...Negativ: Die neuen Clubbies (insbesondere Dodo) sind mir zu abgemagert.
...Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass es an Bord auch zukünftig nicht 24/7 etwas zu essen gibt.![]()
...Negativ: Die neuen Clubbies (insbesondere Dodo) sind mir zu abgemagert.
...Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass es an Bord auch zukünftig nicht 24/7 etwas zu essen gibt.![]()
Ja, der Liegeplatz in Bayonne ist nicht schön. Aber der Time Square in NYC wäre auch das letzte Ziel was ich besuchen wollte. Reiner Touri Hotspot umringt von Ramschläden.
Im Grunde genommen jeder wie er mag. Aber man sollte (sich selbst) nicht die Tatsache unterschlagen, dass nicht nur der Times Square, sondern auch die unmittelbare Umgebung davon, ein kulturelles Zentrum von Manhattan ist. Hier liegen Broadway, Rockefeller Center, Empire State Building u.v.a. mehr. Und mehr oder weniger u.a. auch der Central Park. Eigentlich kommt man an dieser Umgebung an sich, insbesondere als Erstbesucher, nicht vorbei. Ob man nun dem Time Square sehenswert findet oder nicht.
Und ja, manchmal war es für uns "auch das letzte Ziel was wir besuchen wollten"... im Abendlicht die Leuchtreklamen auf dem Weg zu Pier 88.
Freiheitsstatue sind wir schon immer beim Ein- und Auslaufen mit dem grandiosen Blick auf die Skyline von Manhattan vorbeigefahren, konnten wir da schon "abhaken". Und dann vom Liegeplatz dieser geniale Blick auf Teile der Skyline.
Jeder wie er mag und jedem seine Meinung und Vorstellung. Diesen "Reinen Touri-Hotspot umringt von Ramschläden" aber, konnte ich aus o.g. Gründen so nicht stehen lassen. Sorry. Einfach zu pauschal einseitig. Zumal die Sache mit den Ramschläden (wurde ja schon geschrieben) insgesamt objektiv nicht stimmt.
In Ergänzung zu meinem Beitrag 3680:
Mögliche Erklärung von "Partner hat keine Einladung":
Rein technisch:
Hat derjenige keine eigene Mailanschrift, dann bekommt er u. U. zwar gesondert Vorfreudemails u.ä., jedoch nicht diese Einladung. Auch nicht in den Spam-Ordner. Denn hier ist es eine andere Absenderadresse und wohl dann ein anderer Verteiler. Ggf. ist diese identische Mailadresse zwar woanders, aber nicht beim Club hinterlegt.
Auch hier, genau wie bei dem Spam-Ordner =eigene Erfahrungswerte!
Ggf. ist die Abwehr unerwünschter Mail auch so scharf eingestellt, dass die Mail direkt an der Wall abprallt.
Banal klingender Grund einer (vermeintlich) fehlenden Einladung könnte übrigens auch der Spam-Ordner sein.
Möglicherweise wegen dem ersten Wort "Kontakt" in der Absenderadresse fand sie sich dort.
Bei uns war es immer voll und langweilen wird sich da keiner. Der sogenannte Barkeeper hat immer im Brauhaus ausgeholfen, so dass man öfters auch länger auf ihn in der Destille warten musste. Nur mal so nebenbei. 😉
Ist schon seltsam wenn die Destille immer voll ist, der Laden brummt und dann das einzige Personal abhaut und immer im Brauhaus aushelfen muss. Die zahlreichen Gäste der vollen Destille stattdessen lange auf Bedienung warten müssen...![]()
Finde den Fehler (in der Argumentation)![]()
Kenne die Destille i.d.R auch nur als schwach bis gar nicht besucht. Nicht ohne Grund also wird man diese Entscheidung getroffen haben. Und auf Einzelschicksale wird und kann man bei Evolution wegen dem begrenzten Raum und aus Rentabilitätsgründen keine Rücksicht nehmen. Da hilft kein Schönreden, kein Zornsmiley, keine fragile Argumentation, sondern ist halt so.
Ich habe das Gefühl, dass es an Bord der Aida Schiffe viel zu wenig zu essen gibt. Esst ihr zu Hause auch den ganzen Tag
Am besten noch rund um die Uhr. Ohne Worte!😡
Sind aber vorweg ganz schön viele Worte für "Ohne Worte"![]()
Michael Cornely fanden wir insgesamt auch sehr gut und unterhaltsam, aber inhaltlich standen einige Aussagen in deutlichem Widerspruch zu dem was die Locals (Asientour) erzählt haben, das hat das Bild doch etwas getrübt.
Wobei andererseits die Darstellung und Erzählung der Locals, aus welchen Gründen auch immer, genauso nicht immer zwingend ganz korrekt und vor allem allgemeingültig sein muss.
Aufgepasst in Port Elizabeth: Mein Beinahe-Abzock-Moment
Kaum saß ich im Mietwagen, standen auch schon zwei Typen am Fenster und wollten mir ein Parkticket aufschwätzen. Ich bin erst mal gutgläubig mitgelaufen, aber als wir am Geldautomaten landeten, schwoll mir der Kamm. Ich wurde deutlich und habe die beiden stehen lassen. Mein Rat an euch: Lasst euch nicht vom Auto weglocken! Ich habe sofort beim Vermieter-Schalter Bescheid gegeben, aber die Vögel waren natürlich längst über alle Berge. Also: Augen auf bei der Übernahme!
Der Trick ist dort offenbar der:
Nicht nur beim Mietwagen kommen Typen mit scheinbar offiziellen (Teil) Uniformen und locken dich wegen einem angeblich erforderlichen Parkticket zum Geldautomaten. Der ist dann offenbar manipuliert. Jedenfalls ist im Januar auch unser dort seit über 20 Jahren lebender Reiseleiter drauf reingefallen. Die Karte bleibt im Automaten, die Typen sind weg. Und wenig später beginnt die Kontenräumung.
so bei ihm geschehen ![]()
Aufgepasst in Port Elizabeth: Mein Beinahe-Abzock-Moment
Kaum saß ich im Mietwagen, standen auch schon zwei Typen am Fenster und wollten mir ein Parkticket aufschwätzen. Ich bin erst mal gutgläubig mitgelaufen, aber als wir am Geldautomaten landeten, schwoll mir der Kamm. Ich wurde deutlich und habe die beiden stehen lassen. Mein Rat an euch: Lasst euch nicht vom Auto weglocken! Ich habe sofort beim Vermieter-Schalter Bescheid gegeben, aber die Vögel waren natürlich längst über alle Berge. Also: Augen auf bei der Übernahme!
Der Trick ist dort offenbar der:
Nicht nur beim Mietwagen kommen Typen mit scheinbar offiziellen (Teil) Uniformen und locken dich wegen einem angeblich erforderlichen Parkticket zum Geldautomaten. Der ist dann offenbar manipuliert. Jedenfalls ist im Januar auch unser dort seit über 20 Jahren lebender Reiseleiter drauf reingefallen. Die Karte bleibt im Automaten, die Typen sind weg. Und wenig später beginnt die Kontenräumung.
so bei ihm geschehen ![]()
......
Und ich finde es mehr als unhöflich , dass mittlerweile es viele noch nicht mal schaffen, für diese Ansage , die ggfls auch wichtige Infos zu Sicherheit, veränderte Landgsngszeiten usw. enthält, mal eben ruhig zu sein und dem Kapitän zuzuhören bzw zumindest ihre Lautstärke zu reduzieren , damit Mitreisende zuhören können.
Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Intoleranz sind leider wie eine Pandemie gegen die es keinen Impfstoff gibt. Manche sind leider immun gegen Selbsterkenntnis. Selbst wenn man sie spritzen könnte...![]()
Kapstadt am letzten Tag
Kirstenbosch Garden und ein Bruchteil Innenstadt
Vor 14 Tagen, am Ankunftstag hier in Kapstadt, hatten wir ja schon den Heli-Flug und am zweiten Tag den Aida-Rundumschlag ganztags, also schon ne Menge klassische touristische Highlights abgefrühstückt. Nun also wieder in dieser einen Hauptstadt, die ja nur eine von dreien ist.
