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  1. AIDAFANS / AIDA-FANS Deine Clubschiff Community - Dein Wasserurlaub Netzwerk
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Beiträge von SvenErikKl

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 12. September 2026 um 22:17

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 8 – Korfu, Paxos & Antipaxos

    Während die AIDAblu heute einmal komplett durchgeschüttelt und die Mehrheit der Gäste ausgetauscht wird, machten wir uns früh morgens von Bord. Immerhin startete für uns nun eine weitere Woche mit hoffentlich genauso tollen Erlebnissen in der Adria. :Boot1:

    Vor sechs Jahren fuhren wir bei unserem Landurlaub auf Korfu – noch zu Corona-Zeiten voll maskiert – mit dem Schiff zu den südlichen Inseln Paxos und Antipaxos. Nach der Buchung dieser Kreuzfahrt war dieser Ausflug daher direkt gesetzt. Wir buchten bei „Corfu Cruises“ die Luxury Tour auf einem kleineren und besser ausgestatteten Boot zum reduzierten Preis. Regulär liegt die Tour bei 75 € pro Person.

    Der Vorteil: Das Schiff legt unweit vom Cruise Terminal ab und wir mussten damit nur einen kurzen Fußmarsch auf uns nehmen. :)

    Pünktlich um halb 9 starteten die Motoren und ohne unsere geliebte Sailaway-Auslaufmusik, dafür direkt entlang der Schönheit der AIDAblu, verließen wir den Hafen auf einem voll besetzten, aber gemütlich gepolsterten Boot gen Süden – immer entlang der Küste Korfus.

    Das erste Ziel des Tages bestand aus zwei unterschiedlichen „Blauen Grotten“, in die unser heutiger Kapitän professionell hinein navigierte. Die größte Grotte trägt den Namen „Ypapanti“, benannt nach einer Kirche hoch über der Grotte. Man kennt sie auch als Grotte des Poseidon.

    In der zweiten, offenen Grotte fiel das Licht wunderbar von der Seite ein und tauchte das Meer in ein schillerndes Türkis. Auch sechs Jahre nach unserem ersten Besuch war die Einfahrt in die Grotten ein beeindruckendes Erlebnis. <3

    Zum zweiten Stopp mussten wir allerdings umgeleitet worden sein. Vor sechs Jahren durften wir mit ein paar wenigen kleinen Booten in einer Bucht von Antipaxos halten und im glasklaren Wasser schwimmen. Glasklar war es auch heute noch und das Wasser tatsächlich genauso schön wie bei unserer Tour mitten in den Corona-Zeiten.

    Es waren heute allerdings erschreckend viele Boote vor Ort. Im Wasser hatte ich plötzlich das Bild asiatischer Schwimmbäder vor Augen: überall Menschen und Schwimmnudeln. Nein, diese Badepause ist Anfang September definitiv nicht mehr zu empfehlen. :schwimmen:

    Das tat unserer Stimmung aber keinen Abbruch. Schließlich stand das Highlight des Tages noch bevor: der Besuch von Gaios, der Hauptstadt von Paxos. Und darauf, dass es dort nicht mehr ganz so idyllisch wie vor sechs Jahren sein würde, hatten wir uns im Vorfeld bereits eingestellt.

    Fast zweieinhalb Stunden hatten wir nach der Einfahrt in den Hafen Zeit, den Ort zu erkunden und durch die Gassen mit ihrem griechischen Flair zu schlendern. Paxos hat heute rund 2.500 Bewohner und ist eine der kleinsten der Ionischen Inseln – mit ungefähr genauso vielen Olivenbäumen wie Einwohnern.

    Heute wird Paxos auch die Insel der Millionäre genannt, in Anlehnung an berühmte Schauspieler, Sportler und Politiker, die jeden Sommer ihre Yachten vor Paxos in Stellung bringen. :P

    Obwohl uns die AIDAblu wieder mit Vollpension und Rundum-Verpflegung empfängt, ließen wir es uns nicht nehmen, uns auf die Gastfreundschaft von Paxos einzulassen. Das Fanalino Restaurant überzeugte uns bereits von außen und liegt in einer gemütlichen und luftigen Gasse. Genau das Richtige bei den heute wieder sehr gut gemeinten Temperaturen.

    Das Essen – griechisches Sofrito und Giouvetsi – und der Wein waren köstlich. Wer weiß: Vielleicht schaffen wir es irgendwann einmal, ein paar Tage länger auf Paxos zu genießen. :thumbsup:

    Zuvor wollten wir uns das Ganze aber noch von oben anschauen und sind im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Gaios gewandert. Belohnt wurden die Anstrengungen mit einer ganz anderen An- und Aussicht auf den Ort.

    Die Wärme führte dazu, dass alle Gäste mit Vorfreude auf Fahrtwind pünktlich zurück an Bord waren. Kurz vor halb vier starteten die Motoren und wir nahmen ein weiteres Mal Abschied von der schönen griechischen Insel.

    Während der Überfahrt nach Korfu gab’s noch unfreiwilliges Entertainment: Zum ersten Mal auf dieser Reise drehte der Wind auf und die Gischt spritzte wie in einer Wildwasserbahn bis auf das obere Deck. Auch die Stimmung der Mitreisenden war ausgezeichnet. Urlauber aus allen Nationen tanzten und stimmten zum Höhepunkt sogar eine Polonaise an – fast wie auf der Fähre nach Bequia in der Karibik. :papierschiff:

    Um 18 Uhr und damit weit vor dem eigentlichen Sailaway waren wir zurück im Hafen, wo wir schon mit Kussmund empfangen wurden. Auch wenn der Ausflug nach Paxos und Antipaxos nicht mehr ganz so exklusiv war wie 2020, hat er sich ein weiteres Mal gelohnt.

    Nach unserem gestrigen Strandtag stand aber auch heute Erholung ganz oben auf der Liste. :jump:

    Zum Abend benötigten wir erst einmal einen kühlen Drink an einer der vielen tollen Bars. Mittlerweile fällt es schwer, sich für „die eine“ Bar zu entscheiden, denn an vielen Orten auf dem Schiff haben wir die Atmosphäre und die Mitarbeiter lieben gelernt.

    Eine Premiere gab es trotz bereits sieben Tagen an Bord aber auch noch: der Best Burger. Selbst im eher unscheinbaren Burgerrestaurant kommt man völlig auf seine Kosten und wohl gesättigt wieder raus. :hunger:

    Nun sind wir seit genau einer Woche auf der AIDAblu – dem Schiff, das nach wochenlanger Bastelarbeit im Maßstab 1:400 einen Ehrenplatz in unserem Wohnzimmer gefunden hat. Natürlich haben wir darauf beim Durchfahrertreff mit der unverwechselbaren Nicole gebührend angestoßen.

    Treffen findet man zu Beginn einer Reise ohnehin an jeder Ecke. Bekanntschaften zu schließen, ist bei AIDA also gar kein Problem. Mit jedem Blick auf das gerade erwähnte Modell stieg die Vorfreude auf diese Reise – und schon jetzt kann ich resümieren, dass das Schiff und vor allem seine unfassbar tolle Crew auch kurz vor der Evolution noch immer eine echte Wohlfühloase sind.

    Danke an die ganze Besatzung! <3

    Wenn dann um Punkt 22 Uhr erneut von Eventmanagerin Eva und Hoteldirektorin Katharina die wichtigste Information verkündet wird und das „Sie haben Urlaub!“ über das Pooldeck schallt, dann ist man endgültig in der zweiten Reise angekommen. :loveyou:

    Und natürlich gibt’s auch ein paar Fakten: Mit uns an Bord sind …

    • 683 Erstfahrer
    • 463 Durchfahrer
    • 2.186 Gäste insgesamt
    • 55,7 Jahre Altersdurchschnitt
    • 43 Kinder & 1 Jugendlicher

    Die Welcome Party ließen wir in der AIDA Bar ausklingen – aber erst nach einem wahnsinnigen Regentanz auf dem verregneten Pooldeck zum Hit „It’s Raining Men“.

    Ich liebe euch, ihr verrückten Gastgeberinnen!

    Die neuen Gäste heißen wir herzlich willkommen und wünschen allen – den Durchfahrern und den neu Aufgestiegenen – eine tolle Reise und unvergessliche Erlebnisse.

