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  1. AIDAFANS / AIDA-FANS Deine Clubschiff Community - Dein Wasserurlaub Netzwerk
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Beiträge von SvenErikKl

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 23:27

    cruisejoy ich wünsche euch eine wunderschöne Reise. Vielleicht liest man ja auch mal den ein oder anderen Eindruck von eurer Reise. Denn auch die hatten wir vor der Buchung im Auge. Viel Spaß!

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 22:12

    Die einwöchige gab es natürlich auch.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 21:31

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 14 – Seetag & Farewell

    Der letzte Tag ein Seetag – das hatten wir auch noch nicht. Bis auf das nervige Kofferpacken wird heute nicht viel passieren. Ich rege ja jeden Urlaub einen Koffer-Pack-Service an und Mitreisende schlugen sogar vor, am letzten Hafen einfach erst kurz vorm Ablegen zum Schiff zu kommen, damit die Koffer gepackt werden. Die Packerei erspare ich euch an dieser Stelle. :zungeraus:

    Was in jedem Fall ansteht, ist der große Farewell-Abend mit der gar nicht so echten Torte, dem Sektbuffet und dem Abschied von und mit der Crew. Davon werde ich sicher noch berichten.

    Aktuell sitze ich in unmittelbarer Nähe zur Poolbar auf einer der Liegen, wundere mich, dass um 9 Uhr noch immer sehr viele Plätze frei sind und nicht nach altdeutscher Handtuchart reserviert wurden. Daneben lasse ich die vergangenen Tage Revue passieren.

    Malta: Wir wussten, es würde heiß werden, und so teilten wir den Tag auf. Morgens ging es günstig mit dem Bus zum Fischerdorf Marsaxlokk, wo wir für nur 15 Euro auf ein kleines Boot umstiegen und nach einer etwa einstündigen Fahrt zum St. Peter’s Pool gebracht wurden. Eine Stunde hatten wir Zeit, das warme Mittelmeer zu genießen und von den Klippen zu springen. Am Nachmittag blieb noch genug Zeit, die traumhafte Altstadt von Valletta zu erkunden.

    Catania: Der Ausflug mit „Go-Etna“ bot eine gute Gelegenheit, das Gebiet rund um den Vulkan kennenzulernen und einen Eindruck von den gewaltigen Kräften dieses Naturschauspiels zu bekommen. Beim nächsten Mal würden wir allerdings die teurere Alternative eines Ganztagesausflugs wählen, um mindestens bis zur Seilbahn oder noch weiter zu kommen. Der anschließende Spaziergang durch Catania hat uns persönlich nämlich gezeigt, dass sich ein weiterer Besuch für uns eher nicht lohnt.

    Messina: Mit dem öffentlichen Zug nach Taormina und mit dem Regiobus zurück – für uns die perfekte Gelegenheit, diese einzigartige Perle hoch über dem Meer zu erkunden. Taormina gehört sicherlich zu den schönsten Orten dieser Reise, und das trotz der vielen Touristen.

    Katakolon: Zunächst half uns der halbe Seetag bis zum Anlegen am frühen Nachmittag, einmal durchzuatmen. Das war auch nötig für den Ausflug mit einem der Anbieter vor Ort: Hin- und Rückfahrt mit dem Bus für 15 Euro. Der Bus – natürlich ohne Klimaanlage – brachte uns in das kleine Städtchen Olympia, von wo aus wir die antiken Sportstätten besuchten. Ich mag hier keine Tipps oder Empfehlungen aussprechen. Man sollte sicher auch einmal die Überbleibsel der Kultur der antiken Griechen gesehen haben. Wir würden künftig allerdings einen Strandaufenthalt den vielen Steinen in Olympia vorziehen. 8)

    Argostoli: Noch so ein wunderschönes Highlight auf unserer Route. Von der Insel haben wir wenig gesehen. Das, was wir gesehen haben, war aber vielversprechend und wunderschön. Dazu haben wir einen tollen Strand in Lassi gefunden – nicht den Hauptstrand, sondern den kleinen Nachbarn – und dort für wenig Geld einen entspannten und sommerlichen Strandtag erlebt.

    Korfu, Paxos & Antipaxos: Korfu kannten wir bereits aus einem Landurlaub zu Corona-Zeiten. Der Ausflug mit dem Boot hat sich wieder voll gelohnt: ein wunderschöner Tag mit griechischem Essen und frischer Meeresbrise. Allerdings waren wir auch überwältigt von den Menschenmassen, die es so vor sechs Jahren noch nicht gab. Paxos ist immer eine Reise wert und dank der langen Liegezeit dort auch ohne großes Risiko zu erreichen.

    Bari: Unser Glücksausflug war wirklich ein Glücksgriff. Nicht nur, dass sich Matera als spektakuläre Siedlung herausstellte. Mit unserem Lektor Michael Cornély hatten wir zudem einen wahren historischen Profi und Entertainer als Reiseführer dabei. Auch die Altstadt von Bari, die wir im Anschluss besuchten, bot wunderschöne Gassen mit viel italienischem Flair.

    Dubrovnik: Dubrovnik hat uns vermutlich nach der Altstadt von Catania am meisten enttäuscht. Ja, es war schön, durch die Gassen innerhalb der Stadtmauer zu wandern, und auch dort gab es viele schöne Ecken. Inklusive eines Espressos, der gar nicht mal so teuer war wie erwartet, waren wir aber nach zwei bis drei Stunden „durch“. Die anschließende knapp einstündige Bootsfahrt hat uns fast noch besser gefallen.

    Kotor: Kotor und speziell die Ein- und Ausfahrt durch die Fjorde sollte jeder einmal selbst erlebt haben. Die Ausfahrt in Badeshorts und Regenjacke bleibt für immer in Erinnerung und trotz des einsetzenden Regens waren die Aussichten spektakulär. Der kostenpflichtige Aufstieg zur Festung hat sich genauso gelohnt wie unser typisch montenegrinischer Lunch am kleinen Stadtstrand.

    Zadar: Zadar wird uns vielleicht immer als letzter Sommertag dieses Jahres in Erinnerung bleiben. Die Mischung aus der Fahrt mit Uber in die Altstadt und dem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt und entlang der Küste zurück zum Schiff war für uns – inklusive Badestopp am Strand – die perfekte Mischung und rundete den noch sommerlichen Tag in Kroatien perfekt ab.

    Triest & Venedig: Vielleicht war das einer der anstrengendsten Tage dieser Reise: erst der Fußmarsch durchs Gewitter zum Bahnhof von Triest, dann die zweistündige Zugfahrt und natürlich klatschnass nach Venedig.

    Venedig war auch im Regen, oder besser gesagt im langsam endenden Regen, ein besonderes Erlebnis. Wie schön muss es erst bei Sonnenschein sein? Vier Stunden waren für diese Stadt im Wasser allerdings sehr knapp und der Tag inklusive Rückfahrt mit vielen Eindrücken verbunden, die danach erst einmal verarbeitet werden mussten. :papierschiff:

    Eine 15-tägige Reise mit zwölf Destinationen, einem Seetag zu Beginn und einem zum Ende ist nicht nur Erholung. Wir würden aber auf hohem Niveau „meckern“, wenn wir sagen würden, dass es uns nicht gefallen hat. Im Gegenteil: Die Häfen und Destinationen unserer Route waren perfekt aufeinander abgestimmt. Die Reise war unbeschreiblich großartig! <3

    Das Leben an Bord

    Die AIDAblu, die detailliert und selbst zusammengebaut in unserem Wohnzimmer einen Ehrenplatz hat, war schon lange ein Sehnsuchtsziel. Die Befürchtungen, kurz vor dem Umbau im Rahmen der Evolution mit der Blu zu reisen, lösten sich schnell in Luft auf. Die alte Dame kann mit ihren 16 Jahren immer noch mithalten.

    Natürlich finden auch im laufenden Betrieb immer wieder Arbeiten statt. Dass ein Schiff Rost ansetzt und dieser hier und dort auch zu sehen ist, bleibt auf den Weltmeeren wohl nicht aus. Ich habe dieses Schiff lieben gelernt und werde künftig voller Erinnerungen zu Hause auf das Modell blicken. :Boot1:

    Die Crew hat einen Top-Job gemacht. Nicht ein Mitarbeiter, nicht ein Crew-Mitglied hat einen unfreundlichen Moment gezeigt. Alle – von den Gastgebern über die Barkeeper bis hin zu den Offizieren – haben mit ihrer Freundlichkeit unsere Tage positiv beeinflusst.

    Wenn ich mir überlege, ich müsste sieben Tage die Woche und das über Monate durcharbeiten, dann würde die oben beschriebene Freundlichkeit wohl nicht mehr dauerhaft auf mich zutreffen. Dafür, liebe Crew, ein riesengroßes Dankeschön! <3

    Restaurants und Bars sind immer ein Thema, wenn die Sphinx-Klasse mit den großen Schwesterschiffen verglichen wird. Aber auch hier hat uns fast nichts gefehlt. Natürlich hätten wir regelmäßig einen Platz im French Kiss gesucht – gibt es aber noch nicht. Für uns war das überhaupt kein Problem. Wir hatten ausreichend Abwechslung und ein Blick auf die Waage würde ohnehin zeigen, dass Angebot und Qualität eigentlich schon viel zu gut sind. :D

    Das trifft auch auf die Bars zu. So viel weniger Bars als beispielsweise auf der AIDAperla gibt es hier gar nicht. Letzten Endes hat man ohnehin irgendwann seine Favoriten und ist an einigen wenigen Bars anzutreffen.

