- Neu
- Offizieller Beitrag
Wie üblich bitten wir darum, den Reisethread den Reisenden zu lassen und hier keine anderen Diskussionen zu führen. Danke.
Du bist aktuell nur als Gast in unserem Forum. Melde dich an oder registriere dich, um Antworten zu können.
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere Dich kostenlos und werde Teil unserer Community!
Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00 – Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00
14 Teilnehmer, 1 Unentschlossen und 1 Absage
Anmeldeschluss: 4. Februar 2026 um 00:00Wie üblich bitten wir darum, den Reisethread den Reisenden zu lassen und hier keine anderen Diskussionen zu führen. Danke.
Lieber Forennutzer,
kennst Du schon den neuen clubschiff-profis.de Kreuzfahrtfinder?
Unser Foren-Premiumpartner und AIDA Spezialist clubschiff-profis.de findet für Dich genau den Kreuzfahrturlaub, der zu euch passt. Von der richtigen Routen bis zum perfekten Tarif erstellt das kompetente Team an Kreuzfahrtspezialisten basierend auf deinen Reisewünschen ein individuelles Angebot.
Mit wenigen Klicks zum Traumurlaub - Das sind deine Vorteile:
Der Service ist für dich selbstverständlich kostenfrei.
Nutze jetzt den clubschiff-profis.de Kreuzfahrtfinder und lass dich inspirieren: DER CLUBSCHIFF-PROFIS.DE KREUZFAHRTFINDER
Wer sind die von clubschiff-profis.de und warum machen die das eigentlich?
Hinter unserer Marke verbergen sich viele Gesichter, spannende Geschichten mit einem Maximum an Erfahrung und ein starkes Team mit einer großen Gemeinsamkeit: Der Leidenschaft für Kreuzfahrturlaub!
Lerne uns und unser Team besser kennen: WIR ÜBER UNS!
Wir sind heute in East London mit Uber zum Nahoon Point gefahren und haben zu zweit pro Fahrt 80 Rand (4 €) gezahlt. AIDA war mit mindestens 10 Bussen auch dort. Einige Gäste ärgerten sich über den Ausflugspreis (169 € p.P).
Fazit: Uber in Kombination mit einer eSim ist unschlagbar günstig!
Danke für die wunderschönen Bilder Dejotka. Sie wecken schöne Erinnerungen
Hat jemand von euch vielleicht eine aktuelle AIDA heute? ![]()
Port Elizabeth/ Pumba Game Resort
Zurück von der Abendsafari
ins Basiscamp und das Kudu-Dinner muss nun doch noch warten. Erstmal noch "Homeoffice-Safari" von der Lodge-Terrasse aus.
Auch jetzt wieder gehen mir weder das innerliche Grinsen, noch Refrain und Melodie dieses Ohrwurms mehr aus dem Kopf, dieser WM-Song von damals. "So This Is Africa..." Das trällere ich innerlich so vor mich hin... Der Ausblick fasziniert wieder so dermaßen, noch ist es ja halbwegs hell.
Vor uns auf der kleinen Halbinsel
und auch am Ufer schräg gegenüber, trinken und grasen die Antilopen am See und auf der Hochebene darüber. Auf dem Bergkamm, muten die Tiere für mich wie eine Szene aus Jurassic Park an.
Nur sind dies hier keine Saurier die da langziehen, sondern Antilopen und Zebras.
Antilopen, das Happy Meal der Raubkatzen.
Außer Rennen und Springen haben sie Angriffen nichts entgegenzusetzen. Und wenn die Katzen und sonstigen nicht vegetarischen Jäger dann schneller sind....
Wir sind jetzt auch schnell wie die Giraffe,
schnell beim Dinner und schnell wieder dort weg. Vielleicht nicht ganz so geräuschvoll wie der hier....
Dieser Abend ist viel zu schade, um ihn mit langem Essen zu vergeuden. Da kann das Kudu-Filet noch so lecker sein... Lieber noch von der Terrasse aus diese grandiose Natur genießen.
Und dabei ist es dann nicht die leicht schwüle Witterung, die unweigerlich eine gewisse emotionale Feuchte in die Augen treibt. Es ist das Glücksgefühl, im Moment zumindest, offenbar alles richtig gemacht zu haben.
Langsam mal runterkommen jetzt... Aber wie? Über uns ein grandioser Sternenhimmel, ansonsten wird es ziemlich duster und heimelig. Statt fahlem Licht, tritt nun immer mehr die Akustik in den Vordergrund.
Mittendrin statt nur dabei. Und aus der Ferne hört man den Schakal... der aber nicht auf der Tonaufnahme ist... ![]()
Morgen früh wird erstmal eine andere Akustik dominieren, der Wecker. Aufstehen zur Morgensafari, Treffpunkt um 06:30 Uhr.
Teddy Kaufhof und der Hase übrigens,
waren aus Sicherheitsgründen nicht mit auf der Safari. Nicht nur weil sie mittlerweile eine eingeschworene Notgemeinschaft geworden sind und auch beim Teddy längst nicht mehr das perfide Bestreben besteht, den Hasen als Köder, lecker Rabbit, als Happy Meal einzusetzen. Die beiden, von mittlerweile gegenseitigen Verlustängsten und Verbundenheit geprägt, bleiben daher lieber in der Lodge und machen Safari Home-Office. Blicken dabei auf den See, die Uferböschung und die Hänge darüber, bzw. während unserer Abwesenheit dann von innen, lieber hinter sicherem Glas.
