Bei allem stellt sich doch die Frage wer dieses "Desaster" verursacht hat.
Mich würde nicht wundern, wenn, wie schon so oft, einzelne Ausflugsteilnehmer die ausgemachte Abfahrtszeit vorsätzlich oder zumindest grobfahrlässig ignoriert hätten. Wahrscheinlich nach dem Motto: Der Kapitän wird schon auf uns warten, ist ja ein AIDA-Ausflug.Das werden aber wahrscheinlich die sein, die am lautesten nach Entschädigung schreien werden.
Ich bin kein Jurist, aber mein Bauchgefühl stellt sich die Frage (vorausgesetzt meine obige Vermutung stimmt): Warum soll AIDA für das Fehlverhalten einzelner Passagiere gerade stehen.
Sollte die Verspätung allerdings auf die unzureichende Berücksichtigung der Verkehrsverhältnisse durch AIDA bzw. den beauftragten Veranstalter zurückzuführen sein, (auch das habe ich schon öfter erlebt)dann sind die Forderungen an AIDA jedoch berechtigt.
Es gibt Ereignisse, die auch außerhalb von der Einflusssphäre von AIDA und Co sind. Ein Unfall oder eine Panne zum Beispiel.
Wir sind bei der Transreise im Frühjahr diesen Jahres in Dover verantwortlich gewesen, dass das Schiff mit knapp einer Stunde Verspätung auslief. Grund war die Panne des Busses, in dem wir saßen. Die Luna hat gewartet, nächster Stopp war Ijmudien.
Ein Unfall mit Vollsperrung der Autobahn - und schon ist das Chaos perfekt und selbst mit überpünktlicher Abfahrt vom Ausflugsziel kommt man nicht mehr weiter...
Und je länger die Strecken sind, die ein Ausflug zurücklegen muss (gerade die Ausflüge nach London, Paris oder Washington D.C. sind da an der Grenze!) , desto eher kann so etwas passieren.