AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)
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AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026
Samstag, 5. September 2026, 00:00 – Samstag, 19. September 2026, 00:00
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Anmeldeschluss: 19. September 2026 um 00:00-
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- RE: AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)
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Vielen Dank für die Eindrücke von der Reise. Sind ab 12.09. für zwei Wochen an Bord und freuen uns jetzt noch mehr!
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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026
Tag 3 – MaltaSilent-Einlaufmoderation mit Lektor Michael Cornély – das bedeutet, dass bereits um 6 Uhr der Wecker klingelt. Warum auch dem Alltag entfliehen? Die Uhrzeit kennen wir schließlich von zu Hause. Mit uns strömte gefühlt das halbe Schiff aufs Pooldeck. Heute allerdings nicht nur wegen des Frühaufsteher-Kaffees, sondern vor allem zur Ausgabe der Kopfhörer.
Um 06:30 Uhr startete dann das vom Lektor begleitete Einlaufen in einen der größten und beeindruckendsten Naturhäfen Europas. Zuletzt landete ich 2003 mit dem Mathe-Leistungskurs auf der Insel, auf der schon zahlreiche europäische Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben. Heute sollten wir das Archipel also vom Wasser aus „erobern“.
Und das taten wir pünktlich nach Freigabe des Schiffs um 8 Uhr. Da zeitgleich mit uns die Celebrity XCEL in Valletta lag und das zweite Cruise Terminal saniert wird, wurde uns ein Liegeplatz am gegenüberliegenden Ufer zugeteilt. Individuelle Landgänge waren nur möglich, wenn man mit dem kostenfreien Bootsshuttle übersetzte. Also: runter vom Schiff, rauf aufs Schiff und nach gerade einmal zehn Minuten erreichten wir das noch leere andere Ufer.
Der berühmte Barrakka Lift lag nur wenige Minuten entfernt. Unser eigentliches Ziel, das Busterminal, hätten wir auch auf der untersten Ebene erreicht. Aber um es kompliziert zu machen und vor allem die Aussicht von den Barrakka Gardens am frühen Morgen zu genießen, fuhren wir für einen Euro inklusive Rückfahrt mit dem Aufzug nach oben und liefen anschließend direkt wieder bergab zum Bus.
Stellt euch jetzt mal irgendein Busterminal in irgendeiner Großstadt in Deutschland vor. Wem vergeht da nicht die Lust, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren? Ganz anders hier: übersichtlich, gut ausgeschildert und kurze Zeit später saßen wir im Bus 81, Abfahrt von Bussteig A6, Richtung Marsaxlokk.
Unser Etappenziel erreichten wir nach knapp 40 Minuten bequem und klimatisiert. Ich glaube, Valletta ist das europäische Cartagena in Kolumbien. Schon am frühen Morgen war es unvorstellbar heiß.
Die Haltestelle „Marsaxlokk“ liegt direkt am Beginn der kleinen Hafenpromenade. Mir fiel sofort auf, dass sich das Bild mit den unendlich vielen bunten und typischen Booten seit 2003 komplett verändert hat. Sicher die Hälfte wurde inzwischen von modernen Motorbooten verdrängt.
Wir hielten trotzdem an unserem Plan fest und buchten beim erstbesten Anbieter eine Ausflugsfahrt zum St. Peter’s Pool – verbunden mit einer knapp halbstündigen Hin- und Rückfahrt entlang der Küste. Das Schönste war der frische Fahrtwind. Die Aussicht wurde dem Preis von 15 Euro zwar gerecht, blieb aber weit hinter unseren Erwartungen zurück.
Dafür übertraf die Bucht des St. Peter’s Pool unsere Erwartungen vollkommen. Eine naturbelassene Bucht, in der sich auch Amateure beim Klippenspringen versuchen können. Die maximale Höhe schätze ich auf etwa sieben Meter. Bekannt geworden ist der Ort auch durch einen Jack Russell, der öfter mal gemeinsam mit seinem Menschen den Sprung ins kühle Nass wagte.