Gerade das aber wurde dann zum Problem. Freie Sicht, und dann kam wohl der Turn Down Service, der gnadenlos erstmal die Gardine zugezogen hat. Und während wir beim Dinner waren, dann nochmal die Gardine und zusätzlich noch die blickdichten Vorhänge. Als wir jeweils zurückkamen waren sie jedenfalls sichtlich missgestimmt bis ziemlich angepi..... Die Afrikaner haben hier wohl keine Erfahrung mit Plüschfellträgern in Hosen...
Nun ja, als der Wecker klingelt geht es erstmal wieder um echte Fellträger. Zwei der Big Five, den Elefanten
und das Nashorn
haben wir gestern schon von der Bucketliste abgehakt. Jetzt geht es im Frühtau sichtungsmäßig hoffentlich den (weißen) Löwen, den Büffeln und den Leoparden ans Fell...
Danke für den unterhaltsamen Bericht und die genialen Fotos ![]()
Da schliesse ich mich sehr gerne an 😊 vielen, lieben Dank 😊
LG Manu
Alles anzeigenPort Elizabeth/ Pumba Game Resort
Zurück von der Abendsafari
ins Basiscamp und das Kudu-Dinner muss nun doch noch warten. Erstmal noch "Homeoffice-Safari" von der Lodge-Terrasse aus.
Auch jetzt wieder gehen mir weder das innerliche Grinsen, noch Refrain und Melodie dieses Ohrwurms mehr aus dem Kopf, dieser WM-Song von damals. "So This Is Africa..." Das trällere ich innerlich so vor mich hin... Der Ausblick fasziniert wieder so dermaßen, noch ist es ja halbwegs hell.
Vor uns auf der kleinen Halbinselund auch am Ufer schräg gegenüber, trinken und grasen die Antilopen am See und auf der Hochebene darüber. Auf dem Bergkamm, muten die Tiere für mich wie eine Szene aus Jurassic Park an.
Nur sind dies hier keine Saurier die da langziehen, sondern Antilopen und Zebras.
Antilopen, das Happy Meal der Raubkatzen.
Außer Rennen und Springen haben sie Angriffen nichts entgegenzusetzen. Und wenn die Katzen und sonstigen nicht vegetarischen Jäger dann schneller sind....
Wir sind jetzt auch schnell wie die Giraffe,
schnell beim Dinner und schnell wieder dort weg. Vielleicht nicht ganz so geräuschvoll wie der hier....
Dieser Abend ist viel zu schade, um ihn mit langem Essen zu vergeuden. Da kann das Kudu-Filet noch so lecker sein... Lieber noch von der Terrasse aus diese grandiose Natur genießen.
Und dabei ist es dann nicht die leicht schwüle Witterung, die unweigerlich eine gewisse emotionale Feuchte in die Augen treibt. Es ist das Glücksgefühl, im Moment zumindest, offenbar alles richtig gemacht zu haben.
Langsam mal runterkommen jetzt... Aber wie? Über uns ein grandioser Sternenhimmel, ansonsten wird es ziemlich duster und heimelig. Statt fahlem Licht, tritt nun immer mehr die Akustik in den Vordergrund.
Mittendrin statt nur dabei. Und aus der Ferne hört man den Schakal... der aber nicht auf der Tonaufnahme ist...
Morgen früh wird erstmal eine andere Akustik dominieren, der Wecker. Aufstehen zur Morgensafari, Treffpunkt um 06:30 Uhr.Teddy Kaufhof und der Hase übrigens,
waren aus Sicherheitsgründen nicht mit auf der Safari. Nicht nur weil sie mittlerweile eine eingeschworene Notgemeinschaft geworden sind und auch beim Teddy längst nicht mehr das perfide Bestreben besteht, den Hasen als Köder, lecker Rabbit, als Happy Meal einzusetzen. Die beiden, von mittlerweile gegenseitigen Verlustängsten und Verbundenheit geprägt, bleiben daher lieber in der Lodge und machen Safari Home-Office. Blicken dabei auf den See, die Uferböschung und die Hänge darüber, bzw. während unserer Abwesenheit dann von innen, lieber hinter sicherem Glas.
Gerade das aber wurde dann zum Problem. Freie Sicht, und dann kam wohl der Turn Down Service, der gnadenlos erstmal die Gardine zugezogen hat. Und während wir beim Dinner waren, dann nochmal die Gardine und zusätzlich noch die blickdichten Vorhänge. Als wir jeweils zurückkamen waren sie jedenfalls sichtlich missgestimmt bis ziemlich angepi..... Die Afrikaner haben hier wohl keine Erfahrung mit Plüschfellträgern in Hosen...
Nun ja, als der Wecker klingelt geht es erstmal wieder um echte Fellträger. Zwei der Big Five, den Elefanten
und das Nashorn
haben wir gestern schon von der Bucketliste abgehakt. Jetzt geht es im Frühtau sichtungsmäßig hoffentlich den (weißen) Löwen, den Büffeln und den Leoparden ans Fell...
Toll
Ist das schööön
Vielen Dank !
