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Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • AIDAluna:
  • alice77
  • 4. März 2012 um 12:31
  • Antworten

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  • alice77
    Ocean-Bar-Fan
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    208
    • 26. Februar 2015 um 17:18
    • #1.441

    Hallo Steffen,

    willkommen zurück!
    Oh je....im Urlaub krank...das muss niemand haben. :traurig: Hattet Ihr die Grippewelle von Deutschland mit an Bord genommen oder hat ein Magen- und Darmvirus euch aufgesucht?
    Jedenfalls wünsche ich Andrea und dir gute Besserung und werdet schnell wieder fit! :sgenau:

    Auf den Reisebericht freue ich mich! :jump:


    Liebe Grüße!
    Elisabeth

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    • RE: Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

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  • strohweder
    Fortgeschrittener
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    • 26. Februar 2015 um 17:27
    • #1.442

    Hallo Elisabeth,
    keine Ahnung, wie das gekommen ist. Ich war einer der ersten nach fünf Tagen und bin es bis heute nicht los. Gott sei Dank kein Magen-Darm, Symtome wie Grippe
    Unsere Ärztin sagt heute Virusinfektion.

    LG

    Aura 5,Vita 3,Diva 7,Bella 7,Luna 3,Blu 2,Sol 4,Mar 2,Cara 1,Stella 1,Perla 1
    MSC 1, Costa 2, TUI 1, NCL 2, Phoenix 2

  • strohweder
    Fortgeschrittener
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    • 4. März 2015 um 18:51
    • #1.443

    Hallo Ihr Lieben,

    ich hoffe, die Erkrankung wird bis zum Ende der Woche überstanden sein.
    Hier schon einmal der erste Teil meines Reiseberichtes der Orient-Indien Reise:

    Vorwort

    Leider war ich auf gut der Hälfte dieser Reise mit einer fiebrigen Erkältung erkrankt und konnte daher einiges nur aus dem Gedächtnis aufschreiben, weil ich einfach nicht zum zeitnahen Schreiben gekommen bin. Auch fand ein großer Teil des abendlichen Bordlebens und des angebotenen Entertainments ohne mich statt, sodass ich auch davon nicht berichten kann. Ich bitte um Entschuldigung und Verständnis, dass meine Schilderungen nicht so ausführlich sind, wie gewohnt.


    Dienstag,10.02.2015 Mölln

    Endlich, gegen 15:30 Uhr ist mein letzter Termin im Büro gegangen. Zwei wirklich stressige Tage sind fast geschafft. Ich erledige noch schnell die letzten Notizen, die Sekretärin benötigt noch ein paar Unterschriften, dann verabschiede ich mich von meinen Mitarbeitern und verlasse fluchtartig das Büro. Jetzt schnell zu Hause umziehen, das Gepäck im Auto verstauen und es kann losgehen. Gott sei Dank hat Andrea alles bestens vorbereitet. So holter di polter bin ich noch nie aufgebrochen. Zwei hoffentlich unvergessliche Urlaubswochen liegen vor uns. Die AIDAaura wartet mit der Orient-Indien Route in Dubai auf uns. Wir haben den Flug dieses Mal individuell bei Emirates gebucht, um nicht so früh zurück fliegen zu müssen. Um 16:30 machen wir uns mit dem Auto auf den Weg, den wir wieder im P1 abstellen wollen. Es wird auch höchste Zeit, denn wie üblich ist um diese Zeit mit Feierabendverkehr zu rechnen. So brauchen wir tatsächlich 80 Minuten statt der normalen 45. Ich bin ziemlich genervt, da mein Büroadrenalin noch die Oberhand in meinem Körper behält. Das Auto wird im P1 auf Parkdeck 4 abgestellt und gegen 18:00 sind wir im Terminal 1, wo Emirates seine Gäste abfertigt. Ich muss die beiden großen Koffer die Treppe hinauf wuchten, da die Rolltreppe nicht funktioniert. Dann der nächste Schreck, eine Riesenschlange am Schalter von Emirates. Bis zum Check-In brauchen wir sage und schreibe 45 Minuten. Ich frage zaghaft mal nach einem Upgrade in die Businessclass, weil die Maschine proppenvoll zu sein scheint. Bei einer vierstelligen Summe verwerfen wir den Gedanken ganz schnell und die Hoffnung auf eine Viererreihe für uns allein haben wir auch begraben. Bei der Sicherheitskontrolle ist es erstaunlich leer, wir sind ruckzuck durch. DaKieler (Sandra und Malte) aus dem Forum schreibt, dass sie schon beim Kaltgetränk sitzen und ich rufe Malte an, wo sie denn stecken. Beim Dutyfreeshop die Rolltreppe hoch bei Gosch lautet die Antwort. Das haben wir bisher gar nicht gewusst, dass dort Gosch ist. Also hinauf und dann sehen wir schon die lustige Runde bestehend aus 4 Pärchen, die uns mit großem Hallo begrüßen. Wir stellen uns alle gegenseitig vor, Sandra und Malte aus Kiel, Astrid und Stefan aus Neustadt/Holstein, Claudia und Torsten aus Wilhelmshaven sowie Petra und Steffen aus Berlin und ich organisiere für uns einen Sekt und ein Bierchen. Die ersten AIDA Erfahrungen werden ausgetauscht und dann ist es auch schon Zeit, zum Gate aufzubrechen. Am Gate C 05 angekommen, stellen wir fest, wir hätten uns noch Zeit lassen können, die Maschine ist mit Verspätung aus Dubai eingetroffen und so verzögert sich auch das Boarden. Die Warterei ist lästig, ich merke, dass mich der Bürostress noch nicht losgelassen hat und ich immer noch nicht runtergekommen bin. Gegen 21:00 Uhr ist das Boarden beendet und auch wir sitzen auf unseren Plätzen in der Reihe 46. Die Maschine ist tatsächlich so gut wie ausgebucht. Die Flugzeit ist mit fünf Stunden und fünfundvierzig Minuten berechnet und mit einiger Verspätung geht es endlich los. Ich habe wieder "Glück", mein Vordermann knallt mir sofort nach Erlöschen der Anschnallzeichen ohne Vorwarnung seine Rückenlehne auf die Knie. Gut, dass wir Emirates fliegen, bei einem Touristenbomber hätte ich mindestens blaue Flecken davongetragen. Der Flugkapitän ist übrigens ein Hamburger und versorgt uns mit den nötigen Informationen über den Flug. Ach ja, enteist werden musste die Maschine in Hamburg übrigens auch noch. Der Service beginnt bei Emirates wie üblich mit der Ausgabe von heißen Tüchern zur Erfrischung. Danach folgt auch gleich das Abendessen. Auch wie üblich, gibt es eine kleine Karte. Als Vorspeise gibt es einen Meeresfrüchtesalat und zum Hauptgang stehen Lachs mit Risotto und Hähnchen mit Kartoffelpüree zur Auswahl. Andrea entscheidet sich für Lachs und ich nehme das Hähnchen, dazu passt hervorragend ein trockener Weißwein. Wenigstens zum Essen hat mein Vordermann seine Lehne wieder gerade gestellt und ich muss mein Tablett nicht auf meinem Bauch abstellen. Nach dem Essen wird zügig abgeräumt, gleichzeitig noch Kaffee und ein Digestif gereicht. Ein kleiner Scotch nach dem Essen tut sicher gut. Hier zeigt sich das erste Mal, dass der Service heute nicht ganz so gut ist. Ich bekomme den Johnny Walker im Fläschchen und einen Plastikbecher. Es wird nicht eingeschenkt und auch nicht nach Eis gefragt. Mein Vordermann hat sich natürlich längst wieder auf meinen Knien breit gemacht. Es wird Zeit zu schlafen, aber vorher hole ich noch schnell einen Baileys auf Eis und für mich noch einen Scotch. Die Flugbegleiter haben es sich in der hinteren Galley bequem gemacht und sind etwas genervt, was ich denn noch wolle. Das lassen die mich ganz schön spüren. Zum Schlafen stellen auch wir unsere Lehnen zurück, decken uns zu und machen es uns bequem soweit es irgend geht. Gute Nacht.


    Mittwoch, 11.02.2015 Dubai

    Ich werde wach, als die Anschnallzeichen aufleuchten und die Durchsage erfolgt, dass wir uns bereits im Landeanflug auf Dubai befinden. Es ist 05:40 Uhr und ich stelle erfreut fest, dass ich tatsächlich gut zwei Stunden geschlafen habe. Die Decken werden eingesammelt und alles wird für die Landung vorbereitet. Leider gibt es keinen Morgenkaffee, das haben wir schon besser erlebt. Gegen 06:15 landen wir auf dem International Airport von Dubai. Das Verlassen der Maschine geht erstaunlich zügig und wir machen uns auf den Weg zum Kofferband 14. Das ist in Dubai nicht mal eben um die Ecke, sondern in einem anderen Terminal, das nur mit der Bahn zu erreichen ist. Also erst einmal zur Haltestelle der Flughafenbahn, das ist schon ein gutes Stück zu laufen. Wir lassen uns ein wenig zurück fallen, um nicht mit der ganze Meute im Gedränge zu stehen und so sind wir fast allein in der Bahn. Nach Verlassen der Bahn geht es Richtung Passkontrolle und wir tauschen vorher noch eben 100 € in Dirham, der Währung der Vereinigten Arabischen Emirate. Grob gerechnet ist der Wechselkurs 1:4. An der Passkontrolle ist gähnende Leere und wir sind ruck zuck durch. Das haben wir schon anders erlebt. Es sind noch etwa 300 Meter bis zum Kofferband und als wir gerade dort ankommen, kommen unsere beiden Koffer aus der Luke hervor. Das nenne ich mal Timing. Also gleich zum Ausgang und Richtung Taxistand. Auch dort ist nichts los, nur ein älteres Ehepaar scheint zu warten. Die beiden sprechen uns an, ob wir auch zur AIDA wollen und fragen uns, ob wir ein Taxi teilen wollen. Das Angebot nehmen wir gerne an und uns wird ein etwas größeres Taxi mit einer Fahrerin (!) zugeteilt. Wie wir später erfahren sollten, fahren die sonst nur die Frauentaxis, das sind die mit einem pinkfarbenen Dach. Das andere Ehepaar kommt auch aus Schleswig-Holstein, genauer gesagt aus Aukrug. Der Mann erzählt uns, dass er früher oft in Mölln Autocross gefahren ist. Die Fahrzeit beträgt um diese Uhrzeit mal gerade zwanzig Minuten bis zum Cruise-Terminal 3 im Port Rashid, wo die Aura auf uns wartet. Die Fahrt kostet keine 10€ pro Paar und wir scheinen die ersten zum Check-In zu sein. Gähnende Leere herrscht auch hier. Es ist kaum zu glauben, von der Landung bis zum Check-In im Hafen waren es mal gerade eine Stunde und fünfzehn Minuten. Auch der Check-In ist für uns alte Hasen in zwei bis drei Minuten erledigt und nach Passieren der Sicherheitskontrolle und obligatorischem Stop bei den Fotografen sitzen wir um 07:45 Uhr bereits beim Frühstück im Aussenbereich des Calypso-Restaurants. Es ist herrlich, bereits am frühen Morgen in der Sonne zu sitzen und das Frühstück zu genießen. Langsam trudeln weitere Gäste ein und die ersten Gespräche ergeben sich. Von unseren Bekannten lässt sich noch keiner sehen und wir wechseln auf Deck 11 auf eine Sonnenliege. Sofort nach Öffnen des Schalters holen wir uns die Poolhandtücher, die übrigens jetzt schon 20€ Pfand pro Stück kosten, und dabei laufen mir Sandra, Gaby, Hans-Gerd, Brigitte und Klaus über den Weg. Die fünf sehen für ihren Condorflug eigentlich noch ganz frisch aus. Ein herzliches Wiedersehen mit den dreien, die wir schon kennen und dann wieder auf die Liege. Die kurze Nacht macht sich doch bemerkbar und ich nicke ein wenig ein. Die Sonnencreme ist leider im Koffer und daher beschließen wir, doch lieber in der Anytime auf die Freigabe der Kabinen zu warten. Gut, dass wir die Bordkarten haben, da kann es dann auch schon mal das erste Kaltgetränk geben. Gegen 11:15 Uhr ist es dann soweit, die Kabinen können bezogen werden. Wir haben Glück, unsere Koffer sind auch schon da und Andrea packt sie mit genauso viel Geschick aus, wie sie sie auch eingepackt hat. Bis zum Mittagessen ist alles verstaut und wir können in Ruhe etwas essen gehen. Natürlich zieht es uns bei dem herrlichen Wetter wieder auf die Außenterrasse des Calypso. Es ist herrlich dort in der Sonne zu sitzen und bei einem leckeren Glas Weißwein sowie knackigem Salat den Blick auf die Skyline von Dubai zu genießen. Eigentlich hatten wir vor, uns nach dem Mittagessen noch ein wenig hinzulegen, doch irgendwie ist an Schlaf nicht zu denken. Also machen wir uns fertig und fahren mit dem Taxi zur Dubai-Mall. Am Ausgang des Terminals stehen ständig genug Taxen bereit und wir werden für 40 Dirham direkt bis zur Mall und zum Burj Khalifa gefahren. Es ist noch etwas Zeit bis zur Auffahrt, wir haben einen Voucher für 16:30 Uhr, aber wir holen uns dennoch schon die Tickets, um nicht in eine lange Schlange zu geraten. Es ist auch gar nicht voll am Schalter und wir erhalten unsere Tickets problemlos. Darauf erst einmal einen Kaffee gleich um die Ecke und die Blaubeermuffins sehen so lecker aus, dass ich nicht widerstehen kann. Das Ganze hätte ich mal lieber lassen sollen. Am Ende unseres Kaffeestops steht ein bekleckertes Poloshirt, das ich frisch angezogen hatte und ich brauche dringend Ersatz. So bummeln wir auf der Suche danach durch die riesige Mall. Beim Adidas-Shop gleich neben der Eisbahn werde ich fündig und ziehe mein frisch erstandenes grünes Shirt gleich über. So langsam wird es Zeit, sich Richtung Eingang zum Burj Khalifa zu begeben. Pünktlich gegen 16:15 Uhr sind wir dort und reihen uns in die Schlange zur Sicherheitskontrolle ein. Danach geht es durch einen kleinen Tunnel zu einer Rolltreppe und oben angekommen noch einmal einen Gang entlang Richtung Fahrstühle. In dem Gang sind an den Wänden Dokumentationen über die Entstehung des Burj Khalifa, dem mit über 800 Metern höchstem Gebäude der Welt. Am Lift angekommen müssen wir noch einmal ca. 10 Minuten warten, dann können wir hinauf. In nur 60 Sekunden befördert der Aufzug 25 Personen in den 124. Stock auf 452 Metern Höhe zur Aussichtsplattform. Natürlich sind wir hier oben nicht allein, dennoch gelingt es uns, in alle Richtungen den atemberaubenden Ausblick zu geniessen. Hochhäuser, Metrobahn oder siebenspurige Highways bestimmen das Bild. Noch vor nicht allzu vielen Jahren war das hier alles nur Wüste. Der Blick reicht auch bis zum Burj Al Arab, wo wir 2009 die unvergessliche Teatime hatten und in der Ferne ist das Hotel Atlantis auf "The Palm" zu erkennen, wo wir morgen hin fahren wollen. Gegen 17:30 Uhr haben wir genug gesehen und fahren wieder hinunter, da wir uns um 18:00 die Fontänen am Fuße des Burj Khalifa anschauen wollen. Es ist auf dem Boardwalk rund um den künstlichen See schon gut gefüllt und pünktlich beginnen zu arabischer Musik die Wasserspiele. Es ist sehr hübsch anzusehen und genau auf die Musik abgestimmt. So langsam macht sich bei uns die kurze letzte Nacht im Flieger bemerkbar und wir nehmen uns direkt an der Dubai Mall ein Taxi zurück zum Schiff. Leider hat die abendliche Rushhour schon eingesetzt und wir brauchen eine ganze Weile zurück zum Hafen. Die Fahrt ist mit gut zwölf Euro aber immer noch recht günstig. An Bord ein wenig frisch gemacht und wir schaffen es pünktlich zur zweiten Essenszeit in das Markt-Restaurant. Astrid und Stefan, die auch schon beim Gosch-Treffen am Hamburger Airport dabei waren, setzen sich zu uns. Es wird eine nette Unterhaltung beim Essen und wir beschließen, auf die Lasershow zu verzichten und lassen den Abend gemütlich an der Ocean-Bar bei Sekt und Mai-Tai ausklingen. Gegen Mitternacht fallen wir todmüde ins Bett. Ich stelle noch schnell den Wecker, da es morgen zum Atlantis geht und habe keine Mühe einzuschlafen. Hätte mir das einer vorher gesagt, das es so spät wird heute. Gute Nacht.


