Ausflug: „EID 27: Panorama des Måbø-Tals und Wasserfall Vøringsfossen“
Vor etlichen Jahren war ich zum bisher letzten Mal am Vøringsfossen, so dass es wieder einmal Zeit für mich wurde, in die Tiefen der tosenden Wasser zu schauen.
Der Ausflug startete 08:30 Uhr und dauerte zweieinhalb Stunden, Kosten: 85,00 € pro Person. Treffpunkt war vor dem Schiff an den Bussen. Der Ausflug schien sehr beliebt zu sein, da der Bus bis auf den allerletzten Platz besetzt war.
Es ging los in Richtung des wild-romantischen Måbø-Tals, einem engen Tal, das sich zwischen tiefe, teils nahezu senkrecht abfallende Felswände schlängelt. Stetig ging es bergauf. Von Meereshöhe aus muss der Bus einen Höhenunterschied von rund 950 Metern erklimmen.
Nach 20 Minuten kamen wir auf dem Parkplatz an und hatten eine dreiviertel Stunde Zeit für eigene Erkundungen. Das Plateau mit den immer wieder schwindelerregenden Aussichtsplattformen ist gut ausgebaut. Das war während meines letzten Besuches vor etlichen Jahren teilweise noch nicht der Fall. Dennoch muss man aufpassen, wohin man tritt, es kann aufgrund teils vorhandener Schrägen auch mal etwas rutschig sein. Und größere Felsbrocken wurden auch mit in den Wegen verbaut. Mal ist es schmal, mal breit, auch kleine Brücken verbinden die einzelnen Aussichtspunkte miteinander.
Ein Hinweis an dieser Stelle: Aufgrund der relativen Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit haben wagemutige Besucher leider keine Gelegenheit, die seit drei Jahren dort existierende Treppenbrücke, die ein tiefes Tal und den tosenden Wasserfall in schwindelerregender Höhe überquert, zu besuchen. Wir konnten sie nur aus der Ferne bestaunen. Ist schon ein kühnes Bauwerk. Alle Achtung.
Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei. Hier würde ich mir wünschen, dass für den kompletten Ausflug eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung stünde – mit entsprechendem längerem Aufenthalt am Wasserfall.
Es ging zurück ins Tal, wo wir unterwegs noch einen Stopp an der Måbø-Brücke, einer im Jahr 1910 errichteten 55 Meter langen Steinbrücke, einlegten.
Anschließend durchquerten wir Eidfjord in Richtung Hardangerbrücke. Wir fuhren aber nicht bis ganz ran, sondern auf einen kleinen Parkplatz direkt oberhalb des Fjordes mit Blick zur Brücke. Ein wirklich imposantes Bauwerk, das wir am Morgen schon bei unserer Fahrt nach Eidfjord von unten bewundern durften.
Auf dem Rückweg zum Schiff spielte unser Reiseleiter dann noch ein paar norwegische Volkswaisen auf seiner Mundharmonika, was ich sehr stimmungsvoll und so schön passend zur Landschaft fand.
Mein Fazit: Ja, ich war mal wieder am Vøringsfossen. Sollte ich wieder einmal einen Ausflug dorthin planen, würde ich mich aber vorab erkundigen, welche individuellen Möglichkeiten es gibt, um so unter Umständen die Möglichkeit zu haben, mich länger auf dem Plateau aufhalten zu können.
An dieser Stelle ein von mir gut gemeinter Hinweis, dass dieser Ausflug vielleicht nicht unbedingt für Kleinstkinder geeignet ist. Warum ich das schreibe?! Nun, dann hier eine kleine Begebenheit:
Mit im Bus ein junges Paar mit einem kleinen Kind von maximal eineinhalb Jahren. Durch den stetigen Höhenunterschied knackte es während der Fahrt hinauf zum Wasserfall natürlich immer wieder in den Ohren. Druckausgleich ist für die meisten Erwachsenen generell kein Problem. Doch anders bei dem kleinen Kind. Es fing an zu weinen und zu quengeln, ließ sich nur schwer beruhigen, wollte von seinem Sitz auf den Schoß der Mama, die Eltern gestresst. Irgendwann war Ruhe. Zurück ins Tal das gleiche. Mir tat das Kind wirklich leid, denn es konnte ja sein Unbehagen (vielleicht auch Schmerzen in den Ohren) nicht anders zum Ausdruck bringen. Das Paar hatte fürs Kind einen Buggy dabei. Das war kein Problem. Der wurde im Gepäckraum verstaut. Was ich damit sagen möchte: Auch wenn man die eine oder andere Sehenswürdigkeit dann nicht erreicht, ein moderater, kleinkindgerechter Ausflug wäre vielleicht zu überdenken. Und das nicht nur in Eidfjord, es betrifft ja auch andere Destinationen.