Port Elisabeth/Pumba Game Resort/Sunrise
Recht frisch und feucht ist es so früh am Morgen
und der Frühdunst liegt noch über dem See. Das noch in der gestrigen Abendwärme leichtfertig und großmäulig geplante Vorhaben, vor der Safari im Terrassenpool nur eine Notwaschung vorzunehmen, wird umständehalber kurzfristig gecancelt, die Waschung ins Innere verlegt.
Erstmal nun ein zwar gefährliches Tier,
aber keines der Big Five, wer auch immer die so festgelegt hat...
Wir sind trotzdem zufrieden, als im Wasserloch die Flußpferde scheinbar entspannt vor sich hin dümpeln. Okay, die jetzt in ihrem angestammten Teich statt Fluß zu finden, war jetzt nicht sooo schwer, die verlassen den tagsüber wohl eher eher selten. Diese Hippos haben in der Nacht an Land jeweils etwa 40 bis 60 Kilo Gräser in sich reingestopft, sind nun satt, relaxen, einfach nur so rum, dösen und kühlen sich nun die speckigen Leiber. Dabei aber sehen sie nur friedlich aus, sind alles andere als Happy Hippos, sondern hochaggressiv. Deren Tötungsrate liegt mit durchschnittlich 500 Menschen im Jahr, sogar über der von Löwen. Selten bis gar nicht überlebt man einen Angriff.
Wir sind jetzt safe, die Suche geht weiter.
Diese Termitenhügel hier sind zwar Big,
aber insgesamt wesentlich mehr als Five, es sind hier wohl tausende die diese Landschaft mitprägen.
Die Löwen aber prägen die Landschaft im Moment noch nicht.
Doch nun die erste Spur am Wegesrand,
ein Haufen Sch....
Und es wird sich im folgenden eine Lebensweisheit bewahrheiten...
Manchmal muss man erst einen Haufen Schei... hinter sich lassen, um das Glück zu finden. Wir aber müssen uns hier nicht wie im Leben erstmal durchwühlen, können einfach vorbeifahren.
Und dann sind wir ihnen plötzlich tatsächlich ganz nah, dem König der Tiere,
erst die Simbas mit Gefährtin Sarabi und später noch der majestetische König Mufasa.
So ganz ungewohnt ist denen hier unser Besuch natürlich nicht und die Mutter bleibt gelassen, als der Nachwuchs mal aufsteht und um uns rumschleicht.
Zum Glück ist es für die nicht ungewohnt, denn wer will so einem dauerhaft wilden Löwen schon plötzlich und womöglich ohne Safarijeep, so als Fußgänger in der freien Wildbahn begegnen...
Es dürfte zu gewissen Irritationen und Fehlinterpretationen kommen... So schnell und dauerhaft kann man im Ernstfall dann wohl nicht laufen...
Doch hier ist als Reaktion auf uns eher gelangweiltes Gähnen angesagt.
Und als Spielzeug dienen nicht wir, sondern eine Kugel getrocknete Schei.... Was der andere Sprössling mit etwas Unverständnis quittiert...
Und in einiger Entfernung streift dann der königlich imposante Erzeuger durch die Savanne...wie Mafusa, nur live.
Auf einem Hochplateau grasen die nun schon Vierten der Big5, eine große Herde Büffel. Wir fahren in einiger Entfernung vorbei und ich verzichte erstmal auf ein Telefoto. ...In dem Glauben, dass wir noch näher ranfahren. Das aber passiert nicht, der Ranger verzichtet darauf. Wohl auf Grund gewisser Erfahrungen, denn diese Büffel sind hochaggressive und angriffslustige Tiere. Und selbst die großen Raubkatzen können beim Angriff auf einen ausgewachsenen Büffel meist nur verlieren.
Da ist es mit den Antilopen schon einfacher... Die können wir der Mensch nur rennen, aber wenigstens schneller als wir...
Außerdem sind die Büffel ja meist in der Überzahl, bilden dann eine Notgemeinschaft. Anders als bei unserer Fellbande ist eine solche Notgemeinschaft im Ernstfall dann auch effektiv... es bleibt nicht nur zerfetztes (Plüsch)Fell übrig. Nun, deshalb sitzen unsere beiden Strategen ja auch hinter Glas in der Lodge und diesmal auf dem Sofa. Wird wohl nicht wieder jemand kommen und die Vorhänge zuziehen...
Büffel werden wir dann morgen fotografieren, im Inkwenkwezi Reserve.
Jedenfalls haben wir nun 4 der Big Five gesichtet. Der Leopard bleibt uns verborgen. Weiß auch gar nicht, ob es den hier überhaupt gibt. Die Liste der hier lebenden Tiere ist aber dermaßen groß und in einem Prospekt abgebildet.
Und das sind nur die Säugetiere...
Ich bin nach dem hier Erlebten fast geneigt, der Auflistung Glauben zu schenken.
Natürlich kann man nicht alles sehen, ist ja nun mal kein enger Zoo hier, ist Glückssache und auch von Zeiten und Wetter abhängig. Aber der Ranger meint, dass wir insgesamt ziemliches Glück hatten. Und Glücksgefühl wäre tatsächlich untertrieben, wenn ich beschreiben sollte was ich im Moment, in Gedanken an das Erlebte, empfinde.
