
Hier nun die Fortsetzung zu Genua
Wir ließen uns vom Wegweiser weiter durch die Altstadt Genuas in Richtung Kathedrale führen.
Der Weg führte uns geradewegs zunächst zum Palazzo Ducale, den wir natürlich nicht nur von außen anschauten.
Aktuell ist eine Van Dyck Ausstellung dort zu sehen.
Doch dazu hätten wir viel mehr Zeit benötigt, also schauten wir uns im Innenhof nur noch etwas um und gingen an der rechten Stirnseite wieder hinaus.
Eine gute Wahl, standen wir nämlich direkt vor und auf der Piazza De Ferrari mit dem bekanntem Wahrzeichen Genuas, dem kreisrunden Bronzebrunnen.
Hier laufen wichtige Straßen zusammen an denen sich Paläste und bemerkenswert eindrucksvolle historische Gebäude befinden.
Unmittelbar an diesem Platz grenzt das Opernhaus „Teatro Carlo Felice“ an.
Dieses war unsere nächste Station und wir sahen beim Durchlaufen der offenen Halle die Statue des genuesischen Violonisten Niccolò Paganini, der mehrfach auf der Bühne dieses geschichtsträchtigen Opernhauses auftrat.
Er gilt als einer der größten Virtuosen und wurde zu Lebzeiten als „Teufelsgeiger“ benannt.
Von dort liefen wir weiter zur gegenüber angrenzenden „Galleria Mazzini“. Diese ist eine historische, im Belle-Epoque-Stil überdachte Wandel- und Einkaufshalle.
Die aus Eisen und Glas gewölbte Glaskuppel und der bronzene Kronleuchter, geben der Halle ein elegantes, helles und prachtvolles Ambiente.
Wir nutzten die Ruhe und Gemütlichkeit, um auf einen Café und auf einen Drink, etwas abzusitzen.
Unser Streifzug durch die dort lebhaften Gassen setzten wir fort und einmal um den Block gelaufen, dazu noch ein italienisches Eis „in der Waffel auf der Hand geschlotzt“, standen wir erneut vor der Piazza De Ferrari und dem Palazzo Ducale.
Die recht gut ausgeschilderte Altstadt wies uns den Weg zur „Cattedrale Di Lorenzo“.
Sie ist die wichtigste Kirche in Genua und gleichzeitig Sitz des Erzbischofs.
Ihre Entstehung und Geschichte hat uns natürlich interessiert von daher habe ich dazu folgendes recherchiert:
Einst im romanischen Stil begonnen finden sich, aufgrund der langen Bauzeit (um 1100 begonnen und bis ins 15/16. Jahrhundert hin) nunmehr verschiedene Epochen wie Gotik, Renaissance und Barock im Baustil wieder.
Typisch für den genuesischen Adel und dem architektonischem Statussymbolen im Mittelalter, ist die auffällig schwarz-weiße Fassade.
Einer bedeutenden Legende nach, sollen sich in der Kathedrale Reliquien und die Asche Johannes des Täufers befinden.
Unser Weg führte uns weiter auf der Prachtstraße Via Garibaldi, vorbei an unzähligen Palazzo.
Einen kurzen Blick warfen wir in den hübschen Innenhof des Palazzo Lomellino.
Kurz darauf standen wir vor dem Palazzo Nicollo Grimaldi, dem heutigen Rathaus der Stadt, (auch unter Palazzo Doria-Tursi bekannt).
Dieser Stadtpalast ist Teil des Welterbes der UNESCO.
Nach 13,8 km war es dann aber auch genug mit Sightseeing und auch Zeit, um im hitel das Zimmer nun zu beziehen und nach einer erfrischenden Dusche auch etwas zu ruhen.
Gegen 19 Uhr ging es, nur einmal kurz über die Straße, geradewegs in ein kleines feines Restaurant zum Abendessen.
Der Insalata Mista und die Pizza Tonno haben uns richtig gut geschmeckt, einfach italienisch eben! ![]()
So gesättigt, liefen wir noch einmal um den Block, so unser erster Plan.
Doch als wir an der Basilica dell‘ Annunziata vorbeikamen und sahen, dass sie diesmal geöffnet war, gingen wir hinein.
Dort hatte gerade der Abendgottesdienst begonnen und wir nahmen gerne daran teil, konnten wir dabei auch diese sehr reich an Kunstwerken bestückte Basilika in aller Ruhe in Augenschein nehmen.
Nach dem Vaterunser erfolgte der offizielle Friedensgruß an die Gemeinde und untereinander reichte man sich hier auch quer durch die Kirche dazu die Hand.
Sehr locker und freundlich, kam man dabei auch auf uns zu.
So kennen wir es aus Deutschland eher nicht, sondern wir reichen die Hand nur seinen unmittelbaren Nachbarn.
Nach dem Gottesdienst blieben wir noch ein wenig in der Kirche, um auf jedenfall einige Fotos von der prunkvollen Freskendecke abzulichten.
Einige Personen kamen freundlich interessiert und fragend nach unserer Herkunft auf uns zu und waren interessiert daran, als sie erfuhren, dass wir gerade von einer Weltreise mit dem Kreuzfahrtschiff zurückgekehrt waren.
Und so haben wir zum Abschluss unserer Reise auch wieder eine sehr schöne zwischenmenschliche Begegnung, vor allem mit einer sehr netten Dame namens Graciella, erfahren.
So, wir sitzen, derweil ich das alles verfasse, bereits im Zug und sind damit auf der Heimfahrt.
Genua, das können wir abschließend mit Freude sagen, hat uns als Stadt und auch als Abfahrthafen richtig gut gefallen.
Gerne einmal wieder … und das am besten von uns aus auch wieder mit dem Zug, denn Bahnhof - Hotel - und Cruiseterminal, das alles war sehr schnell und gut erreichbar.
Der Bahnhof Piazza Príncipe, mit seiner wunderschönen Fassade.
Mindestens einen weiteren Beitrag werde ich die nächsten Tage sicher noch verfassen, nämlich noch von unserem Ausflug nach Siena, den ich euch versprochen hatte.