    Uns wurde nun für Bari unser Glücksausflug zugeteilt. Es geht zu den Höhlensiedlungen nach Matera. Eineinhalb Stunden Transfer, rund zwei Stunden Aufenthalt inklusive Führung und anschließend wieder eineinhalb Stunden zurück. Wir sind gespannt, was uns erwartet.

    Jetzt heißt es aber erst einmal: zweite Woche, zweite Runde – und weiter geht’s! :abfahrt:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 11. September 2026 um 22:26

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 7 – Argostoli

    Fast wie auf einer Flusskreuzfahrt steuerte Kapitän Andrea Buzzi die AIDAblu heute Nacht mit Sicht auf die beleuchteten Küsten nach Argostoli auf Kefalonia. Noch im Dunkeln warteten wir an der entsprechenden Position auf den Lotsen, legten aber dennoch überpünktlich an der Pier von Argostoli an. :Boot1:

    Da in der Vergangenheit immer wieder behauptet wurde, die Blu wäre zu groß zum Anlegen an der Pier und es müsse zwingend getendert werden, leisteten wir heute den lebenden Beweis, dass dem nicht so ist. Damit war auch der Weg zur Bushaltestelle der öffentlichen Busse ein Katzensprung – vergleichbar mit der gestern besuchten Laufstrecke im Stadion von Olympia. 8)

    Wir wollten zu den Gialos-Stränden, genauer gesagt zur Haltestelle Platis Gialos, und zahlten im griechisch pünktlichen Bus 2,00 € pro Person und Fahrt. Aus irgendeinem Grund sogar mit 25 % Studentenrabatt. Vielleicht sehen wir nach einer Woche Urlaub nun einfach so jung aus.

    Am Ziel gibt es zwei Strände: den größeren Makris Gialos und den kleineren Platis Gialos. Wir entschieden uns schon im Vorfeld für den kleineren, da wir von enormen Preisunterschieden bei Liegen und Sonnenschirmen gelesen hatten. Für ein Set aus Sonnenschirm und zwei Liegen zahlten wir gerade einmal 20 € – inklusive einer Auskunft zu den Rückfahrtzeiten der öffentlichen Busse.

    Und die war nicht ganz so erfreulich. Macht euch also im Vorfeld unbedingt mit den Abfahrtszeiten vertraut. Es heißt zwar, der Bus würde alle 30 Minuten fahren, anders als am Morgen fanden wir online allerdings gar keine Verbindungen und Uhrzeiten. Da die Liegen hier so günstig waren und auch ein Mythos mit 4 € den finanziellen Rahmen nicht sprengte, reservierten wir kurzerhand per WhatsApp ein Taxi und handelten einen Preis von 15 € aus. Also zehn Euro Aufpreis zum Bus – damit konnten wir leben. :thumbsup:

    Der Strand mit seinem feinen Sand und dem glasklaren Wasser, die weit auseinander verteilten Schirme und das gastronomische Angebot, gepaart mit absoluter Sauberkeit und guter Organisation, bescherten uns einen wunderschönen Strandtag. Wie immer endete dieser natürlich viel zu früh. 🏖️

    Organisation und Ordnung kannte scheinbar auch das Taxiunternehmen „TAXI KEFALONIA“. Pünktlich auf die Minute – und zwar nicht nur griechisch pünktlich – wurden wir oberhalb des wunderschönen Strandes wieder abgeholt und ins Zentrum von Argostoli gefahren.

    Keine Frage: Auch wir wollten uns auf die Suche nach den berühmten Schildkröten im Hafenbecken machen. Tatsächlich mussten wir dafür gar nicht bis zur Brücke gehen. Die ist übrigens weiter entfernt, als es auf Google Maps den Anschein erweckt. Wir sahen schon vorher zwei große Exemplare beim Spielen. Regelmäßig zogen sie ihre Kurven nah an der Wasseroberfläche und mussten aufgrund ihrer Aktivität umso öfter auftauchen. Sollten es männliche Exemplare gewesen sein, war es vielleicht doch mehr Jagd als Spiel. :hahaha::hahaha:

    Wie schnell die Zeit vergeht, sieht man auch daran, wie schnell man durch die Gassen der Orte laufen muss. Viel Zeit blieb nicht mehr, aber der obligatorische und traditionelle Besuch der Shops und Souvenirläden durfte natürlich auch hier nicht fehlen.

    Am Ende war Argostoli um ein paar Euro reicher, unsere Geldbörsen dafür leerer. 💶

    Wir konnten zwar nur einen kurzen Eindruck erhaschen, aber Argostoli scheint eine zwar auf Touristen eingestellte, gleichzeitig aber wunderschöne kleine Hafenstadt zu sein. Die Kulisse der gegenüberliegenden Berge rundet den Eindruck noch ab. Wir haben auf jeden Fall Lust auf mehr bekommen. :loveyou:

    Als Kreuzfahrer sollte das Abschiednehmen aber gelernt sein und so ging es zum Ende des Nachmittags für eine kleine Runde Sport zurück an Bord. Nach solch einem faulen Tag mussten die fehlenden Schritte schließlich noch ausgeglichen werden. Zum Sailaway genossen wir auch den Cocktail der Baraktion wieder ohne schlechtes Gewissen und verabschiedeten uns standesgemäß von dieser vermutlich in Deutschland völlig unterschätzten Insel.

    Und schon ist eine Reise fast zur Hälfte abgeschlossen. Da wir morgen die lange Liegezeit vollständig ausnutzen, zelebrieren wir das Bergfest einfach etwas zu früh und gönnen uns ein Dinner im Buffalo Steak House.

    Zum ersten Mal durfte ich das in La Romana an meinem 40. Geburtstag genießen. Auch heute ließ uns das Dinner sprachlos zurück. Nicht wegen eines vollen Mundes, sondern weil Qualität, Geschmack und Atmosphäre alles bisher Erlebte der letzten Tage noch einmal übertroffen haben.

    Am Ende verzeichneten wir zwar einen dreistelligen Betrag auf der Rechnung, dafür brennt sich auch dieser Abend definitiv ins Reisegedächtnis ein. :hunger:

    Der Abend endete bei Jessi, unserer treuen und immer fürsorglichen Begleitung der Tour de Bar. Zusammen mit einigen anderen Teilnehmern dieses überraschenden Abends feierten wir gemeinsam Farewell.

    Die anderen mit tränenden Augen, wir zusätzlich mit einem Lächeln, denn auf uns – und damit auch auf euch – warten noch viele Abenteuer entlang der Adria. Jessica darf uns in dieser Zeit auch noch ertragen und uns das Leben versüßen. :matrose:

    Ansonsten bleibt ein Spruch von Hoteldirektorin Katharina festzuhalten:

    „Wenn die Welt wie ein Kreuzfahrtschiff wäre, dann wäre es eine bessere Welt!“

    Dem, der diesen Beitrag schreibt, bleibt nichts anderes übrig, als diese Aussage bedingungslos zu unterschreiben.

    Nun ist der Tag erreicht, an dem wir Abschied nehmen. Abschied von liebgewonnenen Mitfahrern und Abschied von tollen Erlebnissen. Für uns geht’s aber in die nächste Runde.

    Wir freuen uns auf Paxos und Antipaxos, auf eine Fjordeinfahrt nach Kotor und auf eine Zugfahrt nach Venedig.

    Danke für eure Kommentare und euren Zuspruch – bis morgen auf Korfu!

  • Alles zu Getränkepaketen & Barkarten bei Aida / aktuelle Zusammenfassung im Thema AIDA Barkarten Übersicht

    • SvenErikKl
    • 11. September 2026 um 11:04
    Zitat von Bavarian_Cruiser

    Deshalb kommt von mir immer und immer wieder der Appell: Bucht kein Getränkepaket!


    Das ist vermutlich nett gemeint, aber als erwachsener Menschen brauche ich keinen Appell und entscheide weiterhin, dass es für unsere Art, den Urlaub zu verbringen, am bequemsten ist, direkt All In mit dem größten Paket zu buchen.

