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Weltreise mit AIDAcara vom 17.10.17 - 10.02.18

  • dieniederrheiner
  • 19. September 2016 um 18:39
  • Antworten

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  • Hoffi
    Gast
    • 22. Februar 2018 um 10:52
    • #281

    Hallo Monika u. Gogie

    Robinson Crusoe hat eine spektakuläre Naturkulisse mitten im Ozean. Wir haben die wenigen Straßen und Häuser erkundet, wobei wir gleich auf viele freundliche Inselbewohner gestoßen sind, die sich mit uns unterhalten haben. Die haben uns auch auf den roten Kolibri hingewiesen, den es hier zu sehen gibt und einige Mitfahrer haben es sogar geschafft ihn zu fotografieren. Auf der Insel kann man einen Reitausflug machen, wir haben sogar ein Taxi gesehen, das auf die andere Inselseite zu einem kleinen Strand gefahren ist. Empfehlenswert ist eine Wanderung durch den Nationalpark auf die Berge, von dort kann man die Insel und die Bucht in der das Schiff liegt bewundern. Die Wege in die Berge dauern von einer bis ca. fünf Stunden, je nachdem wie hoch und weit man gehen möchte. Im Dorf gibt es noch einen Postcontainer und zwei Restaurants in denen vor allem Fisch und Hummer angeboten wurde. Beide Restaurants waren jedoch nach kurzer Zeit überfüllt.

    Wenn das Wetter mit spielt ist das eine wunderschöne natürliche Insel.

    Ahoi

  • Anzeige
    • RE: Weltreise mit AIDAcara vom 17.10.17 - 10.02.18

    Falls jemand spontan AIDA buchen will – hier gibt’s sogar einige Last-Minute-Optionen

  • BeeGeeDu
    gerne weitreisend
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    Beiträge
    1.492
    • 22. Februar 2018 um 16:15
    • #282

    Für die Robinsoninsel nehmen wir unsere Wanderschuhe mit.

    a6da44a4ae37ff038091a6335ebc225a4f2bd25c

  • h.p.g.
    h.p.g.
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    1.170
    • 22. Februar 2018 um 20:03
    • #283

    ....schon wieder muß ich dir zu allem von dir angesprochenen, Recht geben. AC hat es sich recht einfach gemacht mit dem Slogan : wir sind schließlich das erste mal hier. Im Grund hat AC alles auf sich zukommen lassen.Die Leidtragenden waren die Gäste.
    Aber für viele Mitreisenden war es nur eine Fahrt ins Blaue und alles war gut, siehe Hoffi. Solche Gäste hat AC gerne. :meinung: L. G.

  • Baerchen03
    Fortgeschrittener
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    107
    • 23. Februar 2018 um 01:21
    • #284

    Puh ich weis garnicht so recht wie ich ugem`s Bericht einordnen soll. Im ersten Moment nach dem lesen dachte ich mir wow und dann das einzige Urteil was mir dazu einfällt ist Vernichtend. Ich muss gestehen selbst wenn mit der Aura nun ein doch deutlich moderneres Schiff an den Start geht, so nimmt ja auch die Anzahl an Pax zu. Wenn man dann noch die Berichte von ugem und Diana72 in Bezug auf die Preisgestaltung und die Organisation von AIDA sieht kommen mir wirklich Zweifel das es auf der AURA harmonischer laufen wird. Ich glaube da warte ich mal lieber noch ein paar Jahre mit dem buchen einer Weltreise oder zumindestens einer längeren Tour ( ab 20 Tage +) bei AIDA warten.

    07-15.01.18 Karibik  :wiegeil:  Jewel of the Seas
    28.5-08.06.19 Norwegen mit Nordkap I   :abfahrt:  Mein Schiff 4

  • Hoffi
    Gast
    • 23. Februar 2018 um 09:58
    • #285

    Oha, da hast Du mich ja gut durch den Wolf gedreht. Ich hab doch nur unsere Meinung zu dem Thema geschrieben. Wir hatten 40 Häfen und an einem durften wir nicht an Land gehen?!

  • BeeGeeDu
    gerne weitreisend
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    Beiträge
    1.492
    • 23. Februar 2018 um 10:18
    • #286

    1. Auf der AURA wird alles besser. AIDA hat sicherlich gelernt.
    2. Da die AURA ausgebucht ist, brauchen sich die Zweifeler keine Gedanken mehr machen, ob sie mitfahren wollen.

    a6da44a4ae37ff038091a6335ebc225a4f2bd25c

  • Hoffi
    Gast
    • 23. Februar 2018 um 11:11
    • #287

    Es wird bestimmt so toll und Aufregend wie wir es empfunden haben.
    Naja die negativen Sachen einfach umschiffen, ist doch Abenteuerurlaub.
    Ich habe Eure Berichte von der Aura Weltreise gelesen, Ihr seid gut auf Kurs.
    Ahoi

  • Hoffi
    Gast
    • 23. Februar 2018 um 12:59
    • #288

    Hallo Ugem,

    ich habe nun noch einmal recherchiert, da mich die Aussage zum Buschfunk nun doch gewurmt hat.

    Zu den öffentlichen Toiletten habe ich folgendes, die Schule ist ein Holzhaus mit vier Räumen. Natürlich auch mit einer Toilette, die ist jedoch nicht öffentlich für Touristen. Das Kkh ist nur bei Bedarf geöffnet und hat somit auch keine öffentlichen Toiletten. Somit bleibt die öffentliche am Versammlungshaus/Museum. Ob das ausreichend wäre, wenn eine ganze Schiffsbesatzung auf die Insel übersetzt? Somit ist das auch kein Unsinn was ich geschrieben habe.

    Wir haben mit den Pitcairnern auf der AIDA gesprochen und die haben uns erzählt, dass in der Bounty Bay vornehmlich Ihre Langboote und Zodiacs anlegen können. Für alle anderen Boote ist das nicht ungefährlich. Somit glaube ich nicht an tausende Tenderboote die dort schon vor uns angelegt haben.

    Für den neuen Hafen ist das Gerät von der Seeseite herangeschafft worden und auch wieder abtransportiert worden. Natürlich holen die Inselbewohner auch Touristen mit dem Quad ab, aber davon gibt es nur eine Handvoll auf der Insel und die fahren (mit Touristen) nur den befestigten Weg von der Bounty Bay nach Adamstown.

    Natürlich gibt es bei 1.000 Mitfahrern mindestens 900 Meinungen dazu. Das letzte Wort auf einem Schiff hat halt der Käpt´n und der hat entschieden. Natürlich ist es angebracht sich zu beschweren wenn man sich benachteiligt fühlt.

    Mal ganz ehrlich, gibt es Arrestzellen auf der Cara???

    Ahoi

  • raesfelder
    ...verrückt nach Meer!
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    Beiträge
    142
    • 23. Februar 2018 um 13:43
    • #289

    Hallo,
    ich hoffe/ denke es gibt auf jedem Schiff eine Arrestzelle. Ich finde es sehr gut, wenn hier mal ehrliche Meinungen und Ansichten zu der ja ersten Aida Weltreise kundgetan werden. :daumen:

    Ich persönlich würde mit der kleinen Cara nicht mal eine Transatlantik Reise machen. Was sollte man denn da an 5 oder 6 Seetagen am Stück machen? :gruebel:

    Erscheinen die tollen Reiseziele der Weltreise(n) noch so verführerisch, wenn ich an die 14 Nächte Reisen denke die ich bereits mit Aida gemacht habe, alleine das Geschubse in den Buffet- Restaurants, nee.... :abschied:

    c6e432db9d5a3b268fffffebefa91900536fc026

    2024 Karibik& Mittelamerika, Aida Luna

    2023 Thailand, Malaysia, Singapur& Vietnam, Aida Bella

    2023 Aida Cosma Mediterrane Schätze 2

    2023 Aida Nova von Gran Canaria nach Kiel :daumen:

    2022 Aida Aura Südafrika& Namibia :thumbsup:

    2022 Aida Stella Spanien& Portugal :loveyou:

    2022 Aida Perla Karibische Inseln :daumen:

    2021 Aida Perla

    2021 Aida Stella

    2021 Aida Perla

    2020 Aida Blu

    2019 Aida Nova

    2019 Aida Stella

    2019 Aida Diva

    2018 Aida Blu

    2018 Aida Diva

    2017 Aida Luna

    2016 Aida Aura

    2015 Celebrity Silhouette

    2014 Aida Stella:loveyou:

    2013 Norwegian EPIC

    2013 Aida Diva

    2012 Splendour Of The Seas

    2012 Brilliance Of The Seas

    2011 Costa Magica

    2011 Norwegian EPIC

    2011 Adventure Of The Seas

    2010 Mein Schiff

    2009 Norwegian Jade

    2008 Aida Diva :loveyou:

  • Hoffi
    Gast
    • 23. Februar 2018 um 14:43
    • #290

    Arrestzellen gibt es wirklich auf einem Kreuzfahrer. wieder was dazu gelernt.

  • Baerchen03
    Fortgeschrittener
    Reaktionen
    432
    Beiträge
    107
    • 23. Februar 2018 um 23:12
    • #291
    Zitat von BeeGeeDu

    1. Auf der AURA wird alles besser. AIDA hat sicherlich gelernt.
    2. Da die AURA ausgebucht ist, brauchen sich die Zweifeler keine Gedanken mehr machen, ob sie mitfahren wollen.

    Leider muss ich sie enttäuschen die AURA ist nicht Ausgebucht, weder auf den Teilstrecken noch als Weltreise aber ehrlich gesagt glaube ich möchte ich in der Tat auch nicht mit Leuten wie ihnen fahren.

    07-15.01.18 Karibik  :wiegeil:  Jewel of the Seas
    28.5-08.06.19 Norwegen mit Nordkap I   :abfahrt:  Mein Schiff 4

  • Drachenfisch
    Meersüchtig
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    22
    Beiträge
    49
    • 25. Februar 2018 um 15:32
    • #292
    Zitat von ugem

    Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir uns überhaupt noch zu dieser 1. Weltreise von AIDA äußern sollen. Aber wir denken, die Fairness verlangt es, damit zukünftige AIDA-Weltreisende wissen, worauf sie sich einlassen.

