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Beiträge von Roter Specht

  • Anthem of the Seas ( ab 2020 ab Southampton )

    • Roter Specht
    • 22. Januar 2019 um 08:57

    Zum virtuellen Balkon:

    Wir hatten ebenfalls auf der Harmony of the Seas eine Kabine mit virtuellem Balkon. Der Bildschirm läuft immer und zeigt in Echtzeit an, was draußen auf Deiner Schiffsseite zu sehen ist (wenn es abends dunkel ist, zeigt der Bildschirm dementsprechend wenig an). Wie in einer echten Balkonkabine gibt es aber einen Vorhang, den man vor dem Bildschirm zuziehen kann.

    Ich fand den virtuellen Balkon ziemlich pfiffig, denn so konnte man morgens bei einem kurzen Blick hinter den Vorhang gleich sehen, ob es draußen schon hell ist und wie das Wetter ist. Man verliert nicht so stark das Gefühl für die Tageszeit wie sonst in Innenkabinen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • USA-Route in den deutschen Herbst- oder Sommerferien

    • Roter Specht
    • 11. Januar 2019 um 16:42

    In Euren Sommerferien gibt es eine schöne Tour mit der Caribbean Princess (25.07. - 7.08.2020) von Fort Lauderdale bis Quebec. Angelaufen werden zum Teil Großstädte, u.a. New York und Boston, daneben auch Ziele, die Ausflüge in die Natur ermöglichen (z.B. Bar Harbour nahe des Acadia-Nationalparks). Hier könntet Ihr evtl. ein Vorprogramm Miami einplanen (wobei ich das angesichts der Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit, die im Sommer in Miami herrschen, nicht wirklich empfehlen kann). Das kommt Euren Vorstellungen wahrscheinlich am nächsten.

    Ebenfalls in Euren Sommerferien fährt die Adventure of the Seas ab/bis Cape Liberty (New York) (15. - 24.07.2020) Richtung Kanada / Neuengland (u.a. mit Boston).

    In Euren Herbstferien gibt es neben der Tour von TUI und der AIDAdiva (New York bis Montreal) noch weitere Touren mit amerikanischen Gesellschaften Richtung Kanada/Neuengland (z.B. mit der Caribbean Princess, der Brilliance of the Seas, der Grandeur of the Seas, der neuen Sky Princess etc.), aber diese sind von der Route ähnlich wie die AIDA- oder TUI Reise und umfassen weniger die Ostküste der USA, sondern konzentrieren sich auf Kanada/Neuengland.

    Man kann auch prima Landurlaub in den USA machen, wir waren mal drei Wochen mit dem Mietwagen von New York bis Charleston und zurück unterwegs, da sieht man deutlich mehr vom Land als bei wenigen Ausflügen vom Kreuzfahrtschiff aus. Hotels/Motels haben in den USA standardmäßig Zimmer mit zwei Doppelbetten, da kann man auch mit Kindern problemlos reisen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Aida-Ausflüge allgemein

    • Roter Specht
    • 21. Dezember 2018 um 15:55

    Hallo Gold-Locke,

    das ist inzwischen unkalkulierbar geworden. Während es früher einheitlich 3% Online-Rabatt bei der Vorausbuchung von Ausflügen gab, kann der Rabatt jetzt zwischen 0 und 10% liegen (je nachdem, wie gut die Ausflüge gebucht sind). Der Rabatt kann sich im Laufe der Zeit verändern, und zwar in beide Richtungen.

    Außerdem kann sich der Ausflugspreis selbst (unabhängig von einem möglichen Online-Rabatt) noch verändern. Ich hatte im Frühjahr 2016 die Grönland-Reise mit der Cara im Premium gebucht und war verblüfft, wie stark sich für Island (dort noch erklärbar mit Wechselkursschwankungen) und Grönland innerhalb kürzester Zeit die Ausflugspreise änderten. Wir hatten z.B. die Gletschertour mit Besuch der Eishöhle von Reykjavik aus gebucht. Der Ausflug startete bei 249 EUR, kurze Zeit darauf ging es auf 265 EUR, kurz vor Reisebeginn ging es dann auf 299 EUR.
    Gerne werden auch Preise zum Jahreswechsel erhöht.

    Wenn Ihr den Ausflug auch anderweitig organisieren könntet, kannst Du vielleicht noch pokern (wobei ich meerschwein 108 nur zustimmen kann - die Preise gehen - außer für "Ladenhüter" - nach meiner Erfahrung eher nach oben als nach unten), wenn Ihr den Ausflug unbedingt über AIDA machen möchtet, würde ich so schnell wie möglich buchen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • A-ROSA Brava 04. - 09.08.2019 Rhein Romantik

    • Roter Specht
    • 30. November 2018 um 09:36

    Mein 14jähriger Sohn und ich fahren nächsten Sommer ein paar Tage mit der A-ROSA Brava. Die Reise startet in Köln und geht über Mainz, Speyer oder Germersheim, Kehl (Straßburg) und Koblenz wieder zurück nach Köln. Ist vielleicht jemand dabei?

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Phoenix Reisen - Hochseerouten für Sommer / Herbst 2020 buchbar

    • Roter Specht
    • 27. November 2018 um 09:23

    Phoenix hat die Routen bis Ende 2020 veröffentlicht: https://www.phoenixreisen.com/?pm=uebersicht…2020-30.04.2021

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Unterschiede MSC zu AIDA?

    • Roter Specht
    • 21. September 2018 um 09:35

    Hallo jumala,

    wir waren 2015 mit der MSC Splendida in Island.

    Zu Deinen Fragen:
    zu 1) Wärme der Speisen kann auch von folgenden Faktoren beeinflusst sein:
    - im Buffetrestaurant führt schlicht die Größe des Restaurants (ich schätze, dass eine Längsseite über 100m lang ist; bei unserer Reise waren die Speisenangebote an den langen Seiten jeweils identisch, an den kurzen Seiten gab es zu beiden Seiten unterschiedliche Dinge, die wir gerne mochten (Eingangsbereich: Pizza, Richtung Heck: Ethnic Corner). Von daher ist das Essen allein schon durch lange Gehzeit zu verschiedenen Buffetstationen und dann zurück zum Platz schnell abgekühlt.
    - im Bedienrestaurant kann es auch von der Tischgröße abhängen (wenn mit dem Servieren gewartet wird, bis alle Essen für alle Passagiere an einem großen Tisch da sind). Wir hatten bei unserer Reise einen Zweiertisch im Bedienrestaurant, da gab es keine Probleme mit abgekühltem Essen.