    Ich habe auch auf der aktuellen Reise noch nicht nachgerechnet und hab auch gar nicht die Motivation, das zu tun. Aber - und das ist für mich das wichtigste - der Gesamtpreis der Reise war für uns passend und das Preis-Leistungsverhältnis ordentlich. Ob ich dann ein paar Euro unter dem Aufpreis des Pakets oder drüber bin, ziehe ich nicht mehr mit ein in die Bewertung der Reise.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 10. September 2026 um 22:36

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 6 – Katakolon (Olympia)

    Der heutige Tag begann mit einer Premiere, denn er kam als halber Seetag daher. Kapitän Andrea Buzzi gab zwar seit dem Sailaway in Sizilien ordentlich Gas, die Pier in Katakolon sollten wir aber erst um 13 Uhr erreichen. :Boot1:

    Glücklicherweise hatten wir zeitnah Massagetermine für den Morgen gebucht. Dieser halbe Seetag war nämlich fast genauso gefragt wie ein ganzer Tag auf dem Meer. Getrennt starteten unsere Massagen um 08:30 bzw. 09:00 Uhr. Bei der Frage, ob wir uns fürs Frühstück einen Wecker stellen oder einfach mal „länger“ schlafen, gewann in diesem Fall mal nicht der Hunger, sondern das Bett mit Aussicht auf Deck 11. :schlafen:

    Pünktlich um 9 Uhr, aber mit ein wenig Respekt, fand ich mich auf Deck 12 zu meiner 50-minütigen Deep-Tissue-Massage ein, die von AIDA als „Kräftige Tiefengewebsmassage“ beworben wird. Tatsächlich versprach die Beschreibung nichts Falsches: kraftvoll und auf die richtigen Körperzonen ausgerichtet, schaffte es meine Therapeutin, dass ich nach dem Termin wie ein ganz neuer und vollkommen entspannter Mensch von Deck 12 herabschwebte.

    Ausgeschlafen haben heute scheinbar einige: So voll hätte ich das Bella Donna um 10 Uhr nicht mehr erwartet. Man merkte, dass so ein halber Seetag das ganze Schiff spürbar entschleunigte. Umso mehr genossen wir das Frühstück und die immer wieder perfekte Auswahl. Genau das hat uns im vergangenen Jahr auf der Mein Schiff 1 gefehlt. :hunger:

    Zwei Stunden mussten wir bis zum geplanten Anlegen noch totschlagen. Kein Problem mit und bei AIDA. Ein Plätzchen auf den riesigen Außendecks der Blu war schnell gefunden und die Baraktion mit Greek Frappé versüßte den Vormittag zusätzlich. Vielleicht für einige interessant: Die Baraktionen sind im Getränkepaket enthalten. Ohne Alkohol kann das Getränk schon mal bei 7,50 € liegen, mit Alkohol bei über 9 €.

    Am späten Vormittag war Land in Sicht. Die Norwegian Pearl wartete bereits auf uns und schon um 12:15 Uhr lagen wir sicher verstaut an der Pier. Kurz darauf teilte uns unser Kapitän die Freigabe zum Landgang mit.

    Selbstverständlich war auch der heutige Tag bereits geplant. Wir wussten von zahlreichen Anbietern am Hafen, die einen Transport nach und von Olympia für 15 € pro Person anbieten. Diesen nutzten wir und wurden mit einem Reisebus zu den historischen Sportstätten gebracht. Die Tickets holten wir uns einfach vor Ort für jeweils 20 € pro Person. :matrose:

    Um 14:20 Uhr waren wir in Olympia und machten uns auf zur archäologischen Stätte. Glücklicherweise verteilten sich die Touristen der Norwegian und der AIDA auf Vor- und Nachmittag, sodass wir an der Kasse keine Wartezeit hatten.

    Olympia reiht sich in meiner persönlichen Erfahrung nun in die Überreste der Maya, Römer und Ägypter ein. Als Wiege der Olympischen Spiele zeigt Olympia noch heute mit den Überresten von Tempeln, Sportstätten und dem berühmten Stadion Geschichte. Besonders sehenswert sind der Zeustempel, der Heratempel und das antike Stadion, in dem einst die Athleten um Ruhm und Ehre kämpften. Auch wir übten den obligatorischen Start zum 200-Meter-Lauf, mussten aber schon nach den ersten Schritten geschwächt abbrechen.

    Vor der Abfahrt genehmigten wir uns im Dorf noch eine Gyros Pita für günstige 4 €. Bus Nummer 3 holte uns wie versprochen pünktlich nach einer kleinen Shoppingtour am vereinbarten Treffpunkt wieder ab. :wiegeil:

    Griechisch ging es auch an Bord weiter. Das Marktrestaurant lud zum griechischen Themenabend ein. Und da wir ohnehin erst das Sailaway an Deck erleben wollten, das heute nur wegen gut erzogener und pünktlicher Gäste um eine halbe Stunde vorgezogen wurde, bot es sich an, zur zweiten Essenszeit ab 20 Uhr ins berühmteste aller Buffetrestaurants zu gehen.

    Was wäre ein Schiff im Sommer ohne Party auf dem Pooldeck? Vermutlich kein fahrendes Schiff mehr. Passend zum am Samstag startenden Oktoberfest verwandelten sich Deck 11 und 12 in ein kleines bayerisches Stadl. Tschüss Stefan Mross, willkommen AIDAblu mit Aaron und Leonie! :bayern:

    Snackbar, Brauhaus-Zwickel, die lebende Offiziers-Slotmaschine, Nagel-Contest und Dosenwerfen – langweilig wurde es jedenfalls nicht.

    Die erste Runde des Nagelns ging auf Gastgeberin Nicole. Die Regeln sind schnell erklärt: Eine feste Runde Teilnehmer haut nacheinander mit der spitzen Seite des Hammers auf einen Nagel. Verloren hat derjenige, dessen linker Nachbar den Nagel so weit versenkt, dass keine Bordkarte mehr darunter passt. Und der Verlierer? Bezahlt eine Runde Schnaps. :trrink1:

    Gewinner in dieser Runde war der, der eigentlich gar nicht mit dem Hammer umgehen kann. Woher ich das weiß? Steht mir im Spiegel gegenüber. 🔨

    Markus und Britta sind hingegen die stärksten Gäste an Bord und bewiesen ihr Talent beim Bierkrugstemmen. Dass Markus dabei auch noch Geburtstag hatte, muss der Motivation wohl zusätzlichen Schub gegeben haben.

    Am Ende des Abends gab es keinen Unterschied mehr zwischen dem Hofbräuhaus und der AIDAblu irgendwo zwischen Katakolon und Argostoli. Nur auf den Tischen wurde nicht getanzt – die stehen weiterhin sicher und fest im Brauhaus. :serledigt:

    So wild, wie der Abend heute endete, so gemächlich wird der Freitag. Wir schalten einen Gang zurück, steuern in den vollständigen Urlaubsmodus und werden den morgigen Tag entspannt im Sand und am Wasser genießen. Solltet ihr morgen nichts von mir lesen, sind wir auf der Liege eingeschlafen und winken der AIDAblu hinterher. :nein1:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 9. September 2026 um 22:57

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026
    Tag 5 – Messina & Taormina

    Hatte ich schon geschrieben, dass mir der Jetlag der vergangenen Karibikreisen fehlt? Dort war ich immer automatisch früh wach und vor allem fit. Auf dieser Reise könnte ich ewig schlafen – vielleicht liegt’s auch an der tollen Kabine. Schlafen ist aber auch nicht vorgesehen, wenn man nur an Tag 1 und Tag 14 einen Seetag hat. :sleeping:

    Heute ging’s also wieder früh raus. Wir wollten den ersten möglichen Zug nach Taormina nehmen, um noch vor den Menschenmassen dort anzukommen. Das bedeutete: 7 Uhr Frühstück im Marktrestaurant, eine halbe Stunde später die AIDAblu verlassen und Abfahrt ab Messina Centrale kurz vor 8 Uhr. Die Tickets gab es am Automaten sogar mit deutscher Menüführung für jeweils 5,50 € oneway pro Person. Der Zug fuhr einigermaßen pünktlich los. Wir outeten uns trotzdem zunächst als Touris: Scheinbar wird hier ein bereitstehender Zug erst kurz vor der Abfahrt geöffnet. Wir stürmten dennoch naiv an den wartenden Einheimischen vorbei, nur um festzustellen, dass das mehrmalige Drücken des Türöffners überhaupt nichts auslöste. :hahaha:

    Ankunft ist in Taormina-Giardini, also unterhalb der eigentlichen Stadt mit ihrer wunderschönen Aussicht. Wir nahmen das Ticket absichtlich nur bis Giardini, um von dort einen beliebigen Bus hoch ins Zentrum zu nehmen. Fahrpreis: weitere 2 Euro. Alles wirklich total unkompliziert und auch für Menschen im Urlaubsmodus machbar. Steigt dann aber nicht – so wie wir – an der Buszentrale aus, sondern eine Haltestelle weiter im wirklichen Centro. Von dort sind es nur wenige Schritte ins Zentrum Taorminas. Und der Anblick, der einen nach der Porta Messina erwartet, entschädigt definitiv für das heruntergekommene Catania des gestrigen Tages.

