Ich verstehe ja nicht, warum die halbstaatlichen Hafenbehörden und Politiker aller Ebenen diese Entscheidung den Wirtschaftsunternehmen überlassen. Diese sind nunnal nicht in erster Linie der Nachhaltigkeit verpflichtet.
Warum nicht zunächst ein Anreizsystem (Rabatte auf die Liegegebühren bei Landstromnutzung) verbunden mit der klaren Ankündigung der verpflichtenden Nutzung ab Jahr X.
Es gibt bis jetzt ja auch von der Hafenseite her erst wenige Landstrmanschlüsse. Und da haben die Häfen dann natürlich die Sorge, dass die Reedereien sie auslassen und durch Häfen mit weniger Vorgaben ersetzen (wie bei Amsterdam). Soetwas würde nur funktionieren wenn du als Hafen extrem attraktiv bist (z.b. Norwegen, Island) und der Strom sowieso relativ günstig ist oder wenn sich die Häfen in einem Gebiet koordinieren würden.
Ansonsten haben viele Häfen ja auch solche Rabatte oder Bevorzugungen bei der Liegeplatzvergabe eingeführt. Die scheinen die Reedereien aber auch nicht deutlich zu bewegen. Was mich besonders enttäuscht ist, dass z.b. Kiel bei der Ankündigung des Baus der Landstromanlage eine Vereinbarung mit AIDA und Costa getroffen hat, dass sie die auch nutzen. Daran scheinen sich die Reedereien auch nicht sehr gebunden gefühlt zu haben. Sonst hätte man mal gehört, dass Costa die auch genutzt hat oder wäre die Bella nicht erst Mitte dieses Jahres das erste und bis jetzt immernoch einzige AIDA Schiff, das die Anlage auch genutzt hat. Letztes Jahr hat die Anlage entsprechend kein Aida Schiff genutzt. Nur im Coronajahr 2021 hat AIDA die Anlage ausgiebig mit der Sol und Prima genutzt. Sehr bedauerlich...