verfügung. Danke dafür, Michael Cornély – und danke an ihn und alle Beteiligten für einen unvergesslichen Ausflug, der uns tatsächlich als wahrer Glücksausflug zugewiesen wurde.

Abgesetzt wurden wir auf Wunsch direkt an der Basilika San Nicola. Ein Halt in Bari, ohne die Altstadt zu sehen, wäre schließlich wie Pasta ohne Soße. Natürlich besuchten wir die Gebeine des heiligen Nikolaus. Ich vergaß nur voller Ehrfurcht, einen Wunsch zu äußern.
Die Basilika selbst und ihre verzierten Decken haben mich allerdings viel mehr fasziniert. Dazu kam der maßlose Glaube, den die Besucherinnen in der Krypta gezeigt und gelebt haben. Faszinierend und zugleich ein wenig abschreckend.

Auch in Bari lohnt es sich, dem Strom der Touristen zu entfliehen und in die schmalen Gassen abzubiegen. Auch dort wird noch einem richtigen Leben nachgegangen – ohne Souvenirläden und Cafés.
Für die bekannte, am späten Nachmittag aber nicht mehr ganz so repräsentative Nudelgasse stürzten wir uns noch einmal wagemutig unter die Touristen und entführten kurzerhand zwei Beutel frische Nudeln aus Bari an Bord der AIDAblu.
Bari ist sicher einen Besuch wert. Nach dem Stopp in Matera würde uns aber auch Alberobello mit seinen Trulli interessieren. Also gut möglich, dass wir diese Route irgendwann noch einmal wiederholen.
Barkeeper Eric und seine Kollegen sorgten in der AIDA Bar wieder einmal für einen köstlichen Übergang zum Abendprogramm. Neben der Blu Bar ist die AIDA Bar mittlerweile unser „Place to be“ an Bord geworden.

Den Abend planten wir mit dem Bella Donna. Da das Marktrestaurant zwei Essenszeiten hat und daher zwischen 19:30 und 20:00 Uhr schließt, muss man sich den Besuch im Bella Donna gut überlegen. Im genannten Zeitraum wird es nämlich schwer, dort einen Platz zu finden.
Achtung ist außerdem geboten, wenn man die Gastgeberinnen beim Rainbow Treff – ja, ein weiterer Treff, der Gelegenheit bietet, andere Urlauberinnen und Urlauber kennenzulernen – nicht alleine mit ein paar Flaschen Sekt stehen lassen will.
Nach einer Vorstellungsrunde mit erheiternden Fun Facts und Sockenfarben landet man nämlich ganz schnell beim Line-Dance-Tanzkurs zum AIDA-Clubtanz „El Tiburon“.
Aber, und das ist das Wichtigste: Wir sind nun gerüstet für die nächsten 25 AIDA-Kreuzfahrten. Das Schöne ist, dass dabei für jeden gilt: The stage is yours!

Morgen bildet Dubrovnik die Bühne für neue Abenteuer und Erlebnisse. Zum ersten Mal gehen wir ganz ohne irgendeinen Plan von Bord. Ich bin mir aber sicher, dass auch Dubrovnik ausreichend Geschichten zu bieten hat.
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 10 – Dubrovnik
Der heutige Morgen begann im Zeichen der preisgekrönten Serie „Game of Thrones“, deren Drehorte zahlreich in unserer heutigen Destination Dubrovnik verteilt sind. Erwartet hier in den nächsten Absätzen aber nicht zu viel: Wir gehören zu den wenigen Prozent, die keine einzige Folge gesehen haben. Heute sollte es also das erste Mal völlig ohne Plan von Bord gehen.

