
Was für ein schöner erster morgendlicher Blick aufs Meer, durch die Balkontürscheibe, an diesem Seetagmorgen unseres 111. Reisetages.
Die raue, etwas leicht ruppige See der letzten beiden Tagen, haben wir hinter uns gelassen.
Laut nautischer Information für den heutigen Tag, könnte es ein interessanter Seetag werden, sofern wir Glück haben und sich einige Bewohner des Meeres uns zeigen möchten.
Wir werden morgenfrüh gegen 8 Uhr in Kapstadt anlegen und dort auch Overnight sein, also zwei Tage vor Ort verbringen können.
Gestern Abend fanden wir dieses Informationsschreiben, über das zu beachtende Ein- und Ausreiseverfahren für Kapstadt, auf unserer Kabine vor.
Wenn man dies liest, sollte es für uns Reisende ein vereinfachtes Immigrationsverfahren bedeuten, also zumindest werden demnach keine extra Einreiseformulare im Speziellem zusätzlich eingefordert.
Anders hingegen sieht es für unseren nächsten Hafen „Walvis Bay“ aus.
Bereits vorgestern Abend fanden wir diese Nachricht auf Kabine vor.
Seit gestern Vormittag sieht man überall in Schlange anstehende, hilfe- und ratsuchende Passagiere an diversen Countern der Rezeption, in deren Nähe im Atrium und oben in der Top Sail Lounge, an dem Concierge-Empfang.
Einige Passagiere, so bekam ich es persönlich von ihnen gestern im Gespräch erzählt, haben es aufgegeben, ein Visa für Namibia zu beantragen, weil ihnen eine Übertragung, über die geforderten Daten, einfach nicht gelang.
Dass diese Beantragung u. U. mit Schwierigkeiten und einigem Aufwand verbunden ist, hatte ich ja Gott sei Dank hier im Forum mehrfach lesen können und mich somit nicht auf eine kurzfristige Beantragung von Bord, oder noch kurzfristiger vor Ort bei Einreise aus, verlassen.
Wir hatten das Visa bereits im Oktober von zu Hause aus beantragt und auch wir standen kurzzeitig damals vor einigen Hürden, gerade was das Hochladen der Passdaten/des Fotos und der Übertragung der Zahlungsmodalitäten betraf.
Aber mit etwas Geduld, haben wir es gut hinbekommen und führen damit unser Visa bereits mit.
Und daran scheiterte es demnach gestern auch bei einigen Passagieren.
Ich kann es den Mitreisenden nur wünschen, dass sie, bis zu unserer Ankunft am 30.4. in Walvis Bay, doch noch ihr gewünschtes Visa erhalten können, ansonsten sind sie gezwungen, an Bord zu bleiben.
Eine alleinreisende ältere, aber sehr rüstige Dame, mit der wir sehr netten Kontakt haben, macht das gerade sehr traurig.
Sie hatte sich auf eine 4x4 Wüstensafarie so sehr gefreut, welche sie nun stornieren müsste und damit leider nicht miterleben kann.
Wir kreuzen, so nachlesbar in der heutigen nautischen Information, welche ich weiter oben bereits bebildert eingestellt habe, an der Südküste Südafrikas vorbei.
Die Sonne lacht, der Himmel ist wunderschön blau, doch ein kühler Wind hindert mich daran, auf dem Balkon zu sitzen.
Und so habe ich mich in der Top Sail Lounge, mit meinem Handy und mit meinem Strickzeug, eingefunden und genieße den wunderbaren fernen Ausblick auf die Südküste Südafrikas.
Nein, es regnet nicht und es hat nicht geregnet, es fanden gerade Fensterputzarbeiten statt.
Ich wünsche euch allen einen schönen Samstag und unserer Familie ganz besonders. ![]()
Einer unserer Enkel feiert heute seine „1. Heilige Kommunion“ und wir haben es bei Buchung der Reise leider nicht mit bedacht.
Etwas Wehmut schwingt bei uns von daher heute mit, zumal ich genau vor 61 Jahren, an exakt diesem Datum, meine eigene Kommunion feiern durfte.
Wir haben bereits gestern Abend mit ihm gefacetimet und er hat sich sehr gefreut, mit uns sprechen zu können.
In drei Wochen werden wir uns hoffentlich alle gesund wiedersehen.
„So lange ist das nicht mehr“, meinte er sehr verständnisvoll zu uns. ![]()
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