    Da wir früh da waren, konnten wir mit nur wenigen anderen Touristen, quasi exklusiv im Vergleich zu einer halben Stunde später, die ersten Gassen, historischen Gebäude und traditionellen Fassaden bewundern. Außerdem hatten wir das Glück, direkt zwei Tickets für jeweils 14 € für das Theater zu bekommen. Bei uns hält sich die Begeisterung für historische Stätten ja grundsätzlich in Grenzen, aber dort an der Spitze dieser sizilianischen Perle waren selbst wir begeistert: von der Architektur, von der Aussicht auf dem immer noch qualmenden Ätna und dem türkisblaue Meer – und von der Vorstellung, einmal ein Konzert in dieser Atmosphäre zu erleben. Der Eintritt war also auf jeden Fall gerechtfertigt. :thumbup:

    Genauso gerechtfertigt waren knapp über 20 € für zwei typische Arancini und zwei Limoncello Spritz in der Rosticceria Da Cristina 2, direkt neben der Bam Bar, die der Hotspot Taorminas sein soll. Dort muss man für einen Platz erst 15 Minuten oder länger anstehen. Wir haben zwar Urlaub, aber … irgendwann legt das Schiff auch mal ab. Und zwar nicht ohne uns. :abfahrt:

    Uns zog es anschließend durch die Gassen, eine schöner als die andere. Auch die mittlerweile mit Touris übersäte Hauptstraße mit Dior, Dolce & Gabbana, Louis Vuitton und anderen Modelabels, bei denen wir uns maximal einen linken Ärmel leisten könnten, war ein besonderes Erlebnis. Rundherum ist Taormina einfach ein perfektes Ziel für einen Landausflug – und das ganz ohne teuren Reederei-Transfer.

    Die Rückfahrt nach Messina war sogar noch einfacher als die Hinfahrt. Wir gingen zur zentralen Busstation, an der wir morgens angekommen waren, kauften zwei Tickets für jeweils 4,30 € für den fast leeren Regiobus und waren nach nur 60 Minuten wieder in Messina.

    Dort blieb noch Zeit für einen kurzen Streifzug durch die Altstadt. Wirklich viel haben wir nicht gesehen, daher erlaube ich mir auch nur ein kleines Urteil über Messina. Das, was wir gesehen haben, schlägt Catania um Längen. Dabei hatte ich nur sehr niedrige Erwartungen an diese Stadt mit Ausblick aufs italienische Festland. Viel zu sehen scheint es aber tatsächlich nicht zu geben.

    Das touristische Zentrum Messinas liegt nur zwei Straßen vom Cruise Terminal entfernt und ist damit auch für einen kurzen Ausflug ein perfektes Ziel. In der Chiesa Santissima Annunziata dei Catalani, einer kleinen, aber sehr alten Kirche, verzauberte uns eine bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Krippe. Ja, wenn es zu Hause Lebkuchen gibt, können wir uns auch schon Krippen anschauen. Die gab es übrigens auch in den üblichen Souvenirshops zur Genüge. Amen! :saint:

    Ansonsten umrundeten wir lediglich die Basilika mit ihrem auffälligen Glockenturm, dessen Spiel uns heute leider verwehrt blieb.

    Schon um 15 Uhr waren wir nach einem verkürzten, aber trotzdem intensiven und beeindruckenden Landgang wieder zurück an Bord. Nach einer kleinen Runde Crosstrainer auf Deck 11 und der Baraktion mit Hendrick’s Limonade auf dem Pooldeck startete Andrea Buzzi die Weiterreise bereits um 17 Uhr. Katakolon ist weit entfernt und auch dort werden wir erst gegen Mittag eintreffen. :papierschiff:

    Einziges Manko heute: das Verbot des Typhons. Kann und sollte man aber Verständnis für haben, denn die Wohnungen der Einheimischen liegen nur eine Straßenbreite entfernt. Überlegt euch mal, ihr würdet während einer Siesta vom benachbarten Kreuzfahrtschiff geweckt werden. Und da sich unser Kapitän nicht ohne Gruß von Sizilien verabschiedet, setzte er das dreimalige Typhon einfach einige Minuten nach dem Verlassen des Hafens an.

    Um 20 Uhr erwartete uns unser Glücksworkshop: die „Tour de Bar“. Ganz gespannt waren wir, wie das begleitete Trinken als WORKshop verkauft werden sollte. Zunächst schufen wir uns aber eine deftige Grundlage im Brauhaus. Deutsche, deftige Küche funktioniert schließlich auch auf hoher See – und in diesem Fall sogar ohne Aufpreis. Einzig die an Bord gebrauten Biere sind nicht im Getränkepaket enthalten und müssen extra bezahlt werden. :bayern:

    Die Tour de Bar startete in der Vinothek mit einem Glas Champagner und führte uns anschließend über das Café Mare mit Espresso Martini, die AIDA Bar mit White Basil und die Time Out Bar mit Coconut Mai Tai bis zum Abschluss in der Anytime Bar mit einem Whisky Sour.

    Dabei erklärte uns die erst 20 Jahre junge Barkeeperin Jessica Antl nicht nur die Zusammensetzung und Zubereitung der verschiedenen Getränke, sondern präsentierte uns auch allerhand Geschichten von Bord und aus dem Crewleben. Wir Teilnehmer, die zufällig alle den Glücksworkshop gebucht hatten, waren vollends begeistert von der Art und Weise, wie Jessica uns über das Schiff und durch den Abend führte. Ganz lieben Dank dafür, Jessica! Dieser Abend bleibt definitiv in guter Erinnerung. :stossen:

    In die Silent Party wollten wir dann zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr einsteigen. Die kommt nächste Woche ja wieder. Also gibt’s den Abschluss jetzt in der AIDA Bar. Die wird langsam unsere Heimat – und liegt praktischerweise nur eine Treppe von unserem Bett entfernt.

    Morgen steht Ausschlafen auf dem Plan. Wenn wir das Frühstück verpassen, geht’s direkt um 9 Uhr zur Massage. Ab 13 Uhr starten wir dann einen Marathon – beziehungsweise schauen wir uns die Olympischen Stätten an, wo das Sportevent seinen Ursprung hat.

    Griechenland, wir kommen!

  • Alles zu Getränkepaketen & Barkarten bei Aida / aktuelle Zusammenfassung im Thema AIDA Barkarten Übersicht

    • SvenErikKl
    • 9. September 2026 um 22:35

    Viele Grüße von der Blu. Ich wundere mich gerade: nachdem AIDA Trockenobst einführte dauerte es nicht lange, bis zurück gerudert wurde. Irre ich mich da?

    Aktuell auf der Blu gibt es nur sehr wenige Getränke, die frisches Obst "bekommen".

    Mich stört es nicht, so lang ein Aperol Spritz noch nach Aperol schmeckt, aber es wundert mich. ;)

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 8. September 2026 um 23:24

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 4 – Catania

    Der heutige Morgen begann mit einem staunenden Blick aus dem Fenster unserer Kabine. Bei der Anfahrt auf Catania macht der Ätna als einer der aktivsten Vulkane Europas mächtig Eindruck. Im Juli und August sorgte der neueste Ausbruch noch für Flugchaos mitten in der Ferienzeit und auch heute empfing uns der Ätna mit schwarzem Rauch – ein Zeichen dafür, dass nicht nur Wasserdampf in die Luft aufsteigt, sondern auch heiße Asche.

    Wir hatten schon vor einigen Monaten den Kreuzfahrerausflug mit dem ortsansässigen Anbieter „Go-Etna“ gebucht und trafen uns pünktlich um 08:30 Uhr. Schon Kapitän Andrea Buzzi hatte inständig empfohlen, Getränke und Kopfbedeckung von Bord mitzunehmen, denn mit 33 Grad kündigte sich ein weiterer sehr heißer Tag an. Das bestätigte auch der Verantwortliche unseres Anbieters und gab jedem noch einmal die Möglichkeit, sich ausreichend mit Wasser einzudecken. :trrink1:

    Am Fuße des Ätna wurden wir auf die Fahrzeuge verteilt. Da es in unserer Gruppe zu Unstimmigkeiten kam, sei erwähnt: Die beworbene Deutschsprachigkeit bezieht sich auf die Stopps am Vulkan und nicht auf die Fahrt dorthin. Unsere Schulzeit liegt zwar weit zurück, aber offenbar noch nicht weit genug, um uns auf unseren englischsprachigen Fahrer einzulassen.

