Leider gibt es auch bei Phoenix Dinge, die negativ auffielen.
a) Das Phoenix-Team hat scheinbar einen Generationenwechsel durchgemacht. Die neuen und jungen Mitarbeiter fielen mir dadurch auf, dass sie die Passagiere auf den Ausflügen nur ablieferten und dann sich ausschließlich um sich selbst kümmerten. Auch an Bord wurde scheinbar nur das Nötigste getan. Danach standen sie nur in einer Ecke und beschäftigten sich nur um sich selbst. Ich habe nie gesehen, dass sie mal auf die Passagiere zugegangen sind. Anders wie auf anderen Reisen konnte man nicht mit ihnen "warm" werden.
b) Das Bufett zum Frühstück wies jeden Morgen immer die selben Speisen auf. Zwar gab es ab und zu mal ein Special wie z.B. Ei Benedict, aber insgesamt war es von der Auswahl doch recht eintönig. Auch das Essen mittags und abends war nicht schlecht, aber auch kein Brüller. Das hab ich bei Phoenix schon besser erlebt. Wenigstens gab es auf dieser Tour keine Wiederholung.
c) Die Beschreibung der Ausflüge in Brasilien entsprach nicht unbedingt immer der Realität. Ok Maceio musste kurzfristig als Ersatz für Natal organisiert werden, aber Recife z.B. (Katamaranfahrt) war ein Witz. Fairerweise wurden aber Ausflüge, die gekürzt werden mussten im Preis dann reduziert.
e) Das Schiff war zwar in einem besseren Zustand wie vor einem Jahr, aber es gab trotzdem noch viele Stellen und Ecken (Bodenplanken, wo an den Fugen Wasser durchdrang), Aussentüren (Lidobereich), die verzogen waren und sich nicht richtig schliessen liessen, Fitnessbereich, wo die Geräte wie die Sitzfahrräder teilweise in einem schlechten Zustand waren (Rückenlehne hatte tiefe Risse). Das hätte man alles in der Werftliegezeit flicken können, aber scheinbar wurde nurauf den Anbau der neuen Balkonkabinen Augenmerk gegeben. Für eine so lange Weltreise im Anschluss fraglich. Es kommt da das Gefühl auf, dass die Artania vielleicht nicht mehr lange bei Phoenix fährt.
f) Sparzwang: Wie bei den anderen Gesellschaften wird auch bei Phoenix eingespart. Z.B. schrumpfte die Taufurkunde von DIN A4 auf DIN A5. Ok im Vergleich zu Aida immer noch harmlos - angeblich soll diese dort jetzt 15,- € kosten.
Auch beim Silberservice bemerkte ich Einsparungen. Zar bekam ich meine Sektflasche zu Beginn der Reise, aber vorher wurde mir auch immer während der Reise noch eine auf Kabine gebracht. Der Sekt schmeckt zwar lecker, aber er ist mir nicht wichtig. Es ist aber ein Hinweis auf Sparmassnahmen.
Fazit: Leider verliert auch Phoenix mehr und mehr das Besondere. Mit der Artania war das erstmal meine letzte Fernreise für die nächsten Jahre.