    Obwohl wir auch gerne sehr lange Strecken fliegen, haben wir die hochgelobte 1. AIDA-Weltreise komplett von Hamburg bis Hamburg gemacht. Einfach, um auch mehr Gepäck für die fast 4 Monate dauernde Reise und entsprechend viele Reiseandenken mitnehmen zu können und nicht auf 23 kg im Flieger beschränkt zu sein.

    Den Altersdurchschnitt der Teilnehmer von 69 Jahren haben wir durch unsere Teilnahme gesenkt, da wir weit jünger sind, als der Durchschnitt.

    Ausschlaggebend für die Buchung dieser Reise war für uns die Aussicht, Freunde auf Pitcairn zu besuchen, denn anfangs wurde seitens AIDA noch vollmundig mit einem Besuch auf Pitcairn am 03.12.2017 geworben. Man werde dort von 08-18 Uhr vor Anker liegen. Seitens AIDA würden aber auf Pitcairn - genau, wie auf der Roobinson Crusoe Insel - keine Ausflüge angeboten, doch man könne dort auf eigene Faust Landausflüge unternehmen. Für Gehbehinderte hätten die Einwohner Pitcairns Quads, mit denen sie die Touristen vom Landungspunkt hoch nach Adamstown fahren. Diese Aussage verschwand dann ein paar Monate vor der Abreise aus der Ausschreibung von AIDA. Und heutzutage tut man so, als hätte es dieses Angebot/Aussage nie gegeben. Zum Glück haben wir damals alles kopiert.

    Das Wetter war fast durchweg schön auf der gesamten Reise. Ein paar bewölkte Tage und ein paar Regentage fielen gar nicht ins Gewicht bei den 116 Tagen, die wir auf der Cara waren.

    Der Seegang über der Biskaya mit 9 bis 10 Meter hohen Wellen, hat dafür gesorgt, dass die Restaurants ca. 250 Besucher weniger hatten. Der Rest der Strecke bis zum Kap Hoorn runter war schon sehr bewegt, aber nicht so rauh, wie in der Biskaya. Die Krankenstation hat einen guten Umsatz mit Reisetabletten gemacht und die überteuerten Armbändchen aus dem AIDA-Shop, die gegen Seekrankheit helfen sollen, fanden reißenden Absatz. Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass Leute, die eine Schiffsreise rund um die Welt machen, wissen sollten, ob sie seefest sind oder nicht. Für nicht ganz seefeste Teilnehmer war die erste Teilstrecke schon eine Tortur. Aber dafür kann ja AIDA nun wirklich nichts.

    Übrigens war die Rückfahrt über die Biskaya nicht besser. Aufgrund der Wettervorhersagen hat Kapitän Tommy Möller entschieden, den Hafen Ferrol einfach wegzulassen und ist direkt von Leixoes aus mit Cara-Höchstgeschwindigkeit über die Biskaya nach Honfleur gefahren. Dort haben wir dann die dadurch eingesparte Zeit von 1 1/2 Tagen abgesessen, damit wir nicht zu früh in Hamburg sind. Die Rückfahrt über die Biskaya (diesmal sollen die Wellen sogar noch 1 Meter höher gewesen sein, als im Oktober) war für uns beide eine lustige Dauer-Achterbahnfahrt auf See - für fast die Hälfte der Teilnehmer aber ein Grund, sich das Essen noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.

    Zwischen San Antonio und Portugal war die See ok und teilweise sogar extrem ruhig. Im Pazifik haben sich an manchen Tagen das Schiff und die Wolken auf der Wasseroberfläche gespiegelt und die Bugwelle war trotz 16 Knoten Geschwindigkeit nur eine halben Meter hoch. Also sowas von Ententeich in der endlosen Weite des Pazifiks hat uns sehr überrascht.

    Die Ziele (bei AIDA nennt man das ja Destinationen) waren schön, aber auch dafür kann AIDA nichts. Denn sie sind schön und bleiben schön - egal, mit welcher Gesellschaft man hinfährt. Doch AIDA tat ständig so, als hätten sie eine Vorausmannschaft hingeschickt, die die "herrlichen Destinationen" erfunden und dort platziert hätte.

    Und wenn man zum 112. Male im Boulevard gesagt bekommt, dass man sich für die Teilnehmer etwas "ganz Besonderes" habe einfallen lassen und extra entlang des schönen Wetters gefahren wäre.... dann ist das die ersten 12 mal noch lustig, aber irgendwann kann man die Selbstbeweihräucherung nicht mehr hören.

    Das größte Problem, das AIDA hat, ist die Unehrlichkeit dieser Firma.

    Würden sie im Vorfeld sagen: Leute, wir von AIDA haben sowas noch nie gemacht und wir sind bestrebt, das auch mal zu machen und zu einem erträglichen Preis anzubieten, so dass man nicht noch den letzen Notgroschen verbraten muss, um einmal um die Welt zu fahren. Und darum müssen wir alles Mögliche und Unmögliche, was sonst bei AIDA-Reisen im Preis inbegriffen ist, über Workshops, kostenpflichte Veranstaltungen und Daueranimation zum Alkoholkonsum reinholen... Da könnte man sich im Vorfeld darauf einstellen und würde sich nicht so ausgenommen fühlen.

    Verglichen mit anderen Weltreiseanbietern war ja der Preis wirklich nicht überhöht.

    Aber, wenn man vor der Weltreise, die Werbetrommel rührt und so tut, was man alles anbieten wird und wie toll das werden wird und trallala..., dann muss man sich nicht wundern, wenn die Leute frustriert sind, wenn AIDA dann an Bord "ätsch" sagt.

    Einer der beiden Hotelmanager hat ganz offen gesagt: Die normalen AIDA-Reisen sind so ausgelegt, dass das Reisen an sich mit dem Schiff, bzw. das Schiff selbst das Erlebnis ist. Mit der neu ins Leben gerufenen Billig-Sparte "Selection" ist nicht die Reise oder das Schiff das Erlebnis, sondern die Destinationen.

    Jeder, der Selection hört, denkt doch automatisch an etwas ganz Besonderes, Herausragendes. Aber es müsste eigentlich Selektion heisen. Luxus, den man normalerweise bei AIDA bekommt, gibts da nicht, der wird aus-selektiert und nicht oder nur gegen Extra-Zahlung angeboten.

    Das Selection-Segment ist in Wirklichkeit die billige Holzklasse von AIDA. Vieles, was man normalerweise von den AIDA-Reisen kennt, ist bei Selection-Reisen 20 bis 30 % schlichter und einfacher oder muss extra gezahlt werden. Das sollten alle Selection-Reisenden bedenken und beachten, sonst kommt gewaltiger Frust auf.

    Es hat auch seinen Grund, warum das Bezahlrestaurant bei Selection-Reisen nicht Rossini heißt. Das würde dann den Ruf der echten Rossini-Restaurants beeinträchtigen. Nein, das Rossini heißt auch ganz simpel "Selection-Restaurant" und ist genauso etwas schlichter, als die normalen Rossinis. Dafür kann man im Selection-Restaurant sich auch schon für schlappe 14,90 € "verwöhnen" lassen.

    Wir haben sämtliche "AIDA heute" auf den Laptop kopiert, um dokumentieren zu können, welche Mehrkosten bei Selection-Reisen gegenüber normalen AIDA-Reisen anfallen. Da sieht man fast hinter jedem "Angebot" das berühmte + für "kostenpflichtig". Vergleicht man das mit dem "AIDA heute" normaler AIDA-Reisen, wird einem schwindelig, wofür bei Selection-Reisen extra bezahlt werden muss.

    Nur mal ein Beispiel: Da wurde im Vorfeld im Internet und in den Medien die Werbetrommel gerührt, dass AIDAcara auf der Weltreise eine "Schokoladenfabrik" an Bord habe und man unterwegs immer landestypische Schokolade selber machen könne.

    Die "Schokoladenfabrik" entpuppte sich dann als ein kleines Maschinchen und 50 kg (in Worten: fünfzig) Schokoladenrohmasse, die von einem Lektor in Hamburg an Bord gebracht wurden. Und das für 1.200 Leute! Dann hielt dieser Lektor im Theater zwei kostenfreie!!! Vorträge darüber, wie gesund und toll und schlankmachend doch Schokolade sei und man unbedingt an den Workshops zur Schokoladenherstellung teilnehmen "müsse". Beim nächsten oder übernächsten Hafen war er verschwunden, genau wie das kleine Schokoladenmaschinchen.

    Man hat dann nichts mehr gehört, bis irgendwann mehrere Seetage waren und man ein Programm brauchte. Da wurden Schokorohmasse und Maschine wieder heraus gekramt und Workshops angeboten, die alles andere als preiswert waren. Da konnte man dann die Schokoladenrohmasse mit irgendwelchen komischen Toppings verzieren. Und man hatte sogar die Möglichkeit, die selbst verzierte Schokolade käuflich zu erwerben. Die kleine 50g-Tafel für schlappe 6,90 € und die 100g-Tafel für nur 10,00 €. Also ganz "preiswert".

    Dann war wieder Ruhe und kurz vor Ende der Weltreise tauchte dieser Schoko-Lektor wieder auf und motivierte die Leute wieder zu neuen Workshops und zum Kauf der überteuerten Schokolade, denn von seinen mitgebrachten 50 kg Rohmasse war noch jede Menge unverkauft.

    Und so ging das ständig. Ob das das Perlen-Auffädeln war, beim man für den Workshop einen größeren Schein hinzulegen hatte und zusätzlich noch das Material kaufen musste oder sonstige Workshops die voll am Publikum der Weltreise vorbei gingen.

    Selbst zum Schmücken der paar Weihnachtsbäume wurden die Teilnehmer animiert. Teilweise mussten die Teilnehmer sogar die Behänge der Bäume selber basteln. Es wurde für jeden Baum eine Schmück-Gruppe gebildet. Aber es kamen nicht genug Leute zusammen. Für einen Baum fand sich keine Gruppe mehr und der musste vom Personal geschmückt werden. Jeder hatte nämlich Bedenken, dass AIDA auch noch aus dem Bäumeschmücken einen kostenpflichtigen Workshop macht.