    Und was er uns schon auf der Hinfahrt im Transporter mit insgesamt acht Gästen erzählte, war spannend: Catania wurde mehrfach vollständig zerstört, zuletzt im 17. Jahrhundert. Die Bewohner kennen den Vulkan und die Erdbeben, sie leben damit. Unser Fahrer des Tages gab sogar zu, dass er im lebhaften Straßenverkehr der Stadt mehr zittert als vor den Eruptionen des Vulkans. :nein1:

    Der erste Stopp des Tages diente dazu, uns die Geschichte Siziliens, Catanias und des Ätna näherzubringen. Salvatore gab dabei vollen Körpereinsatz und nutzte die schwarze Asche als Tafel. Er verglich den Vulkan mit einer Mutter:

    „Irgendwann brodelt Mama Etna und wird sauer. Die Kinder hören und merken es, bis Mama Etna explodiert … Danach ist alles wieder gut.“

    Mittlerweile waren wir nicht mehr nur acht Personen, sondern Teilnehmer aus elf Fahrzeugen. Für diesen Ausflug war das aber überhaupt kein Nachteil. Wichtig war, die Strecken dazwischen mit einem übersichtlichen 4x4-Offroader zurücklegen zu können und nicht mit einem der bekannten Reisebusse.

    Die Fahrt ging anschließend bergauf, vorbei an Weinreben und Obstbäumen und quer durch ehemalige Lavaströme. Hier am Ätna bekommt man tatsächlich einen fantastischen Eindruck davon, wie sich die heiße, glühende Lava ihren Weg ins Tal gesucht und dabei vor nichts Halt gemacht hat. =O

    Keine Angst: Die Ströme von vor 55 Jahren sind längst erkaltet und die Pflanzenwelt hat sich erholt. Und das auf der Lava-Asche sogar besser als zuvor, denn sie gilt als hervorragender natürlicher Dünger.

    Der zweite Programmpunkt unserer Halbtagstour führte uns zu einem unterirdischen Höhlengang mit drei natürlich geformten, runden Öffnungen. Er entstand, als ein Lavastrom unterirdisch floss, und wurde vor der Erfindung des Kühlschranks als Eishöhle genutzt.

    Ja, richtig gelesen: So warm, wie es heute ist, so kalt kann es im Winter auf dem Vulkan werden. Sogar Skigebiete befinden sich an seinen Hängen. Salvatore kommentierte das mit der Erfahrung, dass man dieses Jahr am 11. April noch Skifahren und anschließend im Meer baden konnte. :schwimmen:

    Hintereinander schlängelte sich unsere Reisegruppe, ausgestattet mit Helm und Taschenlampe, den steilen Abgang hinunter in den etwa 30 Meter langen und dunklen Höhlengang. Beeindruckend waren die Dunkelheit und die Formen, die ein Ausbruch vor Jahrhunderten geschaffen hatte. Einige wollten die Höhle gar nicht mehr verlassen – war es dort doch wunderbar kühl.

    Der Höhepunkt des Ausflugs sollte der dritte Stopp werden: eine knapp einstündige Wanderung auf einen ehemaligen Krater in einem Gebiet, das durch den Ausbruch von 1865 geformt wurde. Eigentlich handelte es sich um eine sogenannte Bottoniera, also eine Aneinanderreihung mehrerer Krater. Der Ausbruch dauerte seinerzeit von Januar bis Juni und erschuf innerhalb eines halben Jahres eine völlig neue Landschaft.

    Man erhält hier einen wirklich guten Eindruck davon, was ein Ausbruch anrichten kann, und konnte darüber hinaus die wunderschöne Aussicht bis Taormina, unserem morgigen Ziel, genießen.

    Zur Belohnung erhielten die Erwachsenen einen kalten, aber von innen wärmenden Limoncello und als Zugabe „Etna Feuer“ mit 70 Prozent. Der wirkt tatsächlich wie Lava und brennt sich wie ein warmer Strom die Speiseröhre hinunter. :stossen:

    Um 14:30 Uhr wurden wir auf eigenen Wunsch direkt an der Piazza del Duomo rausgelassen. Schließlich wollten wir die Destinationen nicht verlassen, ohne zumindest einen Eindruck der Stadt bekommen zu haben.

    Naja …

    Wenn man einen Tag zuvor in Valletta war, hat es jeder andere Ort schwer. Catania hat uns gar nicht abgeholt. Zugegebenermaßen gebe ich aber zu, dass wir mit Blick auf die Uhr und vor allem auf das Thermometer – die 35 Grad waren inzwischen erreicht – nur einen recht kurzen Weg durch die zweitgrößte Stadt Siziliens auf uns nahmen.

    Wir streiften durch die Kathedrale Sant’Agata, besuchten die benachbarte Kirche der Abtei Sant’Agata und waren beinahe Gäste einer Hochzeit in der Kirche St. Placidus.

    Wir huschten schnell über den frisch geräumten und gesäuberten Fischmarkt, wo es noch immer intensiv nach Meer roch und die eine oder andere Flosse am Boden liegen blieb. <X

    Bei Don Peppinu genehmigten wir uns ein Eis und stellten fest: Eis in Italien ist wirklich noch einmal eine andere Liga als in den meisten deutschen Eisdielen. Nur beim Preis sind sich Sizilianer und Deutsch-Italiener offenbar einig.

    Wenn man dann einmal nicht den touristischen Weg nimmt, sondern in die kleinen Gassen abbiegt, sieht man allerdings auch vernachlässigte Stadtbauten, Balkone mit vertrocknetem Gestrüpp, zerbeulte Stromkästen und Dreck in den Ecken.

    Somit hatte uns unser schwimmendes Hotel schnell wieder. Am späten Nachmittag lagen wir nach einem kühlen Bad mit kühlem Getränk auf Deck 12 und erholten uns für den Abend, der beim Dinner im Bella Donna unter dem Motto Südtirol beginnen sollte.

    Zünftig ging es abends auch zu Ende. Schiefe Töne gibt’s vielleicht bei der morgigen Silent Disco, heute aber erst einmal im bordeigenen Brauhaus beim Karaoke. Als alter Dortmunder kann ich das natürlich prima mit einem frisch gezapften Hövels verbinden. :gitarre:

    Genau: Trotz Getränkepaket können wir auch mal etwas anderes trinken und rechnen weiterhin nicht nach, ob es sich lohnt oder nicht.

    Wir haben schließlich Urlaub.

    Die Stimmung im Brauhaus war grandios. Egal, ob Gesangsprofi oder absoluter Schiefsänger: Die AIDAblu stand Kopf und sang einfach im großen Chor mit. Wer Schlager mag, wird auf der Blu ohnehin nicht enttäuscht, denn irgendwo läuft abends immer diese stimmungsvolle Mitsingmusik.

    Catania hat uns nicht gefallen. Der Tag war trotzdem wieder unvergesslich und unverwechselbar schön.

    Wir treten nun die äußerst lange Reise an die Nordseite des Ätna an und grüßen morgen aus Messina.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 8. September 2026 um 09:22

    Ausflüge werden dann nach der Reise wieder in den entsprechenden Fäden geteilt. :thumbup:

    Dafür hab ich an Bord keine Zeit :schlafen:

  • Vergleich zwischen AIDA und TUI

    • SvenErikKl
    • 7. September 2026 um 23:30

    Mein Schiff hat den ganzen Pool aufwändig dekoriert, wirbt offensiv mit der Whiteparty, damit es jeder mitbekommt, fährt ein Schokoladenbuffet der Extraklasse auf ... Und holt Live-Bands und Gastkünstler dazu.

    Heute auf der Blu hingegen ein paar Banner, Girlanden und ein DJ spielte internationale Musik. Da mussten sogar die Gastgeberinnen unterstützen.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 7. September 2026 um 23:15

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026
    Tag 3 – Malta

    Silent-Einlaufmoderation mit Lektor Michael Cornély – das bedeutet, dass bereits um 6 Uhr der Wecker klingelt. Warum auch dem Alltag entfliehen? Die Uhrzeit kennen wir schließlich von zu Hause. Mit uns strömte gefühlt das halbe Schiff aufs Pooldeck. Heute allerdings nicht nur wegen des Frühaufsteher-Kaffees, sondern vor allem zur Ausgabe der Kopfhörer.