    zu 2) Wir hatten die erste Tischzeit (eher 17.30/ 18 Uhr als 18.30 Uhr, ist aber wohl vom Reiseziel abhängig: bei Nordlandreisen wird tendenziell etwas früher gegessen als bei Mittelmeertouren. Das Abendessen dauerte bei uns immer ca. 1,5 Stunden. Wir hatten danach nicht den Wunsch, länger sitzen zu bleiben (man sitzt zum Teil sehr eng, es gibt viele Tische ohne Blick nach draußen, MSC verdunkelt z.B. an Galaabenden gerne auch noch die wenigen Fenster durch Vorhänge)

    zu 3) Das Buffet hatte auf unserer Reise praktisch durchgehend von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts geöffnet (Essensangebote natürlich unterschiedlich). Es kam auf unserer Reise mehrmals vor, dass wir aufgrund von Ausflügen unsere Tischzeit im Bedienrestaurant verpasst hatten und im Buffetrestaurant gegessen haben. Du kannst dort jederzeit hingehen. Auf unserer Reise haben viele Gäste aufgrund des schlechten Wetters (Außendecks waren aufgrund von Sturm häufig komplett gesperrt) das Buffetrestaurant als Aufenthaltsraum genutzt, so dass es häufig sehr voll war.

    zu 4) Du kann den Zutritt zum Wellnessbereich bei jeder Kabinenart dazu buchen. Preise findest Du hier https://www.msc-kreuzfahrten.de/de-de/Assets/1…er_2018_v02.pdf (bei der Buchung von Anwendungen ist häufig der Zutritt zum Spa-Bereich für die gesamte Dauer der Kreuzfahrt inklusive, siehe Beschreibungen).
    Ich hatte den Spa-Bereich auf unserer Reise nicht genutzt, aber von anderen gehört, dass er relativ klein sein soll (ich glaube, eine kleinere finnische Sauna und eine Dampfsauna, Ruheraum wohl deutlich kleiner als bei AIDA Sphinx-Klasse, Sauna ohne Meerblick, Saunanutzung nur mit Badekleidung). Das Fitnessstudio konnte jeder Gast (unabhängig von Kabinenart) frei nutzen, Sportkurse sind immer kostenpflichtig, das Angebot ist deutlich geringer als bei AIDA.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Ein paar allgemeine Fragen eines Costa Erstfahrers

    • Roter Specht
    • 31. August 2018 um 13:10

    @Prassat

    Zu den Getränkeeinzelpreisen: https://www.cruisetricks.de/getraenke-preise-bei-costa/

    Bordkarten sind bei keiner Reederei außer AIDA vorab gelocht, aber bei jeder Reederei ist es möglich, die Bordkarte an der Rezeption lochen zu lassen, falls Du sie am Lanyard um den Hals tragen möchtest.

    Ob man mit EC-Karte zahlen kann, weiß ich nicht. 2013 gab es auf der Costa Pacifica Automaten, an denen man selbst seine Kreditkarte registrieren konnte.

    Den ausführlichen Deckplan der Costa Favolosa findest Du z.B. unter https://d160iika50kppq.cloudfront.net/fileadmin/user…volosa_2015.pdf

    Viele Grüße
    Stefanie

  • St. Petersburg / Russland

    • Roter Specht
    • 27. August 2018 um 12:15

    Wir waren Ende Juli/Anfang August mit der Celebrity Eclipse 2 Tage in St. Petersburg. Im Vorfeld hatte ich für beide Tage Ganztagesausflüge (je 7 Stunden) bei Sergej von http://petersburg-hautnah.com/ reserviert.

    Für Kreuzfahrtpassagiere kostet ein Tagesausflug 95 EUR pro Tag und Person (inklusive Fahrzeug, Fahrer und Reiseleitung, exklusive Eintrittsgelder und Mittagessen). Sergej bzw. seine Mitarbeiterinnen kümmern sich darum, Kleingruppen zu bilden, der Preis bleibt gleich, auch wenn sich keine weiteren Mitfahrer finden. Das ist besonders für diejenigen interessant, die - wie wir - nur zu zweit sind.

    Von unserem Schiff gab es keine weiteren Mitfahrer, so dass wir an beiden Tagen nur zu zweit mit Fahrer und Reiseleiterin unterwegs waren. Es war super. Wir konnten kurzfristig das Programm abändern (zu Hause bei Buchung im kalten verregneten Winter war ich noch der Meinung, unbedingt die Eremitage von innen sehen zu wollen; vor Ort bei Sonne und 30 Grad in St. Petersburg haben wir das lieber durch eine Bootsfahrt ersetzt).

    Unser Programm sah wie folgt aus:

    1. Tag: Fahrt vom Hafen bis in die Stadt ca. einen halbe Stunde, eine Stunde Bootsfahrt auf der Newa (super, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen), Stadtrundfahrt mit Fotostopps bei den Rostra-Säulen, beim Panzerkreuzer Aurora, Blutkirche (auf meinen Wunsch mit Innenbesichtigung - wunderschön mit den Mosaiken), Winterpalast, Mittagspause in einem kleinen Restaurant, Nikolaus-Seefahrerkirche (mit Innenbesichtigung), Isaakskathedrale, Newski Prospekt (mit Spaziergang, Besuch eines Delikatessengeschäftes und eines Einkaufszentrums), Besichtigung eines Bahnhofs (sehr interessant die tollen Wartesäle) und längere Fahrt mit der Metro (wir sind an drei Stationen ausgestiegen, die alle sehr sehenswert waren, bei der tiefsten Station sind wir mit der Rolltreppe nach oben gefahren - im Metrosystem kann man sich übrigens auch als jemand, der kein Russisch und keine kyrillische Schrift beherrscht, sehr gut zurecht finden, der Fahrkartenautomat lässt sich sogar auf Deutsch umschalten, die Stationen sind in kyrillischer und lateinischer Schrift angeschlagen und die Durchsagen erfolgen in der Bahn auf Russisch und - laut unserer Reiseleiterin seit der Fußball-WM - auch auf Englisch.
    Der Tag war durch Bootsfahrt, kulturelle Besichtigungen, aber auch Einblicke in das Alltagsleben eine ganz tolle Mischung.

    2. Tag: Fahrt vom Hafen nach Peterhof (Fahrzeit eine knappe Stunde), Besichtigung des Gartens von Peterhof (wir kamen rechtzeitig um 11 Uhr zur feierlichen Eröffnung der Fontänen an, in gut zwei Stunden konnten wir nicht nur die Highlights, sondern den gesamten Garten und damit auch die weniger vollen Bereiche sehen, das war bei dem tollen Wetter für mich das absolute Highlight unseres St. Petersburg Besuchs), dann Fahrt nach Pushkin, Mittagessen, Abrechnung des Tourpreises sowie der Eintrittsgelder mit Sergej (hier schon und nicht erst am Hafen, damit es dort nicht zeitlich knapp wird, weil bei uns am 2. Tag bereits um 17.30 Uhr "alle-Mann-an-Bord" war, Zahlung war mit Kreditkarte möglich), Innenbesichtigung Katharinenpalast (hier gibt es einen gesonderten Eingang für Kleingruppen, so dass wir nicht warten mussten), Bummel durch den Garten des Katharinenpalastes, Rückfahrt zum Hafen und Abrechnung der Kosten für die Mittagessen an beiden Tagen mit unserer Reiseleiterin.
    Peterhof fand ich fantastisch, auf den Katharinenpalast würde ich bei einem erneuten Besuch verzichten, weil es im Sommer wahnsinnig voll ist. Ja, der Palast ist sehr schön, das Bernsteinzimmer interessant, aber wenn man schon andere Schlösser wie Versailles oder Herrenchiemsee gesehen hat, dann ist es nicht so anders. Den Garten von Peterhof fand ich dagegen mit den Spaßfontänen, eleganten Kaskaden, der Lage am Meer und der Weitläufigkeit sehr beeindruckend, bei der Hitze war es auch einfach entspannender, durch einen Park zu gehen als mit Menschenmassen durch ein Schloss geschoben zu werden.