    Es gab u.a. eine Mode- und Stilberaterin, die krampfhaft versuchte, den Leuten eine Beratung für schlappe 379,00 € aufzudrücken. Das Dumme war nur, dass sie sich selber so altbacken und unvorteilhaft kleidete und in manchem ihrer Kleider eher einer Presswurst ähnelte. So hielt sich die finanzielle Ausbeute für AIDA arg in Grenzen.

    Das Personal in den Restaurants war in der Regel sehr freundlich. Die Reisescouts waren sehr fleißig und bemüht, den Teilnehmern angenehme Ausflüge zu präsentieren. Natürlich stand es nicht in ihrer Macht, denn sie waren ja auf die durchführenden Agenturen angewiesen.

    Die jungen Leute von den AIDAcara-Stars waren wirklich top und haben das Niveau der Unterhaltung sehr bereichert. Eric Paisley begeisterte zu Beginn und zum Ende der Weltreise sein Publikum. Und zwei der Lektoren (Kiesewetter und Knut Edler von Hofmann) waren sehr gut.

    Andere waren von den Themen und der Qualität des Vortrages zu weit weg vom älteren Publikum. Das zeigte sich dann am fast leeren Theater. Die Musikauswahl und die Musikrichtungen waren alles andere, als auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ausgelegt. Der Bum-bum-Jonny, wie ihn viele Teilnehmer nannten, spielte mit seinem Laptop immer nur die Sachen für jugendliches Publikum. Davon gab es aber nur ganz wenig Leute. Sobald er mit seiner Bum-bum-Musik anfing, hörten die Leute auf zu Tanzen und gingen schlafen. Und die mit viel Mühe aufgebauten Getränkebars am Pooldeck konnten wieder weggeräumt werden, weil sie keinen Umsatz machten.

    Beschwerden oder Hinweise an die FB-Manager, den Entertainment-Manager oder an die Rezeption fanden auch über Wochen hinweg keine Resonanz. Frei nach dem Motto: Bei den blöden Alten schalten wir einfach auf Durchzug. Und das alles senkte mit der Zeit die Stimmung der Reiseteilnehmer.

    Der Nico hatte auch 116 Tage lang immer die selben Sprüche drauf und fabulierte Tag für Tag über die Bordlektüre Nummer Eins, die AIDAheute..... so, als wäre das was Besonderes, die hatten wir ja sowieso jeden Abend an der Türe hängen... Und sein Standardspruch war: Wir haben uns heute für Sie etwas ganz Besonderes einfallen lassen....

    Nicht nur, dass das "ganz Besondere" fast nur Nebensächlichkeiten waren im Sinne von: "es kreiste der Berg und gebar eine Maus..." Nein, oft wurden die Leute von Nico auch massiv belogen. Und das nicht nur wörtlich auf der Bühne, sondern nochmal zum Nachlesen in der AIDAheute...
    Da sagte Nico - und so stand es auch in der AIDAheute - dass sich unser Fotoshop für Sie heute mal etwas ganz Besonderes hat einfallen lassen... Heute erhalten Sie die Magnete, sofern sie 4 Stück kaufen, nicht für 10 € (normal kostet jeder Magnet 2,50 €) sondern für nur 8,00 € Und das hat Nico immer wiederholt bis zum Erbrechen.

    Aber dieser angebliche Sonderpreis von "heute" stand schon in Hamburg - und während der ganzen Weltreise fest geschrieben an der Preisliste am Fotoshop. Und auch auf anderen Schiffen bekommt man beim Kauf von 4 Magneten die für 8 anstatt 10 €. Aber das war schon wieder mal das Highlight für einen Tag - frei nach dem Motto: die vertrottelten Alten merken das doch gar nicht.

    Doch die Alten haben es gemerkt und man hörte oft, dass der Nico und die FB-Manager sich besser mal nichts mehr einfallen "lassen" sollen, weil da nur Müll rauskommt, wenn sie warten, ob und was ihnen einfällt. Sie sollten besser mal selbst aktiv nachdenken - oder wenigstens die vielen Anregungen aufgreifen, die ihnen tagtäglich gegeben wurden.

    Natürlich gab es auch unter den Teilnehmern sehr gewöhnungsbedürftige Leute. Die einen versuchten, die Weihnachtsdeko zu essen und beschwerten sich, weil sie einige Teile nicht abbrechen und futtern konnten. Pech, denn was nach Schokolade aussah war aus PVC und mit Heißkleber angeklebt...
    Auf Lombok und Komodo haben wir "Goldmitglieder" gesehen, die einen Stapel der gelb-weißen Poolhandtücher bei den Einheimischen gegen Reiseandenken "tauschten".

    Viele Probleme zwischen den Reiseteilnehmern waren aber auch durch AIDA verursacht.

    Wie kann man mit diesem derart alten Schiff mit 1.200 Passagieren auf eine fast 4 Monate lange Reise gehen und dabei einen "Waschsalon" haben, in dem nur 4 Waschmaschinen zur Verfügung stehen? Klar kam es dort ständig zu Rangeleien. Und wer endlich mal eine Maschine ergatterte und so leichtsinnig war, den Waschsalon zu verlassen nachdem seine Wäsche am Waschen war, hatte sowieso verloren. Keine fünf Minuten später hat jemand die Wäsche einfach raus genommen und in eine Ecke geworfen und die Waschmaschine für sich in Beschlag genommen. Es kam ständig zu massiven Wortgefechten, Rangeleien und auch richtigen Schlägereien zwischen den Leuten, die versuchten, ihre Wäsche zu waschen. Das war am Anfang der Reise so massiv, dass ein Mitarbeiter der Security im Waschsalon Dienst tun musste.

    Die Leute haben dann entnervt aufgegeben und 80 % der Teilnehmer haben ihre Wäsche im Waschbecken gewaschen, sie in den mitgenommenen Poolhandtüchern ausgedrückt und in der Kabine zum Trocknen aufgehangen. Der Zimmerservice kam vor lauter aufgehänger Wäsche in manche Kabinen gar nicht mehr so einfach rein. Das Abgeben in der Wäscherei war auf die Lange Zeit extrem teuer und die Wäscherei kam auch gar nicht mehr hinterher. Trotz Express-Zuschlag kam die Wäsche oft erst mit einigen Tagen Verspätung zurück.

    Selbst bei den Massen an Poolhandtüchern, die ausgegeben wurden, konnte man das feststellen, dass die Wäscherei am Limit lief.

    Wenn man am nächsten Tag neue Poolhandtücher ausgehändigt bekam, waren die zwar ordentlich zusammen gelegt, aber nicht gewaschen. Da war noch Lippenstift dran und Sonnenöl- und sonstige Flecken drin und sie rochen nach tagelanger Benutzung. Die Poolhandtücher wurden abends nur eingesammelt und das meiste, was nicht total verdreckt war, wurde nur ordentlich zusammengelegt und am nächsten Tag wieder ausgegeben. Bei den ausgegebenen Decken wäre das ja noch verständlich, aber bei den Poolhandtüchern, mit denen man in Hautkontakt kommt, ist das schon sehr grenzwertig. Aber das ist eben "Selection".

    Und auch die "gute alte Cara" hatte ihre Tücken. Wir können es ja verstehen, wenn Leute, die vor Jahrzehnten auf der Cara ihre ersten Reisen gemacht haben, dieses Schiff noch immer als ihre "Weiße Lady" ansehen. Da macht Liebe blind...

    Aus unserer Sicht ist das ein Schiff, was seine guten Zeiten längst hinter sich hat und ins Museum gehört. Mal ging die Toilette nicht, mal fiel die Beleuchtung aus. Dann kam Wasser unkontrolliert aus der Toilette und lief über den Duschabfluss ab. Alle drei Lampen im Bad gingen nach und nach kaputt. Die Türschlösser funktionieren manchmal nicht mehr. Der Druckschalter von der WC-Spülung funktionierte die ersten 2 Monate nur, wenn man mindestens 5-7 mal drauf drückte. Auf Beschwerden hin, wurde immer die Leitung entlüftet, bis man nach "nur" 2 Monaten endlich merkte, dass das Leitungentlüften nichts brachte, weil in Wirklichkeit der Druckschalter kaputt war und der dann ersetzt wurde. Der Wasserhahn am Waschbecken ging kaputt, der Ablauf des Waschbeckens wurde mindestens 5x justiert. Trotzdem lief das Wasser oft nicht ab. Die Verkleidung der rechten Seitenwand in der Kabine war locker und hing herunter. Und das Warmwassersystem funktionierte oft schlecht. Von Aquaba/Jordanien bis hoch nach Leixoes/Portugal gab es wochenlang kein heißes Wasser. Es wechselte nur ständig zwischen kalt und mal kurz lauwarm. Aber davon war nicht nur unsere Kabine betroffen, sondern eine ganze Sektion rund um uns herum. Es dauerte Wochen, bis dieser Fehler abgestellt werden konnte und man nicht mehr unter der Dusche frieren musste.

    Und wenn man die vielen Roststellen der Cara bedenkt... Äußerlich wurde ja in fast jedem Hafen die Cara gestrichen. Die haben weiße Farbe in Unmengen verbraucht. Selbst oben im Theater ging der Rost komplett durch. Oben Rechts neben den Tischen waren die Fensterbänke auch innen total verrostet, nass und porös. Bei Regen kam das Wasser durch und sickerte sogar in den Teppichboden des Theaters. Wir haben alles fotografisch dokumentiert, denn AIDA und die von ihnen beauftragen "Fans" in den Foren, werden das natürlich abstreiten.

    Ein anderes Thema, über das man besser nicht nachdachte, waren die vorhandenen Rettungs-/Tenderboote. Nicht nur, dass die zehn Boote aus drei verschiedenen Boots-Typen zusammengestoppelt waren, von denen 2 Generationen - wenn nicht gar alle drei aus dem letzten Jahrtausend stammen. Auffällig war, dass zum Tendern und bei Übungen immer wieder nur die gleichen 3 oder 4 Tenderboote verwendet wurden. Die anderen wurden nicht bewegt und wenn man sich die Aufhängung Boote am Deck 6 anschaute, konnte man auch sehen, dass die anderen offensichtlich seit Jahren nicht mehr bewegt worden waren.