Noch ein Kaffeestopp in der Nähe der Lodge und ich belohne mich für die Safaristrapazen, die vorzugsweise aber nur aus Schlaglöchern und naturgegebenen Bodenwellen bestehen, mit einem Kaffee in welchen ich einen einheimischen Amarula-Likör kippen lasse. Ist eine Art Baileys, nur etwas herber, aus der hiesigen Marula-Frucht. Ist ein südafrikanischer Exportschlager. Eine ungewöhnliche Kombi mit dem Kaffee meint der Ranger und ich finde es gut. Mir war gerade so danach...![]()
Ab ins Camp, frühstücken, Kaffee ohne Amarula trinken (steht (noch)nicht auf dem Buffet
), ab in die Lodge und nochmal in den kleinen Pool. Weit rausschwimmen könnte ich jetzt eh nicht, gleich muss das Basiscamp zwangsweise geräumt werden, das Schiff wartet. Nicht mal die Büchse Bier aus der Minibar kriege ich mehr leer. In der bleiben trotz All in erhebliche Reste. Nicht aber von meiner Erwartungshaltung im Vorfeld dieser Tour. Da bin ich restlos bedient. Im Gegenteil ist das Fass hier übergelaufen. Dieses Erlebnis hier wird in allen Belangen schlecht noch zu toppen sein.
Eigentlich wollte ich sowieso zum Abschluss einen Kaffee trinken
, aber zum Glück passten die Kapseln irgendwie nicht in die Maschine...![]()
Ein letzter Blick von der Veranda...
...und hätten wir jetzt mal unsere Lodge nicht so unbedarft verlassen. Darauf waren wir jetzt nicht gefasst, dass wir nun eine ganze Horde der Namensgeber des Parks, dieser süßen Schweinchen, den Pumbas aufscheuchen. Die tummelten sich gerade, nur durch einen Zaun getrennt, direkt vor unserer Haustür. Nun sind sie weg und Foto gibt es keines. Gesehen aber haben wir solche Horden auch vorher schon immer wieder in dem Park.
Wir hatten jetzt also Homeoffice-Safari, Outback-Safari und auf dem Rückweg nun auch noch Straßen-Safari.
Auch die Paviane sind hier Verkehrsteilnehmer und halbwegs im Linksverkehr unterwegs.
Und schauen beim Überqueren der Straße, anders als wir Rechtsverkehr gewohnte Touristen, beim Linksverkehr wenigstens auf die richtige Seite ![]()
Es geht zurück nach Port Elisabeth, die Stadt deren neuen Namen Gqeberha aus der "isi Xhosa" Sprache nicht nur ich nicht aussprechen kann. Da sind so komische Schnalzlaute drin. Der Lektor Robert Borchert, übrigens grandios in seiner Vortragsweise wie auch dem dabei rübergebrachten Inhalt, mehrere Jahre hier gelebt, hat es mehrfach schon vorgesprochen. Für eine mitteleuropäische Zunge aber offenbar nicht so einfach praktikabel.
Port Elisabeth hat übrigens nichts mit der Queen zu tun, sondern ist der Vorname der Ehefrau vom englischen Stadtgründer. Aber in historischem Rückblick erinnert man sich zunehmend nur noch sehr eingeschränkt gerne an die einstigen Besatzer, sondern lieber auf die eigene Identität in dieser Regenbogennation Südafrika mit ihren zahlreichen Kulturen, und benennt Städte und Ortschaften nach und nach um.
Noch aber heißt unsere nächste Destination auch offiziell noch East London, von wo aus wir in den Inkwenkwezi Park fahren.
Erstmal ist daheim nun wieder die Fellbande vereint
und der Ty, welcher aus Sicherheitsgründen wegen seiner Angst um das Fell und Leben vom kleinen Tiger die Reise zur Safari verweigert hatte, wird nun in der Hängematte mit den Erlebnissen wohl gnadenlos zugetextet. Und anders als oben Geschriebenes, ist da wahrscheinlich 95 Prozent von gelogen oder aber mindestens maßlos übertrieben von jemandem der eigentlich nur Homeoffice-Safari von der Bude aus gemacht hat...
Vielen lieben Dank für deine Mühe
Sehr schön geschrieben (wie immer). Und tolle Fotos .
Man spürt deine Emotionen, ich kann das voll nachvollziehen. Hatte oft Pipi in den Augen bei unseren Safaris.
Ein großartiges Erlebnis von dem man nur
träumen kann. Tolle Bilder und ein super
geschriebener Bericht. Aber das ist man von Dir
gewöhnt. Vielen Dank
Dejotka: Wunderbare Bilder!
Wir sind im Juni im Pumba Game Reservat (leider nur an einem Tag). Durch deinen tollen und herzerfrischenden Bericht wird die Vorfreude umso größer!
Dejotka: Wunderbare Bilder!
Wir sind im Juni im Pumba Game Reservat (leider nur an einem Tag). Durch deinen tollen und herzerfrischenden Bericht wird die Vorfreude umso größer!
Gute Wahl jedenfalls trotzdem. Im Vergleich zu Inkwenkwezi, werde ich morgen mal schreiben...
Ganz nett dort, aber im Vergleich zu Pumba (auch ohne Übernachtung), zumindest so wie wir es dort erleben durften...
Viel Spaß ![]()
East London/ Inkwenkwezi Game Resort
An der Mündung von Buffalo- und Nahoon River gelegen, ist es der einzige große Hafen hier in Südafrika, welcher in einer Flussmündung liegt.
Entstanden ist die Stadt mit dem verwechslungsfähigem Namen, aus einem Militärposten der Briten.