    Die Tour war perfekt organisiert, von der Abholung am Hafen, wo unsere Reiseleiterin schon mit einem Schild mit unserem Namen auf uns wartete bis hin zur detaillierten Abrechnung klappte alles super. Wir haben sehr viel gesehen, unsere Reiseleiterin Nastja hat uns sehr gut informiert. Besonders gut hat mir gefallen, dass wir kein festes Programm durchziehen mussten, sondern spontan entscheiden konnten, ob wir z.B. eine Kirche von innen oder nur von außen besichtigen wollten. Mein Sohn, der sich sehr für Autos interessiert, hat sich besonders darüber gefreut, dass wir die zwei Tage mit einem Mercedes der E-Klasse unterwegs waren. Ich kann einen Ausflug mit Sergej uneingeschränkt empfehlen.

    Zur Info an alle Individualausflügler: es ist schon sinnvoll, einen Ausflugsbeginn erst - wie bei Sergej üblich - um 10 Uhr zu vereinbaren. Die Einreise nach Russland war bei uns extrem langwierig. Unser Schiff hat um 7 Uhr angelegt. Zuerst durften die Passagiere, die Ausflüge über Celebrity gebucht hatten, von Bord gehen. Die anderen Passagiere mussten sich ein "Gangway-Ticket" besorgen, die ersten durften ab 8.15 Uhr von Bord gehen, wir hatten Nr. 13 und durften gegen 9.35 Uhr das Schiff verlassen (damit waren wir noch lange nicht die letzten). Im Terminal waren wir nur ca. 30 Passagiere (für mehrere geöffnete Schalter), aber es dauerte noch einmal eine gute halbe Stunde, bis wir einreisen durften (man kann ca. 5 Minuten pro Person rechnen, im Einzelfall auch mal länger), so dass wir uns am ersten Tag sogar leicht verspätet haben. Auch die Rückkehr auf das Schiff dauerte nachmittags eine gewisse Zeit, vor allem wurde hier Wert darauf gelegt, dass jede Person einzeln vortritt (mein Sohn war schon fast in Panik, als die Grenzbeamtin mich wieder zurück schickte und er allein dort stand). Am zweiten Tag ging es allerdings sowohl morgens als auch nachmittags ohne Warteschlagen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Kinderreisepass

    • Roter Specht
    • 16. Juli 2018 um 16:15

    Hallo Soleluna,

    wir hatten vor ein paar Jahren ein ähnliches Problem. Ich hatte damals extra die Einreisebestimmungen aller Länder, die wir anlaufen sollten, auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachgeschaut. Es war keines dabei, das einen noch nach Reiseende 6 Monate gültigen Pass verlangte, i.d.R. reichte ein gültiger Pass bzw. Personalausweis. Der Pass meines Sohnes war zum Reisezeitpunkt gültig (ich glaube, zu den "6 Monaten nach Reiseende", die das Schiffsmanifest verlangte, fehlten nur wenige Tage). Ich hatte versucht, dies mit AIDA direkt zu klären, was mir leider nicht gelungen ist (wochenlang keine Reaktion auf die Mailanfrage). Zum Glück hatte ich über ein Reisebüro gebucht, das mit AIDA eine einfache Problemlösung erreichen konnte: ich habe nach Absprache in das Schiffsmanifest einfach ein fiktives Datum zur Passgültigkeit eingegeben.

    Vielleicht könnt Ihr auch zu dieser Lösung kommen? (Würde ich aber nur nach vorheriger Absprache mit AIDA machen.)

    Ansonsten dauert die Ausstellung eines neuen Passes bzw. Personalausweises zumindest in meinem Wohnort auch nicht besonders lange (2-3 Wochen).

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Artania

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:46

    @Flo on Tour

    Herzlichen Dank!

    Für alle anderen: den Reisebericht zu unserer Norwegen/Spitzbergen-Reise mit der Artania (Sommer 2016) habe ich hier eingestellt: Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:43

    Fazit:
    Wir sind begeistert von diesem Schiff. Die vielen Freidecks waren für unsere Nordlandfahrt mit vielen Landschaftsfahrten durch Fjorde, an Gletschern vorbei etc. optimal und sorgen für ein ganz neues Kreuzfahrtgefühl. Ich fürchte, ich bin verloren für die heute üblichen „großen Glaskästen“. Während ich sonst bei anderen Kreuzfahrtschiffen bei Panoramafahrten wie z.B. im Geirangerfjord Probleme hatte, Landschaft ohne 120 Köpfe von Mitreisenden davor zu fotografieren, stand auf der Artania der nächste Mitreisende oft mindestens 10 m von mir entfernt an der Reling. Ein Traum für Hobbyfotografen! Ich will allerdings nicht verschweigen, dass genau diese vielen Freiflächen mit recht offener Reling für Eltern von Kleinkindern ein Alptraum sein dürften – mit einem Kind unter drei oder vier Jahren würde ich nicht mit Phoenix fahren (oder man darf sich nur im verglasten Bereich des Sonnendecks aufhalten bzw. sollte das Kind immer an der Hand halten). Bar und viele Sitzgelegenheiten im Heck sind erstaunlich gut windgeschützt - ich war an Seetagen im Norden noch nie so häufig draußen wie auf diesem Schiff, wo man auch immer problemlos einen Platz fand. Durch Tischtennis, Shuffleboard, Fitnessgeräte und Kicker im Heckbereich konnte man sich auch draußen bewegen - das war vor allem für meinen Sohn sehr gut.
    Die Artania hat zwei Bedien- und ein Buffetrestaurant, das Essen ist in allen Restaurants gleich. Restaurant, Tisch und Essenszeit kann man frei wählen – man kommt, sucht sich einen freien Platz und dann geht es los. Zu Mittag- und Abendessen sind Tischwein, Wasser (gechlortes Leitungswasser), Apfel- und Orangensaft inklusive. Zum Frühstück sind Kaffee, Tee (ordentliche Auswahl verschiedener Beuteltees), vier verschiedene Säfte, Milch, Kakao und Wasser; zur Kaffee- und Teestunden sind Kaffee, Tee und Kakao inklusive.
    Das Restaurant Vier Jahreszeiten ist sehr schick, im Artania ist es im hinteren Bereich sehr laut, weil man fast über den Motoren sitzt. Das Buffet-Restaurant ist bei ausgebuchtem Schiff gerade mittags viel zu klein, deshalb haben wir fast immer in einem der Bedienrestaurants gegessen. Dort konnte man meist innerhalb von einer Stunde ein drei- bis viergängiges Menü essen. Das war super gegenüber Costa und MSC, wo man abends feste Tische und Tischzeiten hat und 1,5 - 2 Stunden beim Essen festsitzt - da ist mein Sohn immer sehr unruhig geworden, während es bei der Artania mein Sohn war, der bei der Wahl zwischen Buffet und Bedienrestaurant für Bedienrestaurant plädierte. Das Essen hat uns gut geschmeckt, die Auswahl ist allerdings nicht so reichhaltig wie bei größeren Schiffen und es gibt in jedem Restaurant (einschließlich Buffet) dasselbe Essen. Für Kinder, die nicht ohne Pommes, Hamburger o.ä. leben können, gibt es auch noch eine Kinderkarte. Außerdem kann man von 7 - 24 Uhr kostenlos Essen auf die Kabine bestellen (Pizza, Burger, Wiener Schnitzel, Kraftbrühe, griechischer Salat, Räucherlachs etc.). Frühstück kann man bis 9.30 Uhr ebenfalls kostenlos auf die Kabine bestellen. Beim Essen gab es unglaublich viele Extras. Das beginnt beim Frühstück (hier gab es fast jeden Tag irgendwelche Besonderheiten, von gefüllten Croissants über besondere Eierspeisen bis hin zu Gourmetfrühstück am Sonntag, wo man sich z.B. schon ein Rinderfilet zum Frühstück bestellen kann - ob man das schon zum Frühstück essen möchte, ist allerdings eine andere Frage). An jedem Seetag gab es vormittags etwas Besonderes am Kopernikus-Pool, z.B. Bayrische Spezialitäten, Garnelenpfanne, Grünkohpfanne, Austern etc., alles i.d.R. verbunden mit einem Frühshoppen. Da mein Sohn und ich eher spät frühstücken, haben wir das nicht genutzt. Nachmittags gibt es eine Kaffee- und Teestunde mit Torten, Gebäck, Obst und kleinen pikanten Dingen wie Sandwiches, aber auch mal Krabbencocktail. Zweimal hatten wir die besonderen Kaffeezeiten, die ich im Bericht geschildert habe – für mich Schoki-Fan waren das die absoluten kulinarischen Highlights. Ab 22.30 Uhr gab es einen Late Night Snack, der nicht nur das enthielt, was im Tagesprogramm stand, sondern auch Obst, Sandwiches und kleine süße Sachen.