Gleich dreimal gab ich mir das Vergnügen – leicht rufend, aber nicht kreischend – und zusammen genossen wir das fast schon gar nicht mehr kühle, glasklare Wasser. Die Wassertemperatur hält aktuell locker mit der Karibik mit. Fehlen eigentlich nur noch Bacardi Beach und der legendäre Rumpunsch.
Leider war das Vergnügen nach anderthalb Stunden vorbei. Zum einen, weil wir noch Maltas wunderschöne Altstadt erkunden wollten, zum anderen, weil ich den nassen Boden am Rand der Bucht mit einer Rutsche verwechselte und anschließend dafür sorgen musste, dass der Finger wieder aufhörte zu bluten …
Die Rückfahrt mit dem Bus, ebenfalls für 2,50 Euro pro Person, trat ich also mit einem Taschentuch um den Finger an. Pochend, aber nicht mehr blutend – vielleicht dank der Kraft der maltesischen Johanniter – kamen wir am Nachmittag wieder an unserem Ausgangspunkt an.
Ursprünglich war geplant, das nahegelegene Schiff zum Erfrischen zu nutzen. Der Liegeplatz war allerdings dagegen und so musste uns die Stadt der tausend kulturellen Einflüsse mit Salz auf der Haut ertragen. Geschwitzt hat heute ohnehin jeder.
Ich wusste es noch: Valletta lässt einen an jeder Ecke und in jeder Straße staunen. Wir gehören zu denen, die nicht stur geradeaus laufen, sondern sich auch mal um die nächste Ecke und in kleine Gassen trauen. Wir wurden direkt belohnt und konnten bei kühlem maltesischem Bier und süßen Cannoli natürlich nicht Nein sagen.
Dieses kleine Restaurant in einer engen Gasse, deren Stufen sich gefühlt unendlich nach unten reihten, zog uns magisch an.
Den Rest des Nachmittags ließen wir uns durch Valletta treiben, liefen die Gassen hoch und runter und entdeckten dabei immer wieder neue Ecken. Leider lohnten sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten mit Eintritt für uns nicht. Dafür entschädigte uns der zufällige, perfekt getimte Aufstieg zum „Mount Everest“. Bei diesen Temperaturen fühlte es sich zumindest so an. Tatsächlich war es nur die Salute Battery, von der um Punkt 16 Uhr die traditionelle Kanone gezündet wurde.
Beeindruckend!
Malta – auch nach meinem ersten Besuch 2003 weiterhin eine ganz besondere Insel. Schon am ersten Tag merkt man, wie viele Einflüsse die zahlreichen Eroberungen hinterlassen haben. Ich kann jedem einen Besuch empfehlen, gebe aber den Tipp, die Reisezeit genau zu planen. Ob man mitten im Sommer noch vollständig oder nur noch geschmolzen zum Schiff zurückkehrt, weiß ich nicht.
Die Abfahrt unseres schwimmenden Shuttles verzögerte sich noch etwas. Wir mussten erst den Koloss von Celebrity auslaufen lassen. Trotzdem waren wir pünktlich, frisch geduscht und ganz in Weiß – ohne Blumenstrauß – um 19:15 Uhr auf Deck 5 am Treffpunkt für ein weiteres Highlight: die Zwickel Lounge.
Dahinter verbirgt sich das Auslaufen vom Crew-Deck aus, also direkt vom Bug, dazu frisch gezapftes Zwickel aus dem bordeigenen Brauhaus, frische Spritz-Getränke und äußerst leckeres Fingerfood.
Sonnenuntergang über den Dächern von Valletta, Sailaway zu „Orinoco Flow“, gefolgt von „Leinen Los“ von Martin Lingnau, eine vollständig mit Lichterketten umhüllte Kirche …
Wir wollten gar nicht mehr raus aus dieser unvergesslichen Stimmung.
Den Abend beendeten wir mit der legendären White Party. Jetzt mal ehrlich: Legendär auf der Mein Schiff mit Schokoladenbuffet, schillernder Deko und einem vollständig gefüllten Pooldeck.
Sorry AIDA, aber deine Stärken liegen da leider woanders.
So war es dann auch nicht schlimm, diesen wunderschönen und immer wieder unvergesslichen Tag ganz ruhig bei einem Absacker in der AIDA Bar ausklingen zu lassen.
Grüße zur Genesung gehen raus an die starke Besetzung. ❤️
Morgen wird’s dann explosiv: Auf uns wartet das Team von Go Etna und der aktivste Vulkan Europas.
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Und: ich hoffe, dem Finger gehts bald wieder besser... -
SvenErikKl vielleicht kannst du den Ausflug zum St. Peter's Pool noch bei den Auisflugtipps einstellen?

