
Diese wundervolle Reise liegt nun schon mehr als eine Woche hinter uns.
Die Koffer sind geleert, die Wäsche ist gewaschen und verräumt.
Ich denke, es ist der Zeitpunkt gekommen, zum Schluss dieses Reiseberichtes noch ein kurzes Fazit abzugeben.
Wir wurden von der Familie, Freunden, Nachbarn und Bekannten jetzt mehrfach gefragt, wie es uns gefallen hat, ob sich die Erwartung an diese Reise auch eingestellt und uns mit Zufriedenheit erfüllt hat.
Ja, wir dürfen rückblickend sagen, es war der wahrgewordene Traum.
Wir haben mit dieser Weltreise selbstverständlich nicht die komplette Welt erkunden können, jedoch haben wir einmal den Globus umrundet, viermal den Äquator überquert und einmal die Datumsgrenze übersprungen.
Für uns stand im Vorfeld zur Buchung die Routenführung im Vordergrund und nicht die Reederei.
Wir wussten, dass wenn wir uns auf MSC einlassen, dass wir die komplette Reise Multinational unterwegs sind und somit nicht nur auf unseren Landgangsanläufen multikulturellen Begnungen ausgesetzt sein werden.
Im Nachhinein hat uns gerade auch diese Konstellation sehr gefallen, waren wir gleich von Anfang an gezwungen, uns im „sich nicht nur deutsch zu verständigen, sondern englische Konversation zu führen“ zügig drin, was uns auf der gesamten Reise, an jedem nunmehr von uns zu besuchendem Ort, schlussendlich zu Gute kam.
Wir haben somit viele nette Mitreisende und vor allem auch Crewmitglieder jedweder Nation kennengelernt und erlebten dies für uns als Bereicherung.
Natürlich finden sich im Alltagsablauf, bei dermaßen vielen Kulturkreisen, auch unterschiedliche Verhaltensstrategien wieder.
Mit etwas Respekt und gegenseitiger Rücksicht funktioniert ein Miteinander jedoch sehr gut.
Unsere Reise war absolut geprägt, von vielen zusätzlichen Highlights durch die Reederei.
Man hat diese Weltreise wirklich dazu genutzt, uns Reisende vollumfänglich zu verwöhnen und uns gezeigt, dass MSC mehr kann, als man der Reederei insgesamt nachsagt.
Mit einer „normal/regulären“ Kreuzfahrt war und ist diese Reise nicht vergleichbar und das konnten wir von Beginn an bis zum Ende auch so spüren.
Wir waren in früheren Jahren bereits mit MSC unterwegs und ja, auch uns hatte damals einiges an Gründlichkeit im Ablauf des Service und auch bei der Handhabung an Sauberkeit gestört.
Wir haben jetzt auf der Reise mit Freude sehen dürfen, wie eifrig und gezielt das Personal motiviert und eingesetzt wurde.
In dem Buffetrestaurant wurden recht zügig die Tische abgeräumt und auch die Tische umgehend gereinigt, sodass wir nie lange nach einem freien Tisch haben suchen müssen.
Wir haben dabei zusehen können, wie man älteres Geschirr/Gläser/Becher aussortiert und nagelneues Geschirr/Gläser/Becher auspackte und somit austauschte.
Die Speisen am Buffet wurden ordentlich und sauber präsentiert, zudem beschriftet, wann sie aufgestellt wurden.
Die Zangen und das Servicebesteck ausgetauscht und die Arbeitsflächen ständig gereinigt.
Vieles wurde auch von den Küchenhilfen dargereicht, was damit einer sauberen und hygienischen Ausgabe entsprach.
Öffentliche WC-Anlagen, gerade die zur Theaternähe konnte ich gut beobachten, wurden zeitnah zu den Stoßzeiten vor, nach und während den Shows gereinigt.
Treppenhäuser/-geländer, Spiegel, Aufzüge/-knöpfe … immer sah man irgendein Crewmitglied beim Reinigen.
Nach erfolgten Seetagen, wurde der Kabinenbalkon am nächsten Landgangstag einer gründlichen Reinigung unterzogen. Dazu erhielten wir am Abend vorher immer schon eine Mitteilung, sodass wir am nächsten Morgen den Balkon von unseren persönlichen Sachen frei machen konnten.
Unsere Betten wurden zweimal wöchentlich frisch bezogen (meistens mittwochs und sonntags), die Handtücher zweimal täglich komplett frisch ausgetauscht.