Doch Kapstadt, die Parlamentsstadt zu besuchen, war ja ohnehin unausweichlich. Denn die anderen, also Pretoria mit der Regierung und Bloemfontein mit dem Berufungsgericht, die liegen mitten im Land, haben gar keinen Hafen. Und wir haben ja mit der Stella eine Kreuzfahrt gemacht, die ganzen tollen Erlebnisse unterwegs quasi im Vorbeifahren aufgesammelt... Und Johannesburg, wo man hätte meinen können…, diese riesige Stadt hat überraschenderweise gar keine solcherart Bedeutung, ist eben einfach nur groß.
Da wir also auch außerhalb Kapstadts eben schon einiges abgegrast haben, hatten wir schon im Vorfeld für heute eine private Tour bei Irina Africa gebucht, welche wir, da wir alleine sind, nun individuell etwas abändern, um unsere persönlichen Reste abzuarbeiten.
Aber bevor wir vor der Tür die für uns engagierte Ulrike treffen, stehen wir noch in S-Linien im Terminal, etwa 40 Minuten für den Einreisestempel an. Noch eben kann ich ihr aus der Schlange heraus eine WhatsApp wegen der sich abzeichnenden Verspätung senden, bevor in der nächsten Windung das Bord-WLAN aufgibt. Manchmal können auch hier Meter entscheiden...
Und wir entscheiden jetzt, gerade frisch wieder im Lande einreist, die Reisepässe erstmal wieder zugeklappt, in Absprache mit Ulrike, wo uns die private Tour heute hinführen soll.
Da ich bezüglich Wein und dessen Anbau ein desinteressierter Ingnorant bin, mir schon an Bord daher egal ist, ob und wie Don Cosimo, Brogsitter, Primitivo und Co. den Weg zu mir finden sollten, scheidet das zur Disposition stehende „Stellenbosch“ schon mal aus. Darüber hinaus wollen wir ohnehin nicht noch 50 km dorthin gurken. Ein anderes Mal vielleicht. Da verzichten wir auch auf die schöne Umgebung in den Weinbergen, bleiben jetzt dementgegen bodenständig, fahren erstmal zum Fuß vom Tafelbergmassiv. Etwas links um die Ecke, also eher an die Rückseite, zum Kirstenbosch Garden,
welcher der Stadt im Jahr 1902 von Cecil Rhodes der sein Vermögen mit Diamanten gemacht hatte, geschenkt wurde. Das Gelände wurde dann 1914 zum Botanischen Garten erklärt, um die einmalige Flora unter Schutz zu stellen, und war der erste geschützte Garten dieser Art in Südafrika.
Nur einen kleineren aber doch interessanten Teil davon erlaufen wir nun.
Durch unseren Guide erfahren wir, dass die dekorativ und interessant platzierten eisernen Dinos
das Alter der Pflanzen und des Parks unterstreichen sollen.
In diesem Park kann man sogar Familienfeste feiern, darf über den Rasen laufen und trotzdem alles top in Schuss hier, obwohl, wie Uli fast entschuldigend sagt, um diese Jahreszeit kaum etwas blüht. Absolut artenreich aber ist es.
Und als ich entdecke, dass es zumindest diese Pflanze mit der Partnerwahl zur Vermehrung nicht so genau nimmt… ![]()
erklärt sich auch die Zahl der vielen besonderen Kreuzungen.![]()
Übrigens reißt es drei ältere Südafrikanerinnen jetzt fast von ihrer Bank, als sie die Fellbande im Rucksack entdeckt. Direkt werden wir ausgefragt und Teddy Kaufhof springt genauso schnell wie die gerade von der Bank aus dem Rucksack raus, zeigt sich in ganzer Größe und präsentiert stolz seine Buttons. Nicht ohne darauf hinzuweisen, nachdem sich die neuen Fans nun tatsächlich jeden Pin einzeln anschauen, Fragen dazu stellen, dass diese Pins ja nur einen ganz kleinen Teil seines weitgereisten Teddylebens darstellen. Die Damen sind verzückt und Teddy vor Stolz ein paar Zentimeter größer.
Recht lange und entspannt waren wir hier, haben viel erfahren und schauen uns nun einige Dinge in der Innenstadt an.
Erstmal geht es an der auffälligen Universität vorbei, am Christiaan Barnad Klinikum vorbei, wo 1967 die erste Herztransplantation stattfand, wo es auch ein diesbezügliches dokumentarisches Museum gibt, wir sehen die alte Festung (Castle of Good Hope), den ältesten erhaltenen Gebäudekomplex europäischer Besiedlung in Südafrika, sehen das Rathaus, von welchem aus Nelson Mandela die erste offizielle Rede nach Freilassung aus der ewig langen Haft gehalten hat. Und hier steht er noch immer, in typischer bekannter Haltung, so wie auf den bekannten Fotos, steht hier auf einem Balkon. In der Innenstadt befindet sich auch die „Long Street“, eine der belebtesten Straßen von Kapstadt. Hier findet man Kneipen, Restaurants und Nachtclubs, die die Straße zur „Vergnügungsmeile“ machen. Am späten Montagvormittag ist hier dahingehend natürlich eher nur der Verkehr von Autos erkennbar.
Fahrzeug eingeparkt, gezahlt wird später, laufen wir durch den Park Companys Garden
am teilweise abgebrannten Parlamentsgebäude, heute Baustelle vorbei, sehen Maler, Verkaufsstände und in den Büschen auch mal Elend.
An dieser Stelle auch mal ein weiteres afrikanisches Problem. Laut WHO sind aktuell etwa 13 % der südafrikanischen Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert. Ob als Basis der Berechnung auch die Millionen unregistrierter Einwanderer hinzugezogen worden sind, ist nicht bekannt. Natürlich werden Maßnahmen ergriffen, das Problem ernst genommen. Anders als ein ehemaliger Präsident, der nicht nur für Korruption, sondern auch für seinen häufig wechselnden Geschlechtsverkehr bekannt war. Der hatte die Gefahr auf Nachfrage kleingeredet, weil er doch „danach“ immer duschen würde… Erinnert mich irgendwie an jemanden, der gegen Covid das Gurgeln mit Desinfektionsmittel empfohlen hat...
Hinauf jetzt auf den Signal Hill. Vergleichsweise bequem, denn unterwegs einen Trupp sich dort hoch kämpfende Aida-Radfahrer überholt, kommen wir recht unangestrengt oben an.
Es ist der Moment wo die Fallschirmsegler wegen Windstille gerade notgedrungen erstmal den Betrieb einstellen. Uns egal, wollte eh keinen Tandemsprung machen, das Auto steht doch dann hier oben… Und landen werde ich dann ja wohl irgendwie unten. So oder so…
Signal Hill ist etwas über 300 m hoch und gehört zu diesem langgezogenen Stein- oder Felsmassiv, welches Kapstadt so signifikant prägt wie trennt. Es ist das andere Ende von Lions Head, praktisch der Ar…. des Löwen.
Für den WM-Stadionkessel
musste der Golfplatz seinerzeit die Hälfte seiner Löcher abgeben, ist jetzt nur noch ein 9-Loch Platz. Na ja, vieles im Leben wiederholt sich, auf diesem Platz sind nun halt die Löcher doppelt zu spielen. Gibt schlimmere Wiederholungen im Leben.
Das Leben hier in Südafrika, in Kapstadt, verläuft auch für die Einwohner sichtbar unterschiedlich. Zwar ist die Wirtschaft die am weitestentwickelte auf dem ganzen afrikanischen Kontinent, doch Südafrika gehört weltweit auch zu den Staaten mit extrem ungleicher Einkommensverteilung. Und das begegnet einem auch beim Blick an den Straßenrand… Die Arbeitslosigkeit ist, ähnlich wie auch in Namibia, extrem hoch. Für ein paar Rand bieten die Leute sich für Tagelöhnerdienste an, an jeder Kreuzung trifft man auf Bettler, und manche stehen innovativ mit Schildern und Visitenkarten an den Kreuzungen, suchen auf diesen sympathischen Weg Job oder Ausbildungsstelle.
