Nach einem Raketeneinschlag vor der Küste Jemens ist am Freitag ein Öltanker in Brand geraten. Betreiber Trafigura meldet dies der BBC. Zuvor hatten die Huthis behauptet, eine Rakete auf ein Schiff abgefeuert zu haben. Die Besatzung wäre in Sicherheit.
„Die Sicherheit der Besatzung hat für uns oberste Priorität“, sagte ein Trafigura-Sprecher gegenüber der BBC. Nach Angaben des Unternehmens sind Militärschiffe auf dem Weg zum britischen Öltanker.
Auch ein Marineschiff in der Gegend soll zuvor auf einen Notruf des Schiffes reagiert haben. Es würde keine Verletzungen geben. „Wir bleiben mit dem Schiff in Kontakt und beobachten die Situation genau.“
Nach Angaben des Sprechers brennt das Feuer in einem Ladetank auf der Steuerbordseite. Zum Löschen werden an Bord befindliche Feuerlöschgeräte eingesetzt.
Es handelt sich vermutlich um den britischen Öltanker Marlin Luanda. Das Schiff wurde im Golf von Aden getroffen. Die Houthis sagen, sie hätten mehrere Raketen eingesetzt, um den Öltanker anzugreifen.
Die Houthis haben in den letzten Monaten im Golf von Aden zunehmend Schiffe mit Drohnen und Raketen angegriffen. Auch am Roten Meer kommt es häufiger zu Vorfällen dieser Art. Die Rebellen tun dies als Zeichen ihrer Unterstützung für die Palästinenser im Gazastreifen.
Zunächst griffen sie nur israelische Schiffe und Schiffe von und nach Israel an. Doch seit amerikanisch-britischen Angriffen auf die Houthis im Jemen betrachten die Rebellen auch Schiffe aus diesen Ländern als Ziele.