    Vom Pooldeck aus konnte man auch auf die verschiedenen Typen von "Rettungsbooten" hinunter schauen. Die steinalten Exemplare, die nicht bewegt wurden, hatten alte, vergilbte Planen oben auf der Abdeckung. An den Ausbleichungen der Sonne an den Planen und den angrenzenden Dächern der Boote konnte man erkennen, dass diese Planen auch schon seit vielen Jahren dort immer an der selben Stelle gelegen haben und auf die Nichtnutzung dieser Boote hinweisen. Und wenn man beim Tendern erleben musste, wie viele Versuche manchmal nötig waren, um selbst die paar tatsächlich ständig benutzen Tenderboote zu Wasser zu lassen und nach Benutzung wieder hoch aufs Schiff zu bekommen, da verdrängte man besser den Gedanken an einen etwaigen Notfall.

    Auf Moorea hatten wir bei der Abfahrt fast 90 Minuten "Verspätung", weil eines der Tenderboote nicht mehr hochgezogen werden konnte. Und das bei Windstille und absolut ruhiger See in einer Bucht vor Moorea.

    Die offensichtlich wenigen "aktiven" Tenderboote hat der Kapitän wahrscheinlich nicht in Gefahr bringen wollen und deshalb das Tendern auf Pitcairn abgeblasen. Es kann aber auch sein, dass es Selection-bedingte finanzielle Gründe waren, denn das Tendern kostet ja Zeit und Geld.

    Der Kapitän hat ja auch vor der Bounty-Bay geankert, also dort, wo die Anlegestelle für die Langboote der Pitcairner ist - und nicht in Tenside auf der Westseite der Insel Pitcairn, die wesentlich wettergünstiger liegt. Dort hinten in Tenside lag ja auch zur selben Zeit die Claymore auf Reede, die Pitcairn versorgt und die den neuen Western Harbour nutzt.

    Am 06. Juli 2017 wurde der neue "Western Harbour" fertig gestellt und in Betrieb genommen, der über mehrere Jahre hinweg mit Geldern der EU gebaut wurde, damit die Tenderboote der Kreuzfahrtschiffe jederzeit bequem anlegen können und nicht mehr auf die Bounty Bay angewiesen sind. Der Western Harbour hat eine Pier von 36 Metern länge, so dass mehrere Tenderboote hintereinander anlegen könnten. Die normale Tiefe an dieser Pier beträgt 6 Meter - und selbst bei Ebbe sind es noch mindestens 3 Meter. Die Tenderboote der Cara hätten da locker anlegen können, wenn AIDA gewollt oder sich der Kapitän getraut hätte. Auf der kleinen Robinson Crusoe Insel ging es ja auch, obwohl die Anlegestelle dort viel kürzer und das Wasser wesentlich flacher war.

    Also, wer die Cara für ein angemessenes Schiff hält, der muss wirklich vor Liebe blind sein... Wir werden mit Sicherheit niemals mehr die Cara betreten!
    Wir könnten Bücher schreiben, was noch alles in die Hose ging. Aber wir wollen den AIDA-Anteil dieser Reise bewusst aus unseren Erinnerungen verdrängen und nur noch an die schönen Ziele denken und die schönen Erlebnisse, die wir in den weit entfernten Ländern und mit deren Bevölkerung hatten. Denn die haben zum Glück gar nichts mit AIDA zu tun.

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    Sehr objektiver Bericht ! Haben die Reise trotzdem auf unsere Art sehr genossen ! Cara werden wir sicherlich aber auch nie wieder fahren !

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  • zurgo
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    • 27. Februar 2018 um 02:33
    • #293
    Zitat von ugem

    Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir uns überhaupt noch zu dieser 1. Weltreise von AIDA äußern sollen. Aber wir denken, die Fairness verlangt es, damit zukünftige AIDA-Weltreisende wissen, worauf sie sich einlassen...

    Wie das bei subjektiven Berichten so ist, subjektiv gesehen ist das alles wahr.
    Aber vieles könnte eben vielleicht doch anders sein - das kommt stark darauf an, was jemand erwartete und dann bekam.

    Wir haben uns vorgenommen, uns von Unvollkommenheiten einer solchen "Jungfernfahrt" möglichst wenig frustrieren zu lassen - und das ging ganz gut. Uns war klar, dass eine allererste Weltreise ihre Tücken haben würde und haben vorsichtshalber erst mal nur das letzte Drittel gebucht. Und das war auch gut so. Bei der nächsten Weltreise werden wir nicht dabeisein, denn wir glauben nicht an eine schnelle Lernkurve, weil bei Aida (und auch vielen Fans) wohlmeinende und konstruktive Kritik zu oft als Majestätsbeleidigung empfunden wird. Wenn man sorgfältig auswertet und an einer echten Verbesserung arbeitet, kann das Angebot einer gut organisierten Weltreise aber ein echter Aida-Knüller werden, weil es das Potential zu etwas Einzigartigem hat.

    Ja, wir sehen das auch so: Das "Selection"-Prinzip ist eine Mogelpackung. Ich muss vielem des hier Geschilderten leider beipflichten. Die Menus mit Gastkoch Franz Schned waren wieder ausgezeichnet - die Mannschaft kann es also. Daran liegt es also nicht. Aber für 14,90 Euro kann kein Koch ein Menu der Sterneklasse anbieten. Wir gehen gern mit auf die Marktausflüge und sehen den Unterschied, wenn Rossini-Köche einkaufen oder der Selection-Chef mit einem offenbar begrenzten Budget. Wer sich von dem Begriff "Selection" etwas Besonderes erwartet, wird enttäuscht werden - das Gegenteil ist der Fall.
    Das Rossini-Ambiente allein ist es halt nicht - es fehlt das kulinarisch Besondere. Dass zu einem solchen Angebot ein Wasserpreis von 6,90 die Flasche nicht passt, zeigt nur, dass man das ganze Konzept nicht zuende gedacht hat. Kurzsichtig ist auch, dass Rostock vorgibt, dass die Karte wochenlang gleich zu bleiben hat - dafür hat man schließlich gebunkert. Auf einer so langen Reise muss der Gast, der dieses Ambiente schätzt, halt Tag für Tag das Gleiche essen oder doch auf die Buffetrestaurants ausweichen. Auch dort gibt es dann im großen Umfang immer wieder das Gleiche, gelegentlich kreativ anders bezeichnet - aber Hand aufs Herz: So viel Abwechslung kriegen wir zuhause eigentlich auch nicht hin. Und letztlich findet man in den Buffetrestaurants täglich etwas gut Essbares und immer mal wieder eine kleine Überraschung. Aber wer lieber das Bedienrestaurant-Ambiente möchte, bekommt es eintönig.

    In unserem letzten Drittel der Reise gab es gelegentlich (auch wieder mit Gastkoch Franz Schned) Sonder-Stände im Marktrestaurant, die wirklich außergewöhnlich und vorzüglich waren. Auch manche Pool-Aktion war kulinarisch erfreulich. Mehr von diesen kleinen Besonderheiten und mehr Abwechslung im Einerlei der Seetage sind das Geheimnis eines künftigen Erfolges.
    Es wurde ansonsten im Wesentlichen das Standardprogramm geboten, es wiederholte sich zu oft. Das fällt bei einer 14-Tage-Reise nicht auf und ist auch bei 3 Wochen noch ok. Ist man deutlich länger unterwegs, geht das so nicht. Dann muss man immer mal wieder Neues bieten. Das wird Aufgabe der nächsten Planer sein. Sonst wird das eine permanente Frustquelle, denn das spricht sich halt rum.

    Das gilt ganz besonders auch für die Animation an Bord, vor allem für das Seetage-Programm: Ja, immer das Gleiche muss einfach langweilig werden - selbst für Drittel-Reisende. Die Gastgeber haben ihr Möglichstes getan und waren erfreulich gut drauf. Es war ein harter Job, weil eben das Publikum sehr speziell und teilweise wirklich schwer zu motivieren war.
    Ich finde, das muss man anerkennen. Wir haben den hier kritisierten Nico, den Entertainment-Manager, eher bewundert, dass er immer wieder aufs Neue den Schwung mitbrachte, einem weitgehend uninteressierten Publikum die täglichen, manchmal wirklich dünnen Angebote anzupreisen.
    Auch hier muss der Planer berücksichten, dass es nicht reicht, ein vorhandenes Programm einfach zu vervielfältigen und periodisch wiederholend abzuspulen. Und man sollte doch vorher wissen, dass das Publikum bei so einer Reise noch viel stärker rentnerlastig ist als auf anderen. Es gab da gute Ansätze wie den spontan angebotenen Smartphone-Kurs für Senioren, aber das war die Ausnahme. Und im letzten Drittel war dann bei einer großen Zahl der Gäste mehr als deutlich die Luft raus. Weil eben nichts Neues kam und Anregungen leider nicht aufgegriffen wurden. Und weil manche Angebote auch dann immer wieder aufs dem Programm gesetzt wurden, obwohl absehbar war, dass die vorgegebene Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden würde. Für andere Reedereien stellt sich das Problem weniger, weil dort Gästeaktivität und Animation einen viel geringeren Stellenwert haben. Und das genau ist der Grund, warum der Frust bei den Vielreisenden teilweise größer war als bei den (erstaunlich zahlreichen) Kreuzfahrt-Neulingen.

    Auch nicht verstanden hatte man bei den Planern, dass auf einer solchen Reise im Showprogramm Drittklassiges dreifach schlecht ankommt. Die Programme mancher eingeladenen Gastkünstler/Edutainer waren eher peinlich. Gut kamen die an, die sich auf die Zielgruppe einzustellen vermochten. Es gab auch echte Highlights wie den vorlesenden Schauspieler Mues. Doch wenn zuvor zuviel anderes zu mau war, raffen sich viele Gäste dann nicht mehr auf, es nochmal mit "dem Neuen" zu versuchen und verpassen so leider Großartiges wie dessen Lesungen. Und wenn dann ein Nachfolgender in Texten und Qualität deutlich darunter liegt, wird die Gruppe der Zuhörenden immer kleiner.
    Das junge Show-Ensemble war sehr gut. Aber man muss sich klarmachen, dass Wiederholungen nicht gehen und halb leere Reihen produzieren. Das wurde dann auch sehr schnell verstanden und korrigiert - Kompliment! Ja, bei so einer langen Reise muss viel mehr Wechsel stattfinden, damit es spannend bleibt. In allen Bereichen. Denn frischer Schwung und anderer Stil verbessern zuverlässig die Stimmung, denn genau diejenigen Leute machen doch eine Weltreise, die Neues erleben wollen. Und denen muss man mehr anbieten als das immer gleiche Standardprogamme: Eine Weltreise, liebe Planer in Rostock, darf nicht nur länger sein und mehr Ziele anbieten als andere, sondern sie muss von Animation, Küche und Show massiv abwechslungsreicher sein als andere. Nur dann - und vor allem: genau dann - wird sie erfolgreich werden.

