
30. März, Aqaba, sonnig 22- 23 Grad
Die Seetage haben wir gut hinter uns gebracht, aber brrrrrrrrrrr, die Temperatur ist deutlich gefallen. Was machen wir jetzt in Aqaba (übersetzt Helena)? Die Bella trifft am Nachmittag ein. Der hohe Fahnenmast ist gut zu erkennen und der Rest verschwindet in leichtem Dunst.
Wir warten wieder ab, bis die Ausflügler fort sind. Busse warten unten auf der Pier. Es gibt die Ausflüge über Nacht nach Petra, Sonnenuntergang im Wadi Rum. Petra in der Dunkelheit hat sicher seinen Reiz, am Tage haben wir uns dort schon mal umgeschaut. Für morgen haben wir uns wieder für einen Ausflug in die Wüste vom Wadi Rum entschieden.
Der Shuttle bringt uns nach Aqaba rein, das ist sehr praktisch. Da haben wir nachher mehr Energie zu laufen. Es gibt auch auf der Fahrt schon einiges zu sehen, wie strahlend weiße Moschee.
Am Parkplatz reger Bus- und Taxiverkehr. Es scheint, als habe es in den vergangenen Tagen einen Sandsturm gegeben.
Viele Fahrzeuge sind mit einer feinen Staubschicht überzogen, fast wie bei uns zu Hause, wenn der Blütenstaub alles gelb färbt. Na ja, Saharastaub hatten wir auch schon auf unserem Balkon weggeputzt.
Ach, ein Flug mit einem Ballon über die sagenhafte Landschaft wäre auch mal was interessantes. Ob man das hier wohl machen kann? Keine Ahnung und so lass ich meine Gedanken etwas fliegen. Im Jahr 2011 war ich das erste mal in Aqaba gewesen und zwar mit meiner Mutti. Mensch, was war das für ein abenteuerlicher Tag, der so ganz planlos anfing. Darüber habe ich ja einem Blog geschrieben und stelle zum Schluss den Link an, zum nachlesen über unser Erlebnis! Nun aber zurück zu unserem Spaziergang. Unterwegs zu dem kleinen Jachthafen, kommen wir an den Ausgrabungen der antiken Stadt Ayla vorbei, so hieß die Stadt bevor sie umbenannt wurde auf Aqaba.
Im kleinen Jachthafen ist es ruhig und die Boot bewegen sich kaum, das Meer gleicht einem Ententeich - keine Wellen. Die Fahnen auf dem Leuchtturm flatter gleichmäßig, alles im grünen Bereich hier.
Zurück zur Stadt ... Jede Menge Menschen sind unterwegs, ist ja Samstag und so flanieren Familien an der Strandpromenade entlang oder sitzen in den Restaurants. Sie kommen auch aus dem Landesinnern an dieses kleine Stück Küste Jordaniens, denn nur hier in Aqaba haben sie die Möglichkeit am Meer zu sein. Kinder rennen mit Schwimmreifen Richtung Meer und johlen … Die Parkanlagen sind nach Glaubensgemeinschaften friedlich aufgeteilt, man sitzt beisammen und macht ein Picknick. An einer Bushaltestelle stehen Männer und Frauen mit riesigen Taschen und Koffern, wahrscheinlich Gastarbeiter die nach Hause fahren. Ägypter, Serben, Türken, Iraker und Syrer sind im Land, die hier einen Broterwerb gefunden haben. Es könnten aber auch einfach Touristen sein, die hier shoppen waren. Nö, wir wollen nicht einkaufen und bummeln weiter.
Unschlüssig stehen wir herum und marschieren erst mal los in Richtung der großen 4 bis 5 Sterne-Hotels. Diese Allee ist mir in der Vergangenheit gar nicht aufgefallen, wahrscheinlich sind wir nie so weit gelaufen.
Wir bleiben vor einem großen bekannten Hotel stehen und dürfen, nachdem wir gemustert wurden auch eintreten.
In der Lobby reger Betrieb, Stimmengewirr, Kofferträger und ein netter Herr bietet uns ein Gebäckstück von einer Etagere an. Toller Service und nehmen das Angebot dankend an. Hat sehr lecker geschmeckt und einen kleinen Schluck Kaffee gab es auch noch dazu. Ich setze mich in einen gemütlichen Sessel und schauen dem Treiben zu. Ui, das stille Örtchen war auch sehenswert. Besonders gut gefallen haben mir die Mosaikarbeiten am Eingang.
Aber nun genug pausiert, ein freundliches Kopfnicken zum Pförtner an der Schranke und es geht weiter für uns.
Ein paar Schnappschüsse rechts und links der Straße, es ist sehr entspannt sich einfach treiben zu lassen. Ich brauche gerade niemanden zuhören, keine Notizen machen, einfach nur schauen.
Und nach einiger Zeit stehen wir wieder am Shuttle und treffen auf Bekannte, die auch unterwegs waren. Die Schlange ist lang und so haben wir Zeit, noch ein wenig zu plaudern. Wir sind zufrieden, den Nachmittag haben wir gut genutzt und freuen uns jetzt erstmal auf das Abendprogramm.
Wieder an Bord, sehen wir, dass auf dem Pooldeck heute Tische weiß eingedeckt sind. „Frühlingsfest“ an Bord der Bella, ein Event, das wir noch nicht kennen.
Sieht sehr schön aus und später gesellen wir uns dazu, denn wir waren für heute Abend im Weite Welt Restaurant zum Essen verabredet, perfekt zum Sonnenuntergang.
Auf der Bühne singt und tanzt die Ramtha Troupe, es ist ein Gastspiel einer einheimischen Folkloregruppe. Kurz schauen wir vorbei, ist eine toller Auftritt.
Der Abend endet für uns an der Ocean Bar mit einem Schlummertrunk und den Blick auf die Lichter der Stadt und den fast runden Mond. Gute Nacht, morgen fahren wir zum Wadi Rum.
Hier der Link zu meinem ersten Besuch in Aqaba Mutti wollte unbedingt in die Wärme und so flogen wir ans "Rote Meer" - das erste Abenteuer hatten wir in Aqaba/Jordanien