Manch andere, die naturgemäß, weil so gewollt, es der Job bedingt, erstmal nicht so ins Auge fallen..., versuchen auch auf andere Weise den Lebensunterhalt oder auch mehr zu erhalten…An der belebten Kreuzung vor Bo-Kaap weiß die Reiseleiterin zu berichten, dass einer Reiseteilnehmerin von ihr, hier am hellichten Tag die Tasche entrissen wurde. Dies von einem entgegenkommenden vermeintlich gutgekleideten Herrn, der plötzlich zugriff. Alles unter den Augen eines Polizisten oder Wachmanns, der nur noch einen Stock o. ä. hinterherwerfen konnte. Man kann sich, wie natürlich auch an anderen Orten der Welt, nicht nur auf das subjektive Sicherheitsgefühl verlassen, nicht alles vermeiden.
Rein faktisch und objektiv gesehen, gehört Südafrika aus verschiedensten Gründen unter den Ländern, in denen zuverlässige Polizeistatistiken existieren, zu denen mit den höchsten Kriminalitätsraten. Dafür gibt es vielfältige Gründe. Statistisch gesehen, Mehrfachopfer natürlich ausgeklammert, muss demnach z. B. eine exorbitante Zahl der Südafrikanerinnen damit rechnen, einmal in ihrem Leben vergewaltigt zu werden.
Die Farben an den bunten Häusern in Bo-Kaap haben für sich keine besondere Bedeutung, sind eher willkürlich, Hauptsache schön bunt. Irgendwann wohl hat mal einer damit angefangen.
Heute leben hier überwiegend Muslime. Wir parken vor einem großen Gewürzladen.
Der Parkplatz wird uns zugewiesen. Eben, bei diesem Park, war es noch offiziell, hier wird es privat geregelt, dass für Dienste eine flexible Parkgebühr fällig ist, die auch schon mal erst vor dem Wegfahren kassiert wird. Das haben die selbsternannten Parkwächter und Einweiser hier im Blick. Da ist Freundlichkeit und Akzeptanz der ungeschriebenen Regeln angesagt.
Kurzer Durchgang durch den currydominiert riechenden großen Laden, der gerade säckeweise beliefert wird. Die Preise scheinen für unsere Maßstäbe absolut günstig für die so vielerlei Auswahl, von denen uns so vieles fremd ist. Wir aber wollen keine scharfen Gewürze, sind scharf auf weitere Eindrücke.
Nachdem mir unterwegs schon mehrfach Sammler mit großen Tüten, gefüllt mit solcherart Gut aufgefallen sind, frage ich mal nach, ob es in Südafrika denn auch ein Dosen- oder PET-Pfand gibt. Tatsächlich hat die Beute jedoch nichts mit dem Pfand zu tun, aber doch irgendwie mit Recycling. Denn das Sammeln stellt durchaus eine Einnahmequelle dar, der Umweltschutz beim Aufsammeln nur ein Nebeneffekt. Der „Abfall“ wird weiterverkauft. Man bekommt dafür ein paar Rand, und die Kronkorken, Schraubverschlüsse, Dosen, Flaschen, alten Reifen etc. werden zu absolut dekorativer und innovativer Kunst verarbeitet.
Not macht erfinderisch und kreativ. Manchmal halt auch legal.
Wer es sich erlauben kann, der schützt sein Eigentum gleich mehrfach. S-Draht, Gitter, Wachdienste, -wir sehen ganze, teils hermetisch abgeriegelte Siedlungen.
Man braucht nicht mit besonders offenen Augen die Straßen befahren, wird allgegenwärtig an Gefahren erinnert, auf die nicht nur Touristen reinfallen. Der Erfindungsreichtum ist vielfältig und „passiert mir doch nicht“ ist nicht. Unser Guide in Port Elizabeth, seit über 20 Jahren hier, wurde erst gerade wieder, noch beim Abholen von uns, abgezockt. Ein scheinbar offiziell uniformierter Mann forderte ihn auf, eine Parkgebühr zu zahlen. In Ermangelung von Bargeld, wurde er zu einem ATM-Automaten begleitet, um Bargeld zu besorgen. Am Automaten verschwanden dann genau 3 Dinge. Seine Karte im Automaten, in diesem Augenblick der uniformierte Typ und schon Minuten später einiges an Geld vom Konto. War wohl manipuliert und der Guide dann überrascht und frustriert.
In Namibia wurde ein Taxi mit Touris vollgeladen und dann von vermeintlicher Polizei angehalten. Dem Fahrer fehlte dann angeblich die Lizenz und auch wegen zu vieler Mitfahrer sollte er eine Strafe zahlen. Diese sollten nun die Gäste übernehmen, damit es weitergeht. Ggf. hatte er tatsächlich auch keine Lizenz, denn ich erinnere an meine Beobachtung mit dem Taxi-Magnetschild in Lüderitz, welches durch einen jungen Burschen bewacht, bei Bedarf auf die Motorhaube gepappt, wie auch schnell wieder entfernt wurde.
Nun ja, manches kann man sicher vermeiden, Gefahrenquellen reduzieren, aber sicher eben nicht alles. Ist zugegebenermaßen bei uns daheim und überall nicht anders. Aber hier eben statistisch gesehen, auch ohne die Dunkelziffer, wesentlich mehr.
Wir blieben von solcherart Ungemach unbehelligt und sind nun aber auch etwas „angemüdet“. Zwar hätte uns die Reiseführerin noch gerne…, ist fast enttäuscht, aber wir beschließen nun, das Sightseeing zu beenden. Am Ferrariladen und dem noblen Möbelgeschäft bei der Waterfront vorbei, ab ins Hafenterminal.
Beim letzten Abendmahl werden wir, beim Blick aus dem Fenster, plötzlich von einem absolut roten Sonnenuntergang über Signal Hill überrascht. Und ich habe mir gerade den Teller vollgeladen… Soll ich nun wirklich alles stehen und liegen lassen, nach oben rennen. Ich versuche es einfach durchs Restaurantfenster.
Aber so ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht. Das geht bestimmt noch besser… Also doch nach oben. Ist doch schnell gemacht und das Essen danach bestimmt noch warm. Oben angekommen ist Schnute ziehen angesagt. Der rote Zauber hat nicht gewartet, wollte mich wohl nur locken und zum Tanz bis Deck 12 auffordern. Hat ja auch toll geklappt, reingefallen, der Zauber ist weg. Das werte ich jetzt aber mal kriminalstatistisch gesehen nicht als Betrug. Auch wenn ich mich von der Sonne rein subjektiv ein bisschen verarscht fühle…
Der Abreisetag wird klamottenschonend auf dem fast leeren Nackedeideck verbracht. So bleibt alles trocken, brauchen gleich nicht noch nasse Badeklamotten in den Koffer klatschen und die nun letzte Dusche muss den Körpergeruch die nächsten 24 Stunden einigermaßen stabil halten.
In den Gedanken an den Ankunftstag, das erste Mal Afrika, habe ich hochzufrieden und tief beeindruckt, wie spätestens auch immer am Abend der beeindruckenden Tage hier,
wieder das Lied vom Beginn im Ohr, welches uns mit seinem Refrain hier immer wieder gedanklich begleitet hat.
Auf dem Weg zum Flughafen, fallen nochmal Gruppen von Schülern auf, sie tragen hier ja alle Uniform, aber auch andere Leute sind es, die zu Fuß am Rande der Autobahn unterwegs sind. Durch die Konzeption als autofreundliche Stadt wurde es und wird es teilweise noch, gerade in den Randbezirken, der ärmeren Bevölkerung schwer gemacht, sich als Fußgänger von Viertel zu Viertel zu bewegen. War während der Apartheit ohnehin auch nicht erwünscht. So ist auch jetzt noch die Autobahn oft die einzige Chance, einen bestimmten Ort zu erreichen.
