Jetzt mal die Frage die ich mir schon länger stelle: wieso wisst ihr denn genau, dass AIDA die kleinen Schiffe auf Anweisung von Carnival abgeben musste? Klar, Carnival hatte statements abgegeben, dass man effizienter werden möchte, aber eigentlich ist/ war der deutsche Markt ja immer der wichtigste hinter den der USA. Und so wie die Schiffe teilweise immer zum restart geplant wurden(wo es dann häufig zu Verschiebungen kam), war man ja optimistisch, dass sich zumindest der deutsche Markt wieder schnell erholt. Dementsprechend kann ich die Abgabe, zumindest von Vita und Aura nur in Teilen verstehen (Vita noch eher als Aura, wobei sich hier ja jetzt das Blatt etwas gewendet zu scheint haben). Strategisch ist ein kleines Schiff, das abbezahlt ist für das antesten neuer Routen enorm wichtig. Wie sieht es denn aus, wenn AIDA nicht die Verträge in Kiel etc. einhalten würde? Kennt sich da jmd aus? Bei den Preisen die aktuell im Mittelmeer eingefahren werden, könnte es sich da ja mehr lohnen…🤔
Sagen wir mal so - fast jede Reederei im Carnivalkonzern musste während Corona Schiffe abgeben.
Das waren alles ältere und kleinere Schiffe. Dazu war vor C. die Flottenpolitik von Carnival so, dass Schiffe ab einem Alter von 30 Jahren meist an andere, kleinere Reedereien verkauft worden sind. Deswegen gab es auch vor C. immer wieder das Gerücht über Selection-Neubauten in einer Größe, die zwischen der Caraklasse und Sphinxklasse liegen sollte. Die Cara wäre nach der Flottenpolitik 2025 ausgeschieden, die Aura und Vita 2033/2032 und die Mira 2029.
Außerdem waren bei den vorgeschriebenen Quartalsberichten immer wieder die Anzahl der Schiffe, die verkauft werden sollten angegeben - oft lange bevor AIDA den Abgang der Schiffe bekannt gab.
Zusätzlich hat sich AIDA ziemlich lange gegen den Kahlschlag stemmen können - der Verkauf der Cara wurde erst kurz nach ihrem 25. Geburtstag bekannt gegeben.
Ich schätze, Carnival ist sich der Bedeutung von AIDA für den deutschen Markt bewusst. Anders lässt sich auch die Aktion mit der Bella 2016 nicht erklären:
Erst gibt man mit großem Tamtam die Abgabe der Bella in den chinesischen Markt bekannt, baut eine eigene Marke in China auf, vermarktet die Abschiedsfahrten in Deutschland und sagt das dann doch wieder ab und lässt die Bella wieder zurück nach Europa kommen.
In so einem großem Konzern gilt nun mal: wer zahlt, schafft an. Und das ist nun mal der Mutterkonzern.
AIDA muss sich dem fügen, was beschlossen wird. Und durch Corona wurde durch den Verkauf der Schiffe wenigstens etwas Geld eingenommen, Geld das der Konzern damals mehr als dringend brauchte.