Wieder mal äußerst pünktlich, noch vor 8 Uhr, gab Kapitän Andrea Buzzi die Gangway frei und uns damit die Möglichkeit, in einen spannenden Tag an Land zu starten. Direkt gegenüber des Schiffs befindet sich das Terminal mit unterschiedlichen Möglichkeiten, in die Altstadt zu gelangen. Der AIDA-Shuttle für 15 € pro Tag ist dabei nur eine Möglichkeit. Wir entschieden uns mal wieder für den öffentlichen Bus. Die Linien 1A, 1B oder 3 halten direkt an der Hafeneinfahrt und fahren zum Pile-Tor, direkt vor der Altstadt. Eine Einzelfahrt kostet ca. 1,73 € im Vorverkauf am Kiosk oder 2,50 € beim Busfahrer. Bis auf einen vollen Bus und die Linie 1A, die unsere Linie 3 beim Überholen noch mit dem Außenspiegel touchieren musste, verlief die Fahrt unkompliziert und bereitete gleichzeitig schon mal auf die heutigen Touristenmassen vor.
Tatsächlich hielt sich der Zustrom in die Altstadt Dubrovniks am frühen Morgen noch in Grenzen. Wie immer verließen wir zunächst die größte Straße und bogen in die verwinkelten Gassen ab, in denen man an jeder Ecke einen Ritter auf einem Pferd oder einen mittelalterlichen Markt erwartet. Denn genau so fühlt es sich direkt nach dem Durchschreiten des Stadttores an: wie im Mittelalter.

Die vollständige und begehbare Stadtmauer ließen wir links liegen. Der Eintritt von 40 € pro Person war es uns nicht wert, und so umrundeten wir die Altstadt zunächst direkt unterhalb der Stadtmauer. Immer wieder erhält man dabei spannende Blicke hinunter in die Gassen und auf die zahlreichen Stufen. Geht man ein paar davon hinunter, befindet man sich gleich auf einer anderen Ebene mit zahlreichen gastronomischen Angeboten. Wer einmal weiß, dass Dubrovnik nicht gerade die günstigste Stadt ist, wird auch von 12 € und mehr für einen Cocktail nicht mehr abgeschreckt.
Nach etwa zwei Stunden hatten wir die Stadt und viele ihrer Gassen hinter uns gelassen. Auch der Magnet – mit 4 € der teuerste der Reise und dennoch günstiger als in der Karibik – war schnell gefunden. Damit hatten wir aber auch schon einen sehr guten Eindruck von dieser überraschenden Stadt bekommen.
Wir zogen uns also zunächst für einen Macchiato und Eiskaffee zurück und entschieden uns anschließend zwischen dem Stadtstrand „Ploče iza grada“ mit Liegen und Schirm für 60 €, der Fahrt mit der Seilbahn und einer knapp einstündigen Bootstour mit Blick auf die Altstadt vom Wasser aus. Letztere Aktivität gewann. Und da wir schon fast drei Stunden nicht mehr auf dem Wasser waren, suchten wir uns am kleinen Hafen der Altstadt einen entsprechenden Anbieter. Es ist übrigens völlig egal, an welchem der Stände ihr euch erkundigt. Unsere Erfahrung zeigt: Sie arbeiten alle zusammen. Mit nur sechs Personen in einem kleinen Boot ging es entlang der Stadtmauer, um anschließend in einer gemütlichen Schleife die Insel Lokrum zu umrunden. Auf dieser kann nicht nur der botanische Garten Dubrovniks besucht werden. Dort gibt es auch zahlreiche Badestellen mit direktem Einstieg ins Adriatische Meer. Strände findet man vereinzelt auf der gegenüberliegenden Seite. Die bekamen wir zu Gesicht, als es entlang des Fünfmasters Wind Surf und des Luxus-Kreuzfahrtschiffs Le Boréal zurück in Richtung Hafen ging. Diese kleine Bootstour führte uns aus der Menschenmenge heraus und gab uns noch einmal einen ganz anderen Blick auf eine der berühmtesten Städte Kroatiens.

Gegen Mittag – und damit für unsere Verhältnisse sehr früh – zog es uns zurück zum Schiff. Wir nutzten die Zeit und haben endlich die Currywurst probiert. Nach zehn Tagen Leben im Paradies bleibt das Hungergefühl zwar langsam aus, aber der Vergleich zur Currywurst der Scharfen Ecke musste zwingend gezogen werden. Leider gewinnt da aber ganz klar das Exemplar aus der Scharfen Ecke. Also lieber die Rostbratwurst der AIDAprima oder AIDAperla und dazu ein Kiezgetränk Astra.

