Beiträge von Roter Specht

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    Den Norden spare ich mir fürs Rentnerdasein auf ;-)

    Wenn Du dann gesundheitlich noch so fit bist, dass Du z.B. in Norwegen, Grönland, Schottland oder Island tolle Wanderungen unternehmen kannst, ist alles gut. Wenn nicht, wird Dir Einiges entgehen.


    Wir machen fast ausschließlich Nordlandtouren im Sommer. Seit unser Sohn schulpflichtig ist, verreisen mein Mann und ich in den Sommerferien getrennt, um die langen Ferien zu überbrücken. Das war für mich die Gelegenheit, mit Kreuzfahrten anzufangen (mein Mann wird schnell seekrank und wollte nie auf ein Schiff). Am Anfang haben wir eher aus Bequemlichkeit mit Nordlandtouren angefangen (wir wohnen in Norddeutschland, mit jüngerem Kind war es einfach praktisch, wenn wir nur eine kurze Zugfahrt bis zum Hafen hatten und mein Mann uns mit dem Gepäck helfen konnte). Inzwischen sind wir große Nordlandfans und lieben die fantastischen Landschaften. Ich bin diesen Sommer in Norwegen mit großen Anstrengungen die Berge hinauf geschnauft - ob ich im Rentenalter noch fit genug dafür bin, möchte ich lieber nicht prognostizieren ... :zwinker:


    Natürlich kann man auch schöne Landschaften vom Schiff aus, per Auto oder Panoramafahrt mit dem Bus genießen, aber in manche Ecken kommt man nur zu Fuß.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Bei MSC kann es Dir auch passieren, dass Du innerhalb Deiner gewählten Kategorie ungefragt und ohne Rückwechselmöglichkeit auf eine andere Kabine umgebucht wirst. Wir haben Kreuzfahrtbekannte, denen das mehrfach passiert ist und die deshalb nicht mehr MSC fahren. Ich will Dir keine Angst einjagen, es ist ja nicht immer so, dass man umgebucht wird. MSC ist allerdings die einzige Reederei, die ich kenne, bei der die Kabinennummer bei Buchung nicht garantiert wird. Sie behalten sich ausdrücklich vor, dass es auch eine andere Kabine werden kann (nicht nur bei Angebotspreisen, sondern immer!). Das ist sehr ärgerlich, wenn man sich bewusst eine bestimmte Kabine ausgesucht hat.


    Solltest Du ein "Upgrade" auf Aurea erhalten, dann würdest Du vermutlich nur in einer Aurea-Kabine wohnen, aber nicht die damit verbundenen Zusatzleistungen (Getränkepaket, Spa etc.) erhalten.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Ob ein Upgrade wirklich immer ein Upgrade ist, sei mal dahingestellt. Wir hatten auf unserer bisher einzigen MSC-Reise eine gut gelegene Innenkabine Fantastica gebucht. Ich bin recht lärmempfindlich, außerdem hatte ich mir ein Deck ausgesucht, bei dem man zur Not auch ohne Fahrstuhl alle wesentlichen Einrichtungen wie Restaurants erreichen kann. Wir wurden ohne Rücksprache von MSC umgebucht auf eine Außenkabine Bella. Dort haben wir zwar die Leistungen von Fantastica erhalten, sind aber auf Deck 5 gelandet, wo ich nie hinwollte, weil man bei vollen Fahrstühlen von der Kabine zum Buffetrestaurant auch locker mal 15 Minuten auf dem Schiff unterwegs sein konnte, außerdem hat es in der Kabine geknarzt und war beim An- und Ablegen recht laut. Ein Wechsel zurück auf die gebuchte Kabine war nicht möglich. Wir hatten übrigens ein Jahr im voraus gebucht.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Zum Service-Entgelt bei MSC sagt deren Homepage nichts dazu, ob Kinder ausgenommen sind. https://www.msccruises.de/buch…reuzfahrt/service-entgelt

    Wir sind 2015 gefahren, damals wurde das nach meiner Erinnerung noch gestaffelt (kleine Kinder keine Serviceentgelt, ältere die Hälfte). Wie es heute gehandhabt wird, weiß ich nicht.


    NCL sagt, dass sie Service-Entgelt für Kinder ab 3 Jahren erheben: https://www.ncl.com/de/de/36ku…can-i-honour-good-service

    Nein, ein Flussschiff von Phoenix habe ich bisher noch nicht besichtigt.


