Hallo,
fahre nun seit 2004 regelmäßig mit AIDA, von der letzten Reise gerade zurück. Seitdem lässt sich spürbar eine Veränderung in der Clubschiffatmosphäre feststellen, die mich sehr traurig stimmt. (Vorallem auf den großen Schiffen!)
Das Verhältnis zwischen Angestellten (vom Tellerwäscher bis zum Chef Animateur) und den Gästen ist sehr angespannt und steif. Bei der ersten Fahrt haben noch alle zusammen gefeiert und der Small-Talk, mit der meist asiatischen Besatzung, war sehr ungezwungen.
Heute hat man das Gefühl, dass an allen Ecken Inspektoren stehen, die schauen, ob sich auch jedes Crew Mitglied nach irgendwelchen Verhaltensregeln verhält. Das abendliche miteinander Feiern ist total
gezwungen, so dass die Crew meist nur unter sich bleibt und auf Paukenschlag den Saal verlässt. Zudem ist ein spürbarer Unterschied zwischen der Behandlung der deutschen Besatzung und der ausländischen hör- und sichtbar! Das stört mich am meisten, denn die einstudierten Floskeln der deutschen Streifenträger kommen nicht ehrlich rüber.
Haben uns mit zwei philipinischen Crew Mitgliedern gut verstanden. Es war einfach nur lustig. Aber wir, die Gäste hatten große Angst, dass die beiden deswegen Probleme bekommen, denn wir standen unter permanenter Beobachtung. Das ist kein Urlaub für mich, wenn ich mich vorsehen muss, dass ich Distanz halte, nur damit niemand meinetwegen seinen Job verliert!
Ich möchte nicht die Mitarbeiter an sich kritisieren, diese machen nur noch ihren Job, so wie es von ihnen verlangt wird. Ich denke, da wurde etwas im AIDA Leitbild geändert und die momentane Ausrichtung gefällt mir gar nicht!
Ich hoffe, AIDA übernimmt sich nicht mit den großen Schiffen, denn wenn die Spirale sich weiter abwärts dreht, werden die großen Schiffe bald leer bleiben. Die meisten Mitreisenden, die wir kennen gelernt haben, sind Vielfahrer und das Fazit war einfach überall das Gleiche: "Man bucht AIDA in der Hoffnung, dass es so wird, wie vor ein paar Jahren!"
In diesem Sinne, noch hoffe ich, Palo