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Ausflüge werden dann nach der Reise wieder in den entsprechenden Fäden geteilt.

Dafür hab ich an Bord keine Zeit

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AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 4 – Catania
Der heutige Morgen begann mit einem staunenden Blick aus dem Fenster unserer Kabine. Bei der Anfahrt auf Catania macht der Ätna als einer der aktivsten Vulkane Europas mächtig Eindruck. Im Juli und August sorgte der neueste Ausbruch noch für Flugchaos mitten in der Ferienzeit und auch heute empfing uns der Ätna mit schwarzem Rauch – ein Zeichen dafür, dass nicht nur Wasserdampf in die Luft aufsteigt, sondern auch heiße Asche.
Wir hatten schon vor einigen Monaten den Kreuzfahrerausflug mit dem ortsansässigen Anbieter „Go-Etna“ gebucht und trafen uns pünktlich um 08:30 Uhr. Schon Kapitän Andrea Buzzi hatte inständig empfohlen, Getränke und Kopfbedeckung von Bord mitzunehmen, denn mit 33 Grad kündigte sich ein weiterer sehr heißer Tag an. Das bestätigte auch der Verantwortliche unseres Anbieters und gab jedem noch einmal die Möglichkeit, sich ausreichend mit Wasser einzudecken.

Am Fuße des Ätna wurden wir auf die Fahrzeuge verteilt. Da es in unserer Gruppe zu Unstimmigkeiten kam, sei erwähnt: Die beworbene Deutschsprachigkeit bezieht sich auf die Stopps am Vulkan und nicht auf die Fahrt dorthin. Unsere Schulzeit liegt zwar weit zurück, aber offenbar noch nicht weit genug, um uns auf unseren englischsprachigen Fahrer einzulassen.
Und was er uns schon auf der Hinfahrt im Transporter mit insgesamt acht Gästen erzählte, war spannend: Catania wurde mehrfach vollständig zerstört, zuletzt im 17. Jahrhundert. Die Bewohner kennen den Vulkan und die Erdbeben, sie leben damit. Unser Fahrer des Tages gab sogar zu, dass er im lebhaften Straßenverkehr der Stadt mehr zittert als vor den Eruptionen des Vulkans.

Der erste Stopp des Tages diente dazu, uns die Geschichte Siziliens, Catanias und des Ätna näherzubringen. Salvatore gab dabei vollen Körpereinsatz und nutzte die schwarze Asche als Tafel. Er verglich den Vulkan mit einer Mutter:
„Irgendwann brodelt Mama Etna und wird sauer. Die Kinder hören und merken es, bis Mama Etna explodiert … Danach ist alles wieder gut.“
Mittlerweile waren wir nicht mehr nur acht Personen, sondern Teilnehmer aus elf Fahrzeugen. Für diesen Ausflug war das aber überhaupt kein Nachteil. Wichtig war, die Strecken dazwischen mit einem übersichtlichen 4x4-Offroader zurücklegen zu können und nicht mit einem der bekannten Reisebusse.
Die Fahrt ging anschließend bergauf, vorbei an Weinreben und Obstbäumen und quer durch ehemalige Lavaströme. Hier am Ätna bekommt man tatsächlich einen fantastischen Eindruck davon, wie sich die heiße, glühende Lava ihren Weg ins Tal gesucht und dabei vor nichts Halt gemacht hat.

Keine Angst: Die Ströme von vor 55 Jahren sind längst erkaltet und die Pflanzenwelt hat sich erholt. Und das auf der Lava-Asche sogar besser als zuvor, denn sie gilt als hervorragender natürlicher Dünger.
Der zweite Programmpunkt unserer Halbtagstour führte uns zu einem unterirdischen Höhlengang mit drei natürlich geformten, runden Öffnungen. Er entstand, als ein Lavastrom unterirdisch floss, und wurde vor der Erfindung des Kühlschranks als Eishöhle genutzt.
Ja, richtig gelesen: So warm, wie es heute ist, so kalt kann es im Winter auf dem Vulkan werden. Sogar Skigebiete befinden sich an seinen Hängen. Salvatore kommentierte das mit der Erfahrung, dass man dieses Jahr am 11. April noch Skifahren und anschließend im Meer baden konnte.