    Diese Reise war auch ein soziologisches Experiment. Erkennbar vielen fiel es nicht leicht, eine so lange Tour auf so engem Raum zu zweit zu verbringen. Es war viel Frust und teilweise Aggressivität an Bord.
    Aber andererseits auch viel paarweise Harmonie und Zufriedenheit: Diese Reise war erkennbar für viele so eine Art Belohnung für ein langes Arbeitsleben. Ein sehr großer Teil der Gäste hat diese Reise von Anfang bis Ende uneingeschränkt genossen und viele haben uns Zusteigenden gern von ihren besonderen Erlebnissen erzählt, Erinnerungen, von denen sie noch lange zehren werden. Und es bildeten sich (wie auf anderen besonderen Reisen) auch nette Bekanntschaften - wer dafür offen war, fand Gleichgesinnte und täglich neue nette Kontakte.
    Aber es gab halt auch die anderen, die sich in kleinen Gruppen abschotteten - reihenweise waren auf allen Mahlzeiten Tische immer gleich besetzt und wurden auch gegen "Eindringlinge" verteidigt. Offensichtlich wurde auch jeweils ein Gruppenmitglied abgestellt, frühmorgens diverse Liegen zu reservieren, die dann nur stundenweise unbelegt waren, weil die Sonne ja wandert und man die an anderer Stelle reservierten Liegen nutzte. Da lagen dann an immer den gleichen Stellen immer die gleichen (ungelesenen) Taschenbücher aus der Bordbibliothek auf den Handtüchern, um Belegung vorzutäuschen. Die Crew traute sich offenbar nicht, hier aktiv zu werden, denn es gab ja Meckerei und Konflikte genug. Das ist ja auf vielen Reisen so, aber bei einer Reise mit eingeschliffenen tagtäglichen Gewohnheiten und den vielen Schönwettertagen führt es zu Frust bei den Gästen, die sich sozial verträglich verhalten, auf solche Mätzchen verzichten und dann - je nach Klima - keine Schatten- oder Sonnenplätze mehr finden.

    Wie überall im Leben gibt es, wo viel Licht ist, auch viel Schatten. Wer die Gelassenheit aufbringt, über die diversen geschilderten Unebenheiten hinwegzuschauen, sich an den grandiosen Landschaften begeistern kann und die Seetage als willkommene Zeit des Verarbeitens dieser Eindrücke begreift, wird auch auf einer Aida-Weltreise prima zurechtkommen.

    2015: 3/blu, 11/stella pur, 12/Hurtigruten; 2016: 4/prima Vortour, 4/luna, 6/luna, 10/vita, 10/sol Transreise; 2017: 2/cara, 4/prima, 5/bella pur, 6/Diana Götakanal, 8/luna, 9/luna, 11/bella pur; 2018: 3/cara Weltreise 3/3; 3/perla Chaosfahrt, 4/sol, 5/MS4, 5/blu, 7/bella, 8/E2 NOK, 8/cara, 10/QM2, 10/blu, 12/MS4 Orient; 2019: 3/blu Mauritius, 5/bella Pur, 5/nova, 5/E2 Trans, 8/bella, 9/aura, 11/a-rosa Duoro, 11/E Orient; 2020: 1/a-rosa Donau, 3/Luna (abgebrochen), 7/INS, 8/E2, 10/INS 10; 2021: 8/MS3; 2022: 1/sol Karibik, 3/cosma, 5/VdG Azoren, 7/nova, 10/sol Weltreise; 2023: 4/sol, 9/Aura, 10/INS Kanada; 2024: 10/Perla; 2025: 1/Prima, 11/Prima, 12/Luna Premiere

  • Heizergruss
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    • 27. Februar 2018 um 17:20
    • #294

    Hallo,

    wenn ich die Erfahrungsberichte von der Weltreise der AIDAcara hier lese,dann muß sich auf der AIDAaura aber noch einiges ändern

    Der Waschsalon war auf der AIDAcara ja wirklich sehr abenteuerlich,hoffentlich nimmt die AIDAaura mehr Waschmaschinen mit

    Die Verteilung von schmutzigen/fleckigen Poolhandtüchern ist sicherlich auch noch verbesserungswürdig

    Ich denke aber auch,daß viele Passagiere auf einer Weltreise das tägliche Bordleben bzw. die tägliche Bordroutine völlig falsch einschätzen und nach einiger Zeit bei den Passagieren die Luft dann auch raus ist und ihre schlechte Laune sich entsprechend steigert oder das Heimweh sehr belastend wird

    Ich kann mir schon gut vorstellen,daß nicht jeder Passagier für eine 4 monatige Weltreise geeignet ist

    AIDAcruises sollte sich wirklich überlegen,ob sie zukünftig noch mit den kleinen/alten Dampfern auf Weltreise gehen wollen

    Ich wundere mich auch sehr,daß die "Selection" auf der AIDAcara so schlecht bewertet wurde

    Schöne Grüße

    Heizergruss

    Träume nicht dein Leben - lebe deine Träume
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  • Baerchen03
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    • 27. Februar 2018 um 20:16
    • #295

    @Heizergruss
    Ich denke das "Selection" deshalb so schlecht wegkommt, weil AIDA sich nicht so ganz an seine eigens gesteckten Ziele hält. Wenn man mal die AIDA Auftaktreise zu "Selection" ( Highlights am Polarkreis) und die Weltreise vergleicht, so findet sich eigentlich nicht sehr viel davon wieder. Man liest nichts von tollen Landestyüischen Speisen und auch bei den Ausflügen scheint es doch zum teil massiv gehappert zu haben.

    Kurz um AIDA ist sich einfach nicht treu geblieben.







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    • 28. Februar 2018 um 15:20
    • #296

    Vielen Dank für die Berichte. Mein Fazit: keine Reise mit der Cara.

  • crazy-look
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    • 28. Februar 2018 um 15:24
    • #297
    Zitat von ugem

    Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir uns überhaupt noch zu dieser 1. Weltreise von AIDA äußern sollen. Aber wir denken, die Fairness verlangt es, damit zukünftige AIDA-Weltreisende wissen, worauf sie sich einlassen.

    Obwohl wir auch gerne sehr lange Strecken fliegen, haben wir die hochgelobte 1. AIDA-Weltreise komplett von Hamburg bis Hamburg gemacht. Einfach, um auch mehr Gepäck für die fast 4 Monate dauernde Reise und entsprechend viele Reiseandenken mitnehmen zu können und nicht auf 23 kg im Flieger beschränkt zu sein.

    Den Altersdurchschnitt der Teilnehmer von 69 Jahren haben wir durch unsere Teilnahme gesenkt, da wir weit jünger sind, als der Durchschnitt.

    Ausschlaggebend für die Buchung dieser Reise war für uns die Aussicht, Freunde auf Pitcairn zu besuchen, denn anfangs wurde seitens AIDA noch vollmundig mit einem Besuch auf Pitcairn am 03.12.2017 geworben. Man werde dort von 08-18 Uhr vor Anker liegen. Seitens AIDA würden aber auf Pitcairn - genau, wie auf der Roobinson Crusoe Insel - keine Ausflüge angeboten, doch man könne dort auf eigene Faust Landausflüge unternehmen. Für Gehbehinderte hätten die Einwohner Pitcairns Quads, mit denen sie die Touristen vom Landungspunkt hoch nach Adamstown fahren. Diese Aussage verschwand dann ein paar Monate vor der Abreise aus der Ausschreibung von AIDA. Und heutzutage tut man so, als hätte es dieses Angebot/Aussage nie gegeben. Zum Glück haben wir damals alles kopiert.

    Das Wetter war fast durchweg schön auf der gesamten Reise. Ein paar bewölkte Tage und ein paar Regentage fielen gar nicht ins Gewicht bei den 116 Tagen, die wir auf der Cara waren.

    Der Seegang über der Biskaya mit 9 bis 10 Meter hohen Wellen, hat dafür gesorgt, dass die Restaurants ca. 250 Besucher weniger hatten. Der Rest der Strecke bis zum Kap Hoorn runter war schon sehr bewegt, aber nicht so rauh, wie in der Biskaya. Die Krankenstation hat einen guten Umsatz mit Reisetabletten gemacht und die überteuerten Armbändchen aus dem AIDA-Shop, die gegen Seekrankheit helfen sollen, fanden reißenden Absatz. Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass Leute, die eine Schiffsreise rund um die Welt machen, wissen sollten, ob sie seefest sind oder nicht. Für nicht ganz seefeste Teilnehmer war die erste Teilstrecke schon eine Tortur. Aber dafür kann ja AIDA nun wirklich nichts.

    Übrigens war die Rückfahrt über die Biskaya nicht besser. Aufgrund der Wettervorhersagen hat Kapitän Tommy Möller entschieden, den Hafen Ferrol einfach wegzulassen und ist direkt von Leixoes aus mit Cara-Höchstgeschwindigkeit über die Biskaya nach Honfleur gefahren. Dort haben wir dann die dadurch eingesparte Zeit von 1 1/2 Tagen abgesessen, damit wir nicht zu früh in Hamburg sind. Die Rückfahrt über die Biskaya (diesmal sollen die Wellen sogar noch 1 Meter höher gewesen sein, als im Oktober) war für uns beide eine lustige Dauer-Achterbahnfahrt auf See - für fast die Hälfte der Teilnehmer aber ein Grund, sich das Essen noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.

    Zwischen San Antonio und Portugal war die See ok und teilweise sogar extrem ruhig. Im Pazifik haben sich an manchen Tagen das Schiff und die Wolken auf der Wasseroberfläche gespiegelt und die Bugwelle war trotz 16 Knoten Geschwindigkeit nur eine halben Meter hoch. Also sowas von Ententeich in der endlosen Weite des Pazifiks hat uns sehr überrascht.