    Gewisse Abstriche (teilweise aufgrund des Alters des Schiffs) muss man an folgenden Stellen machen:
    - Kabinen (viele Kabinen mit getrennten Betten, verhältnismäßig wenig Schrankplatz (die Schränke sind zwar breit, aber nicht sehr tief), Kabinendesign eher etwas altmodisch, kleine Fernseher. Wir hatten immerhin ein modernisiertes Badezimmer (große Dusche mit Plexiglas), außerdem gibt es eine kostenpflichtige Minibar in der Kabine.
    - Fitness- und Wellness: beides recht klein. Im Fitnessbereich nur wenig Freifläche für Gymnastik, so dass Kurse meist am Pool stattfinden (im Fitnessbereich können vielleicht 10 Leute an einem Kurs teilnehmen). Kurse gibt es sehr viel weniger als z.B. bei AIDA, inhaltlich und vom Leistungsniveau sind sie an das Phoenix-Publikum angepasst, also z.B. Rückengymnastik, aber kein Zumba. Fitnessgeräte sind in Ordnung und ausreichend vorhanden. Saunen und Ruheraum sind im Preis inkludiert, haben Fenster, sind aber nicht vollverglast und auch eher klein.
    - Raucherpolitik: mein einziger wirklicher Kritikpunkt an Phoenix. Es darf nicht nur auf allen Außendecks (bei Wind im Norden stört das nicht wirklich), sondern auch in Teilen diverser Bars und der Pazifik Lounge geraucht werden. Der Rauch hält sich natürlich nicht an die Raucher-/Nichtraucheraufteilung in Innenräumen. Es durfte sogar in Räumen geraucht werden, wo Essen serviert wurde (Pazifik Lounge zur Kaffeezeit – das hat man aber wohl inzwischen so verändert, dass die Kaffeezeit nur noch im rauchfreien Restaurant stattfindet). Je nachdem, wo das Kinderprogramm stattfand, roch die Kleidung meines Sohnes danach verqualmt - das geht gar nicht.
    - Showlounge: hier passen ca. 600 Passagiere hinein, die Sicht ist teilweise durch Säulen verdeckt und die Bühnentechnik kann nicht mit großen Schiffen mithalten. Ich fand es aber trotzdem nett, was das Showensemble und die Gastkünstler so auf die Beine gestellt haben - alles andere als altbacken oder nur Schlager, wie man es vielleicht erwarten würde. Gut finde ich, dass die Showlounge über Vorhänge und Fenster verfügt, so kann sie sowohl mit Tageslicht (z.B. als Treffpunkt für Ausflüge) als auch verdunkelt für Shows und Vorträge genutzt werden. Insgesamt war das Showprogramm deutlich besser, als ich es erwartet hatte.

    Wirklich super ist der Service von Phoenix. Das beginnt beim Check-in (Begrüßung mit Handschlag durch den Kreuzfahrtdirektor, dann wird man von einem Mitarbeiter auf die Kabine geleitet), geht über kleine Geschenke (z.B. Phoenix-Umhängetasche und Umschlag für Bordkarte und Schlüsselkarte), eine sehr gute Organisation aller Abläufe und sehr viele Informationen (z.B. erhält man mit dem Tagesprogramm auch Landgangsinformationen mit kleinem Stadtplan, eingezeichnetem Liegeplatz der Artania, Angaben zu Sehenswürdigkeiten (Entfernung vom Hafen, Öffnungszeiten, Eintrittspreise, ggf. Vorschläge für Wanderungen). Auf der Kabine findet man zwei Regenschirme. Die Kabine wird zweimal täglich vom Kabinensteward hergerichtet. Alle Passagiere dürfen während der Reise einmal die Brücke besuchen (kostenlos). Für die Kinder gab es darüber hinaus eine gesonderte Brückenführung mit Erklärungen.

    Gegenüber vielen moderneren Schiffen genieße ich es besonders, dass ich alle öffentlichen Bereiche des Schiffs betreten darf, auch wenn ich die günstigste Kabinenkategorie gebucht habe. Ebenso genieße ich es, dass fast alles an Bord (z.B. Kabinenservice, Sportkurse, Sauna, Kino) inklusive ist und ich nicht das Gefühl habe, dass mir an Bord noch etwas aufgedrängt wird.

    Meine größte Sorge vor der Reise war die Frage, wie es wohl meinem Sohn gefallen würde. Das war aber überhaupt kein Problem. Dadurch, dass nicht so viele Kinder an Bord waren, hatte ich das Gefühl, dass sich Kinder (und deren Eltern/Großeltern) leichter ansprechen als an Bord von großen Schiffen. Es waren mehr Kinder an Bord, als ich erwartet hatte und auch von Phoenix wurde deutlich mehr für die Kinder geboten, als ich erwartet hatte. Mein Sohn hat sich nie gelangweilt. Er hat noch Wochen nach der Reise jeden Abend die Abschiedsmelodie der Artania gesummt und will unbedingt wieder mit Phoenix verreisen – ich glaube, das spricht Bände!

