
15. Januar 2020 – Penang – Wetter: sonnig, 31 Grad
Nach der Fahrt auf den Penang Hill, den „Hausberg“ und dem Besuch des Keh Lok Si-Tempels steuern wir auf das nächste Ziel des Ausflugs zu. Uff, der Tempel war wieder wunderschön und ich bin gespannt, was uns jetzt noch alles erwartet. Im friedvollen Miteinander findet der Besucher hier Kirchen, Tempel und Moscheen. Der Bus durchfährt Straßen, die gesäumt sind von hohen Bäumen und dahinter stehen Hochhäuser im modernen Stil verbaut. Prachtvoll präsentiert sich der Eingang zum Burmesisch- Buddhistischen Tempel Dhammikarama. Kunstvoll verziert ist das Portal und zu dem leuchtenden rot und dem vielem Gold stechen die zwei weißen Steinelefanten ins Auge des Betrachters.
Der Tempel wurde im Jahr 1803 errichtet und ist somit der älteste buddhistische Tempel in Penang. Sein Dasein hat er der burmesischen Bevölkerungsgruppe zu verdanken, die sich seit dem späten 18. Jahrhundert hier angesiedelt hat.
Der
Bus fährt noch ein Stück weiter und hält am Wat Chayamangkalaram,
alles
aussteigen und los geht es – aber erst mal noch schnell die
Toilette aufsuchen – man weiß ja nie, wo die nächste ist. Oha,
das Schild musste ich unbedingt fotografieren. Es gibt klare
Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht. Na ja, verkehrt herum
draufsetzen, macht jemand sowas??
Dieser
Tempel mit dem unaussprechlichen Namen ist ein thailändischer Tempel
und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Nun muss ich mich
sputen, dass ich den Anschluss an die Gruppe nicht verliere und als
erstes ziehe ich schon mal meine Schuhe aus. Die Tempelanlage ist
riesig und es geht mir hier so, wie im Keh Lok Si Tempel – das
Auge irrt umher – es gibt so viel zu sehen.
Die riesigen Drachen am
Eingang, die kunstvoll mit bunten glänzenden Mosaiksteinen verziehrt
sind. Die streng dreinschauenden Wächter am Eingang der
Gebetshalle... Welch eine Ruhe strahlt der liegende Buddha aus und
die Länge ist beeindruckend.
Wir erfahren, er soll einer der
längsten der Welt sein.
Es gibt unzählige weitere Buddhas, sitzende, stehende und alle haben etwas versöhnliches im Blick. Hier könnte ich noch länger bleiben – die Atmosphäre ist beruhigend. Aber am meisten beeindruckt haben mich persönlich die Fabelwesen am Eingang zur großen Gebetshalle... halb Mensch – halb Tier. Ich kann sie gar nicht beschreiben, unglaublich schön.
Ein
Blick auf die Uhr, wir müssen zum Treffpunkt und jetzt geht es zum
Mittagessen.
Unterwegs sehen wir die riesige Penang Staatsmoschee mit
der goldenen Kuppel und im krassen Gegensatz die modernen Hochhäuser
in unmittelbarer Nähe. Unsere Tour geht vor zur Küste zum
historischen Pier, dem Church Street Pier, der 1897 erbaut und
inzwischen aufwendig renoviert wurde, so das er nun glanzvoll
strahlen kann. Und ganz in seiner Nähe wartet unser Mittagessen.
Das
Essen ist ein Genuss, jeder findet bei dieser Auswahl etwas, das ihm
mundet. Übrigens wurde uns babanonische lokale Küche serviert.
Ach, die Frühlingsrollen waren so knusprig und das Fleischgericht
mit der pikanten Soße köstlich.
Nach dem Essen haben wir noch ein wenig Zeit, die Aussicht hier zu genießen. Mein Mann und ich sind uns einig, Penang ist immer wieder einfach ein tolles Ziel auf dieser Reise.
Zum nächsten Ausflugspunkt ist es nicht weit. Wir waren zwar schon mal dort gewesen, aber ich freue mich trotzdem auf das Fischerdorf „Clan Jetties“. Die Häuser stehen auf Stelzen und wenn man über die Holzstege durchläuft, bekommt man einen Einblick in das Leben der Menschen dort. Arbeiten und Leben ist dicht verbunden. Vorne gibt es kleine Läden und im hinteren Teil des Raums wird gelebt. Viel Platz gibt es nicht –aber alles ist zweckmäßig hergerichtet.