Für Anderes, Kultur und Sonstiges habe wir keine Zeit. Die Liegezeit ist hier mit von 08:00 bis 16 Uhr knapp bemessen. Und nun haben die örtlichen Behörden ohnehin auch noch kurzfristig festgelegt, dass die Ausreiseformalitäten, mit wenigen Ausnahmen, bis 14 Uhr erledigt sein müssen. Wir sind keine Ausnahme und deshalb wurde der Ausflug vorverlegt. Privat war für uns im Vorfeld für dieses kleine Zeitfenster hier nichts Passendes zu finden und deshalb geht es nun mit Aida los. Ab ins Inkwenkwezi.
Zur Tierbeobachtung ja grundsätzlich nicht schlecht diese Vorverlegung, jetzt mal nüchtern betrachtet... Und Ausschlafen macht ja auch zu Hause noch Spaß.![]()
Nach den bisherigen so überwältigenden ersten Safari-Erlebnissen von den beiden Vortragen, welche die "touristisch einfach" Erwartungen so dermaßen übertroffen haben, lag die Latte nun natürlich hoch. Er war zu erwarten, dass diese Latte heute wohl gerissen wird. Und schon mal vorab..., so war es denn auch. Nicht satt gerissen wird sie, aber sie fällt. Dennoch werden positive Eindrücke am Ende überwiegen.
Recht früh geht es mit 3 Bussen erwartungsfroh los.
Am Game Reserve angekommen, säumen den Eingang zur Wartehalle nun insgesamt 9 Frauen
Das ist dann wohl die angekündigte Begrüßung mit Musik und Tanz durch die Folkloregruppe des Xhosa-Stammes..
Wer jetzt noch dringend was vom Frühstück loswerden muss
, und das müssen jetzt viele, der muss Geduld aufbringen. Insbesondere wenn man im letzten Bus gesessen hat... Bei uns tut es zum Glück aber aktuell keine Not.
Aber sonst straff organisiert hier und es geht draußen dann auch direkt los. 10 plus 1, statt 6 plus 1 im halbwegs offenen Fahrzeug.
Erstmal nun bestimmt 20 Minuten lang passiert sichtungsmäßig nichts, rein gar nichts, Das wird mit der Struktur des weitläufigen Parks zu tun haben, werten wir als Anfahrt zu den Hot Spots. Dichtes Buschwerk links und rechts, einmal aber überqueren wir auch einen Bachlauf,
alles prima Versteckmöglichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten und so soll es ja artgerecht auch sein, ist schließlich kein Zoo hier. Alles gut.
Aber Moooment
. Beim Vergrößern entdecke ich jetzt einen vermeintlichen Stein, der durchaus auch ein Wasserschildkröte sein könnte.
Wir werden es wohl nie erfahren....Ach, wenn man sich schon mal nur allein auf das geschulte Auge des Rangers verlässt...![]()
![]()
Gut auch wenn man es vorher noch zu den Keramikschüsseln geschafft hatte, denn die Strecke ist ja naturgemäß mehr als holprig. Und wenn dann noch was drückt und zwickt...
hier kann es jetzt jedenfalls erstmal, zumindest nicht ökologisch korrekt, entsorgt werden.
Wir erreichen die offene Hochebene und majestätisch ziehen Giraffen gemächlich aber imposant über den Bergkamm.
Die Silhouetten auch aus dieser Entfernung schon sehr eindrucksvoll, ein schönes Bild.
Diverse kleinere Büffelherden
unterschiedlicher Arten,
ich erspare mir aus eigener Unkenntnis die Namensnennung, grasen im weiteren Umfeld und dann sehen wir 2 Rhinos, später werden diese oder andere noch unseren Weg kreuzen. Auffällig hier im Gegensatz zu gestern, dass die Hörner gestutzt sind.
Wohl wegen wegen der Verletzungsgefahr bei Kämpfen untereinander und vielleicht auch für den Fall, wenn die Safarijeeps mal schlechte Laune auslösen....
Nun eine kurze Erfrischungspause im offenen Gelände, die vor allem auch deshalb genau hier eingebaut ist, weil jetzt der Besucherverkehr, die Einfahrt gesteuert wird. Es geht zu den Löwen. Die sind nämlich separiert von der weiteren Tierwelt in einem extra ümzäunten Gehege untergebracht. Wie groß es ist, dass kann ich nicht sagen, weil die zwei tatsächlich nur 20 Meter hinter dem Tor unter einem Buschwerk liegen.
Jeep für Jeep fährt nun dran vorbei, kurzer Fotostop, weg und direkt wieder raus vom Tor. Das geht schon mehr in Richtung Zoo.
Das war gestern und vorgestern irgendwie alles, bzw. das meiste, ganz anders. Insbesondere auch bezüglich der Löwen.
Klar ist so ein Park umzäunt, geht ja auch gar nicht anders, aber eine Umzäunung in der Umzäunung...
Fehlt irgendwie das Wildlife Feeling für's Auge, dieses wenigstens gedankliche Outback-Gefühl. Der Sinn und Grund dafür sei jetzt mal ausgeklammert.
In wirklich sehr weiter Entfernung nun noch 3 bis 4 Straußenvögel die schräg den Berg hochtrotten, aber die fängt selbst das Tele nicht ein.
Insgesamt natürlich auch ein Zeichen für die Weite des Geländes, ein Zeichen für die "Freiheit" der Tiere.