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:41

    Sonntag, 14. August 2016 Seetag

    Heute findet das Kinderprogramm bereits vormittags statt – Wunschfilm im Kino. Währenddessen versuche ich im Fitnesscenter, den angefutterten Kilos wenigstens ein bisschen entgegen zu arbeiten. Nach dem Mittagessen ist dann Kofferpacken angesagt. Danach Kaffeezeit, Sauna und Aufbrezeln für den Abschieds-Galaabend. Nach Decks eingeteilt erfolgt zunächst eine Verabschiedung durch Kapitän, Kreuzfahrtdirektor und Crew in der Showlounge. Das ist sehr ergreifend, ich sitze da mit Tränen in den Augen.
    Später folgt das Abschieds-Galadinner (heute schmeckt es mir von allen drei Galaabenden am besten) und danach die Abschiedsshow in der Showlounge (noch mal von jedem etwas, inklusive der Gastkünstler). Die Show nennt sich „Die Welt zu Gast bei Phoenix“, es werden verschiedene Länder durch Darbietungen vorgestellt – sozusagen als Werbung für eine Weltreise mit Phoenix. Wie die Artania allerdings die Schweiz (Heimat von Peter Löhmann) erreichen will, bleibt ein Rätsel.

    Montag, 15. August 2016 Bremerhaven


    Wir sind wieder da. Morgens haben wir in Bremerhaven angelegt. Mit uns liegt die Albatros im Hafen.

    Bis 9 Uhr müssen wir die Kabine räumen, gegen Viertel nach neun können wir schon ausschiffen. Mit dem Shuttlebus fahren wir zum Bahnhof. Da sehr viele Kreuzfahrer über Bremen fahren, wähle ich für uns die Verbindung über Buxtehude – so haben wir die kleine Regionalbahn fast für uns alleine. Gegen Mittag sind wir wieder zu Hause.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:39

    Samstag, 13. August 2016 Geiranger und Alesund

    Gegen 5.30 Uhr wache ich durch erste Durchsagen zum Einlaufen in den Geiranger-Fjord wach. Ein Blick aus dem Fenster – nein, dafür stehe ich jetzt nicht auf. Die Wettervorhersage lag leider richtig: Wolken und Dauerregen. Da wir den Geiranger-Fjord schon zweimal bei deutlich besserem Wetter erlebt haben, kehre ich schnell ins Bett zurück. Ich nicke noch ein wenig ein, aber um 7 Uhr ist aufgrund der vielen Durchsagen die Nacht endgültig zu Ende – mal wieder viel zu wenig Schlaf. Wir sind heute das einzige Kreuzfahrtschiff in Geiranger und erhalten den SeaWalk – ein ausfahrbares Ponton, was uns das Tendern erspart.

    Ein Glück, dass wir heute keinen Ausflug gebucht haben. Wobei der Ausflug, der mich interessiert hatte (Wanderung Berg Westeras) aufgrund der starken Regenfälle und des dementsprechend matschigen Untergrunds sowieso abgesagt wurde. Wir frühstücken erst einmal in Ruhe. So leer wie heute habe ich das Artania Restaurant auf der ganzen Reise noch nicht erlebt. Dann hoffen wir auf besseres Wetter – leider vergeblich. Gegen halb elf wagen wir uns in Regenkleidung und bewaffnet mit dem türkisen Phoenix-Schirm aus der Kabine an Land. Wir wollen ein paar Fotos von der Artania im wolkenverhangenen Fjord machen. Danach steigen wir noch die Treppe am Wasserfall hinauf.

    Nach ca. 1,5 Stunden sind wir wieder an Bord. Von dort aus können wir sehen, welche Schiffe sonst noch so unterwegs sind. Da ist die Fähre und auch wieder ein Hurtigruten-Schiff, die Nordnorge.

    Unser Ablegen verzögert sich etwas, weil die letzten Ausflugsbusse verspätet sind. Dann geht es durch den mystisch wolkenverhangenen Geirangerfjord, vorbei an den berühmten Wasserfällen „Die sieben Schwestern“ (daraus sind bei dem Dauerregen acht geworden) und dem „Freier“.

    Zur Kaffee- und Teestunde gibt es heute wieder etwas Besonderes: „Wiener Kaffeehaus“. Frau ist ja lernfähig, der Akku ist gut geladen, die Genüsse können also auch optisch festgehalten werden. Es gibt wieder Sachertorte, dazu Linzer Torte, diverse andere Kuchen und Torten, Kaiserschmarrn, Eis und und und. Das ganze toll dekoriert mit Eisskulpturen und dem Wiener Riesenrad in klein.

    Um 16 Uhr verschwindet mein Sohn zum Kinderprogramm – Mensch ärger Dich nicht spielen, während ich die Zeit nutze, um für ihn ein Geburtstagsgeschenk im Bordshop zu kaufen: ein Puzzle mit dem Motiv der Artania vor einem Gletscher. Heute gibt es außerdem kostenlos ein Schlüsselband dazu.

    Am frühen Abend erreichen wir Alesund, wo wir die Teilnehmer eines Überlandausflugs wieder an Bord nehmen. Die übrigen Gäste dürfen sich auch noch mal für eine gute Stunde die Füße vertreten und an Land gehen. Schade, dass es immer noch in Strömen regnet – man kann zumindest ahnen, dass Alesund ein sehr hübsches Städtchen ist.

    Nach dem Abendessen, das aufgrund der Vorstellung der Köche länger dauert als sonst, bin ich einfach nur erledigt. Mein Sohn schaut im Fernsehen noch das „Sams“ (und in den Werbepausen die Übertragung der Crewshow aus der Showlounge), dann geht es ins Bett.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:33

    Freitag, 12. August 2016 Kristiansund

    Nach Frühstück und Sportkurs (Rückengymnastik) werde ich für die gestern verpassten Orcas ein wenig entschädigt. Kurz vor der Einfahrt nach Kristiansund sichten wir Minkwale.

    Das Wetter hat sich leider verschlechtert. War es vormittags nur bedeckt, aber trocken, so regnet es jetzt. Gut, dass wir einen Ausflug von der Sorte „wir lassen uns spazieren fahren“ gebucht haben – es geht zur Averoy-Insel und zur Atlantik-Küstenstraße. Wir verlassen Kristiansund durch einen ca. 6 km langen Unterwassertunnel. Am Aussichtspunkt auf die Storseisundbrücke halten wir an und können einen kurzen Spaziergang machen. An sich ist nur ein Stopp von weniger als einer Viertelstunde geplant, aber daraus werden dann gut 1,5 Stunden, denn unser Bus ist defekt und springt nicht mehr an. Zunächst versuchen andere Busfahrer zu helfen, aber bald ist klar, dass wir einen Ersatzbus brauchen. Immerhin gibt uns das Zeit, in Ruhe zu fotografieren, auch wenn das Regenwetter alles andere als ideal ist.

    So wird es 18 Uhr, bis wir wieder zurück sind. Angesichts des schlechten Wetters verzichten wir auf einen Stadtbummel in Kristiansund und gehen gleich an Bord. Dort erwartet uns als Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten beim Ausflug eine Flasche Sekt von Phoenix – eine nette Geste.

