
Das erste Foto entsteht kurz vor 8:00 Uhr vom Fenster unseres Hotels. Die ersten Katamarane starten, um die kleinen Orte in den diversen Fjorde zu bedienen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück verlassen wir unser Hotel.
Vor dem Bergen Hus liegend sehen wir auch die bereits gestern in Stavanger gesehene „Princess Danae" wieder. Das 162 Meter lange Schiff lief 1955 als Frachter „Port Melbourne“ bei Harland & Wolff in Belfast vom Stapel und wurde 1974 in Griechenland zu einem Kreuzfahrer für 560 Passagiere umgebaut. Von 1996 bis 2013 fuhr es unter dem Namen „Princess Danae“, bevor es dann nach einem Verkauf nach Portugal noch zwei Jahre unter dem Namen „Lisboa“ die Meere bereiste. 2015 wurde der 16.531 t große Dampfer in Aliağa verschrottet.
Dann wenden wir uns dem legendäre Fischmarkt mit seinen vielen frischen Meerestieren zu.
Bevor es mit „Fløibanen“ hinauf auf Bergens Hausberg geht, werfen schon mal einen ersten Blick auf „Bryggen“.
Oben auf „Fløyen“ angekommen, ist die Aussicht phantastisch. Auf Bergen, das Hafenbecken „Vågen“ und auf „Byfjorden“, über jeden Tag eines der elf Postschiffe der Hurtigruten gen Norden aufbricht.
Vorne am „Skoltegrunnskaien“ hat neben der „Princess Danae“ von Transocean und der Dänemarkfähre „Fjord Norway“ auch die „Costa Europa“ festgemacht. Das Schiff wurde 1984 bis 1986 als „Homeric“ als erster Kreuzfahrer auf der Meyer Werft gebaut, und zwar im Freien und als einziges Kreuzfahrtschiff wurde es mit einem Querstapellauf zu Wasser gelassen. Ab 1988 fuhr es als „Westerdam“ für die Holland America Linie, bevor es 2002 zur Schwestergesellschaft unter dem Namen „Costa Europa“ wechselte. Nach einem tragischen Unfall mit drei toten Besatzungsmitgliedern am 26.02.2010 in Scharm el Scheich wurde das Schiff im April 2010 als “Thomson Dream“ nach Großbritannien verchartert. 2017 wurde es in „Marella Dream“ umbenannt.
Am heutigen Hurtigruten Terminal liegt eine Fähre von Color Linie.
Und am „Dokkeskjærskaien“ liegt die alte AIDAblu. Das Schiff wurde am 29.06.1990 an die amerikanische P & O Tochter Princess Cruises übergeben und fuhr bis 2002 unter den Namen „Crown Princess“. P & O hatte entschieden, das Schiff als A‘Rosa Blu“ der zwischenzeitlich übernommenen Kreuzfahrtreederei Seetours zu überlassen, um das europäische Geschäft anzukurbeln. Ab 2004 hieß das Schiff „AIDAblu“, bis es 2007 als „Ocean Village Two“ das Clubkonzept auf dem britischen Markt etablieren sollte. Überraschend wurde diese Unternehmenspolitik im Jahre 2009 eingestellt und das Schiff ging als „Pacific Jewel“ an die australische P & O Tochter. Ab April 2019 gehört es nun als „Karnika“ der indischen Jalesh Cruises.
Bevor wir wieder mit der Standseilbahn zum Hafen herunterfahren, haben wir noch einen schönen Blick auf die Zachariasbrücken, den Fischmarkt und den Torget, von wo wir noch einmal zur Bergstation zurückschauen.
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