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Neu Barcelona - laufen, schauen und genießen

  • perlenfee
  • 14. Oktober 2026 um 20:41
  • 68 Mal gelesen
  • 1 Kommentar

17. März 2026 – Barcelona, Wetter: Sonne/Wolken, 15 Grad


Welch ein schöner Tagesauftakt. Der Himmel strahlend blau, das Meer glitzert – die besten Voraussetzungen für einen Spaziergang durch die City. Beim Frühstück überlegen wir, wie oft wir schon in dieser Stadt waren. Also ich erinnere mich an das erste Mal. Es war im April 2008, als ich meine erste AIDA-Kreuzfahrt gemacht habe. Damals hat meine Tochter mich gefragt, ob ich sie begleiten würde, denn ihr Reisepartner war kurzfristig beruflich verhindert. Na klar, Mama sprang gerne ein und somit war es auch meine erste Kreuzfahrt mit einem Kussmundschiff. Und Barcelona wurde neben Alicante, Valencia und Palma de Mallorca angelaufen. Dann folgten die Jahre 2018, 2019 und 2022 und jetzt 2026 war es für mich der 5. Besuch. Da kann ich einfach sagen, man kennt so einiges in der Stadt und deshalb werden wir auf eigene Faust losziehen. Uns treiben lassen, schauen und genießen.


Ab dem Terminal fährt ein günstiger Shuttle, der uns zum World Traide Center, ganz in der Nähe der berühmten Einkaufsstraße Las Ramblas bingt. Dieser Ort ist ideal, um ein wenig das Zentrum zu erkunden. An der Haltestelle fällt unser Blick auf den Turm, der zur Seilbahn gehört. Ehrlich, wir haben es in den Jahren nicht geschafft, mit ihr eine schwebende Tour zu machen. Aber irgendwann ….... werden wir das machen, nehmen wir uns vor.

Sehenswert ist am Port Vell das Kunstwerk von Andreu Afaro. Die großen Bögen sehen aus wie die bewegten Wellen des Meeres. Ein paar Schritte weiter stehen wir vor der riesigen Fassade des Zollgebäudes und dann steht auch schon Christoph Kolumbus vor uns bzw. über uns. Das 60 Meter hohe Denkmal wurde anlässlich der Weltaustellung 1888 errichtet und eingeweiht. Auf der Plattform dort oben waren wir auch noch nie und interessant ist, dass man im Keller des Denkmals an einer Weinprobe katalanischer Weine teilnehmen kann. „Du, wir haben noch viel vor, wenn wir mal wieder hierher kommen!“ höre ich meinen Mann sagen. Da hat er nun recht, also vormerken.Wir erreichen die Rambla und da ist es etwas chaotisch – es wird gebuddelt, man muss vorsichtig laufen und Absperrungen leiten uns hin und her. Aber trotz allem, wir sehen jede Menge auf dem Weg zur Markthalle. Die Fassaden der Häuser entlang der Straße sind wirklich sehenswert und begeistern uns immer wieder. Zur Markthalle sage ich nur eins: Bitte vorher nichts essen!!!! Es gibt ein so breit gefächertes Angebot an den Ständen, dass man ohne Unterbrechung hier was verköstigen und dort was trinken kann. Es duftet nach frischem Brot, nach gebratenem Fleisch, nach Knoblauch, Tortilla, geräuchertem Schinken – die Nase ruft ständig nach einer Kostprobe. Bei den Schinken bleibe ich kurz stehen und lache leise vor mich. Sehen die Hufe doch sehr elegant aus. Obligatorisch suchen wir eine Tapas-Bar auf und essen die Patatas Bravas, das sind frittierte Kartoffelstücke mit scharfer Majo, geröstetes Brot mit Tomaten und dazu gibt es ein kühles Bier- Lecker! Jetzt geht es weiter und kurz schauen wir in die Kirche rein und schon stehen wir wieder draußen vor den reich verzierten Häuserfronten. Welch eine bewundernswerte Baukunst, kann ich da nur sagen. Man braucht echt Stunden, um sich an den Details satt zu sehen. Auch das Denkmal des bekannten Dichters Frederic Soler war mir ein Foto wert. Durch schmale Gassen gelangen wir wieder vor an die Wasserlinie. Laufen macht durstig und so legen wir eine kurze Trinkpause ein und genießen den katalanischen Wein. Gegenüber verweilen wir einen Moment vor dem „Gesicht Barcelonas“. Eine Skulptur, 15 Meter hoch, wurde nach dem Entwurf des amerikanischen Pop-Art Künstler Roy Lichtenstein vom Bildhauer Diego Delgado Rajado im Jahr 1992 gefertigt. Ein Stück weiter hebt eine Languste ihre Zangen und steht in einer bedrohlichen Position auf dem Gehweg. Obwohl die Skulptur den Namen La Gamba (entworfen von Javier Mariscal) ist es keine Krabbe und auch keine Garnele, sondern eine Languste. Ursprünglich war es als Werbeelement eines Restaurants entworfen und 1989 eingeweiht. Wie es so ist, Restaurants und Bars mussten dort schließen, diesmal nach den Olympischen Spielen 1992 und jetzt, was passierte mit der Skulptur? Das Restaurant zu, das Ding steht noch. Es gab Gerangel vor Gericht und letztendlich ging die Skulptur als Eigentum auf die Stadt über, wurde zu einem sehr beliebtem Symbol der neu gestalteten Promenade, 2004 wurde sie aufgehübscht, beziehungsweise restauriert.