Das hatten wir in den beiden Vortagen ja auch, wussten gar nicht wo das naturbelassene Gelände anfängt und wo es aufhört, halt doch dieses gewisse Safarigefühl.
Vielleicht hatten wir ansonsten dort auch einfach Glück. Aber wenn ich alleine an die Situation denke, als man die Elefanten erst nur hörte und die dann direkt neben uns aus der Vegetation gekommen sind,
dann war man vielen Tieren im Pumba eben näher.
Jetzt mal rein egoistisch gedacht...
Was ich hier jetzt auch vermisst habe, dass sind diese zahlreichen verschiedenen Antilopenherden, an den verschiedensten Stellen, oft gemeinsam mit Zebras. aber ein paar Zebras sind dann dich da.
Und auch weitere Tiere, Pumbas, die einzelnen Schakale, Kleine Nagetiere... Ja selbst Vögel habe ich hier jetzt eigentlich, so in der Nachbetrachtung, vermisst.
Okay, wir waren im Pumba nur mit insgesamt 3 bis 4 Fahrzeugen unterwegs, es war kein Massenausflug und die Safarizeiten waren andere, waren wohl günstigere...
Doch auch wenn ich vorher dort nicht diese tollen Erlebnisse gehabt hätte, die Latte für den Inkwenkwezi eben jetzt hoch liegt..., meine dann unbedarft naive und aber auch geringere Erwartungshaltung wäre heute auch dann nicht so richtig erfüllt worden. Im Klartext, ich wäre etwas enttäuscht gewesen. Bin ich jetzt auch, aber ich darf es halt als Ergänzung und Abrundung der Vorträge sehen. Insofern...
Natürlich bin ich aber ohnehin nicht so naiv zu denken, dass eine Safarifahrt durch ein solches Resort mit einer Safari im offenen Buschland, Dschungel oder sonstwas direkt gleich zu setzen ist. Ist sicher noch ne andere Hausnummer...
In der Halle nun eine Riesenschlange vor der Bedürfnisanstalt. Selbst bei den Männern bleibt man nicht verschont davon. Es gibt hier einige (private) Verkaufstische verschiedener Händler. Waren wie einheimisches Kunsthandwerk aus Holz, Stoff und sonstwas, jedenfalls wohl keine "Made in ...." Ware. Scheint auch Recht günstig zu sein. Und zwischen Keramikraum und Bus, lassen wir schnell noch eine bunte Holzgiraffe für etwa 5 € eintüten.
Die steht dann demnächst daheim, neben dem Flamingo von damals, aus dem Supermarkt in Santo Domingo.
Unsere sonst als Favorit bevorzugten Motiv-Weihnachtskugeln haben sich erwarteterweise bei den Leuten vom Xhosa-Stamm und Zulu offenbar noch nicht durchgesetzt.
Den für uns noch fehlenden Letzten der Big 5, den Leoparden, haben wir natürlich auch hier nicht gesichtet. So bleibt die einzige Sichtung derjenige auf dem obigen Geldschein, ist ja sinnigerweise auch der wertvollste ![]()
Aber den habe ich nun auch schon ausgegeben.![]()
Nun sind wir schon unterwegs zu einer ganz anderen Gegend, werden ganz andere Eindrücke gewinnen. in der Nacht
konnte man noch Kapstadt erkennen, sind um die Ecke rum, es ist jetzt mitten am Tag
und wir fahren gerade hoch zur Namib-Wüste nach Namibia. Werden dort die Sache mal vom Boden aus und aus der Luft erkunden. Vom Wasser aus wird es nur mit der Stella geschehen. Die Bootstour mussten wir wegen zwangsweiser zeitlicher Vorverlegung eines Ausflug leider canceln. Konnten wir nicht kompensieren, sind zu eng getaktet.
Wer weiß, ob man jemals noch mal hier hin kommt...![]()
Namibia / Lüderitz
Namibia, dieser Name wurde gewählt, als man als letzter afrikanischer Staat erst 1994 unabhängig wurde.
Abgeleitet von der Namib Wüste, die sich über den gesamten Küstenstreifen des Landes erstreckt.
Ein Wüste am Meer
und noch dazu die wohl älteste der Welt. Denn das Gebiet von Namibia gilt als einer der ältesten Teile der Erdkruste.
Und auch weil an anderer Stelle des Landes noch die Kalahari einen riesigen Raum einnimmt, ist Namibia im Flächenvergleich eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt.
Ändert sich durch unsere Ankunft heute wohl auch nicht wesentlich. Sind ja nur Gäste, hat man uns durch das zu beantragende Visum ja vorher auch noch mal eindringlich in Erinnerung gerufen...
Die Zeiten, als man den/die "Klippekies", die Diamanten, am Strand aufsammeln konnte, die sind hier vorbei. Aber wenn man den ganz "normalen" Sand hier mal optisch vergrößert, also ganz stark vergrößert, dann ist da doch noch was.
Blau, Rot, Grün... (Ist wirklich so, kommt jetzt nicht -wie dieses Foto- von mir) Sollten wir den gerade eingetüteten Original Dünensand daheim nicht doch mal sieben?
Wir erreichen also Lüderitz.
Auch wenn die Chronologie jetzt nicht stimmt, so passt es besser, wenn ich erst mit Lüderitz beginne.
