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  1. AIDAFANS / AIDA-FANS Deine Clubschiff Community - Dein Wasserurlaub Netzwerk
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Beiträge von klausnorbert

  • Diskussion zur Umfrage des Monats Mai 2019 - Umweltschutz und Kreuzfahrten, passt das noch zusammen ?

    • klausnorbert
    • 1. Mai 2019 um 10:08
    Zitat von Juchhu

    Das, was klausnorbert und _Meerelfe_ schreiben ist genau das, was wohl die meisten denken "ich will leben, mich nicht einbuddeln" und "die anderen verpesten die Luft doch auch, da darf ich auch Schiff fahren, mein sauer verdienter Urlaub". Ich schließe mich da nicht aus. Aber genau diese Einstellung läßt das Fluggeschäft und die Kreuzfahrtbranche boomen, obwohl jeder weiß, dass damit um ein Vielfaches mehr die Umwelt verschmutzt wird, als würde man einen Monat 24h mit dem Auto durch die Stadt düsen. Irgendwann wird diese Mentalität uns allen (der Menschheit) an den Kragen gehen. Aber auch hier denken alle: "so lange ich lebe wirds schon gehen" :abschied:

    Die Alternative zu "ich will leben, mich nicht einbuddeln" ist konsequent zu Ende gedacht tatsächlich das Einbuddeln im Sinne von seine umweltverpestende Existenz zu beenden. Zwischen diesem krassen Schritt und "mir doch egal was mit der Umwelt passiert" muss jeder für sich selbst die passende Balance zwischen lebenswertem Leben und Umweltschutz finden. Getreu dem Motto "Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte" (Karl Heinrich Waggerl) sollten wir nicht dem Finger auf "alle" zeigen, sondern einfach selbst anfangen. In welcher Form, ist jedem selbst überlassen.

  • Diskussion zur Umfrage des Monats Mai 2019 - Umweltschutz und Kreuzfahrten, passt das noch zusammen ?

    • klausnorbert
    • 1. Mai 2019 um 09:17

    Umweltschutz und Kreuzfahrten passten noch nie zusammen. Der gesamte westliche Lebensstil und Umweltschutz passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Wir waren mal auf dem Trip, möglichst umweltbewusst zu leben. Was im Bereich Urlaub bedeutete, Urlaub höchstens 3 Stunden vom Wohnort entfernt und Anreise mit dem Zug. Höchst dekadent war dann ein Urlaub auf Rügen, Anreise mit dem Nachtzug. Umstellung auf Ökostrom, ohne Atom-Verflechtungen. Abschaffung der Ölheizung, Holzofen mit Wassertasche und Solarunterstützung angeschafft. Mit Freunden die Autos auf reines Pflanzenöl umgerüstet und eine private Rapsöl-Tankstelle eingerichtet. Gemüsekiste vom Bio-Bauern mit regionaler Ware. Usw., usf.

    Irgendwann haben wir gemerkt, dass wir uns nur noch schuldig fühlen und uns die Lebensfreude verloren geht. Muss es überhaupt noch ein Urlaub woanders sein,können ja auch im Garten sitzen. Auch die Zugfahrt verschlingt Energie. Äpfel bis Februar aus Deutschland, danach die Überlegung: Äpfel aus Deutschland mit schlechter Ökobilanz, da hoher Energiebedarf für die Kühlung? Schiffsware mit besserer Ökobilanz aus Neuseeland, die aber immer noch eine schlechte Ökobilanz haben? Komplett verzichten, bis es wieder welche in Deutschland gibt? Der Ökobauer bringt die Kiste - ist ja auch nicht ökologisch, das einzig wahre wäre der eigene Anbau. Neues Auto? Evtl. Elektro für's Klima? Was alleine die Herstellung an Energiekosten verschlingt. Vor lauter Überlegen und schlechtem Gewissen wird man da ganz irre. Wenn man den "ich verpeste den Planeten durch meine Anweisenheit"-Gedanken konsequent zu Ende denkt, bleibt einem eigentlich nur noch die Möglichkeit, sich ein Loch zu buddeln, reinzulegen und den hoffentlich nicht mit Amalgam oder künstlichen Gelenken verpesteten Körper der Natur zu überlassen.