    Mit der Barkarte konnten wir uns ebenfalls anfreunden. Meiner Meinung nach bietet sie mit und ohne Getränkepaket einen guten Mix aus Cocktails, Spritz-Getränken und Antialkoholischem. In unseren „Stamm“-Bars, der AIDA Bar und der Blu Bar, gab es auch selten längere Wartezeiten. Darauf stießen wir lediglich zu Spitzenzeiten an der Poolbar. :trrink1:

    Unsere Kabine 11108 war für uns nicht zu toppen. Die ganzen Gedanken über den fehlenden Balkon, die wir uns im Vorfeld gemacht hatten … alles vergebens. Wir sind mittlerweile soweit, dass wir auch bei künftigen Reisen mit den „Kleinen“ lieber die günstigere Kabine mit der riesigen Fensterfront als die Alternative mit Balkon wählen würden.

    Vor allem, da unsere geliebten Heckkabinen nach und nach zu Suiten umgebaut werden. Die Ablage- und Verstaumöglichkeiten sind allerdings begrenzt, sodass wir dankbar über unsere mitgenommenen Magnethaken waren.

    Es gibt noch so viel zu berichten – man könnte ein Buch schreiben. Aber für den einen Zweck, für den ich diesen Blog schreibe, reicht es: für meine Erinnerungen. :love:

    Heute war Seetag, heute war der letzte Tag der Reise und an dem schrieb ich mal wenig bis gar nichts. Trotz allem ist noch einiges passiert:

    Wir buchten eine weitere Reise für Sommer 2028 und wissen schon jetzt, dass wir sie noch während der Option umbuchen werden, sobald die Winterreisen 28/29 da sind. Bordguthaben bleibt Bordguthaben. :sport1:

    Der Super-Jackpot beim Bingo in Höhe von 6.000 Euro ging mal wieder an uns vorbei. Dafür nehmen wir tolle Erinnerungen mit.

    Am Vormittag überraschten uns die Offiziere mit einem mediterranen Poolbrunch, am Nachmittag gab es Dessert mit Ananas, Kokoseis und natürlich karibischem Rum.

    Abends standen dann natürlich die Farewell-Torten vor den Restaurants. Achtung: Nicht reinbeißen – nicht genießbar und nur Deko.

    Die echten „Tortenstücke“ gab es in den Restaurants. Genau wie all die anderen, immer wieder richtig leckeren Köstlichkeiten. :hunger:

    Und dann hieß es Abschied nehmen – in einem der emotionalsten Momente dieser Reise. Als die Crew und vor allem Kapitän Andrea Buzzi, Hoteldirektorin Katharina und Eventmanagerin Eva die vergangenen Tage Revue passieren ließen, blieben sicher bei nur wenigen derjenigen, die morgen in Korfu von Bord gehen, die Augen trocken.

    Ein Zitat bleibt in Erinnerung: „Auf dass die Welt zu einem Kreuzfahrtschiff wird.“

    Liebe Katharina Jegg: Die Standing Ovations habt ihr euch verdient! <3

    Ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die diese Reise zu dem gemacht haben, was sie war: eine unvergessliche Zeit mit und auf der AIDAblu.

    Danke und auf AIDAsehen!

    P.S.: Den Rest des Abends genießen wir bei schiefen Tönen im Brauhaus, bei einem Aperol in der AIDA Bar oder mit netten Gesprächen in der Blu Bar. Denn ganz vorbei ist es ja schließlich noch nicht. :thumbsup:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 11:51
    Zitat von SvenErikKl

    Für heute hatten wir den Ausflug „Mit dem Zug nach Triest und individueller Aufenthalt“ gebucht.

    Soll natürlich "Zug nach Venedig" heißen. Entschuldigt den Urlaubsmodus, Handy habe ich gerade auch wieder bei der Fernweh Expertin beinahe liegen lassen. ?(

  • AIDA Katalog Routenfragmente Sommer 2028 & Winter 2028/29

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 11:39

    Die Fernweh Experten auf der Blu haben laut eigene Aussage keine offizielle Info zum Buchungsstart und haben auch nur aus den sozialen Medien von den gestern versehentlich frei geschalteten Reisen erfahren.

    Es gibt wohl bei wichtigen Updates morgens entsprechende Informationen, bisher aber nichts zur Winter Saison 28/29.

  • Reise an Bord buchen - Bordguthaben?

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 11:37

    So, frisch von der Fernweh Expertin zurück und Reise für den Sommer 2028 gebucht.

    Option läuft wie bekannt 14 Tage nach Reiseende. Sollten innerhalb dieser 14 Tage die Winterreisen freigegeben werden, können wir im Rahmen der Option wechseln. Das Bordguthaben wird dann entsprechend der Reiselänge der neuen Reise gewährt.

    Aber: automatisch fliegt das Bordguthaben raus. Man sollte also den Reiseberater oder halt über das Reisebüro auf BGH hinweisen. Sollte es auf der neuen Buchungs- bzw. Optionsbestätigung nicht ersichtlich sein, einfach nochmal AIDA kontaktieren, wird dann nach gebucht.

    Die Reiseberaterin sagte noch: "Während der Option ist vieles möglich".

  • Reise an Bord buchen - Bordguthaben?

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 09:45

    Ponny und paddington Danke für eure Antworten. Klingt bei euch aber nach einer Umbuchung im Rahmen des Premium Tarifs. Ich würde ja - sofern die neuen Reisen bald veröffentlicht werden - innerhalb der Optionsfrist ändern.

    Wir werden mal nachfragen, zu verlieren haben wir dabei ja nichts. Rückmeldung poste Ich dann natürlich.

  • Reise an Bord buchen - Bordguthaben?

    • SvenErikKl
    • 18. September 2026 um 07:31

    Ich riskiere mal eine Frage... :zufrieden:

    Wir sind noch an Bord der AIDAblu und haben heute einen Termin mit dem Reiseberater. Ich hatte die ganz kleine Hoffnung, dass die Reisen für Winter 28/29 noch während der Fahrt freigeschaltet werden - vor allem, nachdem gestern zwei Reisen der genannten Saison kurzfristig online waren.

    Ist folgendes möglich? Ich buche heute eine beliebige Reise mit entsprechenden BGH und 14 Tagen Option. Kann ich dann - sofern innerhalb der 14 Tagen die neuen Reisen rauskommen - auf einer dieser "wechseln" und das BGH mitnehmen?

    Ich habe sowas irgendwo mal aufgeschnappt, bin mir aber nicht sicher und könnte auch im Zusammenhang mit TUI und den dortigen 3 % gewesen sein. :/

    Danke und liebe Grüße von der Blu

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 17. September 2026 um 22:48

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 13 – Triest & Venedig

    Kreuzfahrer und die Zahl 13 … Wer dem Aberglauben unterliegt, meidet ja in der Regel die Zahl nach der 12. Heute, am 13. Tag dieser wunderschönen Reise, sollte uns das Glück aber nicht verlassen – auch wenn die Wettervorhersagen für Venedig etwas anderes versprachen. ;(

    Optimistisch, obwohl ich die gleichen Schuhe trug, die auch im vergangenen Jahr nach dem Halt vor Belize drei Tage nass waren, trafen wir uns vorm Schiff, um gemeinsam zum Bahnhof zu gehen.

    Für heute hatten wir den Ausflug „Mit dem Zug nach Triest und individueller Aufenthalt“ gebucht. Der kostete zwar 99 € pro Person, wir wollten aber möglichst viel Zeit in Venedig verbringen und gleichzeitig möglichst wenig Risiko bei der Rückkehr zum Schiff eingehen.

    Und dann ging es los: Die Blu erreichte die Pier in Triest, begleitet von Blitzen und Donner. Es half nichts: Im strömenden Regen gingen wir von Bord und nach einer kurzen Zwischenpause im Terminal setzte sich der Kreuzfahrertross – manche professionell im Regencape, andere mit T-Shirt und Birkenstock – in Bewegung. Letztere drehten nach wenigen Metern schon wieder um und erklärten den Ausflug für beendet. :thumbdown:

    Ich gebe zu, dass das Ganze einen faden Beigeschmack hatte. Die eigenen Gäste durchs Gewitter zu schicken, braucht sicher auch Mut zum Risiko. Leider wurde die Gruppe schnell auseinandergerissen und aufgrund des anhaltenden Regens verlor man schnell den Überblick. Es waren einfach zu wenige Mitarbeiter von AIDA dabei, die die Gruppe besser hätten leiten oder sich in regelmäßigen Abständen hätten positionieren können. Ich hoffe, jeder hat den Zug pünktlich gefunden und erreicht.

    Man sollte ja immer das Positive sehen und so hatten wir nun während der Zugfahrt zwei Stunden Zeit, zu trocknen. Die waren auch nötig, damit Socken und Unterwäsche wenigstens antrocknen konnten.

    Die Organisation im Zug ließ dagegen nichts zu wünschen übrig. Durchsagen teilten die wichtigsten Informationen mit, Karten mit digitalen Infos zu Sehenswürdigkeiten und einem Link zum Stadtplan wurden ebenfalls verteilt. So manch einer überlegte aber bereits, die vier Stunden in einem Café zu verbringen. Der Regenradar ließ schließlich nichts Gutes vermuten.

    Abgelenkt wurden wir durch die Info eines Reiseforums, nach der AIDA bereits zwei Reisen der Wintersaison 28/29 veröffentlicht hatte. Sollte der Azubi versehentlich falsch geklickt haben oder würden wir die Zeit an Bord doch noch zur Buchung nutzen können? 8)

    Zunächst sollten aber die Kanäle und Brücken in Venedig erkundet werden. Nicht alle 175 Kanäle – denn 38 Kilometer waren heute am vorletzten Tag unserer Reise dann doch nicht mehr drin.