In den kleinen Geschäften, in denen die Bewohner Dinge für den täglichen Bedarf verkaufen, gibt es für die vielen Touristen die hierher kommen, natürlich auch Andenken zu kaufen.
Die Stege sind
blitzsauber und ich bewundere die bunten Malereien an den Hütten.
Die Fischerboote wiegen sich sanft im Wasser, alles strahlt so eine wohltuende Gelassenheit aus.
Unsere Tour geht weiter und zwar in den Stadtteil Little India. Auf dem Weg dort hin gelingen mir ein paar Schnappschüsse aus dem fahrenden Bus.
Die bunten Figuren an der Rückseite des Mahamariamman Tempels
leuchten in der Sonne. Er wurde 1833 erbaut und ist der älteste
hinduistische Tempel in Penang. Der Bus hält, alles aussteigen …
es gibt auch hier genug zu sehen oder man geht einfach ein wenig
shoppen.
Wir machen erst mal eine kleine Pause und wollen einen Tee
trinken gehen.
Es ist schon irgendwie lustig anzuschauen, wie die Tauben oben auf den Girlanden sitzen und ich hoffe inständig, ich bekomme keinen „Flatsch“ ab. Das hatte ich schon mal auf einer Reise erlebt … Bluse versaut – genau vor einem Juweliergeschäft. Der Besitzer half bei der Reinigung und nach einer viertel Stunde hatte ich einen neuen Ring. Eigentlich müsste es dann heißen: „Scheißt dich ein Vogel an, denk dran – es kann dir Glück bescheren!“
Die
meisten Gebäude, die hier zu sehen sind, stammen aus der Zeit vor
dem zweiten Weltkrieg – nur waren es damals Lagergebäude gewesen.
Gemütlich sitzen wir im Schatten und genießen den Tee mit Limette und ich studiere die Speisekarte. Am Tisch nebenan sitzen zwei Männer, die mit sichtlichem Genuss ihre Teller leeren. Kleiner Auszug aus der Speisekarte: Currygerichte mit Huhn und Schaf, aber auch Vegetarisches ist abgebildet. Nö, essen wollen wir gerade nicht, wir sind noch satt vom Mittagessen.
Pünktlich zur verabredeten Zeit sind alle Teilnehmer wieder am Bus und wir können zurück zum Hafen fahren. Die Reiseleiter verabschieden sich und verschwinden in Richtung Flughafen, denn morgen wollen sie uns in Kuala Lumpur empfangen. Schön war es mit ihnen. Bis morgen dann …
Zum
Ablegen der Bella gehen wir hoch an Deck, denn die Offiziere warten
auf uns. Angesagt ist das Offiziers Shaken und das lassen wir uns
nicht entgehen. Doch wir trinken nur einen Cocktail, denn wir werden
anschließend ins Rossini gehen und ich muss mich noch stylen. Ich
gebe ehrlich zu, ich mag das Essen im Rossini aus mehreren Gründen.
Es schmeckt einfach super. Ich sammle Ideen für zu Hause, wenn ich
mal was besonderes kochen möchte. Es ist ein Abend ohne viel Gewusel
um mich herum, das tut nach einem langen Ausflug mit vielen neuen
Eindrücken ganz gut.
Nach dem Essen langt uns noch die Zeit, einen Platz im Theatrium zu finden. Na ja, nicht unbedingt bequem, aber ich kann alles sehen. Manchmal muss die Treppenstufe als Sitzplatz auch genügen. Die Tanz- und Artistenshow „Augenblicke“ nimmt uns total gefangen. Modernes Tanztheater gepaart mit einer grandiosen Artistik und die AIDAstars singen dazu, eine super Darbietung. Bravooooo und zum Schluss gibt es tosenden Beifall.
So, jetzt drehen wir noch eine Deckrunde und suchen die Poolbar auf für einen Absacker, und dann ab in die Kabine. Morgen ist wieder Landgang und wir sind in Kuala Lumpur unterwegs. Gute Nacht!
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