Die Promenade ist heute nicht übervölkert, aber ich kann mir vorstellen, dass hier zu Urlaubszeiten jede Menge los ist. Ich setzt mich zu dem Paar, das in einer eigenartigen Haltung auf das Meer schaut. Beide haben keine Arme, ich frage mich warum und finde keine Antwort. Sie schaut mit ihren gespitzten Lippen ganz angestrengt gerade aus und er sieht irgendwie traurig aus. Nach einer Weile des Betrachtens geht es mir durch den Kopf, auf meinen Reisen habe ich in verschiedenen Museen viele Figuren gesehen, die ohne Arme waren. Meist standen sie in griechischen und römischen Museen.


Wir machen uns jetzt auf, in Richtung Shuttle. 6 Stunden sind wir bereits unterwegs und so langsam schleicht sich doch eine Müdigkeit ein. An Bord kommen die Laufschuhe in den Koffer, der noch gepackt werden will, denn morgen ist die Reise zu Ende. Die Zeit bis zum letzten Sail away nutzen wir noch für die Packerei, dann ist das erledigt und wir können an der Reling stehen und Barcelona entschwindet unseren Blicken. Mit viel Glück haben wir für den letzten Abend noch einen Platz im French Kiss bekommen und wieder war das Menü so was von gut. Es gibt noch eine Überraschung, Michel und Liza kommen an unseren Tisch und bringen mir ein Geschenk vorbei. Der Titel des Buches ist vielversprechend und ich muss schon lachen, bevor ich es aufgeschlagen haben. Und wie ich dann anfange zu blättern, finde ich eine persönliche Widmung der Schriftstellerin, die unter dem Namen Stadtlocke ihre Erlebnisse zu Papier gebracht hat. Danke liebe Freunde! Wir schaffen es gerade noch nach dem Essen, im Theatrium einen Platz an der Bella Bar zu bekommen. Der Abschiedssekt ist eingeschenkt, die Show läuft. Mitarbeiter, Gastkünstler – die Bühne füllt sich. Zum Schluss ist auch unser Kapitän auf der Bühne und verabschiedet sich von uns. Der Augenblick ist immer etwas wehmütig – aber nach der Reise ist ja schon wieder vor der Reise!!! Krönender ‚Abschluss der Farewell-Party ist der Auftritt von Sarah Barelly in einem sagenhaft tollem Outfit. Es gab noch Zugaben und dann treffen wir unsere Freunde und meine Verwandten, die ich unverhofft auf dieser Reise getroffen habe. Ach, war das schön, ein Wiedersehen nach langer Zeit. Nun heißt es Abschied nehmen und bald mal wieder ein Treffen an Land.


Ich möchte mich auch von unserem Sänger und Freund Bratislav verabschieden, der im Brauhaus eine kleine Session hat. Und dann wird es Zeit, dass wir die Kabine aufsuchen. Koffer fertig packen, raus stellen und dann ab ins Bett – der Tag war ausgefüllt heute. Morgen früh müssen wir zeitig aufstehen, der Flug geht um 9.15 Uhr.



18. März 2026 – Palma de Mallorca, Wetter: Sonne/Wolken, 15 Grad


Etwas verschlafen sitzen wir beim letzten Frühstück, ab in den Bus zum Flughafen und dann dürfen wir noch etwas länger dort weilen. Unser Flug geht später ab, wie geplant. So was kann vorkommen, wir tragen es mit Fassung und ich freue mich über einen ruhigen Flug mit guter Sicht aus dem Fenster. Am Nachmittag betreten wir unsere Wohnung, setzten uns auf den Balkon und genießen die Sicht von „unserem Deck 9“. Beim Koffer auspacken kommen meine Mitbringsel zum Vorschein und ich freue mich über jedes Stück der Urlaubserinnerung. So, der Koffer kann nicht wirklich ausdünsten, denn im Mai geht es wieder auf’s Schiff und da werden wir im Norden unterwegs sein. War ich ja mit meiner Mutti oft, aber für meinen Mann wird das Neuland werden. Ich bin gespannt drauf, wie es ihm dort gefallen wird.


Also AIDAsehen, bis dann.

Der Blick in die Ferne öffnet einen Horizont, der unendlich ist ... :)
und auf dem Meer kann ich besonders weit schauen :Boot1:
ab 2008 Orient-Mittelmeer-Kanaren-Ostsee-Rotes Meer-Südamerika-Mar/Fantour-Amazonas-oft Südostasien-Adria-Karibik-Südstaaten/Mexiko-Pur Tour- Dubai/Mallorca-westl. Mittelmeer-Vietnam/Hongkokg/Philippinen-Transreisen und die Lust auf AIDA ist ungebremst :abfahrt:4 Reisen warten schon wieder
:foto: https://www.youtube.com/user/Perlenfeechen/videos

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Kommentare 1

Gelax
16. Oktober 2026 um 07:12

Danke für den, mal wieder, wunderbaren Reisebericht. In zwei Wochen bin ich auf der Cosma und fahre einige Städte Deiner Reise auch an. :thumbsup:

Freue mich auf den nächsten Bericht. :bye1:

Liebe Grüße

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