Noch gestern hat sich die diesmal 4-köpfige Fellbandentruppe ins Abschlussfoto auf die Hängematte gedrängt.
Und nein, auch der von Teddy Kaufhof hassgeliebte Hase, eigentlich ja nur als Einwegköder für die Safari vorgesehen, tritt wieder die Heimreise an.
Vielen Dank für´s Mitlesen etc..![]()
Werde mir die erstellten Berichte als persönliches Reisetagebuch ausdrucken.
Walvis Bay / Weiterflug über die Namib-Wüste
Wir sind nicht etwa zwischengelandet, nur die maximal Fotoanzahl war erreicht und deshalb fliegen wir in diesem Teil nun unbeirrt weiter...
Zwischendurch gab es auch mal ein paar Turbulenzen, der Kopf stieß ab und an mal an die vorsichtshalber gepolsterte Decke, aber kein Grund zur Panik. Hauptsache wir müssen jetzt nicht abbrechen, kann nämlich wetterbedingt auch mal passieren. Das Wetter, Wind sind hier wohl, wie die Pilotin meint, erfahrungsgemäß öfers von jetzt auf gleich wechselnd. Und dann kann es auch mal schnell, also mit so etwa 350 km/h Fluggeschwindigkeit, zurückgehen.
Dann überfliegt man halt nicht wie jetzt gerade, oder eben nur ansatzweise, das Diamanten-Sperrgebiet. Die Wüstenfarbe wechselt
und unten sieht man tatsächlich vereinzelt Hütten und längst verlassener Diamantenlager. Es war ja auch hier im Norden nicht nur Kohlmannskoop wo man beim Diamantenrausch Diamanten suchte und fand. Doch auch hier war in den 1930er Jahren Schluss mit den lohnenden Bling Bling Steinchen. Natürlich erkennt man zwar mit dem Auge mal eine solche Hütte, aber nicht auf Fotos.
Mit jedem Kilometer wird nun der Kontrast zwischen Sand und Meer stärker, wir erreichen
die wilde Atlantikküste, gleiten über die
unberührte "Skeleton Coast", die Skelettküste, die wohl wegen der rippenartigen Struktur der ufernahen hohen Sanddünen so heißt.
Unten, mittlerweile wohl hunderte Meter in die Wüste gewandert, liegt das Schiffswrack ,,Eduard Bohlen", ein Passagierdampfer der als
Versorgungsschiff für die Diamantenlager, schon 1909 hier gestrandet ist, nun mittlerweile eher angesandet.
Gesehen habe ich das Wrack auch, aber es war halt auf der rechten Seite...
Für das Schiffswrack ,,Shawnee", erst 1976 , aber halt auch schon vor 5O Jahren gestrandet, da reichen meine Bemühungen um ein Foto dann aber aus...
Und dann erreichen wir, nach einigen großen Robbenkolonien
an diesem von Menschen unberührten Strand,
das insbesondere im afrikanischen Winter besonders vogelreiche "Sandwich Harbour" mit den umgebenden Sanddünen.
Gibt übrigens namenstechnisch auch den Erklärungsansatz, dass das Gebiet, als es noch nicht so versandet und noch befahrbar war, erstmals von Walfängern kartiert wurde und nach dem Fangboot "Sandwich" benannt wurde.
Unter uns jetzt fliegende Schwärme von Flamingos
und Pelikanen, nur mit den Fotos hapert es,
weil, man ahnt es schon, wieder die falsche Seite... Der Winkel nach unten zu steil und das Fenster ist halt kein Schiebefenster.
"Sandwich Harbour" also, dieses riesige Feuchtgebiet, unser Zwischenziel und Wendepunkt bei der gestrigen Wüstenfahrt, die dann zur Safari wurde.
Die Pfützen unserer gestrigen Toilettengänge sind längst versickert und so nah fliegen wir nun auch nicht drüber.
Ab jetzt kreuzt der Flieger über die Küstenlinie. Da kann jede Seite mal... Habe mich aber nicht etwa beschwert, das macht die Pilotin freiwillig. Wird tatsächlich daran liegen, dass die Dünen hier flacher werden, es jetzt möglich ist.
Und jetzt erkennt man wie groß dieses Gebiet mit den meist pinken Salzpfannen tatsächlich ist,
mit den von oben so toll erkennbaren Salzfahnen,
an welchem wir gestern nur ansatzweise vorbeigefahren sind.
Gewisse Algen sind es, welche diese rosa bis rote
Farbe der Salzpfannen bewirken und neben Krebsen und so, die Federn der hier
lebenden Flamingos färben.
Nun über Walvis Bay,
über die Aida,
am Strand zwischen den Städten entlang
nach Swakopmund. Nach über 600 zurückgelegten Kilometern, Touchdown, sanfte Landung, der Spaß ist vorbei. Und wenn man bedenkt, dass wir länger als bei einem Flug nach Malle in der Büchse gesessen haben, dann ist die Zeit vergleichsweise wie im Fluge vergangen, wortwörtlich wie im Fluge. Eindrucksvoll, interessant und trotz 186 cm ohne Gejammer und Wehwehchen. Man wurde halt so toll abgelenkt, da war keine Zeit über Wehklagen nachzudenken. Den Bordservice hatte ich persönlich übernommen. Habe auf Zuruf Wasser und feuchte Tücher aus dem kleinen Kofferraum hinter mir angegeben. Musste nur nach hinten greifen und angeben. Zwischen die Reihen nen Bedienwagen schubsen und bedienen ging ja nun mal nicht. Und deshalb wurde ich für meine Dienste auch nicht etwa abwertend "Saftschubse" gerufen.![]()
Wir pellen uns aus der Maschine
und Einsteigen zur Rückfahrt.
Einer der Mitflieger will jetzt rechts vorne ins Auto steigen. Seine Frau kommentiert grinsend "Ach, willst du fahren?"
Dieser Fehler der mir schon seit der Ankunft in Südafrika immer wieder passiert. Beim Auto und beim Bus, wenn man sich dann wundert, dass da nur ne Blechwand mit Fenstern drüber ist, man die Tür vermisst. Man ist halt nicht diesen Linksverkehr gewohnt, fängt beim Einsteigen schon an...
Nun noch mal kurz in Walvis Bay an der Waterfront vorbeischauen. Es fehlt uns noch Klimbim.
Erst dachte ich ja, bei den vielen Verkaufsständen vor der Ufermauer, dass da wohl die Bluse verrutscht ist und daher unabsichtlich etwas Großes Dunkles gleich doppelt heraushängt. ![]()
(diskretes jugendfreies Foto
)
Aber an den nächsten Ständen wird es offensichtlich. Es ist das Volk der Himba, die weiblicherseits traditionell gar keine Oberbekleidung tragen. Gewöhnungsbedürftig, aber halt bewährte Tradition aus anderen als etwa sexuellen oder zeigefreudigen Gründen, hier eben Normalität.
Auf dem Rückweg will eine davon wohl unbedingt ein Foto von mir
, stellt sich halb in den Weg. "Foto 1Dollar" bietet sie lauthals an. Och Nöh, ich bin da nicht so für... fühle mich zwar geschmeichelt, möchte aber weder den Dollar, noch ein Foto, wenn dann mein Bild im ganzen Himba-Stamm rumgezeigt wird...
, gehe also weiter...
Durch das kleine Hintertor zum Hafenbereich, im Schiff dann den Ausreisestempel Namibia in den Pass gedrückt, gleich geht es weiter, zurück nach Kapstadt, Reste abarbeiten. Was ich schon immer mal sehen wollte...
Walvis Bay / Flug über die Namib-Wüste
Das hat Lust auf mehr gemacht. Diese Namib-Wüste, gestern noch nur einen kleinen und doch so eindrucksvollen Teil mit dem Allrad befahren, waren wir doch so geflasht von dem Erlebten.