    Donnerstag, 12.02.2015 Dubai


    Der Wecker klingelt pünktlich um halb acht und nach gemächlichem Aufstehen machen wir uns gegen acht Uhr auf ins Rossini zum Frühstück. Sandra, Gaby und Hans-Gerd sind schon da und wir setzen uns dazu. Etwas später gesellen sich auch noch Christiane und Frank zu uns. Klaus und Bigitte nehmen an einem anderen Tisch Platz. Der Service klappt nicht so gut wie erhofft, wir bekommen keinen frischen Brotkorb, keine Etagere und Früchtetee gibt es auch nicht. Der Kaffee ist auch nicht so der Hit, lediglich der frisch gepresste Orangensaft ist lecker wie immer. Die Spiegeleier mit Speck und der Schinken schmecken trotzdem. Gaby hat für alle Damen der Reisegruppe Urlaubslächeln ein Geschenk dabei, ein Anhänger in Herzform mit AIDA-Farben, eine Art Glaskunst, natürlich selbstgebrannt. Eine hübsche Idee von Gaby, alle Damen freuen sich sehr. Wir müssen uns ein wenig sputen, da bereits um 09:00 das Treffen für den Ausflug "Panoramafahrt und Lost Chambers im Hotel Atlantis The Palm" in der Galerie sein soll. Schnell noch einmal umgezogen, die Sachen gepackt und schon geht es los. Es wird eine überschaubare Gruppe mit gut zwanzig Personen, Gaby, Hans-Gerd, Brigitte und Klaus sind auch mit dabei. Pünktlich um viertel nach neun geht es los Richtung Ausgang auf Deck drei und und zum Bus. Als Scout wird uns heute Freya begleiten. Am Bus Nummer 10 wartet bereits Mohammed auf uns, unser Reiseleiter für heute. Er ist Ägypter und erklärt uns auf der Fahrt zum ersten Stop so einiges über Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate. Es gibt insgesamt sieben Emirate, wovon Abu Dhabi das flächenmässig bei weitem größte ist. Sechs Emirate haben sich 1971 zu den VAE zusammengeschlossen, 1972 kam das siebente hinzu. Durch das Öl und den damit verbundenen Reichtum haben sich die Emirate rasant entwickelt, dennoch werden sie auch heute noch von den Herrscherfamilien regiert. In Dubai ist es die Familie Al Makthoum. Wir fahren den Highway Richtung Abu Dhabi, kommen auch an dem Strandpalast des Scheichs vorbei und können einen Blick auf seine Yacht erhaschen. Der erste Halt ist am öffentlichen Strand, von wo man einen herrlichen Blick auf das Burj Al Arab und das Jumairah Beach Hotel hat. Das Burj Al Arab gehört ebenfalls zur Jumairah-Gruppe und ist das einzige Sieben-Sterne-Hotel der Welt, obwohl es diese Kategorie offiziell gar nicht gibt. Nach einer Viertelstunde geht es weiter Richtung "The Palm". Wir fahren auf dem "Stamm" entlang, direkt auf das Hotel Atlantis zu, das wir nach Fahrt durch einen kleinen Tunnel erreichen. Das Hotel liegt auf einer separaten Insel, die sich wie ein Halbmond schützend über die Palme legt. Wir fahren auf dieser Insel noch ein Stück weiter, sodass uns auch noch ein Blick auf die privaten Häuser, die auf den einzelnen Palmwedeln entstanden sind, geboten wird. Es fällt auf, dass überall immer noch sehr viel gebaut wird und wir haben das Gefühl, ständig an Baustellen vorbei zu fahren. Von der Baustellentour haben wir bald genug und sind froh, als es zum Hotel Atlantis zurück geht. Am Haupteingang werden wir nicht durch gelassen, aber man kann es ja mal versuchen. Also fährt der Bus weiter zum hinteren Eingang, wo auch die Parkplätze und der Wasserpark Aquaventure sind. Durch den Eingang geht es direkt zu den Lost Chambers, das ist ein Aquarium, welches in versunkenen Zimmern nachgestellt ist. Mohammed holt die Tickets und dann können wir auch direkt hinein. Ein wunderschönes Aquarium mit beeindruckenden Unterwasserwelten erwartet uns und wir sind ganz fasziniert von den Schauspielen, die uns geboten werden. Über große Haie, Hummer, Moränen bis hin zu kleinsten bunten Fischen ist alles zu bestaunen, was das Meer so zu bieten hat. Eine Stunde bringen wir dort zu, dann müssen wir leider wieder hinaus, da wir um 12:30 Uhr zum Mittagessen angemeldet sind. Es geht in das Buffetrestaurant Kaleidoskop und eine Ecke dort ist für unsere Gruppe reserviert. Wir bekommen einen schönen Sechsertisch zusammen mit Gabi, Hans-Gerd, Brigitte und Klaus. Das Buffet ist gigantisch und bietet alles, was das Herz begehrt. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Von Sushi, Salaten aller Art über indisch, Italienisch, Thai, arabisch, bis hin zu Süßspeisen all er Art und einem Schokobrunnen ist für jeden etwas dabei und man kann sicher nicht alles probieren. Ich beginne mit Sushi und Salat, dann folgt eine Auswahl von sehr gut abgeschmeckten indischen Gerichten und arabischem Fleischmix, dazu gegrilltes Gemüse und Chilisauce. Das Essen ist wirklich ein Hammer. Letztendlich kann ich auch bei den Süßspeisen nicht widerstehen und hole mir noch eine kleine Auswahl leckerer Köstlichkeiten. Pappsatt machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Hotelanlage, bevor wir wieder zum Bus zurück müssen. Wir sind uns alle einig, dass das Aquarium und das Mittagessen den Ausflug wirklich wert waren. Auf direktem Wege geht es wieder zurück zum Schiff. Wir sind etwas spät dran, da wir im Hotel etwas überzogen hatten. Auch der Verkehr tut sein Übriges und so kommen wir erst an, als eigentlich schon alle Mann an Bord sein sollten, aber wir schaffen es noch gerade so zur Seenotrettungsübung. Diese beginnt pünktlich um 15:30 Uhr und verläuft trotz einiger Unbelehrbarer doch recht zügig. Nach Beendigung treffen wir Sandra und verabreden uns zum Auslaufen in der Anytime. Pünktlich gegen 16:00 Uhr beginnt das Auslaufmanöver und wir genießen in großer Runde das Auslaufen von der Anytime aus bei einem gut gekühlten Weizenbier. Die Aura dreht an der Diva vorbei, die zwischenzeitlich neben uns festgemacht hatte, Richtung Hafenausfahrt und langsam verschwindet die Skyline von Dubai am Horizont. Wir verabschieden uns und verabreden uns gleichzeitig zur zweiten Essenszeit in das Marktrestaurant. Wir wollen noch um 18:30 Uhr in die Galerie, da die Galeristin zu dann eingeladen hat und der mitreisende Künstler Tim Davis vorgestellt wird, von dem wir schon ein Werk haben. Wir sind pünktlich dort und Sabrina, die Galeristin, begrüßt uns freundlich und reicht ein Glas Sekt. Tim Davis wird vorgestellt und bei einem netten Plausch vergeht die Zeit viel zu schnell. Jetzt aber ab ins Marktrestaurant, die zweite Essenszeit hat gerade begonnen. Wir gehen mit Sandra und Grönes, können jedoch noch niemand anderes entdecken. So entern wir einen Achtertisch und halten die anderen Plätze frei. Beim Bierholen sehe ich dann aber doch Nötzels und Pfeifers ebenfalls an einem Achtertisch sitzen und daher wechseln wir an deren Tisch. Wir stellen noch einen Stuhl hinzu und schon ist aus dem Achter- ein Neunertisch geworden. Die Essenszeit verläuft sehr lustig, ich beschränke mich heute auf die kalte Küche und gebe am Ende noch eine Runde vom Schnapsi-Taxi aus. Eigentlich wollten wir schon längst im Theater sitzen, dort läuft schon seit einiger Zeit die Offiziersvorstellung und Kapitänsansprache. Die anderen möchten nicht mit und so machen wir uns allein auf in das Theater. Als wir ankommen, verlassen die Offiziere gerade die Bühne. Wenigstens die Show "Reif für die Insel" wollen wir uns noch anschauen. Wir bekommen noch einen schönen Platz in der zweiten Reihe und freuen uns über die Darbietung. Nach Ende der Vorstellung führt uns der Weg in die AIDA-Bar, wo wir wegen der guten Musik erst einmal hängenbleiben. Ein schöner Sekt und ein Glenmorangie-Whisky tragen zur guten Stimmung bei und wir wagen sogar das eine und andere Tänzchen. Wirklich gute Tanzmusik wird geboten und wir warten nur noch auf ein Lied von Helene Fischer. Doch das kommt leider nicht und so machen wir uns auf den Weg zum Pooldeck, wo heute eine Beachparty stattfindet. Dort ist nicht mehr soviel los, daher ziehen wir über die Anytime weiter zur Oceanbar. Dort ist es zwar noch recht voll, aber ebenfalls von Leuten aus unserer Gruppe nichts zu sehen. Es ist auch schon spät, daher führt uns unser Weg gegen ein Uhr auf die Kabine. Gute Nacht.


    Freitag, 13.02.2015 Seetag


    Der Tag sollte mit der Erfüllung guter Vorsätze starten und wir wollten eigentlich vor dem Frühstück zum Sport. Doch das sollten wir nicht schaffen. Wir hatten die Vorhänge ganz zugezogen und leider verschlafen. Die Uhr zeigte schon zehn an, als wir aufwachten. Also ging es gleich zum Calypso, um in der herrlichen Sonne draußen zu frühstücken. Nach dem ausgiebigen Frühstück wollen wir aufs Sonnendeck und können im Vorschiff auf Deck 12 die letzten beiden freien Liegen ergattern. Dieser Bereich auf dem Vorschiff der Aura ist deshalb so schön, weil man von hier einen ungehinderten Blick voraus, sowie auch nach steuer- und backbord hat. Einfach herrlich bei 28 Grad und Sonne durch das arabische Meer zu schippern. Wir bleiben bis zum Mittag und geben die Liegen dann auf, weil wir zum Essen wollen. Bei dem herrlichen Wetter natürlich wieder auf der Terrasse des Calypso. Wir haben sehr nette Tischnachbarn beim Essen und verquatschen uns fast zwei Stunden. Aber so etwas macht eben auch eine AIDA-Reise aus. Der Weinkonsum zum Essen fordert dringend einen Mittagsschlaf und wir verziehen uns auf die Kabine. Ich lege mich aufs Bett und Andrea macht es sich mit einem Kaffee auf dem Balkon bequem, denn wir haben an diesem Nachmittag dort die Sonnenseite. Ich werde wach, als Andrea sich etwas lauter im Bad fertig macht. Um 18:00 Uhr wollen wir uns mit Christiane und Frank in der AIDA-Bar treffen, da um 18:30 Uhr das Treffen zum kulinarischen Highlight für die Grünen-Clubmitglieder beginnen soll. Zur Einstimmung nehmen wir erst einmal einen Aperol-Spritz und beobachten den Kennenlerntreff für Singles am Nachbartisch, der von Anne, der Tanzlehrerin, als Gastgeberin moderiert wird. Uns fällt ein etwa vierzigjähriger Mann auf, der mit total blöden Sprüchen glänzt. Gut, dass unser Treffen ein anderes ist. Pünktlich wechseln wir rüber zur Galerie, wo wir einen leckeren Aperitif bekommen. Er besteht aus Litschi-Likör, Sekt und Soda und ist wegen der Süße nicht jedermanns Geschmack. Arne Johannsen, der General-Manager, begrüßt uns und stimmt uns schon mal auf Indien ein. Nach einer halben Stunde Small-Talk wechseln wir ins Rossini zum 6-Gänge-Menü. Unser Tisch für zehn Personen liegt etwas abseits im Rossini direkt an der Wand. Dadurch muss die Hälfte von uns auf der Bank Platz nehmen, die erstens nicht so bequem ist und zweitens alle anderen bemüht werden müssen, wenn man mal aufstehen muss. Es sind etwa 70 geladene Gäste und leider werden sowohl das Menü, als auch der Service, nicht immer dem Anspruch eines Gourmet-Restaurants gerecht. Vorspeise und Suppe schmecken uns gut, aber der Rest ist eher Durchschnitt. Der Service ist sehr schleppend, sodass sich das Menü bis ca. 23:00 Uhr hinzieht. Positiv ist zu verzeichnen, dass mit Getränken nicht gespart wird und wir am Ende auch noch Kaffee und einen Digestif nach Wunsch bekommen. Auch ein schleppendes Menü kann müde machen und daher sind wir gegen 23:30 Uhr auf der Kabine und legen uns schlafen. Gute Nacht !!


    Samstag, 14.02.2015 Seetag


    Wir sind recht zeitig wach und so können wir heute morgen zum Sport gehen. Gegen viertel nach sieben sind wir auf dem Crosstrainer, der mich wieder eine Stunde zum Schwitzen bringt. Ich staune immer, wie es manche darauf aushalten ohne zu trinken. Ich brauche jedenfalls immer etwas, meistens sogar einen ganzen Liter Wasser. Nach einer erfrischenden Dusche sind wir beim Frühstück, natürlich wieder auf der Terrasse des Calypso. Was gibt es schöneres, als sein Frühstück bei strahlend blauem Himmel und wiederum angenehmen 28 Grad mit Ausblick auf das sprudelnde Schraubenwasser unserer Aura zu genießen. Danach ab in die Sonne, hinauf auf das Sonnendeck, wo wir uns bis zum Mittag dem faulen Nichtstun und Dösen in der Sonne hingeben. Nach Aussage des Kapitäns Erik Kirchner haben wir heute den nördlichen Wendekreis passiert und befinden uns damit in den Tropen. Oh wie weit weg ist in diesem Moment das Schmuddelwetter des norddeutschen Winters. Heute behalten wir unsere Liegen über die Mittagszeit und lassen unsere Sachen darauf liegen, als wir zum Essen gehen. Natürlich wieder auf die Terrasse des Calypso, wir wollen doch möglichst jeden Sonnenstrahl aufsaugen. Es gibt wieder knackige Salate mit einer erfrischenden Vinaigrette, genau das richtige bei diesen Temperaturen. Den Weißwein gibt es auf der Terrasse in Kühlern, die mit Eiswürfeln gefüllt sind. Ein wunderbar fruchtiger und leichter Sommerwein wird dieses Mal serviert, mit dem wir sehr einverstanden sind. Der Nachmittag geht ebenso dahin wie der Vormittag, ein kleines Mittagsschläfchen und Sonnenbaden auf der Liege. Irgendwie wird es bald auch schon wieder Zeit, das Feld, sprich die Liegen, zu räumen. Heute ist doch Valentinstag und wir haben zusammen mit Nötzels und Pfeifers einen Tisch im Rossini zum Valentinsdinner bestellt. Ein 6-Gang-Menü mit einer Flasche Champagner pro Paar. Das hatten wir schon von zu Hause aus gebucht. Frank und ich hatten uns entschlossen, Sandra, unsere Reisemaus, zu diesem Dinner einzuladen, worüber sie sich sehr gefreut hat. Wir bekommen heute einen Tisch in der Mitte des Restaurants und alle haben einen eigenen Stuhl. Leider bestätigt sich bezüglich Menü und Service der Eindruck vom gestrigen Abend. Etwa in der Mitte des Menüs habe ich vom Schampus genug und steige auf Wein um. Sandra hat schon längst auf Cola und einen süßen Aperitif-Cocktail umgestellt. Wir gehen nach dem Dinner noch mit in die Anytime-Bar, weil die drei Raucher unter uns natürlich gern dorthin wollen. Es ist zwar warm, aber es zieht so gewaltig dort oben, dass wir unseren Absacker-Cocktail nicht zu Ende trinken können und den Rest mit auf die Kabine nehmen. In dem Wind können wir es nicht aushalten. Wie sich zeigen sollte, liegt wahrscheinlich der Anfang unseres weiteren Übels an diesem Abend. Es ist auch spät genug und wir gehen schlafen. Gute Nacht !!