    Wir haben dann entschieden, wieder zu leben. Machen mittlerweile sogar Flugreisen zum Kreuzfahrtschiff. Ökostrom und Biokiste sind geblieben. Die Holzheizung, die jeden Tag manuell angefeuert werden muss, wird durch eine Gasheizung unterstützt. Äpfel essen wir das ganze Jahr über, achten aber auf die jahreszeitentsprechende Ökobilanz. Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, aber einer kann auch durch totalen Verzicht die Welt nicht retten.

  • Diskussionen zu Umroutungen - Erstattungen etc. bitte im entsprechenden Thread diskutieren.

    • klausnorbert
    • 28. April 2019 um 17:59
    Zitat von Ponny

    Auch wenn der Kapitän auf dem Schiff der erste Mann ist, hat er nichts mit der Geschäftspolitik seines Unternehmens zu tun. Ich akzeptiere deine Meinung, wenn derartige Fragen in einer nautischen Fragestunde richtig platziert sind, für mich ist es das nicht und das sollten wir gegenseitig respektieren :zwinker:

    Mit dieser Begründung könnten ja auch die Angestellten im Callcenter sagen "Ich sage nix zu der Geschäftspolitik meines Unternehmens". Wie man hier lesen konnte, sind die Damen und Herren am Telefon wenigstens ansatzweise im Umgang mit Beschwerden geschult und haben ihr Bedauern und Verständnis geäußert. Das erwarte ich dann erst recht von höherrangigem Personal. Und nein, dazu muss man kein Marketingexperte sein. Bei uns wird jeder in dieser Richtung geschult, der mit Kunden zu tun hat.

  • Kaffeemaschinen auf den Kabinen

    • klausnorbert
    • 28. April 2019 um 13:36
    Zitat von Ellert

    oh Gott nee, sowas gibt es ?

    Würde mich sehr wundern. Es sei denn, da hat jemand einen Bolzenschneider dabei. Beim Frühstück ist der Zapfhahn mit einem Schloss versehen.

  • Diskussionen zu Umroutungen - Erstattungen etc. bitte im entsprechenden Thread diskutieren.

    • klausnorbert
    • 27. April 2019 um 16:50
    Zitat von Mr.Right

    Bei aller in letzter Zeit von Dir deutlich, und zum Teil gerechtfertigten, geäußerten Unzufriedenheit mit AIDAcruises, Diu glaubst doch nicht allen ernstes, das irgendein Angestellter irgendeiner anderen Reederei oder Firma sich hinstellen und auch noch zugeben würde, dass eine Entscheidung seines Arbeitgebers, bei dem der Mitarbeiter in Lohn und Brot steht, nicht ganz so klug war? Ist doch klar, dass die probieren (sollen) das schön zu reden!

    Zwischen der Entscheidung des Arbeitgebers zu kritisieren und Schönreden der offensichtlich verkorksten Planung passt bei einem guten Beschwerdemanagement noch ganz viel dazwischen. Vor allen Dingen ist wichtig, den Kunden erstzunehmen und nicht für dumm zu verkaufen. In Sachen Kommunikation ist bei AIDA noch ganz viel Luft nach oben.

  • 13.05 - 27.05.2019

    • klausnorbert
    • 10. April 2019 um 16:25
    Zitat von bfr007

    Moin,

    wer von euch ist eigentlich mit der Umroutung nicht einverstanden? Ich habe Aida bis jetzt schon 3x angeschrieben und 2 nichtssagenden Antworten erhalten. Wie waren eure Erfahrungen? Oder nehmt ihr es mit Humor?

    LG Peter

    Nachdem wir vom "Complaints Team" eine Blabla -Mail bekommen haben, haben wir einen Rechtsanwalt für Reiserecht eingeschaltet. Er sieht ebenfalls einen Reisemangel und hat uns geraten, AIDA sofort mitzuteilen, dass wir mit der Umroutung nicht einverstanden sind und wir den Reisemangel nach der Reise geltend machen werden. Haben wir gemacht. Mal schauen, ob noch weitere Mängel hinzukommen, so wie AIDA momentan die gebuchten Routen ignoriert. Die Mängelanzeige stellen wir nach der Reise. Und wenn dann wieder Blabla kommt, schreibt der Rechtsanwalt was.