    Um 06:30 Uhr startete dann das vom Lektor begleitete Einlaufen in einen der größten und beeindruckendsten Naturhäfen Europas. Zuletzt landete ich 2003 mit dem Mathe-Leistungskurs auf der Insel, auf der schon zahlreiche europäische Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben. Heute sollten wir das Archipel also vom Wasser aus „erobern“.

    Und das taten wir pünktlich nach Freigabe des Schiffs um 8 Uhr. Da zeitgleich mit uns die Celebrity XCEL in Valletta lag und das zweite Cruise Terminal saniert wird, wurde uns ein Liegeplatz am gegenüberliegenden Ufer zugeteilt. Individuelle Landgänge waren nur möglich, wenn man mit dem kostenfreien Bootsshuttle übersetzte. Also: runter vom Schiff, rauf aufs Schiff und nach gerade einmal zehn Minuten erreichten wir das noch leere andere Ufer.

    Der berühmte Barrakka Lift lag nur wenige Minuten entfernt. Unser eigentliches Ziel, das Busterminal, hätten wir auch auf der untersten Ebene erreicht. Aber um es kompliziert zu machen und vor allem die Aussicht von den Barrakka Gardens am frühen Morgen zu genießen, fuhren wir für einen Euro inklusive Rückfahrt mit dem Aufzug nach oben und liefen anschließend direkt wieder bergab zum Bus.

    Stellt euch jetzt mal irgendein Busterminal in irgendeiner Großstadt in Deutschland vor. Wem vergeht da nicht die Lust, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren? Ganz anders hier: übersichtlich, gut ausgeschildert und kurze Zeit später saßen wir im Bus 81, Abfahrt von Bussteig A6, Richtung Marsaxlokk.

    Unser Etappenziel erreichten wir nach knapp 40 Minuten bequem und klimatisiert. Ich glaube, Valletta ist das europäische Cartagena in Kolumbien. Schon am frühen Morgen war es unvorstellbar heiß.

    Die Haltestelle „Marsaxlokk“ liegt direkt am Beginn der kleinen Hafenpromenade. Mir fiel sofort auf, dass sich das Bild mit den unendlich vielen bunten und typischen Booten seit 2003 komplett verändert hat. Sicher die Hälfte wurde inzwischen von modernen Motorbooten verdrängt.

    Wir hielten trotzdem an unserem Plan fest und buchten beim erstbesten Anbieter eine Ausflugsfahrt zum St. Peter’s Pool – verbunden mit einer knapp halbstündigen Hin- und Rückfahrt entlang der Küste. Das Schönste war der frische Fahrtwind. Die Aussicht wurde dem Preis von 15 Euro zwar gerecht, blieb aber weit hinter unseren Erwartungen zurück.

    Dafür übertraf die Bucht des St. Peter’s Pool unsere Erwartungen vollkommen. Eine naturbelassene Bucht, in der sich auch Amateure beim Klippenspringen versuchen können. Die maximale Höhe schätze ich auf etwa sieben Meter. Bekannt geworden ist der Ort auch durch einen Jack Russell, der öfter mal gemeinsam mit seinem Menschen den Sprung ins kühle Nass wagte.

    Gleich dreimal gab ich mir das Vergnügen – leicht rufend, aber nicht kreischend – und zusammen genossen wir das fast schon gar nicht mehr kühle, glasklare Wasser. Die Wassertemperatur hält aktuell locker mit der Karibik mit. Fehlen eigentlich nur noch Bacardi Beach und der legendäre Rumpunsch.

    Leider war das Vergnügen nach anderthalb Stunden vorbei. Zum einen, weil wir noch Maltas wunderschöne Altstadt erkunden wollten, zum anderen, weil ich den nassen Boden am Rand der Bucht mit einer Rutsche verwechselte und anschließend dafür sorgen musste, dass der Finger wieder aufhörte zu bluten …

    Die Rückfahrt mit dem Bus, ebenfalls für 2,50 Euro pro Person, trat ich also mit einem Taschentuch um den Finger an. Pochend, aber nicht mehr blutend – vielleicht dank der Kraft der maltesischen Johanniter – kamen wir am Nachmittag wieder an unserem Ausgangspunkt an.

    Ursprünglich war geplant, das nahegelegene Schiff zum Erfrischen zu nutzen. Der Liegeplatz war allerdings dagegen und so musste uns die Stadt der tausend kulturellen Einflüsse mit Salz auf der Haut ertragen. Geschwitzt hat heute ohnehin jeder.

    Ich wusste es noch: Valletta lässt einen an jeder Ecke und in jeder Straße staunen. Wir gehören zu denen, die nicht stur geradeaus laufen, sondern sich auch mal um die nächste Ecke und in kleine Gassen trauen. Wir wurden direkt belohnt und konnten bei kühlem maltesischem Bier und süßen Cannoli natürlich nicht Nein sagen.

    Dieses kleine Restaurant in einer engen Gasse, deren Stufen sich gefühlt unendlich nach unten reihten, zog uns magisch an.

    Den Rest des Nachmittags ließen wir uns durch Valletta treiben, liefen die Gassen hoch und runter und entdeckten dabei immer wieder neue Ecken. Leider lohnten sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten mit Eintritt für uns nicht. Dafür entschädigte uns der zufällige, perfekt getimte Aufstieg zum „Mount Everest“. Bei diesen Temperaturen fühlte es sich zumindest so an. Tatsächlich war es nur die Salute Battery, von der um Punkt 16 Uhr die traditionelle Kanone gezündet wurde.

    Beeindruckend!

    Malta – auch nach meinem ersten Besuch 2003 weiterhin eine ganz besondere Insel. Schon am ersten Tag merkt man, wie viele Einflüsse die zahlreichen Eroberungen hinterlassen haben. Ich kann jedem einen Besuch empfehlen, gebe aber den Tipp, die Reisezeit genau zu planen. Ob man mitten im Sommer noch vollständig oder nur noch geschmolzen zum Schiff zurückkehrt, weiß ich nicht.

    Die Abfahrt unseres schwimmenden Shuttles verzögerte sich noch etwas. Wir mussten erst den Koloss von Celebrity auslaufen lassen. Trotzdem waren wir pünktlich, frisch geduscht und ganz in Weiß – ohne Blumenstrauß – um 19:15 Uhr auf Deck 5 am Treffpunkt für ein weiteres Highlight: die Zwickel Lounge.

    Dahinter verbirgt sich das Auslaufen vom Crew-Deck aus, also direkt vom Bug, dazu frisch gezapftes Zwickel aus dem bordeigenen Brauhaus, frische Spritz-Getränke und äußerst leckeres Fingerfood.

    Sonnenuntergang über den Dächern von Valletta, Sailaway zu „Orinoco Flow“, gefolgt von „Leinen Los“ von Martin Lingnau, eine vollständig mit Lichterketten umhüllte Kirche …

    Wir wollten gar nicht mehr raus aus dieser unvergesslichen Stimmung.

    Den Abend beendeten wir mit der legendären White Party. Jetzt mal ehrlich: Legendär auf der Mein Schiff mit Schokoladenbuffet, schillernder Deko und einem vollständig gefüllten Pooldeck.

    Sorry AIDA, aber deine Stärken liegen da leider woanders.

    So war es dann auch nicht schlimm, diesen wunderschönen und immer wieder unvergesslichen Tag ganz ruhig bei einem Absacker in der AIDA Bar ausklingen zu lassen.

    Grüße zur Genesung gehen raus an die starke Besetzung. ❤️

    Morgen wird’s dann explosiv: Auf uns wartet das Team von Go Etna und der aktivste Vulkan Europas.

  • Vergleich zwischen AIDA und TUI

    • SvenErikKl
    • 7. September 2026 um 22:44

    Ganz aktuell von der Blu: vielleicht hat AIDA mal die Whiteparty erfunden, aaaaber da ist die Konkurrenz aus Hamburg mittlerweile meilenweit davon gezogen.

    Whiteparty bei TC ist eine eigene Klasse.

  • Glücks-Workshop - gibt es hier schon Erfahrungen ?