    Gegenüber des Hauptbahnhofs liegt der Canal Grande und unübersehbar die Ticketschalter und -automaten für das Vaporetto. Eine Einzelfahrkarte ist 75 Minuten gültig und kostet 9,50 €. Zum Markusplatz fahren die Linien 1 und 2. Erstere hält wirklich überall und benötigt daher ein paar Minuten mehr. Genau diese Linie wählten wir in der Absicht, in Ruhe noch etwas zu sehen und gleichzeitig die Zeit zum Trocknen zu nutzen.

    Klatschnass blickt man übrigens auch anders auf die Boote. Wenn dann ein Gondoliere mit seinen Gästen unter dem Regenschirm den Kanal entlangkommt, merkt man erst, dass Venedig eigentlich fast nur aus Cabrios besteht. :hahaha:

    Fährt man mit dem Wassertaxi Richtung Haltestelle San Marco, erscheint steuerbord zunächst die Basilika Santa Maria della Salute. Der Anblick ist schon gewaltig, die gegenüberliegende Seite bot aber ein noch spektakuläreres Bild.

    Ich gebe zu, dass ich den Markusplatz bisher nur aus der traditionellen Sissi-Verfilmung in Erinnerung hatte. In der Realität ist er aber noch einmal imposanter und weder mit Fotos noch mit Worten zu beschreiben. :bye1:

    Das gilt generell für die Eindrücke, die wir auf dem Fußweg vom Markusplatz bis zur Rialtobrücke und weiter zum Treffpunkt um 15 Uhr am Bahnhof gewonnen haben. Wirklich jede Ecke und jede Abbiegung brachte neue Bilder. Bilder von Brücken, venezianischen Häusern, aber auch vom Verfall vieler alter Gebäude.

    Auch Venedig bietet die Möglichkeit, die kleinen Gassen abseits des Trubels zu erkunden. Aber aufpassen sollte man: Selbst mit Google Maps wechselten wir oft die Richtung, ohne es direkt zu merken. Irgendwann war dann die Frage nicht mehr „Wo geht’s lang?“, sondern eher „Wo sind wir eigentlich?“ :frage1:

    Natürlich gönnten wir uns auch ein paar Köstlichkeiten: erst eine süße Fornarina al cioccolato und zum Abschluss noch eine Mini-Calzone als Snack.

    Passend zur Abfahrt war dann natürlich auch das herrliche Sommerwetter zurück. Streng genommen haben wir sogar noch Glück gehabt. Der Regen wurde von Stunde zu Stunde schwächer und am Ende zeigte sich die italienische Stadt als Wäschetrockner. Pünktlich zum Treffen um 15 Uhr waren Hosen und Shirts trocken. Nur die Schuhe werden vermutlich auf dieser Reise nicht mehr zum Einsatz kommen.

    Auf der Zugfahrt zurück mussten wir uns immer wieder daran erinnern, auf dem Weg zur AIDA, auf dem Weg zu unserem Zuhause auf See, zu sein. Der moderne doppelstöckige Zug und die vorbeiziehende norditalienische Landschaft erweckten das Gefühl, zu Hause und nicht im Urlaub zu sein. Wir verstanden es als Vorgeschmack auf das, was uns in zwei Tagen erwartet. ?(

    Um 19 Uhr, zum letzten Sailaway dieser Reise mit ihren unzähligen positiven Momenten und Erlebnissen, waren wir aufgewärmt am Heck bei der Ocean Bar. Ohne Jacke geht es hier aber nun nicht mehr. Auch am Mittelmeer beziehungsweise an der Adria kommt irgendwann der Herbst an.

    Es ist noch nicht der letzte Tag und dennoch ist es ein ganz persönlicher Moment, in dem die Reise noch einmal an einem vorbeizieht. Schon jetzt freuen wir uns auf die nächsten Abenteuer, die auf uns warten. Denn diese Welt – und das sollte man nie vergessen – hat so viel zu bieten und unzählige einzigartige Orte, die es zu besuchen lohnt. Zwölf dieser Orte haben wir auf unserer Reise besucht. <3

    Wir haben auch wieder tolle und liebe Menschen kennengelernt. Nicht nur die Menschen hinter den Kulissen: Eric, Jessi, Nicole, Annemarie, Jette, Leonie, Katharina und und und … Auch liebe Mitreisende. Ein besonderer Gruß geht an Himmelblau . :sdanke:

    Noch ist es aber nicht Zeit für Farewell. Daher wurden die AIDA Bar, das Brauhaus und auch der Weg von einem Ort zum anderen kurzerhand zur Theresienwiese verwandelt. O’zapft auf der AIDAblu – mit frisch gebrautem Festbier von Florian, dem jüngsten Braumeister auf See, und zahlreichen Aktionen der schönsten und tollsten Gastgeber der AIDAblu.

    So geht ein weiterer, ein letzter Landtag zu Ende. Morgen erholen wir uns von zwölf Tagen voller Abenteuer. Das Finale kommt – traurig und gleichzeitig voller Vorfreude auf’s nächste Mal. :loveyou:

  • AIDA Katalog Routenfragmente Sommer 2028 & Winter 2028/29

    • SvenErikKl
    • 17. September 2026 um 10:02

    Wir sind noch zwei Tage an Bord. Tut uns AIDA doch noch einen Gefallen oder hat der Azubi Mal wieder vorschnell geklickt? Eigen ja noch viel zu früh :gruebel:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 17. September 2026 um 09:54

    Zugvogel29 danke für dein Feedback. Ausflugstipps kommen noch in den Tagen nach der Reise. Dann aber nicht mehr vom Handy, sondern bequem vom PC aus. :)

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 16. September 2026 um 22:34

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 12 – Zadar

    Noch immer beeindruckt von der gestrigen Ausfahrt aus der Bucht von Kotor, erlebten wir heute Morgen mit der Einfahrt nach Zadar den nächsten Wow-Moment. Schließlich fährt man zunächst an vielen kleineren Inseln wie durch ein Labyrinth vorbei, bis man überhaupt die Stadt an der dalmatinischen Küste erreicht. :matrose:

    10:30 Uhr sollte laut Plan die Gangway öffnen. Zeit genug also, mit einem weiteren ausgiebigen Frühstück und einer Runde Faulenzen im Whirlpool und auf der Sonnenliege in den Tag zu starten. Urlaub muss schließlich auch mal nach Urlaub aussehen. 8)

    Pünktlich um halb 11 waren wir von Bord und steuerten geradewegs den Ausgang des Hafengeländes an. Zum ersten Mal auf dieser Reise testeten wir eine Fahrt mit Uber. Mit nur acht angekündigten Minuten Wartezeit war die Fahrt bis zur Meeresorgel für knapp 9 € die günstigste Variante. Uber ist schon schön einfach – Verhandlungen über Preise entfallen ganz einfach. Ein Tagesticket für den AIDA-Shuttle hätte heute 13 € pro Person gekostet. :gruebel:

    Die Meeresorgel setzten wir uns als Ziel, um von dort heute die Altstadt zu besuchen und entlang des Meeres mit Badestopp zurück zum Schiff zu laufen.

    Die Meeresorgel – vielleicht nicht das tollste Fotomotiv, dafür aber ein angenehm beruhigendes Erlebnis für die Ohren – war also unser Ausgangspunkt für den sommerlichen Tag in Zadar. Wir zogen weiter entlang der recht neu gestalteten, aber eher sterilen Promenade bis zum auffälligen Pier der Uferpromenade und weiter zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, dem Glockenturm der Kathedrale St. Anastasia.

    Die Inflation hat auch hier zugeschlagen: Tickets zum Aufstieg sind nicht mehr für vier Euro zu haben, sondern für einen Euro mehr. Gezahlt werden konnte nur bar, der Automat mit elektronischer Schranke hatte aber immerhin eine Wechselfunktion. Bei Einzug eines 20-Euro-Scheins kommt da also schnell viel Trinkgeld für andere Serviceleistungen zusammen. :blumen:

    Der Aufstieg ist nicht ohne: Die Wendeltreppen sind äußerst eng und bei Gegenverkehr muss man sich unter Umständen eine Möglichkeit suchen, sich irgendwo auf den schmalen Stufen festzuhalten. Die Aussicht belohnt dann aber die Mühen des Aufstiegs entlang der Glocken. Man kann das Spitzdach einmal umrunden und dadurch einen 360°-Rundumblick über Zadar genießen. Von oben erkennt man auch die genauen Grundrisse des Römischen Forums. Auch hier an der dalmatinischen Küste haben die Römer natürlich ihre Spuren hinterlassen.

    Wie in fast jeder Altstadt wird man auch in Zadar schnell dazu verleitet, die „eine“ große Straße mit ihren zum Teil internationalen Modelabels und Geschäften zu nehmen. Nicht aber mit uns. Ich kann es nur jedem empfehlen: Einfach mal eine Abbiegung nehmen, durch ruhigere Gassen und Straßen gehen und dadurch den Ort vielleicht noch mit weniger Touristen auf dem gleichen Weg kennenlernen.

    Okay, nicht ganz so einfach in Zadar. Denn hier gab es gefühlt an jeder noch so kleinen Ecke die typischen Souvenirläden, die in jedem Land die gleichen, angeblich typischen Andenken für Frau und Mann verkaufen wollen. :thumbup:

    Über den Platz der fünf Brunnen – richtige Brunnen, keine Springbrunnen – verließen wir die Altstadt und begaben uns wieder auf den Weg ans Wasser. Morgen geht’s mit dem Zug nach Venedig, also war heute die letzte Möglichkeit, das kühle Nass der Adria zu spüren.