    Bei der Besichtigung der Hochseeschiffe von Phoenix kann man alleine über das Schiff gehen oder sich einem geführten Rundgang anschließen. Kabinen verschiedener Kategorie sind zur Besichtigung freigegeben; diese Kabinen sind durch Luftballons über der Kabinentür gekennzeichnet.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Auf unserer 13tägigen Norwegenreise im Juli 2019 haben mein Sohn und ich Kabine 727 bewohnt. Es handelt sich um eine Außenkabine mit Sichtbehinderung auf dem Promenadendeck. Die Sichtbehinderung besteht aus Tonnen, in denen sich aufblasbare Rettungsinseln befinden, und hat uns nicht gestört.



    Die Lage am Promenadendeck habe ich als großen Vorteil empfunden, denn so waren wir immer schnell draußen, wenn es etwas zu sehen gab (und auf unserer Reise gab es fast ständig schöne Landschaft zu sehen). Allerdings muss man sich bewusst sein, dass häufig Mitreisende vor dem Kabinenfenster vorbeigehen oder auf einer Liege liegen. In die Kabine hineinschauen kann man nicht, das Fenster ist so gut verspiegelt, dass man selbst bei eingeschaltetem Licht nur die Lampe über dem Spiegel in der Kabine sieht, sonst aber nichts. Eine Lärmbelästigung durch vorbeigehende Passagiere bestand bei uns ebenfalls nicht; wohl aber durch das morgendliche Aufstellen der Liegen direkt vor unserem Fenster (i.d.R. gegen 8 Uhr - das war dann mein persönlicher Weckdienst). Ebenso waren Kabinennachbarn zu allen Seiten auf dem Flur wohl überwiegend Frühaufsteher. Unser Kabinensteward hatte einen guten Blick dafür, wer wann beim Frühstück ist und hat es fast immer geschafft, in dieser Zeit die Kabine zu reinigen. Bei den Kabinennachbarn startete der Staubsauger dann auch schon gerne um 8 Uhr, da war es mit dem Schlaf dann endgültig vorbei. Auf unserer Reise mit tollem Wetter und tollen Landschaftsfahrten hat es mich nicht gestört, für meine Verhältnisse früh aufzuwachen. Auf einer Reise mit vielen Seetagen hätte es mich möglicherweise genervt.

    Die Kabine hat ein Badezimmer mit einer großen, verglasten Dusche. Die Lüftung im Bad ist sehr stark, was den Vorteil hat, dass sich Dampf und schlechte Luft extrem schnell verzieht, aber den Nachteil, dass die Lüftung recht laut ist. Wenn mein Sohn nachts mal ins Bad musste, war ich spätestens dann wach, wenn er die Tür zum Bad geöffnet hat.

    Es gibt zwei getrennte Betten. Bei Bezug der Kabine war ein Bett als Sofa aufgebaut, das andere hochgeklappt. Das Sofabett ist breiter, aber deutlich härter als das Klappbett. Mein Sohn hat auf dem Sofabett geschlafen und war mit der Härte zufrieden (mir wäre es zu hart gewesen). Ich habe auf dem schmaleren, aber weicheren Klappbett sehr gut geschlafen. Während der Reise blieben die Betten bei uns immer aufgeklappt und als Betten (kein täglicher Umbau zum Sofa). Die Koffer konnten wir problemlos unter den Betten verstauen. Der dunkle Vorhang für nachts ist wirklich lichtundurchlässig (bei einer Fahrt zur Zeit der Mitternachtssonne kann das wichtig sein ... )

    Die Wand zur Nachbarkabine (nur eine; zur anderen Seite lag wohl eine Art Lager o.ä. für Dinge des Housekeeping) war recht dünn bzw. es war hellhörig. Wir hatten Glück mit den Kabinennachbarn, da sie recht ruhig waren und etwa zur gleichen Zeit schlafen gingen wie wir, so hat das nicht gestört.

    Nachts war es wunderbar ruhig, kein Knarzen, keinerlei Schiffsgeräusche, auch die Klimaanlage habe ich als leise empfunden. Die Klimaanlage habe ich als verhältnismäßig warm empfunden, gerade an den letzten Reisetagen, als die Außentemperaturen auf 30 Grad stiegen, war es auch nachts, wenn ich die Klimaanlage auf die kälteste Stufe gestellt habe, in der Kabine immer noch relativ warm. Mich hat es nicht gestört, weil ich sonst eher dazu neige, zu frieren.

