
Doch bevor es losgeht, sind noch einige Reisevorbereitungen zu erledigen, wie z.B. die Schlüsselübergabe an unsere Nachbarinnen, verbunden mit der Bitte, die nächsten 14 Tage den Garten zu wässern und ganz wichtig, unsere elf Tomatenpflanzen zu gießen, damit der „großen Ernte“ nichts im Wege stehen sollte.
Und dann ist da noch etwas: packen. Einer der Vorteile, in Hamburg zu wohnen, ist der Umstand, dass wir erst am Morgen des Abreisetages uns dieser Aufgabe widmen müssen. Und obwohl dies mittlerweile unsere 20. AIDA Reise werden wird, ist das Packen immer noch eine mentale Herausforderung. Schließlich wollen wir möglichst auf alle Wetterbedingungen bestens vorbereitet sein. Auch hier wieder der Vorteil der kurzen Anreise: wir können ruhig eine Jacke mehr mitnehmen und natürlich auch unsere Skiunterwäsche für die kalten Abenden an der Ocean Bar.
Dann ist alles verstaut und gerichtet. Unsere Wohnung wird die nächsten 14 Tage ohne uns auskommen müssen. Jetzt nur noch schnell über die APP ein Taxi rufen und schon können wir die kurze Fahrt zum Kreuzfahrtterminal in Altona antreten.
Nachdem wir unsere drei Reisetaschen bei der Gepäckabgabe in bewährte Hände übergeben haben, gehen wir zum Check in, wo die nette AIDA Mitarbeiterin diese gar schrecklichen Bilder von uns macht, die sich zum Glück die nächsten zwei Wochen nur der Security Mensch angucken muss.
Dann geht’s weiter zur Bordkartenausgabe. Und hier wartet eine freudige Überraschung auf uns: Nadiia und Sid. Beide kennen wir von früheren Reisen und sie werden erst einmal von uns herzlichst umarmt. Nadiia ist auf dieser Reise Barkeeperin an der Ocean Bar, unserem täglichen Lieblingsplatz. Einfach toll. Sid ist Barkeeper in der AIDA Bar und wir freuen uns, ihn dort auch immer mal zu treffen.
Da unsere Kabine noch nicht fertig ist, gehen wir zunächst ins „Calypso“. Auch wenn wir noch an dicken Tauen im Hafen liegen: „Seeluft macht hungrig“. Und durstig. Also nach dem Essen auf ein Bier in die Ocean Bar. Danach auf die Kabine, die jetzt fertig ist. Und unsere Reisetaschen sind auch schon da. Also auspacken. Danach sind wir dann endgültig in unserem, wenn auch leider zeitlich begrenztem, Zuhause angekommen. Und viel kann jetzt nicht mehr für einen schönen und entspannten Urlaub dazwischen kommen.
Und wo gibt’s die meiste Entspannung? Richtig: an der Ocean Bar, nur noch einmal von der obligatorischen Seenotrettungsübung unterbrochen.
Pünktlich um 18:00 Uhr heißt es „Leinen los“ und unsere Fahrt auf der Elbe gen Nordsee kann beginnen.
Auch AIDAperla hat kurz nach 18:00 Uhr mit etwas Verspätung die Verfolgung aufgenommen.
Leider ist der Himmel etwas sehr zugezogen und ab und zu feuchtet es auch. Da sich die Sonne sporadisch zeigt, kann es auch bei diesem Wetter zu sehr schönen Stimmungen kommen, wie zu diesem tollen Regenbogen über Blankenese und den gegenüber liegenden Hallen von Airbus Industries.
Ein Stückchen weiter elbabwärts kreuzen wir eine der wichtigsten europäischen Stromtrassen mit ihren 224 Metern hohen Strommasten, den höchsten in Europa. Hier wird Wasserkraft aus Norwegen transportiert, die u.a. den Atomstrom des schon lange abgeschalteten Stader Atommeilers ersetzt.
Links und rechts ist die Elbe eingedeicht. So suchen viele, häufig noch mit Stroh gedeckten Häuser Schutz hinterm Deich. Da die Elbbefeuerung auch schon vor langer Zeit modernisierte wurde, werden die alten Leuchttürme heute bewohnt.
An Steuerbord sehen wir das Atomkraftwerk in Brockdorf, das zum Glück auch nicht mehr am Netz ist.
Noch einmal geht der Blick zurück, wo wir hinter uns AIDAperla immer noch im Schlepptau haben.
Und wenn wir den Blick nach Nordwesten richten, werden wir von einem typischen nordischen Himmel fasziniert. Jetzt schmeckt das Bier an der Ocean Bar noch mal so gut, wo sich mittlerweile der harte Kern getroffen hat.
Irgendwann wird’s auch dunkel und gegen eins ruft dann das Bett. Morgen geht’s weiter.
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