
10. November 2018, Palma de Mallorca, Wetter ideal
Nachdem wir schon einige Zeit seit unserem Eintreffen auf der Insel in Palma unterwegs sind, locken - vor allen Dingen mich - noch ein paar Ziele. Okay, die Markthalle ist ein MUSSICHHABEN auf jeder Reise und dann noch ein Ort, den ich 2008 während meiner ersten Reise mit AIDA kennengelernt habe. Ich hoffe, ich finde ihn wieder.
Jetzt aber erst zur Markthalle zurück. Wo genau liegt die eigentlich? Ein freundlicher Mann, ein Deutscher … von denen trifft man viele auf der Insel, zeigt uns die Richtung und dann erkenne ich ihn wieder, den Mercat de l'Olivar.
Es ist die größte Markthalle in Palma und kaum ist man drin, übermannt einen gleich die Lust auf saftigen Schinken, Tappas, Wein, violettfarbene Oliven, duftenden Käse, frischen Fisch und Krustentiere.
Obst und Gemüse sind appetitlich angerichtet. Ein wahres Einkaufsparadies für jemanden, der gerne kocht. Mein Mann meint: „Man gut, dass wir keine Gefriertruhe und einen Kühlschrank auf der Kabine haben. Du würdest bestimmt mit 4 Tüten hier rausgehen!!“ Ich nicke nur … Aus dem Grund erstehe ich ein Glas Oliven und eine Gewürzmischung für Fischgerichte.
Ein Blick auf die Uhr, wir müssen an die Rückkehr denken und wie es der Zufall will, landen wir auf dem Platz, den ich im Jahr 2008 bereits besucht habe – dem Placa Major. Schade, die vielen kleinen Stände geschlossen.
Unter den Arkaden befinden sich Läden und man kann gemütlich bei einem Cafe in der Sonne sitzen. Auch hier sind die Vorboten der nahenden Adventszeit zu sehen. Lange Leuchtgirlanden sind über den Platz gespannt und die Buden für den Weihnachtsmarkt sind aufgebaut. Es wird sicher heißen Sangria geben, denke ich mal. Weiter geht unser Streifzug durch die Stadt. Das ist der Duft des Südens, Kräuter, Zitronen und auch Knoblauch. Lecker.
Unterwegs sehen wir auch das Postamt.
Vorbei an schmalen verwinkelten Gassen laufen wir in Richtung Bustransfer. Ich habe noch Zeit, ein paar Fotos zu machen.
Was bin ich froh, dass die Sonne scheint. So macht das bummeln richtig Spaß.
Unterhalb der Kathedrale wieder angekommen, verweilen wir einen Moment in diesem kleinen Park unter den schattigen Bäumen mit den Wasserspielen. „Ach, das war doch jetzt gut, dass wir noch losgezogen sind“ sage ich mir. Es hat sich gelohnt, ein wenig zu bummeln und wir haben für die kurze Zeit doch viel gesehen.
Der Bus steht bereit und es geht zurück zur Sol, inzwischen ist es schon nach 15 Uhr. Wir sind seit mehr als 12 Stunden auf … Der Tag ist aber noch nicht zu Ende.
An Bord warten unsere Koffer vor der Kabinentür, die wir schnell auspacken und dann legen wir uns ein halbes Stündchen aufs Ohr. Schließlich wollen wir noch erleben, wie das Schiff den Hafen verläßt – um 22 Uhr. Haha, würden wir verschlafen, käme jemand von der Crew und würde uns aus dem Schlaf reißen wegen der SNÜ.
Abendessen gibt es für uns im Bella Donna heute. Alles ist schön angerichtet und die Auswahl vielfältig. Es ist für unser beider Geschmack genügend dabei, sodass mir die Wahl schwer fällt. Pünktlich um 21 Uhr ertönt „Crew alert, Crew alert“ und wir schnappen uns die Schwimmwesten und ab zur Musterstation zur Seenotrettungsübung. Ein Glück, alle Passagiere sind da und zum Ende gibt es dichtes Gedränge im Treppenhaus und an den Fahrstühlen, man möchte ja nicht zu spät kommen zum Willkommenssekt.
Auf dem Pooldeck tönt uns schon Musik entgegen. Die Band „The BandMates“ sorgen für gute Stimmung. Ich überlege kurz und dann macht es Klick im Kopf, wir kennen die Band von der Transasien-Tour im November 2015. Da wird es nach dem Auftritt genug zu erzählen geben. Ich freue mich drauf.
Der Sekt steht auf dem Pooldeck bereit und auch der General Manager Thomas Knoch mit der Enterainment Managerin Laura Biermann sind bereit für die Begrüssung der Passagiere. Zum Wohl, die Reise kann beginnen – in Richtung Italien.
Licht aus und Laser an, es huschen die zuckenden bunten Blitze über das Deck – die Poolparty ist aber noch nicht zu Ende. „Dancing under the Stars“, die Band heizt nochmal so richtig ein. Irgendwann habe ich das Gefühl, eigentlich kann ich nicht mehr, die sind Beine schwer, der Kopf dröhnt etwas; ich glaube mein Bett ruft. „Och nö, doch noch nicht!“ flüstere ich meinem Mann zu. Wir gehen noch für einen Absacker in die Anytime und ein kleines Stück Pizza im California Grill beschließt den ersten Tag unserer Reise. Auf der Kabine angekommen, sortiere ich die ganze Kabinenpost und schau in das Programm von morgen – ach neee, ist ja schon heute. Keinen Wecker stellen und wir verpassen nicht viel, Seetag. Ob morgen wohl die Narren unterwegs sind, ist so ziemlich mein letzter Gedanke, bevor ich einschlafe. Es ist der 11.11.
Hier noch mein kleiner Film zu Palma https://youtu.be/biGLEl1ZBgg