  • NOK-Passage der AIDAcara

    • klausnorbert
    • 7. April 2019 um 19:47

    Wir hattem noch einige Selection-Reisen auf dem Schirm. Wenn überhaupt, buchen wir die nur noch kurzfristig für kleines Geld. Wenn dann mal wieder "operative Gründe" eintreten, war die Reise wenigstens günstig. Die lange Vorfreude kann man in die Tonne kloppen, wenn man immer befürchten muss, dass die Route einfach so geändert wird.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 6. April 2019 um 18:57

    Würde AIDA sagen "Wir laufen Amsterdam nicht mehr an, da wir den Einwohnern diesen Overtourism nicht mehr zumuten wollen", hätte ich sogar Verständnis. Aber Amsterdam nicht mehr anlaufen und dann die Touristen mit Bussen nach Amsterdam karren, somit noch mehr zum Verkehrsinfarkt der Stadt beizutragen (vom Schiff aus gehen die meisten zu Fuß) und dadurch zusätzliches Geld zu verdienen, das hilft nur AIDA und nicht den Einwohnern von Amsterdam :zorn:.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 2. April 2019 um 06:38
    Zitat von Prassat

    Ich gebe jetzt auch noch meinen "neutralen Senf" dazu.

    Das geht jetzt hier seit Wochen in über 700 Beiträgen. Und irgendwie erinnert ich das an ein Hamsterrad.

    Ihr habt Urlaub, dazu gehört auch Vorfreude und später die Nachbearbeitung. Bei mir ist das jedenfalls so. Mir wäre diese Zeit viel zu schade um mich wochenlang über den Nichtanlauf von Amsterdam oder einen nicht kostenlosen Busshuttle aufzuregen. Wenn mir so viel an Amsterdam liegt, dann würde ich ein tolles Wochenende in Amsterdam buchen und wäre völlig frei von Liegezeiten und Busfahrplänen.

    Für mich deuten 700 Beiträge eher darauf hin, dass da bei AIDA gewaltig was schief läuft. Es geht schon längst nicht mehr um Amsterdam oder nicht. Sondern darum, wie AIDA mit den Kunden umgeht.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 31. März 2019 um 10:23
    Zitat von Sabinchen

    Ich kann und will es nur einfach nicht mehr verstehen, wie bei Umroutungen, egal ob schon vor oder erst während der Reise, die Diskussionen losgehen: Wie man da Geld rausschlagen kann,

    Es geht doch nicht um Geld rausschlagen. Sondern darum, für einen Mangel angemessen entschädigt zu werden. Wenn für dich Rotterdam statt Amsterdam kein Mangel ist, ist doch alles gut. Andere sehen das anders. Das ist so, wie wenn ich ein niegelnagelneues Auto hingestellt bekomme, das schon Kratzer hat. Der eine sagt vielleicht, was soll's, da kommen eh noch welche dazu, andere wollen für den hohen Neupreis mit einkalkuliertem Preisverlust wenigstens anfangs ein Auto ohne Schäden. Leben und leben lassen.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 30. März 2019 um 12:12
    Zitat von Speedsurfer

    Ob den Usern etwas zusteht, ist eine Vermutung, aber bisher nicht gesichert.

    4 Beiträge und in allen wird versucht, die anderen wegen ihrer Ansprüche zu verunsichern. Das ist schon mal eine stramme Leistung. Grüße nach Rostock.

    Laut hochheiligen AIDA-AGB:

    8 Gewährleistung, Kündigung durch den Kunden8.1 AIDA Cruises hat dem Reisenden die gebuchte Reise frei von Reisemängeln zu verschaffen. Ist die Reise mangelhaft, so kann der Kunde von AIDA Cruises entsprechend der gesetzlichen Regelungen Gewährleistungsrechte geltend machen (für ab dem 01.07.2018 ge-schlossene Reiseverträge entsprechend § 651 k BGB Abhilfe verlangen und ggf. den Vertrag nach § 651 l BGB kündigen, den Reisepreis nach § 651 m BGB mindern und / oder nach § 651 n BGB Schadensersatz oder nach § 284 BGB Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen).

    https://media.aida.de/fileadmin/user…1819_144dpi.pdf

    Das Gericht will ich sehen, das in einer Fahrt nach Ijmuiden oder Rotterdam statt wie gebucht Amsterdam City mit Fahrt über den Kanal keinen Mangel erkennt. Ich beziehe mich auf das Amtsgericht Rostock, da gehe ich davon aus, dass die bei ihrer Linie bleiben.