    Wer viele Elektrogeräte / Akkus o.ä. regelmäßig laden will, sollte sich einen Mehrfachstecker einpacken, denn es gab nur eine deutsche Steckdose mit 220 Volt, daneben noch eine amerikanische mit 110 Volt (beides am Schreibtisch). Im Bad gibt es noch eine Steckdose für Rasierapparate.

    Der Schrankplatz war ausreichend; daneben gab es einige Kleiderhaken an den Wänden. Bademäntel und Badeschlappen von Phoenix lagen am Einschiffungstag auf der Kabine. Der Obstkorb in der Kabine wurde regelmäßig aufgefüllt, außerdem wurden wir nicht nur mit den Phoenix-Schokoherzen, sondern auch einer kleinen Schachtel Pralinen willkommen geheißen.

    Insgesamt haben wir uns in der Kabine sehr wohl gefühlt und können sie weiterempfehlen (mit der kleinen Einschränkung, dass die Nacht wahrscheinlich um 8 Uhr früh vorbei ist - zumindest für geräuschempfindliche Menschen wie mich - mein 14jähriger Sohn hat sich weder vom Aufstellen der Liegen noch von Staubsaugergeräuschen auf dem Flur oder in den umliegenden Kabinen stören lassen).


    Meine übrigen Kabinenfotos sind leider zu groß, so dass ich sie hier nicht einstellen kann, deshalb nur ein Bild zur Einschätzung der Sichtbehinderung.


    Wir waren am 22.7.2019 in Tromsö und hatten ebenfalls die oben von Mara beschriebene Tour zur Insel Sommaroya bei Karina Weinschenk von Scan Adventure Travel AS (https://www.scanadventuretravel.com/de/ ) gebucht.


    Wir waren nur zu zweit, deshalb hat Karina uns im Auto und nicht im Kleinbus abgeholt. Ansonsten kann ich mich den Ausführungen von Mara nur anschließen, es war ein toller individueller Ausflug. Wir haben Rentiere gesehen (die bei Überqueren der Straße einen kleinen Stau verursacht haben), außerdem Schweinswale in einem Fjord. Das Wetter war gigantisch schön, wir hatten Sonne und 24 Grad, erst gegen Abend zog es sich zu. Da unser Schiff nur eine kurze Liegezeit in Tromsö hatte, mussten wir schon nach ca. 5,5 Stunden wieder zurück sein.


    Wir haben vorab den Ausflugspreis an Karina überwiesen (Konto in Deutschland, Betrag wurde vorab von Karina in Euro umgerechnet) und hatten die schriftliche Zusicherung von Karina, dass wir das Geld zurückbekommen, wenn unser Schiff aufgrund schlechten Wetters nicht in Tromsö anlegen kann.


    Das Cafe der Glaskünstlerin, bei der auch wir gestoppt haben (https://www.tovesglasskunst.com/ ) liegt wunderschön in einem großen Garten am Wasser. Wir hatten so herrliches Wetter, dass wir die wirklich leckeren Waffeln draußen auf der Terrasse genießen konnten. Wenn man möchte, kann man Glaskunstwerke vor Ort erwerben oder sich zuschicken lassen.


    Karina Weinschenk ist eine sehr sympathische Deutsch-Norwegerin, die uns sehr viel über Land und Leute erzählt hat. Bei unserer 2-Gäste-Tour habe ich mich gefühlt, als wäre ich mit einer guten Freundin unterwegs. Karina hat immer prompt auf Emails geantwortet, sie hat uns pünktlich am Schiff abgeholt und wieder zurückgebracht, alles hat wunderbar geklappt. Auch ich kann die Tour mit Karina uneingeschränkt weiterempfehlen, es war ein wunderbarer Tag und wir durften die schöne Umgebung von Tromsö kennenlernen. Die Schiffsausflüge blieben bei uns alle in Tromsö oder gingen zur Husky-Farm, mit Karina haben wir ganz andere Ecken zu sehen bekommen und sind den ganzen Tag lang keinem Reisebus voller Touristen begegnet.