    Auch bei der Ausfahrt regnet es – wie schade, man ahnt, dass man durch wunderschöne Landschaft fährt, aber es kommt bei dem Wetter nicht zur Geltung.

    Abends schauen wir uns die Show des Tanzpaares an „Mit tausend Schritten um die Welt“. Danach will mein verfressener Sohn noch zum Late Night Snack (es gibt kleine Schnitzel mit Kartoffelsalat). So wird es abends wieder viel zu spät und die Nacht wird kurz, denn wir sollen morgen bereits um 7 Uhr in Geiranger anlegen.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:28

    Donnerstag, 11. August 2016 Seetag

    Mit dem Verlassen der Innenpassage wird es prompt wieder schaukliger. Nach dem Frühstück gehe ich zum Vortrag des Lektors über James Cook, während mein Sohn am Kicker-Turnier teilnimmt. Später spielt er noch Tischtennis. Draußen scheint die Sonne, ich teste mal, ob man es sich auf den schönen Plätzen im Heckbereich gemütlich machen kann.

    Ja, im Anorak lässt es sich aushalten. Also schnell zur Kabine, um ein Buch zu holen. Im Nachhinein die dümmste Entscheidung, die ich auf dieser Kreuzfahrt getroffen habe, denn als ich mit Buch von der Kabine zurückkomme, erzählt mir mein Sohn, dass gerade fünf Orcas gesichtet wurden – und ich habe sie verpasst. So ein Mist! Immerhin versöhnen mich das schöne Wetter und der Ausblick auf die Lofoten wieder etwas.

    Zur Kaffeezeit gehen wir in die Pazifik-Lounge, wo heute Tanztee stattfindet. Später gibt es dann für mich etwas Sport und für meinen Sohn das Kinderprogramm (Verstecken spielen und später ein Aperitifspiel, bei dem er einen Cocktailgutschein gewinnt). Abends findet der zweite Galaabend statt. Wir versuchen, gegen 19.30 Uhr einen Tisch zu viert zu bekommen, was sich im Restaurant Vier Jahreszeiten als unmöglich erweist und im Restaurant Artania auch erst nach Wartezeit klappt – hier merkt man schon, dass die Restaurantplätze bei ausgebuchtem Schiff knapp werden, zumindest, wenn die Leute am Galaabend einen oder zwei Gänge mehr essen als sonst und die Essenszeiten dementsprechend länger dauern. Nach dem Essen gehen wir zur Show „LeCarRousel“ (eine Mischung aus Tanz, Gesang, ein wenig Akrobatik sowie Auftritten der Gastkünstler Peter Löhmann und das Showtanzpaar Angelina und Richard). Zum Late Night Snack wird heute ein großes Nordlandbuffet aufgebaut. Das können wir allerdings nur noch fotografieren. Essen kann ich nach dem opulenten Galadinnerjetzt beim besten Willen nichts mehr.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:25

    Mittwoch, 10. August 2016 Honningsvag

    Es stürmt und schaukelt immer noch. Während wir frühstücken, erfolgt die nächste medizinische Ausschiffung per Hubschrauber. Aufgrund des starken Seegangs wird das Programm umgestellt. Ursprünglich sollten wir direkt nach Honningsvag fahren und das Nordkap dann abends mit dem Schiff umrunden. Jetzt passieren wir bereits am Vormittag den geografisch nördlichsten Punkt (optisch nicht besonders beeindruckend),den Nordkap-Felsen mit der bekannten Weltkugel (optisch deutlich beeindruckender) und das Nordkap-Horn.

    Abends wird die Weiterfahrt dann durch eine Innenpassage erfolgen.

    Für die Kinder und Jugendlichen steht heute um 11.30 Uhr Pizza essen auf dem Programm. Mein Sohn hat seinen verfressenen Tag und geht im Anschluss daran trotzdem noch zum Mittagessen. Gegen 13.45 Uhr legen wir – aufgrund des Sturms unter großen Schwierigkeiten und mit Hilfe eines Hochseeschleppers in Honningsvag an. Nach dem Mittagessen gehen wir kurz von Bord, doch der Wind wirft uns fast um. Im Hafen liegt die Midnatsol von Hurtigruten, die kurz darauf ablegt.

    Nach der Kaffee- und Teestunde beginnt unser Ausflug „Die nördlichsten Fischerdörfer der Welt“. Wir fahren durch tolle Landschaft zuerst nach Kamoyvaer. Dort können wir uns die Galerie einer deutschen Künstlerin ansehen und bummeln dann kurz durch den malerischenkleinen Ort.

    Dann geht es weiter nach Skarsvag. Unterwegs halten wir an einem Aussichtspunkt.

    In Skarsvag ist ein Besuch des Weihnachtshauses vorgesehen. Viel interessanter finden wir jedoch die große Rentierherde, die am Ortseingang grast.

    Nach einer guten halben Stunde Aufenthalt geht es zurück zum Schiff. Der Ausflug hat mir sehr gut gefallen – wir haben viele Rentiere und viel von der Landschaft gesehen.

    Nach schnellem Abendessen im Buffet-Restaurant und kleiner Foto-Runde über die Rundum-Promenade (wir fahren jetzt bis morgen früh durch eine Innenpassage, das erspart den Passagieren den starken Seegang und beschert uns außerdem noch schöne Ausblicke)

    geht es zur zweiten Show von Magier und Comedian Peter Löhmann. Dann noch zum Late Night Snack (bei dem übrigens nicht nur das serviert wird, was im Tagesprogramm steht, sondern zusätzlich immer noch Obst, süße Kleinigkeiten etc.) und dann ins Bett. Schade, dass wir hier keine Mitternachtssonne mehr haben, dann wäre die Innenpassage noch schöner gewesen (und ich hätte vermutlich gar nicht geschlafen).

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:19

    Dienstag, 09. August 2016 Seetag

    Schon um 6.30 Uhr werde ich wieder durch das „Ding-dong“ einer Durchsage wach. Viel zu früh, irgendwann muss man doch mal schlafen. Das nächste „Ding-dong“ weckt mich um 9.40 Uhr und kündigt eine Rettungsübung für die Crew an. Mein Sohn, der einen deutlich tieferen Schlaf als ich hat, merkt nichts vom „Ding-dong“, wird aber um 10 Uhr durch den Alarm für die Crew-Rettungsübung geweckt. Jetzt schnell noch zum Spätaufsteher-Frühstück, das bis 10.30 Uhr geht.

    Wir fahren an der Südküste Spitzbergens entlang und haben bei Sonnenschein und blauem Himmel noch schöne Ausblicke.

    Nach dem Frühstück schwanke ich, ob ich zum Vortrag des Bordpfarrers gehe, der über seine Arbeit als Gefängnisseelsorger berichten will oder ob ich mich zum Lesen in die schöne Pazifik-Lounge setze. Eine Durchsage nimmt mir die Entscheidung ab. Drei Seemeilen vor uns wurden Buckelwale gesichtet – also schnell Anorak und Fotoapparat geholt und ab nach draußen. Es ist schwierig, die Wale zu entdecken. Man sieht etwas springen und spritzen, doch für ein Foto reicht es leider nicht.