    Wir suchten uns einen Platz unterhalb eines Baumes am Kolovare Beach. Zugegebenermaßen fiel es uns schwer, den recht langen Abschnitt mit Felsen, betonierten Plattformen und schmalen Kiesflächen als Strand zu bezeichnen. Denkt man aber einfach mal daran, dass man sich an einem Stadtstrand und in der Adria befindet, kann man auch über harten Boden unter dem AIDA-Handtuch hinwegsehen. „Bequem“ kann man schließlich auch auf dem Schiff noch haben. :schwimmen:

    Bevor wir den weiteren Fußweg von ca. 2 km auf uns nahmen, durfte auch die eine lokale Spezialität nicht fehlen: heute nur ein richtig süffiges und erfrischendes Pivo in der benachbarten Beachbar Popeye. Für günstige 4,10 € gab es den direkten Meerblick sogar noch oben drauf.

    Auf dem abschließenden Spaziergang ging es die erste Hälfte direkt am Meer entlang. Linker Hand reihten sich zahlreiche neu gebaute Ferienhäuser, rechter Hand das Meer mit den weiterhin steinigen Bademöglichkeiten. Vermutlich braucht es selbst in Zadar einen halben Lottogewinn, um sich ein solches Häuschen leisten zu können. Ob ich dann aber auf einen schönen Badestrand verzichten würde … ich glaube, das wäre nichts für mich. :nein1:

    Der zweite Teil führte uns einmal ums Hafenbecken herum und bot dann gar keine schönen Szenarien mehr. Vorm Cruise Terminal angekommen, muss man erst einmal sicherstellen, nicht an irgendeinem beliebigen neumodernen Airport angekommen zu sein. Umso größer war die Freude, um 15:30 Uhr unser Wohlfühlschiff wiederzusehen. :Boot1:

    Gestern hatte ich es übrigens noch als vermisst gemeldet, heute kamen wir dann passend für das Empfangskomitee an der Gangway zurück. Zu den Vitaminen in Form von Fruchtsaft gab es sogar noch einen zusätzlichen Schuss Vitamine als Rum gereicht. Danke AIDA – da geht man gleich noch mit einem breiteren Lächeln an Bord zurück.

    Eine Wiederholung gab es heute zum sonnengefluteten Auslaufen aus Zadar. Zum Abschied von Kroatien gönnten wir uns erneut die Zwickel Lounge für 25 € pro Person, von denen noch 5 € der Stiftung „AIDA Cruise & Help“ zugutekommen.

    Auf dem Crew-Deck hatten Braumeister Flo und sein Team schon alles für ein wieder einmal unvergessliches Erlebnis vorbereitet. Wir wurden verwöhnt mit auf dem Meer gebrautem Zwickel, Fingerfood und einem ganz besonderen, persönlichen Gruß von der Brücke.

    Kennt ihr die Sucht nach Kreuzfahrten? Die Sucht nach AIDA? Solche Momente bringen einen nur noch tiefer in die Sucht. Danke AIDA, danke AIDAblu. <3

    Cruise & Help war heute auch ein wichtiges Thema in der Primetime mit Eventmanagerin Eva, Hoteldirektorin Katharina und Versteigerungsprofi Sarah. Der Vorstellung des aktuellen Projekts zum Bau einer Schule in Myanmar folgte die absolut abwechslungs- und erlebnisreiche Versteigerung der Seekarte zu eben diesem Zweck.

    1.600 € wurden am Ende für den guten Zweck eingenommen. Dafür gab es nicht nur die Seekarte, sondern auch die Übergabe und Teilnahme während des Auslaufens aus dem Hafen Triest im Hoheitsgebiet des Kapitäns auf der Brücke. Oftmals kann man Cruise & Help schon ohne großes Zutun im Rahmen einer Reise unterstützen. Achtet gerne mal darauf.

    Typisch für AIDA ging es direkt Schlag auf Schlag weiter. Das Freiluftkino auf Deck 11 – natürlich stilecht mit Popcorn – streiften wir nur kurz. Auch bei der Black & White Party hielt es uns nicht lange, dafür aber im Brauhaus beim Motto Mix mit den Gastgebern. Der Abend ist heute allerdings nicht so eskaliert wie die Silent Disco am Vorabend. :trrink1:

    Diesmal ging es etwas früher ins Bett. Morgen ruft mit Triest schon die letzte Destination unserer Route. Wir steigen zusammen mit AIDA in den Zug und wandeln auf Sissis Spuren auf dem Markusplatz in Venedig.

    P. S. Als ich den Text fertig hatte, wusste ich noch nicht, dass wir im Brauhaus Bänke und Tische erobern... Ende offen... :ssorry:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 16. September 2026 um 00:09
    Zitat von fernwehtina

    Deine Reiseberichte sind einfach klasse SvenErikKl . 🥇👍💐

    Ich habe da nur eine kleine Frage. Kann er sein, dass die Gastgeberin Annamaria heißt? Falls ja, könntest Du sie mal fragen, woher sie stammt? Vielen Dank. 🤗

    Ich hab sie unter Annemarie kennengelernt. Fragen kann ich natürlich trotzdem ;)

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 15. September 2026 um 23:34

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 11 – Kotor

    Man muss schon ein bisschen verrückt sein, wenn man sich im Urlaub den Wecker auf 5:30 Uhr stellt. Und das an Tag 11, an dem wir schon längst im tiefsten Urlaubsmodus angekommen sind. :schlafen:

    Eine Stunde vorher wurde jedoch der Lotse aufgenommen und wir wollten zumindest einen Teil der Einfahrt in den Fjord von Kotor miterleben. Noch im Dunkeln betraten wir das Außendeck 12 und waren erschlagen von der Nähe der Berge Montenegros, die auf beiden Seiten der AIDAblu in den Himmel ragten. Wir waren noch nie in Norwegen und deshalb war dieser erste Anblick umso beeindruckender.

    Die Berge waren heute unser Ziel und das frühe Anlegen noch vor 7 Uhr hatte einen entscheidenden Vorteil: angenehm kühle Temperaturen. Wir waren also wieder mit die Ersten, die die AIDAblu verließen. Auf direktem Weg ging es quer durch die Altstadt Kotors zu einem der offiziellen Eingänge zum Aufgang zur Burganlage.

    Achtung: Über Jahre gab es einen kostenfreien, etwas längeren Weg bergauf, bei dem man am Fuße der Festung durch ein Fenster klettern musste. Das hat der Burgherr inzwischen geschlossen – und zwar ganz nach mittelalterlicher Art für ewig zugemauert. :nein1:

    Am Eingang des offiziellen Weges spielten wir vermutlich wieder die braven Deutschen. Das Kassenhäuschen war nicht besetzt, die elektronische Schranke stand offen. Der Hinweis am Automaten auf die drohenden Strafen, wenn man kein Ticket mit sich führt, ließ uns dann aber doch die 15 € pro Person investieren.

    Wer vor wenigen Wochen den „Urlaubschecker“ gesehen hat, weiß, dass diese 15 € irgendwo im System verschwinden, aber offensichtlich nicht in den Erhalt der Festung oder des Aufstiegs investiert werden. Und ja, das sieht man irgendwie überall. 8)

    Es war ein echtes Abenteuer, die zahlreichen Stufen und 280 Höhenmeter nach oben zu klettern. Man sollte dafür tatsächlich gut zu Fuß sein und sich die Sache bei Regen vielleicht noch einmal überlegen. Wir wurden dafür aber nicht nur auf der Festung, sondern auf dem gesamten Weg nach oben mit fantastischen Panoramen und Ausblicken auf unser schwimmendes Hotel und die Bucht von Kotor belohnt. Zu unserer frühen Uhrzeit waren auch noch keine Menschenmassen unterwegs, sodass wir den Aufstieg auf dem größten Teil der Strecke fast für uns alleine genießen konnten.

    Die Festung selbst gleicht eher einer Ruine. Ich mag solche Orte und finde es spannend, die Ruinen in Gedanken wieder mit Leben zu füllen. Den Müll und Unrat, der überall in den Ecken liegt, muss man dabei allerdings gekonnt ausblenden.

    Fast vergaßen wir dort oben die Zeit. Wir saßen auf irgendeinem Dach – nicht aus dem Mittelalter, also vielleicht noch einigermaßen sicher – und ließen die Füße hoch über der Stadt mit ihren roten Dächern und dem mediterranen Flair baumeln. Der Weg nach unten – hoch gut für den Po, runter für die Beine – bot noch einmal ganz andere Blicke auf eine der schönsten Destinationen unserer Reise. :meinung:

    Unten angekommen wurde es Zeit für eine Belohnung. Nach unserer kostenfreien Sporteinheit gönnten wir uns im Herzen der Stadt mit Blick auf die Berge einen Proteinshake, wie es Sportler nun mal machen. Unsere Variante enthielt allerdings nur zusätzlich Koffein, Eis, Zucker und sicher ausreichend Kalorien. Wohltuend, so ein Eiskaffee.

