
Nach über vier Monaten dieser unvergesslichen Weltreise, sind wir heute an unserem letzten Seetag angekommen.
Morgenfrüh werden wir in Civitavecchia anlegen und die ersten Weltreisenden werden uns dort bereits verlassen.
Wir dürfen noch zwei Landgangstage erleben, den morgigen in Civitavecchia und den übermorgigen in Livorno, bevor auch für uns am Samstag diese wunderschöne Reise zu Ende ist.
Wir kreuzen seit gestern bereits im westlichen Mittelmeer, südlich der Balearen.
Das Meer ist recht bewegt und so schaukeln wir voran.
In der Nacht werden wir die Meerenge Bonifatius durchfahren.
Einmal um den Globus, sind wir am Ende bei dieser Weltreise gefahren und mit insgesamt 40.878 Seemeilen, haben wir so manches Meer durchkreuzt.
Der gestrige Tag und vor allem der Abend stand komplett unter dem „Abschiednehmen“ voneinander.
Um 12:15 Uhr traf sich ein letztesmal der Schola Cantorum Chor und wir sangen noch einmal das italienische Lied „Funicoli funicola“ und erhielten als Abschiedsgeschenk dieses Konzert-Foto.
Unser letzter Galaabend begann mit einer Cocktailstunde.
In allen Bars wurden drei verschiedene Cocktails angeboten und man konnte in dieser Stunde soviel davon nehmen, wie man mochte.
Wir nahmen beide einen Kir-Royal und gingen zum Abendessen.
Das Gala-Menu war erneut ein absoluter Gaumenschmaus.
Zur Vorspeise wählten wir beide den „Graved Lachs“.
Mein Mann wählte zum Hauptgang die „Ente a’ lorange“ und ich das „Rinderfilet Wellington“.
Mein Mann aß zum Nachtisch das „Kirschen Jubilee“ und ich musste passen, ich war pappsatt.
Während dem Essen gab es eine Durchsage, dass sich das Küchenteam bedankt und nunmehr verabschieden möchte.
Unter musikalischer Untermalung, marschierte eine Abordnung der Küchencrew durch das Restaurant.
Uns Damen wurde, durch die Executive-/Küchenchefs, erneut ein Geschenk überreicht. Meines ist noch ungeöffnet. Ich sah aber bereits, dass es sich um eine kleine durchsichtige Schatulle handelt, in der sich eine dunkelblaue (MSC farbig) Rose befindet.
Nachdem sich das Küchenteam verabschiedet hatte, taten es ihnen die Kellner gleich und sie forderten einige Damen zu einem kleinen Tänzchen auf.
Zur Showtime im Theater, gab es zuvor die offizielle Abschiedsrede durch Herr Kapitän Pietro Sarcinella, welche er, in allen sechs Sprachen (Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch), persönlich verlas.
Den größten Applaus aller Anwesenden erhielt er, nachdem er es auf Deutsch vortrug, weil er dies, mit viel Mühe zwar, aber wirklich sehr gut tat.
„Treasure Island“ - Piraten auf hoher See, so das Motto der MSC-Produktionsshow, bei dem das komplette Showensemble noch einmal auftrat.
Gesang, Tanz und atemberaubende Akrobatik, wie wir es auf der ganzen Reise erleben und bestaunen durften, noch einmal vom Feinsten.
Auf ein Stündchen !!! und ein gemeinsames Gläschen Wein/einen Drink, haben unsere „Jungs“ und wir uns in der Top Sail Lounge verabredet.
Dazu habe ich noch einen Teller voll Macarons mitgebracht, welche mir unser Stationskellner aus dem Restaurant zuvor mitgab.
Und so gemütlich plaudernd, wurden natürlich wieder drei herrlich lustige Stunden daraus.
Es sind die Begegnungen und die einmalig unbeschwerten Stunden im Leben, welche unverhofft sich bieten und welche man hier und jetzt im Leben genießen soll.
Ich wünsche jedem vom Herzen, solche Erfahrungen und Erlebnisse für sich selber machen zu können.
Wir blicken bereits, auch wenn wir noch zweieinhalb Tage an Bord sind, auf eine einmalig schöne Reise und auf uns freundlich zugewandte Menschen aller Nationalitäten zurück, die wir unser gesamtes Leben nicht vergessen werden.
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