Denn eigentlich waren wir direkt nach dem Anlegen zur Kolmannskuppe/Kohlmannskoop gefahren. Berichte ich dann später drüber.
Eigentlich verwunderlich, dass die uns als Deutsche hier überhaupt von Bord lassen. Verwunderlich, dass hier noch irgendwo ein Denkmal vom Stadtgründer und Namensgeber steht, dass sich ein gewisses unverkennbares Deutschtum hier noch immer gehalten hat. Verwunderlich, nach alldem was hier geschehen ist. Zu Beginn dieser Meilenschwindel, als Lüderitz den Häuptling mit dem Kaufvertrag so beschissen hat, plötzlich nicht englische Meilen, sondern angeblich preußische Meilen gemeint waren und der Verkäufer dadurch "vertragsgemäß" einen Großteil seinen Stammesgebietes verloren hat. Denn es macht schon einen Unterschied, ob die Meile 1,6 oder 7,5 km hat. So wurden aus 70 x 35 km dann mal eben 300 x 150 km.
Und die Unterdrückung nahm ihren schrecklichen Verlauf. Der immer mehr aufkommende blutige Widerstand endete für viele auf Shark Island, nur einen Steinwurf vom Liegeplatz entfernt,
wo sich die Gräueltaten dann mehr als fortsetzten...
All dessen sollte man sich halt, wenigstens im Hinterkopf noch bewusst sein. Lange her und unvergessen das Gewesene....
Aber wir scheinen willkommen. Und nicht nur wir, denn die 100000 deutschen Touristen sind neben den Entwicklungshilfen, jährlich ein bedeutender touristischer Wirtschaftsfaktor.
Doch wir schauen uns jetzt mal in der 16.000 Einwohner Stadt um.
Über den "Kirchweg" erstmal hoch zur Felsenkirche,
wo im Altarfenster der deutsche Adler noch von damals prangt.
Den Felsen daneben kraxle ich dann antilopenmäßig hoch, die weggewehte Kappe fällt in erreichbares Gelände, ist wieder geborgen und unten angekommen, betreibe ich noch unfreiwillige Präsentationsarbeit. Eine Frau welche, vom Ehemann frisch überredet, gerade zum Aufstieg ansetzen will, nimmt nun jäh Abstand von diesem Vorhaben und meint erschrocken "Nee, besser nicht!" Und das nur, weil ich beim letzten Schritt auf den Schotter, eigentlich unspektakulär, ein wenig ins Rutschen gerate...
Ob der Mann mir nun dankbar ist für die kurzfristig gewonnene Freiheit beim Alleinaufstieg, man weiß es nicht...
Das die Häuser hier
nicht von alleine so bunt sind und das nicht mehr die Originalfarbe ist, wird gerade demonstriert...
Aber der Farbton ist wohl tatsächlich original, jetzt halt retro.
Die Arbeitslosigkeit ist mit wohl über 30 Prozent sehr hoch hier, für manche existiert ein täglicher Überlebenskampf und jeder versucht irgendwie Geschäfte zu machen. Einen 5 Minuten Haarschnitt versucht man mir, von der Straße weg aufzuschwätzen. Ich zeige, was sich fragmentarisch kurz unter der Kappe verbirgt. Es wäre denn ein sehr einseitiges Geschäft geworden... Ich bin ja bereit zu helfen, aber den Rest da oben gebe ich nicht auch noch her.![]()
Im oberen Bereich übrigens, sind die Straßen noch original ungeteert.
Auf der Bahnhofstr. steht ein kleiner Fiat oder ähnliches. Ein Halbwüchsiger ist zum Hilfsdienst verdonnert, hält ein Magnetschild mit Taxi-Aufschrift, kurzfristig auf die Motorhaube gepappt, an einer Ecke mit zwei Fingern festgestellt, um es im Bedarfsfall, wenn der Schupo oder die lezensierte Konkurrenz um die Ecke kommt, schnell verschwinden zu lassen und wieder rein privat zu sein. Und wenn die Luft wieder rein ist, wird der Privatwagen ganz flexibel wieder zum Taxi.
700 Verkehrstote, bezogen auf die hiesige Einwohnerzahl sind weltweit übrigens die höchste Todesrate. Gut zu wissen als Mietwagen-Kunde.
Idyllisch durch die Nachtigallstraße
Dann jetzt also mal in die alte Zeit
des Diamantenrauschs...
Mal sehen, ob in Kohlmannskoop noch was zu holen ist...![]()
Lüderitz / Kolmanskuppe
Es war einmal vor mehr als 100 Jahren...
Und wenn sie nicht verfallen ist, dann steht sie noch heute dort, diese für kurze Zeit möglicherweise wohlhabendste Siedlung der Welt, aber eben ein Paradies nur auf Zeit...
So fangen Märchen an, war und ist aber Realität.
10 km von Lüderitz entfernt, im Ödland, irgendwo im Nirgendwo liegt diese Geisterstadt.
Dieser Lüderitz hat es nicht mehr erlebt, dass er mit seiner Vermutung Recht behalten sollte, dass hier, in dem Landstrich den er sich ergaunert hat, tatsächlich was zu holen ist. Nämlich Diamanten, welche man manchmal nur einfach aufsammeln musste. So begann es auch...mit dem Herrn Strauch. Doch eh ich hier noch reime, wir finden hier heute keine...