    Sonntag, 15.02.2015 Mumbai


    Wir werden Mumbai früher erreichen, als geplant. Das hatte der Kapitän auch schon angekündigt, da keine indischen Einreisebeamten mitgereist waren und der obligatorische Facecheck erst nach Anlegen erfolgt. Am Nachmittag starten aber schon die ersten Ausflüge und daher ist es wichtig, dass bis Mittag alles erledigt ist. Gegen 06:30 Uhr sind wir am Lotsen und nehmen neben diesem auch indische Hygienebeamte an Bord, die doch tatsächlich die Reinlichkeit des Schiffes überprüfen sollen, wie uns erklärt wurde. Auch Kunstwerke, die Dekolletés oder Frauenbrüste zeigen, mussten abgehängt werden. Es ist ziemlich diesig draußen und man kann den indischen Smog förmlich riechen. Kurz vor acht macht die Aura am International Cruise Center von Mumbai fest und die indischen Beamten kommen an Bord. Wir gehen erst einmal ins Rossini frühstücken und treffen dort auf einen Großteil der Gruppe. Es ist Zeit genug für uns, da der Facecheck nach Decks erfolgen soll und dann von Deck 4 bis Deck 7 im Theater aufgerufen wird. Es geht erstaunlich schnell und daher ist bereits gegen 10:45 Uhr das Schiff für den Landgang freigegeben. Wir haben uns mit Petra und Steffen aus Berlin nach dem Mittagessen für einen individuellen Rundgang durch Mumbai verabredet. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit, die wir mit Sport überbrücken. Auch ein Bad im Pool und ein Saunagang sind noch drin, bis wir um 13:00 Uhr im Außenbereich des Calypso das Mittagessen genießen können. Christiane und Ines setzen sich zu uns und wir bekräftigen noch einmal unsere Verabredung für den Abend zur zweiten Essenszeit im Marktrestaurant und das wir einen Tisch freihalten mögen. Deren Männer sind zusammen mit Klaus nach Elephanta-Island aufgebrochen und können überhaupt nicht abschätzen, wann sie zurück sein werden. Ein wenig Salat muss reichen, denn wir wollen uns um 13:30 Uhr vor dem Schiff treffen. In Indien müssen wir eine Kopie des Passes und gelbe Landgangskarten mitnehmen, die mehrfach kontrolliert werden. Heute ist die Gangway auf Deck sechs und eine "alle Mann an Bord Zeit" gibt es nicht, da die Aura overnight in Mumbai liegt. Pünktlich machen wir uns auf, um in die Megacity Mumbai einzutauchen. Beim Betreten des Terminals werden wir das erste Mal kontrolliert. Im Hafen darf man nicht zu Fuß gehen, jedenfalls wir Touristen nicht, die Inder latschen in ihren Flip-Flops und ohne Arbeitsschutzkleidung kreuz und quer. Das war mir auch schon beim Anlegen aufgefallen, weder Helm noch feste Schuhe. Also fahren wir mit dem bereitgestellten Shuttlebus die etwa 500 Meter bis zum Green Gate, wo wir ein zweites Mal kontrolliert werden, sogar den Rucksack muss ich öffnen, damit nichts Gefährliches ins Land kommt. Vor dem Tor wimmelt es von Menschen, Bettler mit Kleinkindern auf dem Arm, Taxifahrer, die uns in ihr abenteuerliches Gefährt locken wollen oder Busfahrer, die auf ihre Touren warten. Wir aber wollen Mumbai zu Fuß erkunden und gehen gleich rechts die Straße hinunter, so wie Rudi es uns zu Hause empfohlen hat. Es ist ziemlich ruhig hier, aber der Zustand der Gebäude lässt uns erahnen, was uns noch erwartet. Der Verkehr nimmt langsam zu, das lässt uns vermuten, dass wir nicht mehr weit vom Bahnhof, der Victoria-Station, entfernt sein können. Wir sehen auch die ersten heiligen Kühe, die sich unbeeindruckt vom Verkehr gemächlich durch die Straßen schieben. Wir sollten noch öfter diesen hier so verehrten Lebewesen begegnen. Der Verkehr ist mittlerweile gigantisch. Die Blechlawinen schieben sich die Straßen entlang und die Hupe ist das wichtigste Zubehör. Es ist ohrenbetäubender Lärm und das Bild wird überwiegend von Taxis, schier unglaublich vergammelten Bussen in allen möglichen Ausführungen und Tuk-Tuks geprägt. Teilweise scheinen die mehr als fünfzig Jahre auf dem Buckel zu haben. Dazwischen dann noch die Mopeds, die Fahrradfahrer und natürlich die Tausende von Fußgänger. Kein Wunder, dass der Smog in Mumbai allgegenwärtig ist. Nach einer weiteren Rechtskurve erreichen wir nach ca. 15 Minuten Fußmarsch den Bahnhof. Es ist ein imposanter Bau aus der britischen Kolonialzeit und sehr schön anzusehen. Wir gehen hinein und sind sofort gefangen von dem hektischen Treiben. Menschenmassen drängen sich zu den Gleisen, auf denen gerade überfüllte Vorstadtzüge einlaufen, wo die Fahrgäste aus den offenen Türen hängen. Ein faszinierendes Bild. Wir schlendern mit Petra und Steffen durch den Bahnhof und lassen das Treiben auf uns wirken. Auf der gegenüberliegenden Seite verlassen wir den Bahnhof und wenden uns der Richtung zum Gateway of India zu, so glauben wir wenigstens. Wir kommen an vielen belebten Straßenzügen vorbei und freuen uns an dem Treiben der Einheimischen. Zu keiner Sekunde fühlen wir uns unsicher oder bedroht, alle Menschen sind sehr nett, freundlich und zuvorkommend. Nach einer ganzen Weile kommen wir an eine Sperre. Dies ist der Zugang zu einer Kulturmeile. Wir passieren die Absperrung und lassen uns auf das indische Abenteuer ein. Nach einer Kontrolle dürfen wir durch und da wir Durst haben, kehren wir in das nächst beste Lokal ein. Es ist sehr freundlich dort und wir bestellen für jeden ein "King Fisher", das ist ein indisches Bier. Es schmeckt so lecker, dass auch noch ein zweites dran glauben muss. Der Kellner macht seine Späßchen mit uns, indem er die Gläser bis zum Rand voll schenkt. Es wird langsam Zeit, weiter zu ziehen. Auf der Meile ist es richtig voll. Uns fällt der Hinweis ein, dass möglichst Menschenansammlungen oder beliebte Treffpunkte in Mumbai gemieden werden sollen. Aber da hat man hier keine Chance. Also mitten rein ins Getümmel. Die Inder sind alle gut drauf und haben jede Menge Spaß. Wir werden angehalten und um ein Foto gebeten. Sogar kleine Kinder sollen mit uns fotografiert werden. Wir tun Ihnen den Gefallen und freuen uns, dass die Inder mit uns Spaß haben. So etwas wird uns übrigens noch öfter passieren. Leider finden wir auf dieser Meile kein passendes Souvenir und kommen so langsam zum Ende. Es war eine tolle Erfahrung so zwischen all den feiernden und gut gelaunten Indern. Am Ausgang frage ich einen Polizisten nach dem Weg zum Gateway of India. Er antwortet: nach rechts und höchstens noch fünf Minuten. Nach einer weiteren belebten Kreuzung können wir linker Hand in etwa fünfhundert Metern Entfernung das Gateway of India schon erkennen. Menschenmassen strömen dorthin und wir müssen vor Betreten des Platzes erneut eine Sicherheitskontrolle passieren, wiederum getrennt nach Männern und Frauen. Das Gateway of India ist ein gewaltiger Torbogen, der im neunzehnten Jahrhundert zur britischen Kolonialzeit zu Ehren eines Besuches des englischen Königspaares errichtet wurde. Heute symbolisiert es Mumbai als Indiens Tor zur Welt. Hier fahren auch die Ausflugsboote nach Elephanta-Island ab, wo sich ein hinduistisches Heiligtum aus dem achten Jahrhundert befindet, ab. Klaus, Frank und Peter hatten sich, wie gesagt, bereits am Mittag auf den Weg dorthin gemacht. Wir schlängeln uns an den Anlegern vorbei durch die Menge, ignorieren auch hier die vielen Bettler, und können nach Umrundung des Gateway of India das imposante Taj-Mahal Hotel erkennen. Ein luxuriöses 5-Sterne Haus, das vor einigen Jahren unter anderem Ziel eines terroristischen Angriffes mit vielen Toten auch unter den Gästen war. Der Anblick des Hotels und die Menschenmenge auf dem Platz lässt mich bei dem Gedanken daran erschauern. Wie leicht wäre es hier trotz der Sicherheitskontrollen eine Bombe hochgehen zu lassen. Die Taschen und Rucksäcke wurden zwar inspiziert, aber nicht, ob jemand etwas am Körper trägt. Diese Gedanken schiebe ich schnell wieder beiseite. Wir verlassen den Platz und machen uns auf den Rückweg zum Schiff. Es ist schon recht spät geworden und wir hatten versprochen zur zweiten Essenszeit im Marktrestaurant für unsere Gruppe einen Tisch freizuhalten. Durch das neben dem Gate gelegene Marinegelände müssen wir einen ziemlich großen Bogen schlagen, um zum Cruise-Terminal zu gelangen. Mein Ortssinn verlässt mich nicht und wir gehen durch das Verkehrschaos mit tösendem Gehupe aller möglichen Vehikels den ziemlich kürzesten Weg. Vor der letzten Abbiegung entdecken wir noch ein Starbucks. Den Abstecher müssen wir noch machen, da wir Sandra versprochen hatten, ihr einen Indien-Becher mitzubringen, wenn wir einen Starbucks entdecken. Steffen und Petra wollen auch einen kaufen und da es bei dem Erwerb von zwei Bechern einen dritten obendrauf gibt, bekommt Sandra eben zwei. Petra und Steffen wollen den überzähligen Becher partout nicht haben. Jetzt noch über eine, wie überall, belebte Kreuzung, wo der fährt, der die lauteste Hupe hat, und dann die Straße immer geradeaus direkt zum Green Gate, unserem Einlass zum Hafengelände. Auf der Straße spielen Jugendliche mit Begeisterung überall Cricket, den Nationalsport hier in Indien. Die Stimmung scheint bestens zu sein, denn am Nachmittag hat Indien ein Länderspiel gegen den Erzivalen Pakistan gewonnen. Den Schluss des Spiels konnten wir beim Biertrinken im Fernsehen verfolgen. Vor dem Gate warten wieder die Bettler und auch einige streunende Hunde lungern herum. Dank unserer gelben Landgangskarten können wir wieder passieren und mit dem Shuttle zum Terminal fahren. Auch dort werden wir wieder kontrolliert, die gelben Karten sind das wichtigste hier. Auf dem Schiff dann noch die übliche Kontrolle der Bordkarten und alles Handgepäck wird durchleuchtet. Gegen 19:00 Uhr sind wir wieder auf der Kabine. Da ist doch noch Zeit für ein schönes Getränk und wir können uns in Ruhe zum Essen fertig machen. Die Vorhänge der Kabine bleiben dabei zu, denn wir haben heute die Landseite und wissen nicht, wieviel neugierige indische Augen einen Blick auf uns werfen können. Pünktlich um 20:00 Uhr zur zweiten Essenszeit sind wir im Marktrestaurant und finden einen schönen runden Achtertisch, den wir dann, wie versprochen, freihalten. Es dauerte nicht lange, da kamen Christiane, Frank, Brigitte und Klaus zu uns an den Tisch. Wir aßen dann gemütlich zu Abend und verzehrten noch die eine und andere Karaffe Wein, bevor wir dann ziemlich müde auf die Kabine verschwanden, Noch schnell den Wecker gestellt und dann wird geschlafen.

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    LG
    Steffen

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    • 5. März 2015 um 16:53
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    Dann mal gleich Teil 2 hinterher, viel Spass beim Lesen:

    Montag, 16.02.2015 Mumbai


    Das Folgende bis Goa schreibe ich im Nachhinein, da mich ein schlimmer grippaler Infekt am zeitnahen Schreiben leider gehindert hat. Ich versuche, alles aus der Erinnerung so genau wie möglich zu schildern.