Hintereinander schlängelte sich unsere Reisegruppe, ausgestattet mit Helm und Taschenlampe, den steilen Abgang hinunter in den etwa 30 Meter langen und dunklen Höhlengang. Beeindruckend waren die Dunkelheit und die Formen, die ein Ausbruch vor Jahrhunderten geschaffen hatte. Einige wollten die Höhle gar nicht mehr verlassen – war es dort doch wunderbar kühl.
Der Höhepunkt des Ausflugs sollte der dritte Stopp werden: eine knapp einstündige Wanderung auf einen ehemaligen Krater in einem Gebiet, das durch den Ausbruch von 1865 geformt wurde. Eigentlich handelte es sich um eine sogenannte Bottoniera, also eine Aneinanderreihung mehrerer Krater. Der Ausbruch dauerte seinerzeit von Januar bis Juni und erschuf innerhalb eines halben Jahres eine völlig neue Landschaft.
Man erhält hier einen wirklich guten Eindruck davon, was ein Ausbruch anrichten kann, und konnte darüber hinaus die wunderschöne Aussicht bis Taormina, unserem morgigen Ziel, genießen.
Zur Belohnung erhielten die Erwachsenen einen kalten, aber von innen wärmenden Limoncello und als Zugabe „Etna Feuer“ mit 70 Prozent. Der wirkt tatsächlich wie Lava und brennt sich wie ein warmer Strom die Speiseröhre hinunter.

Um 14:30 Uhr wurden wir auf eigenen Wunsch direkt an der Piazza del Duomo rausgelassen. Schließlich wollten wir die Destinationen nicht verlassen, ohne zumindest einen Eindruck der Stadt bekommen zu haben.
Naja …
Wenn man einen Tag zuvor in Valletta war, hat es jeder andere Ort schwer. Catania hat uns gar nicht abgeholt. Zugegebenermaßen gebe ich aber zu, dass wir mit Blick auf die Uhr und vor allem auf das Thermometer – die 35 Grad waren inzwischen erreicht – nur einen recht kurzen Weg durch die zweitgrößte Stadt Siziliens auf uns nahmen.
Wir streiften durch die Kathedrale Sant’Agata, besuchten die benachbarte Kirche der Abtei Sant’Agata und waren beinahe Gäste einer Hochzeit in der Kirche St. Placidus.
Wir huschten schnell über den frisch geräumten und gesäuberten Fischmarkt, wo es noch immer intensiv nach Meer roch und die eine oder andere Flosse am Boden liegen blieb.

Bei Don Peppinu genehmigten wir uns ein Eis und stellten fest: Eis in Italien ist wirklich noch einmal eine andere Liga als in den meisten deutschen Eisdielen. Nur beim Preis sind sich Sizilianer und Deutsch-Italiener offenbar einig.
Wenn man dann einmal nicht den touristischen Weg nimmt, sondern in die kleinen Gassen abbiegt, sieht man allerdings auch vernachlässigte Stadtbauten, Balkone mit vertrocknetem Gestrüpp, zerbeulte Stromkästen und Dreck in den Ecken.
Somit hatte uns unser schwimmendes Hotel schnell wieder. Am späten Nachmittag lagen wir nach einem kühlen Bad mit kühlem Getränk auf Deck 12 und erholten uns für den Abend, der beim Dinner im Bella Donna unter dem Motto Südtirol beginnen sollte.
Zünftig ging es abends auch zu Ende. Schiefe Töne gibt’s vielleicht bei der morgigen Silent Disco, heute aber erst einmal im bordeigenen Brauhaus beim Karaoke. Als alter Dortmunder kann ich das natürlich prima mit einem frisch gezapften Hövels verbinden.

Genau: Trotz Getränkepaket können wir auch mal etwas anderes trinken und rechnen weiterhin nicht nach, ob es sich lohnt oder nicht.
Wir haben schließlich Urlaub.
Die Stimmung im Brauhaus war grandios. Egal, ob Gesangsprofi oder absoluter Schiefsänger: Die AIDAblu stand Kopf und sang einfach im großen Chor mit. Wer Schlager mag, wird auf der Blu ohnehin nicht enttäuscht, denn irgendwo läuft abends immer diese stimmungsvolle Mitsingmusik.
Catania hat uns nicht gefallen. Der Tag war trotzdem wieder unvergesslich und unverwechselbar schön.
Wir treten nun die äußerst lange Reise an die Nordseite des Ätna an und grüßen morgen aus Messina.
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