
Schon früh um 7 Uhr am Morgen, haben wir auf der Insel La Réunion festgemacht.
So richtig mitbekommen haben wir allerdings davon so gut wie nichts, da wir mit unseren Ausflugsvorbereitungen, bzw. mit dem frühen Frühstück noch zuvor, viel zu beschäftigt waren.
Der Hafen und seine Umgebung an sich ist wenig reizvoll, sodass wir eh nicht viel verpasst haben.
Um 7:15 Uhr fand schon der allgemeine Treff zum Ausflug im Theater statt und mit Verzögerung saßen wir dann schlussendlich gegen 7:50 Uhr im Bus.
Das Einreiseprocedere hielt sich in Grenzen, es gibt nämlich kein richtiges Terminal und wir mussten lediglich unsere Ausweise mit der Fotoseite kurz im Vorbeigehen einem Zollbeamten zeigen, damit war der Facecheck erledigt und wir konnten zum Bus gehen.
Der Ausflug fand unter dem Namen „Piton de la Fournaise“ statt und er begann mit einer wunderschönen Fahrt zunächst über die Schnellstraße an der Küste entlang und ein kleines Stück durch diverse Ortschaften bis in die Hochlandregion „La Plaine des Cafres“.
Der Name dieser Region stammt von den afrikanischen Sklaven, den sogenannten „Cafres“, welche sich im 18. Jahrhundert hier in den Hochlandwäldern versteckten, weil sie nicht glaubten, dass die Sklaverei aufgehoben wurde und sie frei sind.
Diese grüne Hochebene liegt zwischen dem Piton des Neiges und dem aktiven Vulkan Piton de la Fournaise (das sollte später unser Endziel sein) und ist bekannt für ihre üppige Vegetation, weite Ausblicke auf umliegende Täler und für die frische Bergluft.
La Plaine des Cafres ist für Viehzucht und Milchwirtschaft der Insel bekannt.
Dort befindet sich zudem der Hauptausgangspunkt für Vulkanwanderungen. Ein botanischer Wanderweg führt durch einen ursprünglichen Wald.
Landschaftlich kann man das, was wir bei unserer knapp zweistündigen Fahrt bis dorthin alles gesehen haben, gar nicht wirklich glauben.
Zuerst diese wunderschöne Küstenfahrt, mit Ausblicke auf Lagunen.
Dann von Ortschaft zu Ortschaft stetig bergauf, hinein in eine Bergwelt, wie man sie auch in den Alpen vorfindet.
Gehöfte und grasende Kühe hätten wir dort auf dem Weg zum Vulkan nicht vermutet.
Es war ein sehr schöner und lohnender Ausflug, das möchte ich für heute abschließend noch sagen.
Ansonsten bin ich müde, denn es war ein langer und auch wieder ein beeindruckender Tag, um jetzt über alles auf einen Schlag zu berichten.
Wir sitzen noch auf ein Glas Wein und lassen mal alles in Ruhe sacken.
Ab morgen stehen fünf Seetage an, bis wir Kapstadt erreichen.
Ich berichte von daher gerne morgen weiter. ![]()