    Das Treffen mit Mumbai Magic ist für 08:30 Uhr vorgesehen, also klingelt der Wecker bereits um 07:00 Uhr und pünktlich um 07:30 Uhr sitzen wir beim Frühstück im Calypso, natürlich im Außenbereich. Das Frühstück so unter freiem Himmel ist herrlich und auch in Mumbais Smog sehr gut zu ertragen. Wir sitzen wieder mit Petra und Steffen zusammen, die auch die Tour mit Mumbai Magic gebucht haben, allerdings mit englischer Führung. Wir haben uns zu 08:15 Uhr vor dem Schiff mit allen verabredet und sind schon mal gespannt auf das, was kommt. Es sind alle pünktlich da, daher gehen wir zusammen durch die Sicherheitskontrolle und die gelbe Landgangskarte ist auch heute wieder das wichtigste. Ohne die geht gar nichts, da kann das Durchleuchtungsgerät piepen und jaulen wie es will, Hauptsache die Karte passt. Die spinnen, die Inder. Nach der Kontrolle werden wir direkt von Mumbai Magic empfangen. Eine kleine Dame empfängt mich mit der Neuigkeit, dass sie "Bad News" für mich hätte. Leider würde Freni, unser gebuchter deutschsprachiger Guide heute nicht zur Verfügung stehen. Sie hätten aber einen englischsprachigen Ersatz, würden sich um einen deutschsprachigen Dolmetscher bemühen und außerdem bekämen wir auf die Tour einen Rabatt von 50 %. Ich bespreche das kurz mit der Gruppe und alle sind einverstanden. In dem Moment ruft Freni mich an und erklärt mir die Situation. Ihr Mann hatte vor kurzem eine Operation und musste heute morgen wegen Blutungen noch einmal ins Krankenhaus. Da müsste sie ihn begleiten. Natürlich haben wir vollstes Verständnis und ich wünsche ihr und ihrem Mann alles Gute. Mittlerweile ist unser Ersatzguide eingetroffen und stellt sich vor. Leider habe ich den Namen der netten Führerin nicht behalten. Sie begleitet uns mit dem Shuttlebus zum Green Gate und winkt dort den Bus von Mumbai Magic heran. Es ist ein richtig großer Bus und neben dem Fahrer ist noch ein junges Mädchen da, das uns das wichtigste ins Deutsche übersetzen wird. Das lässt sich erst einmal alles sehr gut an und wir brechen auf. Als erstes geht es Richtung des Gateway of India. Unsere Führerin erzählt uns auf der Fahrt dorthin viel über die Stadt, so sollen zur Zeit ca. 21Mio Einwohner dort leben, inoffiziell können es auch 25 Mio sein. Wir fahren direkt am Hotel Taj Mahal vorbei und halten an dessen Seite. Der Platz vorm Gateway of India ist im Vergleich zu gestern fast als menschenleer zu bezeichnen. Der Dunst ist wahrscheinlich ob der frühen Tageszeit aber deutlich mehr heute. Wir machen noch einmal die Runde um das Gate und unsere Aufnahmen ohne die Menschenmassen. Es ist schon beeindruckend und ich muss wieder an den Terroranschlag vor ein paar Jahren denken. Wenn es so belebt ist wie gestern, ein ideales Ziel für Terroristen. Wir verlassen das Gateway of India und der Bus macht sich auf Richtung Victorial Terminal, den Bahnhof, den wir auch gestern schon gesehen haben. Zwischendurch machen wir noch einmal an dem alten Hotel Watson einen Zwischenhalt. Das Hotel soll früher das erste 5-Sterne-Haus in Mumbai gewesen sein, macht aber heute einen erbärmlichen Eindruck. Die Grundkonstruktion besteht aus Eisen, das alles aus England herbeigeschafft wurde, so unsere Führerin. Wir müssen ein kleines Stück zu Fuß gehen, da der Bus dort nicht halten konnte, wo er uns rausgelassen hatte. Dabei kommen wir an einer alten Kathedrale vorbei, die heute ausgedient hat und als Teil der Universität von Mumbai fungiert. Der alte Uhrenturm ist wunderschön und sehr gut erhalten, was in Mumbai schon an ein Wunder grenzt. Gegenüber ist ein großes Sportfeld mit mehreren Cricket-Feldern, die besonders an den freien Tagen von den Jugendlichen genutzt werden. Der Bus schlängelt sich durch den chaotischen Verkehr zum Bahnhof. Wir steigen dort aus, gelangen durch eine Unterführung in die Bahnhofshalle und bekommen einiges zu der Geschichte dieses viktorianischen Bauwerks erklärt. Auch bekommen wir zu hören, dass hier das Fotografieren verboten ist, das hätten wir mal gestern wissen sollen. Nach dem Bahnhof geht die Fahrt weiter den Marine Drive entlang zu den hängenden Gärten auf dem Malabar Hill. Man merkt, dass hier eine etwas teurere Gegend von Mumbai ist, das Straßenbild gibt den einen und anderen Blick auf Porsche, BMW und Mercedes frei. Auf dem Malabar Hill angekommen, sind wir von den Gärten doch etwas enttäuscht. Man hat zwar einen sehr schönen Blick auf die Stadt und über die Bucht, die Gärten sind jedoch etwas lieblos gestaltet und laden nicht zum längeren Verweilen ein. Wir machen einen kurzen Rundgang und schlendern dann langsam zum Bus. Es geht nun den Malabar Hill wieder hinunter Richtung der großen und weltberühmten Freiluftwäscherei. Auf dem Weg dorthin sehen wir wieder das ganze Elend der Menschen, die auf den Straßen leben. Kleine nackte Kinder spielen an der Straße im dichtesten Verkehr mit unerträglichem Smog und Dreck. Geländer und Straßenlaternen sind ihre Spielgeräte. Zerlumpte Frauen haben ihre Habseligkeiten unter Plastikplanen verstaut und ernähren sich neben den heiligen Rindern von den Abfällen, die sie finden können. Ihre Notdurft verrichten sie einfach auf der Straße. Solche Armut haben wir noch nirgends gesehen und wir können hier auch nicht helfen. Daneben sehen wir jetzt zur Mittagszeit immer wieder Moped- oder Fahrradfahrer mit weißen Mützen, die voll mit kleinen Behältern beladen sind. Diese Fahrer leben davon, dass sie von den Frauen zu Hause das Mittagessen für die arbeitenden Männer abholen und danach das schmutzige Essgeschirr wieder zurück bringen. Es ist bei diesem Chaos nahezu ein Wunder, dass diese Fahrer eine beinahe hundertprozentige Trefferquote haben, d.h., sie finden immer den richtigen Absender und Empfänger und sie fahren nicht mal eben zwei oder drei Kilometer, sondern haben zum Teil riesige Entfernungen zurück zu legen. Apropos Entfernungen, manche Menschen fahren am Morgen bis zu vier Stunden mit der Bahn zur Arbeit in die Stadt, arbeiten dann zehn Stunden und fahren dann wieder vier Stunden zurück. Wohnen in der Stadt können sich diese Arbeiter nicht leisten. Wir sind an der Freiluftwäscherei angekommen. 5000 Menschen sollen hier arbeiten und wohl ausschließlich Männer. Die Wäsche, die abgeholt und gereinigt zurück geliefert wird, wird hier ganz traditionell nach althergebrachter Art in Steinbecken ganz ohne chemische Zusätze gewaschen. Von einer Treppe aus können wir den Abeitern bei der Wäsche zuschauen. Die Kleidungsstücke werden geschlagen, gewrungen und immer wieder durchs Wasser gezogen. Ein faszinierendes Schauspiel. Überall sieht man lange Leinen, wo die Wäschestücke zum Trocknen aufgehängt werden und zwar nach Art und Farbe getrennt. So hängen weiße Tücher bei weißen Tüchern und Jeans bei Jeans. Es wundert mich auch hier, dass angeblich jeder seine richtige Wäsche zurück bekommen soll. Übrigens wird hier nicht nur einheimische Gebrauchswäsche gewaschen, sondern auch die Industrie lässt hier waschen. Wenn ihr also das nächste Mal in Deutschland eine "stonewashed" Jeans kauft, dann ist es gut möglich, dass sie hier für ein paar Rupien vorgewaschen wurde. Es ist ein riesiges Gedränge hier und unser Guide mahnt zur Weiterfahrt, wir haben schließlich noch einiges vor. Wir können uns nur schwer von dem Schauspiel trennen und müssen auf dem Weg zum Bus auch wieder den unausweichlichen Kühen hier Platz machen. Die sind unantastbar. Den nächsten Halt gibt es am "Mahatma Ghandi Haus". Ghandi hat hier nicht wirklich gelebt, sondern ein Zimmer dieses Hauses eines Freundes genutzt, wenn er in Bombay war. Heute ist es ein Museum, das Ghandi gewidmet ist. Die Zeit ist schon recht fortgeschritten und unser Guide fragt mich, ob wir jetzt zum Lunch möchten oder gleich zum größten Markt in Mumbai. Die Gruppe entscheidet sich einstimmig gegen Lunch und so brechen wir direkt zum Markt auf. Es sollte eine gute Entscheidung sein, denn der Markt ist riesig. Während des Rundganges bekam man den Eindruck, es handele sich bei diesem Ausflug um " Mumbai zu Fuß". Wir waren bestimmt zwei Stunden unterwegs. Zunächst ging es auf den Gemüse-und Obstmarkt. Dort erstanden wir eine Tüte mit Muskatnüssen, vermutlich viel zu teuer, aber was solls. Andere entschieden sich für Gewürze, die mir genauso einen Touristenpreis zu haben schienen. Weiter ging es zum Textilmarkt, wo wir ziemlich lange zubrachten, da einige Damen unserer Runde noch das passende Outfit für die Rosenmontagsfeier heue Abend an Bord suchten. Aber auch das wurde zur Zufriedenheit aller erledigt. Gut, dass wir unsere Führerin mit dabei hatten und am Ende passte auch immer jemand auf, dass keiner von uns verloren ging oder zurück blieb. Es war ein unglaubliches Gedränge und ich hätte hier mit Sicherheit allein nicht mehr herausgefunden. An einer belebten, wie sollte es anders sein, Kreuzung, war der Treffpunkt mit dem Bus ausgemacht. Doch der war nicht da. Hektisches telefonieren setzte ein und einige wurden auch schon etwas unruhig. Als groben Plan hatten wir angenommen gegen 15:30 Uhr zurück zu sein, alle Mann an Bord war 16:30 Uhr und jetzt war es bereits 15:00 Uhr und kein Bus in Sicht. Zum Schiff war es schließlich auch noch ein gutes Stück. Schließlich tauchte der Bus am Ende der Straße auf, aber selbst 400 Meter können in Mumbai eine Weile dauern. Kurz und gut, wir sollten es bei dem Verkehr gerade so schaffen und waren gegen 16:15 Uhr wieder am Green Gate. Unsere Führerin und die kleine Dolmetscherin hatten ihre Sache wirklich sehr gut gemacht und da Mumbai Magic mit dem Preis so entgegenkommend war, haben die meisten auch ein stattliches Trinkgeld gegeben. Es war ein schöner und eindrucksvoller Ausflug, der sein Geld auf jeden Fall wert war. Gegen 16:30 Uhr waren wir pünktlich wieder auf dem Schiff. Jetzt in Ruhe das Auslaufen anschauen, dann frisch machen und gemütlich zum Essen, so ist der Plan. Doch was ist das? Ich bemerke ein Kratzen in meinem Hals und befürchte sofort einen Infekt. Das hätte mir gerade noch gefehlt. Wir beschließen, nach dem Abendessen im Marktrestaurant sofort auf die Kabine zu verschwinden und den Anfängen des Infektes mit ausreichendem Schlaf zu begegnen. Hoffentlich wird es nicht so schlimm. Die Rosenmontagsparty findet so leider ohne uns statt. Leider sollten auch alle kommenden Abendveranstaltungen dieser Reise aus Krankheitsgründen für uns nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich sein. Aber das ahnte ich jetzt natürlich noch nicht.


    Dienstag, 17.02.2015 Seetag


    Es wird leider schlimmer. Ich schwitze fürchterlich in der Nacht und bin dennoch am Morgen guter Dinge, dass es sich noch zum Besseren wendet. Es ist schließlich Seetag und genug Zeit und Muße, um sich auszuruhen. So geht der ganze Tag mit Faulenzen, Sonnenbaden, Essen und Trinken dahin und ich habe den Eindruck, dass es zumindest nicht schlimmer wird. Heute ist um 18:00 Uhr das Clubtreffen im Theater. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Es gibt wie immer Sekt und Häppchen und Kapitän Erik Kelt Kirchner erzählt sehr launig etwas über seinen Werdegang. Zwei kurze Showeinlagen werden auch noch geboten. Zum einen tritt eine Bauchtänzerin auf und zum anderen gibt Benni Stark, ein Nachwuchs-Comedian aus Lübeck, der früher bei P&C als Herrenausstatter gearbeitet haben soll, eine Kostprobe seines Programms, die uns ganz gut gefällt. Er wirbt auch für seine Show, die heute Abend im Theater sein wird. Da uns die Kostprobe gut gefallen hat, wollen wir versuchen, am Abend die Vorstellung zu besuchen. Nach dem Abendessen schaffen wir es auch tatsächlich noch ins Theater, obwohl jetzt auch meine Nase anfängt, ziemlich zu laufen. Die Darbietung ist eine einzige Katastrophe, viele Zuschauer verlassen bereits während der Vorstellung das Theater. Wir sitzen etwas beengt, sonst wären wir auch gegangen. Die Witze äußerst flach und meist auf Kosten von Minderheiten (z.B. Schwule), Fäkalsprache und obszön. Ich hab mich als Beinahe-Lübecker echt geschämt. Nach der Vorstellung geht es dann auch sofort auf die Kabine zum Schlafen, denn morgen steht in New Mangalore ein Ganztagesausflug an. Hoffentlich klappt das mit dem Schlafen. Ich merke, dass ich leicht erhöhte Temperatur zu haben scheine.


    Mittwoch, 18.02.2015 New Mangalore


    Ich schwitze diese Nacht noch mehr als die letzte, habe aber am Morgen das Gefühl, dass die erhöhte Temperatur wieder zurück gegangen ist. Ein Blick vom Balkon nach draußen zeigt, dass wir in einem schmucklosen, dreckigen Kohlehafen liegen, auch die Luft ist wieder echt schmutzig hier. Der Ausflug "MAN04, Mangalores heilige Umgebung" beginnt recht früh und so sind wir auch rechtzeitig beim Frühstück, dass bei mir nur aus Joghurt, Müsli und Obst besteht. Da wir nicht so recht wissen, was uns erwartet, schmiert Andrea uns noch ein Brot für unterwegs. Um 08:30 Uhr ist Treffen für den Ausflug in der AIDAbar. Die Gruppe ist riesig, wie sich herausstellen sollte, fünf Busse. Wir lassen uns etwas zurückfallen, um in den letzten Bus zu kommen, in der Hoffnung, dass dieser nicht voll sein wird. So ist es dann auch, ich denke, er ist etwa zu zwei Drittel gefüllt. Die Klimaanlage im Bus läuft auf vollen Touren und ich bin froh, mein Halstuch dabei zu haben. Die Entfernungen zwischen den einzelnen heiligen Stätten sind für indische Verhältnisse gewaltig und so verbringen wir sehr viel Zeit im Bus. Wir besuchen insgesamt drei Tempel, die bis auf einen, auch nicht so interessant wirken. Da sind wir doch etwas enttäuscht, da wir aus Thailand mehr Prunk gewohnt waren. Desweiteren sind immer alle Busse zur gleichen Zeit dort, das hätte man besser organisieren können. Bei dem Tempel mit der Gomateshwara-Statue kaufen wir uns für zwanzig Rupien eine Kokosnuss und genießen das Fruchtwasser. Zu dieser Statue musste man übrigens über zweihundert Stufen hinaufgehen, dort oben auf dem Bahubali-Rock hatte man den schönsten Ausblick des ganzen Ausfluges und ein Priester hat uns für einen Dollar pro Paar gesegnet und mit dem bekannten Punkt auf der Stirn versehen. Zum Mittagessen würden wir zu Dr.Soans Farm gebracht. Das ist eine Versuchsfarm, wo allerlei botanisches gezüchtet und angebaut wird. Der Rundgang dort war sehr informativ. Auch das Mittagessen in einem Bambuswäldchen an eingedeckten Tischen war durchaus schmackhaft. Besonders freuten wir uns auch auf die eisgekühlten Getränke, denn es war auch heute wieder tropisch warm. Für den Rest der Fahrt stieg auch ein AIDA-Guide zu, worüber wir sehr froh waren. Zum einen war das Englisch unseres Guides nicht das Beste und zum anderen konnte endlich erreicht werden, dass die Klimaanlage im Bus ausgestellt wurde. Der letzte Tempel in Udopi, der Shri Krishna Tempel, war sehr überfüllt und wie uns gesagt wurde, ein absolutes Heiligtum. Wir durften ihn wie immer nur ohne Schuhe betreten und konnten nur hastig einen Blick auf das hinduistische Heiligtum werfen. Trotzdem war es sehr schön, in dem Tempel die betenden und singenden Gläubigen zu erleben. Die Fahrt von hier bis zum Schiff sollte dann noch einmal knapp neunzig Minuten dauern. Auch die Busse haben Spaß am Hupen und Überholen, daher sind wir froh, heil wieder am Hafen angekommen zu sein. Es gibt im Hafengebäude noch einen kleinen Shop, wo wir noch schnell ein Souvenir kaufen und dann müssen wir auch wieder an Bord. Es ist schon wieder "Alle Mann an Bord Zeit". Wir schauen uns wie immer sehr gerne das Auslaufen an und machen uns dann zum Essen fertig. Ich merke, dass mich der Ausflug ziemlich geschafft hat und habe auch nicht richtig Appetit. So sind wir gegen 20:00 Uhr wieder auf der Kabine verschwunden und versuchen zu schlafen. Ich habe mir heute ein zweites großes Kissen geordert, um etwas höher zu liegen und besser zu schlafen. Leider trügt die Hoffnung, Husten und Schnupfen bestimmen die Nacht und schwitzen muss ich auch wieder wie in der Sauna. Ich glaube, es wird doch bald Zeit für einen Arztbesuch. Von allein scheint es leider nicht wieder weg zu gehen.