    Die Altstadt Kotors ist in meinen Augen noch einmal schöner als die in Dubrovnik, die Gassen verwinkelter, allerdings auch eine Nummer voller als gestern. Wir können noch von Glück reden, als einziges Schiff vor Ort gewesen zu sein. Natürlich sieht man an vielen Ecken auch die berühmten Katzen, die in Kotor fast schon heilig sind. Man sagt ihnen nach, dass sie Erdbeben, die es in dieser Region nicht selten gibt, schon früh spüren. Wenn die Katzen verschwinden, weiß der Mensch also, dass er sich besser in Sicherheit bringen sollte. :herzanherz:

    Trotz der Schönheit Kotors verabschiedeten wir uns irgendwann aus dem Strom der Touristen und machten eine kleine Pause auf der Blu. Wirklich nur eine kleine Pause, denn vom Außenbereich der Ocean Bar sahen wir ein kleines Restaurant am benachbarten Strand. Bevor wir erneut im Brauhaus landen, war uns etwas typisch Montenegrinisches lieber.

    Es heißt ja so oft, dass Kreuzfahrer kein Geld in den Destinationen lassen. Wir hingegen sind darauf bedacht, immer wieder etwas außerhalb des Schiffs zu testen und so ein bisschen mehr vom Landgang mitzunehmen als nur Bilder und optische Eindrücke. Diesmal waren es die perfekten Aromen der landestypischen Variante von Ćevapčići, überzogen mit einer mild-würzigen Käsesoße. :hunger:

    So gestärkt stiefelten wir nach unserer Mahlzeit direkt am Wasser mit bestem Blick auf die Blu noch einmal in die Altstadt. Natürlich, um noch mehr Geld dort zu lassen. Ich hatte auf der ersten Runde heute Morgen ein Shirt gesehen, das quasi nach mir gerufen hat und abgeholt werden wollte.

    Kurz nach vier war das Pooldeck der AIDAblu gefüllt wie an einem Seetag. Lektor Michael Cornély lud zu einem begleiteten und kommentierten Auslaufen aus der Bucht von Kotor ein. Also sollten die Kopfhörer ein erstes Mal an diesem Tag zum Einsatz kommen.

    Nach fast zwei Wochen ohne richtigen Regen rechnete heute allerdings niemand mit dem plötzlichen Regenschauer, der sich über das Freideck ergoss. Man glaubt gar nicht, wie schnell man wieder Auswahl bei den Liegen hat. 🌧️

    Michael Cornély kommentierte den pünktlich zum Typhon einsetzenden Platzregen mit den Worten: Als Gott am siebten Tag ruhte, fehlte ihm noch etwas im Regal – und so schuf er Kotor. Damit dieses „Weltwunder“ aber sauber bleibt, muss regelmäßig durchgewischt werden.

    In Badeshorts und Regenjacke fuhren wir vorbei an der vermutlich ersten Schiffsverbindung der Welt durch den 28 Kilometer langen und aus vier Buchten bestehenden Fjord. Es ging entlang der hohen Berge, die im Winter Skigebiete bieten und im Sommer für dieses unvergessliche Szenario der Ausfahrt durch den bekanntesten Fjord der Adria sorgen. :Boot1:

    Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedete sich unser Lektor und wir genossen die Ausfahrt einfach weiter. Seid mir nicht böse, aber es ist schwer, ausreichend und die richtigen Worte für diesen langen Gänsehautmoment zu finden.

    Als Kreuzfahrer merkt man dann wieder, welch ein Segen es ist, all diese wunderschönen und einzigartigen Orte und Szenerien der Welt besuchen zu dürfen. Vielleicht kommt man nie wieder zurück, aber die Erinnerungen bleiben im Herzen.

    Zum Abend verließen wir mal wieder kurzzeitig unser Reisegebiet und begaben uns in die Sushi Bar. Die hat uns schon auf der AIDAperla geschmeckt und wir wollten zumindest testen, ob auch die Variante auf den Sphinx-II-Schiffen trotz Einbettung ins East Restaurant mithalten kann.

    Und ja: Geschmacklich kann das Sushi auf der Blu auf voller Länge mithalten. Auch die Atmosphäre überzeugt – man sitzt hier halt nicht einfach in einer Durchgangsstation.

    Vollgepackt war auch der weitere Abend mit dem Programm auf unserem Schiff. Das Team um Eventmanagerin Eva zauberte ein Highlight nach dem nächsten auf die Bühnen und Decks.

    Zunächst hatte der Gott der Meere und Kreuzfahrten Einsicht mit uns. Nach zwei Jahren, in denen uns auf Reisen Elvis-Presley-Doubles als Gastkünstler begleiteten, waren wir heute Zeuge der Travestiekünstlerin France Delon mit ihrem vielversprechenden Programm „Die Alte singt immer noch“.

    Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass sie das Theatrium zum Toben brachte und in eine stimmungsvolle Lacharena verwandelte. Mutig, wie wir sind, saßen wir natürlich ordentlich in der ersten Reihe – Front of Stage. Überlegt euch das zweimal, sonst seid ihr mittendrin statt nur dabei. :sport1:

    Schlag auf Schlag ging es weiter: Die Kopfhörer des gemeinschaftlichen Auslaufens durften wir behalten, denn heute sollten Flüstern, schiefe Gesänge und bunte Kopfhörer auf drei DJs mit verschiedenen Musikrichtungen treffen. Das Programmhighlight einer jeden Reise – die Silent Disco – wartete wetterbedingt am Heck in der Anytime.

    Bei so vielen Menschen ganz hinten drohte das Ungleichgewicht vermutlich schon, den Bug nach oben zu ziehen. Der Stimmung hätte das allerdings keinen Abbruch getan.

    Wir nähern uns langsam dem Ende dieser Reise. Das merkt man nicht nur am bekannten Kreuzfahrthusten, der aus allen Ecken hallt, sondern auch daran, dass wir mit einem gemütlichen Spaziergang durch Zadar die vorletzte Destination kennenlernen werden.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 14. September 2026 um 23:06

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.-19.09.2026, Tag 10 – Dubrovnik

    Der heutige Morgen begann im Zeichen der preisgekrönten Serie „Game of Thrones“, deren Drehorte zahlreich in unserer heutigen Destination Dubrovnik verteilt sind. Erwartet hier in den nächsten Absätzen aber nicht zu viel: Wir gehören zu den wenigen Prozent, die keine einzige Folge gesehen haben. Heute sollte es also das erste Mal völlig ohne Plan von Bord gehen. 8)

    Wieder mal äußerst pünktlich, noch vor 8 Uhr, gab Kapitän Andrea Buzzi die Gangway frei und uns damit die Möglichkeit, in einen spannenden Tag an Land zu starten. Direkt gegenüber des Schiffs befindet sich das Terminal mit unterschiedlichen Möglichkeiten, in die Altstadt zu gelangen. Der AIDA-Shuttle für 15 € pro Tag ist dabei nur eine Möglichkeit. Wir entschieden uns mal wieder für den öffentlichen Bus. Die Linien 1A, 1B oder 3 halten direkt an der Hafeneinfahrt und fahren zum Pile-Tor, direkt vor der Altstadt. Eine Einzelfahrt kostet ca. 1,73 € im Vorverkauf am Kiosk oder 2,50 € beim Busfahrer. Bis auf einen vollen Bus und die Linie 1A, die unsere Linie 3 beim Überholen noch mit dem Außenspiegel touchieren musste, verlief die Fahrt unkompliziert und bereitete gleichzeitig schon mal auf die heutigen Touristenmassen vor.

    Tatsächlich hielt sich der Zustrom in die Altstadt Dubrovniks am frühen Morgen noch in Grenzen. Wie immer verließen wir zunächst die größte Straße und bogen in die verwinkelten Gassen ab, in denen man an jeder Ecke einen Ritter auf einem Pferd oder einen mittelalterlichen Markt erwartet. Denn genau so fühlt es sich direkt nach dem Durchschreiten des Stadttores an: wie im Mittelalter. :pirat:

    Die vollständige und begehbare Stadtmauer ließen wir links liegen. Der Eintritt von 40 € pro Person war es uns nicht wert, und so umrundeten wir die Altstadt zunächst direkt unterhalb der Stadtmauer. Immer wieder erhält man dabei spannende Blicke hinunter in die Gassen und auf die zahlreichen Stufen. Geht man ein paar davon hinunter, befindet man sich gleich auf einer anderen Ebene mit zahlreichen gastronomischen Angeboten. Wer einmal weiß, dass Dubrovnik nicht gerade die günstigste Stadt ist, wird auch von 12 € und mehr für einen Cocktail nicht mehr abgeschreckt.

    Nach etwa zwei Stunden hatten wir die Stadt und viele ihrer Gassen hinter uns gelassen. Auch der Magnet – mit 4 € der teuerste der Reise und dennoch günstiger als in der Karibik – war schnell gefunden. Damit hatten wir aber auch schon einen sehr guten Eindruck von dieser überraschenden Stadt bekommen.

