Also: was fällt euch bei Costa im Vergleich zu Aida besonders auf (positiv wie negativ)?
Vorab: Ich bin kein AIDA-Vielfahrer, sondern auf die südeuropäischen und amerikanischen Reedereien fokussiert. Ein Vergleich zu AIDA fällt mir daher schwer, aber allgemein:
- Bei Costa hängt es stark vom Schiff ab. Die älteren Schiffe haben ein extrem buntes und nicht wirklich schönen Innendesign. Das muss man mögen. Ab Smeralda ist das nicht mehr der Fall.
- Das Essen bei Costa hat sich SEHR positiv entwickelt. Allerdings liegt keinerlei Priorität auf dem Buffet. Abends ist das Buffet oft sogar geschlossen (je nach Schiff/Route)! Wer darauf also wert legt, wird ein Problem haben. Dafür ist das Essen im Hauptrestaurant (Achtung, feste Tischzeit!) aber gut bis sehr gut.
- Du hast ein überwiegendes südeuropäisches Publikum (insbesondere bei Fahrten im Mittelmeer). Wenn das Schiff gut gebucht ist, merkt man das. Italienische Kinder sind tendenziell laut, aktiv und bis nachts um 1 Uhr in der Bar mit dabei.
- Auf dem Entertainment im Theater liegt kein Fokus, das ist maximal "ganz nett". Die Livebands sind oft sehr gut. Und es herrscht eine ausgelassene Atmosphäre (auch wegen des Publikums).
- Die Organisation kann leicht chaotisch sein, man darf keinen deutschen Perfektionismus erwarten. Wenn etwas dauert, dann dauert es halt.
- Kapitän, Offiziere und Kreuzfahrtdirektor sind nicht nahbar. Die machen ihren Job, aber keine nautische Fragestunde oder irgendwelche tägliche Durchsagen morgens um 11.
- im Mittelmeer wird fast jeden Tag aus- und eingestiegen. Die emotionalen Gefühle (gemeinsames Sail-Away, "letzter Abend" etc.) kommen dadurch ggf. zu kurz (zusammen mit dem vorherigen Punkt).
Wer Landurlaub in Italien und die südländische Lebensart mag (zumindest im Urlaub ;-), wird bei Costa glücklich werden. Wenn der Preis passt und man deshalb über manche kleine Schwäche hinwegsehen kann, umso mehr.