Mahlzeit: Ganz großen Dank für Dein Statement!
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Alle erwarten, dass die Reedereien sich der politischen Lage anpassen - dann darf man sie aus meiner Sicht als Kunde auch nicht dafür "bestrafen", dass sie es nun tun. Genau darauf läuft es jedoch hinaus, wenn die Leute nun massenhaft wegen des Entfalls von Sankt Petersburg stornieren oder Entschädigung fordern.
Nur zum Verständnis: Wir sind ebenso betroffen. Wir haben extra die 10-Nächte-Fahrt gebucht, um Overnight in SPB zu sein. Nachdem wir im letzten Herbst mit der MS1 in Stockholm, Tallinn und Helsinki waren, wäre SPB für uns das letzte wirklich neue Highlight. Dennoch werden wir den Teufel tun und den Entfall dieses Hafens als Grund für Stornierung oder Ersatzforderung nutzen. Wir hoffen, dass AIDA einen interessanten Ersatz organisiert - wenn nicht, bleiben wir schlimmstenfalls 3 Nächte in Stockholm. Denn in einem Krisenfall muss man halt auch mal selbst zurückstecken. Und dieser Krieg wird uns ganz sicher ohnehin im eigenen Portmonnaie treffen - auch ohne gebuchte Kreuzfahrt.
Um es ganz bildlich zu machen: Stellt Euch vor, in Eurem friedlichen Land bricht plötzlich ein Krieg aus, Ihr schnappt Eure Familie, der Mann wird an der Grenze wegen Wehrfähigkeit aus dem Transportmittel gezerrt (also wie positiver Corona-Test auf der Kabine) und Ihr erreicht Berlin, obwohl Euer Wunschziel Hamburg war. Sagt Ihr in diesem Wissen nein, weil Hamburg für mich wichtig ist? Ich weiß: Ein bisschen provokativ, sehr verharmlosend und ganz böse. Aber vielleicht kann sich der eine oder andere geneigte Kreuzfahrer in die Situation damit etwas besser hineinversetzen. Und beim Übertragen auf die eigene Situation nicht vergessen: Andere sprechen über ihr Leben und ihr Zuhause, wir sprechen - nur - über den Luxus einer vom Durchschnitt herausgehobenen Urlaubsform.
Hoffen wir, dass wir auch weiterhin die Möglichkeit für diese wundervollen Reisen haben.