  • Zufriedenheit mit/bei AIDA Cruises

    • klausnorbert
    • 29. März 2019 um 18:17

    Zum Thema - auf den Schiffen waren wir bisher immer zufrieden. Uns gefällt die Aura besonders gut, allerdings waren wir letzten Herbst auf der Diva angenehm überrascht, dass es an mehreren Abenden frisch gebratenes Rinderfilet gab - qualitativ sehr gut. Auf den verschiedenen Schiffen habe ich ein unterschiedliches Zusammengehörigkeitsgefühl wahrgenommen, von dem ich vermute, dass es an der Schiffsgröße, der Anzahl der Personen und der Reisedauer liegt. Ein kleines Schiff mit vielen Innenkabinen, einer Reisedauer von mehr als 7 Tagen und einem gemeinsamen Abendprogramm in einem Theater erzeugt ein anderes Gefühl als ein größeres Schiff, auf dem sich die meisten Urlauber auf ihren Balkon zurückziehen, man sich in sieben Tagen selten zweimal trifft und das Abendprogramm in mehreren Schichten angeboten wird.

    Zu Rostock - wir warten auf eine Antwort zum Thema Amsterdam, dann werde ich berichten, wie zufrieden ich mit denen bin. Durch die Vorgeschichte liegt die Zufriedenheit momentan bei unter 0.

  • Zufriedenheit mit/bei AIDA Cruises

    • klausnorbert
    • 29. März 2019 um 18:09
    Zitat von Mar-Lene

    Ich selbst habe noch nie vorm Restaurant angestanden. Wir sind - wie erwähnt - späte Esser. Aber irgendwo kann ich auch nachvollziehen, dass diejenigen, die 18 Uhr Essen gehen wollen und das vielleicht zu mehr als 2 Personen, sich anstellen.

    Ich kann es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Wir verlassen meistens die Kabine zu dem Zeitpunkt, an dem das gewünschte Restaurant öffnet und können dann gemütlich zu einem Tisch durchmarschieren. Natürlich sind dann die beliebten Tische schon alle belegt. Aber AIDA oder irgendein anderes Restaurant kann ja nicht nur Tische am Fenster anbieten.

    Das jetzt so darzustellen, als sei man als AIDA-Gast genötigt, sich vor dem Restaurant anzustellen, da man sonst weder einen Platz noch Essen bekommt, halte ich doch für übertrieben.

    Wir haben uns angewöhnt, bei AIDA das Mittagessen ausfallen zu lassen und früh essen zu gehen (wird uns sonst zu viel Esserei). Und da kann man dann manchmal beobachten, wie der Restaurant-Chef im halbleeren Markrestaurant die ersten Stresspickel bekommt - er weiß genau, zur zweiten Öffnungszeit geht es rund. Und trotzdem sind ab 21 Uhr wieder genügend Tische frei. Dann gehen wir manchmal noch etwas Käse essen und hatten noch nie ein Problem, einen Tisch zu bekommen.

    Wenn die meisten Leute um 20 Uhr essen wollen, bekommt AIDA das auch nicht mit längeren Öffnungszeiten in den Griff.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 27. März 2019 um 18:26
    Zitat von Cap Hornier

    klausnorbert

    Ich weiss, dass ich vor geraumer Zeit da mal was eingestellt habe, m.W. ein Urteil vom Rostocker Gericht.

    Wann genau das war, kann ich leider nicht sagen. Ich habe im Moment auch keine Zeit zu suchen; bin mit Packen für die Bella beschäftigt. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der die 19 Seiten mal durchsucht.

    Nichts für ungut.

    P.S.: Um den von dir zitierten Passus bzgl. B'Aires bzw.Falkland ging es aber nicht, wenn ich mich recht erinnere.

    Naja, wenn man weder weiß was genau noch wann und auch keine Zeit hat zu suchen, sollte man sich meiner Meinung nach mit Äußerungen wie "Tja, dieses wird durch ein entsprechendes Gerichtsurteil gedeckt." und "Entspricht aber der Tatsache." zurückhalten. Nichts für ungut und schönen Urlaub

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 27. März 2019 um 17:38
    Zitat von Cap Hornier

    Tja, dieses wird durch ein entsprechendes Gerichtsurteil gedeckt.

    Hatte ich vor geraumer Zeit mal unter "Reiserecht/Urteile" eingestellt.

    Welches Urteil meinst du?

    Die Formulierung „Diese Leistungsänderung ist jedoch nicht wesentlich und der Gesamtzuschnitt der Reise wird nicht beeinträchtigt." ist bei der Frage nach einem kostenfreien Rücktritt vom Vertrag von Belang. Weitere Ausführung dazu unter https://openjur.de/u/2120504.html . Da geht es darum, dass eine Leistungsänderung und ein Reisemangel nicht automatisch zu einem Recht auf einen kostenfreien Rücktritt führt. Genausowenig zu einem Anspruch auf Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreude.