Beim Bau der Eisenbahn war es damals, ...die hier war es wohl nicht...,
als einer seiner Arbeiter solch einen funkelnden Stein am Boden entdeckte... Der Rausch begann...
Und anders als der Namensgeber der Ortschaft, dieser Kuppe, Johnny Coleman, der 3 Jahre vorher, beim Buddeln nur Augen für seinen eingesunkenen Eselskarren hatte, buddelte man hier nun nach dem "Klippekies". Hätte der Coleman mal etwas genauer hingeschaut... So aber lockte dieser unwirtliche Landstrich erst 3 Jahre später die Glücksuchenden mit dem Traum nach Reichtum an wie die Schmeißfliegen. Und erstmal lief es tatsächlich gut.
Wohl 400 Leute haben zeitweise hier gewohnt, an diesem Ort, der jetzt beharrlich von der Wüste zurückerobert wird.
Ja, schnell gab es eine richtige Infrastruktur. Mit Krankenhaus, dies sogar mit dem dann ersten Röntgengerät Afrikas; Sporthalle gegen den Buckel vom Graben;
für das urdeutsche Hobby Kegeln, sogar eine Doppelbahn;
Metzger, Bäcker und sogar ein Meerwasserschwimmbad zum Spülen der verstaubten Leiber. Meerwasser, weil man nicht auch noch die Schwimmbadfüllung, wie das sonstige Frischwasser, aus dem 1000 km entfernten Kapstadt hertransportieren wollte.
Man kann es sich schon hübsch machen... Wo ein Wille, da ein Weg. Und wenn er auch weit ist.
Doch zwischendurch wurden wohl auch mal Diamanten gesucht... Ich habe da so eine Vermutung wer da wirklich die Drecksarbeit gemacht hat.... Wie sollte man auch sonst noch Zeit haben, mal ne ruhige Kugel zu schieben.
Ja, das Deutschtum war hier stets präsent. Man fühlte sich hier wie daheim.
Auch unsere Fellbande lockt nun der Traum vom Reichtum an. Früh sind wir hier, denn gegen Mittag kommt wohl oft ein starker Wind auf, der einem nicht nur um die Ohren und vor die Häuser weht,
sondern eben auch in die Häuser.
Wir entschließen uns gegen eine Führung, wollen einfach mal die Impressionen aufsammeln, auf uns wirken lassen, in der heutigen Geisterstadt. Und bei der teilweisen Brüchigkeit der über 100 Jahre alten Gebäude schon erstaunlich, dass man sich hier frei bewegen kann, nur wenige Gefahrenstellen abgesperrt sind, man fast überall reingehen und manchmal reinkriechen kann. Manches ist hier echt noch so stabil, dass es nicht gleich zusammenfällt, wenn man mal mit dem Kopf gegen den oberen Türrahmen rennt, weil man nicht bedacht hat, dass wenn unten die dicke Sandschicht liegt, es nicht mehr passt mit dem aufrechten Gang durch die Türe.
Aber das Gebälk hat gehalten. Woanders wäre wahrscheinlich eher schlecht gewesen....
Die Fußspuren und Abdrücke verraten.... hier hat doch tatsächlich einer....
Wer das wohl war? Ein Profilabgleich könnte da Klarheit bringen. Nee, Nee, machen wir jetzt besser nicht... ![]()
![]()
Jedenfalls nennt man das wohl hier "randvoll".![]()
Die Fellbande ist am Ende enttäuscht. "Die stellen uns hier aber auch beschissenes Werkzeug zur Verfügung", schimpft der Teddy Kaufhof mit enttäuschter Mine. "So ein verrosteter oller Mist!
Wenn das schon nicht passt... Das machen die doch extra!
"
Kurz keimt mal Hoffnung auf. Da blitzt was großes im Wüstensand... Schnell einsacken. Aber nix wird eingesackt, ist wohl nur ein abgesprungenes Stück von der Keramiksschüssel oder so.... Vielleicht auch was von der Elektrik,
ggf. auch ne halbe Sicherung.
Hier gibt es offenbar nichts mehr zu holen. So wird das nichts.
Ab in den Süden. Dorthin hat sie sich verlagert, die Diamantensuche, noch heute ist dort Diamanten Sperrgebiet.
So spätestens um 1930 rum, zog auch der Rest vom Troß von hier weiter. Und wenn man abends schon nicht mal mehr ne zünftige Kegeltruppe zusammenbekommt... Hier ist schon lange die letzte Neun gefallen.
Doch so wird das auch für die Fellbnde nichts mit den Diamanten. Der Traum vom schnellen Reichtum ist ausgeträumt. Keine Verbindung mehr ins Glück. Hier fährt nichts mehr,
außer tagtäglich die Ausflugsbusse ...
Abschied von Lüderitz, wir suchen jetzt im Norden unser Glück, in Walvis Bay und finden es, in Form von atemberaubenden Eindrücken. Bekommen dort in trockenster Wüste Wasser in die Augen, weil uns die Erlebnisse bei der Sandwich Harbour Tour so dermaßen aus den sandigen Schuhen hauen, es am Ende auch noch eine ausgewachsene Tiersafari wird....
Vielen, lieben Dank für die neuerliche tolle Beschreibung und die Fotos 😊
Äh, wo ist der Hase 🐰 er wird doch wohl nicht....
LG Manu
Danke Danke ...
Wieder soooo toll geschrieben