    Nachmittags gehe ich zum Singen – „Relax Sing“ ohne Noten – es macht Spaß und klingt gut. Inzwischen haben wir die Südspitze Spitzbergens passiert. Das Wetter wird schlechter, die See deutlich rauer. Für die Kinder gibt es heute eine gesonderte Brückenführung. Danach geht mein Sohn noch zum Tischtennis. Ich wundere mich, wie man bei dem Seegang Tischtennis spielen kann – ich muss schon aufpassen, dass ich nicht umfalle, wenn ich in der Sauna von der Saunakabine zum Ruheraum gehe.

    Das Abendessen geht heute besonders schnell – offensichtlich hat der Seegang vielen Mitreisenden den Appetit verdorben. Die Tanzshow, die für heute Abend angesetzt war, entfällt wegen Seegang. Also geht es mal etwas früher ins Bett als sonst – die Schaukelei verursacht mir zum Glück keine Übelkeit, macht mich aber müde.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:17

    Montag, 08. August 2016 Spitzbergen

    Aufgrund der medizinischen Ausschiffung per Hubschrauber war es etwa Mitternacht, bis wir gestern eingeschlafen sind. Dementsprechend müde bin ich noch, als ich um 6.50 Uhr durch die Durchsage geweckt werde, dass wir gleich Barentsburg passieren. Nach einem Blick aus dem Fenster entscheide ich, dass ich die russische Bergbausiedlung nicht so spannend finde und lieber noch etwas schlafen will, um für die Fjord- und Gletscherpassagen heute Abend fit zu sein. Doch weiterschlafen ist gar nicht so einfach, denn ständig kommen jetzt Durchsagen – zwar nur auf den Gängen, nicht in den Kabinen, aber das „Ding-dong“, das die Durchsage ankündigt, hält mich wach. Irgendwann muss ich dann doch wieder eingenickt sein. Viertel vor neun weckt mich ein erneutes „Ding-dong“ und ein Blick aus dem Fenster zeigt mir einen Gletscher.

    Also ganz schnell Kleidung an, Fotoapparat schnappen und dann raus. Noch ist schönes Wetter und ich genieße den Anblick des Gletschers und der sonstigen Landschaft.

    Schnell zieht es sich jetzt zu. Wir passieren die alte verlassene Bergbausiedlung Grumant.

    Ich hatte die Beschreibung bei der Beschreibung unserer Reise im Phoenix-Katalog Angaben zum möglichen Spitzbergenprogramm wie z.B. „Kreuzen im Isfjord“ für „Katalogsprache“ gehalten. Tatsächlich machen wir aber genau das. Wir fahren nicht auf dem schnellsten Weg nach Longyearbyen, sondern kreuzen im Fjord, um gezielt möglichst nah an interessante Punkte heranzufahren.

    Gegen 13.15 Uhr legen wir in Longyearbyen an. Das Wetter ist trüb und teilweise nieselt es.
    Wie vor drei Jahren empfand ich diesen Ort als sehr enttäuschend. Man denkt, man kommt in die Einsamkeit und schöne Natur, stattdessen landet man in einem relativ großen Ort (über 2.000 Einwohner, das ist beispielsweise ungefähr sechsmal so groß wie Geiranger), muss auf den Autoverkehr aufpassen (warum fahren hier so viele Leute mit dem Auto? Es gibt doch kaum Straßen und leider auch keine Fußwege, auf die man flüchten könnte.) und sieht noch relativ viele alte oder modernere industrielle Anlagen. Sehr idyllisches ist es nicht.

    Nett sind allerdings die besonderen Verkehrszeichen.

    Wir besuchen das Svalbard Museum mit einer netten kleinen Ausstellung zur Geschichte und Tierwelt Spitzbergens.

    Gegen 18 Uhr legen wir ab und steuern auf den Höhepunkt der Reise zu. Wir fahren durch den Billefjord, vorbei an der alten russischen Bergarbeitersiedlung Pyramiden zum Nordensköldgletscher.

    Auf einer kleinen Insel vor dem Gletscher sehen wir einen Eisbären - es hat sich also doch gelohnt, das schwere größere Fernglas mitzunehmen. Mit dem Fernglas sieht man den Bären noch sehr viel klarer als auf meinen Fotos, denn Fotografieren war durch Wind, Schiffsbewegungen und starkes Zoomen nicht so einfach.

    Es wird auch Gletschereis an Bord geholt, damit die Passagiere später ihre Drinks damit genießen können.

    Außerdem führt ein Mitarbeiter vor, wie man Eisskulpturen erstellt.

    Vor dem Gletscher verbringen wir ca. 1,5 Stunden. Dann geht es weiter zum Tempelfjord. Wir ankern vor dem Gletscher, fotografieren auf den Außendecks die Uhr, die fast Mitternacht zeigt, im Sonnenschein

    - und gehen irgendwann gegen 1 Uhr (mein Sohn, der meckert: „Es ist noch nicht dunkel, ich will noch nicht schlafen gehen!“) und halb zwei (ich) schlafen - mit Blick auf den Gletscher vor unserem Fenster. Ein gigantischer Tag geht zu Ende. Ich hätte nie gedacht, dass wir auf einer normalen Kreuzfahrt relativ südlich in Spitzbergen tatsächlich im Sommer einen Eisbären sichten werden. Falls Ihr mal nach Spitzbergen fahrt, wählt unbedingt eine Reederei, die mehr macht als nur Longyearbyen anzulaufen.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:09

    Sonntag, 07.08.2016 Seetag

    Gestern in Tromsö ist ein Lektor an Bord gekommen (der ursprünglich für diese Reise vorgesehene Lektor war erkrankt), der sich heute Vormittag mit einem Vortrag über Spitzbergen vorstellt. Für die Kinder wird um 11 Uhr das Spielen von Gesellschaftsspielen angeboten, wobei außer meinem Sohn nur noch ein weiteres Kind kommt. Während des Mittagessens passieren wir die Bäreninsel, die allerdings stark wolkenverhangen ist, so dass ich auf Fotos verzichte. Das erinnert mich aber immerhin daran, dass ich dringend den Akku meines Fotoapparats laden muss. Darüber werde ich mich später noch ärgern, denn heute Nachmittag gibt es eine besondere Kaffee- und Teestunde unter dem Motto „Alles Schokolade“. Es gibt Sachertorte (meine Lieblingstorte), andere schokoladige Torten, Kuchen und Teilchen, Pralinen, Schokoladenmousse (in verschiedenen Sorten von dunkler bis weißer Schokolade), Eis, Obstspieße mit heißer Schokoladensoße etc., das ganze wunderschön dekoriert mit Eisskulpturen im Restaurant Vier Jahreszeiten – und der Akku meines Fotoapparats steckt im Ladegerät! Immerhin genieße ich dieses kulinarische Highlight, allerdings nur kurz, denn es naht der Termin für ein weiteres Highlight: wir dürfen die Brücke besichtigen. Unser Deck ist für 15.45 – 16.30 Uhr eingeteilt, also leider genau während der wunderbaren Kaffeezeit. Aber auch in einer halben Stunde kann man einiges an Kuchen, Mousse au chocolat und Pralinen verspeisen, außerdem gibt es bald Abendessen. Also vom Kuchen auf zur Kabine (immerhin ist der Akku jetzt geladen), Fotoapparat einstecken und dann auf zur Brücke. Mein Sohn ist ganz empört, dass dort im Moment nicht Morten Hansen, sondern die zweite Offizierin steuert. Eine Frau am Steuer, das geht ja gar nicht ;)

    Wer nicht seefest ist, hat heute einen schlechten Tag, denn der Wind pfeift und es schaukelt sehr spürbar. Deshalb erfolgt auch der Zugang zur Brücke aus dem Innenbereich und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, über die Außentreppe. Mitarbeiter sorgen dafür, dass es nicht zu voll wird und sich nur eine bestimmte Zahl Passagiere gleichzeitig auf der Brücke aufhält. Wir dürfen uns in Ruhe umsehen und fotografieren.