    Nichtsdestotrotz besteht meiner Ansicht nach ein Anspruch auf eine Minderung des Reisepreises. Das geht sogar so weit, dass dieser Minderungsanspruch auch dann besteht, wenn die Routenänderung wetterbedingt geändert werden muss https://www.wr.de/reise/preismin…d214486039.html .

    Das Amtsgericht Rostock schreibt im Hinblick auf die AIDA-AGBs dazu:

    "Gemäß § 651c Abs. 1 BGB ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die Reise so zu erbringen, dass sie die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Nutzen aufheben oder mindern. Die Änderung der Reiseroute ist eine negative Abweichung der Soll- von der Istbeschaffenheit der Reise und somit ein Mangel im vorstehenden Sinne (vgl. LG Hamburg, Urt. v. 7.3.2013 - 301 O 81/12, m.w.N.).

    Das Vorliegen eines Mangels bzw. ein daraus herzuleitender Minderungsanspruch ist nicht durch die Regelung in Ziffer 4.2. der allgemeinen Reisebedingungen der Beklagten ausgeschlossen. Danach sind Änderungen gestattet, wenn diese u. a. nicht erheblich sind. Das Nichtanlaufen des Hafens auf den Falkland- Inseln stellte eine erhebliche Änderung der Reise dar. Bei den Falkland - Inseln handelte es sich zwar nicht um "den" Höhepunkt der Reise aber um einen Höhepunkt. Dies nicht zuletzt auch aufgrund der besonderen geografischen Lage und der damit verbundenen Tiervorkommen und den durch die Medien bekannten politischen Problemen zwischen Argentinien und Großbritannien, wodurch die Inseln einen verstärkten Bekanntheitsgrad erhielten. Ist die Reise mangelhaft, mindert sich nach § 651d Abs. 1 BGB für die Dauer des Mangels der Reisepreis nach Maßgabe des § 638 Abs. 3 BGB."

    Und AIDA bezieht sich wahrscheinlich auf diesen Passus, wenn jemand "Schadensersatz" fordert:

    "Dahingestellt bleiben kann auch, ob die Beklagte schuldhaft eine Reiseroutenänderung vorgenommen hat (dies ist auch aufgrund des Vortrages der Beklagten insofern nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen, weil das Schiff der Beklagten zwar nicht die Falkland-Inseln, dafür aber zwei andere argentinische Häfen anlief). Weder das Nichtanlaufen der Falkland-Inseln und schon gar nicht der ausgefallene Ausflug zu einem Landgut bei Buenos Aires rechtfertigen Schadenersatzansprüche wegen entgangener Urlaubsfreude. Gemäß § 651 f Abs. 2 BGB kann der Reisende nur dann eine angemessene Entschädigung in Geld verlangen, wenn die Reise vereitelt oder erheblich beeinträchtigt wurde. Eine Vereitelung der Reise erfolgte hier nicht. Auch die Voraussetzungen einer erheblichen Beeinträchtigung der Reise lassen sich nicht feststellen."

    https://www.schweizer.eu/bibliothek/urt…x.html?id=16141

    Wir haben unter Hinweis auf die o. g. Urteile eine Reisepreisminderung gefordert und die Mängel der Reise aufgelistet. Ich bin mal gespannt, ob wir denselben Musterbrief bekommen.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 23. März 2019 um 16:11
    Zitat von Franki31H

    Leider ist die Reichweite dieses Forums ja nicht groß genug..... Man sollte kollektiv die AIDA Ausflüge im Ersatzhafen ignorieren und sich den Tag auf kostenlose Tischgetränke beschränken. Dann gehen die 8 EUR schnell nach hinten los!

    Das wird meiner Meinung nach schon am Ankunftsabend passieren, ohne dass man es als Passagier darauf anlegt. Ankunft 18 Uhr in Amsterdam - da wäre das Schiff wahrscheinlich ruckzuck leer gewesen. Ankunft 20 Uhr in Rotterdam - da bleibe ich lieber auf dem Schiff.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 23. März 2019 um 10:55
    Zitat von Nautikus

    Hm, Danke für die Info. :daumen:

    Aber ich glaube es wird schwer dagegen anzustinken. Es wird ja ein Hafen angelaufen, eben nur nicht der gebuchte :cry2:

    Es ist ja auch nicht nur ein Hafen, auf der Biscaya Route sind es sogar 2 Häfen. Ich finde dies ist eine erhebliche Abänderung der Reise.

