
Nach unserem täglichen Morgenritual gehen wir um 10:30 Uhr von Bord, um mit dem kostenlosen Shuttle der „chamber of commerce“, der örtlichen Handelskammer, den Militärhafen von Portland zu verlassen und nach Weymouth gefahren zu werden. Das Wetter ist leider, wenn auch trocken, immer noch nicht sonnig geworden. So empfängt uns der Hafen von Weymouth auch recht trist.
Kurz schauen wir uns das Schauspiel an, das uns eine Möve bietet, die mit dem Gerippe eines Fisches kämpft, um noch die letzten Reste zu ergattern. Sie wird dabei nicht nur von uns beobachtet, sondern wird auch von einer Artgenossin neidisch beäugt. Dann taucht der Chef im Ring auf und obwohl er kein Interesse an dem Gerippe hat, vertreibt er die Mädels. So sind sie halt, die Machos.
Weymouth, in der Grafschaft Dorset gelegen, ist so ein typisches englisches Seebad mit etwas über 50.000 Einwohnern und einem breiten Strand, der bei Ebbe noch breiter wird. Portland und Weymouth waren während der olympischen Spiele 2012 in London Austragungsort der Segelwettkämpfe.
Von einer Fassade herunter schaut sich Queen Victoria, die 1897 ihr 60-jähriges Thronjubiläum feierte, das ganze Treiben an, auch wenn wir das Gefühl haben, dass die Saison noch nicht eröffnet ist.
So ist auch die Strandpromenade mit der frisch renovierten „Jubilee Clock“, die 1887 zu Ehren von Queen Victoria erbaut wurde, noch nicht sehr bevölkert, genau wie der kleine Park, wo jedes Jahr immer wieder Blumen für neue Motive gepflanzt werden.
Auch in den B&B Unterkünften, wie an den bunten Strandhütten schläft die Saison noch.
Dann haben wir auch das Ortsende erreicht und werfen noch einmal einen Blick über die Bucht von Weymouth.
Auf dem Rückweg machen wir unseren obligatorischen Stopp in Höhe der „Jubilee Clock“. Essenfassen in Form von Fish & Chips, „the best in town“, im Restaurant „King Edward“.
Aber eine Portion, die wir uns teilen, reicht dicke für uns zwei. Wohl gestärkt geht’s dann um 14:00 Uhr mit dem Shuttle zurück zum Schiff.
Und was dann folgt, kennt ihr schon.
Tag 6 ist offiziell unser erster Seetag. Da heute kein Landgang ansteht, haben wir uns angewöhnt, einer paar große Runden an Deck zu laufen oder wie Stefan, ein Gastgeber von der AIDAvita, es so schön formulierte, wir drehen unsere Runden um das „Kap zum guten Schornstein“. Sechseinhalb Runden. Das muss für heute reichen, denn unten auf dem Pooldeck wird zum Brunch gerufen. Nur ein paar Winzigkeiten zum Probieren. Für eine Kugel Eis im „Calypso“ muss Platz bleiben.
Nach Erledigung unseres Nachmittagsprogramms mit Siesta/Massage und Balkon und einem kurzen Besuch der Ocean Bar vor dem Abendessen ist dann endlich Entspannung angesagt. Und wo? Natürlich auf Deck 7 ganz achtern. Und ein paar schöne Fotos gibt’s gratis.
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