Das die Wüste nicht einfach nur gelber oder weißer Sand (habe ich als Kind echt immer gedacht), sondern nicht nur farblich und materialmäßig viel mehr ist, hat sich ja spätestens gestern schon auf so eindrucksvolle Weise gezeigt. Diese geheimnisvolle Weite, die verschiedensten Strukturen und das Farbenspiel nun mal aus einem ganz anderen Blickwinkel, einer ganz anderen Perspektive zu betrachten, dass werden wir gleich in Angriff nehmen, eben von oben.
Wann hat man dazu sonst noch mal die Gelegenheit. Wir nutzen diese Once in a Lifetime Chance jetzt einfach mal.
Durch eine zweistündige Vorverlegung des Fluges, mussten wir die für vormittags geplante "Dolpin Cruise" zwar stornieren, doch irgendwie sind wir jetzt gar nicht traurig drüber. Eigentlich haben wir doch alles jetzt schon gesehen. Delphine, Robben, Pelikane, Pinguine, Wal und anderes, teilweise ganz nah. Und anderer Stelle war ich mit einem Eleganten so nah, mit nichts außer Neugier angelockt, aus einem Meter Auge in Auge, dass mir eindrucksvoll ganz anders wurde. Ob ich da jetzt so traurig sein muss, nicht die Robbe oder den Pelikan an Bord zu erleben... ich denke nicht. Genug Erlebnisse schon im Kopf eingesackt. Und sollte ich den Mondfisch verpasst haben, die wohl gelegentlich auch bei der Tour gesichtet werden, sogar den werde ich am Abend noch sehen, als Wandmalereie an der Hütte und von Mola Mola Safaris.
Lieber den Morgen etwas gemütlicher an Bord angehen.
Nun aber Transfer nach Swakopmund, zum Flughafen. 5 Leute und die Pilotin, gerade mal 22 Jahre jung, werden sich gleich in die kleine und damit vollbesetzte einmotorige Cessna zwängen.
Gerade kommen Gäste mit ihr angeflogen, sie scheinen zufrieden. Die junge Pilotin fliegt also offenbar öfters, hat Erfahrung. Noch noch kurz nachtanken, das schafft Vertrauen, bringt gedanklich schon mal eine gewisse Sicherheit ins Spiel. Wir werden für die hinteren beiden Plätze eingeteilt, geht um die Gewichtsverteilung. Aber auch bei keinem anderen von uns Teilnehmern wäre die Maschine wohl hecklastig geworden.
Die Scheiben hier hinten sind aus leicht verkratztem Plexiglas, lassen erstmal gewisse Abstriche bei der Fotoqualität erwarten.
Noch auf der Rollbahn entschließen wir uns schnell, die ausgeteilten Ohrstöpsel zu nutzen. Irgendwie halt ne Donnerbüchse. Aber wir sind ja weder zum labern, noch zum Smalltalk hier.
Direkt neben dem Flughafen ein riesiges Township, und da ist die Maschine hier, der Lärm, die relative Enge beim rein touristischen Zweck, ohnehin wahrlich ein Luxusproblem....
Abheben, Start ins Nirgendwo, und wir sind dann mal die nächsten 2 1/4 Stunden weg.
Rechter Hand erkennt man Walvis Bay
und wir haben Kurs Wüste. Aber die ist hier in Namibia ja eh nahezu überall. Also fliegen wir, genauer gesagt eben weiter landeinwärts, nach SüdOst, erstmal Richtung des bis zu 150 m tiefen "Kuiseb Canyon", dessen gewundene Formationen sich durch die optisch karge Wüstenlandschaft ziehen.
Zunächst aber ist es das hier schon im Sand auslaufende Kuiseb-Flussbett.
Meist ist es trocken, wird schwer für Forellenfischer, doch sein allgegewärtiges Grundwasser spendet Leben für die vielfältige Zahl von Wüstentieren und -pflanzen, die mit unterschiedlichen Strategien hier leben und überleben.
Wir fliegen die ganze Zeit in Höhen zwischen 500 und 1000 Metern und da mangelt es dann natürlich am Erkennen von Details. Aber es geht ja vor allem um die Gesamtübersicht. Ist ja keine Flugsafari wie damals noch bei Prof. Grzimek mit dem Zebrastreifenflieger.
Unterwegs hatten wir gerade auch mal eine Tagebaumine mitten in der Wüste überquert,
könnte eine Uranmine sein.Jedenfalls wird das hier in der Gegend abgebaut.
Und mittlerweile sind wir auch über dem wohl 20 Millionen Jahre alten Canyon des Kuiseb.
Es sind die wandernden Sanddünen die hier den tollen Farbkontrast entlang des Canyons schaffen.
Diese endlosen Dünenfelder führen uns weiter zu
"Tsondabvlei"
einem wohl dauerhaft
ausgetrocknetem Flussbett das von halbwegs
roten Dünen umgeben ist. Ja, die Wüste rostet. Eine mehr und an anderen Stellen halt weniger starke Konzentration eisenhaltigen Gesteins, bildet in einem ewige Jahre langen Prozess, witterungsbedingt Eisenoxid (Rost). Und fehlt der Eisenanteil, dann bleibt die Wüste halt gelb oder weiß.
Doch erstmal wird es hier sogar noch marsartiger rot, leuchtend rot, mit bizarren Strukturen,
am Horizont endlos, auf dem Weg zu
"Sossusvlei",
bei dem das ab und an hier ankommende Wasser immer langsam in der Lehmpfanne wie z.B. "Deadvlei" versinkt,
nur kurze Zeit mal einen See bildet, niemals das Meer erreicht. Dieses Fotomotiv mit diesen abgestorbenen toten Baumfragmenten, die dort wohl seit ewiger Zeit, mindestens wohl 2000 Jahren so stehen. Hier ist wohl, neben weiteren windgeformten Dünen und Strukturen, auch die gewaltige, 350m hohe Big Daddy Düne, eine der höchsten Sanddünen der Welt.
Und das ist jetzt mein Problem, Lehmpfanne und Düne kriege ich nicht bewusst zu Gesicht. Sind die jetzt ansatzweise auf dem Foto? Wir überfliegen es und ich sitze links. Muss wohl dann rechts gewesen sein... Und obwohl mir der Sitznachbar durchaus schon länger bekannt ist, mag man ja nicht immer die Arme affenartig ausfahren, dem vor der Nase rumfummeln, um mal ein Foto zu machen. Außerdem hindert mich der Gurt daran, mich rüber zu beugen. Und diesmal, beim jetzt geraden Flug darüber, sehe ich auch gar nicht was ich gerade nicht sehe.
Diesen Struktur- und Farbenwechsel aber schon.
Vom Wind geformt...
Walvis Bay/Sandwich Harbour und die Wüstensafari
Der Weg am Ufer wird schmal,
in die hohen Dünen.
Eigentlich denkt man ja vom optischen Eindruck her, dass man da auch mit Allrad niemals hochkommt, total einsackt, wenn nicht gar verschüttet wird. Doch ist halt ein Unterschied, ob ich versuche, auf einen hingeschütteten Haufen Sand, oder auf eine durch Wind und Wetter in langer Zeit schichtweise gewachsene Düne fahre.
So eine Düne ist auch beileibe nicht überall weich. Mal sinkt man beim Laufen ein, mal tritt man auf recht harten Untergrund, mal fliegt man deshalb beim Runterlaufen auf die Schna....
Und die Schuhe füllen sich zusehends, im Innern entsteht eine Art Gelsohle, bis man nicht mehr laufen kann, es wird ordentlich Gewicht mitgeschleppt. Jemand spricht beim Runterlaufen der Düne von einem Kilo mehr, welches er nun überfllüssig mitschleppt, ich meine es könnten durchaus auch mehr sein, aber er meint ja den Sand..... und ich schweige.
Fahrtziel erreicht, wir sehen von oben Sandwich Harbour, ein ehemaliger Hafen, heute eine versandete Lagune mit wohl einer wahnsinnig großen, insbesondere Vogelpopulation.
