Völlig korrekt, MSC fehlt. Wir sind gestern von der Grandiosa abgestiegen, an Bord waren über 5.000 (internationale) Gäste und man bemerkte keinen Crewmangel in Bars und Restaurants. Es wurde schnell und zügig bedient.
Trotzdem haben wir in Kopenhagen das AIDA Feeling so vermisst, dass wir überlegt haben, in Geiranger abzusteigen und zu versuchen in Alesund auf die Nova aufzusteigen. Eigentlich haben uns nur die fehlenden Testmöglichkeiten in Geiranger und die am Dienstag verfügbaren Verkehrsverbindungen davon abgehalten.
Die Crew war nicht weniger freundlich als die von AIDA, nahbar war sie auch.
Englisch sollte man beherrschen, wobei es Durchsagen auf Deutsch gibt sowie deutsche Speisekarten werden morgens, mittags und abends gereicht.
Die Heckkabine war lauter als wir es von AIDA kennen, der Kleiderschrank ist viel zu klein für uns und wird vermutlich auch nicht lange halten. Hocker statt Stuhl auf der Kabine, kein Stuhl mit verstellbarer Lehne auf dem Balkon. Getöntes Glas lässt die Kabine dunkler wirken als wir es von AIDA kennen. Rauchen auf dem Balkon untersagt, sehr sehr angenehm für Frischluftliebhaber.
Ein Tisch in einem Bedienrestaurant ist für den Abend vorreserviert, es gab drei Tischzeiten, 17:30 Uhr, 19:30 Uhr und 20:30 Uhr, diese Zeit war zu Beginn der Reise änderbar, ebenso war der zugeteilte Tisch änderbar. Speiseauswahl etwas vergleichbar mit dem Dreigangmenü bei AIDA während der Pandemie im Buffetrestaurant, zuletzt bis März im East, mehr Auswahl bei MSC beim Fisch und vegetarisch. Schwerpunkt: Mediterran. Bedienrestaurant Frühstück geöffnet 7:30 bis 9 Uhr und Mittag 12 bis 13:30 Uhr, Tischvergabe durch effizientes Leitsystem der Kellner.
Buffet Deck 15, viel Plastik, Lärm und von der Qualität für uns nicht überzeugend. Das ist natürlich subjektiv.
Uns fehlte die Auslaufmusik, die Bugcam und die Hygiene bei der Kabinenreinigung, Flusen, Staub, Haare in Schubladen, auf dem Teppich und dem Sofa kennen wir von AIDA nicht. Eventuell hier Crewmangel? Schwer zu sagen.
Mal sehen, ob wir es ohne Corona von Bord geschafft haben, das Konzept der Eigenverantwortung ist mit dem von AIDA vergleichbar. Desinfektionsmittel meist leer. Aufzüge voll.
Steuerung der Aufzüge funktioniert (besser) als bei AIDA.
Das Goldfrühstück haben wir vermisst. Die Kellner haben versucht, unsere Kaffeespezialwünsche (abgedeckt durch das gebuchte Getränkepaket) zu berücksichtigen. Respekt bei der Gästezahl.
Die Rezeption wirkte deutlich professioneller und serviceorientierter als auf den AIDA Schiffen. Jeder Wunsch wurde zu erfüllen versucht, und das bei so vielen Gästen.
Am Seetag kann man „behind the Scenes“ buchen, angeboten auch auf Deutsch. Wir konnten mit 12 Personen hinter die Kulissen des Theaters schauen, die Wäscherei, Lagerräume und Crewbereiche ansehen sowie Maschinenraum und Brücke besichtigen und Fragen stellen. Den Yachtclub durften wir zu zweit mit einem Butler besichtigen.