Wir haben es uns trotzdem gut gehen lassen. Die AIDAblu ist mittlerweile ein Zuhause geworden – und das nicht nur, weil wir seit zwei Jahren auf das 60 Zentimeter kleine Modell gucken. Die Blu hat einfach Charme, ist zugleich Wohlfühl- aber auch Entertainment-Ort. Daran sind mit Sicherheit ganz viele tolle Menschen hinter den Kulissen beteiligt.
Was uns allerdings im Gegensatz zur AIDAperla-Reise in der Karibik fehlt, ist die Begrüßung nach einem Landgang vor dem Schiff. Gibt es das generell nicht mehr? Ausschank von Eistee oder Saft? Einmal pro Woche mit Party, Musik und einem Schuss Rum – natürlich nur für uns Erwachsene. Da hat man dieses unverwechselbare AIDA-Feeling schon vor der Gangway.

Zurück nach Deutschland und damit als harte Übung für die Rückkehr am Samstag ging es ab 20 Uhr ins Marktrestaurant, gefolgt von der legendären Karaoke mit Jette und Annemarie. Schon in unserer ersten Woche sind dabei alle völlig eskaliert und haben lauthals mitgesungen. Vielleicht der schlechteste Chor auf See, aber einer mit richtig viel Lebensfreude.
Die absolute Spitze war heute die Performance von „Team Lüfter“, die das ganze Schiff in einen leuchtenden, warmen Glanz verwandelten und den Klassiker „Oh Tannenbaum“ anstimmten. Wo war da eigentlich der Glühwein?

Wenn dann noch Christopher von der Crew „My Way“ von Frank Sinatra singt, als hätte das Original selbst eingesungen, sollte man eigentlich aufhören. Denn besser kann es gar nicht mehr werden.

Dubrovnik war schön und definitiv einen Ausflug wert. Fürs nächste Mal schauen wir uns dann aber erst einmal „Game of Thrones“ an. Das absolute Highlight wartet ohnehin morgen auf uns: die Ein- und Ausfahrt in den mediterranen Fjord von Kotor.
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Danke SvenErikKl für deine amüsanten Berichte und die tollen Fotos
Ich freue mich sehr über deine Beiträge
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Deine Reiseberichte sind einfach klasse SvenErikKl . 🥇👍💐
Ich habe da nur eine kleine Frage. Kann er sein, dass die Gastgeberin Annamaria heißt? Falls ja, könntest Du sie mal fragen, woher sie stammt? Vielen Dank. 🤗
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 11 – Kotor
Man muss schon ein bisschen verrückt sein, wenn man sich im Urlaub den Wecker auf 5:30 Uhr stellt. Und das an Tag 11, an dem wir schon längst im tiefsten Urlaubsmodus angekommen sind.

Eine Stunde vorher wurde jedoch der Lotse aufgenommen und wir wollten zumindest einen Teil der Einfahrt in den Fjord von Kotor miterleben. Noch im Dunkeln betraten wir das Außendeck 12 und waren erschlagen von der Nähe der Berge Montenegros, die auf beiden Seiten der AIDAblu in den Himmel ragten. Wir waren noch nie in Norwegen und deshalb war dieser erste Anblick umso beeindruckender.
Die Berge waren heute unser Ziel und das frühe Anlegen noch vor 7 Uhr hatte einen entscheidenden Vorteil: angenehm kühle Temperaturen. Wir waren also wieder mit die Ersten, die die AIDAblu verließen. Auf direktem Weg ging es quer durch die Altstadt Kotors zu einem der offiziellen Eingänge zum Aufgang zur Burganlage.
Achtung: Über Jahre gab es einen kostenfreien, etwas längeren Weg bergauf, bei dem man am Fuße der Festung durch ein Fenster klettern musste. Das hat der Burgherr inzwischen geschlossen – und zwar ganz nach mittelalterlicher Art für ewig zugemauert.

