
Mittwoch, 23.09.2026
Ajaccio/Korsika
Liegezeit von 9.30 bis 22.00 Uhr
Natürlich lasse ich mir auch heute meinen Frühaufsteherkaffee nicht nehmen und verfolge entspannt das Einlaufen in Ajaccio, die einzige Destination diese Reise, die wir nicht kennen. Der erste Eindruck ist wirklich sehr schön. Von unserem Balkon hat man direkten Blick auf den kleinen Hafen und die alte Befestigungsanlage.
Mal sehen wohin es uns heute treibt. Ich möchte auf jeden Fall gerne ins Maison Bonaparte in der Altstadt Ajaccios, Ecke Rue Saint-Charles und Rue Letitzia gelegen, in der Napoleon Bonaparte am 15. August 1769 angeblich auf einem Sofa in einem Durchgangszimmer das Licht der Welt erblickte. Die jungen Damen sind einverstanden, denn nach so vielen "Taschen" kann uns ein bisschen Kultur nicht schaden.
Nach Verlassen der Cosma, deren Liegeplatz an den vorher erwähnten kleinen Sportboothafen grenzt, steht man praktisch direkt an der Ecole Hoteliere mediterraneenne. Das weiß ich so genau, weil ich, warum auch immer, diese Hotelfachschule fotografiert habe.
Gegenüber, vermutlich wesentlich interessanter, befindet sich die Markthalle "le marche des producteurs de pays" mit Außenfläche.
Nach dem Besuch des Marktes halten wir uns links und laufen über die Fußgängerzone Richtung maison Bonaparte. Die kleinen Gassen werden immer voller und mir schwant Schlimmes. Vor dem Museum ist praktisch kein Durchkommen mehr und die Schlange am Eingang unglaublich lang.
Nach kurzer Besprechung verzichten wir schweren Herzens auf den Besuch des Sofas - lange Schlangen haben wir auf der Cosma genug - und schlendern lieber weiter durch die Stadt. In Gedenken an unseren zu Hause gebliebenen einzelnen Herrn besichtigen wir immerhin die Cathedrale d Ajaccio.
Unser Weg führt uns zurück in die Fußgängerzone und wie der Zufall so will, im Speziellen, in einen weiteren Taschenladen. Wir sind Frauen, wir können nicht anders! Auf Wunsch unserer kleinen Großen machen wir uns anschließend auf die Suche nach diesem angesagten Tik Tok Matcha Cafe. Wir finden es in einer kleinen niedlichen Gasse und so viel sei gesagt, diesmal bleiben wir nicht unter 10,00 Euro für drei Getränke. Dabei bestelle ich nicht mal Matcha in irgendeiner seltsamen Geschmacksrichtung, denn ich finde, der schmeckt immer irgendwie nach Kuhweide.
Zurück auf der Cosma haben wir Lust auf Burger, was nun doch heißt Schlange stehen. Wenigstens ist die nicht so lang wie in Ajaccio und nach kurzer Zeit bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Die Burger sind sehr lecker und wir erst einmal gesättigt. Am Abend wollen wir noch in einem der zahlreichen netten Lokale im Ort eine kleine Mahlzeit zu uns nehmen. Denn heute heißt es ja erst um 21.30 Uhr alle Mann an Bord. Als wir jedoch frisch gestylt und natürlich mit neuen Taschen gegen 18.30 Uhr die Cosma verlassen, tendiert unser Huger noch immer gen null. Dann eben nur ein leckeres Kaltgetränk mit Blick auf den Hafen, die Cosma und die vorbei flanierenden Menschen. Das Leben ist schön!