
In der Nacht wurde die Bordzeit angepasst und die Uhren um eine Stunde vorgestellt.
Wir werden dies, während den nächsten fünf anstehenden Seetagen, noch weitere zweimal so tun müssen, um bei unserer Ankunft in Civitavecchia wieder auf MEZ zu gelangen.
Der Himmel war am Morgen bewölkt, nur hier und da sah man ein wenig blau hindurchschimmern.
Mittlerweile sieht es weitaus freundlicher aus.
Es bläst ein frischer Wind und ich habe bereits zwei Wäschestücke vom Balkonboden aufgelesen, welche nicht uns gehören.
Unsere Reise neigt sich so langsam dem Ende entgegen und ein wenig lenken wir schon wieder die Gedanken in Richtung Koffer packen.
Ich hatte vor der Reise bereits die Angebote an Wäschepakete gebucht und wir haben uns das große 40-Teile Angebot (49 €) bis jetzt aufgehoben.
Gerade haben wir nun zwei große Tüten fertig gepackt und sie unserem Kabinensteward übergeben, die er in der Wäscherei abgeben wird.
Frisch gewaschen und auch gebügelt, werden wir diese Sachen nach Rückkehr gleich in die Koffer packen können und sie damit sauber mitnehmen.
Es funktioniert recht unkompliziert.
Man bekommt größere Papiertüten und dazu eine Packliste auf der man einträgt, welche Kleidungsstücke enthalten sind und ankreuzt, ob man z.B. Hemden und Blusen nicht gefaltet sondern aufgehängt auf einem Bügel zurückerhalten möchte.
Zwischendurch haben wir immer mal Wäschepakete abgegeben, das waren aber 20er Einheiten (29 €)
Das also noch kurz als erweiterter Einblick zum Bordleben.
Jetzt möchte ich noch ein wenig, wie angekündigt, über unseren gestrigen Tag in Mindelo plaudern.
Wir liefen, wie bereits geschrieben, alleine durch das Städtchen, um es uns anzuschauen.
Aus dem Cruiseterminal herauskommend, wandten wir uns der rechten Seite zu und gingen die Uferpromenade entlang.
An einem kleinen Yachthafen und drei Flotinghäuschen vorbei, führte uns der Weg zu einem Steg, an dem gerade einige kleine Fischerboote ankamen und ihren frischen Fang abluden, welcher auch umgehend ausgenommen, gewaschen und geschuppt wurde.
So frisch gereinigt und vorbereitet, wurde er vor Ort gleich verkauft, bzw. zum nahegelegenem Fischmarkt gebracht.
Auf dem Weg zum Fischmarkt kamen wir am
„Torre de Belem“ vorbei.
Dieser ist eine Nachbildung des berühmten Festungsturms in Lissabon mit gleichem Namen und beherbergt zur Zeit ein kleines Meeresmuseum.
Portugiesen hatten ihn 1920 erbaut, um die historische Verbindung zum Mutterland zu symbolisieren.
Schräg gegenüber zum Fischmarkt entdeckten wir einen Künstler bei der Arbeit.
Es war einer der Künstler des „Quintal Das Artes“, welcher an der Außenmauer am Gemälde weiter arbeitete.
Wir sind durch den Torbogen hinein in den Hinterhof gegangen, um uns dort etwas umzusehen.
In einer Kunstwerkstatt waren Bilder ausgestellt, bzw. wurden dort zum Verkauf angeboten.
Insgesamt trafen wir bei unserem Rundgang durch den Ort auf sehr viel Street-Art Kunst.
Ich knüpfe morgen daran an und nehme euch dabei noch etwas mit, durch den vielseitigen Ort Mindelo, denn es gab für uns noch viel mehr zu entdecken. ![]()