Allein etwa 12000 Rosaflamingos und Zwergflamingos und ansonsten bis zu 200000 Tausend Vögel. Morgen werden Schwärme davon unter unseren Flugzeug fliegen und es wird dennoch kein vorzeigbare Foto gelingen ..
Unten, am Fuße der Dünen, wird jetzt ein Picknick aus dem Kofferraum gezaubert.
Wir sind mit unseren beiden Fahrzeugen nun sogar allein an dieser Stelle Da braucht man dann gar nicht so zu zaubern mit den kleinen biologisch zu entsorgenden Flüssigresten. Männer gehen ein paar Schritte. Und weil das bei Frauen dann trotzdem blöd aussieht, gehen die hinter das Auto. Und wenn man als Unbeteiligter dran denkt, dann sieht man auch keine unerwartet blanken Tatsachen. Nicht jeder denkt dran....Upps, ich wollte doch nur die Dünen fotografieren.
Die Verrichtung also recht rustikal hier, geht nicht anders, doch wir sind ja alle erwachsen.
Nachdem wir uns jetzt alle in Ruhe mit Bier Sekt und Wein betrunken haben, geht es weiter, zunächst ufernah.
Und sehr nah im Wasser vor uns dümpelt schon nach kurzer Fahrt etwas großes Schwarzes vor sich hin, ein großer Buckelwal, der allerdings auch kaum abzulichten ist und schließlich mehr oder weniger das Weite sucht.
Das Ufernahe hingegen hat ein anderes Tier gesucht. Auffällige Tatzenspuren verraten ihn, führen hinter eine Abbruchkante, und dort liegt ein Schabracken-Schakal, mit seinem schwarzen Fellmantel. Kurz schreckt er auf, bleibt aber liegen. Nur Aussteigen wäre jetzt schlecht... und ich aber sitze vorne links, genau richtig, Fenster runter und....
Das wird hier ja noch zu ner richtigen Safari. Wird es auch, denn es fängt weiter im Innern, die Fata Morgana gaukelt die riesige Wasserfläche nur vor,
jetzt damit an, das wir beobachten dürfen, wie eine Familie Oryx-Antilopen nomadenmäßig durch die Wüste schreitet.
Das sieht dermaßen majestetisch anmutend aus, dass dieses Bild im Wüstensand für den unbedarften Mitteleuropäer in dieser vermeintlichen Einöde schon fast surreal wirkt. Immer wieder auch bricht der große Leitbock zur Vorerkundung aus.
Wir fahren jetzt dermaßen querfeldein, dass man manchmal an solch steilen Abhängen steht, dass es kaum vorstellbar ist, es eigentlich der Physik wiederspricht und der fährt grinsend trotzdem runter. Und wir landen sicher.
Alles gut.
Immer wieder sehen wir nun Springböcke
und auch wieder Oryx-Antilopen, nur eben nicht so anmutig durch die Wüste ziehend wie bei Sichtung der ersten Tiere.
Gibt ja so Bilder, von Momenten, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, die wirklich einprägend wie auch schön sind. Das gehört sicherlich dazu, wird sich einbrennen.
Und spätestens als wir nun am Horizont einen langen Hals ausmachen können, ja hier sieht man durchaus so weit, da lebt nicht nur die Wüste, sondern auch ein gewisser Glanz in den Augen auf. Der lange Hals gehört zu einem Strauß, absolut freilebebend hier.
Und er ist nicht allein. 3 hühnergroße Nachwuchsstrauße lassen sich vom Vater (sieht man an den schwarzen Federn) bewachen.
Die Straußenmama scheint gerade unterwegs, sieht man nicht.
Wir sind jetzt auch unterwegs gewesen, satte 6 Stunden. Es sind diese für uns überraschenden Begegnungen die einen hier so anfassen. Nicht alles können die Ranger steuern. Es ist ein freies Gebiet von etwa 50000 Quadratkilometern. Und da stellt die Natur schon ein wenig ihre eigenen Regeln auf. Und auch das ist der Reiz, der sich von der normalen durchgetakteten 08/15-Touristenbespaßung abhebt. Hatte es ja schon nach den Erlebnissen im Pumba Resort festgestellt und durch diese freien Erlebnisse in der Weite und die Eindrücke auch hier, wird es erstmal schwer werden, mich die nächste Zeit in einen Zoo zu bekommen...
Morgen schauen wir uns das mal von oben aus an, beim 2 stündigen Rundflug über die Namib Wüste Landseide und küstenseits.
Walvis Bay/Sandwich Harbour
Über 100000 Einwohner hat die Stadt und sie wächst weiter. Erstreckt sich immer mehr u. a. Richtung Swakopmund. Historisch war es auch während der Deutschen Kolonialzeit immer britisch, eine britische Enklave.
Sehr Nährstoffreich hier das Meer, ist auch richtig grün,
und schon bei der Anfahrt liegen auf den Bojen die Robben,
ja selbst 50 Km vor der Küste sieht man sie vereinzelt im Wasser. Für die Wale ist es im Januar jetzt nicht die rechte Zeit, wir werden später überraschend dennoch einen sehen...
Um 10 Uhr starten wir mit "Red Dunes Safari"
mit teilweise küstennaher Fahrt durch den Sand der Namib Wüste zum Ziel Sandwich Harbour. Hat aber nicht etwa was mit ner Stulle zu tun, eingedeutscht ist es der Sandfischhafen. Und der Sand dominiert hier so sehr, hat im Laufe der Zeit so dominiert, dass es heute auch keine Bucht mehr, sondern eine riesige Lagune ist. Nun, wir werden es sehen...
Aber bei dieser Tour die wir jetzt erleben dürfen, ist erstmal mehr denn je der Weg das Ziel. Und vor allem auch noch der Rückweg. Doch das wissen wir ja jetzt noch nicht, dass sich Begeisterung auf dem Rückweg noch steigern kann.
Erstmal raus aus dem Ort. Erster Stopp schon bei der Lagune am Ortsrand. Erste Sichtung von Pelikanen
und Flamingos.
Die weißen sind noch jung. Rosa werden sie erst durch die Nahrung, rote Krebstierchen und so. Gebrütet wird wohl weiter weg, z. B. in Botswana. Und das Geheimnis, warum diese zerbrechlichen, selbst im ausgewachsenen Zustand nur etwa 3 Kilo wiegenden Tiere eigentlich nur dann auf einem Bein stehen wenn sie im Wasser sind, das kann gelüftet werden.
Es ist eine Maßnahme gegen das Auskühlen. Machen wir Menschen ja kurzzeitig manchmal auch, wenn wir so vorsichtig ins kalte Wasser stelzen. Aber der Grund ist bei uns Menschen dann doch irgendwie ein anderer... eher eine gewisse Missempfindung zu Beginn. Also eher keine Verwandtschafts- und Verhaltensparallelen.
Die nächste Station des Vorgeplänkels kündigt sich an. Eine gigantische Salzgewinnungsanlage.
Riesige seichte Becken mit Meerwasser und wenn die ausgetrocknet sind, bleibt Salz zurück. In großem Stil gewinnt man es hier maschinell. Und erstmal sieht es dann von der Seite betrachtet so aus, wie bei uns ein zugefrorener See mit Reif drauf.
Und nur etwa 10 Prozent dieser riesigen Mengen Salz kommen später irgendwie auf den Teller. Die größte Menge wird anders genutzt. Und da klingt es schon ein wenig bizarr hier in Afrika, es wird als Streusalz genutzt. Natürlich nicht hier in diesen geographischen Breiten... dies hier sind nur von den Lkw gefallene Reste...
In wirklich ganz großem Stil wird es nach Übersee verkauft.
Und so liegt auch bei uns dann irgendwie zeitweise ein bisschen Namibia auf den Straßen. Wusste ich auch noch nicht.
Der Ranger, die Guides nutzen unterdessen die Zeit und machen sich an den Reifen des Allradwagens zu schaffen. Müssen wir uns Sorgen machen? Haben wir etwa nen multiplen Platten? Nein, er bereitet den Wagen auf die Wüste vor, lässt Luft ab, damit die Pneus im weichen Wüstensand eine breitere Auflagefläche haben. Kenne ich schon von der Wüstenfahrt in Dubai.