    Ich kann den Ausflug mit Karina nach Sommaroya uneingeschränkt empfehlen.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Da uns der hier im Forum genannte Grant Redfern schon mehr als ein Jahr im voraus abgesagt hatte, habe ich nach einer Alternative für einen individuellen Ausflug auf den Shetland-Inseln gesucht. Wir haben bei einem früheren Besuch bereits St. Ninian's Isle und die Quendale Watermill besucht. Da wir dieses Mal früher im Jahr in Lerwick waren, wollte ich unbedingt die Papageientaucher in Sumburgh Head sehen (das geht nur bis Juli).


    Ich habe eine Taxitour bei Sinclair's Taxis reserviert. http://www.sinclairstaxis.co.uk/


    Der Kontakt lief per Email auf Englisch. Man kann ein Taxi für bis zu 4 Fahrgäste für 45 Britische Pfund pro Stunde oder ein größeres für 50 Pfund die Stunde reservieren. Wir hatten eine 3-4 stündige Tour geplant, abgerechnet wird nach der Tour (keine Vorauskasse, keine Kosten, wenn das Schiff nicht anlegen kann oder das Wetter so schlecht ist, dass man die geplante Tour nicht durchführen kann; Zahlung in bar in Pfund oder per Kreditkarte möglich).


    Die Fahrerin (die Tochter des Inhabers) holte uns pünktlich am Anleger ab. Sie hat uns viel über Land und Leute erzählt (auf Englisch) und uns an den einzelnen Stopps auch begleitet. Wir hatten einen sehr nebligen Tag erwischt, so dass sie uns schon warnte, dass wir bei Sumburgh Head (Leuchtturm an der Südspitze von Mainland) keine Aussicht haben würden. Wir wollten aber trotzdem wegen der Papageientaucher dorthin und hatten großes Glück: wir sahen einige der niedlichen Vögel sehr nah und aufgrund des schlechten Wetters war es dort menschenleer.


    Weiter ging es nach Old Scatness, eine historische Ausgrabungsstätte. Die Schiffsausflüge gingen alle zum Jarlshof, hier dagegen war es menschenleer. Wir zahlten den Eintritt (Kinder 4 Pfund, Erwachsene 6 Pfund) und erhielten durch einen Mitarbeiter der Ausgrabungsstätte eine persönliche Führung nur für uns. Super!


    Danach fuhr unsere Fahrerin mit uns zu einer Stelle, wo man auf einen Strand herunterblickt, auf dem Seehunde lagen (in der Nähe von St. Ninian's Isle).


    Zum Abschluss haben wir dann noch in Lerwick den Clickimin Broch besucht (keine Eintrittsgebühr).


    Insgesamt waren wir drei Stunden unterwegs. Uns hat der Ausflug ausgezeichnet gefallen, ich kann Sinclair's Taxis sehr empfehlen.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Wir haben am 22. Juli die von Keks in Beitrag Nr. 33 (hier auf Seite 2 dieses Threads zu finden) beschriebene Wandertour mit Alf Thynes von Bodö Outdoors unternommen. Wir hatten leider nicht so viel Wetterglück, es blieb zwar trocken, war aber dicht bewölkt, so dass wir am oberen Bergsee leider keine Aussicht auf das Bergpanorama hatten. Trotzdem haben uns die Wanderung an sich, das Wandergebiet mit Seen und Wasserfällen und die Fahrt dorthin, auf der wir zwei Elche gesehen haben, ausgezeichnet gefallen. Wer einen aktiven Tag abseits des Massentourismus verbringen will, ist hier genau richtig.

    Alf bietet inzwischen diverse Wandertouren an http://bodooutdoor.no/engelsk-2/home.html , wir haben die Tour zum Ovre Aselivatn unternommen.


    Nach Abschluss der Wanderung haben wir noch einen Stopp am Saltstraumen eingelegt, weil zu dieser Zeit der Gezeitenstrom am stärksten war. Es war interessant, den Saltstraumen mal gesehen zu haben, in der Umgebung gibt es auch wunderschöne Wildblumen, aber da an unserem Besuchstag gleich zwei Kreuzfahrtschiffe in Bodö lagen, war es am Saltstraumen ziemlich voll. Bei der Wanderung dagegen sind wir weniger als 10 anderen Wanderern begegnet.


    Der Kontakt mit Alf Thynes lief vorab auf Englisch per Email. Alf ist zuverlässig, hat uns pünktlich abgeholt und wieder zum Schiff gebracht und hat sehr faire Bedingungen (keine Vorauskasse, Bezahlung erst am Ende des Ausflugs, aufgrund der schlechten Sicht an unserem Besuchstag hätten wir sogar kostenfrei von der Tour zurücktreten können, aber wir wollten die Wanderung gerne machen und haben es nicht bereut).


