
2. Januar 2020 – Es geht nach Bangkok
Gute 5
Wochen nach unserer letzten, spontan gebuchten AIDAreise, haben wir
die Koffer sowie die Sommersachen wieder hervor geholt. Die finden
auch keine Ruhe bei uns, hihihi. Den Jahreswechsel haben wir mit
allerhand Reisevorbereitungen verbracht, schließlich muss alles
beieinander sein. Wichtigstes Utensil, der Reisepass liegt mit den
Buchungsunterlagen im Mäppchen – Urlaub, du kannst beginnen.
Unser Freund fährt uns zur Bushaltestelle, denn es gibt eine tolle Verbindung von der Kreisstadt bis zum Flughafen. Wir sind so zeitig da, dass wir für das erste Teilstück des Fluges noch zwei nebeneinander liegende Plätze bekommen. Für den Anschlussflug bis Bangkok haben wir die Sitzplätze vorher durch unser Reisebüro reservieren lassen. Ein wenig Stress hatte ich schon, denn die Dame am Check-In blätterte in meinem Pass herum und ging mit ihm weg. Ooooh neeeeee, nicht schon wieder Theater wegen irgendwas. Mit einem entschuldigendem Lächeln kommt sie zurück. Es sei alles okay. Auf meine Nachfrage, was denn nicht in Ordnung gewesen sein könnte, antwortet sie mir: „Sie haben nicht mehr so viele freie Seiten im Pass, aber für die Einreise nach Thailand reicht es!“ Ich blättere den Pass durch. Okay, ist schon arg voller Stempel, aber es gibt noch knapp 3 freie Seiten. Also auf den Schreck brauche ich etwas, um die Nerven zu beruhigen. In einem Bistro finden wir noch freie Plätze und bestellen einen Prosecco.
So, das wäre jetzt erst mal geschafft und nun stoßen wir auf die kommende Reise an. Und die Waage zeigte bei der Abgabe der Koffer an, es kann noch was mitgebracht werden aus dem Urlaub.
Klar, einige werden sagen: „die sind ja verrückt, schon wieder Südostasien!“ Aber, wie es uns die Vergangenheit gezeigt hat, nicht immer verläuft die Reise wirklich gleich. Mal legt das Schiff in diesem Port, mal in einem anderen Port an. Mal wird getendert, mal nicht. Und … dieses mal ist ein Hafen dabei bzw. eine Insel, die wir nicht kennen. Es ist Phuket, bekannt bei vielen deutschen Urlaubern. Da sind wir sehr gespannt, was wir dort sehen werden. Und dann haben wir ja noch das private Anschlussprogramm mit einigen interessanten Erkundungen in und um Bangkok herum. Dazu später mehr.
Der
Umstieg in Wien klappt prima und im Flieger richten wir uns auf eine
lange Nacht ein. Bequeme Klamotten haben wir an und schnell noch die Wollsocken
drüber gezogen, leichten Schal um die Hals und dann kommt „Take
off“. Ich habe einen Fensterplatz und schaue ab und zu mal auf
unsere Erde runter.
Straßen erscheinen wie leuchtende Schlangen, Ortschaften in bizarren Formen liegen in Bergschluchten und dann fallen mir nach einem Imbiss die Augen zu. Schlafen ist immer gut. Ich verpasse ja nichts!
Bequem ist es in dem großen Flieger schon und niemand stößt hinter mir mit den Knien an den Sitz, dass ich dauernd hochschrecken muss.
Irgendwann ist es taghell, als ich die Verdunklung des Fenster nach oben schiebe. Wir sind im Landeanflug auf Bangkok. Das blaue Wasser glitzert unter uns und ich sehe die vielen Felder unter uns. Ach, wir freuen uns schon so auf die Zeit jetzt vor der Tour und dann auf die Bella, die wir so ins Herz geschlossen haben.
Die
Passkontrolle verläuft ohne Probleme, das Gepäck kommt schnell und
wir suchen den Ausgang 5. Denn dort wartet ein uns bekannter Fahrer
und bringt uns, noch nicht nach Laem Chabang. Denn die Bella ist ja
noch nicht da, die kommt erst am 5.1. dort an.
Unsere Fahrt geht in Richtung Pattaya und noch ein Stückchen weiter nach Jomtien.
Bangkok
liegt rund 165 Kilometer entfernt und der Tag neigt sich zu Ende als wir kurz vor unserem Ziel sind. Die Sonne verschwindet langsam am Horizont.
Wir umfahren die quirlige Stadt
Pattaya und nach gut 3 Kilometern erreichen wir den Jomtien-Beach.
Hier waren wir schon mal gewesen und so freut sich der Besitzer des kleinen Hotels, als er uns erblickt. Wunderbar, wir haben das gleiche Zimmer mit Balkon und Blick auf das Meer. Rasch eine Dusche, Sommersachen anziehen und den Abend verbringen wir im kleinen Restaurant des Hotels, direkt am Strand.
Die Wellen gluckern leise und ich muss unbedingt meine Füße kurz ins Wasser halten. Ohhh, so schön warm – herrlich. Jetzt ein kühles einheimisches Bier, das passt perfekt zur Abkühlung.
Die Frühlingsrollen, ich kann nicht genug von ihnen bekommen, sind 1a. Heiß, knusprig und die Soße dazu - ein Gedicht.
Das Essen ist wieder äußerst lecker und dann kommt die
Chefin zu uns an den Tisch. Also morgen können wir den kleinen Stand
nicht nutzen. Das Hotel hat einer Stiftung, die sie auch mit
unterstützt, den Strand und das Restaurant für eine
Wohltätigkeitsveranstaltung zur Verfügung gestellt.
Was für eine tolle Sache, schießt es mir durch den Kopf. „Also wenn sie noch helfende Hände brauchen morgen, ich habe den ganzen Tag Zeit!“, sage ich zu ihr. Sie nickt freudig – um 11 Uhr kommen die Kinder. Okay, ich bin dabei. Das Gestänge für die Pavillons sind schon zusammengebaut und ein paar Gummihüpftiere stehen auch bereit. Der Strandabschnitt ist toll hergerichtet. Alles ist vorbereitet für den großen Tag morgen, wie ich sehe.
Nach dem
langen Flug und dem guten Abendessen vertreten wir uns noch etwas die
Beine und laufen ein Stück die Uferpromenade entlang.
Es ist immer wieder ein komisches Gefühl; gestern zu Hause war es kalt und ich hatte Wintersachen an und nun schlendern wir hier mit kurzer Hose und Shirt in Thailand herum.
In den kleinen Bars ist es ruhig, im Minimarket wartet die Frau an der Kasse auf Kundschaft. Hier ist alles etwas anders...ich würde sagen, nicht so touristisch. Uns gefällt es, weil es so ruhig ist und wir direkt am Strand wohnen und auf das Meer schauen können. Irgendwo bellt ein Hund und wir gehen zurück zum Hotel.
Nun aber ab ins Bett – es ist ja schon der 3. Januar, spät am Abend. Morgen wird ein spannenden Tag auf mich warten und mein Mann wird sicher auch auf seine Kosten kommen.
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