    Donnerstag, 19.02.2015 Mormugao - Goa


    Dadurch, dass wir immer so früh schlafen gehen, sind wir natürlich auch früh wach. Wir gehen pünktlich um 07:30 Uhr ins Calypso zum Frühstück. Meine Erkältung ist leider nicht besser geworden, aber ein wenig Joghurt mit Früchten und Müsli geht immer. Erstaunlicherweise danach auch noch ein Spiegelei und etwas Schinken. Eine Freundin von Anke und Thomas setzt sich zu uns und berichtet, dass ihr Mann mit Fieber im Bett liegt und sich übergeben musste. Es scheint ziemlich viele auf dem Schiff erwischt zu haben. Bis zu unserem Treffpunkt um 10:30 Uhr ist noch genug Zeit und wir legen uns nach dem Frühstück noch gut eineinhalb Stunden in die Sonne. Gegen 10:00 Uhr machen wir uns auf in die Kabine, packen die Sachen für den Landgang und dann ab zur AIDA-Bar, wo wir uns mit Ines, Peter, Christiane, Frank, Brigitte und Klaus treffen wollen. Es sind alle pünktlich da und wir verlassen gemeinsam das Schiff. Geplant ist eine Taxirundfahrt mit abschließendem Besuch des Bogmallo Beach. Alle Mann an Bord ist um 17:30 Uhr, das sollte locker reichen. Nach der Kontrolle durch die indischen Behörden, gelbe Karte ist wichtig, kommen die ersten Anbieter auf uns zu. Diese lassen wir links liegen, denn wenn es geht, wollen wir Tuk-Tuk fahren, das sind dreirädrige Gefährte mit Lenker und einer Sitzbank für maximal drei Personen. Wir gehen also ganz aus dem Hafengelände raus, nicht ohne noch einmal die gelbe Landgangskarte zeigen zu müssen und zielstrebig auf die wartenden Tuk-Tuks zu. Doch für unseren Plan wird es damit nichts werden. Die Tuk-Tuk dürfen nur im Stadtgebiet von Mormugao fahren und wir möchten schon etwas mehr sehen. Mittlerweile hat uns der Oberchef der Taxis fest im Visier und lässt sich eine Karte bringen, wo wir zeigen können, was wir alles sehen möchten. Er nennt einen Preis von 35$ pro Taxi für die ganze Rundtour. Da wir am Schluss noch zum Bogmallo-Beach möchten, erhöht sich der Preis auf 45$ pro Taxi bei einer gesamten Ausflugsdauer bis 16:00 Uhr. Wir finden den Preis ok und lassen uns darauf ein. Der Oberchef befiehlt zwei Wagen heran, die beiden sind identisch, zwei kleine Suzuki. Wir nehmen mit Pfeifers den weißen, der Rest quetscht sich in den schwarzen Wagen. Ich habe Glück und darf wegen meiner Körpergröße mal wieder vorne sitzen. Aber ob das hier so gut ist bei der Fahrweise der Inder? Hier wird hupend überholt, was das Zeug und der Wagen hergeben. Unser Fahrer beruhigt uns, dass wir bei ihm in sicheren Händen seien, aber so manches Mal kommt von den Damen hinten ein leiser Aufschrei des Entsetzens. Als erstes geht die Fahrt nach Old Goa, das etwa 35 km entfernt ist. Die Fahrt soll etwa 45 Minuten dauern. Dort ist eine alte Basilika zu besichtigen. Unser Fahrer nimmt nicht die Hauptstraße, sondern führt uns durch kleine Dörfer, teilweise mit portugiesischer Vergangenheit und erklärt einiges zu Land und Leuten. Uns fällt auf, dass es hier anders ist, als in dem Indien, das wir bisher kennengelernt haben. Nicht, das es deutlich sauberer wäre, aber irgendwie doch. Es ist kaum zu erklären, aber hier herrscht ein anderes Flair. Wir erreichen Old Goa und machen mit den Fahrern 30 Minuten Aufenthalt aus. Vor der Basilika, der Kirche Bom Jesus, tummeln sich natürlich die üblichen fliegenden Händler, die wir jedoch nicht beachten. In der Kirche sieht man das silberne Reliquiar und den Sarkophag des heiligen Franz-Xaver, 1506-1552, des Landesheiligen Goas. Direkt gegenüber der Kirche Bom Jesus befindet sich in strahlendstem Weiß die fast leere Kirche des Franz von Assisi. Im angeschlossenen Klostergebäude zeigt das archäologische Museum eine Porträtsammlung und interessante Stücke auch aus der vorkolonialen Zeit Goas. Zurück zum Taxi kommen wir an einigen kleinen Souvenirshops vorbei, wo wir doch tatsächlich einen Kühlschrankmagneten ergattern können, aber vernünftige Postkarten gibt es auch hier nicht. Auch können wir hier noch eine kleine hinduistische Shivafigur für 200 Rupien (runtergehandelt von 350) erstehen. Der Boy hinter dem Stand will uns jedoch beschummeln und gibt mir auf 500 nur 200 wieder heraus. Ich bemerke das und werde natürlich sauer. Daraufhin will er uns noch eine kleine Holzfigur oben drauf geben, doch die wollen wir nicht. Als ich verlange, das Geschäft rückgängig zu machen, geht es nach großem Gezeter und Palaver plötzlich doch und er reicht mir mürrisch weitere 100 Rupien. Geht doch, aber man muss höllisch aufpassen bei den Indern, was sich bei unseren Taxifahren auch noch zeigen sollte. Sie meinten, das wäre alles in Old Goa gewesen, aber die Ruinen der übrigen Gebäude aus der Kolonialzeit verschweigen sie uns und fahren uns statt dessen zu einem Geschäft für indische Teppiche und allerlei Krimskrams. Wir sind uns einig, dass wir gar nicht erst aussteigen, sondern lieber mehr von Land und Leuten sehen möchten. Etwas angesäuert ob der ihnen entgangenen Provision des Teppichhändlers, wollen die Fahrer uns nun auf direktem Wege zum Bogmallo-Beach bringen. Wir verlangen einen Stop und machen den beiden klar, dass das anders abgemacht war. Auf dem Plan steht erst noch ein Bummel durch die Hauptstadt Goas, Panaji. Nach kurzer Diskussion setzen wir uns durch und kommen noch an einer beeindruckenden Kirchenruine vorbei, deren Name mir leider entfallen ist. Wir nähern uns langsam Panaji und sehen auf dem Fluss einige Schiffe liegen. Unser Fahrer erklärt uns, dass es sich bei allen um Casinos handelt. Indische Touristen kommen hierher, um zu spielen. In Goa gibt es wenig Industrie, eine Magnesiummine wurde vor einigen Jahren geschlossen. Nur von Landwirtschaft und Fischerei könne man nicht leben, daher setze man jetzt auf den Tourismus, erklärt unser Fahrer. Die Straßen werden ausgebaut und im letzten Jahr wurde auch ein neues Flughafenterminal eröffnet. Viele Häuser aus der portugiesischen Kolonialzeit, die leider oftmals sehr verkommen sind, prägen das Stadtbild. Unsere Fahrer lassen uns an einer Art Marktplatz aussteigen und wir machen wieder eine Zeit von 30 Minuten aus. Brigitte, Klaus und wir steigen die Treppe zur einer hübschen kleinen Kirche hinauf. Also trennen wir uns erst einmal. Die kleine weiße Kirche ist leider geschlossen, doch ein paar hübsche Außenaufnahmen haben den Weg auf jeden Fall gelohnt. Wieder unten treffen wir nach kurzer Runde auf die anderen, die schon wieder zurück zum Taxi wollen. Es ist noch etwas Zeit und daher wollen Andrea und ich noch ein kleines Stück weiter gehen. Wir kosten die Zeit aus und werden mit vielen netten Eindrücken belohnt. Sei es die fröhlichen Kinder in ihren Schuluniformen, alte Häuserfassaden, ein farbenfroher Obst-und Gemüsestand oder die schwarz-gelben Tuk-Tuks unterschiedlichen Alters. Pünktlich zur vereinbarten Zeit sind wir wieder am Taxi und nun darf es auch nach Bogmallo gehen. Die Fahrer nehmen dieses Mal die Hauptstraße und gegen 14:00 treffen wir direkt vor dem von Rudi beschriebenen Full Moon Restaurant ein. Für die Rückfahrt zum Hafen machen wir 15:30 Uhr aus. Nötzels und Pfingst stürmen sofort den Strand, doch Pfeifers und wir haben erst einmal Durst und nehmen in dem Strandrestaurant Platz. Ein kühles Bier ist jetzt genau das Richtige, für Peter und mich ein großes, die Damen bestellen ein kleines. Das Bier kommt in Flaschen und das große hat tatsächlich 650 ml. Das schaffen wir schon. Auf den ersten Blick sieht der Strand ganz schön aus, aber es gibt nirgends Schirme und Liegen. Also kein Schatten weit und breit. Die Strandstürmer kommen auch schon wieder zurück, das Wasser war nicht wirklich erfrischend und auch besser nur mit Badeschuhen zu erreichen. Wir beschließen, auf ein Bad zu verzichten. Zu dem Bier hatte ich noch ein paar Cashewnüsse bestellt, die gesalzen sind und bestens dazu passen. Andrea möchte noch einen kleinen Rundgang durch die Souvenirläden machen und so lassen wir die anderen allein. Die Hoffnung auf ein paar brauchbare Ansichtskarten sollte sich auch hier schnell zerstören. Auch sonst handelt es sich um ziemlichen Schrott, der hier angeboten wird. Also schlendern wir noch einmal bis zum Wasser hinunter und dann zum Full Moon zurück. Vor der Abfahrt noch ein kleines Kingfisher, ein Foto mit Martin, dem Inhaber, das ich Rudi schicke und dann ist es an der Zeit, zum Schiff zurück zu fahren. Peter gibt dem Fahrer vorab schon einmal fünf Dollar Trinkgeld und unser Fahrer demonstriert noch einmal seine Überholkünste mit dem kleinen vollbesetzten Suzuki und der Hilfe seiner Hupe. Wir erreichen das Hafengelände und der vereinbarte Fahrpreis von 45$ wird am Gate bezahlt. Wir warten noch auf die anderen, aber die sind wohl schon vor uns da gewesen und sind gleich durchgegangen. Die gelben Landgangskarten kommen wieder zum Einsatz und dann verlassen wir für diese Reise den indischen Boden, indem wir wieder die Planken der Aura betreten. Es ist noch etwas Zeit bis zum Auslaufen um 18:00 Uhr und wir beschließen, noch aufs Sonnendeck zu gehen um die letzten Strahlen der indischen Sonne zu genießen. Vom Sonnendeck können wir hinter einem Trockendock ein älteres Passagierschiff sehen, das offensichtlich schon länger nicht mehr ausgelaufen ist. Kurz vor dem Ablegen meldet sich wie üblich der Kapitän und erklärt, dass das ältere Passagierschiff früher zu MSC gehört hat und unter dem Namen "Melody" gefahren. Das lässt uns natürlich aufhorchen. "Unsere" Melody, auf der wir 1999 unsere allererste Kreuzfahrt unternommen haben, fristet hier so ein Dasein. Das Schiff wurde von MSC nach Indien verkauft und sollte hier als Casinoschiff fahren. Irgendwie ging das aber wohl schief und der Eigner soll wegen Unterschlagung in Haft sein. Das Schiff steht für 18 Mio Euro zum Verkauf. Das geht uns schon ein wenig nahe, dass ein einst so stolzes Schiff eigentlich nur noch Schrottwert hat, Bye Bye Melody. In meine Gedanken zur Melody platzt auf einmal ein ohrenbetäubender Lärm. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass wir schon abgelegt hatten und das laute Schiffstyphon gibt ein deutliches Signal davon. Nach Verlassen des Hafens von Mormugao machen wir uns auf der Kabine frisch und ziehen uns zum Essen um. Im Markt ist russischer Abend und im Calypso westindisch. Nach einem Rundgang durchs Markt machen wir uns auf ins Calypso, da die erste Essenszeit im Markt bald zu Ende ist. In der hintersten Ecke im Calypso entdecken wir die anderen, aber wir möchten lieber im Markt essen. Wir entschuldigen uns und schlendern zur AIDA-Bar um die Zeit bis zur zweiten Essenszeit im Markt zu überbrücken. Das gelingt uns mit einem Aperol-Spritz und einem alkoholfreien Weizenbier auch gut. Um 20:00 Uhr dann auf ins Markt. Meine Erkältung ist leider immer noch nicht besser, daher habe ich eine Jacke mitgenommen, um in dem klimatisierten Raum nicht auch noch zu frieren. Petra und Steffen gesellen sich zu uns und ich genieße leckere Soljanka und Filet Stroganoff. Dann wird es auch schon Zeit, ins Theater zu gehen. Dort hat heute France Delon, ein Travestiekünstler, seinen zweiten Auftritt. Das Theater ist schon so voll, dass wir nur noch einen Stehplatz bekommen. Die Show ist wirklich gut, aber ich schaffe es mit meiner triefenden Nase leider nicht, bis zum Ende durchzuhalten. So verabschiede ich mich kurz vor Schluss und gehe schon mal auf die Kabine. Als Andrea nachkommt, liege ich schon im Bett. So ein Mist, wenn es morgen nicht besser ist, gehe ich tatsächlich zum Arzt. Gute Nacht.


    Freitag, 20.02.2015 Seetag


    Ich habe die Nacht ganz gut geschlafen, aber leider ist es nicht besser geworden. Wir sind früh wach und gehen gegen sieben zum "Early Bird". Das ist frischer Kaffee und Tee noch vor der Frühstückszeit in der Anytime. Das Hospital macht erst um acht auf, daher haben wir noch Zeit ein frühes Getränk auf der Schaukel in der Hemmingway-Lounge zu genießen. Es ist herrlich so früh morgens, wenn fast das ganze Schiff noch schläft. Gegen viertel vor acht beziehen wir unsere Sonnenliegen und ich mache mich auf den Weg ins Hospital. Eine Dame sitzt bereits dort und bekommt kaum einen Ton heraus. Wie es scheint, haben eine ganze Menge Leute auf dem Schiff etwas abbekommen, denn auch von der Crew hat sich so mancher mit Erkältungsbeschwerden eingefunden. Um halb neun bin ich wieder draußen. Die Ärztin kann außer ein paar Nasentropfen nicht viel für mich tun. Sie meint, ich müsse da durch und wahrscheinlich hat sie auch Recht. Ok, dann ist es halt so. Zurück auf der Liege, gehen wir jetzt erst einmal im Aussenbereich des Calypso frühstücken. Danach verschlafe ich fast den ganzen Vormittag und hätte mir fast noch einen Sonnenbrand eingefangen. Das hätte mir gerade noch gefehlt. Wie an jedem Seetag auf den kleinen Schiffen ist auch heute Poolbrunch. Die Leute stürzen sich wie üblich auf das Freibier und auch wir gönnen uns eines. Zum Mittagessen treffen wir wieder mit Petra und Steffen zusammen. Das trifft sich gut, denn ich frage sie nach einem Ladekabel für den Kindle. Unseres haben wir versehentlich zu Hause vergessen. Sie haben eins und werden es morgen mitbringen. Wir können uns heute nicht so lange beim Essen aufhalten, da unsere Reisemaus Sandra uns heute um 15:00 Uhr in die Anytime zum Cocktail-Workshop geladen hat. Na mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Wir sind pünktlich dort und es gibt es erst einmal für jeden einen Prosecco-Mix zum "warm werden". Andrea, der stellvertretende F&B-Manager aus Italien, begrüßt uns herzlich und möchte erst einmal vier bis fünf Cocktails vorführen, bevor wir dran sind. Er fragt uns nach unseren Vorlieben und da sich keiner drängt, bestelle ich bei ihm einen Mojito. Es ist jetzt schon abzusehen, dass heute nicht mit Alkohol gespart werden wird. Der Mojito hat es voll in sich und ich spüre in meinem Zustand den Alkohol sofort. Nach und nach ist der eine und andere am mixen, aber ich halte mich zurück. Andrea bekommt zwischendurch einen Aperol-Spritz und ich merke, dass es für mich langsam Zeit wird. Etwa zur Hälfte des Workshops verabschieden wir uns. Ich gehe sofort ins Bett und Andrea auf einen Cappuccino an die Ocean-Bar. Nach etwa einer Stunde werde ich wieder wach und Andrea ist noch nicht zurück. Ich ziehe mich an und finde sie an der Ocean-Bar in der Sonne sitzend und lesend. Ich gebe nur kurz Bescheid, dass ich wach bin und schleiche zurück auf die Kabine. Völlig deprimiert setze ich mich aufs Bett, finde mich scheisse, finde scheisse, dass ich mit meiner Krankheit uns und Andrea den Urlaub verderbe und finde überhaupt alles zum Kotzen. Andrea kommt hinzu und versucht mich zu trösten, aber wenn der halbe Urlaub durch Krankheit bestimmt wird, dann ist es nicht so einfach. Nach einer erfrischenden Dusche sieht es schon etwas besser aus und wir gehen zum griechischen Abend ins Markt. Grönes, Pfingst und Nötzels sitzen schon da und wir können an dem Tisch noch Platz nehmen. Das Essen schmeckte, auch wenn ich wieder nicht viel essen kann. Ich glaube, auf dieser Reise werde ich nicht wirklich viel zunehmen. Wenigsten ein Vorteil der Krankheit. Ein wenig Gyros und Bifteki mit Tsatsiki, das wars dann schon wieder. Die erste Essenszeit ist um und wir müssen das Markt verlassen. Ich bin auch schon wieder ziemlich geschafft. Wir sagen noch schnell bei Nico, dem Reiseberater unsere heutige Teilnahme am Fernwehtreff ab und verschwinden wieder auf die Kabine. Um 20:00 Uhr liegen wir im Bett und stellen schon mal die Uhren eine Stunde zurück. Also gefühlt um 19:00 Uhr schlafen wir bereits wieder. Es ist bereits der fünfte Abend, den wir wegen meiner Erkrankung nicht genießen können. Andrea klagt über Halsschmerzen und legt sich zum Schlafen einen Schal an. Das kann ja lustig werden, jetzt sie auch noch. Gute Nacht.