    Die Ziele (bei AIDA nennt man das ja Destinationen) waren schön, aber auch dafür kann AIDA nichts. Denn sie sind schön und bleiben schön - egal, mit welcher Gesellschaft man hinfährt. Doch AIDA tat ständig so, als hätten sie eine Vorausmannschaft hingeschickt, die die "herrlichen Destinationen" erfunden und dort platziert hätte.

    Und wenn man zum 112. Male im Boulevard gesagt bekommt, dass man sich für die Teilnehmer etwas "ganz Besonderes" habe einfallen lassen und extra entlang des schönen Wetters gefahren wäre.... dann ist das die ersten 12 mal noch lustig, aber irgendwann kann man die Selbstbeweihräucherung nicht mehr hören.

    Das größte Problem, das AIDA hat, ist die Unehrlichkeit dieser Firma.

    Würden sie im Vorfeld sagen: Leute, wir von AIDA haben sowas noch nie gemacht und wir sind bestrebt, das auch mal zu machen und zu einem erträglichen Preis anzubieten, so dass man nicht noch den letzen Notgroschen verbraten muss, um einmal um die Welt zu fahren. Und darum müssen wir alles Mögliche und Unmögliche, was sonst bei AIDA-Reisen im Preis inbegriffen ist, über Workshops, kostenpflichte Veranstaltungen und Daueranimation zum Alkoholkonsum reinholen... Da könnte man sich im Vorfeld darauf einstellen und würde sich nicht so ausgenommen fühlen.

    Verglichen mit anderen Weltreiseanbietern war ja der Preis wirklich nicht überhöht.

    Aber, wenn man vor der Weltreise, die Werbetrommel rührt und so tut, was man alles anbieten wird und wie toll das werden wird und trallala..., dann muss man sich nicht wundern, wenn die Leute frustriert sind, wenn AIDA dann an Bord "ätsch" sagt.

    Einer der beiden Hotelmanager hat ganz offen gesagt: Die normalen AIDA-Reisen sind so ausgelegt, dass das Reisen an sich mit dem Schiff, bzw. das Schiff selbst das Erlebnis ist. Mit der neu ins Leben gerufenen Billig-Sparte "Selection" ist nicht die Reise oder das Schiff das Erlebnis, sondern die Destinationen.

    Jeder, der Selection hört, denkt doch automatisch an etwas ganz Besonderes, Herausragendes. Aber es müsste eigentlich Selektion heisen. Luxus, den man normalerweise bei AIDA bekommt, gibts da nicht, der wird aus-selektiert und nicht oder nur gegen Extra-Zahlung angeboten.

    Das Selection-Segment ist in Wirklichkeit die billige Holzklasse von AIDA. Vieles, was man normalerweise von den AIDA-Reisen kennt, ist bei Selection-Reisen 20 bis 30 % schlichter und einfacher oder muss extra gezahlt werden. Das sollten alle Selection-Reisenden bedenken und beachten, sonst kommt gewaltiger Frust auf.

    Es hat auch seinen Grund, warum das Bezahlrestaurant bei Selection-Reisen nicht Rossini heißt. Das würde dann den Ruf der echten Rossini-Restaurants beeinträchtigen. Nein, das Rossini heißt auch ganz simpel "Selection-Restaurant" und ist genauso etwas schlichter, als die normalen Rossinis. Dafür kann man im Selection-Restaurant sich auch schon für schlappe 14,90 € "verwöhnen" lassen.

    Wir haben sämtliche "AIDA heute" auf den Laptop kopiert, um dokumentieren zu können, welche Mehrkosten bei Selection-Reisen gegenüber normalen AIDA-Reisen anfallen. Da sieht man fast hinter jedem "Angebot" das berühmte + für "kostenpflichtig". Vergleicht man das mit dem "AIDA heute" normaler AIDA-Reisen, wird einem schwindelig, wofür bei Selection-Reisen extra bezahlt werden muss.

    Nur mal ein Beispiel: Da wurde im Vorfeld im Internet und in den Medien die Werbetrommel gerührt, dass AIDAcara auf der Weltreise eine "Schokoladenfabrik" an Bord habe und man unterwegs immer landestypische Schokolade selber machen könne.

    Die "Schokoladenfabrik" entpuppte sich dann als ein kleines Maschinchen und 50 kg (in Worten: fünfzig) Schokoladenrohmasse, die von einem Lektor in Hamburg an Bord gebracht wurden. Und das für 1.200 Leute! Dann hielt dieser Lektor im Theater zwei kostenfreie!!! Vorträge darüber, wie gesund und toll und schlankmachend doch Schokolade sei und man unbedingt an den Workshops zur Schokoladenherstellung teilnehmen "müsse". Beim nächsten oder übernächsten Hafen war er verschwunden, genau wie das kleine Schokoladenmaschinchen.

    Man hat dann nichts mehr gehört, bis irgendwann mehrere Seetage waren und man ein Programm brauchte. Da wurden Schokorohmasse und Maschine wieder heraus gekramt und Workshops angeboten, die alles andere als preiswert waren. Da konnte man dann die Schokoladenrohmasse mit irgendwelchen komischen Toppings verzieren. Und man hatte sogar die Möglichkeit, die selbst verzierte Schokolade käuflich zu erwerben. Die kleine 50g-Tafel für schlappe 6,90 € und die 100g-Tafel für nur 10,00 €. Also ganz "preiswert".

    Dann war wieder Ruhe und kurz vor Ende der Weltreise tauchte dieser Schoko-Lektor wieder auf und motivierte die Leute wieder zu neuen Workshops und zum Kauf der überteuerten Schokolade, denn von seinen mitgebrachten 50 kg Rohmasse war noch jede Menge unverkauft.

    Und so ging das ständig. Ob das das Perlen-Auffädeln war, beim man für den Workshop einen größeren Schein hinzulegen hatte und zusätzlich noch das Material kaufen musste oder sonstige Workshops die voll am Publikum der Weltreise vorbei gingen.

    Selbst zum Schmücken der paar Weihnachtsbäume wurden die Teilnehmer animiert. Teilweise mussten die Teilnehmer sogar die Behänge der Bäume selber basteln. Es wurde für jeden Baum eine Schmück-Gruppe gebildet. Aber es kamen nicht genug Leute zusammen. Für einen Baum fand sich keine Gruppe mehr und der musste vom Personal geschmückt werden. Jeder hatte nämlich Bedenken, dass AIDA auch noch aus dem Bäumeschmücken einen kostenpflichtigen Workshop macht.

    Es gab u.a. eine Mode- und Stilberaterin, die krampfhaft versuchte, den Leuten eine Beratung für schlappe 379,00 € aufzudrücken. Das Dumme war nur, dass sie sich selber so altbacken und unvorteilhaft kleidete und in manchem ihrer Kleider eher einer Presswurst ähnelte. So hielt sich die finanzielle Ausbeute für AIDA arg in Grenzen.

    Das Personal in den Restaurants war in der Regel sehr freundlich. Die Reisescouts waren sehr fleißig und bemüht, den Teilnehmern angenehme Ausflüge zu präsentieren. Natürlich stand es nicht in ihrer Macht, denn sie waren ja auf die durchführenden Agenturen angewiesen.

    Die jungen Leute von den AIDAcara-Stars waren wirklich top und haben das Niveau der Unterhaltung sehr bereichert. Eric Paisley begeisterte zu Beginn und zum Ende der Weltreise sein Publikum. Und zwei der Lektoren (Kiesewetter und Knut Edler von Hofmann) waren sehr gut.

    Andere waren von den Themen und der Qualität des Vortrages zu weit weg vom älteren Publikum. Das zeigte sich dann am fast leeren Theater. Die Musikauswahl und die Musikrichtungen waren alles andere, als auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ausgelegt. Der Bum-bum-Jonny, wie ihn viele Teilnehmer nannten, spielte mit seinem Laptop immer nur die Sachen für jugendliches Publikum. Davon gab es aber nur ganz wenig Leute. Sobald er mit seiner Bum-bum-Musik anfing, hörten die Leute auf zu Tanzen und gingen schlafen. Und die mit viel Mühe aufgebauten Getränkebars am Pooldeck konnten wieder weggeräumt werden, weil sie keinen Umsatz machten.

    Beschwerden oder Hinweise an die FB-Manager, den Entertainment-Manager oder an die Rezeption fanden auch über Wochen hinweg keine Resonanz. Frei nach dem Motto: Bei den blöden Alten schalten wir einfach auf Durchzug. Und das alles senkte mit der Zeit die Stimmung der Reiseteilnehmer.

    Der Nico hatte auch 116 Tage lang immer die selben Sprüche drauf und fabulierte Tag für Tag über die Bordlektüre Nummer Eins, die AIDAheute..... so, als wäre das was Besonderes, die hatten wir ja sowieso jeden Abend an der Türe hängen... Und sein Standardspruch war: Wir haben uns heute für Sie etwas ganz Besonderes einfallen lassen....

    Nicht nur, dass das "ganz Besondere" fast nur Nebensächlichkeiten waren im Sinne von: "es kreiste der Berg und gebar eine Maus..." Nein, oft wurden die Leute von Nico auch massiv belogen. Und das nicht nur wörtlich auf der Bühne, sondern nochmal zum Nachlesen in der AIDAheute...
    Da sagte Nico - und so stand es auch in der AIDAheute - dass sich unser Fotoshop für Sie heute mal etwas ganz Besonderes hat einfallen lassen... Heute erhalten Sie die Magnete, sofern sie 4 Stück kaufen, nicht für 10 € (normal kostet jeder Magnet 2,50 €) sondern für nur 8,00 € Und das hat Nico immer wiederholt bis zum Erbrechen.

    Aber dieser angebliche Sonderpreis von "heute" stand schon in Hamburg - und während der ganzen Weltreise fest geschrieben an der Preisliste am Fotoshop. Und auch auf anderen Schiffen bekommt man beim Kauf von 4 Magneten die für 8 anstatt 10 €. Aber das war schon wieder mal das Highlight für einen Tag - frei nach dem Motto: die vertrottelten Alten merken das doch gar nicht.