    Wir zogen uns also zunächst für einen Macchiato und Eiskaffee zurück und entschieden uns anschließend zwischen dem Stadtstrand „Ploče iza grada“ mit Liegen und Schirm für 60 €, der Fahrt mit der Seilbahn und einer knapp einstündigen Bootstour mit Blick auf die Altstadt vom Wasser aus. Letztere Aktivität gewann. Und da wir schon fast drei Stunden nicht mehr auf dem Wasser waren, suchten wir uns am kleinen Hafen der Altstadt einen entsprechenden Anbieter. Es ist übrigens völlig egal, an welchem der Stände ihr euch erkundigt. Unsere Erfahrung zeigt: Sie arbeiten alle zusammen. Mit nur sechs Personen in einem kleinen Boot ging es entlang der Stadtmauer, um anschließend in einer gemütlichen Schleife die Insel Lokrum zu umrunden. Auf dieser kann nicht nur der botanische Garten Dubrovniks besucht werden. Dort gibt es auch zahlreiche Badestellen mit direktem Einstieg ins Adriatische Meer. Strände findet man vereinzelt auf der gegenüberliegenden Seite. Die bekamen wir zu Gesicht, als es entlang des Fünfmasters Wind Surf und des Luxus-Kreuzfahrtschiffs Le Boréal zurück in Richtung Hafen ging. Diese kleine Bootstour führte uns aus der Menschenmenge heraus und gab uns noch einmal einen ganz anderen Blick auf eine der berühmtesten Städte Kroatiens. :papierschiff:

    Gegen Mittag – und damit für unsere Verhältnisse sehr früh – zog es uns zurück zum Schiff. Wir nutzten die Zeit und haben endlich die Currywurst probiert. Nach zehn Tagen Leben im Paradies bleibt das Hungergefühl zwar langsam aus, aber der Vergleich zur Currywurst der Scharfen Ecke musste zwingend gezogen werden. Leider gewinnt da aber ganz klar das Exemplar aus der Scharfen Ecke. Also lieber die Rostbratwurst der AIDAprima oder AIDAperla und dazu ein Kiezgetränk Astra. :meinung:

    Wir haben es uns trotzdem gut gehen lassen. Die AIDAblu ist mittlerweile ein Zuhause geworden – und das nicht nur, weil wir seit zwei Jahren auf das 60 Zentimeter kleine Modell gucken. Die Blu hat einfach Charme, ist zugleich Wohlfühl- aber auch Entertainment-Ort. Daran sind mit Sicherheit ganz viele tolle Menschen hinter den Kulissen beteiligt.

    Was uns allerdings im Gegensatz zur AIDAperla-Reise in der Karibik fehlt, ist die Begrüßung nach einem Landgang vor dem Schiff. Gibt es das generell nicht mehr? Ausschank von Eistee oder Saft? Einmal pro Woche mit Party, Musik und einem Schuss Rum – natürlich nur für uns Erwachsene. Da hat man dieses unverwechselbare AIDA-Feeling schon vor der Gangway. :herzanherz:

    Zurück nach Deutschland und damit als harte Übung für die Rückkehr am Samstag ging es ab 20 Uhr ins Marktrestaurant, gefolgt von der legendären Karaoke mit Jette und Annemarie. Schon in unserer ersten Woche sind dabei alle völlig eskaliert und haben lauthals mitgesungen. Vielleicht der schlechteste Chor auf See, aber einer mit richtig viel Lebensfreude.

    Die absolute Spitze war heute die Performance von „Team Lüfter“, die das ganze Schiff in einen leuchtenden, warmen Glanz verwandelten und den Klassiker „Oh Tannenbaum“ anstimmten. Wo war da eigentlich der Glühwein? :love:

    Wenn dann noch Christopher von der Crew „My Way“ von Frank Sinatra singt, als hätte das Original selbst eingesungen, sollte man eigentlich aufhören. Denn besser kann es gar nicht mehr werden. :wiegeil:

    Dubrovnik war schön und definitiv einen Ausflug wert. Fürs nächste Mal schauen wir uns dann aber erst einmal „Game of Thrones“ an. Das absolute Highlight wartet ohnehin morgen auf uns: die Ein- und Ausfahrt in den mediterranen Fjord von Kotor.

  • Mein Schiff Routenfragmente Sommer 2028 & Winter 2028/2029

    • SvenErikKl
    • 14. September 2026 um 17:13
    Zitat von Motte412

    Man muss den Thread einfach mal etwas durchscrollen vor einer Frage..:cry2: siehe #81

    Oder man antwortet einfach. ;) habe ich auch gemacht, tat nicht weg und hat mich keine wertvolle Zeit meines Lebens gekostet.

  • Mein Schiff Routenfragmente Sommer 2028 & Winter 2028/2029

    • SvenErikKl
    • 14. September 2026 um 14:37

    Die letzten Jahre im November. Dir wird niemand eine verbindliche Antwort geben können.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 13. September 2026 um 23:30

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 9 – Bari & Matera

    Der gestrige Abend kündigte es mit dem kräftigen Regenschauer auf dem Pooldeck schon an: Der Ententeich der ersten Woche könnte sich doch noch in ein richtiges Meer verwandeln. Und so war es auch – zumindest ein bisschen. Mit einem leichten Schaukeln und dem immer wieder begeisternden Ausblick aus unserer Kabine auf Deck 11 wachte ich schon um 6 Uhr auf. Am Horizont mischte sich der Sonnenaufgang mit einer kräftigen Gewitterwolke, durchzogen von regelmäßigen Blitzen. Hier auf dem Meer sieht man die Naturgewalten immer wieder aufeinandertreffen. 8|

    Unser Glücksausflug „Sassi – Die Höhlensiedlung von Matera“ startete erst um 10 Uhr. Es war also noch genügend Zeit, in den Tag zu starten – unter anderem mit der dritten Massage meines „Best of AIDA“-Pakets. Das Paket beinhaltet drei verschiedene Ganzkörpermassagen zum Preis von zwei. Heute durfte ich mich bei einer traditionellen Thai-Massage vollkommen entspannen. Und das tat ich auch. Auf der Massageliege fühlte es sich ein bisschen an, als wäre man zwischen zwei Welten – immer kurz davor, ins Reich der Träume zu verschwinden. :schlafen:

    Das Frühstück im Marktrestaurant erwähnen wir heute mal nur beiläufig. Ich glaube, die Crew hat den Andrang etwas falsch eingeschätzt: An die ewig lange Schlange am einzigen Kaffeeautomaten haben wir uns ja gewöhnt, nicht aber an eine komplett leere Wursttheke. Satt geworden sind wir trotzdem, geschmeckt hat es natürlich auch. In dem Geflügelsalat könnte ich baden.

    Pünktlich, wie die Deutschen nun mal sind, saßen wir im Bus zu unserem Tagesziel – erfreulicherweise mit unserem Lektor Michael Cornély. Dass er an Bord war, bestätigte das „Glück“ unseres Ausflugs. Mit viel Wissen, gepaart mit Humor, führte er uns durch den Tag.

    Ein paar Beispiele: Die Krypta mit den Gebeinen des heiligen Nikolaus ist eine der größten christlichen Pilgerstätten. Er empfahl uns, im Anschluss an unsere Tour dort vorbeizuschauen. Würden wir dort unsere Weihnachtswünsche vortragen, würden sie schließlich doppelt in Erfüllung gehen.

    Constanze, die Nutzlose, heiratete Heinrich, den Überflüssigen – und somit heirateten Unteritalien und Deutschland. Ein Auszug aus der Geschichte Baris, der bei Michael natürlich nicht ohne entsprechende Pointe blieb.

    Falls uns seine Ausführungen irgendwann zu viel geworden wären, hätten wir nur mit einem weißen Taschentuch winken und unsere Kapitulation verkünden müssen. Nie im Leben hätten wir davon Gebrauch gemacht. :sgenau:

    Da wird sogar der Toilettenhalt und die detaillierte Beschreibung des Portals – oder einfach gesagt: des Eingangs zum Klo – zum Erlebnis.

    Angekommen in Matera, einer zunächst unscheinbaren, größeren Stadt, steuerten wir ausgestattet mit Kopfhörern gemeinsam mit unserem italienischen Tourguide und natürlich Michael Cornély als Übersetzer und Entertainer in einer Person die Fontana Ferdinandea an. Bis dahin verweilten wir noch immer in einer völlig unspektakulären Stadt.

    Der Wow-Effekt setzte ein, als wir am Belvedere Luigi Guerricchio unter einem Dach auf eine Terrasse kamen und sich vor beziehungsweise unter uns die Sassi präsentierten. Von da an waren wir von den Höhlenwohnungen und der Architektur Materas gefesselt. :loveyou:

    Immer wieder meldeten sich unsere Guides zu Wort und präsentierten allerlei geschichtliche Fakten zu den Siedlungen, deren Ursprünge bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Aber nicht nur Geschichte ist Michael Cornélys Steckenpferd. Als wandelndes Lexikon präsentierte er nicht einfach irgendwelche frühgeschichtlichen Fakten, sondern auch spannende Geschichten.

    So erfuhren wir beispielsweise, dass Matera jüngst Drehort für die Fortsetzung des umstrittenen Bibelfilms „Die Passion Christi“ mit Mel Gibson war. Letzterer drehte erst in diesem Jahr für die Fortsetzung „Auferstehung“ wieder in Matera. Auch Agent James Bond nutzte die Gassen bereits für seine Abenteuer in „No Time To Die“. 8)

    Natürlich durften wir nicht nur die Aussicht bewundern, sondern auch in traditionelle Wohnhöhlen hinuntergehen. Man bekommt einen Eindruck davon, wie die Bewohner zusammen mit ihrem Vieh im Sommer vor der Hitze geschützt waren und im Winter alles gegen das Erfrieren tun mussten.

    Wir lernten am realen Beispiel aber noch mehr: Das Wasserversorgungssystem mit seinen Zisternen ist heute UNESCO-Weltkulturerbe.

    Zum Abschluss hatte unsere Reisegruppe noch einen kurzen, halbstündigen Slot für eigene Unternehmungen. Gerade genug, um den obligatorischen Magneten von Matera, unserem heutigen Ziel und einer der ältesten Städte der Welt, zu besorgen.