    Samstag, 21.02.2015 Seetag


    Es hat sich leider bewahrheitet, Andrea sitzt mit schlimmen Halsschmerzen an. Wir sind gegen sechs Uhr wach und nehmen bereits unsere ganzen Sachen mit in die Anytime zum "Early Bird". Ich nutze die Zeit, um bei einem Früchtetee meine Rückstände beim Schreiben dieses Reisetagebuches aufzuholen. Reisemaus Sandra gesellt sich nach einer halben Stunde zu uns, doch ihr Zigarettenrauch ist nicht wirklich etwas für unsere angeschlagenen Atemwege. Wir trinken unseren Kaffee und Tee noch aus und verabschieden uns höflich Richtung Sonnenliegen. Andrea macht sich von dort aus gleich auf zum Hospital und kommt nach einer knappen Stunde mit einer Packung Penicillin zurück. Drei Mal täglich eine vor den Mahlzeiten. Dann jetzt die erste und ab zum Frühstück wieder im Aussenbereich des Calypso. Nach dem Frühstück zunächst der gleiche Ablauf wie gestern. Schlafen in der Sonne, ich nehme heute lieber noch einmal die Creme mit Schutzfaktor 30, Bierchen zum Poolbrunch und dann Mittagessen im Calypso auf der Terrasse. Petra und Steffen sitzen schon da und haben auch an das Ladekabel gedacht. In der Sonne ist es fast unerträglich heiß und als Claudia und Torsten erscheinen, wechseln wir noch einen Moment an deren Tisch im Schatten. Nach kurzem Gespräch gehen wir zurück zu unseren Liegen und sonnen uns noch ein wenig. Gegen 15:30 Uhr haben wir genug von der Sonne, packen unsere Sachen und gehen hinunter zur Oceanbar. Es ist fast gar nichts los und bei einem Cappuccino und einem alkoholfreiem Weizenbier genießen wir an einem schattigen Plätzchen die Aussicht achteraus. Ich kann hier super noch ein wenig schreiben, doch nach einem Stündchen werde ich müde. Ich gehe schon mal vor auf die Kabine und als Andrea nachkommt, ist uns klar, dass es mit der heutigen Kunstauktion nichts wird mit uns und wir uns lieber noch ein wenig ausruhen. Wie immer gegen Abend, wird das Befinden deutlich schlechter und wir schlafen bis gegen sieben Uhr. Eigentlich könnten wir auch liegen bleiben, doch Andrea hat Recht. Bei den Medikamenten muss auch ein wenig in den Magen. Das Aufstehen fällt schwer und auch die Dusche macht nicht wirklich munter. Alles schmerzt, doch wir ziehen uns tapfer an. Schnell mal ins Markt geschaut, was es so gibt, es ist heute fleischloser französischer Abend. Wir schauen erst einmal nach den Speisen und werden nachher sicher etwas finden. Beim Hinausgehen fragt Gaby, ob wir bis zur zweiten Essenszeit noch mit in die Anytime kommen. Doch da ist es uns definitiv viel zu zugig und außerdem müssen wir noch zur Rezeption, da Andreas Bordkarte mal wieder nicht als Schlüsselkarte funktioniert. Das ist jetzt das fünfte Mal, gibt aber schlimmeres (Hust, Schnief). Im Shop gibt es auch nicht wirklich etwas Neues und so überbrücken wir die Wartezeit bis zur Öffnung des Marktrestaurants auf der Bank vor dem Shop und beobachten die vorbei gehenden Leute. Da stellen sich wirklich welche schon zwanzig Minuten vorher an, obwohl auch später immer noch massig freie Tische da sind. Wir nehmen wieder an dem uns vertrauten Tisch Platz und trinken erst einmal heiße Zitrone und Tee. So richtig Appetit haben wir beide nicht, nicht einmal der Wein schmeckt mir. So nehmen wir nur ein paar Kleinigkeiten zu uns und verschwinden alsbald mit zwei Kamillentees bewaffnet auf die Kabine. Wir sind notgedrungen mal wieder vor 21:00 Uhr im Bett und auch heute muss das Abendprogramm ohne uns auskommen. Wir hoffen, dass wir uns gesund schlafen können. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Gute Nacht !!


    Sonntag, 22.02.2015 Muscat, Oman


    Ich habe die Nacht durch wieder extrem geschwitzt und Andreas Halsschmerzen sind noch schlimmer geworden. Gegen halb sieben wache ich durch Geräusche von außenbords auf. Wir fahren schon durch die Hafeneinfahrt von Muscat. Der Kapitän ist mal wieder um einiges zu früh da. Wir stehen auf, denn heute gibt es schon ab sieben Uhr Frühstück im Calypso. Es sind schon einige Gäste auf den Beinen und beobachten das Einlaufen. Kurz nach sieben sind wir bereits fest in Muscat, der Hauptstadt des Oman. An unseren Tisch setzt sich ein weiteres Pärchen, das es recht eilig hat mit dem Frühstück. Wir haben Zeit und sind froh, überhaupt etwas essen zu können. Ich begnüge mich zunächst mit Joghurt, Obst und Müsli. Das andere Paar ist tatsächlich schnell fertig und ich habe doch noch Appetit bekommen. Ein Spiegelei und ein wenig Schinken sollen es noch sein. Andrea hat mir in der Zwischenzeit einen weiteren Tee geholt und neue Tischgesellen haben wir auch bekommen. Ich sage dem Herrn freundlich guten Morgen. Seine Frau kommt kurze Zeit später an den Tisch und setzt sich grußlos. Dafür manscht sie mit ihrem Müsli auf dem halben Tisch herum und schmiert sich einen Teil mitten ins Gesicht. Aus den Wortmeldungen ist zu entnehmen, dass es sich um das Klischee eines Proll-Pärchens schlechthin handelt. Auf solche Gesellschaft können wir verzichten und verabschieden uns wortlos. Dann gehen wir eben jetzt schon an Land und machen uns auf den Weg. An der Gangway bekommen wir unsere Landgangskarten (Plastikkarten, nicht gelb) und auch in Muscat muss man mit dem Shuttlebus zum Hafenausgang fahren. Nach etwa zweihundert Metern werden wir erst einmal am Terminal abgesetzt, um eine Sicherheitskontrolle zu durchlaufen, die eher oberflächlich ist. Hinter dem Terminal geht es wieder in den gleichen Bus, der uns nun zum Ausgang bringt. Vorbei an der Horde der wartenden Taxifahrer halten wir uns linker Hand und kommen wieder am Fischmarkt vorbei. Ich schaue mir das wie immer sehr gerne an, doch Andrea wird bei dem Anblick der Fischeingeweide am frühen Morgen schlecht. Wir ziehen weiter Richtung Soukh und freuen uns an der Sauberkeit auf den Straßen. Da es noch so früh ist, gehen wir erst einmal am Soukh vorbei, weiter die Promenade entlang. Hinter der Festung machen wir kehrt, da es zu anstrengend wird und tauchen in den jetzt geöffneten und belebten Soukh ein. Ein Bummel kreuz und quer verschafft uns einen Überblick. Das Angebot wiederholt sich für die Touristen, doch etwas abseits finden sich viele Geschäfte für Einheimische. Die schwarzen Gewänder für die Frauen hier haben auch etwas bedrückendes. Es reiht sich ein Laden nach dem anderen mit diesen dunklen Kleidern, die hier anscheinend nach Maß geschneidert werden. Wir finden zurück auf den Hauptweg und sind wieder mitten im Touristenstrom. Irgendein Laden mit Tüchern und Decken muss es dann sein. Wir machen zwei bis drei Versuche und bleiben dann hängen. Schals in allen Qualitäten und Ausführungen werden angeboten. Der Verkäufer zeigt uns Seidenschals, die einen ausgewiesenen Verkaufspreis von 12.500 Rial haben, das entspricht etwa 37$. Es gibt auch Cashmire-Schals, die nur 6 $ kosten, aber die Seidenschals sind deutlich schöner. Eine lange Verkaufsverhandlung folgt, denn wir möchten drei Schals haben. Schließlich liegen zwei Seidenschals und einer aus Cashmirewolle auf dem Thresen und das Handeln setzt sich fort. Ich biete 25 $ für alle drei und der Händler stöhnt auf bei diesem Angebot. Ich bin mir sicher, dass bei seinem Angebot von 31 $ noch etwas geht. Wie üblich, treffen wir uns in der Mitte und die drei Schals wechseln für 28 $ in unseren Besitz. Wahrscheinlich hat der Händler immer noch ein gutes Geschäft gemacht, aber auch wir freuen uns über den Einkauf. Auf dem Weg nach draußen versuchen wir noch einen Kühlschrankmagneten und eine Weihnachtsbaumkugel zu ergattern, aber die Preise dafür sagen uns nicht zu. Es ist kaum Handel möglich. Allerdings können wir endlich noch ein paar Postkarten kaufen, die man auch verschicken kann. Auf dem Weg zurück zum Schiff können wir doch tatsächlich noch eine Weihnachtskugel für 2 $ bekommen, die uns gefällt. Andrea wird es jetzt doch langsam zu anstrengend mit ihrer Erkältung und wir gehen direkt zum Hafeneingang. Eine Kontrolle findet kaum statt, wozu haben wir die Landgangskarten? Der Shuttlebus steht schon bereit und ohne weitere Überprüfung werden wir direkt vor dem Schiff ausgeladen. Auf der Kabine legt Andrea sich ein wenig hin und ich verschwinde zum Postkarten schreiben und auf ein kühles Blondes in die Anytime. Acht Karten haben wir gekauft und sechs schaffe ich zu schreiben, dann ist es Zeit für das Mittagessen. Auf der Kabine ergänze ich noch die Adressen, die ich nicht im Kopf habe und mache mich auf zur Rezeption, um die Karten abzugeben. Ich verabrede mich mit Andrea im Calypso auf der Terrasse, wo wir dann auch pünktlich zum Mittag wieder zusammen treffen. Nötzels und Pfingst setzen sich zu uns. Wenig später erscheint Peter und berichtet, dass es Ines jetzt auch erwischt hat. Sie liegt mit Fieber auf der Kabine. Es werden immer mehr auf dem Schiff und ich bin froh, dass es mit mir wieder aufwärts geht (so dachte ich wenigstens). An der Corniche, das ist die Straße entlang der Hafenpromende, ist zu beobachten, dass der Autoverkehr stark zugenommen hat. Ein wenig später fährt überhaupt kein Auto mehr. Nach kurzer Zeit wissen wir auch warum. Es findet ein Radrennen statt, das recht bedeutend sein muss. Es wir sogar von zwei Hubschraubern begleitet. Wir beobachten vier Rennfahrer, die anscheinend die Spitze bilden. Sie jagen die Straße entlang und nach dem Kreisverkehr wieder zurück. In dem Moment kommt auch das Hauptfeld auf die Corniche. Ich schätze, dass die Spitzengruppe etwa zwei Minuten Vorsprung hat. Es scheint noch eine Runde weiter zu gehen, denn die vier kommen erneut die Straße herunter. Das Hauptfeld kommt kurz danach und ich schätze den Vorsprung der vier auf noch eine Minute. Der kameraführende Hubschrauber lässt die Spitze nicht mehr aus dem Auge, also muss gleich das Ziel erreicht sein. Wie es aussieht, retten die vier ihren Vorsprung über die Ziellinie. Was für ein Spektakel. Nach dem schmackhaften Mittagessen, besonders das Fischfilet in Eihülle war lecker, wollen alle ein wenig Mittagsschlaf halten. So machen wir uns gegen 14:30 Uhr auf den Weg in die Kabine zur Siesta, die bis 16:30 Uhr andauern sollte. Andrea geht es nicht wirklich besser und sie macht sich noch einmal auf ins Hospital. Die Ärztin kann ähnlich wie bei mir nicht wirklich etwas für sie tun. Wir werden uns nur weiter ausruhen und die Krankheit ausschlafen. Vorher muss aber noch unser Türschloss repariert werden. Andreas Karte funktioniert mal wieder nicht. Das ist jetzt bereits das sechste Mal. Nun schicken die mal einen Techniker und der ist schier am verzweifeln. Er bekommt es nicht hin und entscheidet sich, das ganze Schloss auszuwechseln. Das dauert natürlich seine Zeit und es wird 18:30 Uhr, bis wir zum Essen gehen können. Das trifft genau mit dem Auslaufen aus Muscat zusammen, aber wir gehen trotzdem ins Markt zum spanischen Themenabend. Zuerst sitzen wir an unserem angestammten Tisch, aber dann sehen wir Gaby und wechseln zu deren Platz. Dort klönen wir noch nett, aber Andrea bekommt mittlerweile keinen Ton mehr heraus. Eigentlich wollten wir noch um 20:00 Uhr zu Signierstunde von Tim Davis und eventuell um 22:00 Uhr zur Haifischbar-Party auf das Pooldeck, aber daran ist nicht mehr zu denken. Also mit einem Drink auf die Kabine. Erst ich und jetzt eben Andrea. Na ja, dann komme ich wenigstens zum Schreiben und wir sind morgen wieder zum "Early Bird" wach. Außerdem freuen wir uns auf die Küchenführung morgen früh um 09:00 Uhr. Gute Nacht !!


    Montag, 23.02.2015 Seetag Abu Dhabi


    Es war eine unruhige Nacht. Nicht nur wegen unserer Erkältungen, sondern auch, weil es sich sehr abgekühlt hat und ein Sturm aufgezogen ist. Es schaukelt ganz schön bei Wind der Stärke 10 Bf, wie wir am Morgen erfahren werden. Gegen vier Uhr mache ich die Balkontür zu, weil es einfach zu kalt geworden ist. Leider bekommt Andrea immer noch keinen Ton heraus. Wir hoffen, dass es über den Tag besser wird. Gegen sieben mache ich mich mit Videokamera, Fotoapparat und Handy bewaffnet auf den Weg nach draußen, um Aufnahmen von dem Sturm und den Wellen zu machen. Es ist ziemlich imposant, ich befürchte nur, dass es auf den Aufnahmen gar nicht so rüber kommt. An Oberdeck ist alles festgezurrt und das Wasser im Pool schwappt wie verrückt hin und her. Natürlich ist der Pool gesperrt, wie übrigens das gesamte Vorschiff auch. Oberhalb der Poolbar geht es nicht mehr weiter nach vorne. Schade, ich hätte gern beobachtet, wie die Aura mit dem Vorschiff in die Wellen eintaucht. Wir befinden uns in der Straße von Hormus und es herrscht reger Verkehr. Da werden die Wachhabenden auf der Brücke ein aufmerksames Auge haben. Es sind bestimmt zehn Schiffe zu sehen, von Tanker über Frachter bis hin zu Containerschiffen. Auch werden wir heute noch eines der, mit 386 m Länge und Stellplätzen von über 16.000 Containern, größten Containerschiffe der Welt sehen. Ich treffe Sandra, die, na klar, noch vor dem Frühstück zum Rauchen draußen ist. Sie wird, auch wie üblich, im Rossini frühstücken gehen. Dort muss ich auch noch vorbei und unsere geplante Küchenführung leider doch wieder absagen. Es hat einfach keinen Sinn, hustend und keuchend, Bakterien verschleudernd, durch Küche und Provision zu spazieren. Ich entschuldige mich bei Tibor, dem Restaurantleiter des Rossini, der selbstverständlich Verständnis zeigt und unsere Anmeldung kostenfrei storniert. Zurück auf der Kabine machen wir uns auf zum Frühstück, wobei heute nicht daran zu denken ist, draußen zu frühstücken. Also gehen wir ins Markt, aber groß Appetit haben wir beide nicht. Dafür ist der Tee wieder sehr lecker. Nach dem kleinen Frühstück machen wir noch einen kurzen Abstecher ins Rossini, wo die Gesunden in fröhlicher Runde sitzen. Wir lassen uns noch auf einen weiteren Tee nieder und von den anderen bedauern. So eine hartnäckige Erkrankung hatten wir beide auch noch nie im Urlaub. Bei mir scheint es ja langsam am Abklingen zu sein, aber bei Andrea ist überhaupt keine Besserung zu erkennen. Sie tut mir so leid, wie sie sich über die Tage quält. Daran, dass das Bordleben ohne uns stattfindet und dass unsere Bordrechnung deshalb auch ganz schön geschont wird, haben wir uns halbwegs gewöhnt. Es ist ja trotzdem nicht Sinn eines Urlaubes, so an gar nichts teilhaben zu können. Nun gut, wir haben es uns nicht ausgesucht. Dann wollen wir wenigstens an Deck und uns ein halbwegs windgeschütztes Plätzchen suchen. Als Sandra ihr morgendliches Filetsteak erhält, Frank erscheint und alle sich über den spaßigen gestrigen Abend bei der Poolparty freuen, verabschieden wir uns. Aus der Kabine holen wir unsere Handtücher und auch die Decken, denn es hat sich bis auf 16 Grad abgekühlt. Im Seitenbereich an der Anytimebar finden wir ein schönes und windgeschütztes Plätzchen in der Sonne, das sich auch nach und nach füllt. Ich hatte uns aus dem Poolbereich zwei blaue Liegestühle geholt. Mit der Decke darunter lässt es sich hier prima aushalten und wir genießen die herrlich bewegte See. Kurz vor eins passieren wir Dubai querab und der Kapitän erzählt uns, dass das Schiff Dank der ausgefahrenen Stabilisatoren lediglich mit einer Krängung von einem Grad in der See liegt und wir uns keine Sorgen zu machen brauchen. Das Schiff richtet sich bei bis zu vierzig Grad Krängung immer selbst wieder auf. So ist es konzipiert. Nach dem Mittagessen im Calypso ist es Zeit für ein wenig Mittagstunde auf der Kabine. Unsere Plätze an der Anytime hatten wir zum Essen aufgegeben und die waren natürlich sofort wieder belegt. Das Schiff wird auch in Abu Dhabi früher erwartet, als geplant. So sind wir schon kurz nach fünf an der Lotsenstation und eine Stunde später fest an unserem Liegeplatz. Mit uns im Hafen liegt auch ein amerikanischer Flugzeugträger mit Begleitschiffen. Wir gehen zum Essen ins Marktrestaurant, heute ist Themenabend USA. Da die meisten am Abend noch von Bord wollen, ist es heute zu ersten Essenszeit ausnahmsweise brechend voll. Ne, da warten wir lieber noch ein wenig und das war gut so. Kaum kam gegen 18:45 Uhr die Durchsage, dass das Schiff für den Landgang freigegeben sei, verließen die meisten Gäste fluchtartig das Restaurant und wir konnten an einem schönen Tisch direkt am Panoramafenster mit Blick auf die Skyline von Abu Dhabi Platz nehmen. Großartig Hunger hatten wir beide nicht, doch die eine oder andere Kleinigkeit sollte es doch sein. Es geht uns wie immer, gegen Ende der Reise lässt der Appetit einfach nach. Mit ein wenig Eis beschließen wir unser amerikanisches Dinner und gehen auf die Kabine. Nicht einmal mehr Lust auf einen Drink habe ich, so geschafft ist der geschwächte Körper wieder von dem Tag. Gegen 20:00 läuft die Diva ein und zieht auf dem Weg zu ihrem Liegeplatz an uns vorbei. Die Schwesterschiffe begrüßen sich mit lauten Typhonsignalen. Ein schönes Bild und Erlebnis. Gegen 20:30 Uhr machen wir bereits das Licht aus und versuchen zu schlafen. Es sollte wieder eine sehr unruhige Nacht werden, aber nicht wegen Seegang. Das wäre im Hafen auch sehr ungewöhnlich.


