
Die ersten stimmungsvollen Fotos entstehen nach dem Frühstück gegen 9:30 Uhr am Innvikfjorden.
Danach geht es bergauf und durch das Våtedal.
Nicht jedes Wasser ist ein Fjord, es gibt auch große und zum Teil sehr tiefe Seen, in Norwegen Vatnet genannt.
Auf einmal versperrt ein ganze Herde Ziegen die Straße. Es hat angefangen zu regnen und die Ziegen sind auf der Suche nach einem trocknen Plätzchen. Mit dem Bau des 12 km langen „Fjærlandstunnelen“ und des 10 km langen „Frudalstunnelen“ haben die Norweger eine schnelle und wintersichere Verkehrsverbindung geschaffen. Früher konnte man das Gebiet nur per Fjordfähre erreichen.
Kaum haben wir einen weiteren Tunnel bei Fjærland verlassen, befindet sich links direkt neben der Straße eine der vielen Gletscherzungen des größten europäischen Festlandsgletschers „Jostedalsbreen“. Ganz in der Nähe befindet sich auf der anderen Seite der Straße das norwegische Gletschermuseum, das „Norsk Bremuseum“ .
Nach der Fahrt durch „Frudalstunnelen“ kommen wir an den „Dalavatnet“. Da das Wasser der Seen ruhiger als das der Fjorde ist, eignet es sich für Fotos mit Spiegelungen besser.
Es gibt in Norwegen ein paar Strecken, bei denen man sich häufiger im Tunnel als unter freiem Himmel befindet. So ein Tag ist heute. Bevor wir bei Mannheller den Sognefjord queren, wartet noch ein Tunnel auf uns, der direkt am Fähranleger endet. Auf der anderen Seite geht es mit „Fodnestunnelen“ wieder für 8 km unter Tage. Nach nur 7 km an frischer Luft biegen wir rechts in „Lærdalstunnelen“ ab. Dieses Bauwerk ist 25 km lang. Alle 5 km gibt es blau beleuchtete Parkplätze, kleine Kathedralen des Verkehrs.
Noch zwei kleinere Tunnel und wir haben Flåm am Aurlandsfjord erreicht. Jetzt noch durch „Flenjatunnelen“ (5 km) und „Gudvangatunnelen“ (12 km) bis wir an unserem Tagesziel, dem Fjordtell in Gudvangen am Ende des engen, 18 km langen „Nærøyfjords“ angekommen sind. „Nærøyfjorden“ ist für mich Norwegens schönster Fjord und Gudvangen haben wir in früheren Urlauben von Kaupanger nach eineinhalbstündiger Fährfahrt auf dem Sognefjord und seinem Nebenarm erreicht. Wenn abends die letzte Fähre ablegt hat, kehrt hier, umgeben von 1.000 Meter hohen Bergen, himmlische Ruhe ein. Das kleine achteckige Hotel im Wikingerstil zählt zu meinen Lieblingsorten, zumal ich hier das beste Rentierfilet meines Lebens gegessen habe.
Kommentare 2