Kurzreise AIDAdiva nach Schweden 26.04.19 bis 30.04.19

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  • So habe ich Aida bisher nicht erlebt. Es gab nicht den "großen Aufreger", aber der "Kleinkram" summierte sich.

    Dazu muss ich noch erwähnen, dass mich ein Erstfahrer begleitet hat und ich eigentlich mit Aida "angeben" wollte. Nun gut, Aida hat alles getan um meinen Plan zu vereiteln.


    Angefangen beim Check-In: Sie erhalten eine SMS, wenn die Kabine frei ist, wir warten heute noch darauf. In der Zwischenzeit haben wir an einem Schiffsrundgang teilgenommen - mein erster überhaupt. Ich wollte mir die "Arbeit" sparen. Das Clubteam-Mitglied (ich möchte hier keinen Namen nennen) erklärte die Aida heute und die Veranstaltungen, die sie durchführt. Sie vergaß im Laufe der Führung nicht, immer wieder auf ihre Veranstaltungen hinzuweisen. Im "Vorflur" zum Spa-Bereich bekamen wir gesagt, dass dort der Spa-Bereich mit Sauna, Massage und kostenpflichtiger Oase ist. Gut, aber bis zu Rezeption bzw. in den Wartebereich sind wir gar nicht erst gegangen. In der Nähe der Poolbar beim Treppenaufgang zu Deck 14 lautete die Erklärung: Da können wir nicht hinauf, weil sich dort der FKK-Bereich befindet. Ab diesem Moment habe ich nur noch nach einer unauffälligen Fluchtmöglichkeit Ausschau gehalten. Diese fand sich auf dem Weg zur Ocean-Bar. Die Truppe ging den Parcour zum Sportdeck hinauf , wir entschwanden Richtung Treppenhaus. Noch keine SMS. Ich wollte trotzdem nachschauen. Gute Idee! Die Kabine war bereit. Auch das Tischlein mit den zum Anreisepaket gehörenden Sekt, Obst und Pralinen war schon gedeckt. Mein zweiter Blick galt dem Balkon. Ein Metallhocker und ein einsamer schäbiger Stuhl. Eigentlich kein Problem, aber was macht denn das für einen Eindruck auf einen Neuling? Also auf zur Rezeption (meine Freundin musste ohnehin noch ihre EC-Karte einlesen lassen). Eine Stunde später hatten wir zwei schäbige gelbe Stühle. In vergleichbaren Kabinen auf Stella und Mar war der Balkon sogar mit einer Liege ausgestattet. Dann kam der dritte Blick, der ganze Papierkram. Ich habe mich schon über die Menge gewundert. "Clubbrief" ok, Gutscheine ok, Tickets auch ok. Der Termin für das Abendessen im BSH, er stimmte nicht mit der Buchung überein, also auch wieder um eine Änderung kümmern. Der zusätzliche Brief hatte es dann in sich. Aus operativen Gründen werden die Häfen getauscht. Meine Freundin fragt: Hast du öfter solche Briefe zur Begrüßung? Ich antworte: Nein! Das ist das erste mal. Ich denke: Sonst kommen die Briefe schon vor der Reise per Post nach Hause. In der Zwischenzeit habe ich mal gerechnet. Der Aufenthalt in Stockholm ist zwei Stunden kürzer als zuvor. Für uns persönlich kein Problem, wir hatten Aida-Ausflüge gebucht. Ganz im Gegenteil. Durch die spätere Ankunft in Stockholm konnten wir sogar die Fahrt durch die Schären vormittags erleben. Zum Teil noch gemütlich im Bett mit Hilfe der Bugkamera und später dann vom Heckbalkon. Auch wieder falsch. Der Fernseher funktionierte schon seit dem Tag vorher nicht, der versprochene Mechaniker kam nicht. Letztendlich kam er doch, als wir dabei waren unsere Koffer zu packen. Da haben wir uns wenigstens noch für nachfolgende Gäste freuen können.

    Als wir dann in Stockholm einliefen bekamen wir per Durchsage die Info, dass wir einen Bonus bekommen und der Landgang um eine halbe Stunde verlängert wurde. Das habe ich als richtige Frechheit empfunden. Erst zwei Stunden streichen und dann eine zusätzliche halbe Stunde als Bonus verkaufen?

    Was auch noch auffiel war, das das Schiff wohl mal eine Schönheitskur brauchte. Ich habe noch nie auf einer Aida so viel Rost gesehen.

    Ich höre dann mal besser jetzt auf.

    Aber Visby und Stockholm sind auf jeden Fall einen (oder mehrere) Besuche wert. Die Destinationen und das sonnige Wetter haben die "Patzer" von Aida wieder ausgebügelt.

    Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

    Albert Einstein