Am Eingang des offiziellen Weges spielten wir vermutlich wieder die braven Deutschen. Das Kassenhäuschen war nicht besetzt, die elektronische Schranke stand offen. Der Hinweis am Automaten auf die drohenden Strafen, wenn man kein Ticket mit sich führt, ließ uns dann aber doch die 15 € pro Person investieren.
Wer vor wenigen Wochen den „Urlaubschecker“ gesehen hat, weiß, dass diese 15 € irgendwo im System verschwinden, aber offensichtlich nicht in den Erhalt der Festung oder des Aufstiegs investiert werden. Und ja, das sieht man irgendwie überall.

Es war ein echtes Abenteuer, die zahlreichen Stufen und 280 Höhenmeter nach oben zu klettern. Man sollte dafür tatsächlich gut zu Fuß sein und sich die Sache bei Regen vielleicht noch einmal überlegen. Wir wurden dafür aber nicht nur auf der Festung, sondern auf dem gesamten Weg nach oben mit fantastischen Panoramen und Ausblicken auf unser schwimmendes Hotel und die Bucht von Kotor belohnt. Zu unserer frühen Uhrzeit waren auch noch keine Menschenmassen unterwegs, sodass wir den Aufstieg auf dem größten Teil der Strecke fast für uns alleine genießen konnten.
Die Festung selbst gleicht eher einer Ruine. Ich mag solche Orte und finde es spannend, die Ruinen in Gedanken wieder mit Leben zu füllen. Den Müll und Unrat, der überall in den Ecken liegt, muss man dabei allerdings gekonnt ausblenden.
Fast vergaßen wir dort oben die Zeit. Wir saßen auf irgendeinem Dach – nicht aus dem Mittelalter, also vielleicht noch einigermaßen sicher – und ließen die Füße hoch über der Stadt mit ihren roten Dächern und dem mediterranen Flair baumeln. Der Weg nach unten – hoch gut für den Po, runter für die Beine – bot noch einmal ganz andere Blicke auf eine der schönsten Destinationen unserer Reise.

Unten angekommen wurde es Zeit für eine Belohnung. Nach unserer kostenfreien Sporteinheit gönnten wir uns im Herzen der Stadt mit Blick auf die Berge einen Proteinshake, wie es Sportler nun mal machen. Unsere Variante enthielt allerdings nur zusätzlich Koffein, Eis, Zucker und sicher ausreichend Kalorien. Wohltuend, so ein Eiskaffee.
Die Altstadt Kotors ist in meinen Augen noch einmal schöner als die in Dubrovnik, die Gassen verwinkelter, allerdings auch eine Nummer voller als gestern. Wir können noch von Glück reden, als einziges Schiff vor Ort gewesen zu sein. Natürlich sieht man an vielen Ecken auch die berühmten Katzen, die in Kotor fast schon heilig sind. Man sagt ihnen nach, dass sie Erdbeben, die es in dieser Region nicht selten gibt, schon früh spüren. Wenn die Katzen verschwinden, weiß der Mensch also, dass er sich besser in Sicherheit bringen sollte.

Trotz der Schönheit Kotors verabschiedeten wir uns irgendwann aus dem Strom der Touristen und machten eine kleine Pause auf der Blu. Wirklich nur eine kleine Pause, denn vom Außenbereich der Ocean Bar sahen wir ein kleines Restaurant am benachbarten Strand. Bevor wir erneut im Brauhaus landen, war uns etwas typisch Montenegrinisches lieber.
Es heißt ja so oft, dass Kreuzfahrer kein Geld in den Destinationen lassen. Wir hingegen sind darauf bedacht, immer wieder etwas außerhalb des Schiffs zu testen und so ein bisschen mehr vom Landgang mitzunehmen als nur Bilder und optische Eindrücke. Diesmal waren es die perfekten Aromen der landestypischen Variante von Ćevapčići, überzogen mit einer mild-würzigen Käsesoße.