    Mensch wenn ich jetzt auch noch nen Anwalt einschalten muß, und daß auch nur wegen ein paar Euro, denn viel wird es eh nicht sein, ist mir die Lust auf diesen Urlaub richtig verhagelt.

    Wenn man sich nicht mehr auf die Kataloge verlassen kann, kann ich auch gleich Just buchen, wozu Premium?

    AIDA wird mich danach erstmal nicht mehr zu sehen bekommen.

    Ich weiß, ich weiß, dem Großkonzern ist das egal, aber mir nicht !!!

    Alles anzeigen

    Hier ist das Urteil des AG Rostock https://www.schweizer.eu/bibliothek/urt…x.html?id=16141

    Auch in diesem Fall wurde ein anderer Hafen angelaufen. Eine Minderung des Tagesreisepreises um 50 % für zwei Tage ist beim Premium-Preis der Biscaya-Reise schon etwas. Wobei ich für den ersten Tag einen höhere Minderung geltend machen werde, denn schließlich fehlen die Schleusen- und Kanalfahrt nach Amsterdam und es wird später in Rotterdam angelaufen, wodurch es nicht mehr möglich ist, den Abend in Amsterdam zu verbringen.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 23. März 2019 um 10:26
    Zitat von Nautikus

    Tja, irgendwie läufts bei mir schief, meine Anfrage lief voll vor die Wand.

    Sieht nicht so aus, als ob AIDA gewillt ist den Kunden Kulanz entgegen zu bringen.

    Sowohl BGH als auch verbilligte Fahrten nach Amsterdam werden nicht angeboten.

    Man bezieht sich auf die AGB´s.:verzweifelt:

    Bin gespannt ob es Euch ähnlich geht.

    Zitat

    Sachverhalt

    Ein Reiseveranstalter hat sich in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) das Recht vorbehalten, die Reiseroute des Schiffes zu ändern.

    Ergebnis

    Wird eine Route auf einer Kreuzfahrt geändert und ein Hafen nicht angelaufen, steht dem Passagier auch ein Minderungsanspruch zu, wenn der Reiseveranstalter ein Recht zur Änderung in seinen AGB aufgenommen hat.

    Fundstelle

    AG Rostock v. 29.11.2013 – 47 C 238/13, RRa 2014, 157 ff.; vgl. BGH v. 16.1.2018 – X ZR 44/17, MDR 2018, 392 ff. = NJW 2018,

    AG Frankfurt/M. v. 30.7.2015 – 31 C 511/15-83, ZAP EN-Nr. 682/2015; AG Rostock v. 17.11.2017 – 47 C 319/16; AG München v. 21.9.2018 – 282 C 11073/18

    Alles anzeigen

    https://www.wasserurlaub.info

    Das AG Rostock ist zuständig. Ich bezweifle sehr, dass sie heute anders entscheiden werden. Ganz davon abgesehen, dass der BGH es auch so sieht.

    Nicht abwimmeln lassen!

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 22. März 2019 um 11:36
    Zitat von Hans Schmidtbauer

    Sorry das kann AIDA natürlich nicht kommunizieren. Das der oder die Häfen zukünftig so agieren werden, ist eine Meinung die ich auch teile, die aber letztendlich natürlich nur eine spekulative Vermutung sind.

    Wenn Du das öffentlich als Reederei aussprechen würdest, hättest Du wenige Tage danach von den Hafen-Behörden eine "gewaschene" Klage wegen übler Nachrede am Hals, in Tateinheit mit einer Rufschädigung die nicht von schlechten Eltern wäre. Daher wird sich AIDA hüten, so etwas zu publizieren.

    Kommunikationsprofis bekommen das ohne Rufschädigung hin. Die scheint es bei AIDA jenseits der Werbung jedoch nicht zu geben.

  • Wird Amsterdam nicht mehr angelaufen?

    • klausnorbert
    • 22. März 2019 um 10:37
    Zitat von Gerald59

    Die Biscaya Tour ist seit gestern noch einmal billiger geworden. IK um 100 Euro, MB sogar um 200 Euro.:zorn:

    Kein Wunder. Wenn du mich fragst, ist die Route ohne Amsterdam zu dem aufgerufenen hohen Preis zukünftig nicht zu verkaufen.

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