    Doch die Alten haben es gemerkt und man hörte oft, dass der Nico und die FB-Manager sich besser mal nichts mehr einfallen "lassen" sollen, weil da nur Müll rauskommt, wenn sie warten, ob und was ihnen einfällt. Sie sollten besser mal selbst aktiv nachdenken - oder wenigstens die vielen Anregungen aufgreifen, die ihnen tagtäglich gegeben wurden.

    Natürlich gab es auch unter den Teilnehmern sehr gewöhnungsbedürftige Leute. Die einen versuchten, die Weihnachtsdeko zu essen und beschwerten sich, weil sie einige Teile nicht abbrechen und futtern konnten. Pech, denn was nach Schokolade aussah war aus PVC und mit Heißkleber angeklebt...
    Auf Lombok und Komodo haben wir "Goldmitglieder" gesehen, die einen Stapel der gelb-weißen Poolhandtücher bei den Einheimischen gegen Reiseandenken "tauschten".

    Viele Probleme zwischen den Reiseteilnehmern waren aber auch durch AIDA verursacht.

    Wie kann man mit diesem derart alten Schiff mit 1.200 Passagieren auf eine fast 4 Monate lange Reise gehen und dabei einen "Waschsalon" haben, in dem nur 4 Waschmaschinen zur Verfügung stehen? Klar kam es dort ständig zu Rangeleien. Und wer endlich mal eine Maschine ergatterte und so leichtsinnig war, den Waschsalon zu verlassen nachdem seine Wäsche am Waschen war, hatte sowieso verloren. Keine fünf Minuten später hat jemand die Wäsche einfach raus genommen und in eine Ecke geworfen und die Waschmaschine für sich in Beschlag genommen. Es kam ständig zu massiven Wortgefechten, Rangeleien und auch richtigen Schlägereien zwischen den Leuten, die versuchten, ihre Wäsche zu waschen. Das war am Anfang der Reise so massiv, dass ein Mitarbeiter der Security im Waschsalon Dienst tun musste.

    Die Leute haben dann entnervt aufgegeben und 80 % der Teilnehmer haben ihre Wäsche im Waschbecken gewaschen, sie in den mitgenommenen Poolhandtüchern ausgedrückt und in der Kabine zum Trocknen aufgehangen. Der Zimmerservice kam vor lauter aufgehänger Wäsche in manche Kabinen gar nicht mehr so einfach rein. Das Abgeben in der Wäscherei war auf die Lange Zeit extrem teuer und die Wäscherei kam auch gar nicht mehr hinterher. Trotz Express-Zuschlag kam die Wäsche oft erst mit einigen Tagen Verspätung zurück.

    Selbst bei den Massen an Poolhandtüchern, die ausgegeben wurden, konnte man das feststellen, dass die Wäscherei am Limit lief.

    Wenn man am nächsten Tag neue Poolhandtücher ausgehändigt bekam, waren die zwar ordentlich zusammen gelegt, aber nicht gewaschen. Da war noch Lippenstift dran und Sonnenöl- und sonstige Flecken drin und sie rochen nach tagelanger Benutzung. Die Poolhandtücher wurden abends nur eingesammelt und das meiste, was nicht total verdreckt war, wurde nur ordentlich zusammengelegt und am nächsten Tag wieder ausgegeben. Bei den ausgegebenen Decken wäre das ja noch verständlich, aber bei den Poolhandtüchern, mit denen man in Hautkontakt kommt, ist das schon sehr grenzwertig. Aber das ist eben "Selection".

    Und auch die "gute alte Cara" hatte ihre Tücken. Wir können es ja verstehen, wenn Leute, die vor Jahrzehnten auf der Cara ihre ersten Reisen gemacht haben, dieses Schiff noch immer als ihre "Weiße Lady" ansehen. Da macht Liebe blind...

    Aus unserer Sicht ist das ein Schiff, was seine guten Zeiten längst hinter sich hat und ins Museum gehört. Mal ging die Toilette nicht, mal fiel die Beleuchtung aus. Dann kam Wasser unkontrolliert aus der Toilette und lief über den Duschabfluss ab. Alle drei Lampen im Bad gingen nach und nach kaputt. Die Türschlösser funktionieren manchmal nicht mehr. Der Druckschalter von der WC-Spülung funktionierte die ersten 2 Monate nur, wenn man mindestens 5-7 mal drauf drückte. Auf Beschwerden hin, wurde immer die Leitung entlüftet, bis man nach "nur" 2 Monaten endlich merkte, dass das Leitungentlüften nichts brachte, weil in Wirklichkeit der Druckschalter kaputt war und der dann ersetzt wurde. Der Wasserhahn am Waschbecken ging kaputt, der Ablauf des Waschbeckens wurde mindestens 5x justiert. Trotzdem lief das Wasser oft nicht ab. Die Verkleidung der rechten Seitenwand in der Kabine war locker und hing herunter. Und das Warmwassersystem funktionierte oft schlecht. Von Aquaba/Jordanien bis hoch nach Leixoes/Portugal gab es wochenlang kein heißes Wasser. Es wechselte nur ständig zwischen kalt und mal kurz lauwarm. Aber davon war nicht nur unsere Kabine betroffen, sondern eine ganze Sektion rund um uns herum. Es dauerte Wochen, bis dieser Fehler abgestellt werden konnte und man nicht mehr unter der Dusche frieren musste.

    Und wenn man die vielen Roststellen der Cara bedenkt... Äußerlich wurde ja in fast jedem Hafen die Cara gestrichen. Die haben weiße Farbe in Unmengen verbraucht. Selbst oben im Theater ging der Rost komplett durch. Oben Rechts neben den Tischen waren die Fensterbänke auch innen total verrostet, nass und porös. Bei Regen kam das Wasser durch und sickerte sogar in den Teppichboden des Theaters. Wir haben alles fotografisch dokumentiert, denn AIDA und die von ihnen beauftragen "Fans" in den Foren, werden das natürlich abstreiten.

    Ein anderes Thema, über das man besser nicht nachdachte, waren die vorhandenen Rettungs-/Tenderboote. Nicht nur, dass die zehn Boote aus drei verschiedenen Boots-Typen zusammengestoppelt waren, von denen 2 Generationen - wenn nicht gar alle drei aus dem letzten Jahrtausend stammen. Auffällig war, dass zum Tendern und bei Übungen immer wieder nur die gleichen 3 oder 4 Tenderboote verwendet wurden. Die anderen wurden nicht bewegt und wenn man sich die Aufhängung Boote am Deck 6 anschaute, konnte man auch sehen, dass die anderen offensichtlich seit Jahren nicht mehr bewegt worden waren.

    Vom Pooldeck aus konnte man auch auf die verschiedenen Typen von "Rettungsbooten" hinunter schauen. Die steinalten Exemplare, die nicht bewegt wurden, hatten alte, vergilbte Planen oben auf der Abdeckung. An den Ausbleichungen der Sonne an den Planen und den angrenzenden Dächern der Boote konnte man erkennen, dass diese Planen auch schon seit vielen Jahren dort immer an der selben Stelle gelegen haben und auf die Nichtnutzung dieser Boote hinweisen. Und wenn man beim Tendern erleben musste, wie viele Versuche manchmal nötig waren, um selbst die paar tatsächlich ständig benutzen Tenderboote zu Wasser zu lassen und nach Benutzung wieder hoch aufs Schiff zu bekommen, da verdrängte man besser den Gedanken an einen etwaigen Notfall.

    Auf Moorea hatten wir bei der Abfahrt fast 90 Minuten "Verspätung", weil eines der Tenderboote nicht mehr hochgezogen werden konnte. Und das bei Windstille und absolut ruhiger See in einer Bucht vor Moorea.

    Die offensichtlich wenigen "aktiven" Tenderboote hat der Kapitän wahrscheinlich nicht in Gefahr bringen wollen und deshalb das Tendern auf Pitcairn abgeblasen. Es kann aber auch sein, dass es Selection-bedingte finanzielle Gründe waren, denn das Tendern kostet ja Zeit und Geld.

    Der Kapitän hat ja auch vor der Bounty-Bay geankert, also dort, wo die Anlegestelle für die Langboote der Pitcairner ist - und nicht in Tenside auf der Westseite der Insel Pitcairn, die wesentlich wettergünstiger liegt. Dort hinten in Tenside lag ja auch zur selben Zeit die Claymore auf Reede, die Pitcairn versorgt und die den neuen Western Harbour nutzt.

    Am 06. Juli 2017 wurde der neue "Western Harbour" fertig gestellt und in Betrieb genommen, der über mehrere Jahre hinweg mit Geldern der EU gebaut wurde, damit die Tenderboote der Kreuzfahrtschiffe jederzeit bequem anlegen können und nicht mehr auf die Bounty Bay angewiesen sind. Der Western Harbour hat eine Pier von 36 Metern länge, so dass mehrere Tenderboote hintereinander anlegen könnten. Die normale Tiefe an dieser Pier beträgt 6 Meter - und selbst bei Ebbe sind es noch mindestens 3 Meter. Die Tenderboote der Cara hätten da locker anlegen können, wenn AIDA gewollt oder sich der Kapitän getraut hätte. Auf der kleinen Robinson Crusoe Insel ging es ja auch, obwohl die Anlegestelle dort viel kürzer und das Wasser wesentlich flacher war.

    Also, wer die Cara für ein angemessenes Schiff hält, der muss wirklich vor Liebe blind sein... Wir werden mit Sicherheit niemals mehr die Cara betreten!
    Wir könnten Bücher schreiben, was noch alles in die Hose ging. Aber wir wollen den AIDA-Anteil dieser Reise bewusst aus unseren Erinnerungen verdrängen und nur noch an die schönen Ziele denken und die schönen Erlebnisse, die wir in den weit entfernten Ländern und mit deren Bevölkerung hatten. Denn die haben zum Glück gar nichts mit AIDA zu tun.