So gestärkt stiefelten wir nach unserer Mahlzeit direkt am Wasser mit bestem Blick auf die Blu noch einmal in die Altstadt. Natürlich, um noch mehr Geld dort zu lassen. Ich hatte auf der ersten Runde heute Morgen ein Shirt gesehen, das quasi nach mir gerufen hat und abgeholt werden wollte.
Kurz nach vier war das Pooldeck der AIDAblu gefüllt wie an einem Seetag. Lektor Michael Cornély lud zu einem begleiteten und kommentierten Auslaufen aus der Bucht von Kotor ein. Also sollten die Kopfhörer ein erstes Mal an diesem Tag zum Einsatz kommen.
Nach fast zwei Wochen ohne richtigen Regen rechnete heute allerdings niemand mit dem plötzlichen Regenschauer, der sich über das Freideck ergoss. Man glaubt gar nicht, wie schnell man wieder Auswahl bei den Liegen hat. 🌧️
Michael Cornély kommentierte den pünktlich zum Typhon einsetzenden Platzregen mit den Worten: Als Gott am siebten Tag ruhte, fehlte ihm noch etwas im Regal – und so schuf er Kotor. Damit dieses „Weltwunder“ aber sauber bleibt, muss regelmäßig durchgewischt werden.
In Badeshorts und Regenjacke fuhren wir vorbei an der vermutlich ersten Schiffsverbindung der Welt durch den 28 Kilometer langen und aus vier Buchten bestehenden Fjord. Es ging entlang der hohen Berge, die im Winter Skigebiete bieten und im Sommer für dieses unvergessliche Szenario der Ausfahrt durch den bekanntesten Fjord der Adria sorgen.

Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedete sich unser Lektor und wir genossen die Ausfahrt einfach weiter. Seid mir nicht böse, aber es ist schwer, ausreichend und die richtigen Worte für diesen langen Gänsehautmoment zu finden.
Als Kreuzfahrer merkt man dann wieder, welch ein Segen es ist, all diese wunderschönen und einzigartigen Orte und Szenerien der Welt besuchen zu dürfen. Vielleicht kommt man nie wieder zurück, aber die Erinnerungen bleiben im Herzen.
Zum Abend verließen wir mal wieder kurzzeitig unser Reisegebiet und begaben uns in die Sushi Bar. Die hat uns schon auf der AIDAperla geschmeckt und wir wollten zumindest testen, ob auch die Variante auf den Sphinx-II-Schiffen trotz Einbettung ins East Restaurant mithalten kann.
Und ja: Geschmacklich kann das Sushi auf der Blu auf voller Länge mithalten. Auch die Atmosphäre überzeugt – man sitzt hier halt nicht einfach in einer Durchgangsstation.
Vollgepackt war auch der weitere Abend mit dem Programm auf unserem Schiff. Das Team um Eventmanagerin Eva zauberte ein Highlight nach dem nächsten auf die Bühnen und Decks.
Zunächst hatte der Gott der Meere und Kreuzfahrten Einsicht mit uns. Nach zwei Jahren, in denen uns auf Reisen Elvis-Presley-Doubles als Gastkünstler begleiteten, waren wir heute Zeuge der Travestiekünstlerin France Delon mit ihrem vielversprechenden Programm „Die Alte singt immer noch“.
Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass sie das Theatrium zum Toben brachte und in eine stimmungsvolle Lacharena verwandelte. Mutig, wie wir sind, saßen wir natürlich ordentlich in der ersten Reihe – Front of Stage. Überlegt euch das zweimal, sonst seid ihr mittendrin statt nur dabei.

Schlag auf Schlag ging es weiter: Die Kopfhörer des gemeinschaftlichen Auslaufens durften wir behalten, denn heute sollten Flüstern, schiefe Gesänge und bunte Kopfhörer auf drei DJs mit verschiedenen Musikrichtungen treffen. Das Programmhighlight einer jeden Reise – die Silent Disco – wartete wetterbedingt am Heck in der Anytime.
Bei so vielen Menschen ganz hinten drohte das Ungleichgewicht vermutlich schon, den Bug nach oben zu ziehen. Der Stimmung hätte das allerdings keinen Abbruch getan.
Wir nähern uns langsam dem Ende dieser Reise. Das merkt man nicht nur am bekannten Kreuzfahrthusten, der aus allen Ecken hallt, sondern auch daran, dass wir mit einem gemütlichen Spaziergang durch Zadar die vorletzte Destination kennenlernen werden.
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