Jeweils nach sechs Wochen wurden automatisch auch die Bademäntel gewechselt, sofern man nicht zwischendurch nach einem frischen gefragt hat.
In den Bars standen jederzeit ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung und die bestellten Cocktails wurden auch frisch gemixt.
Insgesamt fanden sich abends aber recht wenig Reisende zu späteren Stunden in den Bars ein.
Vor der 2. Show noch einige zum Tanzen, nach der 2. Show nur noch einige wenige, um etwas Musik zu hören und dabei etwas zu trinken.
Auch dieses Verhalten ist wohl der langen Reise an sich und den Mitreisenden insgesamt geschuldet.
Die erfahrene Barcrew plauderte dazu aus dem Nähkästchen, dass bei den ganz normalen Wochenreisen in den Bars meist „der Bär steppt“, jedoch auf einer Weltreise das Publikum ein anderes, ruhigeres Ambiente schätzt.
Wir haben es ja selber auch zu schätzen gelernt und uns einen ruhigen Rückzugsort, nämlich die uns Weltreisenden zur Verfügung gestellte „Top Sail Lounge“, gewählt.
Alles das, was man Tag für Tag erlebt, muss auch irgendwie verarbeitet werden und ja, man glaubt es kaum, die vielen und anhaltend nicht enden wollenden Eindrücke müssen nicht nur körperlich, sondern mental mit verarbeitet werden und das strapaziert den Körper ungemein.
Was MSC an Kulinarik und an Entertainment geboten hat, war excellent und hochkarätig. Ich habe es immer mal wieder mit in meinem Reisebericht aufgenommen und erwähnt, jedoch nicht täglich und alles, es waren immer mal nur einige Highlights, die ich hier mitteilte, da lief noch vieles mehr.
Da wir aus der Hotelbranche kommen, haben wir für uns insgesamt einen anderen Blick auf diverse Abläufe und schätzen und werten es von daher auch für uns persönlich als überaus erstaunlich ein, was man uns Reisenden hier geboten hat.
Nun noch kurz, bevor ich dazu befragt werde:
Wir haben diese Reise so sehr genossen und sind dankbar, sie bei guter Gesundheit erlebt zu haben.
Man kann auf einer solchen Reise euphorisch werden und natürlich sich vorstellen, eine solche Reise zu wiederholen.
Auch wir haben an Bord dies in Erwägung gezogen, die Reise 2028 würde uns dazu gefallen.
Mit etwas Realismus betrachtet, kamen wir beide aber zum Resümee, eine solche Reise, welche unsere Traumreise war und auch bleiben sollte, zu wiederholen, das würde nicht funktionieren.
Wir kämen ganz bestimmt immer in Versuchung, die „Gewesene“ mit der „Anstehenden“ zu vergleichen und das wäre dieser hinter uns liegenden und dann auch der Anstehenden gegenüber nicht gerecht.
Diese einmalig schöne Reise, mit allen Erfahrungen und Begebenheiten an Bord und an Land, soll es für uns zunächst gewesen sein und nicht so bald in der Form wiederholt werden.
Wir werden auf jedenfall Kreuzfahrten unternehmen, die nächsten sind bereits gebucht, jedoch auch wieder etwas „geerdeter“ unterwegs sein, denn die Welt hat uns noch vieles zu bieten, was es auch in der Nähe anzuschauen lohnt.
Ich habe sehr viele liebe Zuschriften zu diesem Reiseblog erhalten und ich möchte mich von daher bei euch allen noch einmal herzlich dafür bedanken.
Allen, die hier mitgelesen haben, diejenigen im Stillen und auch allen die zusätzlich öffentlich ein liebgemeintes Herz oder einen Pokal hinterlegt haben, sei meinerseits von Herzen gedankt.
Es hat mich täglich motiviert und darin auch sehr bestärkt, Euer Interesse geweckt und gewonnen zu haben und täglich mit uns mitzureisen.
Wenn ich jetzt im Reiseblog selber etwas querlese und dabei sehe, dass insgesamt 140 Follower mitgereist sind, die einzelnen Beiträge mir unterschiedlich zwischen 1.237 und 128 Leseaufrufe anzeigen, dann freut es mich ganz arg und ich würde mich noch sehr freuen, von einigen Mitlersern irgendwann zu hören/lesen:
„Wir bereiten uns jetzt auch vor, auf unser großes Abenteuer Weltreise.“
Danke, Danke, Danke euch allen!
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