    Alf transportiert die Gäste in seinem privaten PKW, deshalb können höchstens 4 Gäste mitfahren. Für unsere Wanderung würde ich empfehlen, knöchelhohe Wanderschuhe zu tragen, weil doch ein paar Stellen dabei waren, bei denen die Gefahr des Umknickens bestand. Wir haben die Wanderung in der geplanten Zeit (ca. eine Stunde Aufstieg, eine halbe Stunde Pause am See, ca. eine Stunde Rückweg) bewältig, obwohl wir keine geübten Wanderer sind und nur im Urlaub wandern gehen. Ein wenig Kraxelei über Steine, Holzplanken und schmale Pfade ist aber schon dabei. Alf hat uns bei der Pause am See wunderbar mit Snacks und Getränken versorgt (war inklusive), er hatte sogar Unterlagen zum Sitzen für uns dabei.


    Ich kann die Wanderung mit Alf uneingeschränkt empfehlen, sollten wir noch einmal nach Bodö kommen, würde ich wieder einen Wanderausflug mit ihm buchen.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Aber mit der Deutschland lässt sich keines vergleichen.

    Das würde ich so auch unterschreiben, die Deutschland unterscheidet sich schon deutlich von anderen Schiffen, selbst von den anderen Schiffen der Phoenix-Flotte. Davon kann man begeistert sein oder es ganz schrecklich finden.


    So wie Du hatten auch wir uns die Deutschland insbesondere im Hinblick auf eine Grönland-Reise angeschaut. Gedanklich hatte ich vor der Besichtigung schon aus Preisgründen eine Innenkabine in Erwägung gezogen. Das würde ich jetzt nach der Besichtigung ausschließen, schon allein deshalb hat sich die Besichtigung gelohnt. Die Außenkabinen wären für mich in Ordnung, wobei wir wenn, dann nur eine Kabine mit getrennten Betten nehmen würden (ich reise mit Teenagersohn).


    Preislich vergleiche ich die Deutschland mit der Amadea und der Artania jeweils für die günstigste Kategorie der Außenkabine, bei denen man noch selbst eine Kabine aussuchen kann (also nicht Glückskabine). Da liegt die Deutschland dieses Jahr für 22 Nächte bei 5.500 EUR, die Artania in 2020 für 23 Nächte bei 4.600 EUR und die Amadea 2020 für 23 Nächte bei 5.500 EUR. Bei der Artania und Amadea wären es allerdings Kabinen mit Sichtbehinderung, dafür aber größere Kabinen als auf der Deutschland. Da würde ich mich dann wahrscheinlich für die Artania entscheiden und den Preisunterschied von 1.800 EUR für 2 Personen zur Amadea oder Deutschland lieber in Ausflüge investieren. Allerdings passt bei uns 2019 und 2020 keine der Grönland-Reisen in die Schulferien, da müssen wir noch etwas warten, bis wir mit den Ferien wieder nach hinten rutschen. Dadurch, dass die Deutschland immer nur bis Anfang September für Phoenix fährt, hat man bei diesem Schiff die größten Chancen, dass eine Grönland-Reise mal in die Schulferien passt.


    Wenn Dir die Deutschland gefällt, ist das für Dich sicherlich das richtige Schiff für Grönland. Die Größe und geringe Passagierzahl ist natürlich gerade für dieses Reiseziel super, da musst Du nur vorher aufpassen, dass nicht ausgerechnet am selben Tag eine AIDA oder MSC o.ä. mit ihm Hafen liegt. Ich würde mich freuen, wenn Du auch über Deine Besichtigung der Hamburg und dann über die Entscheidung, welches Schiff es werden soll, berichten würdest.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Wir haben ebenfalls am Sonntag die Deutschland besichtigt, doch unsere Eindrücke unterscheiden sich deutlich von Elbblick


    Wir waren vorab über die Inneneinrichtung im Stil eines Grandhotels vor 100 Jahren informiert. Mir war auch vorher klar, dass das nicht unbedingt mein Stil ist, ich habe das ganze also mehr unter dem Gesichtspunkt "wie sehr stört mich das"? betrachtet. Mein persönliches Ergebnis: in den öffentlichen Räumen stört es mich nicht. Ich kann mich für diesen Stil zwar nicht wirklich begeistern, aber ich würde deshalb das Schiff, das aufgrund seiner geringen Größe tolle Routen fahren kann und in den Außenbereichen über großzügige, weitgehend unverglaste Freiflächen verfügt, nicht für eine Reise ausschließen.