    Am Treffpunkt versammelten sich alle wieder gewohnt pünktlich. Ausgerechnet unser Lektor verspätete sich. Wie war das? 10 % Schwund sind immer … :sironie:

    Gleich zu Beginn der Rückfahrt machte er die Verspätung wieder gut und stellte allen Teilnehmern ein an diesem Tag frisch gedrehtes und geschnittenes Video zur Verfügung. Danke dafür, Michael Cornély – und danke an ihn und alle Beteiligten für einen unvergesslichen Ausflug, der uns tatsächlich als wahrer Glücksausflug zugewiesen wurde. <3

    Abgesetzt wurden wir auf Wunsch direkt an der Basilika San Nicola. Ein Halt in Bari, ohne die Altstadt zu sehen, wäre schließlich wie Pasta ohne Soße. Natürlich besuchten wir die Gebeine des heiligen Nikolaus. Ich vergaß nur voller Ehrfurcht, einen Wunsch zu äußern.

    Die Basilika selbst und ihre verzierten Decken haben mich allerdings viel mehr fasziniert. Dazu kam der maßlose Glaube, den die Besucherinnen in der Krypta gezeigt und gelebt haben. Faszinierend und zugleich ein wenig abschreckend. :gruebel:

    Auch in Bari lohnt es sich, dem Strom der Touristen zu entfliehen und in die schmalen Gassen abzubiegen. Auch dort wird noch einem richtigen Leben nachgegangen – ohne Souvenirläden und Cafés.

    Für die bekannte, am späten Nachmittag aber nicht mehr ganz so repräsentative Nudelgasse stürzten wir uns noch einmal wagemutig unter die Touristen und entführten kurzerhand zwei Beutel frische Nudeln aus Bari an Bord der AIDAblu.

    Bari ist sicher einen Besuch wert. Nach dem Stopp in Matera würde uns aber auch Alberobello mit seinen Trulli interessieren. Also gut möglich, dass wir diese Route irgendwann noch einmal wiederholen.

    Barkeeper Eric und seine Kollegen sorgten in der AIDA Bar wieder einmal für einen köstlichen Übergang zum Abendprogramm. Neben der Blu Bar ist die AIDA Bar mittlerweile unser „Place to be“ an Bord geworden. :trrink1:

    Den Abend planten wir mit dem Bella Donna. Da das Marktrestaurant zwei Essenszeiten hat und daher zwischen 19:30 und 20:00 Uhr schließt, muss man sich den Besuch im Bella Donna gut überlegen. Im genannten Zeitraum wird es nämlich schwer, dort einen Platz zu finden.

    Achtung ist außerdem geboten, wenn man die Gastgeberinnen beim Rainbow Treff – ja, ein weiterer Treff, der Gelegenheit bietet, andere Urlauberinnen und Urlauber kennenzulernen – nicht alleine mit ein paar Flaschen Sekt stehen lassen will.

    Nach einer Vorstellungsrunde mit erheiternden Fun Facts und Sockenfarben landet man nämlich ganz schnell beim Line-Dance-Tanzkurs zum AIDA-Clubtanz „El Tiburon“.

    Aber, und das ist das Wichtigste: Wir sind nun gerüstet für die nächsten 25 AIDA-Kreuzfahrten. Das Schöne ist, dass dabei für jeden gilt: The stage is yours! :thumbup:

    Morgen bildet Dubrovnik die Bühne für neue Abenteuer und Erlebnisse. Zum ersten Mal gehen wir ganz ohne irgendeinen Plan von Bord. Ich bin mir aber sicher, dass auch Dubrovnik ausreichend Geschichten zu bieten hat.

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 12. September 2026 um 22:17

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 8 – Korfu, Paxos & Antipaxos

    Während die AIDAblu heute einmal komplett durchgeschüttelt und die Mehrheit der Gäste ausgetauscht wird, machten wir uns früh morgens von Bord. Immerhin startete für uns nun eine weitere Woche mit hoffentlich genauso tollen Erlebnissen in der Adria. :Boot1:

    Vor sechs Jahren fuhren wir bei unserem Landurlaub auf Korfu – noch zu Corona-Zeiten voll maskiert – mit dem Schiff zu den südlichen Inseln Paxos und Antipaxos. Nach der Buchung dieser Kreuzfahrt war dieser Ausflug daher direkt gesetzt. Wir buchten bei „Corfu Cruises“ die Luxury Tour auf einem kleineren und besser ausgestatteten Boot zum reduzierten Preis. Regulär liegt die Tour bei 75 € pro Person.

    Der Vorteil: Das Schiff legt unweit vom Cruise Terminal ab und wir mussten damit nur einen kurzen Fußmarsch auf uns nehmen. :)

    Pünktlich um halb 9 starteten die Motoren und ohne unsere geliebte Sailaway-Auslaufmusik, dafür direkt entlang der Schönheit der AIDAblu, verließen wir den Hafen auf einem voll besetzten, aber gemütlich gepolsterten Boot gen Süden – immer entlang der Küste Korfus.

    Das erste Ziel des Tages bestand aus zwei unterschiedlichen „Blauen Grotten“, in die unser heutiger Kapitän professionell hinein navigierte. Die größte Grotte trägt den Namen „Ypapanti“, benannt nach einer Kirche hoch über der Grotte. Man kennt sie auch als Grotte des Poseidon.

    In der zweiten, offenen Grotte fiel das Licht wunderbar von der Seite ein und tauchte das Meer in ein schillerndes Türkis. Auch sechs Jahre nach unserem ersten Besuch war die Einfahrt in die Grotten ein beeindruckendes Erlebnis. <3

    Zum zweiten Stopp mussten wir allerdings umgeleitet worden sein. Vor sechs Jahren durften wir mit ein paar wenigen kleinen Booten in einer Bucht von Antipaxos halten und im glasklaren Wasser schwimmen. Glasklar war es auch heute noch und das Wasser tatsächlich genauso schön wie bei unserer Tour mitten in den Corona-Zeiten.

    Es waren heute allerdings erschreckend viele Boote vor Ort. Im Wasser hatte ich plötzlich das Bild asiatischer Schwimmbäder vor Augen: überall Menschen und Schwimmnudeln. Nein, diese Badepause ist Anfang September definitiv nicht mehr zu empfehlen. :schwimmen:

    Das tat unserer Stimmung aber keinen Abbruch. Schließlich stand das Highlight des Tages noch bevor: der Besuch von Gaios, der Hauptstadt von Paxos. Und darauf, dass es dort nicht mehr ganz so idyllisch wie vor sechs Jahren sein würde, hatten wir uns im Vorfeld bereits eingestellt.

    Fast zweieinhalb Stunden hatten wir nach der Einfahrt in den Hafen Zeit, den Ort zu erkunden und durch die Gassen mit ihrem griechischen Flair zu schlendern. Paxos hat heute rund 2.500 Bewohner und ist eine der kleinsten der Ionischen Inseln – mit ungefähr genauso vielen Olivenbäumen wie Einwohnern.

    Heute wird Paxos auch die Insel der Millionäre genannt, in Anlehnung an berühmte Schauspieler, Sportler und Politiker, die jeden Sommer ihre Yachten vor Paxos in Stellung bringen. :P

    Obwohl uns die AIDAblu wieder mit Vollpension und Rundum-Verpflegung empfängt, ließen wir es uns nicht nehmen, uns auf die Gastfreundschaft von Paxos einzulassen. Das Fanalino Restaurant überzeugte uns bereits von außen und liegt in einer gemütlichen und luftigen Gasse. Genau das Richtige bei den heute wieder sehr gut gemeinten Temperaturen.

    Das Essen – griechisches Sofrito und Giouvetsi – und der Wein waren köstlich. Wer weiß: Vielleicht schaffen wir es irgendwann einmal, ein paar Tage länger auf Paxos zu genießen. :thumbsup:

    Zuvor wollten wir uns das Ganze aber noch von oben anschauen und sind im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Gaios gewandert. Belohnt wurden die Anstrengungen mit einer ganz anderen An- und Aussicht auf den Ort.

    Die Wärme führte dazu, dass alle Gäste mit Vorfreude auf Fahrtwind pünktlich zurück an Bord waren. Kurz vor halb vier starteten die Motoren und wir nahmen ein weiteres Mal Abschied von der schönen griechischen Insel.

    Während der Überfahrt nach Korfu gab’s noch unfreiwilliges Entertainment: Zum ersten Mal auf dieser Reise drehte der Wind auf und die Gischt spritzte wie in einer Wildwasserbahn bis auf das obere Deck. Auch die Stimmung der Mitreisenden war ausgezeichnet. Urlauber aus allen Nationen tanzten und stimmten zum Höhepunkt sogar eine Polonaise an – fast wie auf der Fähre nach Bequia in der Karibik. :papierschiff:

    Um 18 Uhr und damit weit vor dem eigentlichen Sailaway waren wir zurück im Hafen, wo wir schon mit Kussmund empfangen wurden. Auch wenn der Ausflug nach Paxos und Antipaxos nicht mehr ganz so exklusiv war wie 2020, hat er sich ein weiteres Mal gelohnt.

    Nach unserem gestrigen Strandtag stand aber auch heute Erholung ganz oben auf der Liste. :jump:

    Zum Abend benötigten wir erst einmal einen kühlen Drink an einer der vielen tollen Bars. Mittlerweile fällt es schwer, sich für „die eine“ Bar zu entscheiden, denn an vielen Orten auf dem Schiff haben wir die Atmosphäre und die Mitarbeiter lieben gelernt.

    Eine Premiere gab es trotz bereits sieben Tagen an Bord aber auch noch: der Best Burger. Selbst im eher unscheinbaren Burgerrestaurant kommt man völlig auf seine Kosten und wohl gesättigt wieder raus. :hunger:

    Nun sind wir seit genau einer Woche auf der AIDAblu – dem Schiff, das nach wochenlanger Bastelarbeit im Maßstab 1:400 einen Ehrenplatz in unserem Wohnzimmer gefunden hat. Natürlich haben wir darauf beim Durchfahrertreff mit der unverwechselbaren Nicole gebührend angestoßen.