Erstmal aber noch weitere Wasservögel. Das sind jetzt schon mehr als eben noch am Stadtrand. Eigentlich unüberschaubar viele, so weit das Auge reicht.
Schwarzhalstaucher
und gaaanz viele Flamingos, mal näher und mal weiter von uns entfernt, meist in Kolonien zusammen.
Wir lassen erstmal das Wasser hinter uns, die brüchig geteerte Straße endet, wohl der Beginn der Wüstenfahrt. Da diese aber ja direkt ins Meer übergeht, fahren wir dicht am Ufer, aber auch mal nach links in die Sanddünen.
Und irgendwann fängt dann der "Namib-Naukluft Nationalpark" an, ein Riesengelände mit knapp 50.000 Quadratkilometer Wüstenfläche, der größte in Afrika und der größte Nationalpark weltweit, in der wohl ältesten Wüste der Welt.
Deutlich markiert durch ein Schild ist er. Und hier steht die einzige Toilette die wir fortan sehen werden. Ein Dixie-Klo mit einladend offenstehender Türe. Dieser Einladung folgen wir nicht, fahren einfach weiter, noch ist der Druck nicht so groß, als das jemand von uns... Flüssigkeitsverlust und Aufnahme halten sich noch in etwa die Waage. Und größere Angelegenheiten ließen sich zum Glück noch am Morgen durch die Rohrpostlieferung an den Umweltoffizier regeln. Und ob da in der Wüste immer einer ne Klo Rolle hinhängt ...
Wir fahren weiter weil wir es dürfen. Ab hier braucht man nämlich nicht nur ein geeignetes Auto, sondern auch eine Lizenz. Die werden von den Last Minute Anbietern am Hafen, trotz der verlockend bunten Bildchen auf den Schildern, die sonstwas versprechen, wohl die wenigsten haben.
Jetzt aber hält der Guide, wir sind mit zwei Fahrzeugen unterwegs, plötzlich an, rennt raus, buddelt in einer kleinen Düne rum. Als er offenbar erfolglos wiederkommt frage ich ihn in broken Englisch: "What's the matter? Are you digging for beer?" Nee, das ist in der Kühltasche im Kofferraum, gibt's später. Schon einige Meter weiter dann die Erklärung. Diesmal wird erfolgreicher gebuddelt. Kleinste Spuren, offenbar mal eben so im Vorbeifahren erkannt. Zu Tage gefördert werden zwei kleine Geckos, Namib Schwimmfußgeckos.
Geschwommen wird damit aber nicht, hier im trockenen Sand, sind Grabewerkzeuge, weil die nachtaktiven Tierchen sich tagsüber in kleine lange Gänge einbuddeln. Deshalb wird jetzt auch von den Rangern auf Schatten geachtet. Es gibt auch die "Little Big Five der Wüste". Und eines davon sind ausweislich diese Geckos, die nun wieder blitzschnell dahin verschwinden, wo die hergekommen sind, in den Wüstensand.
Nun aber sehe ich mal was, so komische Schlängelspuren.
Da buddeln wir mal lieber nicht. Sind aber sowieso nicht von einer Schlange, sondern von einem beinlosen Wüstenskink, der uns verborgen bleibt.
Und dann aber entdecke ich, angefixt als Fährtensucher, was größeres, Tatzenspuren.
Entdecken ja, für den Fährtenleser aber reicht es bei uns noch nicht, da brauchen wir den Guide. Und der bestätigt, es sind die Spuren eines Schakals. Verfolgen geht jetzt nicht und ich rechne nicht unbedingt damit, hier mal einen vor die Augen zu bekommen. Aber wer weiß...
Nun aber wieder am Ufer entlang. Klar, dieses Knochenfragment eines Wal ist wohl eher zur Touristenfreude dahin drapiert.
Die vielen einzelnen Robben aber sind freiwillig hier.
Manche liegen teilnahmslos hier rum,
manche robben sich gerade aus dem Wasser
und manch andere können nichts mehr von alldem.
Der Lauf der Natur...
Lüderitz / Kolmanskuppe
Es war einmal vor mehr als 100 Jahren...
Und wenn sie nicht verfallen ist, dann steht sie noch heute dort, diese für kurze Zeit möglicherweise wohlhabendste Siedlung der Welt, aber eben ein Paradies nur auf Zeit...
So fangen Märchen an, war und ist aber Realität.
10 km von Lüderitz entfernt, im Ödland, irgendwo im Nirgendwo liegt diese Geisterstadt.
Dieser Lüderitz hat es nicht mehr erlebt, dass er mit seiner Vermutung Recht behalten sollte, dass hier, in dem Landstrich den er sich ergaunert hat, tatsächlich was zu holen ist. Nämlich Diamanten, welche man manchmal nur einfach aufsammeln musste. So begann es auch...mit dem Herrn Strauch. Doch eh ich hier noch reime, wir finden hier heute keine...
Beim Bau der Eisenbahn war es damals, ...die hier war es wohl nicht...,
als einer seiner Arbeiter solch einen funkelnden Stein am Boden entdeckte... Der Rausch begann...
Und anders als der Namensgeber der Ortschaft, dieser Kuppe, Johnny Coleman, der 3 Jahre vorher, beim Buddeln nur Augen für seinen eingesunkenen Eselskarren hatte, buddelte man hier nun nach dem "Klippekies". Hätte der Coleman mal etwas genauer hingeschaut... So aber lockte dieser unwirtliche Landstrich erst 3 Jahre später die Glücksuchenden mit dem Traum nach Reichtum an wie die Schmeißfliegen. Und erstmal lief es tatsächlich gut.
Wohl 400 Leute haben zeitweise hier gewohnt, an diesem Ort, der jetzt beharrlich von der Wüste zurückerobert wird.
Ja, schnell gab es eine richtige Infrastruktur. Mit Krankenhaus, dies sogar mit dem dann ersten Röntgengerät Afrikas; Sporthalle gegen den Buckel vom Graben;
für das urdeutsche Hobby Kegeln, sogar eine Doppelbahn;
Metzger, Bäcker und sogar ein Meerwasserschwimmbad zum Spülen der verstaubten Leiber. Meerwasser, weil man nicht auch noch die Schwimmbadfüllung, wie das sonstige Frischwasser, aus dem 1000 km entfernten Kapstadt hertransportieren wollte.
Man kann es sich schon hübsch machen... Wo ein Wille, da ein Weg. Und wenn er auch weit ist.
Doch zwischendurch wurden wohl auch mal Diamanten gesucht... Ich habe da so eine Vermutung wer da wirklich die Drecksarbeit gemacht hat.... Wie sollte man auch sonst noch Zeit haben, mal ne ruhige Kugel zu schieben.
Ja, das Deutschtum war hier stets präsent. Man fühlte sich hier wie daheim.
Auch unsere Fellbande lockt nun der Traum vom Reichtum an. Früh sind wir hier, denn gegen Mittag kommt wohl oft ein starker Wind auf, der einem nicht nur um die Ohren und vor die Häuser weht,
sondern eben auch in die Häuser.
Wir entschließen uns gegen eine Führung, wollen einfach mal die Impressionen aufsammeln, auf uns wirken lassen, in der heutigen Geisterstadt. Und bei der teilweisen Brüchigkeit der über 100 Jahre alten Gebäude schon erstaunlich, dass man sich hier frei bewegen kann, nur wenige Gefahrenstellen abgesperrt sind, man fast überall reingehen und manchmal reinkriechen kann. Manches ist hier echt noch so stabil, dass es nicht gleich zusammenfällt, wenn man mal mit dem Kopf gegen den oberen Türrahmen rennt, weil man nicht bedacht hat, dass wenn unten die dicke Sandschicht liegt, es nicht mehr passt mit dem aufrechten Gang durch die Türe.