    Was mich allerdings ziemlich erschüttert hat, sind die Kabinen. Von der kleinsten Innenkabine bis zur Eigner-Suite findet man in den Badezimmern Duschvorhänge. Die Kabinen wirken alle - selbst die Suiten - relativ klein. Ich bin bestimmt nicht anspruchsvoll und schon mehrfach in Innenkabinen gereist, aber die 12 Quadratmeter großen "Besenkammern" auf Deck 4 der Deutschland, die außerdem noch über Schränke verfügen, die kaum Tiefe besitzen (die Bügel hängen quer und nicht längs), wären für mich - gerade auch im Hinblick auf eine längere Reise - unvorstellbar. Es gibt auf Deck 8 etwas größere Innenkabinen, aber auch diese haben nur die "flachen" Schränke. Wenn man sich dann auch noch anschaut, welche Preise selbst für die Innenkabinen aufgerufen werden, stimmt für mich das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr.


    Die günstigste Kategorie der Außenkabine ist nicht wesentlich größer (es sollen 13,5 qm sein), aber im Vergleich zur Innenkabine liegen doch Welten dazwischen. Durch Tageslicht und etwas mehr Platz wirken sie auf mich deutlich geräumiger. Auch gibt es hier normal tiefe Schränke.


    Mein bzw. unser Fazit (ich reise immer mit Sohn im Teenager-Alter): wir würden die Deutschland für eine Kreuzfahrt nicht ausschließen, aber erste Priorität hätte sie bei uns nicht. Von den Phoenix-Schiffen gefallen uns die Artania und die Amadea deutlich besser. Wenn wir mit der Deutschland reisen würden, dann nur in einer Außenkabine.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Auf einer Reise im Dezember 2015 bewohnten wir Kabine 8025. Es handelt sich um eine Außenkabine mit eingeschränkter Sicht durch ein Rettungsboot. Das Rettungsboot verdeckt das Fenster nur halb, so dass man nicht nur Tageslicht, sondern auch etwas Sicht hat. Besonderer Clou: das Fenster kann man auch öffnen. In wenigen Fällen kann es vorkommen, dass Crewmitglieder etwas an den Rettungsbooten machen müssen, so dass es in diesen Ausnahmefällen vorkommen kann, dass auch mal ein Mitarbeiter von außen an dem Fenster vorbeigeht.



    Die Kabine verfügt über zwei getrennte Betten: ein normales Bett, das man tagsüber in ein Sofa verwandeln lassen kann und ein unteres Klappbett. Das Bad war zum Zeitpunkt unserer Reise mit einer Dusche (mit Duschvorhang) ausgestattet. Großer Vorteil der recht mittigen Lage auf Deck 8 ist die Ruhe. Von Schiffsgeräuschen haben wir nichts gehört. Wer empfindlich gegen Schiffsgeräusche ist, sollte auf der Albatros unbedingt Kabinen auf den unteren Decks, die vorne oder hinten liegen, meiden. Wir haben auf unserer Reise an der Rezeption viele Beschwerden von Mitreisenden über laute Schiffsgeräusche erlebt und waren sehr froh über unsere in dieser Hinsicht ruhige Kabine.


    Als recht laut habe ich die Klimaanlage empfunden. Auch hat es gedauert, bis ich überhaupt verstanden habe, wie man sie verstellt (nämlich nicht an einem Knopf an der Wand, sondern direkt oben an der Decke am Gebläse einen Hebel nach links oder rechts schieben. Achtung, den Hebel wirklich nur minimal verschieben, es wurde sehr schnell entweder sehr warm oder recht kühl.).


    Ein oder zweimal haben wir Geräusche von der Kabine über uns gehört.


    Der Schrankplatz war aus meiner Sicht gut ausreichend. Zu Reisebeginn bekam man einen Zettel auf die Kabine, welche Wünsche man bezüglich der Betten hat (man konnte entscheiden, ob das eine Bett tagsüber zum Sofa umgebaut werden sollte oder nicht und ob das andere Bett tagsüber hochgeklappt werden sollte oder nicht).