    Beim Abendessen sehen wir Delfine. Abends besuchen wir noch die Show „LOVE“ – für meinen Sohn, der noch im „Mädchen sind doof – Alter“ ist, nicht so ganz das Wahre. Abends wollen wir eigentlich nicht so spät schlafen gehen, um uns für das morgige Spitzbergenprogramm zu rüsten. Aber dann wird es laut. Ein Hubschrauber erscheint, um einen medizinischen Notfall an Bord zu nehmen. Es dauert mehr als eine halbe Stunde, bis der Patient abtransportiert werden kann (erst werden Trage und norwegischer Notarzt an einem Seil herabgelassen, dieser untersucht dann den Patienten erst, bevor es dann an Bord des Hubschraubers geht – das sieht man natürlich nicht alles in allen Einzelheiten, sondern so wird es am nächsten Morgen vom Kreuzfahrtdirektor mitgeteilt als Erklärung, warum es so lange dauert, bis der Hubschrauber wieder abfliegt). Einerseits ist es beruhigend, dass selbst bei Sturm auf hoher See alles getan wird, um kranken Passagieren medizinisch zu helfen. Andererseits hoffe ich, dass man dem kranken Passagier ein ordentliches Beruhigungsmittel verpasst hat – ich bräuchte das auf jeden Fall, denn ich habe Höhenangst und schon der Gedanke daran, bei Sturm auf offener See vom Schiff auf einer Trage zu einem Hubschrauber hochgezogen zu werden, lässt mich ziemlich schaudern.

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 13:02

    Samstag, 06.08.2016 Tromsö

    Heute ist der Himmel bedeckt, aber es ist trocken. Mein Sohn erwacht durch die Durchsage. Die Durchsagen werden zu sehr früher oder später Stunde zwar nicht auf die Kabinen geschaltet, aber wenn das „Ding-Dong“ auf dem Gang ertönt, bin auch ich immer wach. Da wir weit ab vom Zentrum im Industriehafen liegen, habe ich gestern schon für 10 EUR p.P. Tickets für den Shuttlebus besorgt. Wenn man bis 10 Uhr fahren will, muss man sich auf einen bestimmten Bus festlegen, danach kann man einfach den nächsten Bus nehmen – soweit die Theorie. Leider passen wir in den Bus, der um 10.30 Uhr abfährt, nicht mehr hinein, doch der nächste kommt schon um 10.45 Uhr. Wir halten an der Tourismus-Information und fast direkt vor uns liegt die Amadea. Im Tagesprogramm war angegeben, dass man mit Bordkarte der Artania zu bestimmten Zeiten auf die Amadea gehen kann. Das nutzen wir doch gleich mal. Wir müssen unsere Bordkarte der Artania am Eingang abgeben und erhalten dafür einen Besucherausweis für die Amadea. Jetzt holen wir die Ecken nach, die wir bei einer Schiffsbesichtigung der Amadea im Juni verpasst haben. Toll, dass man so unkompliziert beim Schwesterntreffen auch das Schwesterschiff besuchen darf – ich glaube, das gibt es nur bei Phoenix (Anmerkung: inzwischen habe ich gelernt, dass das auch bei Hurtigruten möglich sein soll).

    Da das Wetter weiterhin bedeckt ist, verzichten wir auf die Seilbahnfahrt auf den Storsteinen (ist bei schönem Wetter meiner Meinung nach das Highlight von Tromsö, die Aussicht haben wir vor drei Jahren bei strahlendem Sonnenschein bewundern dürfen). Stattdessen wollen wir uns auf Spitzbergen einstimmen lassen und besuchen deshalb das Polaria. Hier sehen wir zwei Filme (ein auf Hubschrauberflügen gedrehter Film über Spitzbergen, man hat das Gefühl, selbst im Hubschrauber zu sitzen; sowie ein Film über Polarlicht), besuchen die kleine Ausstellung über Spitzbergen, bewundern einige Fische in Aquarien und haben das Glück, dass jetzt Zeit für die Robbenfütterung ist. Es gibt vier Robben, davon zwei kleinere Seehunde und zwei große schwere Bartrobben (eine wiegt 290 kg). Es ist schon beeindruckend, wenn so ein großes Tier an Land kommt bzw. wieder ins Wasser gleitet.

    Mein Sohn kann sich kaum von dem Schiffssimulator losreißen, bei dem man virtuell ein Schiff in den Hafen von Tromsö steuern kann. Nach ca. 2 Stunden verlassen wir das Polaria. Es ist immer noch bedeckt, also ist die Seilbahn endgültig gestrichen. Wir besichtigen noch den Dom und wollen uns schon fast auf den Rückweg machen, als die MS Trollfjord von Hurtigruten einläuft – direkt neben der Amadea. Also beobachten wir das Anlegen.

    Um 14.50 Uhr fahren wir mit dem Shuttlebus zurück zum Schiff. Durch den Schlafmangel der letzten Nächte bin ich heute echt durch den Wind. Nach zwei Kännchen grünem Tee zur Kaffee- und Teestunde fühle ich mich aber wieder einigermaßen fit. Mein Plan, abends erst die Ausfahrt aus Tromsö zu genießen und zum Abendessen zu gehen, wenn wir das offene Meer erreichen, geht nicht auf. Schon kurze Zeit nach dem Ablegen verlangsamt die Artania ihre Fahrt und es wird durchgesagt, dass eine medizinische Ausschiffung notwendig ist. Ein Lotsenboot holt den verletzten Passagier ab.

    Nach dem Abendessen nähern wir uns dem offenen Meer. Sonne und Wolken zaubern schöne Stimmungen.

    Dann schnell zur Show des Gastkünstlers Peter Löhmann, der eine Mischung aus Comedy und Zauberei präsentiert. Das kommt bei vielen Gästen gut an, wir bekommen nur noch mit Mühe einen Platz in der Show-Lounge. Aber es lohnt sich, wir haben sehr viel Spaß. Danach sind wir allerdings am Ende unserer Kräfte und fallen ins Bett. Am nächsten Tag werden wir erfahren, dass es heute Abend eine zweite medizinische Ausschiffung gab.

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