Aber das Gebälk hat gehalten. Woanders wäre wahrscheinlich eher schlecht gewesen....
Die Fußspuren und Abdrücke verraten.... hier hat doch tatsächlich einer....
Wer das wohl war? Ein Profilabgleich könnte da Klarheit bringen. Nee, Nee, machen wir jetzt besser nicht... ![]()
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Jedenfalls nennt man das wohl hier "randvoll".![]()
Die Fellbande ist am Ende enttäuscht. "Die stellen uns hier aber auch beschissenes Werkzeug zur Verfügung", schimpft der Teddy Kaufhof mit enttäuschter Mine. "So ein verrosteter oller Mist!
Wenn das schon nicht passt... Das machen die doch extra!
"
Kurz keimt mal Hoffnung auf. Da blitzt was großes im Wüstensand... Schnell einsacken. Aber nix wird eingesackt, ist wohl nur ein abgesprungenes Stück von der Keramiksschüssel oder so.... Vielleicht auch was von der Elektrik,
ggf. auch ne halbe Sicherung.
Hier gibt es offenbar nichts mehr zu holen. So wird das nichts.
Ab in den Süden. Dorthin hat sie sich verlagert, die Diamantensuche, noch heute ist dort Diamanten Sperrgebiet.
So spätestens um 1930 rum, zog auch der Rest vom Troß von hier weiter. Und wenn man abends schon nicht mal mehr ne zünftige Kegeltruppe zusammenbekommt... Hier ist schon lange die letzte Neun gefallen.
Doch so wird das auch für die Fellbnde nichts mit den Diamanten. Der Traum vom schnellen Reichtum ist ausgeträumt. Keine Verbindung mehr ins Glück. Hier fährt nichts mehr,
außer tagtäglich die Ausflugsbusse ...
Abschied von Lüderitz, wir suchen jetzt im Norden unser Glück, in Walvis Bay und finden es, in Form von atemberaubenden Eindrücken. Bekommen dort in trockenster Wüste Wasser in die Augen, weil uns die Erlebnisse bei der Sandwich Harbour Tour so dermaßen aus den sandigen Schuhen hauen, es am Ende auch noch eine ausgewachsene Tiersafari wird....
Namibia / Lüderitz
Namibia, dieser Name wurde gewählt, als man als letzter afrikanischer Staat erst 1994 unabhängig wurde.
Abgeleitet von der Namib Wüste, die sich über den gesamten Küstenstreifen des Landes erstreckt.
Ein Wüste am Meer
und noch dazu die wohl älteste der Welt. Denn das Gebiet von Namibia gilt als einer der ältesten Teile der Erdkruste.
Und auch weil an anderer Stelle des Landes noch die Kalahari einen riesigen Raum einnimmt, ist Namibia im Flächenvergleich eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt.
Ändert sich durch unsere Ankunft heute wohl auch nicht wesentlich. Sind ja nur Gäste, hat man uns durch das zu beantragende Visum ja vorher auch noch mal eindringlich in Erinnerung gerufen...
Die Zeiten, als man den/die "Klippekies", die Diamanten, am Strand aufsammeln konnte, die sind hier vorbei. Aber wenn man den ganz "normalen" Sand hier mal optisch vergrößert, also ganz stark vergrößert, dann ist da doch noch was.
Blau, Rot, Grün... (Ist wirklich so, kommt jetzt nicht -wie dieses Foto- von mir) Sollten wir den gerade eingetüteten Original Dünensand daheim nicht doch mal sieben?
Wir erreichen also Lüderitz.
Auch wenn die Chronologie jetzt nicht stimmt, so passt es besser, wenn ich erst mit Lüderitz beginne.
Denn eigentlich waren wir direkt nach dem Anlegen zur Kolmannskuppe/Kohlmannskoop gefahren. Berichte ich dann später drüber.
Eigentlich verwunderlich, dass die uns als Deutsche hier überhaupt von Bord lassen. Verwunderlich, dass hier noch irgendwo ein Denkmal vom Stadtgründer und Namensgeber steht, dass sich ein gewisses unverkennbares Deutschtum hier noch immer gehalten hat. Verwunderlich, nach alldem was hier geschehen ist. Zu Beginn dieser Meilenschwindel, als Lüderitz den Häuptling mit dem Kaufvertrag so beschissen hat, plötzlich nicht englische Meilen, sondern angeblich preußische Meilen gemeint waren und der Verkäufer dadurch "vertragsgemäß" einen Großteil seinen Stammesgebietes verloren hat. Denn es macht schon einen Unterschied, ob die Meile 1,6 oder 7,5 km hat. So wurden aus 70 x 35 km dann mal eben 300 x 150 km.
Und die Unterdrückung nahm ihren schrecklichen Verlauf. Der immer mehr aufkommende blutige Widerstand endete für viele auf Shark Island, nur einen Steinwurf vom Liegeplatz entfernt,
wo sich die Gräueltaten dann mehr als fortsetzten...
All dessen sollte man sich halt, wenigstens im Hinterkopf noch bewusst sein. Lange her und unvergessen das Gewesene....
Aber wir scheinen willkommen. Und nicht nur wir, denn die 100000 deutschen Touristen sind neben den Entwicklungshilfen, jährlich ein bedeutender touristischer Wirtschaftsfaktor.
Doch wir schauen uns jetzt mal in der 16.000 Einwohner Stadt um.
Über den "Kirchweg" erstmal hoch zur Felsenkirche,
wo im Altarfenster der deutsche Adler noch von damals prangt.
Den Felsen daneben kraxle ich dann antilopenmäßig hoch, die weggewehte Kappe fällt in erreichbares Gelände, ist wieder geborgen und unten angekommen, betreibe ich noch unfreiwillige Präsentationsarbeit. Eine Frau welche, vom Ehemann frisch überredet, gerade zum Aufstieg ansetzen will, nimmt nun jäh Abstand von diesem Vorhaben und meint erschrocken "Nee, besser nicht!" Und das nur, weil ich beim letzten Schritt auf den Schotter, eigentlich unspektakulär, ein wenig ins Rutschen gerate...
Ob der Mann mir nun dankbar ist für die kurzfristig gewonnene Freiheit beim Alleinaufstieg, man weiß es nicht...
Das die Häuser hier
nicht von alleine so bunt sind und das nicht mehr die Originalfarbe ist, wird gerade demonstriert...
Aber der Farbton ist wohl tatsächlich original, jetzt halt retro.
Die Arbeitslosigkeit ist mit wohl über 30 Prozent sehr hoch hier, für manche existiert ein täglicher Überlebenskampf und jeder versucht irgendwie Geschäfte zu machen. Einen 5 Minuten Haarschnitt versucht man mir, von der Straße weg aufzuschwätzen. Ich zeige, was sich fragmentarisch kurz unter der Kappe verbirgt. Es wäre denn ein sehr einseitiges Geschäft geworden... Ich bin ja bereit zu helfen, aber den Rest da oben gebe ich nicht auch noch her.![]()
Im oberen Bereich übrigens, sind die Straßen noch original ungeteert.
Auf der Bahnhofstr. steht ein kleiner Fiat oder ähnliches. Ein Halbwüchsiger ist zum Hilfsdienst verdonnert, hält ein Magnetschild mit Taxi-Aufschrift, kurzfristig auf die Motorhaube gepappt, an einer Ecke mit zwei Fingern festgestellt, um es im Bedarfsfall, wenn der Schupo oder die lezensierte Konkurrenz um die Ecke kommt, schnell verschwinden zu lassen und wieder rein privat zu sein. Und wenn die Luft wieder rein ist, wird der Privatwagen ganz flexibel wieder zum Taxi.
700 Verkehrstote, bezogen auf die hiesige Einwohnerzahl sind weltweit übrigens die höchste Todesrate. Gut zu wissen als Mietwagen-Kunde.
Idyllisch durch die Nachtigallstraße
Dann jetzt also mal in die alte Zeit
des Diamantenrauschs...
Mal sehen, ob in Kohlmannskoop noch was zu holen ist...![]()
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