
Es ist immer wieder schön, wenn der letzte Reisetag ein Seetag ist. Dann können wir uns in aller Ruhe seelisch darauf einstellen, dass wir morgen erst einmal wieder dauerhaft festen Boden unter den Füßen haben. Na ja, halt bis zur nächsten Reise in den „Schärengarten der Ostsee“, auch wieder mit AIDAaura Ende August. Diese Perspektive macht den Abschied leichter.
Vielleicht ist auch Zeit, für ein kurzes Fazit: alles in allem war es eine schöne Reise, die wir gebucht hatten, weil sie uns von Hamburg nach Hamburg (wir fliegen ja nicht mehr) mal in wärmere südlichere Gefilde und nicht immer in den kalten Norden gebracht hat und weil die Häfen von Gijon und Getxo/Bilbao neu für uns waren. Sie haben uns nicht enttäuscht, was sicherlich auch mit an dem schönen Wetter lag.
Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass diese südliche Visite auch gern noch erweiterbar ist. Vielleicht bis Cadiz mit Stopps in Lissabon (over night) und Porto. Dafür könnte man auf der Hin- und Rückreise den einen oder anderen Hafen, der auch nicht Selection like ist, auslassen. So kann Dover im Rahmen anderer Reisen besucht werden und auch Rotterdam, da ja Amsterdam von Carnival Cruises boykottiert wird, muss nicht angelaufen werden.
Für die Rückreise würden wir uns wünschen, dass statt Le Verdon sur Mer Bordeaux direkt angesteuert wird. Saint Malo ist immer nett, auch wenn wir uns schöneres Wetter gewünscht hätten und das Tendern immer das Risiko in sich birgt, dass der Hafen aufgrund von schlechten Wetterbedingungen nicht angelaufen werden kann. Aber auf Brest und Le Havre kann gern verzichtet werden, außer man braucht eine Alternative für Saint Malo, dann aber bitte Honfleur.
Unsere 16-tägige Wunschreise sehe wie folgt aus: Hamburg – Seetag – Isle of Portland – Seetag – Porto – Seetag - Cadiz – Lissabon (mittags) – Lissabon – Seetag – Bilbao – Bordeaux (mittags) – Bordeaux – Seetag - Saint Malo (alternativ Honfleur) – Seetag – Hamburg. Oder so ähnlich.
Ihr merkt schon, die Route ist uns das Wichtigste. Dann kommt aber auch schon gleich in der Prioritätenliste die Ocean Bar. Es hat sich eine tolle Runde gefunden und es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Und dann mit Nadiia als Barkeeperin. Besser geht es nicht. O.k., wir hatten traditionelle Probleme mit der Bierzapfanlage. Die hätte Nadiia auch souverän gelöst, wenn sich nicht der Facility Manager eingemischt hätte.
An dritter Stelle kommt unsere Balkonkabine. Die war in Ordnung. Die Betten bzw. die Matratzen waren wie gewohnt gut, so dass einem erholsamen Schlaf nichts im Wege stand. Und mit unserem Stewart hat auch alles gut geklappt.
Dann ist uns auch noch das Selection Restaurant wichtig. Der Service war gut und sachlich. Das hatten wir aber schon besser und persönlicher. Das Frühstück war o.k., die Menüs waren wenig kreativ und etwas lieblos angerichtet. So haben wir im zweiten Teil unserer Reise auf den abendlichen Besuch verzichtet. Im „Calypso“ gab es auch genug Leckeres, obwohl uns die Fülle manchmal störte. Außerdem denke ich immer, AIDA sollte sich bei der Quantität beschränken und dafür mehr Augenmerk für die Qualität haben.
Auf das ganze Entertainment Angebot, sowie auf alle innenliegenden Bars haben wir wie auf allen letzten Reisen gänzlich verzichtet und wir können nicht sagen, dass uns etwas fehlt. Entertainment haben wir an der Ocean Bar genug. Und dazu noch tolle Ausblicke, die uns kein Theater bieten kann.
Aber nun genug des Resümees. Die Reise hat uns viel Freude bereitet und letztlich liegt es immer an uns selber, wie wir uns das Ganze passend machen.
So auch an diesem letzten Seetag: ausgiebiges Frühstück im Selection Restaurant, Wanderrunden um das „Kap zum guten Schornstein“, Brunch, Ocean Bar, leichtes Mittagsmahl im „Calypso“, Siesta/Balkon, Massage, Ocean Bar, Abschiedsessen im „Calypso“, letzter Abend in der Ocean Bar. Was will der Mensch mehr?
Gestartet sind wir vor 14 Tagen gemeinsam mit der AIDAperla und gemeinsam werden wir morgen auch wieder in Hamburg ankommen. Dabei hat es die AIDAperla eiliger als wir und überholt uns gnadenlos. So entstehen schöne Bilder von der großen Schwester.
Unser letzter Sonnenuntergang ist dann auch noch einmal besonders schön.
Das war’s.
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