    • SvenErikKl
    • 7. September 2026 um 20:56

    Und wurde auf der Tour mit der Blu die Tour de Bar zugeteilt. Wir haben zwar All Inclusive und könnten jeden Tag durch die Bars Touren, freuen uns aber dennoch auf das gemeinsame Erlebnis! :trrink1::sport1:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 6. September 2026 um 23:30

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026
    Tag 2 – Seetag

    Der Unterschied zwischen einer Karibik- und einer Mittelmeer-Kreuzfahrt? Der Jetlag fehlt.

    War ich in den letzten Jahren immer schon vor 5 Uhr wach, habe ich hier in der ersten Nacht tatsächlich bis 7 Uhr durchgeschlafen. Okay, offiziell bis 6 Uhr – wir haben die Uhren schließlich direkt wieder umgestellt. :gruebel:

    Herrlich, wenn man direkt vom Bett aufs Meer schauen kann. Einer der Gründe, warum man so schnell süchtig nach Kreuzfahrten wird. Viel Zeit zum Gucken blieb mir allerdings nicht, denn als erste Amtshandlung ging es direkt ins benachbarte Gym. Eine halbe Stunde Crosstrainer sollen zumindest ein wenig die langen Hunderunden zu Hause kompensieren und das schlechte Gewissen angesichts der noch anstehenden Leckereien und Kalorien beruhigen.

    Frühaufsteher-Kaffee gibt es hier ab 6 Uhr im Best Burger’s. Frühstück gibt es am Seetag im East ab 06:30 Uhr, im Bella Donna ab 07:00 Uhr und ab 07:30 Uhr im Marktrestaurant. Da es im East keinen Kaffeeautomaten gibt, steuerten wir das Bella Donna an. Dort gab es zwar ebenfalls nur Filterkaffee, weil die Schlange am Automaten viel zu lang war, dafür aber Frühstück in toller Atmosphäre und mit einer wirklich guten Auswahl. :hunger:

    Das ist übrigens etwas, das uns letztes Jahr bei der Konkurrenz aus Hamburg gefehlt hat: mehrere Sorten Frischkäse, tolle Smoothies und eine Auswahl an Salat-Aufstrichen. Diese große Variation gibt es vielleicht tatsächlich nur bei AIDA.

    Direkt nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Pooldeck – ohne zu wissen, wie heiß es noch werden sollte. Gegen 8 Uhr gab es an jeder Ecke noch reichlich freie Plätze, für uns sogar auf Deck 12 im Schatten. Dass der Schatten im Laufe des Tages klassischerweise wandert, kam uns so früh am Morgen natürlich nicht in den Sinn. 8)

    Kurz vor Mittag wurde es mangels Schatten also richtig heiß. Laut Kapitän Andrea Buzzi sollten heute bis zu 30 Grad bei wenig Wind erreicht werden. Das haben wir gemerkt, blieben aber standhaft. Wenn man erst einmal die richtig kühlenden Pools beziehungsweise Planschbecken der Sphinx-Schiffe gefunden hat, kann man sich schließlich zwischendurch abkühlen.

    Ziel war, zumindest bis 12 Uhr in der Sonne auszuhalten. Eine halbe Stunde vorher wurde nämlich langsam der bayerische Pool-Brunch eröffnet. Zunächst mit inkludierter Erdbeerbowle und dem exklusiven Erstanstich des (Oktober-)Festbiers, anschließend auch mit leckeren und deftigen Speisen, serviert von Offizieren und Managerinnen.

    Weil so eine warme Weißwurst die Wärme noch zusätzlich von innen bringt und vor allem, um morgen auf Malta nicht schon wie ein knallroter Engländer durch die Gassen zu laufen, verordneten wir uns eine Zwangspause in der AIDA Bar. Nebenbei besorgten wir uns auch noch die Scheine für unseren fest eingeplanten Super-Jackpot-Bingo-Gewinn. :pokal:

    Zwischen dieser angeordneten hitzefreien Pause und dem Kreuzfahrer-Klassiker Bingo urlaubten wir am und vor allem im Wasser. Herrlich, so ein Seetag ohne karibische Schauer und ohne schaukelnde See: einfach genießen, einfach die Sorgen vergessen. Tolle Gespräche mit genauso kreuzfahrtbegeisterten Forenmitgliedern rundeten den Nachmittag auf Deck 12 ab.

    99 Zahlen in unterschiedlichen Farben trafen am späten Nachmittag auf zwei Gastgeberinnen, denen Humor definitiv nicht fremd war. Ja, richtig: Beim Bingo versuchten viel zu viele ihr Glück und spielten um den Bingo-Jackpot in Höhe von 4.000 Euro.

    Wir träumten allerdings nicht lange von den Reisen, die man sich damit als Nächstes gönnen könnte. Glück in der Liebe, Pech im Spiel – gewonnen haben natürlich andere. Mit dem Jackpot hat es auch bei den Gewinnern nicht gereicht, sodass sie sich immerhin über knapp 1.800 Euro freuen durften. Immer noch eine Menge Geld, von dem „er“ seiner Liebsten allerdings nichts Schönes kaufen möchte. Hat er vor Kurzem bereits. ;)

    Zum Essen versuchten wir heute erneut, das Bella Donna anzusteuern. Das hatte uns bei unserer ersten Fahrt mit der Perla am besten gefallen – dort waren wir allerdings leider erst kurz vor Reiseende zum ersten Mal drin.

    Auch heute schien das Bella Donna gut besucht zu sein. Selbst die bekannten großen runden Tische waren nahezu komplett belegt. Die Alternative war also das East Restaurant. Lecker war es wie immer, an Qualität und Geschmack kann man selten etwas aussetzen. Im Vergleich zum East auf den großen Schiffen ist das Angebot allerdings wirklich arg eingeschränkt.

    Anschließend standen wir quasi zufällig im Theatrium bei der Primetime mit Eva und dem Gast von der Brücke: dem ersten Mann an Bord, Kapitän Andrea Buzzi. :matrose:

    Und was durfte man erfahren?

    Er trinkt zehn Espressi am Tag, raucht dafür nicht. An Bord zieht er das Brauhaus dem Bella Donna vor – allerdings ohne Bier, denn getrunken wird an Bord nicht. Eventmanagerin Eva ließ nicht locker und brachte als Alternative einen Jeva Fun ins Spiel. Der Kapitän konterte jedoch lediglich, dass Bier ohne Alkohol genauso falsch sei wie Kaffee ohne Koffein.

    Helene Fischer – zumindest behauptet er es – kennt er nicht. Dafür stimmte er den ihm bekannten Song aus den 90ern an: „1, 2 Polizei, 3, 4 …“

    Für die kommenden zwei Wochen sind wir nun also bestens über den wichtigsten Mann an Bord informiert und durften viele interessante Einblicke in sein Leben bekommen.

    Den Abschluss dieses völlig entspannten, aber keineswegs langweiligen Seetages verbrachten wir dort, wo wir schon tagsüber glücklich waren: auf dem Pooldeck. Bei ein paar Grad weniger und ohne direkte Sonne ließ es sich bei der großen Schlagerparty wunderbar feiern und tanzen. :gitarre:

    Morgen geht’s früh raus: Ab 06:30 Uhr Silent-Einlaufmoderation mit Lektor Michael Cornély. Um 8 Uhr möchten wir direkt von Bord und den Bus nach Marsaxlokk nehmen …

    Zugabe – und äußerst wichtig für sehr viele hier im Forum oder in den sozialen Medien:

    Gefühlt trägt abends jeder zweite Mann eine kurze Hose und manche Frau eine noch viel, viel kürzere.

    Aber jetzt gleiten wir hier endgültig ins Off Topic ab. 😉

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 5. September 2026 um 21:45

    Es ist soweit: 285 Tage nach der Rückkehr von der Mein Schiff 1, unserer letzten Kreuzfahrt-Herberge, sitze ich nun wieder hier und verarbeite unsere Erlebnisse in einem kleinen Reisetagebuch. Ihr seid herzlich eingeladen, wieder dabei zu sein.

    Anders als auf der AIDAperla und der Mein Schiff 1 fehlt uns nun eigentlich nur der Balkon zum finalen Schreiben. Vor mehr als drei Jahren hatte ich meine eigene kleine Werft eröffnet und die AIDAblu im Maßstab 1:400 nachgebaut. Da ich für das Modell viel zu groß und schwer bin, waren wir quasi gezwungen, irgendwann eine Reise mit diesem Schiff zu buchen. Die Adria- und Mittelmeertouren sind allerdings nicht gerade preiswert, sodass wir uns für die Außenkabine 11108 am Ort des ehemaligen 4D-Kinos und ausnahmsweise gegen einen Balkon entschieden.