    Dienstag, 24.02.2015 Abu Dhabi


    Andrea kommt die ganze Nacht nicht zur Ruhe, da der Husten sie fest im Griff hat. Ich schicke sie gleich um halb acht zum Arzt, damit sie nach Öffnung des Hospitals um acht möglichst gleich dran kommt. Gegen 08:30 Uhr ist sie bepackt mit allen möglichen Hustenmitteln wieder zurück. Wenigstens hat sie schon mal ihre Stimme halbwegs wiedergefunden. Wir frühstücken ganz in Ruhe, denn einen Landgang traut sich Andrea noch nicht zu und so suchen wir uns nach dem Frühstück ein sonniges Plätzchen an Oberdeck. Das Schiff ist wie ausgestorben und wir finden es auch mal ganz schön, das Schiff fast für uns zu haben. Oberhalb des Pooldecks ist es fast menschenleer und wir legen uns mit den Handtüchern und den Wolldecken, die wir aus der Kabine geholt haben, auf zwei Liegen Richtung Sonne. Hier lässt es sich richtig gut aushalten. Ein alkoholfreier Cocktail und ein Weizenbier versüßen uns den fehlenden Landgang. Im Laufe des Vormittags bezieht es sich leider immer mehr und es wird auch wieder merklich kühler. Die Wolldecken können wir sehr gut gebrauchen, doch irgendwann reicht auch das nicht mehr. Wir brechen unsere Zelte hier ab und mir fällt auf, dass Andrea kaum noch hustet. Die Mittel aus der Bordapotheke scheinen zu wirken, Gott sei Dank. Es ist sowieso Zeit zum Mittagessen und wegen der fehlenden Sonne werden wir heute im Innenbereich essen. Wir wollen auch nichts mehr riskieren wegen der Erkältungen. Vorher bringen wir noch die Sachen auf die Kabine und da noch ein wenig Zeit bis zum Essen ist, gehe ich noch einmal in die Sauna und Andrea fängt bereits an zu packen. Doch urplötzlich kommt die Sonne wieder raus und wir ändern unsere Pläne. Es geht doch, draußen zu essen. Ein Tisch in erster Reihe auf der Terrasse des Calypso ist noch frei und Klaus und Brigitte, die am Vormittag auf einen Kaffee im Emirates Palace waren, setzen sich zu uns. Es dauert nicht lange und wir sehen Frank und Christiane auf der Pier auf das Schiff zukommen. Eigentlich wollten die nach Klaus Auskunft an den Strand, doch das sieht mehr nach Shopping aus, so bepackt, wie die beiden zurück kommen. Es dauert auch gar nicht lange und Nötzels tauchen an unserem Tisch auf. Das Bier zischt förmlich bei Frank. Die anderen finden wieder mal kein Ende beim Bier und Wein, obwohl am vorletzten Tag die Eiskühler bereits eingespart werden und kosten die Mittagszeit voll aus. Wir verabschieden uns ein wenig früher, denn Andrea ist wie gesagt schon am Packen und möchte noch einen Koffer fertig bekommen. Das Wetter ist noch einmal richtig schön geworden und wir gehen mit Decken und Handtüchern unter dem Arm noch einmal an Oberdeck. Genau auf der gegenüberliegenden Seite wie am Vormittag können wir uns schön in die Sonne legen und die Decken brauchen wir gar nicht. So langsam füllt sich das Schiff wieder und vor sowie hinter uns findet ein reges Geschnatter statt. Auch hier zeigt sich wieder, was für ein Klientel sich AIDA mit ihrer Billigpreispolitik an Bord geholt hat. Die reden so einen Blödsinn, dass sich mir die Fußnägel hochklappen. Z.B., dass sie aus Willkür nicht in die Moschee gekommen wären, weil der Mann eine Hose anhatte, die zwar über die Knie reichte, aber eben nicht lang war. Mein Gott, das weiß man doch, dann ziehe ich eben mal eine richtig lange Hose an. Die eine beschwert sich auch noch, dass für die Damen nur so kleine Burkas, (weiß die eigentlich was das ist ?), da wären. Sie würde doch nicht in Größe 36 passen und das wär ja wohl eine Unverschämtheit, keine Überkleider für fette Frauen zu haben. Oder was die über AIDA, Schiff, Kapitän und überhaupt alles wissen, alles lächerlich. Früher war sowieso alles besser, ja was erwarten die denn für 799€. Etwa den Luxus der Europa 2? Da fällt einem wirklich nichts mehr zu ein. Wir haben genug von dem blödsinnigen Gelaber der drei Rentnerpaare und suchen das Weite. Es ist sowieso Zeit, das Auslaufen anzuschauen und Stefan hat dazu um 16:30 Uhr in die Anytimebar eingeladen, denn er feiert heute seinen 55. Geburtstag. Die Anytime ist proppenvoll und Stefan empfängt an einem Stehtisch die Gratulanten. Er gibt auf seinen Geburtstag einen aus und fragt jeden, was er trinken möchte. Wir sind da bescheiden und bestellen für mich ein Bier und für Andrea etwas alkoholfreies. Die Aura gleitet langsam aus dem Hafen heraus und das Lotsenboot folgt uns in einigem Abstand. Es ist ein wunderschönes Bild mit der Skyline von Abu Dhabi. Nach einiger Zeit bedanken wir uns und verabschieden uns höflich. Ich möchte mich vor dem Abendessen noch ein wenig hinlegen. Zum Farewell-Dinner haben wir die zweite Essenszeit im Markt ins Auge gefasst, also ist noch ein wenig Zeit. Gegen 19:30 sind wir fertig zum Essen, es ist noch eine halbe Stunde Zeit, bis das Markt seine Pforten öffnet. Zum Farewell-Dinner fährt die Küche noch einmal auf, was sie so zu bieten hat. Von Hummer über Kaviar bis hin zu Ente oder Rinderfilet, da wird richtig aufgetischt. Da noch Zeit ist, machen wir noch einen Rundgang durchs Calypso, um schon mal zu schauen. Es ist brechend voll im Calypso und wir finden einen Teil unserer Gruppe an einem Tisch direkt neben der Tür zur Terrasse. Es ist „Time to say Good Bye“ und daher verabschieden wir uns jetzt schon von Sandra, Brigitte und Klaus und wünschen eine gute Heimreise, da wir nicht wissen, ob wir uns am Abend noch einmal sehen. Bis zur Öffnung des Markt um 20:00 Uhr setzen wir uns in die AIDA-Bar und ich trinke zum Aperitif noch einen Singapur Sling. Damit sind die letzten 7,50€ von der Getränkekarte auch verbraucht, das war dann eine Punktlandung. Wir freuen uns auf das gemütliche Essen im Markt, finden dann auch wieder einen total ruhigen Tisch im hinteren Bereich und genießen das Essen wobei wir dieses und jenes probieren. Eigentlich hatten wir oben gesagt, dass wir vielleicht später noch zur Farewell-Show kommen wollten, aber wir sind mit unseren Erkrankungen zu erschöpft und wollen angesichts des morgigen Reisetages lieber noch einmal ausschlafen. Daher verschwinden wir auf die Kabine. Andrea packt noch die restlichen Sachen in die Koffer, die ich dann vor die Tür stellen kann, damit sie am Morgen vom Schiff gebracht werden. Zum Abschluss hole ich mir noch einen Mai Taj von der Bar, das mache ich eigentlich immer am letzten Abend und dann wird gegen 22:30 Uhr geschlafen. Gute Nacht !!


    Mittwoch, 25.02.2015 Dubai - Hamburg


    Gegen viertel nach sieben werde ich wach und Andrea meint, sie hätte nicht so gut geschlafen, da ich so geschnarcht hätte. Habe ich gar nichts von mitbekommen. Das einzige, was ich gegen morgen gehört habe, war zwei mal ein Türenknallen, sonst nichts. Die meisten Gäste müssten zu dieser Zeit bereits von Bord sein, da fast alle AIDA-Pauschalflüge sehr früh gingen. Gaby und Hans-Gerd haben wir gestern leider nicht mehr gesehen, nun haben wir noch Schulden bei den beiden. Ebenso wie Klaus und Brigitte hatten Sie uns ihre letzten Rupien überlassen, weil wir ja im November noch einmal in Indien sind. Den Gegenwert in Euro werde ich den beiden überweisen. Nach einer erfrischenden Dusche gehen wir zum Frühstück und probieren es noch einmal auf der Terrasse des Calypso. Diese ist bereits gut gefüllt, da schon etliche neue Gäste an Bord sind. Nach dem ersten Eindruck zu urteilen, wird der Altersdurchschnitt auf der kommenden Reise deutlich höher sein, ich schätze so um die siebzig. Gegen 08:45 Uhr müssen wir dann wieder auf die Kabine, da diese bis 09:00 Uhr zu räumen ist. Das Mädchen vom Housekeeping muss uns reinlassen, da unsere Schlüsselkarten bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr funktionieren. Wir packen unsere restlichen Sachen und räumen dann die Kabine 7154. Jetzt haben wir noch zwei Stunden Zeit, bis wir von Bord müssen und versuchen es zunächst an einem sonnigen Plätzchen an der Hemmingway-Lounge. Doch dort wird es mir in den Reiseklamotten schnell zu warm und wir wechseln auf Deck sechs, unterhalb der Rettungsboote, dort ist überhaupt nichts los und wir stellen uns zwei Stühle direkt an die Reling. Der ideale Platz um zum einen die ankommenden Gäste zu beobachten und zum anderen hieran weiter zu schreiben. Mit einem Male höre ich ein Plätschern wie bei einem Starkregen und wir können uns mit unseren Sachen gerade noch nach hinten an die Wand retten. Die waren ohne Ankündigung oben am reinigen und das Wasser rauschte natürlich nach unten durch. Das hätte böse ins Auge gehen können, noch einmal Glück gehabt. Ein letztes Getränk an Bord hilft uns, die Wartezeit zu überbrücken und kurz vor elf brechen wir auf. Am Ausgang treffen wir Pfeifers und Nötzels und gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu unseren Koffern. Wir holen noch schnell im Terminal die Kamelmilchschokolade und dann geht es mit dem Gepäck Richtung Taxistand. Natürlich sind wir zu sechst eine gern gesehene Beute und auch hier sind alle mit Vorsicht zu genießen. Als wir alle bereits in den Fahrzeugen sitzen, wollen die uns einen Festpreis von 80 Dirham pro Taxi aufdrücken. Ich bestehe aber auf Taxameter und bedeute unserem Fahrer, dass wir sonst wieder aussteigen und mache auch schon Anstalten dazu. Zähneknirschend willigt er ein und fährt uns für 62 Dirham zum Flughafen. Emirates hat dort ein eigenes Terminal, das Terminal 3, welches riesig ist. Es gibt mehrere Zonen zum Check-In, für uns wären die Zonen 1,3 oder 4 möglich. Wir entscheiden uns für Zone 4 und können ohne Wartezeit einchecken. Auch bei der Passkontrolle gibt es kaum eine Schlange, aber als wir an der Reihe sind, scheint es Schwierigkeiten zu geben. Die Beamtin lässt uns nicht durch und schickt uns in ein Büro für eine besondere Überprüfung. Das scheint dann dort aber kein Problem mehr zu sein und wir bekommen unsere Ausreisestempel. Nun noch durch die Sicherheitskontrolle und dann haben wir alle Hürden genommen. Diese geht auch problemlos. Im Duty-Free Bereich des Airports trennen wir uns, denn es macht keinen Sinn zu sechst durch die Läden zu stöbern. Wir kaufen noch ein paar Souvenirs, ich muss unbedingt noch einen Burger bei McDoof essen und Andrea bekommt einen Kaffee bei Starbucks, bevor wir uns auf den Weg zum Gate B14 machen. Dort verbringen wir die restliche Wartezeit bis zum Boarding, welches auch pünktlich beginnt. Die Maschine wird wohl wieder recht voll werden und beim Aufruf der Zonen bemerken wir, dass eine große Gruppe Jugendlicher, die offensichtlich im Transit sind, auch in unserer Zone sitzt. Das kann aber anstrengend werden. Die sitzen dann im Flieger auch tatsächlich alle direkt um uns herum. Ein lautstarkes Gegröhle und Gejohle, die haben offensichtlich auf dem vorigen Flug schon gut getankt. Der Start in Dubai verzögert sich dann um fast eine Stunde, da eine Startbahn gesperrt ist und sämtlicher Verkehr über die verbleibende abgewickelt werden muss. Kurz vor 16:00 Uhr geht es dann endlich los, wir werden daher sicher auch mit einiger Verspätung in Hamburg landen. Der Pilot verspricht für den Flug einiges an Turbulenzen, was aber so schlimm nicht werden sollte. Der junge Mann neben Andrea scheint sich einiges vorgenommen zu haben. Zum Wodka mit Orangensaft bestellt er sich noch ein Bier, ebenso später zu den 2 - 3 Gin-Tonic. Aber ansonsten bleibt es bei der Horde Jugendlicher erstaunlich ruhig. Auch Helden werden einmal müde und diese hier scheinen schon etwas länger unterwegs zu sein. Wir landen gegen 19:15 Uhr in Fuhlsbüttel und wie üblich drängen alle sofort an die Fächer fürs Handgepäck. Es ist immer das gleiche, als wenn es so schneller gehen sollte. Selbst wenn, steht man dann nur länger am Kofferband. Wir lassen es ruhig angehen und verlassen die Maschine gegen 19:30 Uhr so ziemlich als Letzte. Da wir aus einem Nicht-EU-Land einreisen, müssen wir auch noch durch die Passkontrolle. Auch hier eine lange Schlange. Für die digital lesbaren Reisepässe von EU-Bürgern gibt es vier automatische Kontrollschleusen, für den Rest zwei herkömmliche mit Beamten besetzte Schalter. Die automatische Kontrolle ist für uns neu. Dabei wird der Pass mit der digital lesbaren Seite in einen Schlitz gesteckt. Ist alles in Ordnung, öffnet sich eine Pforte und man kann in die Schleuse eintreten. Dort schaut man dann noch in eine Art Gesichtserkennung und ist auch dort alles ok, erscheint ein grüner Pfeil und man kann durchgehen. Bei uns ist natürlich alles in Ordnung. Am Kofferband treffen wir die anderen wieder, die teilweise schon Gepäck bei sich haben. Da wir mit dem Verlassen der Maschine und der Passkontrolle recht lange gebraucht haben, lassen auch unsere beiden Koffer gar nicht mehr lange auf sich warten. Wir verabschieden uns von Nötzels und Pfeifers, die ihren Zug nach Berlin bzw. Bus nach Kiel bekommen müssen und machen uns auf den Weg ins Parkhaus P1. Schnell noch bezahlen und schon stehen wir an unserem Auto auf Parkdeck 4. Ich habe immer noch große Probleme mit dem Hören, da der Druckausgleich wohl wegen der Erkältung noch nicht funktioniert hat. Dann wollen wir mal das letzte Stück nach Hause in Angriff nehmen und wir kommen auch zügig durch. Gegen 21:15 Uhr sind wir wieder zu Hause in Mölln. Schade, dass diese Reise durch die Krankheiten so beeinflusst war. Es war dadurch kein wirklich schöner Urlaub und auch keine richtige Erholung. Ich schaue noch schnell die wichtigste Post durch, die Koffer werden nur geöffnet und dann ab ins Bett. Morgen früh wartet schon wieder der Alltag im Büro. Dann bis zum nächsten Urlaub.