    Treffen findet man zu Beginn einer Reise ohnehin an jeder Ecke. Bekanntschaften zu schließen, ist bei AIDA also gar kein Problem. Mit jedem Blick auf das gerade erwähnte Modell stieg die Vorfreude auf diese Reise – und schon jetzt kann ich resümieren, dass das Schiff und vor allem seine unfassbar tolle Crew auch kurz vor der Evolution noch immer eine echte Wohlfühloase sind.

    Danke an die ganze Besatzung! <3

    Wenn dann um Punkt 22 Uhr erneut von Eventmanagerin Eva und Hoteldirektorin Katharina die wichtigste Information verkündet wird und das „Sie haben Urlaub!“ über das Pooldeck schallt, dann ist man endgültig in der zweiten Reise angekommen. :loveyou:

    Und natürlich gibt’s auch ein paar Fakten: Mit uns an Bord sind …

    • 683 Erstfahrer
    • 463 Durchfahrer
    • 2.186 Gäste insgesamt
    • 55,7 Jahre Altersdurchschnitt
    • 43 Kinder & 1 Jugendlicher

    Die Welcome Party ließen wir in der AIDA Bar ausklingen – aber erst nach einem wahnsinnigen Regentanz auf dem verregneten Pooldeck zum Hit „It’s Raining Men“.

    Ich liebe euch, ihr verrückten Gastgeberinnen!

    Die neuen Gäste heißen wir herzlich willkommen und wünschen allen – den Durchfahrern und den neu Aufgestiegenen – eine tolle Reise und unvergessliche Erlebnisse.

    Uns wurde nun für Bari unser Glücksausflug zugeteilt. Es geht zu den Höhlensiedlungen nach Matera. Eineinhalb Stunden Transfer, rund zwei Stunden Aufenthalt inklusive Führung und anschließend wieder eineinhalb Stunden zurück. Wir sind gespannt, was uns erwartet.

    Jetzt heißt es aber erst einmal: zweite Woche, zweite Runde – und weiter geht’s! :abfahrt:

  • AIDAblu: Adria & Mittelmeerinseln ab Korfu | 14 Nächte | 05.09.2026 bis 19.09.2026 (Samstag, 5. September 2026, 00:00-Samstag, 19. September 2026, 00:00)

    • SvenErikKl
    • 11. September 2026 um 22:26

    AIDAblu / Adria & Mittelmeerinseln / 05.09.–19.09.2026, Tag 7 – Argostoli

    Fast wie auf einer Flusskreuzfahrt steuerte Kapitän Andrea Buzzi die AIDAblu heute Nacht mit Sicht auf die beleuchteten Küsten nach Argostoli auf Kefalonia. Noch im Dunkeln warteten wir an der entsprechenden Position auf den Lotsen, legten aber dennoch überpünktlich an der Pier von Argostoli an. :Boot1:

    Da in der Vergangenheit immer wieder behauptet wurde, die Blu wäre zu groß zum Anlegen an der Pier und es müsse zwingend getendert werden, leisteten wir heute den lebenden Beweis, dass dem nicht so ist. Damit war auch der Weg zur Bushaltestelle der öffentlichen Busse ein Katzensprung – vergleichbar mit der gestern besuchten Laufstrecke im Stadion von Olympia. 8)

    Wir wollten zu den Gialos-Stränden, genauer gesagt zur Haltestelle Platis Gialos, und zahlten im griechisch pünktlichen Bus 2,00 € pro Person und Fahrt. Aus irgendeinem Grund sogar mit 25 % Studentenrabatt. Vielleicht sehen wir nach einer Woche Urlaub nun einfach so jung aus.

    Am Ziel gibt es zwei Strände: den größeren Makris Gialos und den kleineren Platis Gialos. Wir entschieden uns schon im Vorfeld für den kleineren, da wir von enormen Preisunterschieden bei Liegen und Sonnenschirmen gelesen hatten. Für ein Set aus Sonnenschirm und zwei Liegen zahlten wir gerade einmal 20 € – inklusive einer Auskunft zu den Rückfahrtzeiten der öffentlichen Busse.

    Und die war nicht ganz so erfreulich. Macht euch also im Vorfeld unbedingt mit den Abfahrtszeiten vertraut. Es heißt zwar, der Bus würde alle 30 Minuten fahren, anders als am Morgen fanden wir online allerdings gar keine Verbindungen und Uhrzeiten. Da die Liegen hier so günstig waren und auch ein Mythos mit 4 € den finanziellen Rahmen nicht sprengte, reservierten wir kurzerhand per WhatsApp ein Taxi und handelten einen Preis von 15 € aus. Also zehn Euro Aufpreis zum Bus – damit konnten wir leben. :thumbsup:

    Der Strand mit seinem feinen Sand und dem glasklaren Wasser, die weit auseinander verteilten Schirme und das gastronomische Angebot, gepaart mit absoluter Sauberkeit und guter Organisation, bescherten uns einen wunderschönen Strandtag. Wie immer endete dieser natürlich viel zu früh. 🏖️

    Organisation und Ordnung kannte scheinbar auch das Taxiunternehmen „TAXI KEFALONIA“. Pünktlich auf die Minute – und zwar nicht nur griechisch pünktlich – wurden wir oberhalb des wunderschönen Strandes wieder abgeholt und ins Zentrum von Argostoli gefahren.

    Keine Frage: Auch wir wollten uns auf die Suche nach den berühmten Schildkröten im Hafenbecken machen. Tatsächlich mussten wir dafür gar nicht bis zur Brücke gehen. Die ist übrigens weiter entfernt, als es auf Google Maps den Anschein erweckt. Wir sahen schon vorher zwei große Exemplare beim Spielen. Regelmäßig zogen sie ihre Kurven nah an der Wasseroberfläche und mussten aufgrund ihrer Aktivität umso öfter auftauchen. Sollten es männliche Exemplare gewesen sein, war es vielleicht doch mehr Jagd als Spiel. :hahaha::hahaha:

    Wie schnell die Zeit vergeht, sieht man auch daran, wie schnell man durch die Gassen der Orte laufen muss. Viel Zeit blieb nicht mehr, aber der obligatorische und traditionelle Besuch der Shops und Souvenirläden durfte natürlich auch hier nicht fehlen.

    Am Ende war Argostoli um ein paar Euro reicher, unsere Geldbörsen dafür leerer. 💶

    Wir konnten zwar nur einen kurzen Eindruck erhaschen, aber Argostoli scheint eine zwar auf Touristen eingestellte, gleichzeitig aber wunderschöne kleine Hafenstadt zu sein. Die Kulisse der gegenüberliegenden Berge rundet den Eindruck noch ab. Wir haben auf jeden Fall Lust auf mehr bekommen. :loveyou:

    Als Kreuzfahrer sollte das Abschiednehmen aber gelernt sein und so ging es zum Ende des Nachmittags für eine kleine Runde Sport zurück an Bord. Nach solch einem faulen Tag mussten die fehlenden Schritte schließlich noch ausgeglichen werden. Zum Sailaway genossen wir auch den Cocktail der Baraktion wieder ohne schlechtes Gewissen und verabschiedeten uns standesgemäß von dieser vermutlich in Deutschland völlig unterschätzten Insel.

    Und schon ist eine Reise fast zur Hälfte abgeschlossen. Da wir morgen die lange Liegezeit vollständig ausnutzen, zelebrieren wir das Bergfest einfach etwas zu früh und gönnen uns ein Dinner im Buffalo Steak House.

    Zum ersten Mal durfte ich das in La Romana an meinem 40. Geburtstag genießen. Auch heute ließ uns das Dinner sprachlos zurück. Nicht wegen eines vollen Mundes, sondern weil Qualität, Geschmack und Atmosphäre alles bisher Erlebte der letzten Tage noch einmal übertroffen haben.

    Am Ende verzeichneten wir zwar einen dreistelligen Betrag auf der Rechnung, dafür brennt sich auch dieser Abend definitiv ins Reisegedächtnis ein. :hunger:

    Der Abend endete bei Jessi, unserer treuen und immer fürsorglichen Begleitung der Tour de Bar. Zusammen mit einigen anderen Teilnehmern dieses überraschenden Abends feierten wir gemeinsam Farewell.

    Die anderen mit tränenden Augen, wir zusätzlich mit einem Lächeln, denn auf uns – und damit auch auf euch – warten noch viele Abenteuer entlang der Adria. Jessica darf uns in dieser Zeit auch noch ertragen und uns das Leben versüßen. :matrose:

    Ansonsten bleibt ein Spruch von Hoteldirektorin Katharina festzuhalten:

    „Wenn die Welt wie ein Kreuzfahrtschiff wäre, dann wäre es eine bessere Welt!“

    Dem, der diesen Beitrag schreibt, bleibt nichts anderes übrig, als diese Aussage bedingungslos zu unterschreiben.

    Nun ist der Tag erreicht, an dem wir Abschied nehmen. Abschied von liebgewonnenen Mitfahrern und Abschied von tollen Erlebnissen. Für uns geht’s aber in die nächste Runde.

    Wir freuen uns auf Paxos und Antipaxos, auf eine Fjordeinfahrt nach Kotor und auf eine Zugfahrt nach Venedig.

    Danke für eure Kommentare und euren Zuspruch – bis morgen auf Korfu!

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