    Ich kann die Kabine uneingeschränkt weiterempfehlen.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Es handelt sich um eine Außenkabine mit Sichtbehinderung. Die Sichtbehinderung habe ich als minimal empfunden, man kann sehr gut über das Rettungsboot hinwegschauen. So sieht der Blick aus dem Fenster aus:



    Die Kabine liegt im vorderen Teil des Schiffes. Man ist sehr schnell draußen (Freifläche am Bug auf Deck 6, Rundumpromenade auf Deck 4). Die Wege zu den Restaurants und zur Pacific Lounge sind dafür etwas weiter.


    Die Kabine ist sehr ruhig. Wir haben nichts von den Kabinennachbarn oder von Schiffsgeräuschen gehört. In Tenderhäfen wurde das Boot, das vor unserem Fenster hing, nicht zum Tendern genutzt, so dass es auch hier keinerlei Geräuschbelästigung gab. Die Klimaanlage habe ich als leise empfunden. Man sollte allerdings seefest sein. Bei starkem Seeganz (hatten wir vor Spitzbergen und am Nordkap) merkt man auf den oberen Decks gerade im vorderen Teil des Schiffes die Schiffsbewegungen doch recht stark.


    Das Badezimmer war modernisiert mit Duschkabine und recht groß. Die Kabine verfügte - wie auf der Artania in vielen Kabinenkategorien üblich - über getrennte Betten. Es gab drei Betten, davon zwei Klappbetten (eines der Klappbetten als Oberbett, was wir nicht benötigt haben und die gesamte Reise eingeklappt blieb).



    Die beiden Schränke sind breit, aber nicht tief, aber wir haben es gerade so geschafft, unsere Kleidung für die zweiwöchige Norwegen-Spitzbergen-Tour zu verstauen (man muss halt etwas höher stapeln und auch die Schubladen in der Kommode nutzen). Die Koffer passten gut unter die Betten, so dass man ungenutzte sperrige Wäscheteile auch im Koffer lassen konnte. Wir haben uns in der Kabine sehr wohl gefühlt und können sie uneingeschränkt empfehlen.


    Viele Grüße

    Stefanie

    Wir sind am 08.08. mit der Prima dort.


    Laut dem o.g. Link liegen wir in Stadsgarden. Eine Mail haben wir bisher nicht bekommen.

    Allerdings steht bei Abfahrtszeit 16.30 Uhr. Das fände ich früh.

    Die Fahrt durch die Schären dauert gut 4 Stunden und muss bei Tageslicht erfolgen.

    Ganz einfach gesagt, bei AIDA würde ich mich auf nichts verlassen!

    Auf AIDA vielleicht nicht, wohl aber auf die Hafeninformationen von Stockholm :zwinker:

    Wir hatten letzten Sommer eine ähnliche Situation: gebucht war eine Ostsee-Kreuzfahrt mit der Celebrity Eclipse, Länge 317m und damit länger als die AIDAprima, angegeben von Celebrity war als Hafen Nynäshamn. Auf der Internetseite des Hafens von Stockholm hatte ich einige Wochen vor der Reise entdeckt, dass unser Schiff direkt in Stockholm (Stadsgarden) gemeldet war und dort haben wir dann auch tatsächlich angelegt und morgens und abends die wundervolle Fahrt durch den Schärengarten genossen.


    Ich drücke allen Prima-Fahrern die Daumen, dass direkt in Stockholm angelegt wird. Nachschauen kann man hier: https://www.portsofstockholm.com/vessel-calls/

    und dann auf Cruise calls klicken und das gewünschte Datum eingeben. Anleger (berth) SEAW SEAWALK bedeutet Nynäshamn; Stadtsgarden oder Frihamnen sind dagegen direkt in Stockholm (von Stadsgarden kann man in einer guten halben Stunde zu Fuß in die Altstadt von Stockholm gehen).


    Viele Grüße

    Stefanie

    LERI


    Wenn Ihr in den Sommerferien fahrt und schönes Wetter habt, könnt Ihr mit der Fähre nach Hythe fahren (https://hytheferry.co.uk/ ) und von dort aus eine Rundfahrt mit dem offenen Doppeldeckerbus durch den New Forest machen (http://www.thenewforesttour.info/ - hier im Thread beschrieben in Beitrag Nr. 207). Meinem Sohn und mir hatte das sehr gut gefallen, wir hatten allerdings einen sonnigen Tag mit 30 Grad erwischt - damit hatte ich vor dem Urlaub für England nun gar nicht gerechnet.


    Viele Grüße

    Stefanie