Ich war "nur" Fantastica und inkl. Wartezeit am Schalter innerhalb von 5 Minuten durch den Check-in. Das längste das.gedauert hat war der Fußweg zum Schiff, aber dafür kann ja MSC nix. Was mir an Kiel besonders gut gefallen hat, war dass das Gepäck direkt beim Check in abgegeben werden kann und dort auf ein Förderband gestellt wird, man muss es also nicht wie beispielsweise in Genua erst noch wo anders hinkarren. Mich hat das zwar persönlich in Kiel nicht "betroffen" weil ich den Shuttle-Service in Anspruch genommen habe, aber ganz generell ist das System sicher für alle von Vorteil.
Ich war in Kabine 14238, einer Balkon Einzelkabine, von der man eigentlich nur schlechte Reviews liest. Mir hat sie seh gut gefallen, es war nicht zu Eng, vom Außenbereich des Buffet darüber habe ich nichts mitbekommen und der Balkon war gefühlt riesig und wurde von mir trotz des frischen Wetters ausgiebig genutzt. Er hatte den Vorsprung drüber und war daher vor Wind und Wetter super geschützt. Das Sofabett war sehr bequem und entgegen meiner Befürchtungen für mich mit 1,86 m nicht zu kurz. Ich habe den Kabinensteward darum gebeten, das Sofabett im "Bettmodus" zu lassen und tagsüber nicht umzubauen. Was mich gestört hat war die Badewanne, die ich als solche nicht benutzt habe und als Dusche für meine Körpergröße ungeignet war, ich musste immer leicht gebückt duschen. Aufrecht kann man da nur mit unter 1,80 stehen.
Das Essen hat mir sowohl im Buffet als auch im Hauptrestaurant hervorragend geschmeckt. Obwohl das Schiff voll war habe ich auch zu den Stoßzeiten immer einen Platz gefunden, auch als Einzelreisender, der zumindest beim Frühstück gerne alleine sitzt. Vor der ersten Mahlzeit bin ich eher etwas ruhebedürftig und nicht gesprächig.
Das Klappern des Mülleimers kann ich bestätigen. Ich habe ihn ins Badezimmer verbannt, dann war Ruhe im Karton.
Für MSC-Verhältnisse war deutsch sehr präsent, sowohl an der Rezeption, als auch am Excursions-Schalter war immer jemand zufinden, der deutsch Konnte, eine der Kreuzfahrtdirektorinnen war Österreicherin, die internationale Hostess für deutschsprachige Gäste, eine Ungarin, die gut deutsch spricht, hatte jeden Tag eine "Sprechstunde" in der Chamapgner Bar. Es war eine deutsche Lektorin an Bord (Melanie aus Hamburg), die interessante Vorträge über Geiranger und Flåm, Ålesund, Mythologie und Bräuche in Norwegen, sowie die Wikinger gehalten hatte. Am letzten Tag eine Veranstaltung in der Art der AIDA Prime Time mit Einblicken ins Schiff (auf Deutsch), dessen Bau und Funktion. Auch der Kapitän kam kurz vorbei.
Ausflüge habe ich soweit selbst organisiert. Ausnahme: In Ålesund habe ich am Nachmittag einen Ausflug von MSC angeboten auf die umliegenden Inseln mitgemacht, war sehr schön und man hielt an sehr interessanten Fotospots. An Bord habe ich die beiden Backstageführungen gemacht, wobei mir die in den Versorgungsbereichen und im Theater besser gefallen hat, als die auf Brücke und im Maschinenraum.
Das Schiff als solches gefällt mir sehr gut. Im Prinzip halt ein weiteres Schiff der Meraviglia-Klasse die ja alle ähnlich sind und bei denen ich überall die Galeria für arg dunkel halte, obwohl sie als solche gut gestaltet ist und der LED-Himmel jedes Mal beeindruckt.
Für Fahrtgebiete wie die Fjorde bei denen man viel für die Augen hat hielte ich persönlich Schiffe mit einem offen gestaltetem Heck für vorteilhafter, wenn man schon auf Grund des Schiff-im-Schiff-Konzeptes keine Chance hat als "Normalsterblicher" an den Bug zu gelangen. Aber das ist meckern auf ziemlich hohem Niveau.
Es war eine Prima Woche und natürlich hat mich MSC wieder mal überzeugt. Nichtsdestotrotz gibt es im März mal eine Chance für den zweiten großen Italiener auf dem Kreuzfahrtmarkt.