    Mittlerweile sind wir seit weit mehr als 24 Stunden auf den Beinen. Abflug um 05:00 Uhr ab Frankfurt, Terminal 3, bedeutete eine schlaflose Nacht. Als echte Mainzer fiel es uns schwer, die Zeit bis zum Flughafen nicht auf dem heimischen Weinmarkt zu verbringen, aber wir wollten nicht riskieren, schon vor dem Check-in aussortiert zu werden. Wir wohnen ja quasi neben dem Flughafen. Die Bahn entschied sich allerdings – fast schon traditionell – für Schienenersatzverkehr. Bevor wir also anderthalb Stunden im Bus verbringen, hatten wir vorsichtshalber frühzeitig eine Uber-Fahrt reserviert. Pünktlich um 02:00 Uhr setzte uns unser Fahrer direkt vor Terminal 3 ab.

    Terminal 3 ist dem FRA wirklich gelungen – und das auch noch innerhalb der geplanten Zeit- und Budgetvorgabe. (Hallo Berlin ;) ) Die Fluggesellschaft TUIfly ist dem Mutterkonzern dagegen nicht ganz so gelungen. Wir mussten weniger als zwei Stunden fliegen, von daher möchten wir nicht zu laut weinen, aber die inkludierten Maße für Gepäck und Handgepäck sind schon knapp bemessen. Also buchten wir bereits im Vorfeld jeweils 5 kg zusätzliches Aufgabegepäck und ein „größeres“ Handgepäck dazu.

    Der Flug selbst verlief dann unspektakulär. Nach der Landung haben wir sogar daran gedacht, das Gepäckband aufzusuchen. Nach mehreren Reisen in die Karibik waren wir schon verwöhnt davon, direkt nach der Landung in den Transferbus einsteigen zu können.

    Um 09:30 Uhr erreichten wir aber bereits das Cruise Terminal von Kerkyra. Und da stand sie – noch viel zu weit weg, also quasi genauso klein wie zu Hause im Maßstab 1:400, dafür aber live und nicht vor einer grünen Wand: die AIDAblu.

    Direkt nach dem Check-in, der wie immer reibungslos und schnell verlief, gingen wir zur Blu und verzichteten auf den kostenfreien Hafenshuttle. Kaum an Bord, steuerten wir fast direkt das East Restaurant an. Es hatte geöffnet und eine Anreise kann richtig Hunger machen. Tatsächlich genehmigten wir uns direkt nach dem ersten Frühstück im East den ersten Kreislauf-Sekt – natürlich standesgemäß wie vor zwei Jahren als Rosé auf Eis.

    Die Sicherheitsübung ist frühestens ab 17:30 Uhr möglich, also warum nicht den herrlichen Sommertag nutzen? Unsere Kabine 11108 konnten wir bereits kurz nach 10:00 Uhr beziehen und so verließen wir schon wieder ganz schnell die AIDAblu.

    Direkt am Eingang zum Hafengelände befindet sich die Bushaltestelle für die Überlandbusse. Alle halbe Stunde, immer um :03 oder :33 Uhr, kann man von dort den öffentlichen Bus nach Paleokastritsa nehmen. Die Zeiten sind offiziell. Ich muss vermutlich nicht viel zur südländischen Pünktlichkeit schreiben – bei uns kam der Bus 20 Minuten später.

    Ich nehme es vorweg: Genau der Bus, der von Paleokastritsa direkt zum Hafen fahren sollte, entschied sich dagegen und führte uns zum etwas abseits gelegenen Green Bus Terminal. Gut, dass wir früh dran waren, in Europa sind und ziemlich zügig mit dem City Bus zur AIDAblu zurückkamen.

    Paleokastritsa hatten wir als Ziel gewählt, weil es 2020 bei unserem letzten Besuch am Ende in Strömen regnete, die Bucht aber auch so wunderschön aussah. Außerdem gibt es dort das berühmte Clubsandwich mit Gyros – natürlich stilecht direkt am Wasser.

    Unterschätzt hatten wir allerdings den Unterschied zum Corona-Jahr 2020. Was vor sechs Jahren als Regen herunterkam, lag jetzt offenbar als Menschen am Strand. Es war brechend voll.

    Auf der Rechnung standen am Ende: 5 Euro für Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, 0 Euro für Beach-Feeling auf dem AIDA-Handtuch, 25 Euro für ein Gyros-Clubsandwich für zwei Personen sowie 2 × 4,50 € für leckeres Mythos-Bier und 2 × 5 Euro für originalen Ouzo in der Corner Snack Beach Bar.

    Kostenfrei dazu gab es glasklares Meerwasser, wohltuende Sonnenstrahlen und einen fantastischen Start in spannende und ereignisreiche Landgänge.

    Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass unser Highlight des Abends ein ganz besonderer Satz war: „Sie haben Urlaub!“ schallte es von Eventmanagerin Eva und Hoteldirektorin Katharina aus den Lautsprechern am Pooldeck. Das obligatorische Sektbuffet, das man von den Schiffen der Melitta-Klasse kennt, unterstrich die Freude über das erste Sailaway unserer Reise.

    Ein langer Tag geht zu Ende. Eine um eine Stunde verlängerte Nacht und ein entspannter Seetag folgen für 563 Durchfahrer und insgesamt 2.339 Gäste.

    Wobei: Entspannt wird’s vielleicht gar nicht. Denn wer die Berichte der letzten Jahre kennt, der weiß, dass auch unsere Seetage so einige Überraschungen bereithalten.

    Ich melde mich. Bis dahin: Gute Nacht & Adieu.

  • Restaurantreservierungen

    • SvenErikKl
    • 4. September 2026 um 13:10
    Zitat von NVNN

    Irgendwie sehe ich da kein System mehr und die machen es immer anders.

    Damit hast du es genau getroffen und gerade deshalb wird dir niemand eine verlässliche Zeit nennen können.

  • Neue AIDA App/AIDA ID - Sammelthema für alle Probleme (inkl. Club)

    • SvenErikKl
    • 3. September 2026 um 08:53

    Hier werden (mal wieder) zwei Dinge zusammen geworfen.

    • Die Verlinkung zum Club geht weiterhin noch nicht aus der App heraus (sowohl Android als auch iOS)
    • Zuletzt wurden hier Mobilansichten der Webseite geteilt, die sieht aus wie eine App, ist aber streng genommen nicht die AIDA App. Von dort kann über das Menü auf den Club zugegriffen werden.
  • Neue AIDA App/AIDA ID - Sammelthema für alle Probleme (inkl. Club)

    • SvenErikKl
    • 3. September 2026 um 08:20
    Zitat von Zöllner

    Die Ansicht vob udde habe ich nicht

    DIe Ansicht von udde ist auch nicht die App, sondern die Mobilversion der Webseite.

  • Cartagena / Kolumbien

    • SvenErikKl
    • 18. August 2026 um 18:42
    Zitat von mamasa

    Hallo, wie lange läuft man denn vom Schiff bis in die Altstadt?

    Hab ich es richtig verstanden das der Hoho ab der Altstadt losfährt?

    LG

    Ich schätze, man läuft in gemütlichen Tempo circa eine dreiviertel Stunde, aber: in Cartagena ist es wirklich heiß, sehr heiß. Die meisten sind nach einem halben Tag zurück auf dem Schiff.

    Für nur fünf Dollar gibt's das Taxi in die Altstadt. Und ja, richtig: Hop on, Hop off fährt von der Altstadt aus.

  • Alles zur Mein Schiff

    • SvenErikKl
    • 13. August 2026 um 09:23

    Richtig unterhaltsam fand ich auch den Auftritt des "Crew-Shantychors". Alles andere als langweilig.

  • Alles zur Mein Schiff

    • SvenErikKl
    • 13. August 2026 um 09:18
    Zitat von nickel

    aber wenn du Bespaßung sucht, al la "Silent Party" und Brauhaus, dann bist du bei MS falsch

    Ja, der Unterschied ist natürlich sehr deutlich, aber: die Partys, die ich bei MS erlebt habe (White Party, 80s/90s Pool Party) und auch Themenabende in der Disco können duraus mal mit der Stimmung bei AIDA Partys mithalten.

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