Das Problem bei der Immigration war aus meiner Sicht, dass TC nachdem bekannt war, dass es zu wenig Beamte im Terminal gab, nicht die Reßleine gezogen hat, sondern stur den Plan, dass jeder bis spätestens 10:30 Uhr das Schiff verlassen haben musste, weiterverfolgte. Nachdem Passagiere bereits längere Zeit in der Schlange zum Verlassen des Schiffes angestanden haben, kam dann die Durchsage dass für 30 Minuten der Ausgang zum Terminal geschlossen wurde. Daraus wurde dann fast eine Stunde. Währenddessen verließen die Passagiere dann aber nicht die Schlange, da sie Angst um ihren Platz hatten. Wenn man dann endlich im Terminal war, musste man trotzdem noch einmal mindestens eine Stunde anstehen, bis man durch die Kontrolle war.
Aus meiner Sicht hätte TC ähnlich wie die Konkurrenz Fenster durch die Vergabe von Buchstaben einrichten und die Passagiere in diese Zeitfenster einteilen müssen. Dann hätte kommuniziert werden können, dass sich die Zeitfenster verschieben und man hätte nicht stundenlang auf das Verlassen des Schiffes warten müssen. Man hätte z.B. sehr bequem noch zum Mittagessen gehen können, wenn man ein späteres Zeitfenster hatte. TC hat hier vielen Passagieren das Highlight der Reise verdorben. Der Auslöser mag bei den US-amerikanischen Behörden gelegen haben, aber das Umgehen mit der veränderten Situation war indiskutabel. Das Personal von TC war völlig überfordert, aber das ist für mich keine Entschuldigung. In meinem Job erwartet man von mir Professionalität und im Fall von Problemen auch, dass ich die Verantwortung übernehme. Die Schuld immer nur auf andere abzuwälzen, ist keine Option.
Es war nicht das erste Mal, dass TC auf dieser Reise Probleme bei der Einreise hatte. Schon in Invergordon war die Einreise schlecht organisiert. Auch dort waren lange Schlangen, die durch bessere Organisation hätten vermieden werden können.
Ich für meinen Teil bin jedenfalls von einer Transatlantiktour nach New York mit TC kuriert. Wir haben zwei Jahre auf diese Traumtour gewartet. Gefühlt ist sehr viel Verärgerung geblieben. Wir testen nächstes Jahr noch einmal Barbados nach Bremerhaven. Wenn es da dann auch wieder so ist, werde ich mich nach einer anderen Reederei umsehen müssen.