Auf der besten Reise kann nicht alles perfekt sein und so gab es auch dieses Mal wieder einige Dinge, die uns nicht gefallen haben
Rossini
Wir haben leider einen dermaßen unverschämten und frechen Ober erwischt, dass es nicht mehr feierlich war und der Abend ein ziemlicher Reinfall wurde: bei einer Person wurde ein Gang vergessen - ewig lange Wartezeit (bei uns übrigen war der Gang bereits abgeräumt!!); als das Essen kam, war bereits das Besteck abgeräumt - wieder warten auf Besteck….
Auf unsere Frage nach dem Dessert, wie es denn jetzt weitergehe (wir waren Käse gewohnt), bekamen wir diese patzige und unverschämte Antwort: „Für Sie? Auf dem Pooldeck“. Ständig lange Wartezeiten, sei es bei der Bestellung für Espresso oder beim Abräumen von Geschirr. All das ohne jegliche Entschuldigung, selbst das vergessen Essen wurde nicht entschuldigt. Also haben wir uns beim Matre beschwert und erhielten als Entschädigung einen Drink. Aber so was kennen wir vom Rossini nun wirklich nicht… Schade, denn das Essen wäre wirklich gut gewesen!
Personalsituation
Auch bei unserer dritten Fahrt mit der Diva gab es immer noch keinen Getränkeservice auf der Kabine. Nachfrage beim Vielfahrertreffen ergab, dies wäre kaum machbar, da zu wenig Personal zur Verfügung stünde. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Service-/Personalkräften und diese wären ausgelastet. Auch auf dem Pooldeck fehlt eine Aufsicht o.ä.: Bei über 500 Kindern an Bord wurden die Pools von den Kids in Beschlag genommen. Diese Tatsache ist ja gar kein Kritikpunkt, aber es wurde vom oberen Pool in den unteren Pool gesprungen, geplantscht und getobt und Rücksicht war ohnehin ein Fremdwort. Wenn sich das eigene Kind nicht mal mehr in die Pools traut, sagt das meiner Meinung einiges aus. Würde das Personal hier mal ein wenig nach dem Rechten sehen (in die Pools springen ist ohnehin nicht erlaubt!), würde dies die Situation etwas entspannen.
Ostern
Also Ostern war wie jeder andere Tag auch – gut, es standen in den Restaurants überall Schokoosterhasen, Schokoeier, Ostereier, Osternester rum und jeder konnte sich bedienen, aber ansonsten gab es nichts besonderes. Irgendwie hätten wir da mehr erwartet – vielleicht sind auch unsere Erwartungen diesbezüglich zu hoch, keine Ahnung. Jedenfalls waren wir von Weihnachten und Fasching an Bord auch schon enttäuscht…
Shop
Insbesondere für unseren Sohn haben wir früher immer sehr gerne im Shop eingekauft; doch dieses Mal waren die Kindersachen so ausverkauft, dass in der Kleidungsgröße unseres Sohnes nur ein einziges T-Shirt vorhanden war! Für die Erwachsenen ist das Angebot an Nicht-AIDA-Artikel alles andere als passend für ein Clubschiff. Wer kauft sich schon ein Kostümchen auf der AIDA? Anstelle von Boss wären uns Marken wie Esprit viel lieber!
Publikum
Auffallend viele Gäste waren an Bord, die die absolut falsche Reise gebucht haben. Auch dies war ein Thema beim Vielfahrertreffen und scheint generell ein Problem zu sein, mit dem die Crew dann an Bord fertig werden muss. Liegt vermutlich daran, dass die Reisebüros ihre Kunden falsch bzw. gar nicht beraten oder nicht über das Wissen verfügen, Hauptsache die Reise ist verkauft (bei AIDA hat man halt keine festen Tischplätze und AIDA ist auch kein Hotel an Land). Bleibt zu hoffen, dass sich zukünftig jeder überlegt, ob er wirklich eine Seereise machen will. Vielleicht liegt es auch an der vermehrten Werbung, die viele auf die AIDA lockt und gar nicht wissen, was auf sie zukommt. Aber alle, bei denen Baden und Strand an oberster Stelle stehen und die keinerlei Interesse für die angelaufenen Ziele haben, sind auf einem Schiff definitiv falsch: die AIDA legt nun mal nicht direkt am Strand an, der Platz ist ein wenig begrenzt, die Pools können nicht so groß sein wie beim Cluburlaub an Land, ja und bei Seegang schaukelt das Schiff wirklich!
Eine Reise ist auch immer das, was man selbst daraus macht. Das ist schon klar. Aber dieses Mal ist auch uns aufgefallen, dass das Lächeln von dem Schiff verschwunden ist. Schuld daran war jedoch nicht die Crew, sondern das Publikum. Es liegt auch wirklich nicht an der Diva, denn wir haben auch schon die Diva mit vorwiegend freundlichen und netten Mitreisenden erlebt. Jedenfalls hatten wir dieses Mal das typisch deutsche Publikum wieder – das was wir nicht wollen, erst recht nicht auf einem Schiff. Da können auch die schönen Ziele nichts daran ändern. Zukünftig werden wir uns jedenfalls genau überlegen, ob wir wirklich auf ein deutsches Schiff wollen bzw. wieder in einer größeren Gruppe fahren!
Bonnie, Mimi und Ziby: ![]()