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    Hallo sehr schöner Bericht,wir hatten auch überlegt eine Teilstrecke zu machen,wenn ich das hier lese deckt sich das mit einigen Erfahrungen die wir auf der Mauritiustour gemacht haben.
    Da sind wir froh das wir unseren kostbaren Urlaub nicht geopfert haben.
    Wir sind mit Aida so gut wie durch wir machen noch eine Tour dann ist Schicht im Schacht.Die ist schon lange gebucht.
    Das Niveau ist unter aller Kanone und zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Aida Flotte.Nur noch Masse statt Klasse.
    Weltreise irgendwann ja aber niemals mit Aida

  • Wassertiger
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    • 28. Februar 2018 um 19:40
    • #298

    Hallo zusammen,
    da wir einerseits auch mit der Buchung einer Teilstrecke der Weltreise liebäugeln und andererseits im letzten Jahr zwei Fahrten der "Selection"-Kategorie ("Kanaren, Azoren und Madeira" mit der Cara sowie "Von Kreta nach Mauritius" mit der Aura) gemacht haben, möchten wir dazu unsere Erfahrungen mitteilen und noch ein paar Gedanken zur Weltreise fallen lassen:
    Dass die Selection Reisen schlechter sind als die "normalen" Reisen, konnten wir auf beiden Reisen nicht feststellen. Gleichwohl fragten wir uns auch nach dem Unterschied. Wir fanden ihn lediglich darin, dass mit den kleinen Schiffen im Zielgebiet auch mehrere und kleinere Häfen angelaufen werden. So waren es auf der erstgenannten Reise auf den Azoren neben Ponta Delgada auch Praia di Vitoria und Horta. Dass die Weltreise ins Selection-Programm fällt, soll wohl die Besonderheit suggerieren. Auf der zweitgenannten Reise fielen und die stark erhöhten Ausflugspreise auf. Vor der Reise mit der Cara hatten wir auch leichtes Bedenken, da wir schlechte Zensuren über den Zustand des ältesten Schiffes von AIDA gelesen hatten. Im Nachhinein konnten wir aber keinen echten Kritikpunkt finden und haben uns auf der Cara wohl gefühlt. Dass die Cara ein im Vergleich zur restlichen AIDA-Flotte kleines Schiff ist, kann man dem Katalog entnehmen und dass ein kleines Schiff weniger Programm und Einrichtungen bietet, ist eigentlich logisch. Dass AIDA für den längsten Törn ausgerechnet das kleinste Schiff auswählt, führt dann für den mitfahrenden Gast auf Grund mangelnder Abwechslung zu Verdruß, ist aber aus unternehmerischer Sicht von AIDA zu verstehen, da AIDA für das neue Reiseangebot erstmal einen Testballon braucht und nicht Gefahr laufen will, mit einem halbvollen (großen) Schiff auslaufen zu müssen. Um Unterhaltung und Abwechslung richtig beurteilen zu können, wären neben mehreren Bewertungen der AIDA-Fahrer auch einmal Stimmen von Weltreisenden auf Schiffen anderer Reedereien (z.B. Phoenix) interessant.
    Richtig ist auf jeden Fall, dass nicht jeder Passagier mental für eine solch lange Reise geeignet ist. Das sollte jeder ganz ehrlich für sich vor einer Buchung überprüfen, vor allem die, die bisher nur kurze oder gar keine Kreuzfahrt gemacht haben. Obwohl wir mit einer Teilstrecke der Weltreise liebäugeln, stellen auch wir uns nach 14 Kreuzfahrten (davon eine 23- und eine 25 Tage-Transreise) die Frage, ob es doch nicht zu lange ist. Auch sollte jedem klar sein, dass es sich bei einer Kreuzfahrt um eine Reise auf einem Schiff handelt und ein Schiff ist bei aller Größe nun mal ein gegrenztes Vehikel und keine großzügige Hotelanlage oder gar ein Feriendorf. Als Gegenleistung für die räumliche Einschränkung bekommt man die Mobilität und die Möglichkeit, viele Orte ohne Umzug zu besuchen.
    Ganz allgemein ist unser Eindruck zu AIDA, dass die Routenzahl und die Zahl der Schiffe zwar zunimmt, die Qualität der Reisen aber so ganz langsam zugunsten einer Massenabfertigung abnimmt. Dafür spricht der Bau der letzten 3 (für uns zu) großen Schiffe Prima, Perla und Nova, von denen uns auch viele Vielfahrer sagten, nicht begeistert zu sein.

    2011 AIDAblu Ostsee

    2012 AIDAmar Westeuropa

    2012 AIDAbella Kanaren & Madeira

    2013 AIDAaura Adria

    2013 AIDAluna Hamburg - New York

    2014 AIDAvita Kanaren & Kapverden

    2015 AIDAbella Westeuropa

    2016 AIDAmar Jamaika - Hamburg

    2016 AIDAsol Norwegische Fjorde

    2017 AIDAcara Kanaren & Azoren

    2017 AIDAaura Kreta - Mauritius

    2018 AIDAcara Ostsee

    2019 AIDAmar Spanien, Portugal & Kanaren

    2019 AIDAvita Kreta - Mallorca

    2020 AIDAstella Kanaren & Madeira

  • Pillentante
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    • 28. Februar 2018 um 20:07
    • #299

    Deine Meinung teile ich voll und ganz.

    Auch wir haben mit Teilen oder auch der ganzen Weltreise auf der Aura geliebäugelt, da uns die langen Flüge bei Teilstrecken zu anstrengend sind. (Mein Mann ist recht groß und 14 Std. wie ein zusammengeklapptes Taschenmesser im Flieger zu sitzen - nein danke.)

    Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden, weil es uns, vor allem in der zweiten Teilstrecke zu viele Seetage sind.

    Wir sind noch vor vier Jahren mit der AIDAcara unterwegs gewesen und haben uns für die 14-tägige Reise dort auch sehr wohl gefühlt, hatten aber auch eine Balkonkabine.
    Das Essen war auf unserer Reise (Nordlandtour) sogar besonders gut und sehr abwechslungsreich.
    Es war noch vor den Selection Reisen, aber man hatte den Eindruck, dass sich Crew und Küche besondere Mühe gaben, das Alter des Schiffes durch Service auszugleichen.
    Vielleicht haben wir mit dem Team besonders Glück gehabt, denn wir können nach über 25 Reisen in
    18 Jahren mit AIDA schon Vergleiche anstellen.
    Wir sind auch nicht blind und haben schon bemerkt, dass das Niveau des Urlaubs auf AIDA im allgemeinen (Essen, Ausflüge, Service, etc. ) nachgelassen hat, können aber immer noch damit leben.
    Uns gefällt die ungezwungene Art des Urlaubs, die Buffetrestaurants und auch das Preis-Leistungsverhältnis der AIDA Reisen. MS Europa oder Phoenix Reisen sind uns zu steif.

    Wir brauchen den Trubel der zwei, bald drei großen Schiffe nicht, genießen aber gerne die Außenbars der Vita, Aura oder Melittaschiffe und auch das Brauhaus der nächsten Klasse.

    Jeder hat sicherlich seine eigene Meinung zu der Weltreise und ich freue mich, das die Erlebnisse der Reise den Ärger bei vielen wieder ausgleichen können.
    Wenn man sich aber abgezockt vorkommen muss, wie einige beschreiben, ist AIDA definitiv auf dem falschen Weg. Hoffentlich sind sie lernfähig.

    Ich möchte mich aber bei allen Weltreisenden herzlich für ihre beschriebenen Erlebnisse, Fotos und auch für die Kritik bedanken. Kritik kann auch sehr konstruktiv sein.

    Pillentante

    Einmal editiert, zuletzt von Pillentante (28. Februar 2018 um 20:17)

  • Wassertiger
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    • 28. Februar 2018 um 20:45
    • #300
    Zitat von Pillentante

    Deine Meinung teile ich voll und ganz.

    Auch wir haben mit Teilen oder auch der ganzen Weltreise auf der Aura geliebäugelt, da uns die langen Flüge bei Teilstrecken zu anstrengend sind. (Mein Mann ist recht groß und 14 Std. wie ein zusammengeklapptes Taschenmesser im Flieger zu sitzen - nein danke.)

    Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden, weil es uns, vor allem in der zweiten Teilstrecke zu viele Seetage sind.

    Wir sind noch vor vier Jahren mit der AIDAcara unterwegs gewesen und haben uns für die 14-tägige Reise dort auch sehr wohl gefühlt, hatten aber auch eine Balkonkabine.
    Das Essen war auf unserer Reise (Nordlandtour) sogar besonders gut und sehr abwechslungsreich.
    Es war noch vor den Selection Reisen, aber man hatte den Eindruck, dass sich Crew und Küche besondere Mühe gaben, das Alter des Schiffes durch Service auszugleichen.
    Vielleicht haben wir mit dem Team besonders Glück gehabt, denn wir können nach über 25 Reisen in
    18 Jahren mit AIDA schon Vergleiche anstellen.
    Wir sind auch nicht blind und haben schon bemerkt, dass das Niveau des Urlaubs auf AIDA im allgemeinen (Essen, Ausflüge, Service, etc. ) nachgelassen hat, können aber immer noch damit leben.
    Uns gefällt die ungezwungene Art des Urlaubs, die Buffetrestaurants und auch das Preis-Leistungsverhältnis der AIDA Reisen. MS Europa oder Phoenix Reisen sind uns zu steif.

    Wir brauchen den Trubel der zwei, bald drei großen Schiffe nicht, genießen aber gerne die Außenbars der Vita, Aura oder Melittaschiffe und auch das Brauhaus der nächsten Klasse.

    Jeder hat sicherlich seine eigene Meinung zu der Weltreise und ich freue mich, das die Erlebnisse der Reise den Ärger bei vielen wieder ausgleichen können.
    Wenn man sich aber abgezockt vorkommen muss, wie einige beschreiben, ist AIDA definitiv auf dem falschen Weg. Hoffentlich sind sie lernfähig.

    Ich möchte mich aber bei allen Weltreisenden herzlich für ihre beschriebenen Erlebnisse, Fotos und auch für die Kritik bedanken. Kritik kann auch sehr konstruktiv sein.

    Pillentante

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    Ja, hoffentlich ist AIDA lernfähig. Leider sind wir da skeptisch. Neben der Größe der 3 letztgebauten Schiffe sprechen auch andere, auf Profitsteigerung ausgerichtete Indizien dafür, so z.B. saftiges Aufgeld für die Nutzung des Saunabereiches auf der Prima/Perla oder die Tatsache, dass es auf Prima/Perla achtern statt schöne Außenbars Kabinen gibt. Sollte AIDA künftig nicht mehr in Frage kommen, können wir uns darüber freuen, in der Vergangenheit noch schöne Fahrten gemacht zu haben.

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