
Es ist kurz nach 6 Uhr, als ich wach werde und das Gefühl habe, das Anlegemanöver ist schon zugange.
Ganz verkehrt liege ich mit meinem Gefühl nicht, nur es reizt mich gerade nicht wirklich, mich in diesem feuchten Dunst, der mir entgegenkommt, lange auf den Balkon zu stellen.
Reizvoll ist das, was ich da zu sehen bekomme auch nicht. Also ab wieder unter die kuschelige Decke und noch einmal die Äuglein feste zugedrückt.
Unser inkludierter Ausflug beginnt erst um 10:15 Uhr und somit reicht es uns, wenn wir gegen 8 Uhr aufstehen.
Auch bei meinem 2. Blick am Morgen, hinaus auf die Umgebung, erkenne ich kaum eine größere Veränderung zudem, was ich zuvor schon zu sehen bekam, nämlich irgendwie nur alles grau in grau verhangen, lediglich etwas mehr Tageslicht, als 2 Stunden noch zuvor.
Es regnet mittlerweile recht dolle und frisch ist es geworden, sodass wir uns warm anzogen und die Regenjacke mitnahmen.
Mit Verzögerung startet unsere ursprüngliche Ausflugszeit bereits vom Treffpunkt im Theater aus.
Es ist der Menge an Passagieren geschuldet, welche heute auf Excursion gehen werden und dem im Terminal zunächst erst noch zu durchlaufendem Immigrationsverfahren.
Jeder Passagier, welcher heute oder ! Morgen von Bord gehen möchte, muss heute ! seinen Pass einlesen und abstempeln lassen.
Unser Tourbus bringt uns in strömendem Regen zum „Schloss der guten Hoffnung“.
Mein Mann und ich sind uns schnell einig, wir werden nicht aussteigen, haben gerade drei Wochen unseren Schnupfen-Husten-Heiserkeit auskuriert und sind erst seit ein paar Tagen wieder einigermaßen auf dem Damm.
Drei weitere Personen bleiben mit uns im Bus sitzen und wir warten gemeinsam, uns nett mit dem Busfahrer unterhaltend, bis die Gruppe triefendnass zurückkommt.
Weiter ging’s nun mit der Tour vorbei an der City Hall mit dem legendären Balkon, auf dem in lebensgröße eine Bronzestatue von Nelson Mandela, in winkender Haltung, zu sehen ist.
Sehr schön war unser kurzer Stopp am Fischereihafen „Hout Bay“, da wir dort zwei Robben beim Spiel zuschauen konnten.
Unser Stopp am Maiden‘s Cove zeigte uns die Schönheit der dort rauen felsigen Küste.
Dort erwartete uns auch eine kulturelle Tanzvorführung.
Ich stelle euch einmal den Tourverlauf ein, wie er vorgesehen war.
Wir haben ihn in abgeänderter Reihenfolge erlebt, was aber auch ok war, denn mit der Zeit ließ der Regen nach und wir konnten wenigstens die Fahrt entlang der Weinregion und der Küstenstraße vorwiegend regenfrei genießen.
Morgen werden wir, sofern das Wetter sich bessert, ohne jegliches Vorabziel, an der Waterfront flanieren und uns von dort einfach dahin treiben lassen, wo unsere Füße uns hintragen werden.
Wir waren, vor einigen Jahren, bereits drei Wochen quer durch Südafrika unterwegs, hatten da viele Highlights angeschaut, von daher drängt uns gerade nichts, was wir uns unbedingt anschauen müssten.