Ich frage mich immer, mit was für Erwartungen man sich das Traumschiff anschaut. Es ist doch klar, dass das nur seichte Kost / Langeweile ist.
Ja, das war es schon immer und das wird auch immer so bleiben. Natürlich hat man zwischendurch immer mal wieder Folgen, die einem besser gefallen. Aber seicht und häufig unrealistisch war es schon immer.
Durch meine Eltern wurde mir quasi das "Traumschiff-guck-Gen" zwar nicht "in die Wiege gelegt". Aber von Kind an kannte ich es nicht anders: Immer, wenn das "Traumschiff" lief, wurde geguckt. Sicherlich trug auch die damalige Zeit bei - die Zeit des Eingesperrtseins und nicht reisen dürfen als DDR-Bürger. Da war die Sehnsucht nach der großen weiten Welt natürlich besonders groß.
Damals begannen die "Traumschiff"-Folgen ja immer in Hamburg und plötzlich war nach kurzer Zeit schon die noch so entfernteste Destination mit der "MS Vistafjord" erreicht. Über so etwas dachte man damals aber auch gar nicht nach. Es war einfach schön, man konnte träumen von Zielen, die einfach unerreichbar waren.
Und seitdem steckt das halt in mir irgendwie drin und ich lasse keine "Traumschiff"-Folgen aus, bin mir eigentlich sogar sehr sicher, aufgrund von immer wieder irgendwann mal gezeigten Wiederholungen alle Folgen von Anfang an gesehen zu haben - und sei die Handlung auch noch so hanebüchen. Die Ziele, das Schiff, das Meer, das - wenn auch nur vorübergehend - einfach abschalten können in einer immer verrückter werdenden Welt - das sind die Dinge, die dann für mich überwiegen. Natürlich habe auch ich mich schon über Handlungen geärgert oder ich habe den Kopf geschüttelt. Aber das Schöne überwiegt für mich nach wie vor einfach.
Und so freue ich mich auch schon sehr auf die morgige Island-Folge. ![]()