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  • strohweder
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    • 5. März 2015 um 17:40
    • #1.445

    Hab jetzt auch ein paar Bilder in die Dropbox gestellt
    Bitte um Meldung, falls ihr die nicht sehen könnt, bin da nicht so bewandert

    LG

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  • wettertom
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    • 6. März 2015 um 12:37
    • #1.446

    Wahnsinn, was für ein langer Bericht :daumen:

    Ich werde ihn zuhause lesen. Schade, dass wir alle mehr oder weniger stark erkältet waren.
    Ich hatte eigentlich gehofft mich mehr mit Euch unterhalten zu können.

    Hoffentlich sieht man sich mal wieder auf einer Reise.

    Gruß Thomas

    AIDA Cara, Westliches Mittelmeer, 2007 / AIDA Luna, Kanaren, 2010 / AIDA Luna, Karibik 2012 / AIDA Luna, Norwegen 2012 / AIDA Blu, Rotes Meer 2013 / AIDALuna Transkaribik 2013 / AIDA Blu Westliches Mittelmeer 2014 / AIDA Aura Orient / Indien 2015 / AIDA Luna Karibik Mexiko 2016 / AIDA Diva Karibik 2017 / AIDA Vita Kanaren Kapverden 2018 / AIDA Stella Mittelmeer 2018 / AIDA Vita Vietnam 2019 / AIDA Luna Karibik/Mittelamerika 2020


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  • alice77
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    • 6. März 2015 um 17:23
    • #1.447

    Hallo Steffen,

    die Bilder sind genial! :foto::daumen::sdanke:
    Den Reisebericht habe ich noch nicht ganz geschafft (bin bis zum 18.02. gekommen), aber er ist wieder sehr detailliert und wunderschön....so, als ob frau/man dabei war. Vielen lieben Dank dafür!!! :blumen:


    Viele Grüße an alle und ein schönes Wochenende!
    Elisabeth

  • strohweder
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    • 8. März 2015 um 17:50
    • #1.448

    Thomas
    Ja die blöde Krankheit an Bord. Hätten auch sehr gern mehr mit euch gesprochen, vielleicht bei den nächsten Winterreisen
    Hier unsere nächsten Pläne::
    März 16 gebucht Karibik mit der Vita ab Miami
    Febr/März 17 im Plan Karibik mit der Mar mit Kolumbien und Costa Rica

    elisabeth
    Dankeee

    Alle
    Ich bin wieder gesund, juhu

    LG


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    • 8. März 2015 um 19:13
    • #1.449

    Hört sich gut an.

    Ist geplant mit unserer Tochter

    AIDA Cara, Westliches Mittelmeer, 2007 / AIDA Luna, Kanaren, 2010 / AIDA Luna, Karibik 2012 / AIDA Luna, Norwegen 2012 / AIDA Blu, Rotes Meer 2013 / AIDALuna Transkaribik 2013 / AIDA Blu Westliches Mittelmeer 2014 / AIDA Aura Orient / Indien 2015 / AIDA Luna Karibik Mexiko 2016 / AIDA Diva Karibik 2017 / AIDA Vita Kanaren Kapverden 2018 / AIDA Stella Mittelmeer 2018 / AIDA Vita Vietnam 2019 / AIDA Luna Karibik/Mittelamerika 2020


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  • Moonsprint
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    • 11. März 2015 um 18:16
    • #1.450

    steffen: Vielen Dank für die tollen Fotos und den ausführlichen Bericht.

    Habt Ihr schon nähere Informationen zu Februar/März 2017? Liegen schon Daten vor? Ich habe noch nichts gesehen.
    2016 fährt die mar die Route leider nur bis 09.02.

    Das ist wirklich eine Hammer-Tour und dafür lassen wir uns zur Not auch krank schreiben wenn wir in der Zeit keinen Urlaub bekommen.
     [Blockierte Grafik: http://d1ozq1nmb5vv1n.cloudfront.net/fileadmin/user_upload/dam/routenkarten/AIDA_Big_de-DE/LRM14034/LRM14034_de-DE.gif]


    LG

    Niko

    2008.07 AIDAbella - Ostsee
    2010.09 AIDAluna - Nordamerika
    2012.02 AIDAluna - Karibik
    2014.02 AIDAbella - Karibik
    2014.09 AIDAsol - Nordeuropa
    2015.10 MS Century Sky - Yangtze Fluss
    2016.04 NCL Norwegian Sky - Bahamas
    2017.06 MS3 - Norwegen Spitzbergen
    2019.02 AIDAbella - Südostasien

    2020.01 Stella Australis - Patagonien/Kap Hoorn

  • strohweder
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    • 11. März 2015 um 18:34
    • #1.451

    Hallo Niko,

    nein noch keine näheren Infos, warten gespannt auf den neuen Katalog ab 20.03. und hoffe, dass die 2017 die Tour mindestens noch den Februar durch machen.

    Wie es aussieht, könnte das vielleicht wieder eine Ocean-Bar Reise werden. :sdafuer:

    LG

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  • Moonsprint
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    • 11. März 2015 um 18:38
    • #1.452

    2008.07 AIDAbella - Ostsee
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    2012.02 AIDAluna - Karibik
    2014.02 AIDAbella - Karibik
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  • Manati
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    • 12. März 2015 um 21:01
    • #1.453

    @ steffen, niko,thomas

    Diese Tour ist wirklich toll. Aber warum bis 2017 warten ? Das ganze geht auch schon ein Jahr früher!
    Elisabeth, Hans, Axel und ich haben diese Route mit der Mar für Januar 2016 schon gebucht. Leider keine zwei Wochen gemeinsam,
    sondern nur eine, da Axel und ich am 05.01.2016 ab Montego Bay starten, Hans und Elisabeth treffen dann eine Woche später in La Romana auf uns.
    Wir würden uns sehr über weitere Mitfahrer aus unserer "alten" Truppe freuen.
    LG
    Axel und Silvia

    2007 AIDAvita Karibik, 2009 AIDAbella Kanaren, 2010 AIDAvita Karibik, 2010 AIDAluna Nordamerika, 2011 AIDAblu Rotes Meer, 2012 AIDAluna Karibik, 2013 Mein Schiff Karibik, AIDAvita westl. Mittelmeer, AIDAdiva Orient, 2014 AIDAblu WMM, AIDAsol WMM, 2015 AIDAluna Karibik,AIDAstella östl. Mittelmeer, 2016 AIDA mar Karibik, AIDAblu westl. Mittelmeer AIDAstella Orient, 2017 AIDAvita Miami/Karibik, AIDAaura Mittelmeer, AIDAblu Adria 2018 AIDAaura IndischerOzean, AIDAstella WMM,2019 Mein Schiff 5 Karibik, AIDAnova WMM,AIDAaura Skandinavien,AIDAstella Kanaren, 2020 Aidadiva Karibik, 2021 Mein Schiff 5 Griechenland, Mein Schiff4 Kanaren, 2022 AIDAblu Adria

  • strohweder
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    • 13. März 2015 um 08:08
    • #1.454

    Hallo Silvia,
    warum nicht schon 2016?

    Ganz einfach:
    1. Die Mar fährt die Route nur bis 02.02.
    Januar ist uns zu früh, a) weil erst am 04.12.15 aus SOA zurück und b) weil Arbeitsstress im Januar
    2. Bereits für März 2016 Reise mit Route New Orleans gebucht

    LG

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  • AIDAmoni
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    • 13. März 2015 um 08:49
    • #1.455

    Hallo zusammen! :ciao:

    Wir sind wieder zurück von unserer wunderbaren Reise in die westliche Karibik und einer Woche Ferienhaus in Florida.
    Die Sonne scheint hier ja fast genau so schön - aber die Temperaturen... [Blockierte Grafik: http://yoursmiles.org/tsmile/cold/t09009.gif] :verzweifelt:
    Um zumindest wieder auf warme Gedanken zu kommen, haben wir den nächsten Trip in die Sonne gebucht: 19 Tage Transatlantik mit der MS 5 vom 2. - 21. November 2016! :Boot1:

    @ Steffen

    Hab Deinen tollen Reisebericht verschlungen - so ein Pech, dass Ihr beide auf der Reise krank ward.[Blockierte Grafik: http://yoursmiles.org/tsmile/illness/t2505.gif]
    Dass Du trotzdem noch alles so ausgiebig schilderst - wow!
    Leider finde ich die Fotos nicht in der Dropbox, nur die vom Panamakanal kann ich sehen.
    Kannst Du mir bitte den Link schicken?

    Liebe Grüße an alle und schönes Wochenende,
    Moni

    Vancouver & Alaska mit Norwegian Jewel :abfahrt:

  • Moonsprint
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    • 13. März 2015 um 19:03
    • #1.456

    Moni: Willkommen zurück!!! Ich hoffe wir bekommen ein paar schöne Fotos zu sehen.

    Silvia: Für uns ist es leider auch zu früh. Januar ist Urlaubssperre bei mir - no chance. In meinem Job bekomme ich bei keinem Unternehmen der Welt im Januar Urlaub wenn das GJ vom 01.01.-31.12. läuft.
    Ich war schon vor Monaten ganz traurig als mir Elisabeth von der Buchung erzählt hat... Wir würden gerne mitkommen.

    Wir verabschieden uns denn schon mal von Euch.Am Sonntag geht es nach Lissabon. Wir hören uns dann in ca. zwei Wochen wieder. Ciao und bleibt gesund.

    LG
    Meike und Niko

    2008.07 AIDAbella - Ostsee
    2010.09 AIDAluna - Nordamerika
    2012.02 AIDAluna - Karibik
    2014.02 AIDAbella - Karibik
    2014.09 AIDAsol - Nordeuropa
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    2016.04 NCL Norwegian Sky - Bahamas
    2017.06 MS3 - Norwegen Spitzbergen
    2019.02 AIDAbella - Südostasien

    2020.01 Stella Australis - Patagonien/Kap Hoorn

  • alice77
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    • 14. März 2015 um 00:38
    • #1.457

    Die einen kommen....die anderen gehen...

    Moni und Jörg
    Schön, dass Ihr wieder gut zurück gekommen seid und eine tolle Reise hattet. :sdafuer::jump:

    meike und Niko
    Ich wünsche euch eine wunderschöne Reise...mit super Wetter und schönen Erlebnissen!!! :bye1:
    Ja... schade, dass es bei euch und anderen nicht klappt, mit uns im Januar 2016 die Ocean Bar zu erobern. :pirat::verzweifelt: Aber es ist toll, dass Silvia und Axel uns einen Teil der Reise begleiten! :sdafuer::daumen:

    Alle
    Ein schönes Wochenende!!!
    Wir sind zur Zeit noch mitten in der Renovierung vom Gäste-Bad....und das ist nervig. Zum Glück besuchen wir am Sonntag Silvia und Axel und schwelgen in den Erinnerungen an Sonne, Strand, die Luna, Cocktails und eine geniale Reise.


    Liebe Grüße!
    Elisabeth

  • AIDAmoni
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    • 16. März 2015 um 08:49
    • #1.458

    Hallo zusammen,

    Jörg war schon fleißig und hat die Bilder in die Dropbox gestellt - fehlt nur noch der Reisebericht dazu:

    wir sind schon am Donnerstag nach Orlando geflogen, haben da unseren Mietwagen aufgenommen und sind nach Tampa gefahren, wo wir am Sonntag zu unserer einwöchigen Tour durch die westliche Karibik gestartet sind.

    Die Route: Tampa, Seetag, Roatan, Belize City, Costa Maya, Cozumel, Seetag, Tampa

    Wir waren jetzt schon das dritte Mal auf der Norwegian Sun, ist ein tolles Schiff, ein bisschen älter - von der Größe her vergleichbar mit der Luna o.ä.
    (Ein paar Bilder von der Kabine haben wir gemacht, aber dieses Mal nicht vom Schiff.)

    Beim Auslaufen aus Tampa haben wir jede Menge Delfine gesehen, die uns bis zur Sunshine Skyway Bridge begleitet haben.
    Unser Kapitän hatte ein tolles Timing: genau zum Sonnenuntergang sind wir unter der Brücke durchgefahren!

    Der erste Seetag verging wie im Flug: schönes Wetter, ein paar leckere Drinks, ein bisschen Relaxen auf dem Balkon oder am Pool...

    Roatan: hier hatten wir vorab im Internet einen Ausflug mit Bodden Tours gebucht.
    Wir sind über die ganze Insel gefahren, haben die Iguana-Farm besichtigt und den botanischen Garten. Dort hat uns ein Regenguss erwischt, dem selbst unsere Schirme nicht standgehalten haben (daher auch leider keine Fotos von dort). Anschließend waren wir noch in West Bay, wo wir "Baleadas" gegessen haben; dazu ein leckeres einheimisches Bier -> einfach, aber genial. Trocken waren wir unterdessen auch wieder und haben unsere Fahrt entlang der Küste fortgesetzt.
    Abends war wieder wunderschöner blauer Himmel...

    Belize City: heute standen die Maya-Ruinen von Lamanai und die Bootsfahrt auf dem Old Belize River auf dem Programm (Schiffsausflug).
    Irgendwie hatte ich mir so eine gemütliche Tuckerfahrt vorgestellt - hätte mich ja auch vorher informieren können, dass die Fahrt eher Schnellbootcharakter hat.
    Auch wenn ich davon ein bisschen überrascht war, hat mir die Fahrt auf dem Fluss gut gefallen.
    Lamanai selbst war toll; schon irre, zu was die Mayas bautechnisch im Stande waren.
    Am letzten Tempel hatten wir riesiges Glück: wir haben eine Gruppe Brüllaffen mit einem Baby gesehen!
    Schon ging es wieder zurück nach Belize und mit dem Tender zurück zur Sun.
    Außer uns lagen noch 2 Carnival-Schiffe und die Norwegian Dawn vor Anker.

    Costa Maya: den heutigen Tag haben wir im Maya Chan Beach Resort verbracht. Herrlich: den ganzen Tag bei wunderbarem Wetter faulenzen...
    Wundert Euch nicht, dass keine Leute auf den Bildern zu sehen sind: Seegras hat viele von einem Strandbesuch abgehalten.
    Uns hat's nicht wirklich gestört: man musste nur einen großen Schritt über das Seegras machen und war im 29°C warmen Meer.

    Abends war ein großer Frosch in unserer Kabine...

    Cozumel: der einzige Hafen, den wir schon kannten. Vor 5 Jahren haben wir den Ausflug nach Tulum gemacht, dieses Mal sind wir mit dem Katamaran nach Passion Island gefahren. (Schiffsausflug) Ich wäre sooo gerne länger hier geblieben!

    Kaum zu fassen: das war schon unser letzter Hafen!

    Noch ein Seetag, und wir erreichen am Sonntag Morgen Tampa.
    Damit war der Urlaub aber noch nicht vorbei: eine Woche Ferienhaus in Naples lagen noch vor uns.
    Den Mietwagen hatten wir in der Parkgarage ggü. vom Hafenterminal abgestellt und konnten somit direkt losfahren.
    In Naples haben wir keine Fotos gemacht - nur relaxt.

    Ich hoffe, der Reisebericht und die Fotos haben Euch gefallen;
    falls Ihr Fragen habt - gerne!


    Liebe Grüße
    Jörg & Moni

    Vancouver & Alaska mit Norwegian Jewel :abfahrt:

  • alice77
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    • 17. März 2015 um 12:46
    • #1.459

    Hallo Moni,

    danke für deinen Reisebericht!!! :sdanke::blumen: Die Fotos in der Dropbox kann ich leider nicht sehen :verzweifelt: ....vielleicht aber Hans an seinem Computer. Die Bilder von Steffen konnte ich wohl sehen....seltsam :gruebel:
    Wir waren in 2010 von Lamanai und der Bootfahrt bei diesem Ausflug auch total begeistert. Als wir die Brüllaffen hörten, dachte ich zunächst, dass sie für die Touristen Lautsprecher für Dschungelgeräuche aufgestellt hatten :hahaha::lol1:

    Bei meinem Reisebericht habe ich leider noch immer keinen Anfang gefunden, da die letzten Wochen geprägt waren von Renovierung vom Gästebad (noch immer nicht abgeschlossen :traurig: ), Kiefer-OP und Venen-Op :erschrecken: Aber ich werde den Reisebericht noch nachreichen.


    Liebe Grüße an alle!
    Elisabeth

  • AIDAmoni
    carpe navem
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    • 17. März 2015 um 14:46
    • #1.460

    Hallo Elisabeth,

    da kann ich mir echt schönere Freizeitbeschäftigungen vorstellen... :erschrecken:

    Probier Mal diesen Link für die :foto: : https://www.dropbox.com/sh/vm5nsh52ftk…-Ja?n=361591701


    LG
    Moni

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