Alles anzeigenIch denke, man muss / sollte schon ganzheitlich ansetzen und nicht eine vermeintlich kleine Umweltsünde durch eine größere Umweltsünde legitimieren.
Aber trotzdem ist für mich nicht nachvollziehbar, warum gerade der Plastiktrinkhalm so im Fokus steht.
Wenn ich nur z.B. das Wort "Einweggrill" höre, sträuben sich mir alle Nackenhaare. Ein Einweggrill, auch Wegwerfgrill genannt wird zumeist aus Aluminium, also einem in der Herstellungskette äußerst Umweltschädlichen und Energieintensivem Material hergestellt. Dieser Grill wird dann ein einziges mal verwendet und einfach weggeworfen... bzw. oftmals (wie ich schon beobachten musste) leider an Ort und Stelle einfach stehen gelassen (Waldgrillplätze usw.).
Das Wort "Einweggrill" bzw. "Wegwerfgrill"zeigt für mich, in welcher dekadenten Kultur wir im Prinzip leben.
Man möchte seinen Spaß haben, irgendwo in der freien Natur grillen und dies aber mit geringstem Aufwand. Kein unnötiges Hin.- und Hergeschleppe (die Einweggrills sind sehr handlich und leicht), danach keine Reiningungsaktion usw. sondern einfach die benutze Gerätschaft wegwerfen.
Das man aber mit derartigen Aktionen genau das zerstört / schädigt, was man bei dieser Aktivität sucht, nämlich die Natur ist wahrscheinlich den wenigsten bewusst.
Da könnte man ja noch genügend andere Beispiele aufzeigen, aber es geht hier um den Plastiktrinkhalm.
Ich musste es blos mal loswerden.
Allerdings bestehen diese Einweggrills aus Aluminium - und das ist sehr gut recyclebar. Damit reduziert sich der Aufwand für die Herstellung enorm, denn beim Recycling werden „nur noch“ 5% der ursprünglichen Energiemenge benötigt. Dazu muss aber der Einweggrill eben dem Recycling zugeführt werden - und DAS ist das Problem.