
08.10.2019 Valencia
Heute heißt es früh aufstehen, denn wir haben uns einem privaten Ausflug angeschlossen. Also klingelt um 6.00 Uhr der Wecker. Schnell zum Sport, geduscht und ab ins Selection Restaurant zum Frühstück. Dort beschränken wir uns heute auf Kaffee, Orangensaft, Joghurt und etwas Obst. Denn es handelt sich um einen kulinarischen Stadtrundgang.
Sobald das Schiff freigegeben ist, gehen wir zu zehnt zum Abfahrtspunkt des Aida Shuttles. Taxen sind weit und breit nicht zu sehen. 9,95 € werden durch Scannen der Bordkarte dem Bordkonto belastet. Tickets braucht man nicht. Obwohl Aida eigentlich direkt in der Stadt an der ehemaligen Formel Eins Strecke festmacht, ist der Weg in die Altstadt recht lang. Wir staunen über einen Park, der sich über eine lange Strecke neben unserem Fahrweg hinzieht. Später erfahren wir, dass es sich um das Flussbett eines wegen ständiger Überschwemmungen verlegten Flusses handelt. Die Bewohner der Stadt hatten durchgesetzt, dass dieses Gelände der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird. Über eine ehemalige Flussbrücke und jetzige Parkbrücke gelangen wir zum Stadttor, wo bereits unsere Reiseleiterin für den heutigen Tag auf uns wartet. Sie hatte in Valencia studiert, ist dort geblieben und macht jetzt mit einer Kollegin Stadtführungen durch Valencia. Zuerst geht sie mit uns durch die Stadt und zeigt uns diverse Sehenswürdigkeiten wie den Palast der Borgia und die Seidenbörse. Valencia hat eine sehr schöne Altstadt mit vielen reich verzierten Palästen und Häusern. Nach rund 3,5 Stunden gelangen wir zum Markt und bekommen Kostproben von verschiedenen lokalen Spezialitäten wie Schinken, Oliven, spanischen Wurstsorten, Käse, Tortillas und Sangria.
Inzwischen sind wir alle nach vier Stunden total erschöpft vom vielen Gehen und Stehen. Da kommt der Besuch in der Tapas Bar gerade recht. Hunger haben wir nach dem Marktbesuch eigentlich keinen mehr, aber wir setzten uns dankbar an den bereits für uns vorbereiteten Tisch. Es gibt eine sehr leckere Auswahl an Tapas, die dann doch ihre Abnehmer findet und zum Abschluss noch ein Aqua de Valencia, einen in Valencia kreierten Cocktail.
An der Haltestelle für den Shuttle zurück zum Schiff stehen bereits viele Menschen und mit dem neuen System, dass zuerst die Bordkarte gescannt wird und man dann erst einsteigen darf, dauert es doch sehr lange, bis alle im Bus sind und dieser abfahren kann. Natürlich ist es gut und sinnvoll, den wirklich großen Papierverbrauch einzudämmen, aber der Ablauf ließe sich sicher noch optimieren.
Zurück auf dem Schiff wird erstmal eine Siesta gehalten. Das war ein anstrengender Tag.
Abends ergattern wir einen Tisch im Außenbereich des Calypso Restaurants. Endlich ist es so warm, dass man gut draußen essen kann. Heute gibt es ja das Farewell Dinner und natürlich viele besonders tolle Gerichte. Wir sind aber noch vom kulinarischen Ausflug so satt, dass wir uns auf einen kleinen Vorspeisenteller mit Hummer und Kaviar beschränken.
Jetzt schnell auf Deck 11 und ein Foto des Sektbuffets gemacht. Von oben geht das immer besonders gut. Wegen der guten Aussicht bleiben wir auch gleich dort und schauen uns die Verabschiedung durch Kapitän, Hotelmanager und Entertainmentmanager an. Die Aida Stars treten auf und dann singen alle Anwesenden zusammen „I am Sailing“. Der Text war vorher an alle ausgeteilt worden. Jetzt kommt auf beiden Seiten des Decks 11 eine lange Reihe von Crewmitgliedern entlang, die mit ihren Länderfähnchen winken und auf die Bühne gehen. Eine schöne Geste, arbeiten doch auf den Aida Schiffen eine große Anzahl verschiedener Nationalität friedlich und gut zusammen. Wenn das draußen in der Welt doch auch so wäre. Wir bekommen im Vorübergehen ein High Five von Küchenchef des Selection Restaurants, der morgen abgelöst wird. Ein super sympathischer Mann und ein wirklich guter Koch! Den Lächelmoment der Reise bekommt diesmal eine fröhliche Dame vom Housekeeping und die Poolparty beginnt.
Zum Abschluss des Abends wird noch ein Besuch der Aida Bar eingeschoben und das war es dann auch für heute.
Morgen ist Wechseltag und es stehen bereits viele Koffer auf den Gängen. Uns tun alle leid, deren Reise bereits zu Ende geht. Wir haben es diesmal wirklich sehr, sehr gut und freuen uns, dass wir noch lange bleiben dürfen.
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