Die Aussage war: Die Leute hören bei Kapitänsansagen nicht mehr zu, aber bei den Selection-Reisen ist das anders, denn da ist ja ein anderes Publikum. Genau dafür habe ich kein Verständnis. Ich bin gegen jegliche Einteilung der Passagiere in irgendwelche Schiffskategorien. Auf meiner ersten Kreuzfahrt vor 10 Jahren habe ich jedes Wort des Kapitäns (Dr. Hoppert) belauscht. Also weiß ich nicht, ob "Neulinge" in diesem Zusammenhang wirklich weniger aufmerksam sind als die Profis, die das gefühlt zehnte Mal denselben Kapitän erleben.
Und wenn ich dann lese, dass (in diesem Forum) Leute nicht nachvollziehen können, wie man mit Kindern eine Selection-Fahrt macht, obwohl doch zeitgleich auf derselben Route die Perla unterwegs war, dann kräuseln sich mir alle Haare. In manchen Köpfen scheinen die Selection-Fahrten den Charme des Elitären zu bewahren, während doch bitte alle außerhalb von Gold-Status oder anderer Profi-Merkmale auf die späteren Schiffsklassen ausweichen mögen.
Ich finde das Verhalten vieler Passagiere während Kapitänsansagen mittlerweile sehr respektlos dem Kapitän gegenüber und auch gegenüber den interessierten Passagieren (zu denen ich mich zähle). Dies habe ich auf der Prima ebenso erlebt wie auf Bella und Vita. Während meiner zahlreichen Fahrten konnte ich insoweit keine Unterschiede auf den Schiffsklassen oder den beworbenen Routenbesonderheiten ausmachen.