Der neue CEO vom Carnival Konzern Weinstein hat in der Investoren Pressekonferenz nach der Vorstellung der Quartals- und Jahresergebnisse seine Einschätzung zu mittelfristig zu erwartenden Neubauten gegeben. Sie haben (wenig überraschend) sehr hohe Schulden und wollen diese in den nächsten Jahren primär abbauen und sich bei großen Neubauprojekten zurücknehmen. Die bereits bis 2025 bestellten Schiffe werden abgenommen aber danach auf die Bremse getreten. Für 2026 wollen sie explizit kein neues Schiff bestellen und so in dem Jahr zum ersten Mal seit Ewigkeiten eine Nullrunde drehen. Die Jahre danach werden immerhin ein bis zwei Neubauten pro Jahr angepeilt. Ob davon welche für AIDA bestimmt sein werden bleibt abzuwarten. Ich würde ihnen mit Carnival und Holland America (und ggf Princess) aber die besten Chancen zurechnen.
Außerdem kündigt er an den Sparkurs fortzusetzen. Es wird weiter versucht noch mehr Treibstoff zu sparen (zukünftig mehr Seetage, reduzierte Liegezeiten falls nötig) und nice to have Inklusiveleistungen wie 24h am Tag Softeis und Pizza bei carnival o.ä. reduziert.
ZitatAlles anzeigen"We don't expect any new ships in 2026 and anticipate just one or two new-builds each year for several years thereafter," Weinstein said during the call, which came after the company reported yet another billion-dollar-plus loss for its most recent quarter.
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As Carnival Corporation returns to profitability over the coming years, it plans to channel much of its cash flow toward paying down this debt in lieu of capital spending on things like new ships, Weinstein suggested on Wednesday.
"Going forward, we are committed to using our expected cash flow strength to repair the balance sheet over time, and we'll be disciplined and rigorous in making new-build decisions accordingly," he said.
The company also is cutting spending on all sorts of other things, from around-the-clock pizza on ships to fuel use.
"We actively managed down our spend by over $500 million during 2022, and we've taken a hard look at 2023 and beyond and reshaped investment spending by $300 million annually for a cumulative reduction of $1.7 billion," Weinstein said.
Anders als Royal Caribbean, Norwegian und MSC wollen sie ihren Wachstumskurs pausieren und sich auf einem vor covid Niveau einpendeln- mit weniger aber größeren Schiffen resultierend aus dem Abgang von zwei Dutzend älteren Schiffen.
Wenn das auch die anderen Reedereien so umsetzen sollten, dann kann das ziemlich böse auf sie zurückschlagen, wenn aufgrund fehlender Neubau Aufträge die Werften sich aus dem Geschäft zurückziehen müssen. Nur St Nazaire und fincantieri sind einigermaßen gut bis einschließlich 2027 ausgelastet. Bei Meyer sieht es deutlich schlechter aus. Die haben zwar in Turku bis einschließlich 2026 genug zu tun, bis jetzt aber nur Stückwerk in Papenburg in 2026 und keine Aufträge in 2027. Mindestens für Herbst 2026 oder Frühjahr 2027 wären sie in Papenburg auf einen größeren Neubau angewiesen. Dafür käme eigentlich nur Carnival mit einer zehnten Helios (z.b. für carnival oder eher unwahrscheinlich für AIDA) in frage, weil die Neuentwicklung von Schiffen länger dauert. Ansonsten müssen sie massiv die Belegschaft reduzieren oder größere Teile in Kurzarbeit schicken.